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Lumedis Frankfurt

Dr. Nicolas Gumpert
Facharzt für Orthopädie

Privatpraxis für Orthopädie, Sportmedizin, Akupunktur und manuelle Medizin

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Schmerzen in den Beinen

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.

Definition - Was sind Schmerzen in den Beinen?

Schmerzen in den Beinen können mit verschiedenen Begleitsymptomen einhergehen und ganz unterschiedliche Ursachen haben. Eine harmlose Überbeanspruchung, wie Muskelkater, kann für mehrere Tage starke Schmerzen in den betroffenen Muskelgruppen der Beine hervorrufen. Gleichzeitig kommen bei Schmerzen in den Beinen zudem schwerwiegendere Ursachen infrage, wie eine Thrombose, Durchblutungsstörungen oder neurologische Ursachen. Der Schmerzcharakter, eventuelle Begleitsymptome und ein möglicherweise bekanntes Ereignis, das mit dem Auftreten der Schmerzen zusammenhängt, können bei der Diagnose der Schmerzen in den Beinen wegweisend sein.

Ursachen

Häufig beruhen Schmerzen in den Beinen auf harmlosen Ursachen wie Muskelkater nach langen Wanderungen oder viel Sport.  Ein Muskelkater tritt in der Regel erst einige Stunden nach der Belastung auf. Dabei kommt es zu winzigen Rissen in den kleinsten Einheiten des Muskelgewebes, den sogenannten Z-Scheiben innerhalb der Muskelfibrillen. Intensive sportliche Belastungen oder ungewohnte Belastungen können zudem zu Verletzungen von Muskeln und Sehnen führen. Häufig zeigen sich Prellungen und Muskelfaserrisse, die starke Schmerzen in den Beinen auslösen können. Des Weiteren können Bänder und Gelenkkapseln verletzt werden. Man spricht dann umgangssprachlich häufig von einer Verstauung. Weitere mögliche Ursachen von Schmerzen in den Beinen sind Durchblutungsstörungen. Dazu gehören zum Beispiel Thrombosen, die Venenschwäche und die periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz PAVK. Mit dem zunehmenden Alter leiden viele Menschen unter arthrotischen Veränderungen der Gelenke, sogenannter Gelenkverschleiß. Eine Arthrose von Hüft- und Kniegelenken kann starke Schmerzen in den Beinen hervorrufen und ist eine häufige Ursache von Schmerzen in den Beinen bei Menschen über sechzig. Darüber hinaus kommen neurologische Ursachen bei Schmerzen in den Beinen in Betracht. Mögliche neurologische Ursachen für Schmerzen in den Beinen sind eine Polyneuropathie und ein Bandscheibenvorfall. Typische Begleitsymptome sind ein Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Brennen in den Beinen.

Thrombose

Bei einer Thrombose handelt es sich um ein akutes Krankheitsbild. Thrombosen entstehen in den meisten Fällen in den Venen der Beine, vor allem in den Unterschenkelvenen. Dabei löst sich ein Blutgerinnsel und verursacht einen Gefäßverschluss. Ablagerungen an den Gefäßwänden (Plaques, Arteriosklerose, „Kalk“), Krampfadern und eine gesteigerte Gerinnungsneigung des Blutes begünstigen die Ausbildung eines Blutgerinnsels. Eine Thrombose ist ein schwerwiegendes Krankheitsbild, da es lebensbedrohliche Komplikationen nach sich ziehen kann, wie eine Lungenembolie oder ein postthrombotisches Syndrom. Bei Verdacht auf eine Thrombose sollte man deshalb umgehend zum Hausarzt gehen und das betroffene Bein untersuchen lassen.

Bandscheibenvorfall der LWS

Insbesondere bei Menschen zwischen dreißig und fünfzig Jahren ist der Bandscheibenvorfall ein weit verbreitetes Krankheitsbild. Eine typische Lokalisation ist die Lendenwirbelsäule, LWS, insbesondere zwischen dem 4. Und 5. Lendenwirbel (L4/L5) und dem 5. Lendenwirbel und dem 1. Steißwirbel (L5/S1). Dabei entsteht ein starker Druck auf die Nervenwurzeln der betroffenen Wirbel. Ein Bandscheibenvorfall der LWS verursacht in vielen Fällen heftige Schmerzen im unteren Rücken, die häufig bis in das Bein ausstrahlen. Demgemäß kommt ein Bandscheibenvorfall als Ursache von Schmerzen in den Beinen in Betracht und bedarf einer gründlichen Untersuchung.

