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Lumedis Frankfurt

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Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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CMD-craniomandibuläre Dysfunktion

Die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist eine schmerzhafte Funktionsstörung des Kauapparates die Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat haben kann. Da sie für vielfältige Symptome verantwortlich sein kann, wird die CMD häufig übersehen und es kommt zur Chronifizierung des Schmerzbildes.
Wir von Lumedis haben uns auf die Behandlung der craniomandibulären Dysfunktion spezialisiert und arbeiten nur mit den besten Zahnätzten und Physiotherapeuten zusammen.
Wenn Sie eine Beratung in unserer CMD-Spezialsprechstunde wünschen kommen Sie hier zu Ihrem Wunschtermin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Außerdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur und fügt über große Erfahrung im Bereich der Triggerakupunktur.

Seinen Behandlungsschwerpunkt hat er bei der Diagnostik und Therapie der verschiedenen Wirbelsäulenerkrankungen.
Sein Ziel ist es alle Erkrankungen ohne Operation zu lösen.
 

Definition - Was ist eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)?

Als craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet man eine schmerzhafte Störung im Bereich des Kauapparates, und beinhaltet die Kaumuskeln, die Kiefergelenke und die Zähne.
Übersetzt steht bei der CMD das
C für Cranio (Schädel)
M für Mandibula (Unterkiefer)
D für Dysfunktion (Fehlfunktion)
Können die Kaumuskeln die fehlerhaften Kiefergelenke oder die falsche Zahnstellung nicht ausgleichen können unterschiedliche Symptome auftreten.

Von einer CMD spricht man wenn 3 von 6 der folgenden Symptome vorliegen:

  • Schmerzen im Kiefer
  • Mandibuläre Dysfunktion
  • Kiefergeräusche wie Knacken, Reiben
  • Abnorme Bewegung des Unterkiefers
  • Unzureichende Mundöffnung
  • Psychische Faktoren

Die Vielseitigkeit der Beschwerden ist durch die zahlreichen Nervenverbindungen im Kiefer-, Gesicht- und Nackenbereich bedingt und es bedarf entsprechend unterschiedlichen Maßnahmen zur Linderung.

Ursachen

Eine craniomandibuläre Dysfunktion kann verschiedene Ursachen haben:

  • Muskuläre Verspannungen im Kopf- und Nackenbereich
  • Fehlstellungen der Kiefergelenke
  • Fehlstellungen im Bereich der Halswirbelsäule
  • Fehlstellungen im Bereich der Lendenwirbelsäule oder des Beckens
  • Stress
  • Hormonelles Ungleichgewicht
  • Erkrankungen der Gelenke und Knochen, wie Arthritis oder Osteoporose

An diesen Symptomen erkennen Sie eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Für die Craniomandibuläre Dysfunktion gibt es kein einheitliches Krankheitsbild. Zu den Hauptsymptomen einer craniomandibulären Dysfunktion gehören Beschwerden im Bereich des Kiefers und der Zähne wie zum Beispiel:

  • Schmerzen beim Kauen oder Aufeinanderbeißen der Zähne im Bereich des Kiefergelenks
  • nächtliches Knirschen
  • nicht mehr vollständig öffnen des Mundes

Die craniomandibuläre Dysfunktion geht in den meisten Fällen mit muskulären Beschwerden einher.
Aber auch außerhalb des Kieferbereiches können zahlreiche Symptome auftreten, die das Erkennen der CMD so anspruchsvoll macht.

