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Lumedis Frankfurt

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Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14/Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

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Telefon 069 24753120

Was muss man sich unter Schmerztherapie vorstellen?

Dieser Artikel wurde durch Sven Daum veröffentlicht.

Sven Daum ist Facharzt für Anästhesie mit der Zusatzbezeichnung „spezielle Schmerztherapie“.
Besonders spezialisiert ist er auf die orthopädische Schmerztherapie und verfügt über große Erfahrung im Umgang mit akuten und chronischen Schmerzen.
Weitere Behandlungsschwerpunkte sind die Bewegungsanalyse, Kraftanalysen und die seltene Expertise im Bereich der Elastographie.

Definition von Schmerztherapie und wie finde ich einen guten Schmerztherapeuten

Eine Schmerztherapie bezeichnet im Allgemeinen die Behandlung bei einem Facharzt mit der Zusatzbezeichnung „spezielle Schmerztherapie“.
Diese Zusatzbezeichnung können ausschließlich Fachärzte erwerben, die in Vollzeit über mindestens ein Jahr auf diesem Gebiet in speziellen, zur Weiterbildung zugelassenen, Schmerzzentren ausgebildet wurden. Dort werden insbesondere Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen jeglicher Ursache behandelt.
In den meisten Bundesländern ist zusätzlich eine mündliche Prüfung bei der jeweiligen Landesärztekammer vorgeschrieben, in der die Eignung des jeweiligen Arztes begutachtet wird.
In Hessen/Frankfurt existiert diese Prüfung nicht. Um in Hessen auf kassenärztlicher Ebene zur Schmerztherapie zugelassen zu werden, ist jedoch eine (gleichwertige) Begutachtung bei der kassenärztlichen Vereinigung Hessen notwendig. Dort wird von einem Gremium von hochrangigen Schmerzexperten/Schmerzspezialisten überprüft, ob der jeweilige Kandidat fachlich geeignet ist.
Schmerztherapie ist leider kein speziell geschützter Begriff, jeder der – überspitzt formuliert – Aspirin verordnet, darf sich Schmerztherapeut nennen. Um mit einer chronischen Schmerzerkrankung eine hochwertige Schmerztherapie von einem Schmerzspezialisten zu erhalten, sollte man darauf achten, dass der jeweilige Arzt die Zusatzbezeichnung „spezielle Schmerztherapie“ besitzt und - zumindest in Hessen - am Besten zuvor in der Kassenmedizin tätig war.

Was sind die Gründe für eine Behandlung beim Schmerzspezialisten?

Wenn Sie an lange anhaltenden oder häufig wiederkehrenden Schmerzen (beispielsweise chronischen Rückenschmerzen) leiden, die schon länger als drei Monate andauern, sollten Sie einen speziellen Schmerzexperten aufsuchen.
Der sogenannte chronische Schmerz (z.B. Rückenschmerzen) unterscheidet sich vom akuten Schmerz (z.B. ISG-Blockade) erheblich. Die eigentliche, körperliche Schmerzursache spielt, je länger der Schmerz andauert, eine immer mehr untergeordnete Rolle. Der Schmerz wird mehr und mehr verknüpft mit

  • eigenen Bewertungen
  • Emotionen und
  • äußerlichen Belastungsfaktoren

Plakativ formuliert: Der Schmerz verlagert sich vom Körper ins Gehirn, wird sozusagen vom Hardware- zum Softwareproblem.

Wie ist der Ablauf einer Schmerztherapie?

