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Osteopathie bei einem Bandscheibenvorfall

Dieser Artikel wurde durch Dr. Carmen Heinz veröffentlicht.
Dr. Carmen Heinz ist Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie und hat den Behandlungsschwerpunkt der ärztlichen Osteopathie.
Daneben sind Ihre Behandlungsschwerpunkte als Sportmedizinerin die Sportorthopädie und die Bewegungsanalyse und somit eine Spezialistin in der nichtoperativen / konservativen Orthopädie.

Osteopathie bei/nach einem Bandscheibenvorfall – Was ist das?

Bei einem Bandscheibenvorfall kommt es zum Einreißen des bindegewebigen Faserrings und dem Herausrutschen des gallertigen Bandscheibenkerns mit Kompression des Rückenmarks oder der daraus hervortretenden Spinalnerven.
Es gibt verschiedene therapeutische Konzepte für die Behandlung – eine sehr wichtige Option ist die Osteopathie bei bzw. nach einem Bandscheibenvorfall.
Dabei wird der Körper gesamtheitlich betrachtet und der Fokus auf die Übergänge zwischen den einzelnen Gelenken entlang der Wirbelsäule gelegt.
Auch die Faszien, also die bindegewebigen Hüllen, und die Muskeln werden behandelt und Verspannungen gelockert. Häufig kann so eine Operation beim Bandscheibenvorfall vermieden werden.
Die Osteopathie nutzt eine ganzheitliche Betrachtungsweise, hier werden auch Verspannungen im vegetativen Nervensystem oder den Bauchorganen (Dysfunktionen) beurteilt und therapiert.

MRT der LWS seitlich (T2):

  1. gesunde Bandscheiben (grün)
  2. Wirbelkörper (braun)
  3. Wirbelkörper L5 (braun)
  4. Bandscheibenvorfall L5/S1 (rot)
  5. Wirbelkörper S1 (rot)

Indikationen/Gründe für eine Behandlung mit Osteopathie bei/nach einem Bandscheibenvorfall

Zu den Gründen für eine Osteopathie nach einem Bandscheibenvorfall gehören:

Unterschied einer ärztlichen Osteopathie von einer Osteopathie eines Heilpraktikers bei/nach einem Bandscheibenvorfall

Es gibt verschiedene Konzepte für die osteopathische Behandlung eines Bandscheibenvorfalls, die von den Behandlern angeboten werden. In Deutschland sind sowohl Ärzte als auch Heilpraktiker mit entsprechender Zusatz-Ausbildung befugt mittels Osteopathie einen Bandscheibenvorfall zu behandeln.
Einen allgemein gültigen Unterschied kann man dabei nur schwierig definieren, da es sich stets um ein individuelles therapeutisches Verfahren handelt, das auch durch die Interaktion zwischen Behandler und Patient beeinflusst wird. Ein Facharzt für Orthopädie wird aber beispielsweise einen anderen Blickwinkel auf den Bandscheibenvorfall haben als ein Heilpraktiker mit ganzheitlichem alternativ-medizinischen Ansatz. Als Osteopathin gebe ich das Beste für einen zufrieden stellenden Behandlungserfolg.

Abbildung der Wirbelsäule mit Wirbelkörper:

1. Nervenaustrittsloch / Neuroforamen (Foramen intervertebrale)
2. Dornfortsatz (Processus spinosus)
3. Querfortsatz Processus transversus
4. seitlicher Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule (LWS)
5. Wirbelkörper

Wann darf man mit einer Osteopathie bei einem Bandscheibenvorfall beginnen?

Über den Zeitpunkt, zu dem eine Osteopathie bei einem Bandscheibenvorfall begonnen werden kann, kann keine allgemeine Aussage getroffen werden.
Der optimale Beginn unterscheidet sich bei jedem Patienten und hängt ab von:

  • dem Ausmaß
  • den Beschwerden
  • dem Zeitpunkt

der Diagnose ab.
Die meisten Bandscheibenvorfälle sind in ihrem Ausmaß nur gering und können zeitnah nach der Diagnosestellung bereits mittels Osteopathie behandelt werden. Oft ist zu Beginn eine unterstützende Einnahme von Schmerzmitteln notwendig.
Bei gewissen Symptomen, sogenannten Red Flags, hingegen ist eine osteopathische Behandlung nicht sinnvoll und es muss schnellstmöglich eine Operation durchgeführt werden. Hierzu gehören vor allem Anzeichen für :

  • eine Kompression des Rückenmarks
  •  das Absterben von Nerven

was sich meist durch Lähmungserscheinungen zeigt.

