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Lumedis Frankfurt

Dr. Nicolas Gumpert
Facharzt für Orthopädie

Privatpraxis für Orthopädie, Sportmedizin, Akupunktur und manuelle Medizin

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Schmerzen am Fußspann / Fußrücken

Schmerzen am Fußspann können schwerwiegende Ursachen haben.
Nur wenn die Ursache diagnostiziert wurde, ist eine effiziente Therapie und dauerhafte Schmerzfreiheit möglich.
Lumedis hat sich darauf spezialisiert diese Erkrankung ohne Operation zu behandeln.
Gerne beraten Sie unsere Fußexperten. Hier finden Sie die Terminvereinbarung.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.

Definition - Was versteht man unter Schmerzen am Fußspann?

Der Fuß wird anatomisch in verschiedene Regionen eingeteilt. Der Spann bezeichnet dabei den Fußrücken, die Oberfläche des gesamten von oben sichtbaren (dorsalen) Anteil des Fußes.
Er umfasst damit die Wurzel, den Mittelfuß und die Zehen.
Da der Fuß einer kontinuierlichen Belastung durch Gehen und Stehen ausgesetzt ist, ist er eine häufige Lokalisation für belastungsabhängige oder unfallbedingte Schmerzen.

  • Überlastungen
  • Degenerationserscheinungen (Verschleiß)
  • Fehlstellungen
  • Unfälle,
    sowie
  • Stoffwechselerkrankungen

können Ursache für Schmerzen im Fuß sein.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Beitrag Entzündung im Fuß.

Welche Ursachen gibt es?

Häufige Ursachen für Schmerzen am Fußspann sind:

Mittelfußarthrose

Der Mittelfuß umfasst die 8 Fußwurzelknochen mitsamt ihren beiden Gelenken (Tarsometatarsalgelenke). Hier unterscheidet man das Lisfranc-Gelenk, welches weiter zu den Fußzehen gelegen ist, vom weiter Richtung Bein gelegenen Chopart Gelenk.
Durch die Dauerbeanspruchung des Fußes, werden auch die dort liegenden Gelenke dauerhaft beansprucht. Diese Beanspruchung stellt eine Belastung für Knochen und Knorpel dar.
Im Laufe des Lebens degenerieren die umgebenden Strukturen immer mehr, die schützende Gleitschicht des Gelenkes wird dabei immer dünner. Dadurch wird das Gelenk nicht mehr ausreichend während einer Belastung geschützt und die Knochenfläche reiben aneinander. Es resultiert eine Schmerzsymptomatik.
Besonders stark sind die Schmerzen am Morgen (Anlaufschmerz) und zu Beginn einer Belastung. Doch eine Arthrose ist nicht immer nur durch das Altern bedingt.
Auch hormonelle Dysregulationen, Vitaminmangel und extreme sportliche Belastung (besonders Fußballer und Jogger) der betroffenen Gelenke können zu einer Degeneration führen.
Diese Ursachen sind vor allem bei jüngeren Betroffenen unbedingt abzuklären, um die degenerativen Prozesse in einem möglichst frühen Stadium zu behandeln.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Schmerzen im Mittelfuß.

Sehnenentzündung

Da der Fuß zahlreiche kleinste,gezielte Bewegungen ausführen muss, bedarf es einem umfangreichen, Muskel-, Band- und Sehnenapparat, um dies zu gewährleisten.
Vergleichbar ist dies mit den Fingern. Am Fußrücken verlaufen vor allem die Sehnen, die an der Streck- und Hebebewegung des Fußes beteiligt sind.
Werden diese Sehnen zu stark beansprucht, z.B. durch ein zu intensives Lauftraining, entzünden sie sich. Auch eine starke Kompression, wie beispielsweise durch zu enges Schuhwerk führen zu einer lokalen Überreizung, die in eine Entzündung übergeht.
Eine Entzündung wird typischerweise von Schmerzen, einer lokalen Überwärmung und  von einer Schwellung begleitet.
Oft können entzündungshemmende Medikamente und eine Entlastung bereits eine schnelle Besserung schaffen.

