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Osteopathie bei Tinnitus

Dieser Artikel wurde durch Carmen Heinz veröffentlicht.
Carmen Heinz ist Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie und hat den Behandlungsschwerpunkt der ärztlichen Osteopathie.
Daneben sind Ihre Behandlungsschwerpunkte als Sportmedizinerin die Sportorthopädie und die Bewegungsanalyse und somit eine Spezialistin in der nichtoperativen / konservativen Orthopädie.

Osteopathie bei Tinnitus – Was ist das?

Beim Tinnitus handelt es sich um die Wahrnehmung von Geräuschen im Ohr ohne das Einwirken von außen. Da ein anhaltender bzw. immer wiederkehrender, chronischer Tinnitus zu einem Hörsturz führen kann ist eine Behandlung desselben sehr wichtig und mittels Osteopathie häufig erfolgreich. Hierbei wird eine Störung der Durchblutung des Ohres, vor allem des Innenohres, zugrunde gelegt. Diese kann mittels manueller Techniken behandelt werden. Dabei wird der Fokus vor allem auf den Kopf und den oberen Bereich der Wirbelsäule gelegt. Da aber auch die Verspannung von Muskeln im Bereich des Nackens und entlang des gesamten Rückens Einflüsse darauf besitzen werden auch diese in die Therapie miteinbezogen.

Indikationen/Gründe für eine Behandlung mit Osteopathie bei Tinnitus

Zahlreiche Faktoren spielen aus osteopathischer Sicht für die Entstehung des Tinnitus eine Rolle:

  • Schlechte Durchblutung des Innenohres
  • Verspannungen des Nackens
  • Blockade der Halswirbelsäule
  • Stress, im Sinne einer Überlastung des vegetativen Nervensystems
  • Craniomandibuläre Dysfunktion
  • Zahnfehlstellungen
  • Kopfschmerzen

Unterschied einer ärztlichen Osteopathie von einer Osteopathie eines Heilpraktikers bei Tinnitus

Die osteopathische Behandlung eines Tinnitus darf in Deutschland sowohl durch einen Arzt als auch durch einen Heilpraktiker mit einer Zusatzausbildung durchgeführt werden. Die genauen Unterschiede können dabei allerdings nicht so leicht allgemein benannt werden, da Beide eine Durchblutungsstörung für den Tinnitus zugrunde legen. Die Herangehensweise und die Knüpfung der Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Systemen des Körpers kann sich gegebenenfalls je nach Behandler unterscheiden. So wird ein Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkunde eine andere Betrachtung der osteopathischen Behandlung des Tinnitus haben wie ein Heilpraktiker. Entscheidend ist für die Behandlung jedoch in erster Linie das Vertrauen zwischen Behandler und Patient.

Ablauf einer osteopathischen Behandlung

Zu Beginn einer osteopathischen Behandlung beim Tinnitus steht ein ausführliches Gespräch. Dies dient der Verschaffung eines Überblicks der Beschwerden. Dabei wird beispielsweise auch genauer analysiert, um welche Art von Geräusche es sich handelt und wann diese auftreten. Das Auftreten des Tinnitus in Abhängigkeit von bestimmten Bewegungen kann beispielsweise einen Hinweis auf Zusammenhänge zwischen Verspannungen oder Blockaden im Bereich des Kopfes und der Halswirbelsäule geben. Während des Gesprächs wird auch besprochen wie die genaue individuelle osteopathische Behandlung verlaufen soll.

Im Anschluss wird, gegebenenfalls noch bei der ersten Sitzung, mit der osteopathischen Behandlung begonnen. Dabei werden manuelle Techniken im Bereich der Ohren, des Hinterkopfes, der Halswirbelsäule und des Nackenbereichs angewendet. Mithilfe bestimmter Handgriffe und der Ausübung unterschiedlich starken Drucks werden die Übergänge zwischen den Gelenken und Schädelnähten gezielt behandelt. Dies dient der Entspannung von überlasteten Faszien, also bindegewebigen Körperhüllen, sowie der Lösung von Blockaden an Übergängen verschiedener Strukturen und an Gelenken. Auch die Behandlung des vegetativen Nervensystems und die craniosakrale Technik können, je nach vorliegenden Beschwerden, in die osteopathische Behandlung beim Tinnitus eingebunden werden.

Behandlung der HWS

Die Halswirbelsäule stellt einen zentralen Fokus der osteopathischen Behandlung beim Tinnitus dar. Hier finden sich häufig vermehrt Blockaden zwischen den einzelnen Wirbelgelenken sowie am Übergang der Halswirbelsäule und dem Schädelknochen. Diese begünstigen Störungen der Durchblutung der Kopfes und damit auch des Innenohres. Durch gezielt manuelle Techniken und die Ausübung geringen Drucks und leichter Zug-Bewegungen können diese Blockaden leicht gelöst werden. Dabei liegt der Kopf entspannt in den Händen des Behandlers. Auch Verspannungen der kleinen Muskeln entlang der Halswirbelsäule spielen eine Rolle und werden bei der osteopathischen Therapie miteinbezogen.

