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Lumedis Frankfurt

Dr. Carmen Heinz
Dr. Gerret Hochholz
Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14/Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

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Schlittenprothese

Lumedis - als konservativ ausgerichtet Praxis - bietet selbst keine Schlittenprothesenoperation an.
Wir bereiten Sie bestmöglichst auf eine Operation durch gezielten Muskelaufbau vor und betreuen Sie nach der Operation so, dass Sie das Maximum aus Ihrer Schlittenprothese rausholen.
Wir arbeiten mit den besten operativen Kniespezialisten zusammen.
Weiterhin ist ein weiterer Schwerpunkt von Lumedis von Patienten, die nach einer nicht perfekten Schlittenprothesenoperation Funktionseinschränkungen haben, hinischtlich Beweglichkeit, Knieschmerzen oder "unrundem Gangbild".

Gerne beraten die Kniespezialisten von Lumedis Sie in einem Termin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.
Folgen Sie Dr. Gumpert auf Facebook ­­oder Instagram.

Definition - Was ist eine Schlittenprothese?

Die Schlittenprothese ist eine ungekoppelte Knieprothese, bei der die Oberfläche von Oberschenkel und Schienbein durch zwei Prothesenteile ersetzt werden.

  • Der am Oberschenkel befestigte Anteil ähnelt in seinem Aussehen einer Schlittenkufe, woraus sich die Namensgebung ableitet.
  • Die beiden Anteile artikulieren über eine Gleitfläche, Inlay, miteinander.
  • Dabei unterscheidet man zwischen einer unicondylären (einseitigen) Prothese und einer Doppelprothese.
    • Je nachdem, wie groß der Schaden am Kniegelenk ist, wird über den jeweiligen Typ der Prothese entschieden.
      Eine Doppelschlitten ist eher eine Rarität, da sich hierfür eine "volle" Knieprothese besser eignet.
    • Der Eingriff erfolgt minimal-invasiv.
    • Der Bandapparat des Knies, der Streckmuskel und in einigen Fällen auch die Kniescheibe bleiben unversehrt.

So kann mit einem risikoarmen Eingriff eine gute Funktionalität wiederhergestellt werden. 

mediale Schlittenprothese von vorne (Oxford-Schlittenprothese)

  1. Kniescheibe (Patella)
  2. Oberschenkelschild des Oberschenkelknochens (mediale Femurkondyle)
  3. Oberschenkelknochen (Femur)
  4. Unterschenkelkomponente der Schlittenprothese
  5. Schienbein (Tibia)
  6. Wadenbein (Fibula/Fibulaköpfchen)

Indikationen für eine Schlittenprothese

  • Eingeschränkte Kniegelenksarthrose, z.B. nach vorausgegangener Umstellungsoperation 
    • Nur geringe Bewegungseinschränkung (Kniebeugung >100° und Kniestreckung <10° noch möglich)
    • Intakter Kapsel-Band-Apparat
    • Gerader Beinachse (Varus-/Valgusdeformität<15°)
  • Einseitige Zerstörung des Oberschenkels, z.B. nach Trauma
  • Aseptische Knochennekrose

Vor- und Nachteile, Risiken

Vorteile einer Schlittenprothese?

Der Vorteil einer Schlittenprothese

  1. besteht vor allem in der geringen Invasivität des Eingriffs.
    Durch ein Operationsverfahren, welches die Streckmuskulatur und den Kapsel-Band-Apparat schont, können Betroffene das Knie schon nach der Operation wieder belasten.
  2. Die Schmerzen sind nach der OP geringer
    und
  3. die Liegedauer kürzer, als bei der Implantation einer Totalendoprothese.
  4. Bei allen Schlittenprothesen wird das hintere Kreuzband erhalten, bei der einseitigen Prothese kann auch das vordere Kreuzband erhalten bleiben.
    Dadurch artikuliert das Kniegelenk weiterhin unter dem natürlichen Bandapparat, was einen deutlichen Vorteil in der Bewegungskinetik bietet. 
  5. Ein weiterer Vorteil ist das die OP Zeit allgemein kürzer ist.
  6. Hierdurch ist die Komplikationsrate allgemein geringer als bei einem vollen künstlichen Kniegelenk.

mediale Schlittenprothese (Oxford-Schlittenprothese) - seitliche Röntgenaufnahme

  1. Oberschenkelknochen (Femur)
  2. Kniescheibe (Patella)
  3. Oberschenkelschild des Oberschenkelknochens (mediale Femurkondyle)
  4. Unterschenkelkomponente der Schlittenprothese
  5. Schienbein (Tibia)

Eine Schlittenprothese ist deutlich leistunsgfähiger eine volle Knieprothese.
Die Rekonvalszenszeit ist deutlich kürzer.

