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Carmen Heinz
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Osteopathie bei Rückenschmerzen

Dieser Artikel wurde durch Carmen Heinz veröffentlicht.
Carmen Heinz ist Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie und hat den Behandlungsschwerpunkt der ärztlichen Osteopathie.
Daneben sind Ihre Behandlungsschwerpunkte als Sportmedizinerin die Sportorthopädie und die Bewegungsanalyse und somit eine Spezialistin in der nichtoperativen / konservativen Orthopädie.

Osteopathie bei Rückenschmerzen – Was ist das?

Rückenschmerzen gehören zu den mit Abstand am häufigsten auftretenden Beschwerden und entstehen oft durch ein Ungleichgewicht zwischen den Gelenken der Wirbelkörper, den Bändern und der Muskulatur. Daher sind Rückenschmerzen auch einer der häufigsten Gründe für die Durchführung einer Osteopathie. Hierbei wird der Fokus auf die verschiedenen Systeme gelegt, die für die Belastung des Rückens bzw. der Wirbelsäule eine Rolle spielen: die Faszien, also die bindegewebigen Körperhüllen, die Muskulatur und das Zusammenspiel der einzelnen Muskelgruppen und die Zwischenwirbelgelenke. Verspannungen und Blockaden können durch manuelle Techniken häufig effektiv gelöst werden.

Indikationen/Gründe für eine Behandlung mit Osteopathie bei Rückenschmerzen

Auf die Osteopathie bei Rückenschmerzen besitzen folgende Faktoren Einfluss:

  • Muskuläre Dysbalance
  • Blockade der Zwischenwirbelgelenke
  • Hexenschuss
  • Arthrose
  • Verspannungen im Nacken
  • Kopfschmerzen
  • Beschwerden der Niere oder des Harntraktes
  • Vergangene Bandscheibenvorfälle

Osteopathie bei Rückenschmerzen in der Schwangerschaft – das ist zu beachten

In der Schwangerschaft treten Rückenschmerzen sehr häufig auf und können mithilfe einer osteopathischen Behandlung gelindert werden. Dabei ist zu beachten, dass die Beschwerden, wenn sie zeitlich im Zusammenhang mit der Schwangerschaft stehen, durch andere Faktoren ausgelöst bzw. beeinflusst werden. Dazu gehören hormonelle Veränderungen sowie eine Veränderung der Statik und Belastung der Wirbelsäule aufgrund der Gewichtszunahme und des Schwerpunktes in Richtung Gebärmutter. Des Weiteren sollte bei einer Osteopathie bei Rückenschmerzen in der Schwangerschaft immer auch eine Behandlung des Beckenringes und des Übergangs zwischen Becken und Lendenwirbelsäule erfolgen, da diese Strukturen unter einer vermehrten Belastung stehen.

Lesen Sie hierzu unseren Artikel Osteopathie in der Schwangerschaft.

Welche Ausbildung benötigt man, um eine craniosacrale Therapie durchzuführen?

Um eine craniosacrale Therapie durchführen zu können, ist eine dafür ausgerichtete Ausbildung notwendig. Diese steht verschiedenen Berufsgruppen innerhalb des medizinischen Fachbereichs zur Verfügung, insbesondere Ärzten und Heilpraktikern. Die Ausbildung für craniosacrale Therapie umfasst verschiedene Elemente und erstreckt sich in der Regel auf einen Zeitraum von mehreren Jahren. Sie wird unterteilt in einen Fachunterricht über die craniosacrale Behandlung, eine Bereich für die Eigenerfahrung, eine Supervision, bei der unter Anleitung die Behandlung erfolgt, sowie eine Intervision, bei der ein Austausch zwischen weiteren Kollegen erfolgt. Des Weiteren gehören ein Studium der Fachliteratur und eine gewisse Anzahl an Behandlungsstunden zur Ausbildung dazu.

