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Lumedis Frankfurt

Dr. Nicolas Gumpert
Facharzt für Orthopädie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, Akupunktur und manuelle Medizin

vom 01.07.19 - 31.07.19
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Kniearthrose

Eine Kniearthrose ist nach Rückenschmerzen, der häufigste Grund ein Lebensqaulitätseinschränkung am menschlichen Körper.
Es konkurrieren viele seriöse und unseriöse Therapieoptionen bei der Behandlung einer Kniearthrose.
Lassen Sie sich von den Knieexperten von Lumedis beraten und einen individuellen Therapieplan erstellen, um die Beschwerden auf ein Minimum zu reduzieren.
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Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.

Was ist eine Kniearthrose?

Eine Kniearthrose, auch Gonarthrose genannt, ist der vorzeitige Verschleiß des Knorpels im Kniegelenk unter Mitbeteiligung der Gelenkstrukturen.

Der fortschreitende Gelenkverschleiß führt dazu, dass der Kniegelenksknorpel komplett zerstört wird.
Dadurch reiben die beiden Knochenoberflächen schmerzhaft aufeinander, es kommt folglich zu

  • Entzündungen,
  • Gelenkschmerzen und
  • letztendlich zur Versteifung des Knies.

Die Kniearthrose ist die häufigste Form der Arthrose bei Menschen, ca. 5 % aller Erwachsenen sind betroffen.

Sie ist nicht heilbar, sondern eine chronische, degenerative Erkrankung, die sich zunehmend verschlechtert.  

Was ist eine aktivierte Kniearthrose?

Die aktivierte Arthrose ist die akute und schwerste Form der Arthrose. Sie tritt auf, wenn ein von Arthrose betroffenes Gelenk zu lange oder zu stark belastet wird.
Als Folge kommt es dann zu einer Entzündung mit den typischen Entzündungszeichen:

  • Schmerz,
  • Schwellung,
  • Rötung,
  • Überwärmung und
  • Bewegungseinschränkungen.

Die aktivierte Arthrose im Knie ist schwer zu behandeln und die Schmerzen sind dauerhaft, d.h. auch im Ruhezustand.

Diese nicht-bakterielle, entzündlich aktivierte Arthrose wirkt durch das spezifische Auftreten von Entzündungsstoffen im Kniegelenk stark knorpelerweichend und abbauend.

Je häufiger sie auftritt, desto kürzer werden auch die Phasen der ruhenden Arthrose mit Beschwerdefreiheit. Dies gilt es zu vermeiden.

Grade der Kniearthrose

Die Arthrose wird in 4 Stadien unterteilt. Anhand dieser Stadien kann der Arzt feststellen, wie weit die Arthrose fortgeschritten ist und welche Therapie dementsprechend am besten ist.
Wurde eine Arthrose festgestellt, ist es wichtig, den richtigen Grad festzulegen. Es gibt 4 Stadien:

  1. Das 1. Stadium ist noch beschwerdefrei, der Knorpel scheint noch intakt, hat jedoch an Elastizität verloren.
    Eine Auffaserung an der Oberfläche der Knorpelfasern ist schon zu sehen.
  2. Das 2. Stadium ist weitgehend beschwerdefrei und meist ohne Operation therapierbar.
    Der Knorpel hat jedoch weiter an Elastizität verloren, wird rau und faserig an der Oberfläche. Die Tiefe der Knorpelschäden ist allerdings geringe als 50% der Gesamtdicke.
    Die Kniebeweglichkeit ist noch nicht eingeschränkt.
    Dieses Stadium ist eigentlich das beste für eine Hyaluronsäuretherapie am Kniegelenk.
  3. Im 3. Stadium weist die Knorpeloberfläche schon einen schwerwiegenden Schaden auf, bedeckt aber noch größtenteils die Knochenoberfläche.
    Die Risse reichen auf beiden Seiten der Gelenkflächen bis tief in den Knorpel bis hin zum Knochen (>50% der Gesamtdicke).
  4. Im 4. Stadium ist die Knochenoberfläche nicht mehr durch den Knorpel bedeckt, es liegen starke Knorpelschäden vor und die Knochen reiben direkt aufeinander.
    Es kommt zu einer aktivierten Arthrose mit Schmerzen, Schwellung und Entzündung und letztendlich zu einer Versteifung des Knies mit Bewegungseinschränkung.
    Betrifft der Verschleiß das ganze Gelenk, kann nur noch eine Knieprothese (Knie-TEP), ein künstlicher Knieersatz, helfen.

