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Lumedis Frankfurt

PD Dr. Elke Maurer
Dr. Carmen Heinz
Dr. Franziska Zwecker

Dr. Nicolas Gumpert
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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Wadenschmerzen beim Joggen

Lumedis - Ihre Spezialisten für die Wade

Wadenschmerzen beim Joggen können sehr störend sein, meistens handelt es sich aber nur um einen harmlosen Muskelkrampf. Dass aber auch ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken können, sollte einem bewusst sein. DIe Frankfurter Orthopäden von Lumedis können die Ursache Ihrer Schmerzen durch eine ausführliche Diagnostik herausfinden und Sie bestens konservativ behandeln. Vereinbaren Sie hier Ihren Termin!

Dieser Artikel wurde zuletzt durch PD Elke Maurer überarbeitet.
Dr. Elke Maurer ist eine konservative Kniespezialistin von Lumedis Orthopäden in Frankfurt.
Ihre besondere Expertise liegt in der Behandlung verschiedener Erkrankungen ohne OP.
Gerne untersuchen und behandeln die Kniespezialistin von Lumedis Ihr Knie.
Hier finden Sie die Terminvereinbarung!

Was sind Wadenschmerzen beim Joggen?

Wadenschmerzen beim Joggen sind Schmerzen, die während einer körperlichen Aktivität wie dem Joggen, im Bereich der Wade auftreten. Sie können durch verschiedene Ursachen bedingt sein und sich auf unterschiedliche Weisen äußern.

Wodurch kann es zu Wadenschmerzen beim Joggen kommen?

Es gibt viele Erkrankungen der Wade, die dazu führen können, dass man bei Belastung Schmerzen in der Wade verspürt. Es könnte sich handeln um:

  • Muskelverspannungen oder Muskelzerrungen
  • Faserriss im Musculus gastrocnemius oder soleus (dies sind die beiden Hauptmuskeln in der Wade) 
  • Überlastung oder Übertraining
  • falsches Schuhwerk
  • muskuläre Dysbalancen
  • unzureichendes Aufwärmen
  • Dehydration und Elektrolyt-Ungleichgewicht
  • Durchblutungsstörungen
  • Sehnenentzündungen 
  • Stressfrakturen

Muskuläre Ursachen (Zerrung, Muskelfaserriss, Krampf, Verspannung in der Wade)

Muskuläre Ursachen wie Zerrungen, Muskelfaserrisse, Krämpfe und Verspannungen sind häufige Gründe für Wadenschmerzen beim Joggen.

  • Eine Muskelzerrung tritt auf, wenn die Muskelfasern überdehnt oder leicht gerissen sind. Dies kann durch plötzliche Bewegungen oder übermäßige Belastung verursacht werden. Die Schmerzen können von leicht bis stark variieren.
  • Ein Muskelfaserriss hingegen tritt auf, wenn die Muskelfasern stärker geschädigt oder vollständig gerissen sind. Dies ist oft schmerzhafter als eine Zerrung und kann auch mit einem hörbaren "Knall" oder einem deutlichen Schmerzpunkt einhergehen.
  • Ein Muskelkrampf ist eine plötzliche, unkontrollierte Kontraktion eines Muskels, die sehr schmerzhaft sein kann. Krämpfe können durch Dehydratation, Elektrolytungleichgewichte oder Überanstrengung verursacht werden.
  • Eine Muskelverspannung in der Wade tritt auf, wenn die Muskulatur angespannt oder verkrampft ist. Dies kann durch übermäßige Belastung, schlechte Durchblutung oder muskuläre Dysbalancen verursacht werden.

Es ist wichtig, bei Wadenschmerzen auf den Körper zu hören und die Belastung zu reduzieren, um weitere Verletzungen zu vermeiden. Ruhe, Dehnen und sanfte Massagen können helfen, die Muskulatur zu entspannen. In schwereren Fällen ist möglicherweise auch eine medizinische Behandlung erforderlich. Wenn die Wadenschmerzen sehr stark sind, länger andauern oder von anderen Symptomen begleitet werden, ist es ratsam, einen Arzt oder Sportmediziner aufzusuchen. Sie können eine genaue Diagnose stellen und die beste Vorgehensweise zur Behandlung empfehlen.