Unterschied einer ärztlichen Osteopathie von einer Osteopathie eines Heilpraktikers bei Rückenschmerzen

Der Unterschied einer ärztlichen Osteopathie von einer Osteopathie eines Heilpraktikers bei Rückenschmerzen kann nicht so leicht und allgemein definiert werden. In Deutschland sind beide Berufsgruppen nach Abschluss einer entsprechenden osteopathischen Ausbildung zur Behandlung von Rückenschmerzen zugelassen. Die Gestaltung der osteopathischen Behandlung unterliegt dabei den einzelnen Behandlern und kann sich dementsprechend individuell unterscheiden. Gemeinsam ist der Fokus auf das Wohl des Patienten und die Linderung der Beschwerden. Die Wege dorthin können durch verschiedene Konzepte gestaltet werden. Für die Wahl des richtigen Behandlers ist das Vertrauen zwischen Behandler und Patient entscheidend.

Ablauf einer osteopathischen Behandlung

Der Ablauf einer osteopathischen Behandlung bei Rückenschmerzen kann allgemein in zwei Abschnitte untergliedert werden, deren Ausgestaltung individuell sehr unterschiedlich verlaufen kann.

Zu Beginn einer jeden Osteopathie bei Rückenschmerzen steht ein ausführliches Gespräch zwischen dem Behandler und dem Patienten. Dabei werden die genauen Umstände der Rückenschmerzen analysiert und begleitende Symptome erfasst. Auch mögliche Verletzungen, Schädigungen oder Vorerkrankungen werden dabei erfasst, wie beispielsweise vergangene Bandscheibenvorfälle oder vermehrte Belastungen des Rückens im Rahmen einer oder mehrerer Schwangerschaften.

Anschließend erfolgt eine genaue Inspektion des Rückens mit Fokus auf dem Verlauf der Wirbelsäule, möglichen Fehlhaltungen, Asymmetrien und Verspannungen. Hieran orientiert sich die osteopathische Behandlung, die meist vor allem ab der zweiten Behandlungssitzung zum Einsatz kommt. Dabei werden mit manuellen Techniken Verspannungen der Faszien, Bänder und Muskeln im Bereich des Rückens, sowie Blockaden der Gelenke zwischen den Wirbelkörpern und an den Übergängen gelockert bzw. gelöst.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung einer Osteopathie bei Rückenschmerzen ist abhängig von den Beschwerden und den zugrundeliegenden Ursachen bzw. auslösenden Faktoren. Im Durchschnitt beträgt die Dauer einer Behandlungssitzung 60 Minuten. Da im Rahmen der manuellen Techniken Blockaden und Verspannungen gelockert werden kann es gelegentlich zum Auftreten leichter Schmerzen bei Lockerung oder Einrenken von Strukturen kommen. Dies kann dazu führen, dass eine Sitzung bei Auftreten dieser Beschwerden verkürzt wird und dafür beispielsweise eine andere Sitzung etwas länger andauert.

Wie häufig muss man eine Osteopathie wiederholen?

Die Anzahl der Wiederholungen einer osteopathischen Behandlung bei Rückenschmerzen ist stets eine individuelle Sache und kann insbesondere bei Beschwerden des Rückens stark variieren. Das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren, die Einfluss auf die Schmerzen nehmen, ist hier oft besonders komplex und kann daher zu einer sich deutlich unterscheidenden Wiederholungsanzahl an Therapiesitzungen führen. Meist werden bei Rückenschmerzen mindestens drei Behandlungssitzungen benötigt, vor allem da die erste Sitzung das Gespräch zur Einführung in den Fokus stellt. Bei komplexeren Zusammenhängen werden oft aber mehr Behandlungssitzungen benötigt.

Welcher Behandlungserfolg ist zu erwarten?