Symptome im Kopfbereich

  • Unerklärliche Zahnschmerzen
  • Kopfschmerzen und Migräne (meist nur einseitig)
  • Chronische Kopfschmerzen (öfter als einmal in der Woche)
  • Tinnitus, Ohrenschmerzen
  • Schwindelgefühl, Gleichgewichtsstörungen
  • Funktionsstörungen im Kieferbereich (Probleme beim Öffnen und Schließen des Unterkiefers)
  • Schmerzen beim Kauen, Sprechen und Gähnen
  • Einseitiges Kauen
  • Knacken oder Reiben des Kiefergelenks beim Öffnen und Schließen
  • Kiefersperre
  • Kieferschmerzen, Kiefergelenkschmerzen
  • Gesichtsschmerzen
  • Zähneknirschen (sog. Bruxismus)
  • Kaudruckempfindlichkeit der Zähne
  • Übermäßige Zahnabnutzung (so genannte Abrasion)
  • Zähne passen beim Zubeißen nicht mehr genau aufeinander
  • Zahnlockerung
  • Zahnwanderung
  • Zahnfleischrückgang, freiliegende Zahnhälse
  • Taubheitsgefühle in Zähnen, Zunge, Lippen
  • Schluckbeschwerden
  • Überempfindlichkeit gegen Licht / Augenflimmern
  • Augendruck
  • Zungenbrennen

Symptome im Rumpfbereich

 

Schädel seitlich:

  1. Musculus temporalis
  2. Musculus masseter
  3. Muscululus occipitofrontalis

Das sind die typischen Begleitsymptome einer craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Eine craniomandibuläre Dysfunktion kann sich durch vielfältige und unspezifische weitere Begleitsymptome äußern. Hierzu zählen:

  • Schmerzen in verschiedenen Bereichen des Gesichts.
  • Schwindel in Kombination mit Verspannungen im Nackenbereich
  • Schmerzen im Bereich des Ohres oder einen Tinnitus
  • Sehstörungen, Schmerzen oder Rötungen an einem oder beiden Augen
  • Migräne oder Spannungskopfschmerzenin Komnbination mit Verspannungen im Nackenbereich

 

Schwindel

Schwindel ist ein häufig auftretendes Symptom bei einer craniomandibulären Dysfunktion.

Typisch ist hier das plötzliche Auftreten des Schwindels bei ruckartigen, starken Bewegungen des Kopfes oder im direkten Zusammenhang mit einer Schmerzattacke im Rahmen der CMD.

Der Schwindel kann von unterschiedlichem Charakter sein.
Ein Drehschwindel durch die Beeinträchtigung bzw. Reizung der Nerven des Gleichgewichtsorgans kann ebenso auftreten wie ein ungerichteter gegebenenfalls schwankender Schwindel aufgrund der starken Schmerzen und der häufig auftretenden Verspannungen im Nacken (muskuläre Dysbalance)

Der Schwankschwindel ist allerdings charakteristischer für die Mitbeteiligung der Kopfgelenke und der CMD.

Tinnitus

Auch ein Tinnitus kann als Begleitsymptomatik bei einer craniomandibulären Dysfunktion auftreten.
Darunter fallen sowohl das typische Piepen im Ohr über eine gewisse Zeitspanne als auch andere Ohrgeräusche, wie beispielsweise ein Rauschen.
Häufig treten diese Ohrgeräusche im Zusammenhang mit akut auftretenden starken Schmerzen auf.
Vermutet wird hier als Ursache eine Reizung der Nerven im Bereich des Gesichts und dadurch verbunden auch eine Reizung der Nerven der Ohren.
Gegebenenfalls ist eine Abklärung durch einen Facharzt zum Ausschluss anderer Ursachen für den Tinnitus sinnvoll.