Entzündung der Achillessehne

Eine häufige Erkrankung, die zu Wadenschmerzen beim Joggen führen kann, ist eine Achillessehnenentzündung. Die Entzündung der Achillessehne, welche die Wadenmuskulatur mit der Ferse verbindet, kann durch Überlastung, falsches Schuhwerk oder muskuläre Ungleichgewichte ausgelöst werden. Symptome einer Achillessehnenentzündung sind:

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Rötung
  • Steifheit
  • eingeschränkte Beweglichkeit

Die Behandlung kann Ruhe, Kühlung, Dehnübungen, Physiotherapie und gegebenenfalls Medikamente umfassen. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.

MRT Fuß seitlich T2

  1. Schienbein (Tibia)
  2. oberes Sprunggelenk (OSG = Articulatio talocruralis)
  3. Sprungbein (Talus)
  4. schwere Achillessehnenentzündung mit Teilriss der Achillessehne
  5. gesunder Anteil der Achillessehne
  6. Fersenbein (Calcaneus)
  7. gesunde Plantarfaszie ohne Fersensporn

Sehnenentzündung in der Kniekehle

Eine weitere mögliche Ursache kann eine Sehnenentzündung in der Kniekehle sein. Diese Entzündung betrifft die Sehnen im Bereich der Kniekehle und kann durch Überlastung oder wiederholte Belastung während des Joggens entstehen. Die Schmerzen können sich als ziehend oder stechend äußern und durch Bewegung verstärkt werden. Ruhe, gezielte Dehnübungen und physiotherapeutische Maßnahmen können helfen, die Beschwerden zu lindern. Es ist empfehlenswert, bei anhaltenden oder intensiven Schmerzen einen orthopädischen Spezialisten zu Rate zu ziehen, um eine genaue Diagnose zu erhalten und die geeignete Behandlung einzuleiten.

Erkrankungen der Blutgefäße: Thrombose und pAVK

Erkrankungen der Blutgefäße, wie Thrombose und pAVK (Periphere Arterielle Verschlusskrankheit), sind ernsthafte Gesundheitsprobleme, die das Herz-Kreislauf-System betreffen.

  • Eine tiefe Venenthrombose (TVT) ist eine Form der Thrombose, bei der sich Blutgerinnsel in den tiefen Venen der Beine bilden. Wenn ein solches Gerinnsel den Blutfluss blockiert, kann es zu Wadenschmerzen kommen. Dies ist besonders wahrscheinlich, wenn das Gerinnsel nahe der Oberfläche der Wade liegt und Druck auf die umliegenden Gewebe ausübt. Jedoch ist es wichtig zu beachten, dass eine tiefe Venenthrombose normalerweise mit zusätzlichen Symptomen wie Schwellung, Rötung und Wärmegefühl im betroffenen Bereich einhergeht.
  • Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist eine Erkrankung, bei der die Arterien, die Blut in die Beine transportieren, aufgrund von Ablagerungen verengt oder blockiert sind. Dies führt zu einem reduzierten Blutfluss und kann zu Schmerzen in den Beinen während des Gehens führen. Diese Schmerzen können sich auch in der Wade manifestieren, insbesondere wenn die Arterien in diesem Bereich betroffen sind. Dieser Schmerz, bekannt als Claudicatio intermittens, tritt oft beim Gehen auf und kann sich bei Ruhe bessern. Deshalb heißt diese Erkrankung auch Schaufensterkrankheit, weil man wegen der Schmerzen alle paar Meter stehen bleiben und eine Pause machen muss.

Nervenbedingte Ursachen: Bandscheibenvorfall L5/S1, Ischialgie

Wadenschmerzen können auch durch nervenbedingte Ursachen ausgelöst werden. Eine mögliche Quelle für solche Schmerzen ist ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule, spezifisch zwischen dem fünften Lendenwirbel (L5) und dem ersten Kreuzbeinwirbel (S1). Bei einem Bandscheibenvorfall drückt die gelartige Substanz aus dem Inneren der Bandscheibe auf die umgebenden Nervenwurzeln. Dieser Druck auf die Nervenwurzeln kann zu Schmerzen entlang des betroffenen Nervs führen, was als Ischialgie bezeichnet wird. In manchen Fällen können die Schmerzen bis in die Wade ausstrahlen, was als Wadenschmerzen empfunden wird.