Der Behandlungserfolg einer osteopathischen Behandlung kann sich individuell stark unterscheiden und ist von den Beschwerden sowie den Ursachen abhängig. In der Regel tritt er nicht unmittelbar nach einer Therapiesitzung ein, sondern erst mit etwas Verzögerung, in der Regel von einigen Tagen bis Wochen. Liegen den Rückenschmerzen muskuläre Verspannungen oder Blockaden einzelner Wirbelgelenke zugrunde können diese häufig effektiv behandelt und die Beschwerden gelindert werden. Bei komplexeren Fällen mit dauerhaften Schäden des Bindegewebes kann nicht immer eine Schmerzfreiheit bzw. Reduktion auf das Minimum erzielt werden. Hier stehen andere Aspekte, wie ein gesunder Umgang mit den Schmerzen, im Vordergrund.

Wann setzt der Behandlungserfolg ein?

Der Zeitpunkt, zu dem der Behandlungserfolg einsetzt, ist bei jedem Patienten ein anderer. Häufig kommt es nicht unmittelbar nach oder noch während der Behandlung zu einer Besserung der Beschwerden, sondern erst mit ein wenig Verzögerung. Diese liegt im Durchschnitt zwischen einigen wenigen Tagen bis Wochen. Manche Beschwerden verändern sich allerdings auch in Abhängigkeit bestimmter Bewegungen. Insbesondere bei Rückenschmerzen ist das regelmäßige Durchführen  von Trainingsübungen in Kombination mit der osteopathischen Behandlung sinnvoll. Die Intensität und Regelmäßigkeit der Durchführung besitzt auch Einfluss auf das Einsetzen des Behandlungserfolg der Osteopathie selbst.

Können die Rückenschmerzen nach der Osteopathie schmerzhafter werden? (Erstverschlechterung)

Bei der osteopathischen Behandlung bei Rückenschmerzen wird manuell an verschiedene Geweben des Körpers, insbesondere im Bereich der Wirbelsäule gearbeitet. Dabei werden Verspannungen und Blockaden ertastet und durch sanften Druck und leichte Bewegungen gelöst. Dies kann im Rahmen der erhöhten Anspannung der Muskulatur gelegentlich zum Auftreten von Schmerzen führen. Viele sind dadurch verunsichert – eine osteopathische Behandlung soll ja gerade diese lindern. Das vorübergehende Auftreten der schmerzhaften Beschwerden bei Rückenschmerzen im Sinne einer Erstverschlechterung ist allerdings vollkommen normal und meist nur von kurzer Dauer und daher kein Grund zur Sorge.

Was sind die Risiken?

Die osteopathische Therapie bei Rückenschmerzen ist ein sehr risikoarmes Verfahren, das mit sanften Bewegungen und leichtem Druck im Rahmen der manuellen Techniken arbeitet. Daher ist das Auftreten von Nebenwirkungen bzw. die Rate an Risiken äußert gering. Mögliche Erkrankungen, die zum Auftreten von Komplikationen führen könnten, werden vorab in einem einführenden Gespräch erfragt. Hierzu gehören bei Rückenschmerzen beispielsweise Fehlstellungen der Wirbelsäule, wie eine Skoliose, Osteoporose, Arthrose oder eine rheumatische Erkrankung. Ein erfahrener osteopathischer Behandler kann die Osteopathie entsprechend anpassen, damit weiterhin kaum Risiken auftreten können.

Kann das gefährlich sein?

Die Osteopathie ist ein sanftes und beruhigendes therapeutisches Verfahren, das mit wenigen Risiken einhergeht und daher nicht als gefährlich einzustufen ist. Bevor Rückenschmerzen osteopathisch behandelt werden erfolgt in der Regel eine Reihe an diagnostischer Maßnahmen zur Erfassung der zugrundeliegenden Ursachen. Wenn beispielsweise direkt nach einem Bandscheibenvorfall eine Osteopathie durchgeführt werden würde könnte dies zu gewissen Komplikationen führen. Da aber hier eine andere Reihenfolge des Ablaufs erfolgt und die Osteopathie dann zum Einsatz kommt, wenn sie am wirksamsten ist, muss nicht mit Komplikationen gerechnet werden.

Kann man eine craniosacrale Therapie auch bei Kindern/Babys durchführen?

