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Lumedis Ihre Kniespezialisten in Frankfurt

Lumedis hat sich auf die verschiendenen Erkrankungen des Kniegelenks spezialisiert.
Besonders wichtig ist uns wichtig, dass wir versuchen alle Erkrankungen ohne eine Operation zu lösen.
Das ist leider nicht immer, aber in vielen Fällen möglich.

Gerne beraten Sie die Kniespezialisten von Lumedis. Hier finden Sie unsere Terminvereinbarung.

Die Kniespezialisten von Lumedis versuchen alle Erkrankungen konservativ, also ohne OP zu lösen.

Häufige Knieverletzungen

Meniskusriss

Der Meniskusriss ist eine Verletzung der inneren oder äußeren Knorpelscheibe des Unterschenkels.
Die Ursachen dafür sind vielfältig. Am häufigsten entsteht er durch Degeneration aufgrund jahrelanger erhöhter Beanspruchung, zum Beispiel bei Profisportlern oder anderen Berufsgruppen, die in besonderem Maße das Kniegelenk beanspruchen, wie Fliesenleger oder Gärtner. Ebenfalls häufig sind Meniskusläsionen nach indirekter Gewalteinwirkung, also einer plötzlichen Überbeanspruchung des Kniegelenks. Ausgelöst wird sie durch plötzliche Richtungswechsel oder einer Verdrehung des Unterschenkels, häufig bei sportlicher Betätigung.
Das Leitsymptom des Meniskusrisses sind die sofort einsetzenden starken Schmerzen. Diagnostiziert wird er durch manuelle Untersuchungen des Gelenks, aber vor allem durch eine MRT. Letztere ist die sensitivste Bildgebung und obligat, falls eine Operation indiziert ist.
Nach einer Operation kann nach etwa 6 Wochen eine Physiotherapie begonnen werden, die die Bewegungsgrade des Kniegelenks wiederherstellen und einer erneuten Verletzung vorbeugen soll. Bis zur uneingeschränkten Belastbarkeit vergehen in der Regel 6-12 Monate. 

Bakerzyste

Die Bakerzyste, auch als Poplitealzyste oder Kniegelenksganglion bekannt, ist eine mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Zyste, welche als Ausstülpung der Kniegelenkskapsel auftritt. Sie kommt sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter vor. Der Begriff der Bakerzyste wurde in der Vergangenheit vor allem bei rheumatischen Erkrankungen verwandt, jedoch beschreibt er heute poplitealen Zysten jedweder Genese. Während sich bei Kindern Bakerzysten häufig spontan ausbilden, entstehen bei Erwachsenen Bakerzysten häufig aufgrund von mikroskopischen oder makroskopischen Verletzungen des Kniegelenks. Ursächlich kann eine Arthritis, also eine entzündliche Erkrankung, bei der das eigenen Immunsystem fehlgeleitet wird und das Gelenk angreift, sein oder eine Arthrose, die als Verschleißerkrankung des Gelenkknorpels verstanden wird. Allerdings kann auch ein Trauma der Menisken die Ursache sein. In allen Fällen erfolgt eine Aussackung der Kapsel aufgrund einer vermehrten Bildung von Synovialflüssigkeit. Die sorgt für  einen Überdruck innerhalb des Gelenks. 

Bei Kindern bilden sich Bakerzysten oftmals spontan zurück, bei Erwachsenen kann von einer Operation abgesehen werden, wenn die Zyste asymptomatisch bleibt. Wird jedoch durch sie die Bewegungsfreiheit des Kniegelenks eingeschränkt, sollte eine chirurgische Entfernung erfolgen.

Kniearthrose

Unter Arthrose versteht man eine Gelenkerkrankung, bei der ein verstärkter Knorpelabrieb an den Gelenkflächen eine Belastung des betroffenen Gelenks sehr schmerzhaft werden lässt. Diese Zerstörung des Knorpels verläuft in der Regel zunächst unbemerkt über Jahre hinweg, bis zunächst Schmerzen und Gelenksteifigkeit beschrieben werden. Zunächst steht die Knorpelabnutzung im Vordergrund, jedoch treten im Laufe der Zeit auch Veränderung des angrenzenden Knochens auf, welche im Röntgenbild deutlich sichtbar werden. Dies wird als latente Arthrose bezeichnet und schreitet unumkehrbar fort. Im Verlauf dazu steht die aktivierte Kniearthrose, welche ein akut entzündliches Krankheitsbild darstellt. Währenddessen spitzen sich die oben genannten Beschwerden innerhalb kurzer Zeit zu, ausgelöst zum Beispiel durch eine Überbelastung des betroffenen Gelenks. Begleitet werden die Schmerzen dabei von einer Schwellung, einer Erwärmung, einer Rötung und einer starken Bewegungseinschränkung des Kniegelenks.

