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Bandagen für die Achillessehne

Die Achillessehne ist für die meisten Bewegungen des Fußes enorm wichtig. Bei Beschwerden können neben schmerzlindernden Salben und Übungen auch Bandagen einen überaus großen Effekt haben. 

Wir von Lumedis beraten Sie gerne hinsichtlich Ihrer Erkrankung der Achillessehne und können durch umfangreiche Diagnostik auch die richtige Bandage für Sie finden. 

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist als Fußspezialist regelmäßig als Interviewgast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Er hat sich seit Jahren auf die Erkrankungen des Fußes spezialisiert und ist in der Focus-Ärzteliste gelistet.
Lumedis ist speziell auf die Diagnostik und Therapie von Fußerkrankungen ausgelegt.
Gerne berate ich Sie in einem Termin!

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Welche Bandagen gibt es?

Es gibt verschiedene Modelle von Achillessehnen-Bandagen, die von unterschiedlichen Herstellern zum Kauf angeboten werden. Man unterscheidet sowohl die verschiedenen Materialien, als auch in der Art der Bandage.

So gibt es zum einen komplett bedeckende Bandagen, die die Achillessehne mit einschließen, dann gibt es noch Bandagen, bei denen Teile des Fußes offen bleiben. Des weiteren gibt es große Unterschiede in der Größe der Bandage und in der Anpassungsmöglichkeit.

Die Achilles Support Bandage ist eine Bandage, die besonders hoch abschließt und sowohl die Ferse als auch den Mittelfuß bedeckt und bis an den Oberrand der Achillessehne im Bereich des Wadenmuskels reicht. Diese Bandage ist komplett geschlossen. Sie bietet einen festen Sitz und erzeugt dabei eine Stabilität im Bereich der Achillessehne.

Eine besonders kurze Variante der Achillessehne Bandage ist die Plantarfasziitis Bandage, die aber auch bei einer Erkrankung der Achillessehne eingesetzt werden kann. Sie reicht vom Ansatz der Achillessehne an der Ferse bis zum mittleren Fußbereich. Aufgrund ihrer Größe bietet sie eine geringere Stabilität für die Achillessehne, allerdings erlaubt sie dem Träger mehr Freiraum und ist somit unauffälliger zu tragen, sowie auch im Alltag bequemer zu verwenden.

Eine Kompression- und Knöchelbandage ist, was die Größe angeht, ein Mittelwert. Ihre Besonderheit liegt aber neben dem stützenden Aspekt vor allem auch in einer Kompression des Sprunggelenks und der Achillessehne. Sie kommt aus diesem Grund immer dann zum Einsatz, wenn es neben Verletzungen der Achillessehne auch zu Verletzungen des Fußes gekommen ist.

Die Achillessehnenbandage mit freier Ferse kommt ebenfalls sehr häufig zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine hoch schließende Bandage, die sowohl den mittleren Fuß als auch die Achillessehne mit beinhaltet, allerdings ist die Ferse frei, d.h. die Bandage ist über einen Mittelsteg über dem Fußspann miteinander fixiert.

Des weiteren werden noch Unterschiede in den verwendeten Materialien getroffen. So sind manche Bandagen eher durch Bänder fixiert, die anderen eher durch Hartschalen. Zudem gibt es auch Kombinationsprodukte, die sowohl aus Bändern an der Seite, als auch zum Beispiel an der Ferse aus Hartplastik bestehen.

MRT Fuß seitlich T2

  1. Schienbein (Tibia)
  2. oberes Sprunggelenk (OSG = Articulatio talocruralis)
  3. Sprungbein (Talus)
  4. schwere Achillessehnenentzündung mit Teilriss der Achillessehne
  5. gesunder Anteil der Achillessehne
  6. Fersenbein (Calcaneus)
  7. gesunde Plantarfaszie ohne Fersensporn

Wie funktionieren Bandagen für die Achillessehne?

Die Achillessehnen Bandage funktioniert über einen Zugdruckmechanismus, bei dem der Fuß meistens in eine gefestigte Form gestellt wird, während fixierende Bänder über den Fuß gelegt und fest gezogen werden.

Damit wird erreicht, dass der Fuß nicht nur komprimiert wird, sondern auch in seiner Bewegung eingeschränkt und somit eine Mobilitätseinschränkung für den gesamten Fuß stattfindet. Bei vielen Erkrankungen der Achillessehne ist es nämlich wichtig, dass neben einer Ruhigstellung, auch eine Kompression der Achillessehne stattfindet.

Wie wird sie angebracht?

Je nach Modell gibt es unterschiedliche Anziehtechniken, wenn die Bandage aus einer festen Form der Ferse beziehungsweise der Fußsohle besteht, wird der Fuß zunächst dort hinein gestellt. An der Seite befindliche Bänder werden dann über den Fußballen gelegt und im Bereich der Achillessehne fixiert. Man kann durch den Zug an den Bändern auch Einfluss auf die Kompression ausüben.

Manchmal gibt es auch Modelle, die nicht über Bänder verfügen, sondern strumpfähnlich aussehen. Diese sind besonders praktisch, man kann schnell hineinschlüpfen, eine Fixierung mit seitlichen Bändern ist nicht erforderlich. Meistens sind diese Art von Bandagen allerdings etwas kürzer und bedecken nicht die komplette Achillessehne sondern reichen oftmals nur kurz über die Ferse.

Wann sollte ich keine Achillessehnenbandage verwenden?

