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Lumedis Frankfurt

Dr. Carmen Heinz
Dr. Gerret Hochholz
Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Sehnenentzündung

Sehnenentzündungen sind durch die zunehmende Belastung im Arbeitsalltag ein sehr häufiges Krankheitsbild in der orthopädischen Praxis. Da bei unsachgemäßer Behandlung häufig eine Chronifizierung eintritt ist eine optimale Diagnose und Therapie für die Ausheilung der Entzündung von grosser Bedeutung.
Wenn Sie eine ausführliche Beratung durch unsere Spezialisten wünschen, kommen Sie hier zum Termin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.
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Definition - Was ist eine Sehnenentzündung?

Bei einer Sehnenentzündung handelt es sich um eine entzündliche Reizung der Sehne, also dem Verbindungsstück zwischen einem Muskel und seinem Ansatzpunkt am Knochen.
Häufig wird in der Umgangssprache auch von einer Entzündung der Sehnenscheide gesprochen, wobei hier im engeren Sinne eine entzündliche Veränderung der Sehnenhülle gemeint ist.
Eine Sehnenentzündung kann überall im Körper vorkommen. Besonders häufig tritt sie an Stellen mit vermehrter Belastung auf, beispielsweise an der Achillessehne (Achillesshnenentzündung) oder am Unterarm(Tennisarm).
Zu den Beschwerden gehören zumeist Schmerzen, die unter Belastung des entsprechenden Muskels auftreten, sowie im fortgeschrittenen Verlauf gegebenenfalls eine Bewegungseinschränkung.

Ursachen

Zu den Ursachen und Risikofaktoren einer Sehnenentzündung zählen unter anderem:

  • Übermäßige Belastung
  • Typische sich wiederholende Bewegungen, beispielsweise Tippen am PC
  • Belastung bei bestimmten Sportarten, beispielsweise Tennis
  • Rheumatische Erkrankungen, beispielsweise Rheumatoide Arthritis
  • Gelenkfehlstellungen
  • Hormonelle Veränderungen, beispielsweise während der Schwangerschaft
  • Bakterielle Infektion, beispielsweise Borreliose
  • Antibiotika

Antibiotika

In seltenen Fällen kann eine Sehnenentzündung auch durch bestimmte Antibiotika verursacht werden. Hierbei handelt es sich um die sogenannten Fluorchinolone, deren Medikamentennamen die Endung „-floxacin“ besitzen.
Bekannte Vertreter dieser Antibiotikagruppe sind beispielsweise Ciprofloxacin und Moxifloxacin. Diese Antibiotika können zu Entzündungsreaktionen an Sehnen im Körper führen. In deren Folge kann es sogar zu partiellen oder kompletten Rissen der Sehne kommen, eine bekannte und gefürchtete Nebenwirkung ist die Achillessehnenruptur.
Diese Nebenwirkung tritt zwar selten auf, sollte dennoch bei der Wahl des Antibiotikums bedacht werden.

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Sehnenentzündung

Eine Sehnenentzündung macht sich in erster Linie durch Schmerzen bemerkbar. Diese treten meist in leichter Ausprägung und in Zusammenhang mit einer bestimmten Bewegung auf.
Der Grund hierfür ist, dass das Sehnengewebe durch die Bewegung des verbundenen Muskels ebenfalls bewegt und beansprucht wird und entsprechend bei einer Schädigung gereizt wird.
Meist werden die Schmerzen als stechend beschrieben und klingen bei entsprechender Entlastung innerhalb von wenigen Stunden bis Tagen wieder ab.
Bei chronischen bzw. längerfristigen Verläufen treten die Schmerzen immer wieder auf und werden dann zunehmend intensiver.
Bei einer akuten Sehnenentzündung kommt es zusätzlich meist zum Auftreten der typischen Entzündungszeichen – die gereizte Stelle wird rot und überwärmt und es kommt zu einer leichten Schwellung aufgrund eines Ödems mit Ansammlung von Flüssigkeit.
Des Weiteren kann es aufgrund der zunehmenden Schmerzen im Verlauf zu Einschränkungen der Bewegung kommen. Diese sind zunächst vor allem schmerzbedingt, können aber auch durch länger bestehende Entzündungsprozesse durch Umbauprozesse und Vernarbung des Sehnengewebes entstehen. Hierzu können beispielsweise auch Ablagerungen von Kalk zählen, die zu einem Knirschen im Bereich der geschädigten Sehne führen können.