Diagnose

Die Diagnose einer craniomandibulären Dysfunktion wird aufgrund der Vielfältigkeit der Beschwerden oft zu spät gestellt. Die CMD gehört in die Hände erfahrener Spezialisten:
In unserem Konzept wird die Diagnose immer im Zusammenspiel aus

  • Orthopäde
  • Zahnarzt (Zahnärztlicher Funktionsstatus)
  • Physiotherapie 

gestellt
Zunächst ist das Arzt-Patienten-Gespräch zur Klärung der genauen Beschwerden und denkbarer Zusammenhänge sehr wichtig.
Hier kann bereits herausgearbeitet werden, ob eher eine psychische Ursache, wie etwa Stress, oder eine physische, zum Beispiel eine Kieferfehlstellung, der Grund des Übels ist.
Die körperliche Untersuchung im Anschluss kann bereits erste Hinweise darauf geben, ob die CMD ausgelöst wird durch eine Wirlbesäulen- oder Kieferfehlstellung oder ob das Problem eher von den Zähnen ausgeht.
In diesem Zusammhang wird auf die Beckenstatik und die Beinlänge im Stehen und Liegen geachtet. Wenn es nach manualtherapeutischer Korrektur der Beckenfehlstellung zu keiner Besserung der Beinlänge kommt muss in der nächst höheren Ebene gesucht werden.
Durch spezifische Tests wird als nächster Schritt die Brust-und Halswirbelsäule und das Kiefergelenk untersucht, um die funktionelle Ursache der Beschwerden zu finden.
Wenn sich der Verdacht auf eine CMD bestätigt wird als nächster Schritt eine Wirbelsäulenvermessung und Elektomyographie durchgeführt um die Aktivität der einzelnen Kaumuskeln zu überprüfen. 
Können wir die Diagnose einer CMD stellen wird ein zahnärztlicher Funktionsstatus erhoben und letztlich die Therapie aus zahnärztlicher Schienenversorgung mit Korrekturmaßnahmen, Triggerakupunktur und manueller Therapie geplant und durchgeführt.
Zur geneueren Abklärung der unterschiedlichen Auslöser der Beschwerden kann die Anfertigung eines Röntgenbildes oder die Durchführung eines MRT sinnvoll sein.

Röntgenbild

Die Anfertigung eines Röntgenbildes ist für die Diagnose einer craniomandibulären Dysfunktion nicht zwingend erforderlich.
Mit dieser Untersuchung können spezifische Ursachen bei entsprechendem klinischen Verdacht jedoch ausgeschlossen werden, deshalb sollte die Durchführung eines Röntgens individuell, an den jeweiligen Patienten angepasst, entschieden werden.
Beim Verdacht auf eine knöcherne Ursache, eine Fehlstellung des Kiefergelenks oder eines oder mehrerer Zähne, sowie zur Abklärung möglicher Verschleißerscheinungen oder Verletzungen an der Wirbelsäuleist ein Röntgenbild sinnvoll zur Abklärung.

Wann braucht man ein MRT?

Auch ein MRT muss nicht bei jedem Verdacht auf eine craniomandibuläre Dysfunktion durchgeführt werden.
Es kann jedoch sinnvoll sein, wenn eine Ursache vermutet wird, die im MRT gut dargstellt werden kann.
Hierzu zählen beispielsweise Erkrankungen oder Schädigungen der Kiefergelenke, so zum Beispiel auch der Verdacht auf einen entzündlichen Prozess.
Speziell am Kiefergelenk zwischen Gelenkkopf und Gelenkscheibe sind verschleißbedingte Erscheinungen im MRT besonders gut zu erkennen.
In diesem Fall muss das MRT von einem radiologischen Spezialisten für Kiefergelenke durchgeführt werden.

So kann der Orthopäde/Osteopath helfen

Es gibt verschiedene Bereiche und körperliche Systeme, die bei einer craniomandibulären Dysfunktion behandelt werden können und somit zur Linderung der Beschwerden beitragen.
Da es extrem wichtig ist, die Auswirkungen der Kieferbehandlung auf den restlichen Bewegungsapparat zu beurteilen ist die Mitbehandlung durch einen erfahrenen Orthopäden von großer Bedeutung.
Auch der Einsatz der Triggerakupunktur ist bei der Behandlung der CMD ein zentraler Baustein.
Auch die Mitbetreuung durch einen erfahrenen auf CMD-spezialisierten Physiotherapeuten oder Osteopathen ist wichtig um Triggerpunkte zu behandeln und Myofasciale Spannungen zu lösen.
Andersrum ist auch die Beurteilung der zahnärztlichen Situation bei immer wiederkehrenden Beschwerden im Bewegungsapparat sehr wichtig.
Aus diesem Grund erfolgt die Behandlung der CMD bei Lumedis immer in einem multimodalem Netzwerk aus:

 

Eine erfolgreiche Behandlung der Craniomandibulären Dysfunktion ist sehr komplex und besteht immer aus den Säulen Orthopädie, Zahnärztlicher Untersuchung und Schienenversorgung, Triggerakupunktur und Physiotherapie.

Muskuläre Dysbalancen-Check

Der muskuläre Dysbalancen-Check stellt ein essenzielles Behandlungsmittel bei einer craniomandibulären Dysfunktion dar, da dieser Erkrankung sehr häufig auf muskuläre Verspannungen zurückzuführen ist, die auf Grund eines Ungleichgewichts der Muskulatur entstehen.
Bei dieser Methode werden die einzelnen Muskelgruppen im Bereich von Schultern und Nacken, aber auch dem Rest der Wirbelsäule analysiert und untersucht.
Dadurch können muskuläre Schwächen und damit verbundene Fehlbelastungen des Rückens und des Nackens entdeckt und mittels eines individuellen Trainingsplans behandelt werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kraftmessung.

EMG

Die Elektromyographie, kurz das EMG, dient als weitere Präventions- und Rehabilitationsmaßnahme der Abklärung von muskulären Schädigungen.
Hierbei können die Muskelaktivitäten durch elektische Ströme graphisch dargestellt werden und so die Stärke und Aktivität verschiedener Muskeln und Mueskelgruppen im Nackenbereich untersucht werden.
Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf mögliche bestehende Muskelschwächen oder andere ursächliche Erkrankungen schließen und mittels eines individuellen Trainingsplanes, kann direkt gegen diese muskulären Instabilitäten gearbeitet werden.
Auch Veränderungen der Muskelspannung durch den Biß und die Auswirkungen auf den restlichen Bewegungsapparat im Rahmen absteigender muskelketten lassen sich durch die Elektromyographie sehr gut darstellen.
Auch das Biofeedbacktraining lässt sich mit dieser Methode gut durchführen.

Wirbelsäulenvermessung

Bei der Wirbelsäulenvermessung handelt es sich um eine wichtige Untersuchung der gesamten Wirbelsäule sowie der Ursachenklärung der CMD dar.
Hierbei steht die Fragestellung nach möglichen Fehlstellungen, Fehlhaltungen oder anderen Auffälligkeiten im Bereich der Wirbelsäule im Vordergrund.
Diese Fehlstellungen können sich wiederum über das Kiefergelenk auf den Kiefer und das gesamte Gesicht und somit auch auf eine craniomandibuläre Dysfunktion auswirken.
Mittels der Wirbelsäulenvermessung können in Kombination mit der Elektromyographie Veränderung der haltung bezogen auf den Biß beurteilt und Rückschlüsse auf das Ausmaß der CMD gezogen werden.

Trainingsübungen

Es gibt zahlreiche Trainingsübungen, die bei einer craniomandibulären Dysfunktion zur Linderung der Beschwerden beitragen können. Hierbei sollten die Übungen in Abhängigkeit von der Art der Symptomatik gewählt und durchgeführt werden.

Bei Schmerzen im Bereich des Kiefergelenks kann das Bewegen des Unterkiefers Besserung verschaffen.
Dabei wird in sitzender Position der Kiefer locker hängen gelassen, sodass der Mund leicht offen steht.Anschließend wird die rechte Hand an den rechten Unterkiefer gelegt und dieser leicht nach links verschoben.Nun wird versucht mit dem Unterkiefer gegen die Hand zu drücken und diese wegzuschieben.Dabei sollte die Intensität der Ausführung immer an die Beschwerden angepasst sein. Im Anschluss wird das Ganze auf der anderen Seite wiederholt.

