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Lumedis Frankfurt

Dr. Gerret Hochholz
Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, Akupunktur und manuelle Medizin

vom 01.07.19 - 31.08.19
Biebergasse2
60313 Frankfurt,

danach dauerhaft

Kaiserstraße 14 / Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

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Kraftmessung

Eine schlechte Haltung ist leider allgegenwärtig und häufig die Ursache für Schmerzen.
Egal ob die Schmerzen von der Wirbelsäule ausgehen oder im Schulter-Hüft- oder Kniegelenk sind, eine bestehende muskuläre Dysbalance ist dann keine Seltenheit.
Durch das Verbessern von muskulären Dysbalancen, lassen sich die Beschwerden positiv beeinflussen.
Gerne beraten Sie unsere Spezialisten in einem Termin.

Wir bei Lumedis decken diese muskulären Dysbalancen auf und helfen Ihnen wieder aufrecht durch`s Leben zu Gehen.

Dieser Artikel wurde durch Mario Habersack veröffentlicht.
Mario Habersack ist diplomierter Sportwissenschaftler und Leiter der sportwissenschaftlichen Abteilung bei Lumedis.
Aufgrund seiner Expertise steht er regelmäßig als Interviewpartner der Bild-Zeitung oder auch der "triathlon-szene" in TV-Sendungen zu Verfügung.

Mehr zu seiner Person finden Sie unter Mario Habersack.

Definition - Was ist eine Kraftmessung?

Wir bei Lumedis analysieren anhand von maximalen isometrischen Muskelkontraktionen die Zugkräfte der jeweiligen Gelenkmuskulatur. Jedes Gelenk wird durch mindestens 2 Muskeln stabilisiert und ausgerichtet (Agonist und Antagonist = Spieler und Gegenspieler). Liegt ein ungünstiges Verhältnis dieser Muskulatur vor, wird das Gelenk nicht physiologischen beansprucht. Solche sogenannten muskuläre Dysbalancen sind in vielen Fällen die Ursache für Schmerzen.

Wir zeigen somit Defizite in bestimmten Muskelgruppen mit der Kraftmessung auf, die in einem anschließendem Therapieplan behoben werden.

Indikationen / Gründe für eine Kraftmessung

Besonders bei Schmerzen, welche von der Wirbelsäule ausgehen, ist eine Kraftmessung angebracht. Diese können folgende sein:

  • Kopfschmerzen
  • Schulter-Nackenschmerzen
  • Schmerzen in der Brustwirbelsäule (z.B. BWS-Syndrom)
  • Schmerzen in der Lendenwirbelsäule (z.B. LWS-Syndrom)

Desweiteren kann sowohl die Schulter, die Hüfte als auch das Kniegelenk eine Indikation darstellen:

  • Schulterbeschwerden (z.B. Impingement)
  • Hüftbeschwerden (z.B. ISG-Blockierung, Schleimbeutelentzündung)
  • Kniebeschwerden (z.B. Retropatellararthrose)

Einfach ausgedrückt:

  • Menschen mit bereits bestehenden Rückenbeschwerden
  • Menschen mit Haltungsschäden oder Haltungsschwäche
  • Sportler mit einseitiger muskulärer Beanspruchung
  • Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit

Eine solche Messung kann auch präventiv erfolgen. Zum Beispiel nach einem Bandscheibenvorfall um mögliche Ursachen (muskuläre Dysbalancen) zu beseitigen.

Ablauf einer Kraftmessung

Zu Beginn erfolgt eine ausführliche Anamnese. Danach werden Sie sitzend auf unserem Kraftstuhl positioniert und fixiert. Aus dieser Position können alle Messung durchgeführt werden, egal für welches Gelenk. Sie werden dann aufgefordert mit maximaler Kraft gegen ein fixiertes Polster, mit gleichbleibender Gelenkstellung, zu drücken. Das ist dann die sogenannte isometrische Maximalkraft.