Ursachen

Die Kniearthrose hat unterschiedliche Ursachen:

  • genetische Disposition
  • Verletzungen / Unfälle des Kniegelenkes, (z.B. Fraktur mit Gelenkbeteiligung, Kreuzbandriss, Meniskusriss, Seitenbandrisse)
  • Fehlstellungen / Achsabweichungen (X- oder O-Beine)
  • Übergewicht (Adipositas)
  • chronische Gelenkentzündungen (Rheuma, chronische Polyarthritis)
  • anatomische Anomalien (pathologische Knochenformen/ Kniescheibe/ Kniescheibendysplasie/ Patellalateralisation)
  • Knochenerkrankungen (Osteochondrosis dissecans (OD), M. Ahlbäck)
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Gicht)
  • Systemerkrankungen (z.B. Bluterkrankheit)
  • muskuläre Ungleichgewichte (durch z.B. Sport)

Übergewicht

Das Übergewicht gehört neben dem Bluthochdruck, hohen Fettwerten und einer reduzierten Glukosetoleranz zum metabolischen Syndrom.

Dieses ist ein enormer Risikofaktor für die Entstehung einer Arthrose.

  • Die Gelenke werden durch Übergewicht stark mechanisch belastet und
  • der Knorpel zunehmend zerstört,
    deshalb ist es sehr wichtig, sein Körpergewicht im Normbereich zu halten, da Übergewichtige viel eher an Arthrose erkranken.
  • Des Weiteren produziert Fettgewebe den Botenstoff ‘‘Adipokine‘‘, diese fördern Entzündungen.
    Entzündungshormone wiederum führen in den Gelenken zum Knorpelabbau, d.h. die Gelenke werden weniger belastbar und weicher.

Unfälle / Verletzungen

Zu den Hauptursachen einer Arthrose im Kniegelenk gehören Unfälle beim Sport bzw. Verletzungen im Kniegelenk.

Sobald sich die Lastverteilung im Kniegelenk krankhaft verändert, ist der Ablauf einer normalen Kniebewegung gestört und schädigt folglich

  • das Knorpelgewebe,
  • die Gelenkflächen,
  • die Sehnen und auch
  • die Bänder.

Außenbandverletzungen und Kreuzbandrisse, ebenso Brüche der Gelenkflächen, Meniskusschäden und Meniskusteilresektionen können eine Instabilität im Kniegelenk verursachen.
Der normale Bewegungsablauf ist gestört, es kommt zu gravierenden Folgeschäden.
Eine frühzeitige Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands ist sehr wichtig und kann häufig eine Arthrose verhindern.

Weitere Informationen zu den Themen finden Sie hier:

Sport

Sportliche Aktivität kann

  • auf der einen Seite die Ursache von Arthrose sein und
  • auf der anderen Seite kann es sich positiv auf die Arthrose auswirken.
    Und zwar kann Sport präventiv als auch in der Behandlung der Kniearthrose eingesetzt werden.

Regelmäßiger Sport fördert die Durchblutung und die Bildung von Gelenkflüssigkeit, der Knorpel wird ausreichend mit Nährstoffen versorgt und bleibt so elastisch, die Kniearthrose schreitet langsamer voran.

Jedoch müssen geeignete Sportarten gewählt werden, die dem Knorpel nicht schaden. Das heißt, abrupte Bewegungen und Stoßbelastungen sollen unbedingt vermieden werden. Besonders Ballsportarten sind ungeeignet.
Geeignete Sportarten sind z.B.

  • Schwimmen,
  • Wasserjogging,
  • Radfahren,
  • Nordic Walking und
  • Langlauf,

da kaum bzw. kein Gewicht auf die Gelenke einwirkt.

Beruf

Die Arthrose des Kniegelenks gilt seit 2009 als anerkannte Berufskrankheit.
Denn kniebelastendes Arbeiten, sprich Tätigkeiten im Hocken, Knien und Kriechen, begünstigen die Entwicklung einer Gonarthrose.

Dadurch kommt es zur Überbeanspruchung und schließlich zum vorzeitigen Verschleiß der entsprechenden Gelenke des Körpers.

Die Folgen sind

  • Schmerzen
    und
  • arthrotisch veränderte Gelenkflächen, es kommt zu
  • Bewegungseinschränkungen
    und
  • dementsprechend zur Versteifung des Gelenks.