Nachteile einer Schlittenprothese

Das minimal-invasive Operationsverfahren der Schlittenprothese birgt auch Nachteile.

  1. Die Anforderungen an eine präzise Arbeit des Operateurs sind deutlich erhöht.
    Dies wird bei einer einseitigen Implantation (Schlittenprothese) weiter erschwert.
    Nur unter einer optimalen Achse zwischen den künstlichen und natürlichen Gelenkanteilen kann das Gelenk physiologisch artikulieren.
    Generell werden weniger Schlittenprothesen als Vollprothesen implantiert, wodurch das "Know how" der Chirurgen bei einer Schlittenprothese geringer ist.
  2. Wird die Prothese zu hoch oder niedrig angebracht, kommt es zu Knieschmerzenund einer verfrühten Prothesenlockerung.
  3. Auch die Entwicklung einer Arthrose im gesunden Kniegelenksanteil oder degenerative Prozesse im Bandapparat sind im Verlauf möglich.
    Hier besteht der Nachteil darin, dass in relativ kurzer Zeit auf eine volle Knieprothese gewechselt werden muss.
  4. Die Fehlstellung (X-Bein /O-Bein) kann nur begrenzt korrigiert werden.
  5. Ein Ersatz des äußeren Anteils des Kniegelenks (laterale Schlittenprothese) macht deutlich mehr Komplikationen / Beschwerden als ein innerer Ersatz des Kniegelenks (mediale Schlittenprothese).
  6. Ein weiterer Nachteil ist, dass aus technischen Gründen alle Schlittenprothesenkomponenten mit "Knochenzement" fixiert werden müssen.
  7. Eine Schlittenprothese hat eine kürzere Standzeit (Haltbarkeit) als eine Vollprothese.

In allen Fällen kann eine Ausweitung auf eine Totalendoprothese (komplette Knieprothese) notwendig werden.
Insgesamt ist die Standzeit der Schlittenprothese im Vergleich zur Totalendoprothese verkürzt. 

Abwägung der Vor- und Nachteile

Man kann also nicht pauschal sagen, dass eine Schlittenprothese besser oder schlechter als eine vollständige Knieprothese ist.
In jedem Fall müssen alle Vor- bzw. Nachteile im Detail abgewogen werden und gemeinsam muss der Kniespezialist und der Patient sich jeweils für den besten Weg entscheiden.

Gerne beraten Sie die Kniespezialisten von Lumedis für das Beste vorgehen.
Wir operieren nicht, beraten nur und kooperieren mit den besten Kniechirurgen in ganz Deutschland.

Welche Risiken bestehen?

Die Risiken der Schlittenendoprothese entsprechen weitestgehend der einer Totalendoprothese.

Dabei sind akute Komplikationen, wie eine Infektion oder Thrombose, von Langzeitkomplikationen, wie einer Verknöcherung des Gelenks oder einer Prothesenlockerung, zu unterscheiden.

  • Um das Risiko für eine reaktive Verknöcherung des Gelenks zu minimieren, findet eine NSAR-Therapie für mindestens eine Woche statt.
  • Auch eine Thromboseprophylaxe für weitere zwei Wochen kann das Risiko für einen Gefäßverschluss nach Immobilisation deutlich senken.

Daneben sind bei einem einseitigen Verfahren spezielle Komplikationen zu beachten.

  • So kann sowohl eine ungenügende als auch eine übermäßige Resektion der Schienbeinoberfläche eine Fehlstellung bedingen.
  • Folge ist eine Fehlbelastung, die zu einer Prothesenlockerung oder Beschwerdepersistenz mit Fortschreiten der Arthrose führt.

