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Lumedis Frankfurt

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Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Spritze in das ISG (Infiltration)

Lumedis - Ihre konservativen ISG Spezialisten

Schmerzen im ISG sind weit verbreitet und ihre Ursachen sind in der Regel multifaktoriell. Spritzen ins ISG sind eine erfolgreiche Möglichkeit Schmerzen akut zu verbessern.
Sie sollte aber immer in ein sinnvolles Therapiekonzept eingebettet werden. 
Spritzen ins ISG sollten von einem erfahrenen Orthopäden, besser nochISG-Spezialisten durchgeführt werden:
Wenn Sie eine Beratung durch unsere Wirbelsäulenspezialisten wünschen, kommen Sie hier zum Termin.
Lumedis führt sehr häufig mit großer Erfahrung eine Infiltration am ISG durch.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Franziska Zwecker veröffentlicht.
Die Frankfurter Spezialistin ist Fächärztin für Orthopädie, aber weiterhin hat Sie ärztliche Osteopathin und hat die Zusatzqualifikation der manuellen Medizin (Chirotherapie).

Dr. Zwecker hat sich auf die nichtoperative Behandlung des Iliosakralgelenks spezialisiert.
Ihr Ansatz ist zuerst die Funktion des Iliosacralgelenk wieder herzustellen und danach durch gezielte Trainingsmaßnahmen und Übungen, die individuell auf das einzigartige Problem abgestimmt sind, die Belastung und den Stress vom ISG zu nehmen.
Gerne berät Sie Dr. Zwecker nach einer umfangreichen Untersuchung.
Leider kann es aufgrund der vielen Terminanfragen teilweise zu Verzögerungerung in der Terminvereinbarung geben.
Wir hoffen auf Verständnis!

Was ist eine Spritze ins ISG?

Unter Spritzen oder auch Injektionen ins ISG versteht man eine Massnahme zur Schmerzbekämpfung im Bereich des Iliosacralgelenks.
Hierbei wird ein Medikament einmal oder mehrmals in das sogenannte Iliosacralgelenk gespritzt, um den Schmerzreiz zu unterbrechen.
Als ISG bezeichnet man die Verbindung zwischen Darmbein und Kreuzbein, das sich paarisch links und rechts im Rückenbereich erstreckt (siehe Abbildung unten).

Dieser Artikel ist die Unterseite unseres Haupartikels ISG-Syndrom.

Abbildung des Kreuzbeins

  1. Beckenschaufel (Os ilium)
  2. Iliosacralgelenk (ISG) = lila
  3. Sitzbein (Os ischii)
  4. Kreuzbein (Os sacrum) = rot

Indikationen

  • ISG Blockade
    Bei einer Blockade des Iliosacralgelenks kommt es zu einer im weitesten Sinne Blockierung des Gelenkes. Entweder durch zu starken Muskelzug um das Gelenk herum oder aber tatsächlich durch eine mechanische Verblockung des Gelenkes. Blockaden des ISG stellen mit eines der häufigsten Gründe für eine Injektionindikation im ISG dar.
  • ISG Arthrose
    Arthrosen sind Abnutzungen von Gelenken. Prinzipiell kann sich jedes mechanisch stark beanspruchte Gelenk abnutzen. Neben Knorpel und Knochenverlust kommt es bei einer Arthrose prinzipiell auch zu einem Anbau von Material das die Reibung im Gelenk puffern soll. Es wären hier sogenannte Gerollzysten zu nennen, die der Körper im Bereich des Gelenkes einbaut. Die ISG Arthrose ist ein nicht reversibler Abbauprozess der Knochen des Darmbeins und des Sitzbeins. Auch hier kommt eine Schmerzmittelinjektion in das ISG Gelenk zum Einsatz. 
  • Lumboischialgie
    die Lumboischialgie ist eine nervliche Reizung im Bereich der Lendendwirbelsäule. Meistens sind es Verhärtungen von Muskeln, die auf Nerven drücken und so zu Schmerzen in dem Bereich führen. Eine Injektion in die Nähe des Iliosacralgelenks kann eine deutliche Linderung der Nervenreizungen bringen.
  • Spinalkanalstenose
    Darunter versteht man eine Verengung des Spinalkanals mit begleitenden Schmerzen. Eine Injektion ins ISG führt zu einer symptomatischen Schmerzlinderung, ohne aber die eigentliche Ursache zu beheben. 
  • Bandscheibenvorfall ​​​​​​​
    ​​​​​​​
    Auch bei einem Bandscheibenvorfall, der in der Nähe des ISG auftritt, wird manchmal eine Spritze ins ISG verabreicht, um die Schmerzen zu lindern. Auch hier ist aber zu beachten, dass die eigentliche Ursache nicht behoben wird und die Behandlung rein symptomatisch erfolgt.