Vor Beginn einer Behandlung beim Schmerzspezialisten muss man als Patient zunächst sehr viele Fragen beantworten. Dies geschieht in Form eines speziellen Schmerzfragebogens.
Bei Lumedis Frankfurt kann dieser bereits in elektronischer Form bequem per Computer zu Hause oder auf einem Tablett vor Ort in der Praxis beantwortet werden. Das Ausfüllen nimmt ca. 20 Minuten Zeit in Anspruch.
Zusätzlich sollten wichtige Vorbefunde (Rönten-/CT-/MRT-Bilder und -Befunde, Berichte über Behandlungen beim Neurologen, Rheumatologen, Psychiater, Psychologen, etc.) beigefügt werden.
Diese Informationen werden bereits vorab vom Team der Frankfurter Schmerztherapeuten ausgewertet.
Zu Beginn der Behandlung erfolgt ein

  • ausführliches Anamnesegespräch
  • körperliche Untersuchung und eine
  • fokussierte Untersuchung mit dem Ultraschall

All diese Information dienen dazu, damit sich unsere Schmerzspezialisten ein genaues Bild vom Schmerz des Patienten machen können und eine mögliche Ursache finden.
Es werden dann, gemeinsam mit dem Patienten, Behandlungsziele festgelegt und eine individuelle Therapie wird eingeleitet.
Zur genauen Lokalisierung der Beschwerdeursache (oft liegt diese nicht am Ort, wo es weh tut oder erstreckt sich in andere Körperbereiche) haben Patienten in unserer Praxis Lumedis die Möglichkeit, in einem weiteren Schritt, eine Bewegungs- und Kraftanalyse unserer Sportwissenschaftlichen Abteilung durchführen zu lassen.
Nach Vorliegen dieser Ergebnisse erfolgt eine Rücksprache mit dem Schmerzspezialisten und die weitere Therapie wird festgelegt.

Was sind die Behandlungsansätze?

Aufgrund der Erfahrung von Sven Daum und Ausstattung der Praxis kann die Schmerztherapie von Lumedis die Ursache chronischer Schmerzen diagnostizieren!

In der Funktion als orthopädischem Schmerztherapeuten bei Lumedis in Frankfurt sind die Behandlungsansätze natürlich primär strukturell.
Grundsätzlich versuchen unsere Schmerzspezialisten, über Anamnese und Diagnostik, strukturelle Defizite im Körper zu finden.
Hierzu haben wir Möglichkeiten in unserer Praxis aufgrund der Ausstattung, die andere Praxen nicht haben.
Lumedis Frankfurt kann über eine Elektromyographie ("EKG vom Muskel") Schmerzen sichbar machen und über ein Biofeedback zeigen, wie die Schmerzen beeinflusst werden.
Weiterhin verwendet der spezielle Schmerztherapeut Sven Daum die Elastographie - ein sehr differnziertes Verfahren was nur Hochleistungsultraschallgeräte können - womit man chronische faziale Verklebungen und Myogelosen sichtbar machen kann und danach direkt behandeln kann.
Diese werden dann beispielsweise mit einer medizinischen Trainingstherapie zu stabilisiert und der Patient wird aus einer möglichen Schonung erneut in die Aktivität gebracht.
Dazu kann es zuerst notwendig sein, akute Schmerzen oder eine hohe Schmerzlast zu senken. Dies kann - beispielsweise bei chronischen Rückenschmerzen - mittels ultraschallgesteuerten Infiltrationen (Triggerpunktinfiltrationen, Facettenblockaden, subfaszialen Blockaden etc.), Triggerpunktakupunktur und/ oder Medikamenten erfolgen.
Bei beginnender Schmerzchronifizierung empfehlen wir  zusätzlich das Durchführen eines Entspannungsverfahrens, wie etwa der Biofeedbacktherapie.
Manche Erkrankungen, wie beispielsweise weit fortgeschrittene Arthrosen oder auch Nervenschmerzen erfordern jedoch einen symptomatischen Ansatz, vorrangig mit Medikamenten.
Wobei Arthroseschmerzen auch sehr erfolgreich und nachhaltig mit Blutegeln zu therapieren sind, bestimmte Nervenschmerzen mit der kurzzeitigen Anwendung hochpotenter Capsaicinpflaster (Qutenza).