So fühlen sich Schmerzen bei einer Sehnenentzündung an

Die Schmerzen sind in der Regel das prominenteste Symptom bei einer Sehnenentzündung. Zu Beginn zeigen sie sich häufig nur in leichter Ausprägung im Bereich der gereizten Sehne und treten in unmittelbarem Zusammenhang mit der Belastung des Sehnengewebes bei einer Bewegung des zugehörigen Muskels auf.
Der Schmerzcharakter wird häufig als stechend oder brennend beschrieben. Bleibt die nötige Entlastung und Schonung von Muskel und Sehne aus können die Schmerzen im Verlauf an Intensität zunehmen und bereits bei leichten Belastungen auftreten. Dies ist dann ein Anzeichen einer dauerhaften Gewebeschädigung.

Häufige Sehnen, die eine Sehnenentzündung erleiden:

Achillessehnenentzündung

Die Achillessehne ist als stärkste Sehne des Körpers an der Ferse einer dauerhaften hohen Belastung ausgesetzt und somit anfälliger für eine Entzündung. Hierzu kommt es gehäuft bei Läufern oder einer dauerhaften Beanspruchung im Rahmen anderer laufintensiver Sportarten. Zu den Beschwerden gehören neben Schmerzen bei der Beugung des Fußes mit Zusammenziehen der Wadenmuskulatur auch eine Verhärtung der Sehne, häufig im Bereich der Ferse.
Wichtig ist in der akuten Phase die Schonung, um eine Chronifizierung, eine Gewebeschädigung und eine damit drohende Ruptur, also ein Reißen, der Achillessehne zu vermeiden.
Bei der chronischen Achillessehnenentzündung kommt bei Lumedis ein abgestimmtes Therapiekonzept aus:

zum Einsatz.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Achillessehnenentzündung.
 

MRT Fuß seitlich T2

  1. Schienbein (Tibia)
  2. oberes Sprunggelenk (OSG = Articulatio talocruralis)
  3. Sprungbein (Talus)
  4. schwere Achillessehnenentzündung mit Teilriss der Achillessehne
  5. gesunder Anteil der Achillessehne
  6. Fersenbein (Calcaneus)
  7. gesunde Plantarfaszie ohne Fersensporn

Plantarfasziitis

Unter einer Plantarfasziitis versteht man die entzündliche Reizung der Sehnenplatte im Bereich der Fußsohle. Diese wird auch als Plantaraponeurose bezeichnet und ist beim Laufen verschiedenen Muskelzügen und Kräften ausgesetzt.
Fehlbelastungen oder Gelenkfehlstellungen können daher schnell zur Entzündung der Sehnenplatte führen.
Typisch ist bei der Plantarfasziitis der Anlaufschmerz, also dem Auftreten von starken Schmerzen nach längerer Entlastung, beispielsweise morgens, und der anschließenden Besserung bei Bewegung und erneuter Belastung. Im Röntgenbild kann die Plantarfasziitis häufig als Verkalkung an dem unteren Anteil der Ferse sichtbar sein.
Die Therapie der Wahl bei der Behandlung der Plantarfasciitis ist die Stosswellentherapie.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Plantarfasziitis.