Muskelverletzung

Muskelverletzungen sind typische Sportverletzungen und können starke Schmerzen in den Beinen auslösen. Wird Muskelgewebe gequetscht, entstehen schmerzhafte Prellungen. Wird die Muskulatur stark überlastet, entstehen Muskelzerrungen. Muskelzerrungen können auftreten, wenn ungeübte Menschen falsch trainieren oder wenn erfahrene Sportler zu intensiv trainieren. Solche Überlastungen der Muskulatur können die Muskulatur so stark beanspruchen, sodass sogar leichte bis schwere Muskelfaserrisse entstehen.

Durchblutungsstörung in den Beinen

Tiefe Beinschmerzen können auf Durchblutungsstörungen zurückzuführen sein. Bei Durchblutungsstörungen in den Beinen hat das Blut Schwierigkeiten, ungehindert durch die Blutgefäße zu strömen. Das führt zu einer Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Bei älteren Menschen liegt häufig eine periphere arterielle Verschlusskrankheit, PAVK, vor. Dabei sind die Beinarterien krankhaft verengt. Da Rauchen als wichtiger Risikofaktor gilt, spricht man umgangssprachlich vom Raucherbein. Synonym wird der Begriff Schaufensterkrankheit verwendet, da die Betroffenen ab dem Stadium 2 der PAVK einschießende Schmerzen beim Gehen erleiden. Die Betroffenen bleiben dann kurz stehen, wie bei einem Spaziergang entlang einiger Schaufenstern. Ein verengtes Gefäß kann komplett verschließen. Neben arteriellen Durchblutungsstörungen gibt es venöse Durchblutungsstörungen als mögliche Ursache von Schmerzen in den Beinen. Neben der oben genannten Thrombose kommt häufig die weitverbreitete Venenschwäche mit Besenreisern und Krampfadern vor. Langfristig kann eine Venenschwäche zu einer chronisch-venösen Insuffizienz führen. Diese venöse Durchblutungsstörung verursacht unerträgliche Schmerzen in den Beinen und in höheren Stadien schwere Unterschenkelgeschwüre.

Begleitende Symptome

Abhängig von der Ursache der Schmerzen in den Beinen können verschiedene begleitende Symptome auftreten. Eine Thrombose tritt häufig im Bereich eines Unterschenkels auf und verursacht entsprechend Schmerzen an nur einem Bein. Dabei ist der betroffene Bereich, zum Beispiel Wade und Knöchelregion des Fußes, stark geschwollen. Die Haut spannt, ist überwärmt und glänzt. Gelegentlich gibt es sichtbare Venen auf der Haut, sogenannte Waden. Außerdem können die Betroffenen Fieber und einen schnellen Puls entwickeln. Muskelverletzungen wie Prellungen oder Zerrungen können starke, ziehende Schmerzen hervorrufen. Typische Begleitsymptome sind eine ausgeprägte Verstärkung der Schmerzen bei Bewegung und eine Verhärtung der betroffenen Muskelpartien. Das Gewebe ist in der Regel stark druckempfindlich. Darüber hinaus kommt zudem ein Bandscheibenvorfall der LWS als Ursache von Schmerzen in den Beinen infrage. Neben Schmerzen in den Beinen und dem unteren Rücken können die Betroffenen unter Begleitsymptomen wie Ameisenlaufen, Kribbeln und Taubheitsgefühl leiden. Daneben sind sogar Lähmungserscheinungen der Beinmuskulatur möglich. Weitere mögliche Ursachen von Schmerzen in den Beinen mit charakteristischen Begleitsymptomen sind Durchblutungsstörungen. Die weitverbreitete PAVK geht typischerweise mit Schmerzen, Pulsverlust, Blässe, einer Bewegungsunfähigkeit und Gefühlsstörungen einher. Die betroffenen leiden unter tauben, kalten Gliedmaßen mit einem schlecht bis gar nicht tastbaren Puls. Venöse Durchblutungsstörungen rufen neben Schmerzen starke Beinschwellungen hervor. Die Beine fühlen sich schwer und müde an. Gelegentlich spannen und jucken die Beine. Die Venenschwäche geht mit sichtbaren Besenreisern und Krampfadern einher. Mit Fortschreiten der Venenschwäche können Hautveränderungen bis hin zu schweren Unterschenkelgeschwüren auftreten.