Ablauf

Nach einem Aufklärungsgespräch, die den Patienten über Risiken des Eingriffs informiert, wird der Patient gebeten sich entweder auf den Bauch zu legen oder aber sich leicht nach vorne gebeugt auf die Liege zu setzen.
Die Einstichstelle wird vor der eigentlichen Injektion gründlich desinfiziert und mit einem Betäubungsmittel lokal betäubt.
Es kann sein, dass die Injektion ins Gelenk unter einer CT Kontrolle erfolgt, um die richtige Platzierung zu finden.
Ein ISG Spezialist mit ausreichend Erfahung führt die Infiltration mit dem Ultraschall durch.
In den meisten Fällen tastet aber der Untersucher die Stelle des Übergangs vom Darmbeins zum Sitzbein und punktiert sodann diesen Bereich mit einer längeren Nadel.
Da das Betäubungsmittel bis dahin gewirkt haben sollte, wird der Patient den Einstich kaum merken. Sobald die Nadel gelenksnahe platziert wurde, wird das schmerzlindernde Medikament langsam injiziert. Danach wird die Spritze wieder herausgezogen, die Stelle nochmals desinfiziert und mit einem sterilen Pflaster verklebt. 

Was wird gespritzt? Cortison/Traumel

Es stehen mehrere Medikamente zur Verfügung, die in das Iliosacralgelenk gespritzt werden können.  In aller Regel wird die Injektion mit Kortison durchgeführt, da es sich hierbei um ein gutes, potentes, entzündungshemmendes Medikament handelt.
Es gibt aber auch die Möglichkeit ein Kortison-Schmerzmittelgemisch (Cortisonspritze) zu spritzen, was noch einmal schneller den Schmerz reduzieren soll.
Traumeel ist ein homöopathisches Gemisch und wird bei Schmerzen, vor allem orthopädisch bedingten, angewendet.
Es steht als Tabletten oder auch als Injektion zur Verfügung. Eine Traumeel Injektion ins Iliosacralgelenk wird ebenfalls von Orthopäden durchgeführt. 

Ist die Spritze in das ISG schmerzhaft?

Die eigentliche Injektion ist, wenn das Betäubungsmittel gut eingewirkt hat, nicht mehr schmerzhaft. Allenfalls kann man bei der Injektion einen leichten Druck oder auch ein Brennen bemerken. Es ist aber wichtig darauf zu achten bei der Injektion eine möglichst entspannte Position einzunehmen und, dass der Untersucher dem Betäubungsmittel genug Zeit lässt einzuwirken.

Risiken

Wie bei jedem Eingriff gibt es auch bei der Infiltration des ISG Risiken und mögliche Nebenwirkungen, die es zu beachten gilt. So kann der Patient auf das injizierte Medikament oder Betäubungsmittel allergisch reagieren.
Weiterhin können bei der Platzierung der Injektionsnadel Nervenbahnen gereizt und verletzt werden. Gleiches gilt auch für Blutgefässe. Dies kann zu Blutungen und zu weiteren operativ notwendigen Massnahmen führen. Eine Nervenverletzung kommt selten vor kann aber im Extremfall sogar zu einer nachhaltigen Einschränkung der Bewegung einzelner Gliedmaße führen. Nach dem Eingriff kann es an der Einstichstelle zu Nachblutungen kommen, die dann entsprechend nachbehandelt werden müssen. 