Ablauf einer osteopathischen Behandlung

Die osteopathische Behandlung bei einem Bandscheibenvorfall kann vom Ablauf her allgemein in zwei Abschnitte eingeteilt werden.
Die erste Behandlungssitzung beinhaltet hauptsächlich ein ausführliches Gespräch sowie eine einführende Inspektion des Körpers. Hierbei werden zahlreiche verschiedene Faktoren erfasst, die für die osteopathische Behandlung von Bedeutung sind. Dazu gehören die genaue Lokalisation der Schmerzen, eine mögliche Ausstrahlung, Schonhaltung, Faktoren für die Verschlimmerung oder Verbesserung der Beschwerden sowie das Vorhandensein von muskulären Schwächen oder Missempfindungen. Vorerkrankungen des Rückens und des gesamten Körpers werden ebenso beleuchtet wie Fehlhaltungen oder Beschwerden beim Gehen. Bei der ersten Inspektion werden auch die Zustände der Faszien, also der bindegewebigen Körperhüllen, der Gelenke zwischen den Wirbelkörpern und der Muskeln erfasst.

Anhand all dieser Informationen kann in den darauf folgenden Behandlungssitzungen ein individuell angepasstes Konzept angewendet werden.
Bei der osteopathischen Behandlung beim Bandscheibenvorfall stehen dabei manuelle Techniken mit leichten Berührungen, Massagen und entspannenden, sanften Bewegungen der einzelnen Strukturen im Vordergrund. Ziel ist es sogenannte Dysfunktionen aufzuspüren und zu behandeln.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung bei der Osteopathie nach einem Bandscheibenvorfall kann sich individuell unterscheiden und ist von den einzelnen Ursachen für die Beschwerden abhängig. In der Regel dauert eine Behandlungssitzung 30-40 Minuten.
Bei besonders ausgeprägten Verklebungen oder Verspannungen der Faszien und Muskeln kann es gegebenenfalls auch zu einer etwas längeren Sitzung kommen. Umgekehrt ist bei der Lösung von Blockaden einzelner Gelenke gegebenenfalls eine kürzere Behandlungsdauer einer Sitzung sinnvoll.
Wichtig ist vor allem, dass dies in gemeinsamer Abstimmung besprochen wird, damit ein optimaler Behandlungserfolg erzielt werden kann.

Wie häufig muss man eine Osteopathie wiederholen?

Eine Osteopathie bei bzw. nach einem Bandscheibenvorfall kann mit einer unterschiedlichen Anzahl an Wiederholungen einhergehen. Im Durchschnitt werden mindestens drei Wiederholungen in Anspruch genommen, allerdings kann es bei komplexeren Bandscheibenvorfällen auch länger dauern. Faktoren, die zu einer Erhöhung der Wiederholungsanzahl beitragen, sind beispielsweise vorbestehende Erkrankungen der Wirbelsäule, ein Bandscheibenvorfall über mehrere Segmente hinweg oder das Auftreten von Missempfindungen in Folge einer Nervenverletzung. Auch bei Bandscheibenvorfällen in untypischen Lokalisationen werden häufig mehr Wiederholungen benötigt.

Welcher Behandlungserfolg ist zu erwarten?

Der Behandlungserfolg einer Osteopathie bei bzw. nach einem Bandscheibenvorfall kann sich individuell unterscheiden und ist abhängig von:

  • dem Ausmaß
  • den Beschwerden
  • bestehenden Vorerkrankungen
  • bereits vergangenen Bandscheibenvorfällen

Die Ergebnisse von Studien über den Effekt der osteopathischen Behandlung bei einem Bandscheibenvorfall stehen noch aus, allerdings gibt es zahlreiche positive Erfahrungen mit dieser Therapiemethode.
Oft tritt der Behandlungserfolg nicht unmittelbar nach einer Behandlungssitzung ein, sondern mit einer Verzögerung von einigen Tagen bis Wochen. Daher sollte diesbezüglich auch nicht vorschnell geurteilt werden.