MRT der LWS (seitlich, T2) mit einem Bandscheibenvorfall L5/S1:

  1. Wirbelkanal (Spinalkanal)
  2. Dornfortsatz
  3. Bandscheiben L3
  4. Bandscheibenvorwölbung L 4/5
  5. Wirbelkörper L5
  6. Bandscheibenvorfall L5/S1

Überlastung

Überlastung im Zusammenhang mit Wadenschmerzen beim Joggen tritt auf, wenn die Wadenmuskulatur durch wiederholtes oder intensives Training überstrapaziert wird, ohne ausreichende Erholungszeiten dazwischen. Dies kann zu Beschwerden und Verletzungen führen. Zu häufiges Joggen oder zu schnelle Steigerungen der Trainingsintensität können die Muskulatur überlasten. Auch ein unzureichendes Aufwärmen der Muskulatur vor dem Joggen kann die Wadenmuskulatur anfälliger für Verletzungen machen. Zudem können ungeeignetes Schuhwerk und muskuläre Dysbalancen sowie mangelnde Dehnung zu Schmerzen in der Wade beitragen.

Geplatzte Baker-Zyste

Eine geplatzte Bakerzyste, auch als Poplitealzyste bekannt, ist eine Flüssigkeitsansammlung in der Kniekehle, die durch eine Ausstülpung der Gelenkkapsel verursacht wird. Diese Ansammlung entsteht oft als Reaktion auf Gelenkprobleme, wie Arthritis oder Meniskusverletzungen. Wenn eine Bakerzyste platzt, tritt die Flüssigkeit aus und kann in das umliegende Gewebe gelangen. Dies kann zu plötzlichen Schmerzen, Schwellungen und Rötungen in der Kniekehle führen. Manchmal wird ein "ploppendes" Geräusch wahrgenommen, wenn die Zyste platzt. Es ist wichtig zu betonen, dass eine geplatzte Bakerzyste aufgrund der möglichen Komplikationen ernst genommen werden sollte. Zu den möglichen Komplikationen gehören Infektionen und die Entstehung eines Blutgerinnsels. 

Schematische Abbildung einer Bakerzyste von der Seite (links) und von hinten (rechts)

  1. Oberschenkelknochen (Femur)
  2. M. biceps femoris
  3. Bakerzyste von hinten
    typisch auf der Innenseite der Kniekehle
  4. Wadenmuskel (M. gastrocnemius)
  5. Schienbein (Tibia)
  6. Bakerzyste von der seite mit Schwellung in der Kniekehle

Welche Symptome können Wadenschmerzen begleiten und auf welche Ursache deuten Sie hin?

Wadenschmerzen können von verschiedenen Symptomen begleitet sein, je nach der zugrundeliegenden Ursache.

  • Schwellung und Rötung der Wade können aufgrund einer Entzündung oder Verletzung auftreten. Dies kann durch Muskelzerrungen, Muskelfaserrisse, aber auch durch eine Thrombose verursacht werden.
  • Eine erhöhte lokale Temperatur in der Wade kann auf eine Entzündung hinweisen, möglicherweise durch eine Sehnenentzündung oder Muskelentzündung.
  • Ein hörbares Knirschen oder Reiben im Bereich der Wade kann durch eine Sehnenverletzung oder einen möglichen Knorpelschaden auftreten.
  • Taubheitsgefühle oder Kribbeln in der Wade können eine Folge von Nervenirritationen sein, verursacht durch Bandscheibenprobleme oder Nervenkompression.
  • Schwierigkeiten beim Strecken oder Beugen des Fußes können auf eine Muskel- oder Sehnenverletzung hindeuten.
  • Blutergüsse oder Hämatome können bei akuten Verletzungen oder schwereren Muskelverletzungen auftreten.
  • Muskelkrämpfe in der Wade bei Dehydratation, Elektrolytungleichgewichte oder Überanstrengung 
  • Schmerzen während der Bewegung durch muskuläre oder skelettale Probleme, wie z.B. Muskelzerrungen, Verspannungen oder Arthritis.
  • Schmerzen in Ruhe oder in der Nacht könnten ein Zeichen für eine Durchblutungsstörung, wie die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), sein.