Die Achillessehnen Bandagen, die neben einer Ruhigstellung auch in der Regel eine deutliche Kompression erzeugen, sollten nicht verwendet werden, wenn es zum Beispiel durch einen Unfall zu einer Verletzung der Haut im Bereich des Sprunggelenkes gekommen ist. Hier sollte die Wunde nicht komprimiert werden und auf das Tragen einer Achillessehnenbandage verzichtet werden.

Ebenfalls wenn es im Fuß zu Durchblutungsstörungen kommt und diese nachgewiesen sind, sollte auf das Tragen einer komprimierenden Achillessehnen Bandage verzichtet werden. In diesem Fall würden die Gefäße, die ohnehin schon verengt sind, zusätzlich verengt werden und der Blutfluss würde somit noch weiter eingeschränkt.

Wie lange sollte ich die Bandage am Tag tragen?

Achillessehnenbandagen können unterschiedlich lang getragen werden. Entscheidend ist die Ursache, weshalb eine Achillessehne Bandage getragen werden sollte.

Bei einem Achillessehnenanriss zum Beispiel sollten spezielle Achillessehnen Bandagen den Tag über getragen werden.

Bei einer Sehnenreizung kann die Tragezeit der Bandage auf besonders bewegungsintensive Zeiten des Tages beschränkt werden. Wenn man also zu Hause eine Ruhephase hat, kann man die Achillessehnen Bandage auch ablegen.

In der Nacht sollte man in jedem Fall die Achillessehnenbandage zur Seite legen. Viele Patienten tragen bei Bedarf und bei eintretenden Schmerzen die Achillessehnenbandage zum Beispiel mehrere Stunden am Tag oder einige Male in der Woche.

Was sind die Alternativen zur Bandage für die Achillessehne?

Es gibt auch einige Alternativen die man zur Behandlung von Erkrankungen der Achillessehne nutzen kann um die Beschwerden zu mindern wenn man auf eine  Behandlung mit einer Bandage verzichten will.

Auch ohne Tape ist eine Ruhigstellung und Schonung der Achillessehne bei den meisten Erkrankungen der Sehne sehr zu empfehlen. So sollten sportliche Aktivitäten und Überlastungen während der Zeit der Erkrankungen unterlassen werden. Das Bein sollte regelmäßig hochgelagert werden. Es sollte auch eine regelmäßige Kühlung erfolgen, man würde dazu Eispacks nehmen, die man dreimal täglich etwa 10 Minuten auf die betroffene Achillessehne legen würden.

Des weiteren kann man auch mit verschiedenen pflanzlichen und auch chemischen Salben versuchen, die Entzündung in der Achillessehne zu reduzieren. Klassische Medikamente wie Ibuprofen Salbe oder Diclofenac Salbe können so somit zum Einsatz kommen.

Auf pflanzlicher Seite, können Salben, wie Kyttasalbe auf die Achillessehne aufgetragen werden. Die Behandlung mit den Salben sollte dreimal am Tag erfolgen, eine Behandlungszeit über eine Woche bei ausbleibender Besserung sollte nicht erfolgen, da eine weiterführende Diagnostik in diesem Fall angezeigt ist.

Das betroffene Bein sollte für alltägliche Bewegungen noch normal eingesetzt werden, eine komplette Immobilisierung sollte nicht erfolgen. Beim Laufen ist es am Besten, ganz normal aufzutreten. Auf das Tragen schwerer Lasten und lange Läufe sollte aber verzichtet werden.

Je nach Erkrankung, die zu Beschwerden der Achillessehne führt, kann auch eine Massagetechnik über der Achillessehne angewandt werden, um Verklebungen im Bereich der Achillessehne zu lösen.

Des weiteren stehen noch einige Übungen zur Verfügung, wie man Beschwerden in der Achillessehne erfolgreich selbst behandeln kann.

Die wertvollste Therapie gegen eine Schädigung/Entzündung der Achillessehne stellen individuelle Übungen dar, die die Schwächen im Abrollverhalten beim Gehen und Joggen vermindern und so die Achillessehne schützen.
Leider können wir nicht pauschal Übungen nennen, die "immer" helfen.
Alle Übungen müssen jeweils individuell auf die Ursache und das Ausmaß der Schädigung der Achilllessehne angepasst werden.
Gerne stellen die Frankfurter Orthopäden und Sportwissenschaftler Ihnen Ihre "besten" Übungen zusammen!

Übungen gegen eine verkürzte Achillessehne

Die Achillessehne kann aus verschiedenen Gründen verkürzt sein. Vor allem nach Überlastungen beziehungsweise auch Entzündungen wird es vorkommen, dass das Gewebe der Achillessehne verklebt und die Sehne sich verkürzt. Dies hat zur Folge, dass es bei der Bewegung zu Beschwerden im Sinne von Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen kommt.

Es gibt einige Übungen mit deren Hilfe man die Sehne leicht und ohne viel Kraft etwas dehnen kann, um sie beweglicher und schmerzfreier zu gestalten. Die Übungen sollten ohne Gewicht und mit wenig Kraft sowie stets federnd durchgeführt werden.

Wenn Schmerzen während den Übungen auftreten, sollte die Übung abgebrochen werden. Eine Übung wäre, dass man einige Meter in der Wohnung auf den Zehen läuft, ohne die Ferse auf den Boden zu setzen. Dieser so genannte Zehengang bewirkt, dass die Sehne entspannt und es so zu einer Linderung der Beschwerden kommt.

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