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Dr. Nicolas Gumpert

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Knochendichtemessung (DXA)

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.

Was ist eine Knochendichtemessung-Messung?

Der menschliche Knochen setzt sich aus verschiedenen Mineralien, organischer Substanz und Wasser zusammen. Weicht die Zusammensetzung und Dichte des Knochens von den Normalwerten ab, so kann dies verheerende Probleme für die Betroffenen, wie beispielsweise eine Osteoporose mit großer Gefahr von Knochenbrüchen, zur Folge haben.
Bei der Knochendichtemessung handelt es sich um ein medizinisches Untersuchungsverfahren, bei dem mittels Röntgen- oder Photonenstrahlung die Knochendichte über die Bestimmung des Kalziumanteils des Knochens gemessen wird. Anhand der Absorption der, durch den Knochen geschickten, Strahlung werden Rückschlüsse auf den Kalziumgehalts geschlossen.

Was ist die DXA-Methode?

Die DXA-Methode (Dual energy x-ray absorptiometry) stellt die Standardmethode der Knochendichtemessung dar. Sie ist ein planares Verfahren, so dass die dreidimensionale Knochenstruktur zweidimensional aufgezeichnet wird. Gemessen wird üblicherweise an der Lendenwirbelsäule (Wirbelkörper L1- L4) und am Oberschenkelknochen (Femur).
Der ermittelte Mineralgehalt (Kalziumhaltige Kristalle) pro Flächenanteil (g/ cm²), d.h. die Knochenflächendichte, wird ermittelt und dokumentiert. Im Vergleich zu Standardwerten sowie eventuell zu Vorwerten des Patienten wird anschließend die Knochendichte des Patienten analysiert.

Indikationen / Gründe für eine Knochendichtemessung

Eine wichtige Indikation für die Durchführung einer Knochendichtemessung ist der Verdacht auf bzw. die Diagnose einer Osteoporose.
Es handelt sich bei der Osteoporose um einen Verlust von Knochensubstanz und -festigkeit. Es kommt daher häufiger und schneller zu Knochenbrüchen und dies ist verbunden mit höheren Verletzungsrisiken und Sterblichkeit.
Eine Osteopenie geht einer Osteoporose häufig voraus und bezeichnet die Verminderung der Knochensubstanz.
Da im Röntgenbild erst ein weit fortgeschrittener Verlust von Knochensubstanz sichtbar ist, eignet sich die Knochendichtemessung wesentlich besser zur Früherkennung und Verlaufsdiagnostik von einer Osteoporose oder einer Osteopenie.
Eine Osteopenie wird ab einer Abweichung von einer Standardabweichung vom Mittelwert junger gesunder Frauen diagnostiziert. Ab einer Abweichung von zwei Standardabweichungen unter dem Mittelwert spricht man von der Diagnose Osteoporose. Da jedoch bereits ab einer Abweichung von zwei Standardabweichungen unter dem Mittelwert ein größeres Risiko für Knochenbrüche besteht, erfolgt in der Regel auch frühzeitig eine Therapie.

Wann sollte am das erste mal eine DXA-Messung machen?

Generell wird die Durchführung einer Knochendichtemessung Frauen ab dem 65. Lebensjahr empfohlen, um eine frühzeitige Therapie bei vorliegen einer bisher unentdeckten Osteoporose einzuleiten. Darüber hinaus wird bereits Frauen ab dem 50. Lebensjahr zur Durchführung einer Knochendichtemessung geraten, wenn mindestens ein weiterer Risikofaktor vorliegt.
Bei Erkrankungen, die einen vermehrten Verlust oder Abbau der Knochensubstanz zur Folge haben können ist eine Knochendichtemessung ebenso relevant wie bei Patienten, die Medikamente einnehmen, welche den Knochenabbau fördern bzw. den Knochenaufbau hemmen.

Bei folgenden Risikofaktoren sollte ebenfalls eine Knochendichtemessung zugeführt werden:

  • Frauen in der Menopause
  • Raucher
  • Alkoholiker
  • Menschen mit Fehl-und Mangelernährung und Vitaminmangel, vorallem Vit. D
  • Hyperthyreose
  • Regelmäßige Cortisoneinnahme

 

Ablauf der Behandlung

Eine Knochendichtemessung ist ein unkompliziertes Untersuchungsverfahren und erfolgt in der Regel ambulant. Dabei erfolgt üblicherweise eine Messung mittels Röntgenaufnahmen.
Des Weiteren erfolgt ein Anamnesegespräch um die möglichen Risikofaktoren für den Verlust von Knochensubstanz abzuklären und die Indikationen für eine Knochendichtemessung vorab zu stellen. 
Im Anschluß bespricht der Arzt die Ergebnisse der Knochendichtemessung mit dem Patienten.

Dauer der Behandlung

Die Durchführung einer Knochendichtemessung erfolgt üblicherweise ambulant und nimmt keine lange Zeit in Anspruch. Nach einer Aufklärung des Patienten über die Untersuchungsmethodik erfolgt die Aufnahme der Bilder. Anschließend werden die Ergebnisse der Messung sowie die möglichen Therapieoptionen besprochen.