Auch bei Kindern und Babys kann eine craniosacrale Therapie durchgeführt werden. Zu den häufigsten Gründen für den Einsatz dieser speziellen Behandlungsform zählen Störungen der Aufmerksamkeit und Konzentration, Nervosität, Sprachverzögerungen sowie Schlafstörungen und Rückenschmerzen. Während der Behandlung kann auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes eingegangen werden, meist genießen die Kinder eine Pause mit entspanntem Liegen auf der Behandlungsliege. Zur Anwendung kommen manuelle Techniken mit kleinen Bewegungen und sanfter Ausübung von Druck. Bei Kindern führen häufig Fehlstellungen durch den Geburtsvorgang nachhaltig zu Beschwerden, die mittels craniosacraler Therapie behandelt werden können.

Kosten

Die Kosten einer Osteopathie bei Rückenschmerzen variieren je nach behandelndem Arzt oder Heilpraktiker meist in einem Bereich von sechzig bis hundertfünfzig Euro. Da in der Regel mehrere Behandlungssitzungen zur Linderung der Beschwerden notwendig sind liegt auch der Betrag der gesamten Kosten entsprechend in einem Bereich von mindestens dreihundert Euro. Die Abrechnung erfolgt dabei anhand der berufsständischen Gebührenordnung. Vor Beginn der osteopathischen Behandlung sollte die Frage nach der Kostenübernahme mit der Krankenkasse geklärt werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

Übernimmt das die private Krankenversicherung?

Die Osteopathie bei Rückenschmerzen wird von den meisten privaten Krankenversicherungen zu einem gewissen Anteil übernommen. In einigen Fällen ist eine geringe eigene Zuzahlung notwendig. Wie hoch dieser Betrag ist unterscheidet sich je nach Krankenkasse. Eine Klärung vorab ist daher sehr sinnvoll und empfehlenswert, um das Auftreten von Missverständnissen und finanziellen Unklarheiten zu vermeiden. Auch die Anzahl der übernommenen Behandlungssitzungen unterscheidet sich je nach Krankenversicherung.

Diese osteopathischen Übungen gegen Rückenschmerzen gibt es

Gegen Rückenschmerzen gibt es verschiedene osteopathische Übungen. Die Durchführung sollte beim ersten Mal unter Anleitung einer ausgebildeten Fachkraft erfolgen, damit auf eine gesunde und korrekte Ausübung geachtet werden kann. In Absprache mit dem Behandler sollten die Übungen auch regelmäßig und mehrmals die Woche durchgeführt werden. Eine Kombination aus der regelmäßigen Durchführung von osteopathischen Übungen und der osteopathischen Behandlung selbst erzielt häufig in kurzer Zeit eine effektive Linderung der Beschwerden.

Eine Übung erfolgt im Sitzen auf einer Trainingsmatte. Ein Bein wird ausgestreckt und der Fuß gegen eine Wand gestellt. Dann wird der Oberkörper langsam in Richtung des ausgestreckten Beines geneigt und bei maximaler angenehmer Dehnung der Oberschenkelrückseite für einige Sekunden in der Position gehalten. Die Übung dient der Dehnung des unteren Rückens und sollte mit dem anderen Bein wiederholt werden.

Eine weitere Übung erfolgt in Rückenlage mit ausgestreckten Beinen. Ein Bein wird angewinkelt im Kniegelenk zur Brust gezogen und mit beiden Armen umschlungen. Auch hierbei sollte eine Dehnung im Gesäß zu spüren sein, um den unteren Rücken zu entlasten.

Unsere osteopathische Spezialistin

Carmen Heinz ist Fachärztin für Orthopädie mit der Zusatzbezeichung Sportmedizin und diplomierte Osteopathin. 
Durch diese einzigartige Kombination hat Sie eine besondere Expertise im Bereich der ärztlichen Osteopathie.

Carmen Heinz berät Sie gerne in unserer Sprechstunde!