Termin vereinbaren

Einen Termin bei uns?

Lumedis Frankfurt

Dr. Gerret Hochholz
Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, Akupunktur und manuelle Medizin

vom 01.07.19 - 31.08.19
Biebergasse2
60313 Frankfurt,

danach dauerhaft

Kaiserstraße 14 / Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

Zur Online-Terminvereinbarung

Telefon
069 24753120

Fußschmerzen

Fußschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben. Nur wenn man die Ursache eindeutig identifiziert hat, kann man spezifisch behandeln.
Lassen Sie sich von den Fußspezialisten von Lumedis beraten.
Hier finden Sie unsere Terminvergabe!

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.

Definition

Fußschmerzen können den gesamten Fuß betreffen. Häufig sind vor allem Schmerzen an der Innenseite, am Ballen oder am Spann lokalisiert.
Oft treten die Schmerzen nach falscher oder zu intensiver Belastung auf. Wichtig ist dabei zwischen akutem Überlastungsschmerz und länger andauerndem Fehlbelastungsschmerz zu unterscheiden.
Je nachdem, welche Ursache dem Schmerz zugrunde liegt, ist die Intensität und die Art des Schmerzes sehr wichtig, um die passende Diagnose zu stellen und die richtige Therapie einzuleiten.Genau wie die Lokalisation, können auch die Ursachen der Fußschmerzen vielfältig sein.

Was sind die häufigsten Ursachen für Fußschmerzen?

Gründe für Fußschmerzen können sowohl temporäre Überlastungen, als auch akzidentelle Fehlbelastungen sein.
Eine andauernde Fehlstellung führt zu einem kontinuierlichen Dauerschmerz, während unfallbedingte Brüche und Entzündungen zu intensiven Schmerzen, die plötzlich auftreten, führen. Brüche sind meist unfallbedingt, können aber auch durch exzessive Überbelastung (Ermüdungsbruch vom Fuß) hervorgerufen werden.
Entzündungen sind meist durch lokale Überreizung bedingt. Hier spielen andauernde Fehlbelastungen eine entscheidende Rolle.
Diese können einerseits auf angeborene Fußdefmormitäten, andererseits auf ein falsches Schuhwerk zurückgehen.
Aber auch Sehnenentzündungen wie die Platarfasziitis, ein Peronealsehnensyndrom, eine Tibialis-Posteriorsehnensyndrom oder eine Achillessehnenentzündung kommen schmerzverusachend in Frage.
Zuletzt muss aber auch an die Arthrose, wie z.B. einen Hallux rigidus oder eine Mittelfußarthrose gedacht werden.
Weiterhin gibt es eine weitere große Vielzahl an Ursachen, wie. z.B. einen Morbus Sudeck (CRPS) oder eine Osteochondrosis dissecans (OD).

Ursachen nach Lokalisation

Fußschmerzen am Spann

Der Fußspann wird auch als Fußrücken oder Rist bezeichnet. Wichtig ist hier diagnostisch vor allem zwischen morgentlichen vorübergehenden und ganztäglich andauernden Schmerzen zu differenzieren.
Einen Fußschmerz, der am Folgetag nach einer intensiven vorausgegangenen Aktivität nach dem Aufstehen auftritt, und im Laufe des Tages verschwindet, hat oft eine starke Belastung als Ursache. Der Spann wurde zu intensiv gereizt und erholt sich bereits durch eine kurze Ruhigstellung wieder. Hält der Schmerz jedoch über einen längeren Zeitraum an, sollte unter anderem der Knochen weiter untersucht werden.
Es könnte eine Mittelfußarthrose, eine degenerative Abnutzung des Fußgelenkes, eine Exostose, ein gutartiger Knochentumor oder eine Arthritis zugrunde liegen.
Die Arthrose tritt häufig altersbedingt auf. Durch eine Rückbildung des Knorpelgewebes, fehlt dem Gelenk die schützende Gleitzone, so dass eine reibungslose Bewegung nicht mehr möglich ist. Stattdessen reiben die Knochen aneinander und bedingen den dauerhaften Fußschmerz.
Davon zu unterscheiden ist die Mittelfußarthrose, eine entzündliche Veränderung des Gelenkes. Die chronische Form ist oft durch eine Erkrankung des gesamten Körpers bedingt. Hier kann eine Stoffwechselerkrankung, wie Gicht oder eine Autoimmunerkrankung, wie Rheuma oder Lupus vorliegen.
Diese Grunderkrankungen sollten bei erstem Auftreten unbedingt diagnostisch abgeklärt werden.
Akute Stadien der Arthritis können dagegen auch durch temporäre Infektionen bedingt sein.
Anhaltspunkt für einen entzündlichen Prozess des Gelenkes sind eine Morgensteifigkeit, beziehungsweise ein verstärktes Schmerzgefühl am Morgen sein.