Am häufigsten ist die M. tibialis anterior Sehne von einer Sehnenentzündung betroffen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel:Sehnenentzündung am Fuß

Ganglion

Ein Ganglion beschreibt eine Aussackung der Gelenkkapsel, die als  ''Knubbel'' tastbar und oft auch sichtbar ist. Meist sind jüngere Frauen davon betroffen.
In Folge einer Überlastung tritt Flüssigkeit aus der Gelenkkapsel oder Sehnenscheide aus, die nicht wieder aufgenommen werden kann und sich in Gelenknähe ansammelt. Ein Ganglion bildet sich.
Dieses Ganglion ist ungefährlich, kann jedoch je nach Lokalisation Schmerzen verursachen.
Besonders zu enges Schuhwerk kann eine Aussackung im Bereich des Fußspannes sehr störend sein kann.
Ein Ganglion kann abpunktiert werden, in selten Fällen benötigt man eine OP.

Überbein

Ein Überbein besteht meist aus Knochen.
Man unterscheidet zusätzliche (akzessorische) Fußwurzelknochen von knöchernen Anbauten durch Verschleiß (Arthrose).
Ist ein Überbein als Folge von degenerativen Gelenkerkrankungen, sollte zunächst die Grunderkrankung behandelt werden.
Die Therapie richtet sich dabei nach den Beschwerden der Betroffenen.
Zusätzliche (akzessorische) Fußwurzelknochen müssen entlastet und überlastende Kraft umgeleitet werden.

Ermüdungsbruch im Mittelfußbereich

Ein Ermüdungsbruch wird auch als Stressfraktur bezeichnet, was die Ursache bereits beschreibt. Ein zu intensives Training hat den Mittelfuß so stark überreizt, dass es zum Bruch der betroffenen Knochen kann. Dieser Bruch ist von der typischen Fraktur, die mit einer Zwiespaltung des Knochens einhergeht, zu unterscheiden. Ein Ermüdungsbruch ist meist ein länger andauernder Prozess.
Durch eine Dauerbelastung wird die Knochenstruktur immer weiter geschädigt bis es im letzten Stadium zum durchgehenden Bruch kommt.  Der Mittelfuß ist die häufigste Lokalisation eines belastungsbedingten Bruches, im Fachjargon spricht man von einer Marschfraktur.
Betroffen sind Untrainierte, die sich einer zu intensives Trainingseinheit unterzogen haben, sowie Leistungssportler, deren Training über einen längeren Zeitraum über das gesunde Maß hinausging.
Aber auch Freizeitsportler, die sich einer Dauerbelastung aussetzen, sind betroffen. Durch eine unzureichende Regeneration hat der Knochen nicht genug Zeit, sich an die steigernde Belastung anzupassen.
Die Schmerzsymptomatik intensiviert sich bei Belastung. Auch Dehnung oder langsames Aufwärmen bessern den Schmerz nicht. Im Gegenteil intensiviert er sich immer mehr.
Nicht immer geht der Bruch mit einer Schwellung einher. Dies ist abhängig vom Stadium der Knochendestruktion.
Auch ein Unfall, ein sogenanntes Überrolltrauma, kann einen Bruch im Mittelfuß bedingen. Dies ist aber seltener.

Weitere Informationen finden Sie auch im Artikel Ermüdungsbruch im Fuß.