Die Spezialisten von Lumedis Frankfurt versuchen ohne Medikamente zu behandeln.
Wenn das nicht möglich sein sollte, versuchen wir das Optimum zwischen nötiger Dosierung und maximaler Wirksamkeit zu finden.

Wie lange dauert eine Behandlung beim Schmerztherapeuten?

Die Dauer der  Behandlung beim Schmerztherapeuten kommt natürlich auf die zugrunde liegende Erkrankung und Therapie an.
Als Faustregel gilt… je länger die Beschwerden schon andauern, desto länger muss vermutlich behandelt werden.
Für ein Erstgespräch sollte man ca. 1h einplanen, die Folgetermine gestalten sich kürzer.
Der Erfolg einer eingeleiteten medizinischen Trainingstherapie, bei beispielsweise chronischen Rückenschmerzen, zeigt sich erst nach einigen Wochen bis Monaten. Zwischenzeitlich sollten ärztliche Kontrollen bei einem guten und erfahrerenen Orthopäden durchgeführt werden.
Die meisten Krankheitsbilder werden bei Lumedis Frankfurt in enger Zusammenarbeit zwischen Schmerzspezialisten und Orthopäden behandelt.
Verschiedene Medikamente benötigen bis zum Einsetzen einer ersten oder optimalen Wirkung einen gewissen Zielspiegel, der teilweise erst nach ca. 4 Wochen Einnahmedauer erreicht ist. Bei der Verordnung von Betäubungsmitteln sollte alle 3-4 Monate eine Therapiekontrolle stattfinden, um den Nutzen davon und das Vorliegen von Nebenwirkungen zu überprüfen.
Bei einer dauerhaften Einnahme von Schmerzmitteln sollten regelmäßige (quartalsweise/ halbjährliche) Kontrollen bestimmter Blutwerte und teilweise EKG-Kontrollen durchgeführt werden.
Bei der Triggerpunktakupunktur empfehlen wir Serien von minimal 5 Sitzungen, um eine erste Wirkung beurteilen zu können. Nach 15 Sitzungen empfehle ich eine Pause.
Die Anwendung eines Qutenzapflasters erfolgt (über 30 - 60 Minuten) einmalig und kann alle 90 Tage wiederholt werden.
Die Anwendung von Blutegeln bei Arthrose erfolgt einmalig (bei einer Behandlungsdauer von 2-3 h) und kann alle 3-6 Monate wiederholt werden.
Grundsätzlich richtet sich die Gesamt-Behandlungsdauer nach der individuellen Beschwerdesymptomatik des Patienten.
Chronischen Schmerzpatienten empfehlen wir - auch nach Beschwerderückgang - zunächst regelmäßige Kontrolltermine im Abstand von 3-6 Monaten.

Welcher Behandlungserfolg ist zu erwarten?

Hier gilt natürlich auch: Je geringer die Schädigung der Ausgangsstruktur ist und je konsequenter der Patient mitarbeitet, desto besser und nachhaltiger ist der Behandlungserfolg.
Bei jüngeren Patienten mit eher fehlhaltungsbedingten, muskulären Überlastungsschmerzen erwarten wir, dass sie nach einer Therapie schmerzfrei sein können.
Bei älteren Patienten mit schweren, verschleißbedingten Vorschäden, ist das Ziel einer Schmerztherapie eine andere: Hier sehen wir als Erfolg etwa eine

  • Schmerzreduktion (um beispielsweise 50%)
  • Verbesserung der Mobilität (über Kräftigung, Verbesserung der Koordination und Beweglichkeit)
  • Verbesserung der Schlafqualität und 
  • Verbesserung der Teilhabe am Alltag

Was sind die Risiken?