Erstverschlimmerung

Eine Erstverschlimmerung ist ein seltenes, jedoch nicht immer vermeidbares Phänomen, das nach einer osteopathischen Behandlungssitzung beim Tinnitus auftreten kann. Dabei handelt es sich allgemein gesprochen um eine Verschlechterung der Beschwerden, wobei eine Zunahme der Geräuschwahrnehmung im Ohr äußerst selten ist. Hier ist die Erstverschlimmerung eher als Auftreten von schmerzhaften Beschwerden im Kopf-Nacken-Bereich zu verstehen. Dies kann im Rahmen der manuellen Techniken hervorgerufen werden und beruht auf den komplexen Zusammenhängen der verschiedenen Muskelgruppen, Gelenke und Faszien. Meist tritt nach wenigen Tagen wieder eine Besserung der Beschwerden ein. Beim Ausbleiben sollte zeitnah eine Beratung durch den Behandler erfolgen.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung bei einer osteopathischen Therapie eines Tinnitus kann sich individuell unterscheiden und ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Meist beträgt die Dauer für eine Behandlungssitzung ca. 60 Minuten. Eine Verlängerung kommt am häufigsten bei der ersten Sitzung vor, da hier im Rahmen des Gesprächs alle relevanten Faktoren für die Genese des Tinnitus gesammelt und gebündelt werden. In Abhängigkeit von den zugrundeliegenden Ursachen und die Ausprägung möglicher Verspannungen oder Blockaden kommt eine unterschiedliche Anzahl notwendiger Behandlungssitzungen zustande.

Wie häufig muss man eine Osteopathie wiederholen?

Eine allgemeine Aussage kann über die Häufigkeit der Wiederholungen einer Osteopathie beim Tinnitus nicht getroffen werden. In der Regel werden mindestens zwei Sitzungen benötigt, häufig allerdings auch mehr. Hier spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, insbesondere die zugrundeliegenden Ursachen bzw. das Zusammenspiel der beeinflussenden Systeme, insbesondere des Übergangs zwischen Kopf und Hals sowie der Muskulatur entlang der Halswirbelsäule. Auch der Zustand der Faszien im Bereich des Kopfes und des Nackens spielen eine Rolle. Werden während der osteopathischen Behandlung hier ausgeprägtere Blockaden, Verspannungen und Ungleichgewichte entdeckt kann es zu einer Erhöhung der nötigen Wiederholungen kommen.

Welcher Behandlungserfolg ist zu erwarten?

Der Erfolg einer osteopathischen Behandlung vom Tinnitus ist vor allem von den zugrundeliegenden Ursachen sowie dem Zeitpunkt der Therapie abhängig. Die größte Gefahr im Rahmen eines wiederkehrenden Tinnitus ist der sogenannte Hörsturz mit deutlicher Reduktion des Hörvermögens. Wird die osteopathische Behandlung erst in einem späten Stadium des Tinnitus durchgeführt muss entsprechend mit einem anderen Behandlungserfolg gerechnet werden, als bei einer frühzeitig begonnenen Therapie. In der Regel wird eine Verbesserung der Beschwerden nach einer osteopathischen Behandlung erst mit etwas Verzögerung nach der eigentlichen Therapie wahrgenommen.

Was sind die Risiken?

Die osteopathische Behandlung eines Tinnitus stellt ein sehr risikoarmes Verfahren dar, bei dem es kaum zu nennenswerten Nebenwirkungen kommt. In seltenen Fällen können leichte Schmerzen nach einer Behandlung auftreten, die Intensität ist in aller Regel jedoch mäßig und die Dauer beträgt meist nur wenige Tage. Da es, insbesondere bei älteren Menschen oder beim Bestehen von Gerinnungsstörungen, zum Lösen von Ablagerungen in den Gefäßen am Hals kommen kann erfolgt vorab diesbezüglich eine genaue Besprechung. So können mögliche Folgen vermieden werden. Bestehen diesbezüglich Unklarheiten kann auch vorab eine Ultraschall-Untersuchung der Gefäße durchgeführt werden. Allgemein kann die Osteopathie beim Tinnitus jedoch als Therapie mit wenigen Risiken betrachtet werden.

Kosten

Die Kosten für eine osteopathische Behandlung beim Tinnitus sind von der Anzahl der Behandlungssitzungen und dem Behandler abhängig. Meist liegt das preisliche Niveau im Bereich von fünfzig bis hundertfünfzig Euro für eine Behandlungssitzung. Dementsprechend wird der Gesamtbetrag anhand der Anzahl der notwendigen Sitzungen errechnet. Dadurch ergeben sich bei der osteopathischen Therapie beim Tinnitus meist Kosten von mindestens zweihundert Euro, oft liegen die Kosten auch höher. Der Abrechnung liegt die berufsständische Gebührenordnung zugrunde.

Übernimmt das die private Krankenversicherung?

Die osteopathische Behandlung beim Tinnitus wird in der Regel von der privaten Krankenversicherung im vollen Umfang übernommen. Entscheidend ist dabei immer eine Absprache aller Faktoren für die Kostenübernahme vor Beginn der Behandlung, um möglichen Missverständnissen zuvor zu kommen. Die meisten Krankenversicherung verlangen für die Übernahme der Kosten der osteopathischen Behandlung eine ärztlich gesicherte Diagnose eines Tinnitus. Gelegentlich werden auch Nachweise über andere bereits durchgeführte Therapien verlangt. Des Weiteren sollte Rücksprache über die Anzahl der bezahlten Behandlungssitzungen gehalten werden, da sich diese zwischen den einzelnen privaten Krankenversicherungen häufig unterscheiden.

Unsere osteopathische Spezialistin

Carmen Heinz ist Fachärztin für Orthopädie mit der Zusatzbezeichung Sportmedizin und diplomierte Osteopathin. 
Durch diese einzigartige Kombination hat Sie eine besondere Expertise im Bereich der ärztlichen Osteopathie.

Carmen Heinz berät Sie gerne in unserer Sprechstunde!