Gicht

Die Gicht bezeichnet eine Stoffwechselerkrankungen bei der es zur Ansammlung von Harnsäure kommt.
Zu 95% sind Männer davon betroffen. Bei einem langfristig erhöhten Harnsäurespiegel bilden sich Kristalle (Tophi), die sich in der Gelenkkapsel, dem Knorpel und dem umgebenden Gewebe ablagern.
Häufig ist dabei das Großzehengrundgelenk (Podogra) betroffen, so dass die Schmerzen entlang des Fußspanns ausstrahlen.
Die Symptomatik kommt anfangs Schubweise. Hierbei treten

  • akute Schmerzen,
  • zusammen mit Rötung,
  • Überwärmung
    und Schwellung des Gelenkes

auf. Erst in späteren Stadien lagern sich tastbare Kristalle (Tophi) dauerhaft im umgebenden Gewebe ab. Therapeutisch ist eine Dauermedikation und Ernahrungsanpassung indiziert.

Kapselbandverletzung

Der Kapselbandapparat wird typischerweise durch zu starke Zugbewegungen verletzt.
Angeordnet nach steigender Schmerzintensität unterscheidet man die

  • Überdehnung,
  • von Zerrung (Distension)
    und
  • Zerreißung (Ruptur).

Während die beiden erstgenannten ohne bleibenden Schaden ausheilen, ist eine Ruptur gravierender.
Während des Heilungsprozesses findet ein narbiger Umbau des Gewebes statt. Dabei verändert sich die Struktur und wird weniger elastisch.

Auch eine Verstauchung ist eine typische Verletzungsfolge des Kapselbandapparates. Hier werden Gelenkflächen durch kurzzeitige Fehlbelastung aus ihrer Position luxiert, gelangen aber wieder dorthin zurück. Es bleiben kleine Faserrisse in der Gelenkkapsel zurück. Da diese mit zahlreichen Schmerzrezeptoren ausgestattet ist, geht eine Verstauchung mit einer starken Schmerzsymptomatik einher.

Die häufigste Bandverletzung des Menschen, ist die des oberen Sprunggelenkes. Ursache ist meist ein Umknicken des Fußes nach außen.
Der Riss wird von einer Schwellung des Außenknöchels begleitet. Die Instabilität des Gelenkes verhindert ein normales Gehen.
Die Ruptur muss ausreichend ausheilen, um einen chronischen Verlauf zu verhindern.

Seltener betroffen ist das Innenband (Delta-Band). Ursächlich hierfür ist ein Umknicken Richtung Fußinnenseite. Meist betrifft die Läsion dann aber zuerst den Knochen des Wadenbeins, bevor das Innenband reißt.

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Vorderes Tarsaltunnelsyndrom

Bei einem vorderen Tarsaltunnel wird vergleichbar wie bei einem Karpaltunnelsyndrom der N. fibularis profundus am Fußrücken zwischen Haltebändern und Strecksehnen abgedrückt, was zu Schmerze und Taubheit am Fußrücken führt.
Betroffen sind häufig Skifahrer, Radfahrer und Menschen, die zu enge Schuhe tragen müssen.

Nicht zu verwechseln ist das vordere mit einem hinteren Tarsaltunnelsyndrom.
Das hintere Tarsaltunnelsyndrom beschreibt eine Nerveneinklemmung im Bereich des Innenknöchels. 

  • Entzündungen
  • Traumen / Verletzungen,
  • sowie venöse Stauungen,

führen im Vorhinein zu einer lokalen Schwellung im Bereich des Innenknöchels.

Der hier durchtretende Nervus tibialis versorgt die Schienbeinmuskulatur, die kurzen Fußmuskeln, sowie sensibel die Haut der Fußsohle. Wird die Durchtrittsstelle durch eine Schwellung eingeengt, kommt es zu brennenden Schmerzen im Bereich des Fußspannes. Diese werden durch digitalen Druck auf den Innenknöchel oder zu enges Schuhwerk verstärkt.
Ebenso kann es zu Sensibilitätsstörungen im Bereich der Fußsohle kommen. Diese treten besonders nachts auf.Seltener sind die kurzen Muskeln Fußmuskeln betroffen. Bei einer  Lähmung dieser ist ein Zehenstand kaum bis unmöglich, der Betroffene geht auf den Fersen. Man spricht von einem ''Hackengang''. Vergleichbar ist dieses Krankheitsbild mit dem bekannteren Karpaltunnelsyndrom der Hand.