Lesen Sie mehr in unserem Artikel Schmerzen am Fußspann / Fußrücken.

Fußschmerzen am Ballen

Der Fußballen beschreibt den vorderen Teil der Fußsohle. Hier vereinigen sich die Zehengrundgelenke. Dementsprechend ist dieser Teil besonders am Abrollvorgang des Gehens beteiligt und unterliegt einer starken Dauerbeanspruchung.
Schmerzen im Bereich des Ballens nennt man Metatarsalgie. Normalerweise wird dieser stark beanspruchte Bereich durch ein Fettpolster geschützt. Dieses kann jedoch altersbedingt oder durch erhöhte Belastung immer dünner werden, so dass die Knochen nicht mehr ausreichend gepolstert werden. Auch hohe Schuhe, die den Schwerpunkt des Körpergewichtes auf den Ballen legen, verstärken den Rückgang dieses Fettpolsters und können damit zu Schmerzen führen. Ebenso wirkt sich Übergewicht auf den Rückgang des Fettpolsters aus.
Oft leiden Patienten mit Schmerzen im Bereich des Ballens auch an Fehlstellungen der Zehen. Äußerlich erkennbar sind hier ein Hallux valgus, eine Krallen- oder Hammerzehe. Diese Fehlstellungen führen zu Fehlbelastungen im Mittelfußbereich.
Da der Ballen vor allem beim Gehen und Laufen beansprucht wird, treten die Schmerzen vor allem belastungsabhängig auf.
Bei einer Überbelastung kann es außerdem zu einer Schwellung des plantaren Fußnervs kommen, man spricht von einem Morton Neurom. Oft gehen die belastungsabhängigen Schmerzen dabei auch mit Taubheitsgefühl und Brennen der Zehen einher. Richtungsweisend bei der Diagnose ist ein sogennanter Spreizfuß. Durch das fehlende Fußquergewölbe, findet keine Druckentlastung mehr statt und der Fußballen wird dauerbelastet und überreizt.
Bei sehr ambitionierten Sportlern können Schmerzen im Ballen außerdem durch einen Ermüdungsbruch (Marschfraktur) bedingt sein. Hier sind vor allem jugendliche Mädchen betroffen bei denen der Extremsport auch das Hormonsystem beeinflusst. Ein Mangel es weiblichen Geschlechtshormons Östrogen begünstigt eine Osteoporose und damit wiederum einen Bruch. In seltenen Fällen kann auch ein akzidentelles Überolltrauma zum gennanten Bruch im Mittelfußbereich führen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel:

Fußschmerzen innen / auf der Innenseite

Schmerzen an der Fußinnenseite können durch eine akzessorische Struktur im Fußgewölbe bedingt sein. Hierbei unterscheidet man einen angeboren, zusätzlichen Fußwurzelknochen von einer später auftretenden Weichteilgeschwulst.
Ein akzessorischer Fußwurzelknochen tritt bei vielen Menschen auf und ist oft symptomlos. Je nach Lage des Knochens, kann er zeitweise zu Schmerzen führen.
Im Gegensatz dazu tritt eine Weichteilgeschwulst meist erst im Erwachsenenalter auf, man spricht umgangssprachlich von einem ,,Überbein‘‘. Hierbei handelt es sich um eine gutartige Ausstülpung der weichen Gelenkhäute, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Lage und Größe des Überbeins bestimmen die Schmerzintensität.
Auch eine Sehnenentzündung des Musculus tibialis posterior kann ursächlich für Schmerzen in der Fußinnenseite sein. Die Sehne des an der inneren Wade laufenden Muskels setzt mittig an der Fußinnenseite an und wird beim Einwärtsdrehen und Krümmung des Fußes Richtung Sohle (Inversion) beansprucht. Durch eine Über- oder Fehlbelastung kann sie sich entzünden, wodurch ein bei Belastung zunehmender Schmerz entsteht.