Zu den gefährdeten Berufsgruppen gehören alle Menschen, die in ihrem beruflichen Alltag sehr häufig eine belastende sowie ungesunde Haltung einnehmen müssen.
Berufe, die eine Kniearthrose begünstigen, sind z.B.

  • Fliesenleger,
  • Bodenleger,
  • Dachdecker und
  • Maler.

Aber anders als die meisten es annehmen, ist auch dauerhaftes Sitzen in gebeugter Kniestellung schädlich für den Knorpel.

Entzündliche Erkrankungen

Entzündliche Erkrankungen im Kniegelenk wie z.B. die rheumatoide Arthritis oder die bakterielle Gelenkentzündung sind eine wichtige Ursache für den vorzeitigen Knorpelverschleiß, es kommt zu dauerhaften Knorpelschäden.

Entzündungen im Kniegelenk verursachen vor allem

  • Schwellung,
  • Schmerzen und
  • die daraus folgende Bewegungseinschränkung
  • mit daraus entstehender Versteifung des betroffenen Kniegelenks.

Aus diesem Grund müssen Entzündungen im Knie schnell und vollständig behandelt werden, um dauerhafte Schäden zu verhindern.

Auch eine durch eine Kniearthrose dauerhaft entzündetes Kniegelenk ist durch die toxische Flüssigkeit im Gelenk schädlich für den Knorpel.

Begleitende Symptome

Als begleitende Symptome bei der Kniearthrose sind einige zu nennen.

  • Das erste Symptom ist in der Regel der Schmerz, der beim Anlauf oder einer längeren Ruhezeit auftritt, sowie ein diffuser Schmerz hinter der Kniescheibe, der vor allem bei übermäßiger Belastung auftritt.
  • Eine Erwärmung des Gelenks und
  • eine Schwellung im Knie sind weitere typische Symptome.
  • Manche Patienten bemerken auch ein häufiges Knacken oder Knirschen im Knie.
  • Hinzu kommen eine zunehmende Versteifung und
  • Bewegungseinschränkung des Kniegelenks.
  • Dazu machen sich auch noch Koordinations- und Gefühlsstörungen bemerkbar.
  • Eine Kälteempfindlichkeit im Sinne einer Wetterfühligkeit kann ebenso auftreten.

O- oder X-Bein-Fehlstellungen beim Patienten können sich durch die Kniearthrose verstärken.

Umfangreiche Informationen erhalten Sie unter unserem Thema Symptome einer Kniearthrose.

Schmerzen bei einer Kniearthrose

Schmerzen bei Arthrose beginnen zunächst langsam und nur bei Belastung.
Typisch ist ein Anlaufschmerz oder ein Schmerz nach einer längeren Ruhephase.

Mit fortschreitendem Knorpelschaden werden die Schmerzen immer ausgeprägter, bis sie sogar im Ruhezustand auftreten.

Bei einer Arthrose gehen die Schmerzen von

  • der Knochenhaut,
  • der Gelenkkapsel und
  • deren Innenhaut aus, nicht vom Knorpel selbst, da dieser über keine Schmerzrezeptoren verfügt.

Wenn Schmerzen bestehen, werden diese analysiert nach Art, Stärke, Häufigkeit und Dauer, dementsprechend wird individuell eine Schmerztherapie von einem Schmerzmediziner oder Schmerztherapeuten erstellt.

Alternative Ursachen für Ihre Schmerzen finden Sie in unserem Artikel Knieschmerzen.

Wasser im Knie

Unter Wasser im Knie, versteht man eine Ansammlung von Gewebsflüssigkeit im Kniegelenk.

Es handelt sich dabei meist um eine Folge- oder Begleiterscheinung, die nach einer Kniegelenksentzündung oder einer Beschädigung von Kniegelenksstrukturen auftritt.

  • Das Gewebswasser kann durch den Defekt nicht mehr in den Zellen gehalten werden und läuft in das umliegende Gewebe und den Gelenkspalt.
  • In Folge dessen kommt es zu einer Schwellung im Kniebereich, die das Knie unförmig aussehen lässt.
  • Das Gewebe fühlt sich teigig an.
  • Des Weiteren kommt es zu Bewegungseinschränkungen und
  • Druckschmerzen, da die Nerven durch den zunehmenden Druck immer mehr komprimiert werden.