Was sind die häufigsten Begleitsymptome?

Die häufigsten möglichen Begelitsymptome sind:

  • Dysästhesien (Sensibilitätsstörungen)
  • Kribbeln, Brennen
  • Lähmung der Fußmuskeln
  • Überwärmung, Rötung
  • Schwellung

Schwellung

Eine Schwellung (Ödem) bezeichnet eine Wassereinlagerungen.
Die Flüssigkeit, die in den Gefäßen kursiert, kann dort nicht mehr gehalten werden und tritt in das Gewebe aus.
Ursächlich hierfür sind Druckveränderungen im Gefäß selbst, Defekte in der Gefäßwand oder Lymphabflussstörungen.
Eine Druckveränderung im Gefäß kann durch verschiedenste Ursachen hervorgerufen werden.

  • Eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • eine venöse Insuffizienz (Venenschwäche),
    sowie
  • eine periphere Verschlusskrankheit (z.B. Raucherbeine, Schaufensterkrankheit)

bedingen einen erhöhten Druck innerhalb des Gefäßes.
Dieser Druck presst die Flüssigkeit aus dem Gefäß heraus in das Gewebe. Dadurch wird der Rückfluss des restlichen Blutes erleichtert.
Auch ein Eiweißmangel führt zur Veränderungen des Druckes und zum Austritt von Flüssigkeit. Dieser kann durch eine insuffiziente Niere (Nierenschwäche) oder falsche Ernährung verursacht sein.
Defekte in der Gefäßwand sind meist durch Entzündungen bedingt. Entzündungszellen und Botenstoffe werden über das Blut zum Zentrum der Entzündung transportiert und machen die Gefäße durchlässiger.
Aber auch Allergien, z.B. gegen Wespengift, können die Gefäßdurchlässigkeit erhöhen und Wassereinlagerungen (Ödeme) verursachen.
Ebenso entstehen Schwellungen durch Knochenbrüche. Gefäße und Lymphwege werden destruiert und Blut sammelt sich an, so dass neben der Schwellung meist auch Blutergüsse auftreten.
Davon abzugrenzen sind Lymphabflussstörungen. Hier ist der Abtransport des Blutes gestört. Diese Art von Schwellung wird speziell als Lymphödem bezeichnet.
Doch auch banalere Ursachen können hinter geschwollen Füßen und Beinen stecken. So sind weibliche Geschlechtshormone für eine zyklusabhängige Schwellung der Beine bei vielen Frauen verantwortlich. Auch langes Stehen und Hitze belastet den Rücktransport des Blutes und kann zu Schwellungen führen, die nach kurzem Hochlagern der Beine wieder abklingen.

Länger andauernde Schwellungen, besonders solche, die bei Druck mit den Fingern auf den Fuß eine bleibende Einkerbung hinterlassen, und relativ weich sind, sollten unbedingt abgeklärt werden.
Genauso müssen auch entzündungsbedingte Schwellungen behandelt werden.

Lokalisation der Schmerzen

Die häufigsten Lokalisationen der Schmerzen sind:

Diagnose

Nach einer detaillierten Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte), die auf Unfälle, Überlastung und Grunderkrankungen eingeht, wird die Untersuchung begonnen.
Zunächst sollte der Fuß abgetastet werden. Dabei ist auf lokale Schwellungen und Blutergüsse zu achten.
Auch auf Fehlstellung und Schmerzdruckpunkte sollte eingegangen werden.
Wichtig ist hier die genaue Lokalisation der Schmerzen festzustellen, um zu unterschieden,ob Zehen, Mittelfuß oder die Fußwurzel betroffen sind.
Ebenso wichtig ist es, die Art der Schmerzen zu differenzieren. Während kribbelnde brennende Schmerzen eher nervale Ursachen haben, sollte man bei einem stechenden Schmerz an eine Entzündung denken. Kann anschließend noch keine sichere Diagnose gestellt werden, sind bildgebende Verfahren, wie Ultraschall, Röntgen oder MRT anzuwenden.