Alternativen zur Spritze ins ISG

Da es sich bei der ISG-Problematik in der Regel um eine Kombination von Ursachen handelt, wenden wir bei Lumedis eine Kombination der folgenden Therapieformen an:

Um nicht nur die Symptome des ISG´s zu behandeln, führt Lumedis eine umfangreiche ISG Diagnostik mit Vermessung muskulärer Dysbalancen durch.
Gerne schauen sich die ISG Spezialisten von Lumedis Ihren Fall an.

Um eine Chronifizierung und das gehäufte Wiederauftreten von ISG-Beschwerden zu verhindern ist es sehr wichtig die funktionelle Ursache frühzeitig zu erkennen und frühzeitig zielgerichtet durch die für Sie besten Übungen zu therapieren.
Leider kann man an dieser Stelle nicht pausch Übungen empfehlen, da alle Trainingsmaßnahmen auf den Einzelfall abgestimmt werden muss.
Alle Übungen müssen individuell auf

  • die Ursache
  • die Statik des Beckens und der Wirbelsäule
  • den Muskuläre Dysbalance
  • Trainingszustand 
  • und vielen weiteren Faktoren 

abgestimmt werden.

Gerne zeigen Ihnen die ISG Spezialisten von Lumedis welche das in Ihrem Fall sind.

So verhalte ich mich danach

Nach der Injektion ins ISG sollte ein bis 2 Tage Wasser gemieden werden. Baden oder schwimmen gehen sollten unterbleiben.
Am Tag der Injektion/Infiltration sollte sich auch geschont und nicht schwer gehoben werden. Auch lange Spaziergänge oder Sport sollte am Tag der Injektion vermieden werden.
Am Folgetag aber können dann normale Bewegungen des Alltags weitestgehend wieder durchgeführt werden. Sollte es nach der Injektion zu Schmerzen an der Einstichstelle kommen, kann ein Eispack, das man auf die Einstichstelle legt, helfen.
Es ist nicht unbedingt notwendig den Tag liegend zu verbringen. So kann der Patient ruhig sitzen und gehen aber eben zeitlich überschaubar. Er sollte also nicht den ganzen Tag sitzen und den ganzen Tag gehen oder stehen.
Weiterhin sollten Auffälligkeiten im Bereich des ISG oder der Einstichstelle, die dem Patienten nach dem Eingriff auffallen dem Behandler zeitnah gemeldet werden. Hämatombildungen, die sich nach dem Eingriff im Bereich der Einstichstelle ausbreiten und immer größer werden, sollten genauso gemeldet werden, wie eine deutliche Schmerzverstärkung nach dem Eingriff.

Prognose/Erfolg

Die Prognose und die Erfolgsaussichten einer Injektion des ISG richtet sich ganz nach der Ursache der auslösenden Schmerzen. Bei einer Blockade kommt eine ISG Injektion erfolgreich zum Einsatz. Es kann notwendig sein, dass der Eingriff noch ein bis zweimal in den Folgewochen wiederholt werden muss. Bei einem Bandscheibenvorfall kommt es darauf an, in welcher Höhe sich der Vorfall befindet. In aller Regel liegen die Bandscheiben etwas weiter oberhalb des ISG, sodass eine ISG Infiltration nicht die Behandlung der Wahl darstellt und auch nicht so erfolgreich ist. Nach einer 2-maximal dreimaliger Wiederholung der ISG Infiltration sollte bei ausbleibendem Erfolg ein anderes Behandlungsvorgehen überlegt werden.  Da es sich bei einer Injektion des ISG um eine invasive Behandlung handelt, ist die Geduld der Patienten bei ausbleibendem Erfolg auch meistens nach 1-2 Behandlungen erschöpft.

Heilungsdauer

Nach jeder Injektion des ISG muss dem Wirkstoff (Cortisonspritze mit und ohne Schmerzmittel) auch erst noch ein wenig Zeit eingeräumt werden zu wirken.
Erste Wirkungen können verspätet bis zu 72 h nach Injektion eintreten. Man sollte also diesen Zeitraum vergehen lassen, um beurteilen zu können, ob die Injektion erfolgreich war, wiederholt werden sollte oder aber ein anderes Therapievorgehen gewählt werden sollte.

Unsere Spezialisten am ISG

Wir beraten Sie gerne in unserer ISG-Sprechstunde!