Schmerzen in den Beinen wie Muskelkater

Muskelkaterartige Schmerzen in den Beinen können ein harmloses Zeichen einer Überbelastung der Muskulatur sein. Neben dem bekannten Muskelkater, der einige Stunden nach sportlicher Betätigung auftritt, können sich die Beine aufgrund von intensiver Belastung unmittelbar nach der sportlichen Betätigung schwer anfühlen. Wegen einer Übersäuerung des Muskelgewebes können muskelkaterähnliche Schmerzen bereits zeitnah nach dem Training auftreten. Darüber hinaus können Schmerzen in den Beinen, die sich wie ein Muskelkater anfühlen, unter Umständen ein Warnsignal sein. Treten diese Schmerzen bei Bewegung auf, zum Beispiel beim Gehen oder Wandern und lassen beim Stehenbleiben nach, könnte eine Durchblutungsstörung dahinterstecken. Eine weitverbreitete Durchblutungsstörung ist die sogenannte Schaufensterkrankheit, PAVK, die auf einer zunehmenden Gefäßverkalkung, Arteriosklerose, beruht. Lassen sich Schmerzen in den Beinen wie Muskelkater durch ein sportliches Ereignis erklären, ist die Ursache in der Regel harmlos. Verhält sich die Symptomatik jedoch wie zuletzt beschrieben, sollte man hellhörig werden und den Hausarzt einen Blick auf die Beine werfen lassen.

Diagnose

Schmerzen in den Beinen bedürfen nicht in jedem Fall einer ärztlichen Untersuchung. Oftmals handelt es sich um harmlosen Muskelkater nach intensivem Training. Halten die Schmerzen in den Beinen länger an und gehen eventuell mit Rötung, Schwellung und Erwärmung über Muskelgewebe oder einem Gelenk einher, ist ein Arztbesuch dringend angeraten. Bei plötzlichen Schmerzen in einem oder beiden Beinen oder einer wechselnden Symptomatik mit schmerzfreien Phasen im Stehen, ist eine gründliche Diagnostik ebenfalls notwendig. Bei Schmerzen in den Beinen führt der behandelnde Arzt zunächst ein Gespräch mit dem Betroffenen über einen möglichen Unfall oder intensives Training vor dem Auftreten der Beschwerden, die Lokalisation der Schmerzen und mögliche Begleitsymptome und Vorerkrankungen. Darauf folgt eine klinische Untersuchung der Beine. Der Arzt untersucht das Bein auf mögliche Gefäßveränderungen, wie Besenreiser oder Krampfadern, Entzündungszeichen, Ergüsse und Bewegungseinschränkungen, zum Beispiel im Sinne einer Gelenksarthrose. Abhängig vom Untersuchungsbefund können weitere Untersuchungen erfolgen, um die richtige Diagnose zu stellen.

Dazu gehören Röntgenaufnahmen, eine Ultraschalluntersuchung, ein Blutbild und eventuell eine neurologische Untersuchung bei Verdacht auf eine Nervenschädigung.

Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung ist der Goldstandard unter den Untersuchungen bei möglichen Durchblutungsstörungen der Beingefäße. Sowohl bei venösen als auch arteriellen Durchblutungsstörungen dient die Duplexsonographie der genauen Darstellung der Blutflussverhältnisse. Mit einer farbkodierten Duplexsonographie kann man die Flussgeschwindigkeit des Blutes und mögliche Turbulenzen der Strömung anzeigen. Damit kann man eine periphere arterielle Verschlusskrankheit und eine chronisch-venöse Insuffizienz diagnostizieren.