Was sieht man im Röntgenbild?

Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen, die einen Körper durchdringen und je nach Dichte und Moleküle Beschaffenheit des Gewebes unterschiedlich gestreut werden.
Besonders Knochensubstanz kann hierdurch dargestellt werden. So ist diese Methode bei Verdacht auf Knochenbrüche, wie bei einem Ermüdungsbruch indiziert.
Auch degenerative und entzündliche Prozesse des Knorpels und des Knochens, wie bei der Arthrose und Arthritis, können röntgenologisch dargestellt und unterschieden werden.
Die Strahlen sind jedoch potentiell schädlich für den Körper, so dass die Notwendigkeit der Bildgebung immer kritisch abgewogen werden sollte.

Wann ist ein Ultraschall sinnvoll?

Die Methode des Ultraschall ist ein nicht invasives, ungefährliches Verfahren. Hier macht man sich die unterschiedliche Dichte von Geweben zu Nutze, die die eingehenden Strahlen unterschiedlich stark reflektieren. Dabei können besonders Flüssigkeiten und Weichteilschäden gut dargestellt werden. So ist diese Methode zur Untersuchung von Flüssigkeitsansammlungen nach entzündlichen Prozessen und von Hämatomen geeignet.
Auch Sehnenverletzungen können sonografisch dargestellt werden.
Nachteil des Ultraschalls ist, dass sie sehr untersucherabhängig und oftmals nicht genau genug ist, um eine sichere Diagnose stellen zu können. Daher wird sie vermehrt zur Verlaufsuntersuchung genutzt.

Wann braucht man ein MRT?

Die MRT Diagnostik arbeitet mit einem starken Magnetfeld, welches die Wasserstoffatome  im Körper auslenkt.
Diese Auslenkung wird bildlich dargestellt und liefert genaueste Unterscheidung der Strukturen. Die MRT Diagnostik ist schmerzfrei und kommt ohne schädliche Strahlung aus.
Allerdings ist sie teuer und zeitaufwendig und ist deshalb nur unter speziellen Indikationen indiziert.
Sie dient der Erweiterung des Röntgenbildes, da sich hier

  • Knorpel,
  • Bänder
    und
  • Muskeln

besser darstellen und differenzieren lassen.
Feinste Risse können dabei nur im MRT erkannt werden. So ist sie z.B. bei der weiterführenden Diagnostik einer andauernden Schmerzsymptomatik nach einem Außenbandriss indiziert.
Auch Knochenläsionen, die durch das Röntgenbild nicht abschließend geklärt werden können, stellen eine Indikation für ein MRTvom Fuß dar.
So sind Mikroläsionen, wie beispielsweise im frühen Stadium einer Marschfraktur im Röntgenbild nicht sichtbar und können nur im MRT diagnostiziert werden.

Schmerzen nach dem Aufstehen am Spann

Schmerzen nach dem Aufstehen bezeichnet man auch als Anlaufschmerz. Er tritt nach längerer Ruhigstellung des Fußspannes auf und verschwindet nach Belastung wieder.
Verantwortlich hierfür sind unter anderem degenerative Erkrankungen wie Arthrose, sowie entzündliche Prozesse.
Auch Verletzungen des Bandapparates können sich in einem Anlaufschmerz äußern. Möglicherweise liegt eine Entzündung vor, die sich in Ruhe intensiviert, oder die Bänder am Fußrücken wurden durch eine falsche Lage in der Nacht überdehnt.
Auch eine vergangene Banderkrankung kann ursächlich sein. Bei noch nicht vollständig ausgeheilter Verletzung oder narbigem Umbau des Gewebes, kann es sein, dass die Strukturen einer Eingewöhnung an die Belastung bedürfen. Dadurch verschwindet der Schmerz nach dem Aufwärmen.