Lesen Sie mehr zum Thema Schmerzen im Fußgewölbe.

Fußschmerzen außen / an der Außenseite

Schmerzen an der Fußaußenseite gehören zu den seltener auftretenden Fußschmerzen.
Hier setzt die Sehnen des Musculus peroneus brevis an. Dieser Unterschenkelmuskel ist entscheidend an dem Anheben und Eindrehen des lateralen Fußes (Eversion) beteiligt. Auch hier kann es bei einer Überreizung durch  Fehlbelastungen zu einer schmerzhaften Entzündung kommen.
Auch ein Basisbruch der äußeren Mittelfußknochen (MT5) kann ursächlich für einen an der Fußaußenseite auftretenden Schmerz sein. Man spricht hier von einer Jones Fraktur. Der zentrale, seitlich auslaufende Schmerz ist häufig von einer Schwellung oder Blutergüssen im Mittelfußbereich begleitet. Die Symptomatik ist so stark, dass eine Belastung des Fußes nicht mehr möglich ist.

Weitere Informationen lesen Sie im Beitrag Schmerzen im Mittelfuß.

Ferse

Die Ferse ist maßgeblich am Abrollvorgang des Fußes und damit ständig beim Gehen beteiligt. Schmerzen in diesem Bereich sind daher häufig und haben vielseitige Ursachen.
Bei Menschen, die aktiv sind und viel Gehen, kann der Grund für den Fersenschmerz an einem Fersensporn liegen.
Hierbei handelt es sich um eine dornförmige Ausbuchtung des Knochens im Bereich der Ferse, die durch Überlastung oder anlagebedingt entsteht. Der Fersensporn befindet sich am Muskelsehenenansatz der Ferse und kann sowohl durch eine lokale Überreizung entstehen, als auch diese erst herbeiführen. Gründe hierfür können neben schlechtem Schuhwerk, Fehlbelastungen und intensive sportliche Aktivität (v.a. bei Untrainierten) sein.
Man unterscheidet einen unteren und hinteren Fersensporn.
Der untere Fersensporn ist an der Fußsohle lokalisiert und beschreibt einen intensiven, stechenden Schmerz. Man spricht auch von einem Anlaufschmerz, das heißt, dass zum Morgen und zum Beginn einer Gehstrecke der Schmerz am stärksten ist und durch Gewöhnung an die Belastung wieder verschwindet.
Der hintere Fersensporn entsteht am Ansatz der Achillessehne, die sich genau dort befindet, wo der Schuh an die Ferse ansetzt. Der Schmerz wird in diesem Bereich deutlich bei Belastung wahrgenommen. Oft geht er mit einer Schleimbeutelentzündung und lokaler Schwellung einher. Der hintere Fersensporn kann außerdem eine Entzündung der Achillessehne verursachen. Schmerzen im Bereich der Achillessehne werden unter dem Begriff Achillodynie zusammengefasst und haben verschiedenste Ursachen. Die Sehnenstruktur kann durch degenerative Prozesse krankhaft verändert sein. Sie kann kleine oder durchgehende Rissen haben; der Ansatz kann sich entzünden; sowie der umgebende Schleimbeutel.
Die enorme Reizung und schlechte Sauerstoffversorgung der Sehne tritt bei Stoffwechselkranken, Sportlern, wie auch Menschen mit Fußfehlstellung auf. Hier kann eine ausreichende Durchblutung nicht mehr gewährleistet werden.
Bei Kindern steckt hinter einem Fersenschmerz häufig eine sogenannte Apophysitis calcanei. Hierbei handelt es sich um eine degenerative Erweichung im Bereich des Sehnenansatzes der Ferse, die meist mit einer zusätzlichen Entzündung einhergeht. Richtungsweisend sind hier vor allem anamnestisch eine Schwellung und lokale Schmerzhaftigkeit, häufig betroffen sind dabei Kindern, die viel Sport treiben.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel

Schmerzen im Großzeh

Ein häufiger Verursacher von Schmerzen im Großzeh ist der sogenannte Hallux rigidus. Hierbei handelt es sich um eine Arthrose des Großzehengrundgelenkes, bei der es vor allem in Beugestellung der Zehe zu Fehlstellungen im Gelenk kommt. Dadurch treten die Schmerzen besonders beim Abrollen der Zehen auf und ein Zehenspitzenstand ist meist nicht mehr möglich.
Die Fehlform kann dabei angeboren sein oder aus immer wieder auftretende Traumen im Bereich der Großzehe, z.B., durch häufiges Anstoßen hervorgehen. Von der chronischen Arthrose zu unterscheiden ist die Gicht in der Großzehe (Podagra). Das Großzehengrundgelenk ist bei der Gicht am häufigsten befallen.
Während bei der Arthrose der Schmerz dauerhaft ist, tritt er bei der Gicht anfallsartig auf.

Weitere Informationen finden Sie in den Artikeln Hallux rigidus und Schmerzen im großen Zeh.

Woran erkennt man Gicht?

Bei der Gicht (Arthritis urica) handelt es sich um eine krankhafte Einlagerung von Harnsäurekristallen, wodurch es zu Entzündungen kommt.
Dabei ist vor allem das Großzehengrundgelenk, gefolgt von Sprung- Finger und Kniegelenk betroffen.
Die Entzündung geht einher mit einer Rötung, Schwellung und Druckschmerzhaftigkeit im betroffenen Gelenk einher. Die Schmerzen sind anfallsartig (vergl. im Gegensatz dazu Arthrose). Im Spätstadium können sich die Kristalle zu tastbaren Knoten ablagern.

Woran erkennt man einen Bruch?

Im Fachjargon bezeichnet man einen Knochenbruch auch als Fraktur. Dabei handelt es sich um eine Unterbrechung der Kontinuität des Knochens durch eine lokale Überbelastung.
Die Symptomatik einer Fraktur kann sich je nach Größe, Ort und Art des Bruches erheblich unterscheiden.
Dabei gibt es jedoch einige Symptome, die vor allem in ihre Summe, wegweisend für die Diagnose sind.
Dazu zählt

  • der plötzlich auftretende, intensive Schmerz,
  • zusammen mit einer Schwellung
    und
  • Blutergussbildung im betroffenen Bereich.
  • Oft klagen Betroffene über Funktionseinbußen im umgebenden Gelenk.

Einige Zeichen können beweisend für die Diagnose eines Knochenbruchs sein. Dazu zählt die von außen sichtbare Fehlstellung, und die abnorme Beweglichkeit um die Bruchstelle. Auch Knochenfragmente bei offenen Brüchen, lassen keinen Zweifel an der Diagnostik einer Knochenfraktur.
Bei kleineren Frakturen kann eine sichere Diagnose jedoch oft nur durch ein zusätzliches Röntgenbild gestellt werden.
So kann die Art und Stelle des Bruches genau eingesehen und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

Weiter Informationen erhalten Sie auch unter unserem Thema Bruch eines Fußwurzelknochens

Fußschmerzen nach dem Joggen

Fußschmerzen nach einer sportlichen Belastung treten vor allem durch ein zu intensives Training auf. Wenn der Fuß die Intensität oder Art der Belastung nicht gewohnt ist, oder zusätzlich ein falsches Schuhwerk gewählt wurde, kann es zu einem Ermüdungsbruch im Fuß (sogenannte Marschfraktur) kommen. Der Betroffene berichtet dabei von akuten bis andauernden Beschwerden im Mittelfußbereich, die sich beim Abrollen des Fußes intensivieren. Den akut stechenden Schmerz spürt man auch bei einer Sehnenscheidenentzündung im Fußspann. Auch hier kann eine Überbelastung ursächlich sein. Diagnostisch ist ein Röntgenbild zur Differenzierung erforderlich.
Auch können Verletzungen im Bereich der Sehnen Grund für einen Fußschmerz nach dem Laufen sein. Bei Patienten ab dem 30. Lebensjahr, liegen häufig bereits degernative Veränderungen der Achillessehne zugrunde. Durch eine andauernde Belastung, kann sich die Sehne entzünden und immer anfälliger für starke Druck- und Zugbelastungen werden. Vor allem beim ruckartigen Bremsen und Sprinten, kann es so zu einem Riss der Sehne kommen. Währenddessen hört man typischerweise einen lauten Knall.
Auch der Schleimbeutel der Achillessehne / Ferse kann durch eine Überlastung entzündet sein. Weitere Schleimbeutel zwischen den Zehen, am Vorfuß oder Rückfuß reagieren ebenso bei einer Überreizung.
Ein zu enges Schuhwerk kann ebenso prädisponierend für eine lokale Entzündung sein. Diese geht mit überwärmter Rötung und Schwellung einher.
Tritt der Schmerz nach plötzlichem Umknicken des Fußes auf, ist häufig der Bandapparat des oberen Sprunggelenks betroffen. Hierbei geht der Schmerz mit einer Schwellung des Außenknöchels einher.
Um die richtige Therapie zu wählen, sollte unbedingt ein Facharzt kontaktiert werden. Verschiedene Ursachen gehen oft mit denselben Symptomen einher.
Zur Diagnostik hilft besonders eine Laufbandanalyse.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Fußschmerzen nach dem Aufstehen