Läuferknie / ITBS

ITBS ist die Abkürzung für ilio-tibiales- Bandsyndrom und wird auch Tractussyndrom oder Läuferknie genannt. Der Tractus iliotibialis ist eine Sehne, welche die Hüfte mit dem Knie verbindet und somit für Stabilität im Oberschenkel sorgt. Das Syndrom tritt bevorzugt bei Langstreckenläufen und bei Rennradfahrern auf, die eine dauerhafte Belastung auf den Bewegungsapparat ausüben. Ursächlich für das Läuferknie ist die Entzündung der Sehne im Bereich des Kniegelenks, oftmals am oberen Rand des Knies, die durch eine mechanische Reizung der Sehne durch die Kniescheibe hervorgerufen wird. Die Schmerzen können von der Sehne selbst, der gereizten Kapsel oder dem Gelenkknorpel herrühren und so stark werden, dass bereits das normale Gehen erschwert ist. Sie werden als stechend beschrieben, sind allerdings trotz der Entzündung selten von Rötungen und Schwellungen begleitet. Die Diagnose wird mithilfe einer Anamnese und schmerzhaftem Tasten des Tractus iliotibialis von einem Orthopäden gestellt, sodass bildgebende Verfahren wie die MRT in der Regel nicht notwendig sind. Gegebenenfalls kommen sie zum Einsatz, wenn Meniskus- oder Kreuzbandverletzungen ausgeschlossen werden müssen. Die Therapie besteht aus einer vorübergehenden Schonung des Beines, der Kühlung des Kniegelenks und der Schmerzmedikation mit NSARs.

Schienbeinkantensyndrom

Das Schienbeinkantensyndrom beschreibt ein Schmerzsyndrom des Unterschenkels und wird auch als mediales Tibiakantensyndrom oder „Shin Splints“ bezeichnet. Es tritt nach sportlicher Aktivität auf, im Besonderen nach intensivem Joggen oder anderen Sportarten, die die Muskulatur im Bereich des Schienbeins belasten. Ursächlich für das Schienbeinkantensyndrom ist die Überreizung und die dadurch entstandene Entzündung der Muskelfasern der Unterschenkelvorderseite. An der gereizten Stelle kann sich nicht nur der Muskel entzünden, sondern in der Folge auch die Knochenhaut des Schienbeins. Diese ist sehr ausgeprägt innerviert und aus diesem Grund ausgesprochen schmerzempfindlich, sodass die Schmerzen genau lokalisiert werden können. Meist werden sie in den unteren zwei Dritteln des Unterschenkels beschrieben. In jedem Fall sollte ein Arztbesuch erfolgen, damit Belastungsbrüche oder andere Schmerzursachen ausgeschlossen werden können. Als erste Therapiemaßnahme ist eine Sportpause sinnvoll, darüber hinaus können auch NSAIDs und kühlende Umschläge zur Schmerzreduktion eingesetzt werden. Langfristig ist es bei rezidivierenden Schmerzen zu empfehlen, Sportarten mit anderen Belastungsschwerpunkten auszuüben, zum Beispiel Schwimmen.

Bone bruise im Knie

Unter Bone bruise versteht man eine Knochenprellung. Diese entsteht immer als Folge einer äußeren Gewalteinwirkung, beispielsweise nach einem Sturz oder dem Anstoßen des Knochens, muss aber nicht unbedingt mit einer sichtbaren Hautläsion einhergehen. Als Folge des Krafteinwirkung entstehen kleine Läsionen der Knochensubstanz oder auch nur Läsionen in der Knochenhaut. Letztere ist außerordentlich schmerzempfindlich, weshalb direkt nach der mechanischen Reizung der betroffenen Stelle ein starker stechender Schmerz auftritt, der nach kurzer Zeit in der Regel abebbt. Falls kleine Blutgefäße beschädigt oder Mikroverletzungen des Knochens verursacht wurden, sammelt sich im Bereich der Läsion Blut oder Gewebeflüssigkeit, sodass sich eine Schwellung um den Verletzungsherd herum bildet. Diese bedingt wiederum eine Druckbelastung der sensiblen Knochenhaut, sodass der stechende Schmerz sich zu einem dumpfen Druckschmerz entwickelt. Behandelt wird die Knochenprellung mit Schonung und Kühlung, sowie adäquaten einer Schmerzmedikation durch NSAIDs. Nicht selten dauert die Heilung der Knochenprellung Monate.