Die Software wertet dann die Kräfte aus und vergleicht immer den Agonist (Spieler) mit dem Antagonist (Gegenspieler). Diese beiden Muskeln stehen immer in einem medizinisch vorher festgelegtem Kräfteverhältnis zueinander. Bei Messungen der Extremitäten wird zusätzlich die rechte mit der linken Seite verglichen.

Nach der Datenerhebung und Erläuterung erfolgt dann mit Ihnen zusammen die Therapieplanung. Bitte bringen Sie sportliche Kleidung mit.

Kraftmessung der Halswirbelsäule

Ein Beschwerdebild, ausgehend von der Halswirbelsäule, ist z.B. das HWS-Syndrom. Mit der Bestimmung der Kräfteverhältnisse rund um die Halswirbelsäule, können Rückschlüsse über die Stellung der Wirbelgelenke zueinander gezogen werden.

Sollte zum Beispiel die hintere Muskulatur zu stark ausgeprägt sein, wird dies die Halswirbelsäule in eine vermehrte Lordosestellung bringen und somit einen Engpass der Nervenkanäle verursachen. Die Folge sind Schmerzen und Verspannungen der Muskulatur.

Aufgrund dieser Daten wird dann die dominante Muskulatur entsprechend detonisiert und die schwache Muskulatur gekräftigt. Der Kopf wird somit optimal ins Lot der Wirbelsäule gebracht.

Kraftmessung der Lendenwirbelsäule

Sie leiden immer wieder an einem Hexenschuss und möchten endlich mal die Ursache dafür wissen und nicht immer nur Spritzen in den Rücken bekommen. Hier bei Lumedis zeigen wir Ihnen ihre Schwachstellen der stützenden Rumpfmuskulatur auf und helfen Ihnen diese zu beheben.

Anhand der maximalen isometrischen Kraftmessung der Rücken- und Bauchmuskulatur wird das Verhältnis beider Muskelgruppen zueinander bewertet. Eine zu schwache Rückenmuskulatur kann evtl. den täglichen Belastungen nicht standhalten und verkrampft bei plötzlichen Bewegungen schließlich. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Muskel zu stark die Wirbelsäule in das Hohlkreuz zieht und eine Dauerspannung vorliegt.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Ungleichgewicht der seitlichen Rumpfmuskulatur. Rotationskräfte bewirken eine Verdrehung einzelner Wirbelkörper. Plötzliche Bewegungen, wie das Absteigen vom Fahrrad, drehen dann entgegengesetzt dem Muskelzug, woraufhin dieser dann zumacht.

Kraftmessung der Schultern

Besonders “sitzende Berufe” haben eine gekrümmte Haltung. Der Oberkörper sowie die Schulter sind nach vorne gerichtet. Der Abstand zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach wird schmäler, es entsteht ein Engpass durch den eine Sehne verläuft. Diese Haltung wird dann auch in der Regel im Alltag beim Stehen, Gehen etc. eingenommen. Wird dann der Arm bei bestimmten Bewegungen (im Sport, im Alltag) angehoben, reibt die Sehne am Schulterdach und es kommt zu Schmerzen.

Durch die Kraftmessung kann das Ausmaß der schlechten Haltung analysiert und der Therapieplan für eine bessere Haltung erstellt werden. Wir zeigen Ihnen auf, zu wie viel Prozent eine Abschwächung der beteiligten Muskulatur vorliegt. Dazu messen wir die maximale Kraft der Schulter Innenrotation und Schulter Außenrotation sowie die Muskelkraft der vorderen und hinteren Wirbelsäulenmuskulatur.

Kraftmessung der Kniegelenke

Eine Kraftmessung der Kniegelenke macht besonders Sinn, wenn muskuläre Beschwerden vorliegen.

Unter Last bekommen Sie z.B. immer Schmerzen in der linken Oberschenkel-Vorderseite (M. Quadriceps). Wir messen anhand der maximalen Kraft, ob der Muskel zu schwach für den Gegenspieler (M. biceps femoris) ist und ob die Gegenseite (rechter M. Quadriceps) deutlich stärker ausgeprägt ist. Die rechte Seite dient somit als Referenzwert für den linken Muskel.

