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Lumedis Frankfurt

Dr. Nicolas Gumpert
Facharzt für Orthopädie

Privatpraxis für Orthopädie, Sportmedizin, Akupunktur und manuelle Medizin

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Röntgen

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.

Definition - Was ist eine Röntgenuntersuchung?

Das Röntgen ist eines der ältesten bildgebenden Verfahren der Radiologie. Das Verfahren wurde nach dem Erfinder Wilhelm Conrad Röntgen benannt. Dabei wird der Körper, beziehungsweise die zu untersuchenden Körperstrukturen, von Röntgenstrahlen durchstrahlt und die Durchdringung des Körpers mit den Strahlen wird in Bildern dargestellt, den sogenannten Röntgenbildern oder Röntgenaufnahmen. Röntgenaufnahmen können konventionell, das heißt ohne Kontrastmittel, oder mit Kontrastmittel erstellt werden. Daneben gibt es spezielle Röntgenuntersuchungen wie zum Beispiel die Digitale Subtraktionsangiographie zur Gefäßdarstellung, DVT-Röntgen (Digitale Volumentomographie) in der HNO- und Zahnmedizin oder OPG-Röntgen (Orthopantomographie) in der Zahnmedizin und Mundkiefergesichtschirurgie.

Indikationen/Gründe für eine Röntgenuntersuchung in der Orthopädie

Es gibt verschiedene medizinische Indikationen für eine Röntgenuntersuchung in der Orthopädie. Bei radiologischen Untersuchungen werden grundsätzlich Nutzen und Risiko abgewogen, das heißt der Nutzen der Untersuchung und das Risiko der hier vorhandenen Strahlenbelastung. Ein Grund für häufige Anwendungen von Röntgenstrahlung in der Diagnostik von Orthopädie und Unfallchirurgie ist der Verdacht auf einen oder mehrere Knochenbrüche nach einem Unfall. Daneben werden Knochendefekte, Dysplasien wie Gelenkfehlformungen und Wirbelsäulenverkrümmungen wie eine Skoliose mit Röntgenaufnahmen erkannt und im Verlauf anhand von Röntgenbildern beobachtet. Weitere häufig gestellte Indikationen für Röntgenuntersuchungen in der Orthopädie sind der Verdacht und die Verlaufskontrolle einer Arthrose. Dabei handelt es sich um chronischen Gelenkverschleiß. Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist ein weiteres Krankheitsbild, das im höheren Lebensalter auftritt. Bei der Osteoporose gibt es ein Ungleichgewicht im Knochenstoff, wodurch Knochen zunehmend abgebaut wird und die Knochen porös und anfällig für Knochenbrüche werden. Ein spezielles Röntgenverfahren, die Densitometrie, dient dazu, mit niedriger Strahlendosis die Knochendichte zu bestimmen. Eine weitere Indikation für eine Röntgenuntersuchung des Skeletts ist der Verdacht auf einen Knochentumor. Insgesamt zeigt sich eine große Spannbreite an Indikationen für Röntgenuntersuchungen in der Orthopädie. Neben dem CT ist die Röntgenuntersuchung eine Standardmethode in diesem der Orthopädie und Unfallchirurgie.

Ablauf der Behandlung

Bevor die Röntgenuntersuchung durchgeführt wird, werden metallische Gegenstände wie Uhren, Schmuck, BHs mit Metallbügeln und Haarklammern abgelegt. Strahlenempfindliche Körperteile wie die Geschlechtsorgane werden mit Bleischürzen abgedeckt. Das medizinische Personal lagert den Patienten dann in der gewünschten Position. Abhängig von der Fragestellung und dem Zustand des Patienten kann das Röntgen im Stehen, im Sitzen oder im Liegen erfolgen. Bei Patienten, die bettlägerig sind, werden Untersuchungen im Liegen gemacht. Bei bestimmten Untersuchungen kann eine Mitarbeit des Patienten nötig sein. So erfolgen Röntgenaufnahmen des Brustkorbes bei Einatmung. Während der Untersuchung befindet sich das medizinische Personal im unmittelbar anliegenden Kontrollbereich. Über eine Gegensprechanlage ist eine Kommunikation während der Untersuchung möglich. Der Patient wird durchleuchtet und gegebenenfalls werden zusätzliche Einzelaufnahmen angefertigt.

Dauer der Behandlung

Abhängig von der spezifischen Fragestellung der Röntgenuntersuchung kann das Röntgen bis zu 30 Minuten und in Einzelfällen länger andauern. Dabei spielt das zu untersuchende Körpergebiet eine entscheidende Rolle. Um die gewünschte Perspektive der Aufnahme zu erreichen, muss der Patient unter Umständen während der Röntgenuntersuchung mehrfach neu positioniert werden. Das kann bei bettlägerigen und stark adipösen Menschen etwas länger dauern.

Wie strahlenbelastend / gefährlich ist eine Röntgenuntersuchung?

Während einer Röntgenuntersuchung wird der zu untersuchende Körperbereich mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Je nach Körperregion kommt eine unterschiedlich hohe Strahlenbelastung zusammen. Bei einer Aufnahme des Brustkorbes beträgt die Strahlenbelastung 0,4 mSv, bei einer Aufnahme der Lendenwirbelsäule wiederum 2 mSv. Zum Verständnis, die Strahlenbelastung durch natürliche Umweltfaktoren liegt in Deutschland bei etwa 2 mSv. Ein Flug über den Atlantik geht mit einer ähnlichen Strahlenbelastung einher wie eine Röntgenaufnahme der Lunge. Eine Röntgenuntersuchung wird unter einer strengen Nutzen-Risiko-Abwägung indiziert. Das bedeutet, dass eine Röntgenuntersuchung durchgeführt wird, wenn das Unterlassen des Verfahrens mit entsprechendem Unterlassen einer Therapie das größere Risiko beinhaltet als die Röntgenuntersuchung selbst. Um unnötige Röntgenuntersuchungen zu vermeiden, sollte man einen Röntgenpass zur Untersuchung mitnehmen und wenn vorhanden entsprechende Voraufnahmen.

Was muss ich ausziehen?

Was man bei der Röntgenuntersuchung ausziehen muss, hängt von der zu untersuchenden Körperregion an. Bei Verletzungen des Fußes werden Schuhe und Socken ausgezogen und bei einer Untersuchung des Brustkorbes entkleidet man typischerweise den Oberkörper, um Bildstörungen zu vermeiden. In Ausnahmefällen darf man zum Beispiel ein dünnes Unterhemd anbehalten. Empfindliche Bereiche wie die Geschlechtsorgane werden mit Bleischürzen abgeschirmt.

Was ist ein Röntgenpass?

Ein Röntgenpass ist ein Dokument, in dem Patienten Röntgenuntersuchungen von dem die Röntgenuntersuchung durchführenden Arzt eintragen lassen können. Der Pass soll dazu dienen, unnötige Wiederholungen von Untersuchungen zu vermeiden und Vergleichsmöglichkeiten zu Voruntersuchungen zu liefern. Bei einer Untersuchung werden folgende Daten eingetragen: Institution/Ort der Untersuchung, die geröntgte Körperregion, Bezeichnung der Untersuchung und Datum. Röntgenpässe erhalten Patienten kostenlos in den meisten Röntgenstätten. Daneben kann man einen Röntgenpass auf der Homepage des Bundesamtes für Strahlenschutz kostenfrei herunterladen und ausdrucken