Normale Bewegungsabläufe sind durch diese starke Schwellung nicht mehr möglich sind.

Weitere Ursachen die eine Knieschwellung verursachen finden Sie unter unserem Thema Wasser im Knie.

Diagnose

Bei der Diagnosestellung der Kniearthrose wird zunächst eine Patientenvorgeschichte, Anamnese, erhoben.
In dieser werden vor allem die Symptome und die Beschwerden festgehalten, die der Patient aktuell hat.

Danach folgt die körperliche Untersuchung des Patienten durch den Arzt, dabei werden die Beine inspiziert auf Schwellungen, auf Rückbildung der Muskulatur und auf Fehlstellungen.
Zusätzlich wird das Gangbild geprüft.
Eine Untersuchung der Kreuzbänder, der Menisken und der Außenbänder ist ebenso wichtig, dies geschieht durch spezielle Bewegungstests.

Bildgebende Verfahren wie ein Röntgen, die Sonographie und das MRT können die Folgeschäden einer Arthrose sehr gut darstellen und sind deswegen zur Diagnosesicherung sehr gut geeignet.

MRT vom Kniegelenk

Ein MRT (Magnetresonanztomographie) vom Kniegelenk ist sehr gut geeignet um Weichteilgewebe darzustellen.
Die typischen Gelenkschäden einer Arthrose sind mit einem MRT gut erkennbar.
Dabei handelt es sich vor allem um

  • Knorpelschäden,
  • eine Schleimbeutelentzündung,
  • eine Verdickung der Gelenkschleimhaut,
  • Schäden an der Gelenkkapsel und
  • einen Gelenkerguss.

Sie können in den detaillierten, hochauflösenden Aufnahmen eindeutig dargestellt werden.

Ein MRT eignet sich auch hervorragend zur Verlaufsbeurteilung der Kniearthrose.
Die Untersuchung dauert circa 30 Minuten und ist absolut schmerzfrei.

Behandlung/Therapie ohne OP

Eine Behandlung ohne Operation bei Kniearthrose wird auch als konservative Therapie bezeichnet.

    Es gibt viele verschiedene Therapiemöglichkeiten, die alleine oder in Kombination eingesetzt werden können, je nach Schweregrad der Arthrose.

    • Spezielle Übungen, die von zu Hause durchgeführt werden können oder auch Krankengymnastik, sind eine wirkungsvolle und einfach Methode, die betroffene Kniegelenksmuskulatur und die Bänder zu stabilisieren, die Koordinationsfähigkeit zu fördern und das Gelenk zu entlasten.
      Dies sollte zunächst unter der Anleitung eines Physiotherapeuten erfolgen.
    • Zusätzlich wird vor allem bei Lymphabflussstörungen auch die manuellen Therapie empfohlen.
      Dort können spezielle Massage- und Wickeltechniken angewandt werden um Linderung zu verschaffen und die Lymphe abfließen lassen.
    • Außerdem kann auch die Wärmebehandlung,
    • die Akupunktur, oder
    • eine Stimulation der Nervenenden am Knie (TENS) eine Verbesserung der typischen Symptomatik erreichen.
    • Orthopädische Maßnahmen wie spezielle Schuheinlagen sind auch eine unterstützende Maßnahme.
    • Desweiteren kann bei mäßigen bis starken Schmerzen auch die medikamentöse Therapie in Betracht gezogen werden.
      Bevorzugt werden Medikamente aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika und schwachwirksame Opioide.
      Diese Therapie sollte jedoch nur zeitlich begrenzt angewandt werden aufgrund der Nebenwirkungen auf Leber, Magen und Nieren.
    • Eine weitere Therapiemöglichkeit ist das lokale Einspritzen von Medikamenten wie Hyaluronsäure oder Cortison in das Kniegelenk.

    Sie ist bis zu einem gewissen Grad möglich und auch zu bevorzugen.
    Die operative Therapie wird in der Regel erst in Erwägung gezogen, wenn

    • die konservative Therapie keinen Erfolg mehr hat,
    • die Lebensqualität der Betroffenen sehr eingeschränkt ist,
    • es der Wille des Patienten ist oder
    • die Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind.

    Eine Behandlung einer Kniearthrose muss immer auf individuelle Symptombild abgestimmt werden. Gerne beraten Sie die Kniespezialisten von Lumedis!

    Ist ein Knorpelaufbau möglich?