Bei Beschwerden im Nacken- und Kopfbereich kann eine weitere Übung im Sitzen Linderung verschaffen.
Hierbei wird der Kopf locker gelassen und langsam auf die rechte Seite in Richtung Schulter geneigt. Nun wird die linke Hand auf die linke Gesichtshälfte gelegt. Der Kopf wird nun gegen die Hand gedrückt, sodass ein Zug in die Neigung zurück in die Gerade erfolgt. Auch hier sollte immer ein schmerzadaptierter Trainingsprozess angestrebt werden. Die Übung wird anschließend in die entgegengesetzt Richtung mit der entsprechend anderen Hand wiederholt.

Dehnung

Auch zahlreiche Dehnungsübungen sind bei einer craniomandibulären Dysfunktion hilfreich, um Linderung bei verspannten Muskeln zu verschaffen.
Liegen beispielsweise vermehrte Verspannungen und ein muskulärer Hartspann im Nackenbereich vor, kann dieser aktiv gedehnt werden.
Hierzu wird der Kopf locker nach rechts geneigt und in einer kreisenden Bewegung nach vorne, zur linken Seite gerollt. Zur Intensivierung dieser Dehnung kann zusätzlich leicht mit einer oder mit beiden Händen nachgeholfen werden.

Faszientraining

Auch die Faszien, die im Kopf- und Nackenbereich komplex vernetzt sind und daher häufig eine zentrale Rolle bei der craniomandibulären Dysfunktion spielen, können durch Übungen gedehnt und entspannt werden.
Hierfür gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Empfohlen wird das Training mit einer Faszienrolle oder Black Roll.
Diese kann beispielsweise zwischen dem hinteren Halsbereich und einer Wand positioniert werden und anschließend mit leichten Bewegungen entlang der Halswirbelsäule auf und ab balanciert werden.
Nährer Informationen finden sie unter Faszeintraing.

Prognose

Wenn die Ursachen der Craniomandibulären Dysfunktion genau lokalisiert werden und das Krankheitsbild in einem multimodalem Netztwerk behandelt werden, können die Symptone gelindert werden.
In einigen Fällen ist es möglich, die CMD vollständig zu heilen. Handelt es sich um eine Fehlhaltung mit muskulären Dysbalancen, welche zur CMD führt, kann die Behandlung des gesamten Bewegungsapparates zu Erfolgen führen.
Wenn der Patient hingegen mit den Zähnen knirscht oder stark an den Fingernägeln kaut, führt oftmals die Behandlung durch einen fachkundigen Zahnarzt und eine unterstützende psychologische Behandlung zum Erfolg.
Falls schlecht sitzende Prothesen oder eine Brücke oder Krone der Grund für die CMD sind, kann die Schienentherapie zu einer sofortigen Linderung führen. Die Schiene hilft den Kiefer in eine passende Position zu bringen und das Kausystem wird ausgeglichen und der Patient kann sich entspannen. Wenn die Schiene und der restliche Bewegungsapparat optimal eingestellt ist, muss der Zahnersatz korrigiert werden um die CMD auf lange Sicht zu beheben oder um Symptome zu lindern.
Wenn die CMD nicht behandelt wird und daher immer weiter voranschreitet, kann es zu schwerwiegenderen Folgen kommen. Dazu gehört die dauerhafte Schädigung des Kiefergelenks. In der Folge kommt es entweder zu einer Arthrose oder zu einer Ankylose. Die oben bereits beschriebenen Symptome können sich verstärken. Auch Störungen des restlichen Bewegungsapparates können sich verstärken. 
Chronische Kopfschmerzen, Schwindel, Gangstörungen und Beckenverwringungen sind keine Seltenheit.
Je früher die CMD erkannt wird und im Netzwerk behandelt wird, umso besser ist die Prognose.