Röntgenbild LWS

Bei unklaren Rückenschmerzen, die in die Beine ausstrahlen, ist eine gründliche Untersuchung nötig, um Nervenschädigungen wie bei einem Bandscheibenvorfall auszuschließen. Eine Röntgenuntersuchung ist hierbei eine mögliche bildgebende Diagnostik, um die Wirbelsäule darzustellen. Bei einem Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule zeigt sich im Röntgenbild eine Höhenminderung zwischen den betroffenen Wirbelkörpern. Die Bandscheibe selbst lässt sich mit der Röntgenuntersuchung nicht darstellen. Die Diagnose Bandscheibenvorfall lässt sich stellen, wenn bei einer typischen klinischen Symptomatik ein verkleinerter Abstand zwischen zwei Wirbelkörpern vorliegt und eventuell veränderte Knochenstrukturen darstellbar sind.

Wann braucht man eine MRT in der LWS?

Eine Magnetresonanztomografie (MRT) der Lendenwirbelsäule ist indiziert, wenn Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall besteht und insbesondere bei Red Flags-Symptomatik. Zu den Red Flags gehören zum Beispiel motorische Ausfälle und Störungen beim Wasserlassen. Die MRT ist ideal geeignet, um das Ausmaß eines Bandscheibenvorfalls genau darzustellen. Die Bandscheiben werden bei dieser Untersuchung gut abgebildet, sodass eine gesunde Bandscheibe und eine krankhaft veränderte Bandscheibe voneinander unterschieden werden können. Bei einem Bandscheibenvorfall sieht man in der MRT eine Einklemmung von Bandscheibengewebe mit umliegendem Wasser und entzündlichen Infiltraten. Damit ist die MRT die Bildgebung der Wahl bei der Diagnose eines Bandscheibenprolaps.

Behandlung/Therapie

Die Behandlung von Schmerzen in den Beinen wird maßgeblich von der Ursache der Beschwerden bestimmt. Bei einem einfachen Muskelkater gilt abwarten und die Mikrorisse ausheilen lassen. Wärmeanwendungen und passives Dehnen können die Beschwerden in manchen Fällen lindern. Starke Schmerzen können mit entzündungshemmenden Schmerzmedikamenten wie Ibuprofen oder Diclofenac gelindert werden. Bei Muskelverletzungen gilt in der Regel ebenfalls eine Sportpause, damit die Verletzung in Ruhe ausheilen kann. Akut ist das PECH-Schema angezeigt. Das bedeutet „P“ für Pause, „E“ für Eis, „C“ für Compression und „H“ für Hochlagerung. Diese Maßnahmen sollen bei einer Verletzung ein Einbluten in das umliegende Gewebe bremsen. Bei einem ausgeprägten Muskelfaserriss können entzündungshemmende Schmerzmittel und ein Tape-Verband hilfreich sein. Selten besteht bei einem hochgradigen Muskelfaserriss die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs. Liegt eine Thrombose vor, ist eine schnelle, gezielte Behandlung wichtig, um Komplikationen vorzubeugen. Akut wird eine Thrombose in den tiefen Beinvenen mit einem Kompressionsverband, medikamentöser Antikoagulation und unter Umständen rekanalisierend behandelt. Eine Rekanalisierung dient der Entfernung des Blutgerinnsels und kann chirurgisch oder medikamentös erfolgen. Nach Auftreten einer Thrombose erfolgt für mindestens drei Monate eine medikamentöse Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten (Antikoagulation), um Komplikationen wie ein postthrombotisches Syndrom und eine erneute Thrombose zu verhindern. Ein Bandscheibenvorfall wird in den meisten Fällen konservativ behandelt, das bedeutet Schmerzmedikamente, gezielte Krankengymnastik sowie Bewegungstherapie. Selten ist eine Operation nötig. Leidet man unter Schmerzen in den Beinen aufgrund von Durchblutungsstörungen, verhält es sich etwas komplizierter mit der Therapie. Bei einer PAVK beginnt man mit einem Nikotinverzicht, Gehtraining und versucht, den Blutdruck und Blutzucker gut einzustellen. In höheren Stadien können interventionelle (Katheterverfahren) und chirurgische Verfahren nötig sein, um die Blutgefäße offen zu halten. Bei venösen Durchblutungsstörungen sind eine Kompression mit Strümpfen, kaltes Abduschen und die Vermeidung von langem Stehen und Sitzen sowie Hitze die konservative Basistherapie. Mit dem Voranschreiten der Erkrankung kommen operative Verfahren zum Einsatz.