    Knorpelaufbau ist in geringem Maße möglich, zumindest wird der übermäßige Knorpelverschleiß verlangsamt.

    Als unterstützende Maßnahme nimmt man Medikamente ein, die eine knorpelschützende Wirkung aufweisen.
    Sie enthalten in der Regel Bestandteile des körpereigenen Knorpels wie Chondroitinsulfat und Glucosaminsulfat.
    Diese beiden Wirkstoffe regen die Knorpelneubildung an, indem sie Proteoglykane, kleine Knorpelbestandteile, bilden.

    Diese Knorpelbestandteile sitzen zwischen der Knorpelmasse und vernetzen diese. Je mehr von diesen knorpelaufbauenden Wirkstoffen im Körper sind, desto mehr wird von der Knorpelmasse produziert und der Stoffwechsel somit normalisiert.

    Diese Nahrungsergänzungsmittel werden von den Krankenkassen nicht übernommen und müssen somit von den Patienten selbst getragen werden.

    Die Wirksamkeit des Glucosaminsulfats und des Chondroitinsulfats wurden in mehreren Studien belegt.

    Zudem gibt es noch neuere Methoden, die darauf basieren, dass Knochenmarkstammzellen in den geschädigten Kniegelenkknorpel eingebracht werden und diese dann die körpereigene Knorpelreparatur stimulieren. Es soll zur Bildung eines Ersatzknorpels kommen.

    Auch kann eine direkt Spritzung von Hyaluronsäure in das Kniegelenk, kann die verbliebene Knorpelmatrix verbessern.

    Ein Knorpelaufbau im eigentlichen Sinne eines Knorpelwachstums ist leider durch keine Substanzgruppe möglich.

    Hyaluronsäure bei einer Kniearthrose

    Hyaluronsäure ist ein vom Körper (Schleimhaut im Kniegelenk) selbst produzierter Stoff. Man findet sie als natürlichen Bestandteil in der Gelenkflüssigkeit. Dort bindet sie Wasser und dient somit als Schmiermittel zwischen den Knorpeloberflächen und als Stoßdämpfer.

    • Dies hat eine bessere Gleitfähigkeit und
    • Beweglichkeit zur Folge.
    • Zusätzlich wirkt sie entzündungshemmend und
    • schützt die Schmerzrezeptoren der Gelenkinnenhaut, was zu einer Schmerzminimierung führt.

    Bei Kniearthrose kommt es aufgrund der reduzierten Bewegung und der daraus resultierenden geringeren Durchblutung zu einer reduzierten Produktion von Hyaluronsäure.
    Deshalb versucht man therapeutisch den Gehalt der Hyaluronsäure im Gelenkspalt aufzubessern, indem man die synthetisch hergestellte Hyaluronsäure lokal in den Gelenkspalt spritzt.
    Sie hat dieselbe Wirkung wie die körpereigene Hyaluronsäure.

    Die Therapie mit dem nachempfundenen körpereigenen Stoff wird bei entsprechender Indikation von den privaten Krankenkassen bezahlt.

    Die Indikation für eine Hyaluronsäuretherapie wird aus Sicht von Lumedis nicht immer korrekt gestellt.
    Um so geringer das Stadium bei einer Kniearthrose ist, um so wertvoller hilft die Hyaluronsäure.
    Als Quellstoff ist es nachvollziehbar, dass hochgradige Kniearthrose auf eine Hyaluronsäuretherapie nicht mehr nachhaltig positiv reagieren, da "wo nichts ist auch nitchts quellen kann".

    Weiter Informationen erhalten Sie unter dem Artikel Hyaluronsäure bei einer Kniearthrose.

    Cortisonspritze

    Cortison, ein Glukokortikoid, ist ein körpereigenes Hormon, das von der Nebennierenrinde im Körper hergestellt wird.

    Es wirkt

    • antientzündlich
      und
    • immunsuppressiv.

    Bei entzündlichen Gelenkerkrankungen, wie der Kniearthrose, wird das Cortison lokal, in Form einer Kristallsuspension, direkt in das Gelenk mithilfe einer Spritze eingebracht.
    Bei geübter Ausführung sollte der Eingriff nicht schmerzhafter als bei einer Blutabnahme sein.

    Meist wird es erst dann eingesetzt, wenn die ursächlichen Behandlungsmethoden die Entzündung und die daraus folgenden Schmerzen, nicht mehr ausreichend lindern können, denn Cortison hat auch einige Nebenwirkungen.