Die Risiken sind die Gleichen wie bei einer anderen medizinischen Behandlung mit Medikamenten und/ oder Spritzen. In unserer Praxis Lumedis in Frankfurt verfolgen wir grundsätzlich - und insbesondere bei Infiltrationen - strenge Hygienerichtlinien; es finden bei medikamentösen Therapien regelmäßige Laborkontrollen und - falls notwendig - EKG-Kontrollen statt.
Ängste der Patienten bestehen oftmals darin, möglicherweise mit Medikamenten versorgt zu werden, die die Persönlichkeit verändern oder abhängig machen.
Ersteres ist völlig unbegründet und für letzteres ist das Risiko unter schmerzärztlicher Kontrolle überschaubar.

Welche Medikamente werden eingesetzt?

Als Schmerzspezialisten behandeln wir gemäß den von den medizinischen Fachgesellschaften entwickelten Leitlinien. Uns stehen zur Therapie alle gängigen Schmerzmittel und viele Medikamente darüber hinaus zur Verfügung.
Bei entzündungsbedingten Schmerzen verwenden wir die in der Orthopädie häufig eingesetzten NSAR (Voltaren, Ibuprofen, etc…) und Coxibe (Arcoxia, etc..), bei längerer Einnahmedauer oft Metamizol (Novalgin).
Bei starken Schmerzen setzen wir in Frankfurt zusätzlich Opioide ein. Bei längerer Einnahmedauer besteht hier die Möglichkeit einer Toleranzentwicklung. Es findet eine körperliche Gewöhnung an das Medikament statt, d.h. das Medikament verliert an Wirkung und muss in der Dosis gesteigert werden. Im Verlauf einer solchen Therapie muss regelmäßig das „Nutzen-Nebenwirkungsverhältnis“ beurteilt werden. Der Nutzen sollte dabei immer deutlich überwiegen. Sollte dies nicht (mehr) der Fall sein, muss das Medikament gegen ein anderes Opioid ausgetauscht oder langsam und konsequent ausgeschlichen werden. So besteht nicht die Gefahr einer Abhängigkeit. Eine längerfristige Opioidtherapie sollte stets von einem Experten für spezielle Schmerztherapie durchgeführt werden.
Zur Behandlung von Nervenschmerzen verwenden wir in Frankfurt erster Linie bestimmte Antidepressiva und Antiepileptika. Diese haben sich in zahlreichen Studien bei diesen Schmerzen als deutlich überlegen erwiesen. Antiepileptika verhindern - einfach gesagt - die Schmerzweiterleitung bei diesen Schmerzarten. Antidepressiva sorgen dafür, dass bestimmte Botenstoffe, die das Gehirn zur Hemmung von Schmerzen benötigt (das kann es nämlich selbst), wieder vermehrt zur Verfügung stehen. Letztere setzen wir ebenso zur Verbesserung der schmerzbedingt oft schlechten Stimmung und zur Harmonisierung des Schlafes ein. Bei bestimmten Nervenschmerzen, sogenannten Allodynien, verwenden wir hochdosierte Capsaicinpflaster.
Capsaicin ist der Wirkstoff der Chilischote. Eine einmalige Anwendung auf der Haut über 30 - 60 Minuten bewirkt eine Deaktivierung hyperaktiver Nervenenden und damit eine Schmerzlinderung für ca. 3 Monate. Die Anwendung kann alle 90 Tage wiederholt werden.
Zur Prophylaxe von Kopfschmerzen wenden wir darüber hinaus Blutdrucksenker, Muskelentspanner, spezielle, moderne Antikörper (sog CGRP-Antikörper) an.
Eine weitere interessante Möglichkeit besteht in der Anwendung von Cannabinoiden.
Cannabiol (CBD) ist in Deutschland ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Medikament.
Es wirkt entzündungshemmend, schlaffördernd und hat eine leicht entspannende Wirkung. Seit einiger Zeit besteht darüber hinaus die Möglichkeit, mit THC-haltigen Arzneimittel (THC = Tetrahydrocannabinol) zu behandeln. Dies sind in der Regel THC- oder Cannabisvollspektrumextrakte, die in Tropfenform verabreicht werden oder Cannabisblüten, die mit einem Verdampfer inhaliert werden müssen.
Chronische Schmerzen können über Mangelzustände des Körpers verstärkt oder gar ausgelöst werden. Bei Muskelschmerzen beispielsweise sollte ein ausreichend hoher

  • Vitamin-D
  • Kalzium- und
  • Magnesiumspiegel

angestrebt werden. Dies erreicht man mit einer Infusionsserie von Mikronährstoffen.