Kann eine Osteopathie schmerzhaft sein?

In der Regel handelt es sich bei der Osteopathie nach einem Bandscheibenvorfall um eine sehr sanfte Methode der Behandlung. Dabei wird stets individuell auf den Patienten und seine Beschwerden eingegangen, sodass das Entstehen von Schmerzen nach Möglichkeit vermieden werden kann.
Bei ausgeprägten Verklebungen, Verwachsungen oder Verspannungen der Faszien und Muskeln kann es beim Lösen dieser gelegentlich zu Schmerzen kommen. Diese sind aber meist nur von einer geringen Intensität. Auch die Dauer beschränkt sich in der Regel nur auf maximal einige wenige Tage.

Was sind die Risiken?

Die Osteopathie beim Bandscheibenvorfall ist ein sehr risikoarmes Verfahren. Dabei werden manuelle Techniken angewendet, die mich leichtem Druck und sanften Massagen einhergehen. Außerdem ist ein wesentlicher Bestandteil der Osteopathie die Zusammenarbeit und die individuelle Anpassung mit und für den Patienten. Daher können Risiken in aller Regel vermieden werden.
Selten kann es zum Auftreten von Schmerzen im Rahmen der Lösung einer Blockade oder Verspannung kommen. Diese sind meist nur von geringer Intensität und kurzer Dauer. Aufgepasst werden muss beim Bandscheibenvorfall bei sogenannten Red Flags, also Warnsymptomen, die auf eine ausgeprägte Verletzung hindeuten. In diesen Fällen überweist der Osteopath umgehend an einen Arzt zur schnellen und entsprechenden Versorgung.

Wann darf keine Osteopathie durchgeführt werden?

Eine Osteopathie stellt beim Bandscheibenvorfall oft ein angenehmes und effektives alternatives Behandlungsverfahren dar, um eine Operation zu vermeiden.
Es gibt allerdings einige Warnsymptome, die auch als Red Flags bezeichnet werden und auf einen ausgeprägten Bandscheibenvorfall hindeuten. In diesen Fällen darf keine Osteopathie durchgeführt werden, da dadurch eine Verschlimmerung der Beschwerden möglich wäre. Stattdessen überweist der fachkundige Osteopath den Patienten möglichst schnell an einen Arzt zur akuten Behandlung. Zu den Red Flags gehören beispielsweise :

  • stärkste Rückenschmerzen direkt nach einer Verletzung
  • Fieber
  • starker Gewichtsverlust
  • Lähmungserscheinungen
  • Störungen der Blasenkontrolle.

Kosten

Die Kosten für eine Osteopathie beim Bandscheibenvorfall werden anhand der individuellen Preise für eine Behandlungssitzung und die Anzahl der notwendigen Wiederholungen berechnet.  Die Abrechnung erfolgt anhand der berufsständischen Gebührenordnung.

Übernimmt das die private Krankenversicherung?

Die Osteopathie beim bzw. nach einem Bandscheibenvorfall wird meist komplett von der privaten Krankenversicherung übernommen.  Wir von Lumedis garantieren die volle Kostenübernahme durch die private Krankenversicherung.

Die gesetzlichen Krankenkasse übernehmen mittlerweile meist einen Teil der Behandlungskosten.

Was sind die alternativen Behandlungsmaßnahmen?

Beim Bandscheibenvorfall können zahlreiche alternative Behandlungsmaßnahmen zum Einsatz kommen. Hierzu gehört beispielsweise die Akupunktur, bei der feine Nadeln in den Bereich der verspannten Muskulatur am Rücken eingebracht werden, um die Durchblutung zu fördern.
Beim Aufbau der Muskulatur wird häufig auch das Kinesiotaping zur Förderung der Kräftigung und Stabilisierung der Muskeln eingesetzt.
Weiterhin können auch verschiedene Hausmittel oder Homöopathika zur Linderung der Beschwerden angewendet werden.

Unsere osteopathische Spezialistin

Dr. Carmen Heinz ist Fachärztin für Orthopädie mit der Zusatzbezeichung Sportmedizin und diplomierte Osteopathin. 
Durch diese einzigartige Kombination hat Sie eine besondere Expertise im Bereich der ärztlichen Osteopathie.

Dr. Carmen Heinz berät Sie gerne in unserer Sprechstunde!