Akupunktur

Bei der Akupunktur handelt es sich um ein Behandlungsverfahren der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Dabei werden dünne Akupunkturnadeln an bestimmten Punkten des Körpers positioniert und bleiben dort zwanzig bis dreißig Minuten liegen. Das Ziel einer Behandlung mit Akupunkturnadeln ist ein Einfluss auf die Lebensenergie (Qi) durch den Körper. In der traditionellen chinesischen Medizin gibt es 365 Akupunkturpunkte. Abhängig von den Beschwerden setzt der Akupunkteur seine Nadeln und soll den Qi-Fluss beeinflussen. Der Betroffene liegt dabei in der Regel auf einer Liege und soll sich entspannen. Diese Behandlungsmethode soll bei vielen Beschwerden helfen die Symptome zu lindern oder zu heilen. Das gilt für verschiedenste Bereich von Nikotinsucht und Stress über Gewichtsverlust und Schmerzleiden. Entsprechend kann eine Akupunktur als alternative Heilmethode bei Schmerzen in den Beinen ausprobiert werden, um die Schmerzen zu lindern.

Spineliner

Der Spineliner ist ein Diagnostik- und Therapieverfahren, das mit einem Drucksensor winzige Impulse in das zu behandelnde Gewebe abgibt und dieses in Schwingung versetzt. Damit funktioniert es ähnlich wie ein Ultraschall gerät. Der Spineliner soll Funktionsstörungen darstellen und mittels Stoßwellentherapie behandeln. Dieses Verfahren wird in der Orthopädie angewendet, um Beschwerden an Muskulatur, Sehnen, Gelenken und Knochen zu behandelt. Damit sollen die Schmerzen gelindert werden. Eine Wirksamkeit dieses Verfahrens konnte bislang nicht bewiesen werden. Außerdem werden die Kosten für eine Spineliner-Behandlung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sie müssen vom Patienten selbst gezahlt werden.

Dauer

Die Dauer kann bei Schmerzen in den Beinen Stunden anhalten oder lebenslang anhalten. Harmlose Ursachen wie Muskelkater dauern Tage an, Prellungen oder Muskelfaserrisse wenige Wochen. Eine Thrombose sollte akut behandelt werden und nicht länger als ein paar Tage bestehen. Bei schwerwiegenderen Ursachen, beispielsweise bei einem Bandscheibenvorfall oder Durchblutungsstörungen, beträgt die Dauer deutlich länger. Da ein Bandscheibenvorfall in der Regel konservativ behandelt wird, können die Beschwerden Monate lang bestehen. Bei Durchblutungsstörungen werden die Beschwerden typischerweise im Verlauf schlimmer und bestehen lebenslang. Hier hilft es in frühen Stadien gezielt zu behandeln, um die Beschwerdesymptomatik zu lindern und Komplikationen vorzubeugen.

Prävention

Laufbandanalyse

Eine Laufbandanalyse dient der Untersuchung der genauen Bewegungsmuster von Fuß, Bein, Hüfte und Wirbelsäule. Damit können mögliche Fehlstellungen während der Laufbewegungen detektiert und gegebenenfalls therapiert werden.

Eine Laufbandanalyse empfiehlt sich für Sportler und insbesondere für Jogger, da Funktionsstörungen langfristig zu Schmerzen und einer Verstärkung der Fehlbewegungen führen können. Schmerzhafte Funktionsstörungen als Ursache von Schmerzen in den Beinen können mit einer Laufbandanalyse aufgedeckt werden.