Cannabinoide

Cannabinoide sind derzeit in aller Munde. Viele Patienten fragen gezielt nach einer Versorgung mit Cannabis und erhoffen sich damit eine außergewöhnliche Wirkung auf ihre Schmerzen.
Die Cannabispflanze (medizinischer Hanf) enthält eine Vielzahl an Wirkstoffen, vor allem Terpene und Cannabinoide, mit unterschiedlichen Wirkungen. Es wurden bisher über 100 verschiedene Cannabinoide in der Hanfpflanze entdeckt.
Es existieren verschiedene Anwendungsformen: Von reinem CBD-Öl über THC-Öl, kombinierte CBD- und THC-Öle, Cannabis-Vollspektrumextrakte als Öle und auch Blüten zur Inhalation. Alle Formen mit THC als Inhaltsstoff unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz und damit strengen Regularien.
Grundsätzlich ist unsere Erfahrung bei der Verordnung von Cannabis eher die, dass es leider nicht das erwünschte Wundermittel ist und auf Schmerzen eher schwach wirkt. Zudem kann die Wirkung in einer Dauertherapie schnell nachlassen.
CBD-Öle wirken entzündungshemmend, schlaffördernd und entspannend. Präparate mit THC wirken stärker bei Schmerzen und können dazu eingesetzt werden, um andere Medikamente, wie etwa Opioide, einzusparen. Dadurch kann man deren Dosis reduzieren und Nebenwirkungen minimieren. Insbesondere bei älteren Menschen ist das wichtig. Ich setze THC-haltige Cannabinoide eher zurückhaltend, in Kombination mit anderen Schmerzmitteln, bei definierten Schmerzerkrankungen und zumeist beim Vorliegen bestimmter Vorerkrankungen ein.
Die Therapie damit wird von den privaten Kassen bei entsprechender Indikation gezahlt. Zur Sicherheit - da es sich hierbei um sehr teure Medikamente handelt - raten wir vor der Verordnung den Patienten aber zu einer persönliche Rücksprache mit der Kasse.

Kann man eine Schmerztherapie auch ohne Medikamente durchführen?

Ziel ist es grundsätzlich, eine Schmerztherapie mit so wenig Medikamenten, so kurz wie möglich, in geringstmöglicher Dosierung durchzuführen.
Natürlich kann man eine Schmerztherapie auch ohne Medikamente durchführen. Beispielsweise sind - insbesondere bei überwiegend muskulär-faszialen oder Schmerzen des Kapsel-Band-Apparates - Therapien aus einer Kombination von

ebenso erfolgreich durchführbar.
Letztere ist zusätzlich sehr effektiv bei Arthrosen anwendbar.