Hier muss in einem zweiten Operationsschritt nachreseziert oder
die Prothese auf einen vollständigen Gelenkersatz (volle Knieprothese) erweitert werden.

Wie sieht die Vorbereitung auf eine Schlittenprothese aus?

Für die Implantation einer Schlittenprothese muss vorab die Patientenanatomie genau evaluiert werden.

  • Dazu ist eine orthopädische Diagnostik der Funktionalität des Kniegelenks notwendig.
  • Neben der Stabilität und Beweglichkeit des Kniegelenks, wird auch die Beinachse untersucht.
  • An diese Untersuchung schließen sich mehrere Röntgenaufnahmen an, um den Protheseneinsatz zu planen.
  • Außerdem ist eine eingehende Anamnese zu Begleit- und Vorerkrankungen einer Operation durchzuführen.
    Dabei sollten vor allem rheumatische und metabolische Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) berücksichtigt werden, die den Knochenstoffwechsel oder die Durchblutung des Gelenks beeinträchtigen.

Welche Materialien werden verwendet?

Für die Knieprothese selbst wird üblicherweise Titan verwendet, weitere Metalle sind Kobalt-Chrom-Molybdän.

Das Gleitlager besteht aus Polyethylen. Dieses Material wurde so weiterentwickelt, dass es eine sehr hohe Reibungsfähigkeit ermöglicht und gleichzeitig einen Abrieb durch das hochvernetzte Polyethylen verhindert.

Zur Befestigung der Schlittenprothese an Ober- und Unterschenkel nutzt man häufig Knochenzement.

Was ist bei Allergien auf Metall zu beachten?

Die Implantate enthalten typische Kontaktallergene, wie Nickel, Chrom oder Kobalt.

Eine Sensibilisierung gegenüber diesen Stoffen bedeutet allerdings nicht, dass man auch auf ein Implantat reagiert.

Dies liegt daran, dass eine Kontaktallergie durch Entzündungsmediatoren der Hautoberfläche verursacht wird.
Bei fehlendem Hautkontakt ist eine endogene Kontaktallergie bisher nicht beobachtet worden.

Dennoch sind Allergieimplantate mit einer nickelfreien Oberfläche verfügbar, um eine Sensibilisierung vorsorglich auszuschließen.

Auch eine Allergie gegen Methylmetaacrylat konnte in seltenen Fällen nachgewiesen werden. Da diese Substanz im Befestigungsmaterial (Knochenzement) vorhanden ist, stellt in diesen Fällen eine zementfreie Implantation die Therapie der Wahl dar. 

Besprechen Sie jede bestehende Metallallergie im Vorfeld mit Ihrem behandelnden Orthopäden.

Wie lange kann ich mit der OP warten - wann muss ich operiert werden?

Ein operativer Gelenkersatz sollte erst im fortgeschrittenen Stadium einer Gonarthrose (degenerativer Knorpelabbau im Kniegelenk) erfolgen.

Die Entscheidung für eine Prothese wird durch

  1. das subjektive Schmerzempfinden,
  2. die Funktionseinschränkung und
  3. den strukturellen Schaden des Gelenks bestimmt.
  4. Erst beim Versagen konservativer Maßnahmen für die Dauer von 6 Monaten, ist ein operatives Vorgehen indiziert.

Bei einem nachgewiesenen Strukturschaden in Kombination mit starken Schmerzen ist bereits nach 3 Monaten erfolgloser konservativer Therapie eine Operation angezeigt.

Ein operatives Vorgehen sollte immer dann geprüft werden, wenn

  • Lebensqualität und
  • Alltagsfähigkeit des Patienten
  • nach konservativen Therapiemaßnahmen eingeschränkt bleiben.