    Nach der Injektion kommt es zur

    • schnellen Schmerzminimierung in dem betroffenen Bereich und
    • zu einer besseren Beweglichkeit des Kniegelenks,
    • die Entzündung klingt ab.

    Cortison sollte also nur bei starken Entzündungszuständen wie bei einer aktivierten Kniearthrose eingesetzt werden oder bei Situationen bei der Alternativen nicht mehr in Betracht gezogen werden können, z.B. einer Inoperabilität aufgrund eines höheren Lebensalters.

    Kinesiotape

    Kinesiotapes sind eine gute Möglichkeit Patienten mit Kniearthrose Linderung zu verschaffen.

    Dabei werden die entsprechenden Körperpartien mit elastischen Klebestreifen in einer speziellen Technik beklebt.

    Ihre Wirkung entfalten sie hauptsächlich bei Bewegung.

    • Das aufgeklebte Tape massiert die darunterliegenden Gewebeschichten.
      Dadurch kommt es zu einer vermehrten Durchblutung und einem besseren Abtransport von Lymphe.
    • Es hat Einfluss auf die Nerven- und Schmerzrezeptoren indem es diese irritiert und führt infolgedessen zu einer Schmerzreduktion.
    • Zusätzlich kommt es zu einer Gelenkentlastung und zu einer Stabilisation des Kniegelenks.

    Wissenschaftlich ist die Wirkung des Kinesiotapes eindeutig erklärbar, jedoch spüren Betroffene eine eindeutige Besserung in den Sympomen.

    Sie wird gerne in Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen eingesetzt.

    Weiter Informationen erhalten Sie unter unserem Thema Kinesiotape.

    Bandage

    Eine Bandage ist wie eine Art Stützstrumpf aus festem, elastischen Material.
    Sie wird wie eine Socke über den Fuß und das betroffene Gelenk gestülpt und ist unter Schuhen und Kleidung gut tragbar.

    • Die Bandage stabilisiert das Sprunggelenk ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken, dadurch ist eine frühzeitige Mobilisation optimal gewährleistet.
    • Sie fördert den Abtransport und Abbau von Gewebeflüssigkeit und Blut aus dem Bindegewebe des Knöchels.
      Folge ist, dass die Schmerzen schneller abklingen.
    • Zusätzlich wird das Kniegelenk entlastet und eine gute Abheilung begünstigt.

    Eine Bandage wird demzufolge nach den ersten Tagen der Abheilung verwendet und als präventive Schutzmaßnahme beim Sport.
    Somit ist das Fußgelenk stabilisiert und die Gefahr des erneuten Umknickens wird vermindert.

    Es gibt inzwischen viele verschiedene Bandagen mit unterschiedlichen Therapieprinzipien am Markt.
    Welche Bandage am besten wirkt, kann nicht pauschal entschieden werden, sondern muss auf die individuelle Form der Kniearthrose abgestimmt werden.

    Akupunktur

    Die Akupunktur gehört zu den alten Therapieverfahren der traditionellen chinesischen Medizin.

    Die dünnen Nadeln werden manuell in bestimmte Hautpunkte gestochen.
    Man nimmt an, dass die Akupunkturpunkte auf sogenannten Energiebahnen liegen, auf denen die körpereigene Energie fließt.
    Diese verteilen sich über den gesamten Körper.
    Dadurch wird versucht,

    • die Schmerzen zu lindern,
    • das Erkrankungsausmaß zu reduzieren und
    • infolgedessen die Lebensqualität und das Wohlbefinden des Betroffenen zu steigern.

    Was genau die Akupunktur im Körper auslöst ist nicht bekannt.

    • Man geht davon aus, dass von den eingestochenen Nadeln ein Reiz ausgeht, der die Nerven- und Gewebezellen zu bestimmten Reaktionen veranlasst.
    • Zusätzlich kommt es zur Ausschüttung von Endorphinen und Serotonin, die zu einem verminderten Schmerzempfinden beitragen.

    Mit Akupunktur lassen sich vor allem chronische Schmerzen behandeln.
    Wichtig ist, es regelmäßig durchführen zu lassen.

    Der Erfolg einer Akupunktur hängt entscheidend von der Erfahrung des Behandlers ab.
    Der behandelnde Arzt sollte in jedem Fall die Zusatzbezeichnung der Akupunktur besitzen.
    Alle Ärzte bei Lumdis haben selbstverständlich diese Qualifikation.