Schmerzen nach dem Joggen am Spann

Der Fußspann steht beim Laufen und Gehen unter ständiger Belastung. Gerade bei intensivem Training oder einem falschen Laufstil können die Strukturen überreizen und sich entzünden.
Auch ein falsches Schuhwerk wirkt sich negativ verstärkend auf die Symptomatik aus. Es kann zu einer Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündung der Fußstreckermuskeln kommen. Diese äußert sich in Schmerzen am Fußspann, die ggf. mit einer Schwellung einhergehen.
Sind die Schmerzen kaum erträglich und steigern sich, sollte an einen Ermüdungsbruch gedacht werden. Oft ist hier auch ein Bluterguss sichtbar. Typischerweise ist hierfür eine außergewöhnliche Belastung und ein starkes Übertraining über einen längeren Zeitraum verantwortlich.

Wenn Schmerzen am Fußspann beim Joggen auftritt ist immer einer Laufbandanalyse sinnvoll.

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

Je nach Ursache reicht in den meisten Fällen eine konservative, nicht invasive Behandlung aus.
Bei Entzündungen kann durch schmerzhemmende Gele, sowie entzündungshemmende Medikamente bereits eine schnelle Besserung erzielt werden. Der Fuß sollte ruhig gestellt und gekühlt werden, um die Schwellung zu reduzieren. Zur Nachbehandlung kann eine Krankengymnastik helfen, die Muskulatur des Fußes zu stärken und Fehlstellungen auszugleichen. So soll eine Rückkehr der Entzündung  verhindert werden.
Bei einem hinteren Tarsaltunnelsyndrom, können Einlagen mit einer Erhöhung der Fußinnenseite oft schon die Symptome lindern.
Eine operative Maßnahme ist nur bei Therapieresistenz und andauernden Schmerzen indiziert. Auch bei Fußfehlstellungen sind Einlagen indiziert. Diese können die Belastungen, die auf den Fuß wirken, besser verteilen und ihn damit entlasten.
Bei einem Ermüdungsbruch wird mit einem Gipsverband oder heutzutage mit einem pneumatischen Gehstiefel therapiert.
Dieser soll den Fuß dauerhaft entlasten, so dass die betroffenen Mittelfußknochen in Ruhe ausheilen können. Nur in sehr seltenen Fällen bei schwerwiegenden Frakturen, ist eine Operation indiziert. Wichtig ist vor allem, die Umstände die ursächlich für den Bruch verantwortlich waren, im Verlauf anzupassen. So sollten Schuhwerk und Trainingsintensität angepasst werden. Eventuelle Laufstilfehler sollten durch Analysen erkannt und vermieden werden.
Äußerste Vorsicht ist auch nach einer Außenbandruptur geboten. In 90% der Fälle heilt des Außenband innerhalb von 6-8 Wochen vollständig aus.
Dabei wird der Fuß je nach Ausmaß kurzfristig komplett ruhig gestellt, indem Unterarmgehstützen verordnet werden.
Im Anschluss soll der Fuß bereits wieder schrittweise belastet werden. Eine Sprunggelenkorthese bezeichnet eine Stütze, die ein erneutes Umknicken verhindert und den Fuß seitlich stabilisiert.
Sollten die Schmerzen jedoch über zwei Monate andauern, muss eine weiterführende Diagnostik veranlasst werden. Hier ist meist einem MRT vom Fuß sinnvoll.

Allgemein gilt bei jeglichen Schmerzen nach einer starken Belastung die PECH-Regel:

  • P: Pause
  • E: Eis
  • C: Compression
  • H: Hochlagern

So können sich die gereizten Strukturen beruhigen und die Schwellung wird gemindert.