Vorbereitung auf die OP

Vor der Operation sollte eine eingehende Anamnese zu möglichen Risikofaktoren erfolgen.
Dabei ist abzuklären,

  1. welche Medikamente im Rahmen der Operation abgesetzt werden müssen.
    Dazu gehören vor allem Immunsuppressiva und gerinnungshemmende Medikamente (Aspirin, Marcumar, Xarelto, Elequis o.ä.).
    Hier ist häufig eine Umstellung notwendig, die der Orthopäden vorab festlegt.
  2. Ebenso werden Begleiterkrankungen und Allergien abgefragt, um mögliche Kontraindikationen zu erfassen.
  3. Der Patient kann dabei alle bestehenden Fragen klären, insbesondere was eine mögliche Anschluss-Rehabehandlung und die häusliche Versorgung betrifft.
    So kann schon im Voraus geplant werden, wie die Betreuung nach der Operation stattfindet.

Die Dauermedikation muss gegebenenfalls selbst bereitgestellt und bereits für den anschließenden Rehaaufenthalt mitgebracht werden.

Bei einer Infektion kurz vor der OP ist der Orthopäde unbedingt zu informieren. 

Röntgenbild

Die OP-Planung einer Kniegelenksprothese erfolgt anhand von Röntgenaufnahmen.

Damit kann folgendes erkannt werden:

  • die Gelenkstellung
    Anhand der Beinachse kann eine Auswahl der geeigneten Prothese erfolgen. Bei einer Achsenfehlstellung von Ober- zu Unterschenkel wäre eine Schlittenprothese kontraindiziert.
  • Arthrosezeichen im Knie
    Der Befall durch Arthrose bestimmt maßgeblich die
    Art und Lokalisation der Prothese.
    • Nur bei einseitiger Einschränkung fällt die Entscheidung für einen unicondylären Gelenkersatz.
    • Das Ausmaß der Oberschenkelresektion und damit der Sitz der Prothese hängt von der Schädigung des Gelenks ab.
    • Für eine optimale OP-Planung sind mehrere Standaufnahmen des gesamten Beines notwendig. 

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Muss eine Schlittenprothese immer zementiert werden?

In geeigneten Fällen ist auch eine zementfreie Prothesenanbringung möglich.

  • Eine spezielle Oberflächenbeschichtung soll das Knochenwachstum fördern und einen zur zementierten Methode vergleichbaren Halt ermöglichen.
  • Voraussetzung dafür ist
    • ein intakter Knochenstoffwechsel und
    • eine ausreichende Knochenfestigkeit.

Für eine stabile Anbringung der Schlittenprothese muss die individuelle Anatomie des Patienten berücksichtigt werden.
Auch das Maß der täglichen Beanspruchung des Gelenks spielt bei der Entscheidung für ein zementfreies Vorgehen eine wichtige Rolle.

Ablauf der OP

Die Operation einer Schlittenendoprothese dauert etwa 45 Minuten und ist komplikationsarm.

Im Gegensatz zur Vollprothese kann die Teilprothese immer über einen minimalinvasiven Hautschnitt über der betroffenen Gelenkseite erfolgen.

  • Dabei bleiben umgebende Strukturen wie der Kapselbandapparat und die Strecksehne der Kniescheibe unversehrt.
  • Die Schlittenprothese besteht aus zwei Metallkomponenten, die zunächst am Schienbein und anschließend am Oberschenkelknochen befestigt werden.
    Die Befestigung erfolgt zementiert oder zementfrei.
  • Schließlich wird die Gleitfläche (Inlay) zwischen die beiden Prothesenteile geschoben.
  • Zum Abfluss der Wundflüssigkeit wird eine Drainage gelegt, bevor die Wundränder verschlossen werden.
  • Bereits perioperativ erfolgt eine Thromboseprophylaxe, die über 11-14 Tage fortgesetzt wird. 

Rehabilitation

Diese Knieschmerzen habe ich nach einer Schlittenprothese-OP

Dank des minimal-invasiven Operationsverfahrens sind die Schmerzen nach einer Schlittenprothese im Vergleich zu einer offenen OP deutlich reduziert.

  • Noch vor Verschluss der Wunde kann ein Anästhetikum (Betäubungsmittel) injiziert, um die örtlichen Schmerzen weiter zu senken.
  • Auch nach der Operation besteht die Möglichkeit einer lokalen Betäubung durch einen Katheter (sogenannter Schmerzkatheter) im Kniegelenk.
  • Daneben findet eine umfassende Schmerzmedikation statt.
    • Neben einer oralen Medikation,
    • kann eine Analgesie über eine PCA (Patient Controlled-Analgesia)-Pumpe erfolgen.
      Dabei kann sich der Patient die Schmerzmedikation per Knopfdruck venös zuführen.