Medizinische Trainingstherapie

Die überwiegende Anzahl an chronischen Schmerzen ist durch Fehlhaltungen verursacht, oder wird durch diese unterhalten oder verstärkt. Die medizinische Trainingstherapie ist in den allermeisten Fällen ein Kernbestandteil der Schmerztherapie.
Zunächst werden, in enger Zusammenarbeit mit unserer sportwissenschaftliche Abteilung, die Statik des Beckens und der Wirbelsäule im Stehen (Wiebelsäulenvermessung) vermessen, bevor mittels einer Bewegungsanalyse auf dem Laufband (Ganganalyse oder Laufbandanalyse), Haltungsfehler und Überlastungen bei Gehen bzw. Laufen aufgedeckt werden. Dies geschieht computergestützt, absolut strahlenfrei, unter Zuhilfenahme von Kameras und Drucksensoren. 
Wir können zusätzlich - über eine sog. Elektromyografie - im Seitenvergleich, während der Bewegung, die Überlastung einzelner Muskeln messen und darstellen. Das EMG (Elektromyografie) ist praktisch eine bildgebende Darstellung der momentanen Musklespannung/Aktivität. Es misst bei einer Konraktion des Muskels die Spannung in Mikrovolt und bildet diese in Form einer Kurven auf dem Monitar ab. 
Ein schmerzhafter überlasteter Muskel, also der Schmerz, kann somit mittels dem EMG dargestellt werden. Dies dient insbesondere dazu, auch im Therapieverlauf, den Fortschritt des Trainings sichtbar zu machen. 
Eine Überlastung des Muskels kann verschiedene Ursachen haben. Fehler in der Statik oder dem Bewegungsablauf, muskuläre Dysbalancen, Schonhaltungen usw...
Da es sich beim EMG über eine Live-Darstellung handelt, kann die Spannung des Muskels auch direkt beeinflusst werden. Bei einer erhöhten Muskelspannung z. B. im Schulternackenbereich kann durch eine gezielte Veränderung der Haltung aufgezeichnet werden, wie die Muskelspannung sich verändert. 
Diese Methode kann natürlich auch für das Training genutzt werden. Wir sprechen hierbei dann vom sogenannten Biofeedback-Training. Ziel dabei ist es, eine korrekte physiologische Haltung während einer Bewegung einzunehmen, sodass die Muskelspannung nicht über einen vorgegebenen Wert steigt. Sie erlernen durch dieses geniale Tool wieder sich richtig zu bewegen um aus Ihrem Schmerzmuster herauszukommen.
In einzelnen Gelenken und Köperabschnitten (HWS/LWS/BWS) werden über eine Kraftmessung (am sog. Kraftstuhl) die Kräfteverhältnisse der dort arbeitenden Muskelgruppen nochmals isoliert überprüft.
Nach gemeinsamer Auswertung all dieser Informationen wird durch unsere Sportwissenschaftler, ein individuelles Trainingsprogramm für den Patienten erstellt. Es enthält Übungen, zur gezielten Stabilisation zu schwacher und zur Dehnung überlasteter Muskelgruppen und verbessert - bei konsequenter Durchführung - mittelfristig und langfristig die gesamte Körperstatik.

Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie gehört zu den ältesten Heilmethoden der überlieferten Medizingeschichte. Schon in der indischen und antiken griechischen Medizin wurden Blutegel bereits vor Christi Geburt zur Behandlung eingesetzt. In der Schmerzmedizin werden die Möglichkeiten der Blutegelbehandlung nach und nach wiederentdeckt. Die Blutegel schütten beim Biss mit ihrem Speichel verschiedene Wirkstoffe in das Gewebe aus. Es sind Wirkstoffe zur Gerinnungshemmung, zur Blutverdünnung, aber auch Wirkstoffe zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. Schmerztherapeutisch einsetzbar sind die Egel bei

Blutegel sind dabei erstaunlich effektiv. Zumeist genügt eine einmalige Behandlung (mit zumeist 3-6 Egeln), um die Beschwerdesymptomatik über Wochen bis Monate zu lindern.
Blutegel gelten als sogenannte Fertigarzneimittel und unterliegen den gleichen Anforderungen an Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit wie alle anderen Arzneimittel. Unsere Blutegel stammen von einer speziellen Zuchtfarm für medizinische Blutegel aus Biebertal.
Für die Anwendung von Blutegeln sollten Sie eine Dauer von ca. 2,5h einplanen. Die Blutegel werden nicht aktiv entfernt und fallen ab, wenn sie satt sind. Einige Blutegel sind Gourmets, essen genüsslich langsam und beenden das Mahl erst nach ca. 2h ;)

Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Artikel Blutegeltherapie.