Schmerzen im Fußspann, die auf Stoffwechselerkrankungen und degenerative Prozesse zurückgehen, sind schwieriger zu therapieren.
Hier liegt der Schwerpunkt in der Behandlung der Grunderkrankung.
Bei der Gicht sollte der Harnsäurespiegel medikamentös gesenkt werden.
Besteht eine Arthrose im Mittelfußgelenk wird symptomatisch behandelt. Zunächst sollte die Gelenkmobilität durch Krankengymnastik aufrecht erhalten werden.
Bei bleibender Symptomatik, ist eine medikamentöse Schmerztherapie indiziert. Auch Einlagen und Spezialschuhe können unterstützend wirken.
Erst in einem späteren Stadium ist eine Operation indiziert.
Dabei reicht die Bandbreite der Möglichkeiten von Durchblutungsförderung bis hin zu Gelenkprothesen
Im Fuß- und Sprunggelenksbereich kann auch eine operative Gelenkversteifung (Arthrodese) Besserung erzielen.
Welche Maßnahmen geeignet sind, sollte individuell orthopädisch abgeklärt werden.

Wie lange dauern die Schmerzen an?

Eine Sehnenscheidenentzündungen klingt oft schon nach einigen Tagen bis Wochen ab. Dabei richtet sich die Genesungsdauer nach dem Bemühen des Patienten. So klingt die Entzündung umso schneller ab, je mehr der Fuß entlastet wird. Wichtig ist dabei, eine Wiederkehr der Entzündung zu verhindern, um einen chronischen Verlauf zu vermeiden.

Ein Ermüdungsbruch heilt dagegen deutlich langsamer ab. In der Regel wird eine Schonung von 6-12 Wochen verordnet. Wichtig ist vor allem, die volle Trainingsintensität nicht direkt wieder aufzunehmen, um einen erneuten Bruch vorzubeugen.

Das Tarsaltunnelsyndrom bessert sich, sobald die Einklemmung des Nervs aufgehoben ist. So können durch Einlagen schon Besserungen innerhalb einiger Tage erzielt werden. Bei Operationen dauert es etwas länger bis die betroffenen Strukturen wieder ausgeheilt sind und der Fuß voll belastet werden kann.

Prävention

Wie kann eine Laufbandanalyse helfen zukünftig Schmerzen zu verhindern?

Bei leichten, belastungsabhängigen Schmerzen im Fuß sollte an eine Fehlstellung oder einen Lauffehler gedacht werden.
Auch bei einem hohen Trainingspensum mit gesteigerter Belastung der Füße, sollte eine Laufbandanalyse durchgeführt werden.
Hier wird das Laufverhalten mittels einer Kamera aufgenommen und von einem Experten analysiert.
Auch Fehlstellungen im Bereich der Wirbelsäule oder Schiefstellungen der Hüfte werden vom geschulten Auge des Untersuchers erkannt und per Videoanalyse vermessen.
Dabei bestimmt der Betroffene selbst Geschwindigkeit und Intensität der Belastung entsprechend seiner Gewohnheiten.

Zusätzlich werden Fußlängs- und Quergewölbe untersucht. Dabei wird die individuelle Druckverteilung der Fußsohle gemessen.
Entsprechend der Ergebnisse kann auf Lauffehler eingegangen und ein spezieller Schuh empfohlen werden.
Je nach Lauftyp und Belastung des Fußgewölbes, kann ein passender Trainingsschuh, einer Fehlstellung entgegenwirken. So reicht dies oft schon aus, um leichte Schmerzen während des Trainings zu nehmen. Stärkere Fehlstellungen können mittels Einlagen ausgeglichen werden.
Liegt die Problematik bei falsch angewandten Laufgewohnheiten, kann ein spezielles Lauftraining Besserung schaffen.
Besonders Stabilisationstraining kann die Muskulatur und den Bandapparat des Fußes stärken und Lauffehlern entgegenwirken.

Welche Therapie nun individuell am besten ist, kann im Anschluss einer Laufbandanalyse vom Experten geklärt werden.