Es ist wichtig zu betonen, dass die genaue Diagnose von einem Arzt gestellt werden sollte, der eine gründliche Untersuchung durchführt und möglicherweise zusätzliche Tests anordnet. Nur so kann die korrekte Ursache für die Wadenschmerzen festgestellt und die richtige Behandlung eingeleitet werden. Zudem ist es wichtig zu unterscheiden ob die Wadenschmerzen einseitig oder beidseitig auftreten.

Diagnose

Bei Wadenschmerzen beim Joggen ist eine gründliche Diagnose entscheidend, um die genaue Ursache festzustellen und die richtige Behandlung einzuleiten. Der Patient wird nach seinen Symptomen befragt, und der Arzt führt eine körperliche Untersuchung durch, um den betroffenen Bereich zu beurteilen. Dabei werden Muskelkraft, Beweglichkeit und mögliche Anzeichen von Verletzungen überprüft. Informationen zur medizinischen Vorgeschichte des Patienten sind wichtig, um vorherige Verletzungen, chronische Erkrankungen oder andere Gesundheitsprobleme zu beerücksichtigen. der Arzt kann nach dem Lebensstil des Patienten fragen, darunter sportliche Aktivitäten, Trainingsgewohnheiten und eventuelle Risikofaktoren. Zudem können je nach Verdachtsdiagnose bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen, MRT oder CT-Scans angeordnet werden, um Verletzungen oder strukturelle Probleme zu identifizieren.

Ultraschall

Bei der Untersuchung von Wadenschmerzen beim Joggen kann ein Ultraschall wertvolle Einblicke bieten. Diese Bildgebungstechnik ermöglicht die detaillierte Visualisierung von Muskeln, Sehnen und anderen Geweben in Echtzeit. Mithilfe des Ultraschalls kann der Untersucher die muskulären Strukturen auf Anzeichen von Verspannungen, Zerrungen oder Rissen überprüfen. Auch die Achillessehne sowie andere Sehnen in der Wade können gründlich untersucht werden, um Anzeichen von Entzündungen oder Veränderungen festzustellen. Darüber hinaus ermöglicht der Ultraschall die Beurteilung des Blutflusses in den Gefäßen, um mögliche Durchblutungsstörungen auszuschließen. Im Falle von Flüssigkeitsansammlungen, wie beispielsweise einer Bakerzyste, kann der Ultraschall ebenfalls Aufschluss geben. 

Wann braucht man ein MRT der Wade?

Wenn Wadenschmerzen bestehen bleiben oder die genaue Ursache nicht klar ist, kann ein MRT helfen, um strukturelle Veränderungen oder Verletzungen im Detail zu visualisieren.

  • bei Verdacht auf Muskelzerrungen, -risse oder anderen muskulären Verletzungen kann ein MRT helfen, das Ausmaß und die genaue Lokalisation der Verletzung zu bestimmen.
  • bei Anzeichen einer Achillessehnenentzündung oder Achillessehnenverletzung kann ein MRT dazu beitragen, den Zustand der Sehne sowie eventuelle Risse und Entzündungen zu beurteilen.
  • bei Verdacht auf Sehnen- und Bandverletzungen, Knochenverletzungen oder -erkrankungen
  • ein MRT ist bei Gelenkproblemen in der Wade (wie Arthritis oder Synovitis) geeignet, um den Zustand des Gelenks zu beurteilen.
  • in seltenen Fällen bei Verdacht auf Tumoren oder Raumforderungen oder bei vaskulären Problemen 