Sollte dies der Fall sein, müssen Sie entsprechend dehnen und kräftigen. Muskuläre Dysbalancen im Kniegelenk erzeugen auch einen zu hohen Anpressdruck der Kniescheibe ins Kniegelenk. Die Folge ist ein vermehrter Knorpelabrieb.

Kraftmessung der Hüfte

Mit unserer Erweiterung, dem Hüftmodul, können wir auch die Muskelkraft der Hüftabduktoren (Hüftabspreizer) und der Hüftadduktoren (Hüfthinführer) beurteilen.

Hierbei sollten die Hüftabduktoren stärker als die Hüftadduktoren sein. Liegt hier eine muskuläre Dysbalance, sowie eine Abweichung im rechts-links Vergleich vor, kann dies z.B. zu Problemen im ISG-Gelenk (Iliosakralgelenk) führen.

Eine zu schwache Hüftmuskulatur absorbiert auch nicht ausreichend die täglichen Schläge beim Gehen und Laufen und sorgt somit zu einer Überbelastung der Rumpfmuskulatur.

Dauer der Kraftmessung

Planen Sie bitte bis zu einer Stunde für die gesamte Messung ein.

Die Stunde teilt sich wie folgt auf:

  • Anamnese ca 10 Minuten
  • sämtliche Messungen ca. 20 Minuten
  • Auswertung ca. 15 Minuten
  • Therapieplanung ca. 15 Minuten

Wie häufig muss man eine Kraftmessung wiederholen?

Bei geringen muskulären Dysbalancen empfiehlt sich eine Nachmessung frühestens nach 3 Monaten. Geben Sie sich diese Zeit bis das Training fruchtet und wirkt.

Bei erheblichen Dysbalancen sollte die Nachmessung nach 6 Monaten erfolgen.

Weitere Messungen sind abhängig von ihren Schmerzen und Leid. Jede Nachmessung dient zur Kontrolle der Auswirkungen des Trainings. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass zu schwache Muskelgruppen durch das Training jetzt zu stark geworden sind und neue Dysbalancen entstanden sind. Auch auch diesem Grund empfehlen wir eine Kontrollmessung.

Welcher Behandlungserfolg ist aus einer Kraftmessung zu erwarten?

Sollten die Ursachen in einer muskulären Dysbalance liegen, ist der Behandlungserfolg sehr hoch. Dies ist gleichzeitig ein einfaches und unbedenkliches diagnostisches Verfahren. In einigen Fällen sind nicht nur muskuläre Dysbalancen ursächlich für die Beschwerden. Diese sind dann aber eine Stellschraube auf dem Weg zur Besserung. In solch einem Fall ist der Behandlungserfolg nur mäßig. Aber wir bringen Sie damit Stück für Stück in die richtige Spur. Weitere Analysen wie:

grenzen das Problem deutlich ein, sodass auch letztendlich hier ein hoher Behandlungserfolg vorliegt.

Was sind die Risiken?

Bei der Kraftmessung handelt es sich um ein strahlenfreies diagnostisches Verfahren. Sie werden also keiner Strahlung ausgesetzt.

Dadurch, dass Sie in unserem Kraftstuhl fixiert werden, das Gelenk also während der isometrischen Kraftmessung keine Bewegung erzeugt, wird weder die Wirbelsäule noch ein anderes Gelenk in eine ungünstige Stellung gebracht. Somit ist auch die Gefahr einer Überbelastung für Sehnen, Muskeln und das Gelenk nicht gegeben.

Kosten- Übernimmt das die private Krankenversicherung

Die Wirbelsäulenvermessung mittels Lichtoptik (Video-Rasterstereographie) zählt zu den zusätzlichen Diagnostikverfahren und wird daher von den privaten Krankenkassen übernommen.

Sie haben Interesse an einer Kraftmessung?

Dann nehmen Sie bitte mit folgendem Link Kontakt zu uns auf: Terminvereinbarung