MRT vom Fuß (seitlicher Fuß T2)

  1. Sprungbein (Talus)
  2. gesunde Plantarfaszie
  3. subcutanes Polsterfettgewebe (grün)
  4. wer findert die 4 ;-)
  5. massive Plantarfasziitis (rot)
  6. Fersenbein (Calcaenus)
  7. Knochenschwellung im Fersenbein (bone bruise im Calcaneus)
  8. Achillessehne
  9. Oberes Sprunggelenk

Patellasehnenentzündung

Die Patellasehnenentzündung ist eine typische Sehnenentzündung bei Läufern, da hier eine erhöhte Belastung im Bereich des Knies und der Oberschenkelmuskulatur, inklusive der Patellasehne, vorliegt.
Häufig kommt es zu Schmerzen im Bereich des gesamten Kniegelenks, zunächst vor allem bei starker Belastung des Knies.
Die schmerzhafte Bewegung stellt dabei vor allem die Streckung des Kniegelenks dar, bei der die Patellsehne besonders beansprucht wird.
Mit zunehmender Schwere der Entzündung kommt es häufig zu Verkalkungen der Sehne mit Verhärtungen und tastbaren Knoten.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Patellasehnenentzündung.

Tennisarm

Der Tennisarm ist eine Bezeichnung für eine Sehnenentzündung im Bereich der Sehnen an der Außenseite des Ellenbogens. Die dort liegenden Sehnen verbinden den Ellenbogen mit den Muskeln für die Streckung der Hand. Diese werden typischerweise beim Tennisspielen vermehrt beansprucht, wodurch sich der Name der Sehnenentzündung ergibt. Es gibt entsprechend zu starken Schmerzen beim Strecken der Hand sowie einer Überwärmung und Schwellung an der Außenseite des Ellenbogens. Aufgrund der Ähnlichkeit wird der Tennisarm meist ähnlich behandelt wie der Golferellenbogen.
Bei Lumedis kommt ein perfekt abgestimmtes Therapiekonzept aus:
Infiltrationen mit Traumeel/Zeel
Infiltrationen mit Cortison
Stosswellentherapie
Triggerakupunktur und
Kinesiotape
zum Einsatz.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Tennisarm.

Abbildung eines Ellenbogens mit Tennisarm:

  1. Oberarmknochen (Humerus)
  2. Tennisarm (Epicondylitis humeri radialis)
  3. Speiche (Ulna/Ellenbogenknochen)
  4. Unterarmstreckmuskulatur
  5. Schädigung der gemeinsamen Strecksehen (Extensorensehne)

Golferellenbogen

Beim Golferellenbogen kommt es, im Gegensatz zum Tennisarm, zu einer Sehnenentzündung an der Innenseite des Ellenbogens. Hier setzen die Sehnen der Muskeln an, die für die Beugung der Hand zuständig sind. Dementsprechend kommt es vermehrt beim Belastung mit wiederkehrender Handbeugung zu Beschwerden, namensgebend auch beispielsweise beim Golfen. Hinzu kommen meist eine deutliche Schwellung an der Ellenbogeninnenseite sowie eine eingeschränkte Beugefähigkeit im Handgelenk. Um eine dauerhafte Sehnenschädigung und Kraftminderung zu vermeiden sollte der Golferellenbogen frühzeitig behandelt werden.

Abbildung eines Ellenbogens mit Golferellenbogen:

  1. speichenseitige Handbeuger (Musculus flexor carpi radialis)
  2. Langer Hohlhandsehnenspanner (Musculus palmaris longus)
  3. Ellenseitiger Beuger (Musculus flexor carpi ulnaris)
  4. Golferellenbogen

Supraspinatussehneentzündung

Die Supraspinatussehnenentzündung ist die häufigste Sehnenentzündung im Bereich des Schultergelenks. Hierbei kommt es durch die entzündliche Verdickung der Sehne häufig zum sogenannten Impingement-Phänomen, bei dem ein Anheben des Arms über 90° mit starken Schmerzen verbunden ist.
Der Grund hierfür ist ein unzureichender Platz zwischen dem Oberarmknochen und dem Schulterdach bei einer zusätzlichen Schwellung der Supraspinatussehne.
Häufig tritt die Entzündung dieser Sehne bei Menschen auf, die vermehrt die Arme über Kopf beanspruchen, beispielsweise Techniker oder Handwerker.