MRT des Unterschenkels

  1. Schienbein (Tibia)
  2. Muskelfaserriss in der Wadenmuskulatur
  3. Wadenbein (Fibula)

EMG der Wade

Die Durchführung eines EMG (Elektromyographie) der Wade kann ein entscheidender diagnostischer Schritt bei der Untersuchung von Wadenschmerzen beim Joggen sein. Diese spezielle Untersuchung ermöglicht es, die elektrische Aktivität der Muskulatur zu messen und liefert wichtige Informationen über die Funktionalität und Reaktion der Muskulatur auf Belastung. Das EMG ermöglicht eine detaillierte Bewertung der elektrischen Aktivität der Muskeln in der Wade während des Laufens. Dies erlaubt es, etwaige Dysfunktionen oder ungewöhnliche Muster in der Muskelaktivität zu erkennen. Anhand der EMG-Ergebnisse können potenzielle Verspannungen oder Ungleichgewichte in der Muskulatur erkannt werden, die möglicherweise zu den Wadenschmerzen beitragen. Das EMG kann auch Hinweise auf Nervenfunktionsstörungen liefern, die möglicherweise mit den Wadenschmerzen in Verbindung stehen.

Wie kann eine Ganganalyse helfen?

Eine Ganganalyse ist ein wichtiger diagnostischer Ansatz, der dazu beitragen kann, die Lauftechnik und mögliche biomechanische Probleme zu identifizieren. Eine Ganganalyse ermöglicht es, potenzielle Fehler in der Lauftechnik zu erkennen. Dies können beispielsweise ungleichmäßige Schrittlängen, unzureichendes Abrollen des Fußes oder übermäßiges "Überkreuzen" der Beine sein. Sie hilft außerdem dabei, festzustellen, ob der Fuß korrekt aufsetzt (Vorfuß, Mittelfuß oder Ferse) und ob mögliche Abweichungen vorliegen, die zu Beschwerden führen könnten. Weitere nützliche Erkenntnisse einer Ganganalyse sind die Bewertung von Gelenkbewegungen, die Ermittlung von Dysbalancen und Muskelungleichgewichten und die Feststellung von Asymmetrien. Basierend auf den Ergebnissen der Analyse können spezifische Übungen und Korrekturen empfohlen werden, um die Lauftechnik zu verbessern und potenzielle Risiken zu minimieren. Durch die Optimierung der Lauftechnik und das Erkennen von möglichen Risikofaktoren können Verletzungen vorgebeugt werden.

Was kann man gegen Wadenschmerzen beim Joggen tun?

Es ist ratsam, bei anhaltenden oder wiederkehrenden Wadenschmerzen ärztlichen Rat einzuholen. Ein Spezialist kann eine gründliche Untersuchung durchführen und gegebenenfalls zusätzliche diagnostische Tests anordnen, um die genaue Ursache der Beschwerden zu ermitteln. Die individuelle Behandlung kann je nach Diagnose variieren, und es können Maßnahmen wie gezieltes Dehnen, Kräftigungsübungen oder auch physiotherapeutische Interventionen in Betracht gezogen werden. Es ist wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und auf mögliche Warnsignale zu achten. Ein angepasstes Trainingsprogramm, angemessene Aufwärm- und Abkühlphasen sowie die Verwendung von geeignetem Schuhwerk können dazu beitragen, das Risiko von Wadenschmerzen beim Joggen zu reduzieren. Es ist jedoch entscheidend, bei auftretenden Schmerzen nicht zu zögern und professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um mögliche ernsthafte Ursachen auszuschließen und die bestmögliche Versorgung zu erhalten.

Lesen Sie dazu auch: Was kann man gegen Wadenschmerzen tun?

Tapen der Wade

Das Tapen der Wade kann eine effektive Maßnahme zur Unterstützung und Stabilisierung der Muskulatur sein, insbesondere bei Wadenschmerzen beim Joggen. Dabei werden elastische Bänder oder Tapes auf die betroffene Stelle angelegt, um zusätzliche Unterstützung zu bieten und die Belastung zu reduzieren. Das Tape kann dazu beitragen, die Wadenmuskulatur zu stabilisieren und somit eine bessere Kontrolle während des Laufens zu ermöglichen. Durch das Tape wird die Belastung auf die betroffene Muskulatur verteilt, was den Schmerz während des Joggens reduzieren kann. Das Tape kann die lokale Durchblutung verbessern, was zur Linderung von Schmerzen und zur Förderung der Heilung beitragen kann. Es kann zudem helfen, den Schmerz zu lindern und dem Läufer ermöglichen, trotz der Beschwerden weiter zu trainieren. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass das Tapen der Wade eine temporäre Maßnahme ist und nicht die zugrundeliegende Ursache der Wadenschmerzen behandelt. Es sollte daher in Kombination mit anderen therapeutischen Ansätzen wie Dehnübungen, Kräftigungsübungen und gegebenenfalls medizinischer Behandlung eingesetzt werden.