Was ist die Konsequenz aus einer Knochendichtemessung?

Eine Knochendichtemessung liefert eine bessere Einschätzung der vorliegenden Knochenbeschaffenheit und ermöglicht hierdurch auch die Errechnung des Risikos, durch einen Sturz o.ä. einen Knochenbruch zu erleiden.
Bei starkem Knochenverlust kann dies ein deutlich erhöhtes Risiko für einen Knochenbruch bedeuten. Daher wird üblicherweise ab einer Abweichung der Flächenknochendichte von zwei Standardabweichungen vom Mittelwert junger und gesunder Frauen eine medikamentöse Therapie eingeleitet, die den Knochenaufbau fördert bzw. den Knochenabbau hemmt. Darüber hinaus werden mit dem Patienten gegebenenfalls weitere Maßnahmen, wie beispielsweise vermehrte körperliche Bewegung, Ernährungsumstellung und Sturzprophylaxe, besprochen um ihn bestmöglich vor der Gefahr eines Knochenbruchs zu schützen.

Wann muss eine DXA-Messung wiederholen?

Eine DXA-Messung erfolgt häufig im Abstand von ca. 2 Jahren, wobei eine Kontrollmessung auch bereits nach einem Jahr erfolgen kann.
Besonders bei bestehenden Erkrankungen, wie beispielsweise eine Osteopenie, eine Osteoporose, oder bei dem Vorliegen von weiteren Risikofaktoren, wie beispielsweise die Einnahme von Medikamenten oder anderen Erkrankungen, die auf den Knochenbau wirken, sollte die Messung regelmäßig wiederholt werden.
In Ausnahmefällen kann die Messung auch in kürzeren Abständen erfolgen, hierzu zählt unter Umständen die langfristige Einnahme von hochdosierten Steroiden.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung bei einer DXA-Messung?

Die Strahlenbelastung durch eine Knochendichtemessung ist verhältnismäßig gering und liegt je nach Literaturangaben zwischen 0,01 und 0,5mSv.
Wird die Knochendichtemessung jedoch mittels Computertomografie durchgeführt, so ist die Strahlenbelastung wesentlich höher, weshalb dies nicht die Standardmethode zur Knochendichtemessung darstellt.

Muss man sich für die Untersuchung ausziehen?

Üblicherweise kann die Untersuchung erfolgen, ohne dass der Patient sich entkleiden muss. Es kann jedoch vorkommen, das Metallteile an der Kleidung, wie beispielsweise Knöpfe, Schmuck oder ähnliches die Untersuchung behindern und deshalb die Kleidung abgelegt werden muss.
Über das Tragen oder Ablegen der Kleidung entscheidet in der Regel das Untersuchungsteam vor Ort in Absprache mit dem Patienten.

Kosten

Die Kosten für die Durchführung einer Knochendichtemessung belaufen sich üblicherweise auf unter 100€.
Die Krankenkassen übernehmen nicht in jedem Fall die Kosten der Behandlung. Daher ist es ratsam, vorab mit der Krankenkasse zu klären, inwiefern mit der Kostenübernahme zu verfahren ist. Liegt eine klare Behandlungsabsicht des Arztes und somit ein deutlicher Nutzen der Untersuchung vor, so ist eine Kostenübernahme häufig möglich.
Bei Patienten mit bereits diagnostizierter Osteoporose wird eine Knochendichtemessung mindestens alle 5 Jahre übernommen.

Übernimmt das die private Krankenversicherung?

Bei gegebenen Indikationen zur Durchführung einer Knochendichtemessung, wie beispielsweise deutliche Risikofaktoren oder begründeter Verdacht auf eine Osteopenie oder Osteoporose, übernehmen die privaten Krankenkassen häufig die Untersuchungskosten. Im individuellen Fall ist es jedoch empfehlenswert, vorab mit der privaten Krankenkasse zu klären, ob die Kostenübernahme erfolgt.

Was ist die Alternative zu einer Knochendichtemessung?

Neben der üblichen Methode zur Knochendichtemessung mittels Röntgenaufnahmen gibt es noch eine Methode mit Hilfe von Computertomographie Aufnahmen (CT).
Die Aufnahme mit einem CT bezeichnet man auch als volumetrische Messung und sie ermitteln einen Kalziumanteil des Knochens in g/cm3. Die CT-gestützte Knochendichtemessung zeigt bereits Frühstadien einer Osteoporose, allerdings geht sie mit einer deutlich höheren Strahlenbelastung einher und die Kosten sind üblicherweise ebenfalls höher als bei der Standardmethode.
Darüber hinaus kann eine Knochendichtemessung auch mittels einer Ultraschalluntersuchung erfolgen. Diese Untersuchungsmethode kommt jedoch nur selten zum Einsatz und hat sich zur Früherkennung von Erkrankungen wie Osteopenie oder Osteoporose nicht durchgesetzt.