Entzündung des Pes anserinus

Der Pes anserinus ist die Bezeichnung einer Sehne, die an der Innenseite des Schienbeins unterhalb des Knies liegt und die dort ansetzenden Muskeln der Oberschenkelrückseite verbindet.
Diese sind für eine Beugung im Kniegelenk zuständig und dementsprechend häufig vermehrt bei Läufern stark beansprucht.
Daher gilt die Entzündung des Pes anserinus als typische Erscheinung bei Läufern und jungen Sportlern.
Es kommt zu Schmerzen an der oberen Innenseite des Unterschenkels und einer Zunahme der Beschwerden beim Treppensteigen und dem Knien in der Hocke.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Knieschmerzen an der Innenseite.

Entzündung der Peroneussehne

Die Entzündung der Peroneussehne führt in der Regel zu Beschwerden im Bereich des Außenknöchels am Fuß. Dort setzen die Sehnen der Peroneusmuskeln, also der Muskeln des Wadenbeins, an, die für das Anheben der Fußaußenseite zuständig sind.
Zu einer Überlastung und damit einhergehenden Entzündung kommt es gehäuft bei Läufern oder Menschen mit einer Fußfehlstellung oder einer fehlerhaften Belastung beim Gehen. Auch das falsche oder zu enge Schuhwerk kann durch eine gezielte Druckbelastung am Außenknöchel zu einer Reizung der Peroneussehne mit darauf folgender Entzündung und Schwellung führen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Peronealsehnenentzündung.

Abbildung der Achillessehne

  1. M. peroneus longus Sehne
  2. Achillessehne
  3. Fersenbein (Calcaneus)
  4. M. peroneus brevis Sehne

Diagnose

Die Diagnose einer Sehnenentzündung erfolgt in erster Linie klinisch. Entscheidend ist hier die Anamnese, also das Orthopäden-Patienten-Gespräch, in dem das Auftreten der Beschwerden bei einer spezifischen Belastung genauer erläutert werden kann.
Auch die körperliche Untersuchung mit den Entzündungszeichen Schwellung, Überwärmung, Schmerzen und Einschränkung der Funktion ist wichtig und in Zusammenschau meist für die Diagnosestellung ausreichend.
Wichtig ist jedoch vor allem bei Unklarheiten beispielsweise einen Knochenbruch oder die Schädigung einer anderen Struktur auszuschließen.
Hierfür können gegebenenfalls weitere bildgebende Verfahren zum Einsatz kommen.

Ultraschall

Die Durchführung einer Untersuchung mittels Ultraschall ist bei dem ausreichenden Verdacht auf das Vorliegen einer Sehnenentzündung nicht zwingend notwendig.
Es kann allerdings zur Erhärtung des Verdachts und zur Darstellung des Entzündungsausmaßes dienen und wird daher häufig zusätzlich durchgeführt. In dieser bildgebenden Untersuchung kann die Schwellung, die im Rahmen der Entzündung häufig auftritt, genauer beurteilt werden.
Bei bestimmten Fragestellungen können weiterhin Aufschlüsse über die Durchblutung an der entsprechenden Stelle und das eventuelle Vorliegen kalkhaltiger Veränderungen gewonnen werden.

Röntgenbild

Die Anfertigung eines Röntgenbildes ist bei dem Verdacht auf eine Sehnenentzündung nicht notwendig, kann aber bei bestimmten Fragestellungen vor allem zur Abklärung bzw. dem Ausschluss anderer Erkrankungen dienen.
Hierzu gehört vor allem das Vorliegen eines Knochenbruchs beim plötzlichen Auftreten starker Schmerzen.
Auch bei langfristigeren Entzündungsprozessen an einer Sehne kann ein Röntgenbild Informationen über das Vorliegen von Kalkablagerungen geben, da sich diese mittels Röntgenstrahlen gut darstellen lassen.
Dies stellt jedoch in der Regel keinen Grund für das Durchführen einer Röntgenuntersuchung dar und ist daher oft eher als Zufallsbefund im Rahmen einer anderen Untersuchung auffällig.

Wann braucht man ein MRT?

Ein MRT wird zur Diagnosestellung einer Sehnenentzündung nicht gebraucht, kann aber in einigen Fällen sinnvoll als Ergänzung durchgeführt werden.
Im MRT können die Weichteile genau dargestellt werden, wodurch Informationen über das genaue Ausmaß einer vorliegenden Entzündung sowie die Verletzung von weiteren Strukturen gewonnen werden kann.
Daher kann ein MRT beispielsweise bei klinisch uneindeutigen Bildern durchgeführt werden, wenn der Verdacht auf den Riss eines Bands (Innenbandriss) oder die Schädigung eines Meniskus (Meniscusriss) im Knie nicht ausgeschlossen werden kann.