Kompression der Wade

Die Anwendung von Kompression auf die Wade kann eine wirksame Methode sein, um Wadenschmerzen beim Joggen zu lindern. Durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder -bandagen wird Druck auf die Wade ausgeübt, was mehrere Vorteile bieten kann. Die Kompression fördert die Durchblutung in der Wade, was die Sauerstoffversorgung der Muskulatur verbessern kann. Dies kann helfen, Schmerzen zu reduzieren und die Regeneration zu fördern. Zudem könne Kompressionsstrümpfe zur Reduktion von Schwellungen, Stabilisierung der Muskulatur und Unterstützung der Sehnen und Bänder beitragen. Die Verwendung von Kompressionsstrümpfen oder -bandagen stellt keine dauerhafte Lösung für Wadenschmerzen dar. Sie sollten in Kombination mit anderen Maßnahmen wie Dehnübungen, Kräftigungsübungen und Ruhephasen eingesetzt werden.

Dehnübungen

Dehnübungen sind eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung und Linderung von Wadenschmerzen beim Joggen. Sie helfen dabei, die Muskulatur zu entspannen, die Flexibilität zu verbessern und die Beweglichkeit zu fördern. Empfohlene Übungen sind mitunter:

  • Waden-Dehnung an der Wand
  • sitzende Waden-Dehnung
  • Waden-Dehnung im Stehen
  • einbeinige Waden-Dehnung
  • Achillessehnen-Dehnungen

Es ist wichtig, die Dehnübungen regelmäßig durchzuführen, sowohl vor als auch nach dem Laufen. Achten Sie darauf, die Dehnungen sanft und kontrolliert auszuführen, und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen. Bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Schmerzen sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Unsere Übung bei einer Fußheberschwäche

Übungen für Wadenschmerzen beim Joggen

Wenn Sie unter Wadenschmerzen beim Joggen leiden, können gezielte Übungen helfen, die Muskulatur zu stärken, die Flexibilität zu verbessern und die Beschwerden zu lindern.
So hilft als Beispiel aufgeführt die Waden-Dehnung an der Wand: Positionieren Sie sich mit ausgestreckten Armen gegen eine Wand, treten Sie mit einem Bein einen Schritt zurück und halten Sie die Ferse am Boden. Nun das vordere Bein leicht beugen, bis Sie eine Dehnung in der Wade spüren. Halten Sie die Position für 15-30 Sekunden und wiederholen Sie dies für beide Beine.

Weitere Übungen sind beispielsweise:

  • Waden-Heber
  • einbeiniges Wadenheben
  • Wadenrolle oder Faszienrolle
  • Achillessehnen-Dehnung
  • Fußwippe
Übung: Wadenheben im Stand

Die Übungen sollten am besten unter Anleitung erfolgen und individuell auf die Überlastung der Wadenmuskulatur abgestimmt sein, um die Dauer der Heilung zu verkürzen und eine Folgeverletzung zu vermeiden.
Gerne zeigen Ihnen die Muskelspezialisten von Lumedis welche Übungen Sie mit welcher Intensität machen dürfen, um das bestmögliche Ergebnis zu erhalten.

Bitte vereinbaren Sie hier einen Termin, wir demonstrieren Ihnen gerne die passenden Übungen: Terminvereinbarung.

Wer kann uns ein Bild schicken, welches wir an dieser Stelle veröffentlichen dürfen?

Wir freuen uns, wenn Sie uns mit Bildmaterial unterstützen würden, was wir anonym auf Lumedis veröffentlichen dürfen.
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Damit helfen Sie anderen Ihre Erkrankung besser zu verstehen und einzuschätzen.

Bild bitte an info@lumedis.de.

Danke und viele Grüße
Ihr
Nicolas Gumpert

Unsere Kniespezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Kniesprechstunde!