Ultraschallelastographie bei Triggerpunkttherapie

Über viele Jahre hinweg war es technisch nicht möglich Verhärtungen in Muskeln und Faszien bildlich darzustellen. Erst seit der Entwicklung der sogenannten Ultraschall-Elastographie lassen sich gesundes und verhärtetes Gewebe zielgenau unterscheiden. Diese Form der Diagnostik basiert auf hochauflösendem Ultraschall und ist komplett strahlenfrei. Primär wurde das Verfahren zur Tumordiagnostik entwickelt. Da Tumorgewebe härter und weniger elastisch als das normale gesunde Gewebe ist, kann es differenziert bildlich dargestellt werden. Die unterschiedlichen Gewebehärten erscheinen verschiedenfarbig. Mit der Ultraschall-Elastographie ist es möglich, Verhärtungen der Muskeln und Faszien sichtbar zu machen!
Mit der hochauflösenden Ultraschall-Elastographie - wie es Sie in der Schmerztherapie von Lumedis in Frankfurt gibt - lassen sich Informationen gewinnen, die im herkömmlichen Ultraschall, Röntgen, CT oder MRT nicht sichtbar sind. Somit kann die genaue Lage und Größe der myofaszialen Triggerpunkte punktgenau ermittelt werden. Verhärtungen werden in rot bzw. gelb angezeigt. Blaue Bereiche repräsentieren weiche und elastische Gewebeeigenschaften.
Die so gewonnenen Parameter erlauben die Festlegung einer individuellen Therapie durch beispielsweise Triggerpunktakupunktur oder -Infiltration. Eine gezielte Therapieplanung ist so möglich. Die Ultraschall-Elastographie eignet sich ebenfalls hervorragend zur Therapiekontrolle. Durch sie kann der Erfolg der Therapie unmittelbar bestimmt und gegebenenfalls die Behandlung fortgesetzt oder durch eine zusätzliche Methode ergänzt werden.
Die klassische Orthopädie beschränkt sich oftmals nur auf die Betrachtung einzelner Muskeln und Gelenke. Diese Betrachtungsweise ist sehr vereinfacht und bildet nicht die Komplexität der menschlichen Motorik ab. Erst das koordinierte Zusammenspiel mehrerer Muskelketten, Faszien und dem knöchernen Skelett mit seinen Gelenkverbindungen macht die Komplexität der menschlichen Motorik möglich.
Daher ist für die erfolgreiche Therapie myofaszialer Schmerzen eine ganzheitliche Betrachtung myofaszialer Ketten von zentraler Bedeutung, wie sie beispielsweise in der Osteopathie stattfindet. Diese Ketten bestehen in der Regel aus mehreren Muskelgruppen, die funktionell miteinander verbunden sind. Die Faszien verbinden die einzelnen Muskeln miteinander und bilden sogenannte myofasziale Ketten.
So wird beispielsweise bei der Behandlung lumbaler Rückenschmerzen nicht nur der betroffene Abschnitt der Wirbelsäule selbst behandelt, sondern auch die zusammenhängenden funktionellen Ketten, die sich vom Nacken über Rücken, Kreuzbein, Gesäß und Beinen bis zu den Füßen ausdehnen können.

Wie sieht eine Schmerztherapie bei chronischen Rückenschmerzen aus?