Behandlung/Therapie

Die Behandlung einer Sehnenentzündung umfasst verschiedene Komponenten:

Stoßwellentherapie

Die Stoßwellentherapie ist eine häufig angewendete Behandlungsmethode bei einer Sehnenentzündung und kann unkompliziert mit wenigen Sitzungen durchgeführt werden.
Dabei wird das geschädigte Sehnengewebe durch die Stoßwellen des Schallkopfs zur Selbstheilung angeregt und der Abtransport von verbrauchten Stoffen wird gefördert.
Der Vorteil dieser Therapiemethode ist die simple Anwendung in der Praxis und das geringe Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen.
In der Regel werden drei Sitzungen zur Behandlung einer Sehnenentzündung benötigt. Das Auftreten von Schmerzen ist dabei selten.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Stosswellentherapie.

Eigenbluttherapie

Auch die Eigenbluttherapie (ACP) kann bei einer Sehnenentzündung zum Einsatz kommen und die Regeneration des geschädigten Gewebes fördern.
Hierfür wird körpereigenes Blut entnommen und durch spezielle Methoden aufgereinigt, gefiltert und konzentriert. In dem daraus entstehenden Produkt sind vor allem Thrombozyten, also Blutplättchen, enthalten, welche das Wachstum von Gewebe und die Regeneration von Schädigungen unterstützen.
Dieses Konzentrat an Blutplättchen kann in den Bereich der entzündeten Sehne gespritzt und somit die Heilung nach einer Sehnenentzündung unterstützt werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel ACP-Autologes conditioniertes Plasma.

Osteopathie

Vor allem bei Entzündungen verursacht durch Dysbalancen oder Fehl-/Überbelastungen empfieht sich die Osteopathie.

Die Osteopathie ist ein Teil der Naturheilkunde, bei der die körperliche und seelische Verfassung des Patienten im Zentrum steht, um ihm so eine ganz individuelle Therapie zu ermöglichen. Unsere Spezialistin Carmen Heinz führt hierbei nicht nur eine ausführliche Anamnese durch, um die Ursache der Schmerzen festzustellen, sie übt außerdem sanfte Techniken allein mit ihren Händen aus, um so Verspannungen zu lösen und Schmerzen zu lindern.
Osteopathen verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz und versuchen, durch manuelle Techniken die Selbstheilungsprozesse des Körpers zu unterstützen.
Dieser Therapieansatz ist sehr risikoarm und eignet sich vor allem für chronische Muskel- und Gelenkschmerzen.

Mehr zur Behandlung mit Osteopathie finden Sie hier: Ärztliche Osteopathie

Kinesiotaping

Das Kinesiotaping ist ein wichtiger Bestandteil zur Therapie von vor allem länger bestehenden Sehnenentzündungen. Dabei werden Tapes unter Zug auf die Haut im Bereich der entzündeten Sehen aufgetragen, um dadurch die Durchblutung der Muskulatur und damit die Regeneration des geschädigten Gewebes anzuregen.
Je nach Sehnenentzündung und Lokalisation und Ausmaß der Schädigung gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Anbringen der Tapes. Hinzu kommt eine stabilisierende und stützende Funktion des Kinesiotaping zum Aufbau und zur Kräftigung der überlasteten Muskulatur.

Hausmittel

Bei einer Sehnenentzündung gibt es verschiedene Hausmittel, die die Linderung der Beschwerden fördern und die Entzündungsreaktion reduzieren. Hierzu gehört beispielsweise ein Kohlwickel.
Dafür werden frische Kohlblätter ausgepresst, wofür sich beispielsweise eine Walze oder eine Flasche eignet.
Das ausgepresste Kohlblatt kann dann um die entsprechende Sehne gelegt und mittels Binde befestigt werden. Ein weiteres altbekanntes Hausmittel ist der Ingwer.
Die Ingwerwurzel wirkt zum einen regulierend auf das Immunsystem und fördert zum anderen die Regeneration von geschädigten Gewebestrukturen.
Zur Anwendung eignet sich beispielsweise das mehrmals tägliche Trinken von frischem Ingwertee.