    Quarkwickel

    Quarkwickel sind ein wichtiges und beliebtes Hausmittel. Sie sind günstig, natürlich und gut verträglich.
    Ein Quarkwickel besteht normalerweise aus einem Stoff- oder Papiertuch, auf diesem ein wenig kalter Speisequark verteilt wird. Er ist vergleichbar mit einem Kälteakku.

    Bei einer Kniearthrose helfen die Wickel dabei die Schmerzen und die Entzündung zu lindern.
    Das geschieht durch bestimmte Wirkstoffe, die im Quark enthalten sind wie z.B. spezielle Enzyme.
    Diese haben vielfache Wirkungen auf die betroffene Körperregion.

    • Sie bauen unter anderem die Entzündungsstoffe im Gewebe ab.
      Wirken somit entzündungshemmend und schmerzlindernd.
    • Zudem wirkt kalter Quark durch den Temperaturunterschied und der damit entstehenden Verdunstungskälte im Vergleich zur überwärmten Haut kühlend und abschwellend.

    Besonders zu empfehlen ist der Quarkwickel bei akuten Entzündungen im Knie oder auch bei aktivierter Arthrose.

    Laufbandanalyse

    Eine Laufbandanalyse stellt individuelle Fußfehlstellungen und Normvarianten der Füße fest und hilft, diese durch ein entsprechendes Schuhwerk zu korrigieren, auszugleichen oder zu unterstützen.
    Dadurch werden Überlastungen und Fehlbelastungen auf das Fußgelenk, sowie direkt auf das Kniegelenk reduziert und somait das Kniegelenk stabilisiert.
    Außerdem wird durch die Optimierung des Schuhwerks meist eine Leistungssteigerung der Betroffenen erreicht und es kommt zu einer Verbesserung des Laufstils.

    Bei der Laufbandanalyse werden

    • mithilfe mehrerer Videokameras die Bewegungen des Betroffenen von allen Seiten auf dem Laufband aufgezeichnet.
    • Ein Sportmediziner, Orthopäde oder Physiotherapeut werten infolge dessen mit einem speziellen Computerprogramm die erfassten Bewegungsabläufe aus und
    • decken dabei die Schwachstellen im Bewegungsmuster auf, das heißt, die Bereiche, in denen sich der Läufer nicht optimal bewegt.

    Lesen Sie auch mehr zum Thema Laufbandanalyse.

    Lumedis nimmt die Laufbandanalyse als Basis um spezifische Trainingsmaßnahmen für die Kniearthrose zu erarbeiten.

    Gezielte Übungen

    Gezielte Übungen bei einer bestehenden Kniearthrose sind sehr wichtig um

    • Beschwerden zu lindern und
    • das Knie beweglich zu halten.
    • Muskeln sollen durch regelmäßiges Training aufgebaut und
    • eine Kräftigung der Sehnen erreicht werden.

    Dadurch soll der normale Bewegungsradius des Knies so gut wie es geht erhalten bleiben.
    Durch diese speziellen Übungen kommt es insbesondere im betroffenen Knie

    • zu einer verstärkten Durchblutung und
    • zu einer Produktionszunahme von Gelenkflüssigkeit.
      Diese wiederum, versorgt den Knorpel besser mit Nährstoffen.
    • Folglich wird der Knorpel besser genährt und erhält länger seine Elastizität,

    die Kniearthrose wird zurückgedrängt.

    Wichtig ist es, Übungen auszuwählen, die nur eine sanfte Belastung auf das Kniegelenk haben.
    Nur so ist es möglich den Vorgang der Kniearthrose zu verlangsamen und eine operative Therapie hinaus zu zögern.

    Solche Übungen können ebenso als postoperatives Training verwendet werden, um das Kniegelenk wieder an seinen normalen Bewegungsradius heran zu führen und die Muskeln nach und nach aufzubauen.

    Ist der Knorpel und der Knochen jedoch schon geschädigt, so lässt er sich durch diese speziellen Übungen nicht wiederherstellen.

    Wann braucht man eine OP?

    Man braucht eine Operation, wenn die Kniearthrose weit fortgeschritten ist.