Grundsätzlich orientiert sich der genaue Therapieablauf immer an den individuellen Beschwerden des Patienten. Grob kann aber gesagt werden:

Etwa eine Woche vor dem Erstvorstellungstermin beim Schmerzspezialisten erhält der Patient eine Email mit einem Link zu „Painpool“, unserer webbasierten Schmerzdokumentationssoftware von Lumedis - Frankfurt.
Es werden gezielte Fragen zum Schmerz gestellt (wie stark, wo, wann, Ausstrahlung, dauerhaft, brennend, stechend, etc…) . Diese Fragen werden (gemeinsam mit abgegebenen Vorbefunden) dann unmittelbar vor dem ersten Gespräch vom Schmerzspezialisten ausgewertet, um einen ersten Eindruck über den Schmerz zu erlangen.
Vor Therapiebeginn erfolgt in der Regel eine Blutentnahme, um mögliche Mangelzustände oder Entzündungsvorgänge aufzudecken.
Es findet dann ein Anamnesegespräch über die Entwicklung des Schmerzgeschehens statt. Die meisten Schmerzen fangen ab und zu an einer bestimmten Stelle an, kehren wieder, werden dauerhaft oder breiten sich aus. Oft wurden auch schon Vortherapien (auch Operationen) durchgeführt. Auch Informationen über körperliche, biographische oder Stressbelastungen können hier relevant sein. Es wird dann eine körperliche Untersuchung, eine schmerzpsychosomatische Einschätzung, in einigen Fällen eine gezielte Untersuchung mit dem Ultraschall durchgeführt.

Falls notwendig, kann bei stärkeren Schmerzen bereits eine erste Triggerpunkttherapie (Infiltration/ Akupunktur) stattfinden; ebenso kann - bei Bedarf - eine erste medikamentöse Einstellung vorgenommen werden. Dann erfolgt zumeist, in einem Anschlusstermin, die ausführliche Diagnostik durch unsere sportwissenschaftliche Abteilung. In deren Folge und nach Rücksprache mit dem Schmerzspezialisten wird eine individuelle medizinische Trainingstherapie eingeleitet.
Parallel dazu werden weitere ärztliche Maßnahmen zur Therapie der Schmerzen oder auch weitere diagnostische Schritte eingeleitet, um eine möglichst
schmerzarme MTT durchführen zu können. Dies kann ein weitergehende

  • medikamentöse Einstellung mit Schmerzmitteln
  • Triggerpunkttherapie
  • Facettengelenksblockaden
  • weiterführende bildgebende Diagnostik oder
  • neurologische Untersuchungen

sein.

Kosten

Die Kosten setzen sich aus den einzelnen Maßnahmen der Behandlung zusammen und werden anhand der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) errechnet.
Die Kosten einer schmerztherapeutischen Erstanamnese und Untersuchung variieren - je nach zeitlichem und Untersuchungsaufwand - zwischen 200 € und 265 €. Hinzu kommen Kosten für apparative Untersuchungen (bspw. Ultraschall, Röntgen, Labor, EKG, Blutdruck, Sauerstoffsättigung) und ärztliche Therapiemaßnahmen (Akupunktur, Infiltrationen, manuelle Therapie). Dies kann nochmals Aufwendungen von 100 € bis 200 € verursachen.
All diese Kosten werden von der privaten Krankenversicherung übernommen.
Die Kosten für die Blutegeltherapie betragen ca. 120 € plus 12 € pro Egel.

Übernimmt das die private Krankenversicherung?

Die Kostenübernahme für eine schmerztherapeutische Behandlung erfolgt bei einer privaten Krankenversicherung in der Regel in vollem Umfang durch die private Krankenkasse.
Je nach Krankenversicherung gibt es Unterschiede, was die Blutegeltherapie betrifft.
Dies sollte nach Möglichkeit vor Beginn der Behandlung mit der entsprechenden Versicherung abgeklärt werden.

Lumedis Frankfurt garantiert, dass alle Behandlungskosten (außer der Blutegeltherapie) durch die private Krankenversicherung übernommen werden.

Unsere Schmerzspezialist bei Lumedis

Lumedis behandelt hunderte Patienten mit chronischen Schmerzen in Frankfurt am Main. 
Unsere Schmerztherapeut ist Sven Daum. Gerne berät Sie Sven Daum in unserer Sprechstunde!