(abakterielle) Kniegelenksentzündung

Eine Kniegelenksentzündung wird auch Gonarthritis genannt und ist als abakterielle Form als Folge einer chronischen Kniegelenksüberlastung oder -krankheit einzustufen. Da es sich um eine Entzündung handelt, weist sie die fünf klassischen Zeichen dafür auf: Schmerz, Überwärmung, Rötung, Schwellung, Funktionsbeeinträchtigung. Die Ursache dafür kann einerseits eine andauernde Überlastung durch sportliche Aktivität sein, andererseits können auch chronische Erkrankungen eine Gonarthritis hervorrufen. Dazu zählen Verschleißerkrankungen wie eine aktivierte Arthrose, Gicht als Stoffwechselerkrankung, aber auch Autoimmunerkrankungen wie die rheumatoide Arthritis oder Psoriasis. Selten können auch bösartige Erkrankungen im Bereich des Kniegelenks, zum Beispiel Knochentumore, die oben genannten Symptome verursachen. Aufgrund der Vielfältigkeit der Entstehungsgründe gibt es nicht nur eine Therapie der Erkrankung. Zur reinen Symptomlinderung sollte das Knie geschont und gekühlt werden, bei einer Überlastung als Ursache können zusätzlich auch NSAIDs zur Schmerztherapie angewendet werden. Darüber hinaus muss eine spezifische und gegebenenfalls systemische Therapie der Erkrankung erfolgen, welche die Kniegelenksentzündung hervorgerufen hat. 

Patellasehnenentzündung

Ein Patellaspitzensyndrom, auch Jumper´s knee genannt, ist eine sogenannte Enthesiopathie. Sie beschreibt eine Erkrankung eines gelenknahen Sehnenansatzpunktes, im Falle der Patellasehne betrifft es vor allem den unteren Pol der Patella (Kniescheibe). Ursächlich ist eine mechanische Reizung, die besonders bei Belastung in gleichzeitiger Kniebeugung auftritt, also bei Sprüngen oder schnellen Richtungswechseln. Aus diesem Grund sind häufig Volleyballer, Basketballer und Hoch- beziehungsweise Weitspringer betroffen. Die Diagnose kann häufig bereits nach Anamnese und körperlicher Untersuchung gestellt werden. Das Knie schmerzt bei Belastung, aber auch bei Berührung der Patella beziehungsweise ihres Ansatzes und Bewegung des Unterschenkels gegen einen Widerstand. In der Regel ist keine Rötung oder Schwellung des Knies zu erkennen. Die Therapie des Patellaspitzensyndroms sieht eine Schonung des betroffenen Kniegelenks vor, die bis zu drei Monaten eingehalten werden muss. Wichtig ist auch eine physiotherapeutische Behandlung, gegebenenfalls können zeitweise Bandagen zur zusätzlichen Entlastung getragen werden.

Quadricepssehnenentzündung

Der Musculus quadriceps femoris stellt den größten Teil der Oberschenkelmuskulatur dar. Seine vier Anteile vereinigen sich oberhalb des Knies zu einer Sehne, die sich über die Kniescheibe zieht und als Patellasehne am oberen Unterschenkel ansetzt. Die Entzündung bildet sich aufgrund einer Über- oder Fehlbelastung aus. Das Knie schmerzt bei Belastung und Berührung oberhalb der Kniescheibe, mitunter kann auch eine Schwellung auftreten. Zur Behandlung ist Schonung zwingend notwendig, darüber hinaus ruft eine Kühlung oft eine Schmerzlinderung hervor, zusätzlich können NSAIDs zur Entzündungshemmung eingenommen werden. Nach der Sportpause ist eine langsame Belastungssteigerung und vorher gegebenenfalls eine physiotherapeutische Behandlung.

Über folgende Knieerkrankungen haben wir bereits umfangreiche Informationen veröffentlicht.