Die Dosierung von Schmerz- und Betäubungsmitteln erfolgt nach ärztlicher Absprache.
Sie wird bei einer Schmerzzunahme durch eine Mobilisierung des Kniegelenks angepasst.  

Wie lange bin ich nach einer Schlittenprothese im Krankenhaus?

Der stationäre Aufenthalt nach dem Einsatz einer Schlittenprothese beträgt
etwa eine Woche.

Voraussetzung für die Entlassung sind

  1. eine gute Wundheilung mit einer frühzeitigen Entfernung der Wunddrainage und tägliche Wundkontrollen.
  2. Außerdem sollten die Schmerzen soweit reduziert sein, dass eine daran angepasste Aktivierung des Kniegelenks erfolgt ist.
  3. Eine Entlassung kann erst nach einer ausreichenden Mobilisierung und Verhaltensschulung stattfinden.
    So wird der Patient stufenweise an den Gebrauch von Gehstöcken herangeführt, um eine genügende Selbstständigkeit und häuslichen Versorgung zu ermöglichen.
  4. Vor der Entlassung erfolgt eine weitere Röntgenkontrolle, um einen optimalen Schlittenprothesensitz sicherzustellen. 

Trainingsmaßnahmen nach einer Schlittenprothese

Nach dem Einsatz einer Schlittenprothese gilt es, möglichst schnell die
vollständige Beweglichkeit des Kniegelenks wiederzuerlangen.

  • Schon am OP-Folgetag beginnt die passive Mobilisation mit Hilfe einer Knieschiene.
    • Das sogenannte CPM (Continous Passive Motion) Verfahren gewährleistet eine individuelle Einstellung von Bewegungsgrad und -geschwindigkeit.
    • Dabei wird die Beweglichkeit schrittweise erweitert.
  • In den meisten Fällen ist dazu eine ambulante oder stationäre Rehamaßnahme sinnvoll.
    • In den ersten 6 Wochen nach der Operation findet eine Gangschulung mit leichtem Muskelaufbau statt.
    • Ziel ist zunächst eine Wiederherstellung der Beweglichkeit zur Bewältigung des Alltags, sowie eine gute Koordination.
    • Das Training kann dann in den 6 Folgewochen durch den Einsatz von Geräten und Gehparcours erweitert werden.
  • Nach etwa 4 Monaten können knieschonende Sportarten wieder ausgeübt werden.
    • Dazu ist vorab eine sportmedizinische Beratung mit Laufbansanalyse sinnvoll.
    • Das Training richtet sich immer nach individuellen Schmerz- und Belastungsgrenzen.
  • Spätestens nach einem halben Jahr sollte die vollständige Beweglichkeit wiederhergestellt sein.  

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Ab 6 Wochen nach einer Schlittenprothese beginnen die Patienten bei Lumedis mit Ihrem personalisierten Trainingsprogramm, was wir über Ganganalysen und Kraftmessungen kontrollieren.

Laufbandanalyse nach einer Schlittenprothese

Nach einer Schlittenprothesenimplantation dient die Laufbandanalyse der Evaluation von

  • Beinachse,
  • Kniegelenksbeweglichkeit und
  • Gangbild.

Eine fehlerhafte Lage der Schlittenprothese kann anhand einer Fehlstellung im Gelenk oder eines veränderten Gangbildes erkannt werden.

Daneben kann die Laufbandanalyse eine langfristige Kniebeweglichkeit nach einer Operation unterstützen.

  1. Bei Auffälligkeiten können gezielte Therapiemaßnahmen und Übungen unternommen werden, um das Gangbild zu verbessern.
  2. Eine optimierte Kniebelastung kann ein Fortschreiten von Arthrose verhindern und
  3. eine langfristige Schmerzfreiheit im Kniegelenk ermöglichen.
  4. Eine gute Bewegungskinetik ist die Voraussetzung für eine langen Prothesenhaltbarkeit

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