Für nähere Informationen über die Inhalte einer Laufbandanalyse lesen Sie den Artikel: "Laufbandanalyse"

Faszientraining

Die bindegewebigen Hüllen, die unsere Organe und Muskelgruppen umgeben, bezeichnet man als Faszien. Man geht davon aus, dass Faszien verkleben, wenn sie nicht genügend gedehnt und die Muskulatur nicht ausreichend trainiert wird. Langfristig entstehen vermehrt Verspannungen und man wird anfälliger für Zerrungen und Überdehnungen von Bändern und Sehnen.

Faszientraining soll helfen, gezielt gegen Verklebungen der Faszien vorzugehen. Damit wird das Bindegewebe intensiv behandelt. Beliebt sind Hilfsmittel wie die Faszienrolle oder der Faszienball. Kommt es immer wieder zu Schmerzen in den Beinen kann ein regelmäßiges Faszientraining helfen, das Bindegewebe zu lockern und Verletzungen vorzubeugen.

Lesen Sie mehr dazu in dem Artikel: "Faszientraining"

Schmerzen in den Beinen - häufiges Auftreten

Schmerzen in den Beinen nachts

Treten Schmerzen in den Beinen in Ruhe, im Liegen und insbesondere nachts auf, kann ein Restless-Legs-Syndrom dahinter stecken. Dabei handelt es sich um eine häufige neurologische Erkrankung. Die Betroffenen empfinden typischerweise nachts starke Missempfindungen in den Beinen, wie Schmerzen und Kribbeln, sodass sie den Drang verspüren sich zu bewegen. Die Bewegung lindert die Beschwerden. Leider geht diese Erkrankung in den meisten Fällen mit ausgeprägten Schlafstörungen einher und wird mit der Zeit schlimmer. Die Krankheit beruht wahrscheinlich auf einer Störung im Stoffwechsel von Neurotransmittern im Gehirn. Demgemäß wird das Restless-Legs-Syndrom mit Neurotransmitter-verwandten Medikamenten behandelt. In den meisten Fällen sprechen die Medikamente gut an und beseitigen die Beschwerden.

Schmerzen in den Beinen beim Liegen

Schmerzen in den Beinen, die durch längeres Liegen entstehen, können durch ein Restless-Legs-Syndrom oder Durchblutungsstörungen bedingt sein. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist eine weitverbreitete Durchblutungsstörung der Extremitäten. Während die PAVK in frühen Stadien beim Gehen Schmerzen verursacht, treten im späteren Krankheitsverlauf Schmerzen bei längerem Liegen auf. Die Betroffenen leiden häufig unter Wadenschmerzen, wenn sie länger liegen, zum Beispiel nachts. Dadurch haben die Betroffenen einen sehr hohen Leidensdruck.

Schmerzen in den Beinen beim Sitzen

Kommt es zu Schmerzen in den Beinen bei längerem Sitzen, kann eine Venenschwäche der Grund dafür sein. Neben Schmerzen sind eine Schwellung und ein Schweregefühl in den Beinen typische Begleitsymptome. Die Betroffenen neigen dazu, Wasser in den Beinen einzulagern. Längeres Sitzen und Stehen fördert die schmerzhafte Wassereinlagerung in die Beine, während ein Hochlegen die Symptomatik lindert.

Schmerzen in den Beinen beim Treppensteigen

Wenn Schmerzen in den Beinen beim Treppensteigen auftreten, können verschiedene Ursachen dahinterstecken. Zum einen kann eine Arthrose des Hüftgelenks dahinterstecken. Die Schmerzen ziehen häufig in die Beine und sind für die Betroffenen nicht immer leicht zu lokalisieren. Daneben kommen auch Durchblutungsstörungen infrage. Sowohl arterielle als auch venöse Durchblutungsstörungen können bei Bewegung Schmerzen hervorrufen. Hören die Schmerzen auf, wenn man stehen bleibt, spricht das eher für ein arterielles Problem (PAVK). Sind die Knöchel geschwollen und die Schmerzen nehmen ab, wenn man die Beine hochlegt, liegt wahrscheinlich eine Venenschwäche vor. Schmerzen in den Beinen beim Treppensteigen sollten in jedem Fall dem behandelnden Hausarzt vorgestellt werden.