Dauer

Die Dauer einer Sehnenentzündung ist stark vom Ausmaß der Entzündungsreaktion und der Durchführung der Behandlung abhängig.
Eine akute Sehnenentzündung klingt mitsamt der Symptome in der Regel innerhalb von wenigen Tagen ab, wenn eine konsequente Schonung und Entlastung der betroffenen Sehne erfolgt. Bei einer unzureichenden Behandlung oder immer wiederkehrenden Überlastungen einer Sehne ohne Behebung der Ursache für die Fehlbelastung kann es zum Anstieg der Dauer kommen.
In solchen Fällen können die Beschwerden über mehrere Monate bestehen und die Therapie kann, je nach Ausmaß, komplexer und langwieriger werden.

Rehabilitation und Prävention:

Muskuläre Dysbalancen-Check

Zur Rehabilitation und Prävention einer Sehnenentzündung ist der muskuläre Dysbalancen-Check ein wichtiges Instrumentarium. Hierbei werden die verschiedenen Muskelgruppen des Körpers und ihre Funktionsfähigkeit analysiert.
Das Vorliegen von Dysbalancen, also einem Ungleichgewicht, zwischen einzelnen Muskelgruppen ist eine der häufigsten Ursachen bzw. Risikofaktoren für das Auftreten von Überlastungen einzelner oder mehrerer Sehnen.
Daraus kann es dann, häufig in Kombination mit einer übermäßigen Beanspruchung, zu einer Sehnenentzündung kommen.
Diese Dysbalancen frühzeitig zu detektieren besitzt dementsprechend einen präventiven Effekt und fördert gleichzeitig durch das Bewusstsein für muskuläre Schwächen die Behebung dieses Ungleichgewichts.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kraftmessung.

EMG

Das EMG, also die Elektromyographie, kann ebenfalls präventiv eingesetzt werden, um eine Sehnenentzündung zu verhindern. Hierbei werden die Aktivitäten einzelner Muskeln mithilfe von elektrischen Signalen dargestellt und der Funktionszustand in verschiedenen Phasen der Muskelan- und entspannung überprüft.
So können muskuläre Schwächen und muskuläre Erkrankung frühzeitig erkannt und mithilfe eines gezielten Trainings ausgeglichen werden.
Auch rehabilitierend kann das EMG nach einer Sehnenentzündung eingesetzt werden, um durch das Entdecken muskulärer Schwächen mit einem daraufhin angepassten individuellen Trainingsplan die Stärkung der Muskulatur zu fördern. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel EMG-Elektromyographie.

Trainingsübungen

Bei einer Sehnenentzündung gibt es zahlreiche Trainingsübungen, die zur Stärkung der beeinträchtigen Muskulatur und damit auch der Sehnen genutzt werden können.
Wichtig ist dabei, dass die Übungen nicht während der akut vorliegenden Sehnenentzündung durchgeführt werden sollten.
Nach Abklingen der akuten Entzündungsreaktion ist ein in Schritten aufbauendes Training zur Stärkung der Muskulatur im Anschluss sinnvoll.
Bei einer stattgehabten Achillessehnenentzündung sollte beispielsweise die Stärkung der Wadenmuskulatur fokussiert werden. Hierfür eignet sich eine Übung im Stehen auf einer Treppe oder einer Kiste als Erhöhung.
Eine angrenzende Wand oder andere Abstützhilfe ist bei erstmaligen Durchführen dabei sinnvoll.
Die Füße werden so an der Stufe platziert, dass die Fersen in der Luft stehen. Nun werden die Fersen angehoben, bis ein Zehenstand erreicht ist, und für einige Sekunden gehalten. Anschließend werden die Fersen wieder kontrolliert gesenkt. Diese Übung kann beliebig oft mit Pausen wiederholt werden.

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