    • Der Knorpel ist stark abgenutzt,
    • die Knochenoberflächen liegen frei und reiben somit direkt aufeinander.
    • Die Patienten leiden unter sehr starken Schmerzen und
    • sind dadurch in ihrer Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt.
    • Die konservative Therapie ist nicht mehr ausreichend um die durch die Arthrose verursachten Schmerzen zu reduzieren.
    • Der Leidensdruck steigt und die Lebensqualität ist stark vermindert.
    • Zusätzlich hängt die Entscheidung zur OP auch vom Patienten selbst ab.
      Und zwar vom Aktivitätsgrad, dem sozialen Status, der Arbeitssituation, dem Allgemeinzustand des Erkrankten sowie dem Alter.

    Kniearthroskopien mit einer Knorpelglättung helfen bei einem Knorpelschaden meist nur unbefriedigend.
    Wann eine Patient eine OP bei einem Knorpelschaden benötigt sollte am Ende immer nur der Patient alleine an Hand seiner Symptome entscheiden.

    Knieprothese

    Eine Knieprothese, auch Knie-TEP oder Knieendoprothese genannt, ist ein künstliches Kniegelenk.

    Es findet Anwendung im Körper, wenn

    • das Kniegelenk durch verschiedene Ursachen wie z.B. ein Trauma, eine Entzündung oder ein erhöhtes Körpergewicht geschädigt wurde und
    • es mit der Zeit zu einem vorzeitigen Knorpelverschleiß, einer Arthrose, kommt.

    Es gibt zwei Arten von Knieprothesen:

    1. Die Knieteilprothese ersetzt einen kleinen Teil des Kniegelenks bei kleineren Gelenkschäden.
    2. Die Knietotalendoprothese, Knie-TEP, ersetzt das komplette Kniegelenk.

    Die beiden Prothesentypen werden im Knochen direkt verankert per Operation.
    Ziel ist es, dass der Patient sein Knie nach der Operation wieder ohne Beschwerden und Schmerzen bewegen und belasten kann.

    Eine Knieprothese sollte bei einer Kniearthrose erst implantiert werden, wenn alle anderen Therapieoptionen erfolglos ausgeschöpft wurden.

    Kniearthrose und Sport

    Diese Sportarten sind bei einer Kniearthrose günstig

    Bei Kniearthrose eignet sich nicht jede Sportart. Es muss beachtet werden, dass diese gelenkschonend ist und dass das Gelenk kaum bzw. mit gar keinem Gewicht belastet wird.
    Gut geeignet sind z.B.

    • Schwimmen und
    • Radfahren,
    • Wasserjogging,
    • Nordic Walking,
    • Crosstraining,
    • Yoga,
    • Pilates und
    • Langlauf,

    da bei diesen Sportarten abrupte Bewegungen und Stoßbelastungen, einseitige Belastung und übermäßige Sturzgefahr vermieden werden.
    Grundsätzlich kann man sich  bei einem Sportmediziner beraten und sich Tipps geben lassen um eine geeignete Sportart für sich zu finden und was ansonsten allgemein beim Sporttreiben zu beachten ist.

    Diese Sportarten sind bei einer Kniearthrose ungünstig

    Bei Kniearthrose sollten unbedingt Sportarten vermieden werden,

    • bei denen das Knie übermäßig viel belastet wird.
    • Schnelle Bewegungs- und Richtungswechsel sind unbedingt zu vermeiden,
      da durch diese weitere Mikrotraumen im Kniegelenk entstehen, die den Kniezustand bedeutend verschlechtern.  
    • Ebenso Sportarten bei denen abrupte, einseitige und verdrehte Bewegungen, Stoßbelastungen, und eine hohe Sturzgefahr bestehen.

    Daher sind Kontakt- oder auch Ballsportarten wie

    • Tennis,
    • Basketball,
    • Handball,
    • Squash und
    • Reiten

    ungeeignet.

    Dauer

    Die Kniearthrose ist eine chronische, degenerative Gelenkerkrankung mit fortschreitendem Verschleiß des Knorpels und ist somit nicht heilbar.

    • Sie wird durch eine der entsprechenden Ursachen ausgelöst,
    • äußert sich in der Regel durch die klassischen Entzündungszeichen,
    • wird infolgedessen durch den Arzt als Diagnose gesichert und
    • endet mit dem Leben oder dem Einsatz eines künstlichen Kniegelenks.
    • Im Laufe der Erkrankung werden die Beschwerden zunehmend schlimmer.

    Lediglich das Voranschreiten der Kniearthrose lässt sich durch eine angepasste und geeignete Therapie in Zusammenarbeit mit dem Arzt verzögern.