Schmerzen nach dem Aufstehen, bezeichnet man auch als Anlaufschmerz.
Charakteristisch ist hierbei, dass die Schmerzen nach längerer Ruhigstellung des Fußes auftreten, und schon innerhalb weniger Minuten teilweise oder gar vollständig verschwinden. Die Schmerzen entstehen also, während der Fuß ruht, und entzündliche Prozesse voranschreiten. Häufig ist dabei der Band und Sehnenapparat des Fußes betroffen.
Ganz banal kann eine Überdehnung der Bänder während des Schlafens dahinter stecken. Hierbei ist eine falsche Lageposition ursächlich.
Auch nach bereits durchgemachter und verheilter Verletzung des Bandapparats, können nach längerer Ruhigstellung Schmerzen auftreten bis sich das Band wieder an die Belastung gewöhnt hat.
Bei starken Schmerzen sollte jedoch auch an die Möglichkeit einer Bandentzündung oder Zerrung gedacht werden.
Im Gegensatz dazu kann ein Anlaufschmerz auch ein erster Hinweis auf eine beginnende Degenenation des Knorpel und Knochens, eine Arthrose, im Fuß sein.

Der Anlaufschmerz ist das typische Anzeichen eines Fersensporns oder einer Achillessehnenentzündung!

Welche begleitenden Symptome kommen häufig vor?

Häufig begleitende Symptome sind:

  • Schwellung
  • Rötung
  • Überwärmung
  • Hämatom (blauer Fleck)
  • sichtbare Fehlstellung
  • Verstärkung im Bereich der Achillessehne

Diagnose

Bei anhaltenden Schmerzen sollte zunächst ein Orthopäde oder Allgemeinmediziner aufgesucht werden. Dabei wird der Fuß nach Schwellungen und Dislokationen abgetastet. Eine intensive Anamnese ist unerässlich zur Diagnosestellung.
Kann keine sichere Diagnose anhand der klinischen Symptomatik gestellt werden, sollten bildgebende Verfahren in Anspruch genommen werden.
Bei Brüchen ist ein Röntgenbild unerlässlich. Auch bei degenerativen und entzündlichen Prozessen sollte zur Differenzierung und Stadieneinteilung geröntgt werden. Wichtig ist hier zu klären, ob eine Dislokation beziehungsweise Lageverschiebung vorliegt. Anhanddessen wird weiter entschieden, ob eine chirurgische Intervention nötig ist.
Ein CT kann zusätzlich zur genaueren Differenzierung veranlasst werden. Hier werden z.B. bei einem Belastungsbruch im Mittelfuß Überlagerungen und Weichteilläsionen besser erkannt. Allerdings ist die Strahlenbelastung höher als beim Röntgen. Vorteil ist hier, dass das Bild innerhalb von Sekunden entsteht, so dass das CT vor allem bei Traumen angewendet wird.
Reicht ein Rötngenbild zur genauen Diagnosestellung nicht aus, kann zusätzlich ein MRT veranlasst werden.
Die MRT Bildgebung stellt Weichteilkontraste genauer dar ohne den Patienten mit Strahlen zu belasten. Dies kann bei Achillessehnenruptur und Mikroläsionen im Bereich der Bänder und Muskeln diagnostisch sehr hilfreich sein.
Die Achillessehnenruptur kann jedoch auch konseravtiv mittels des Thompson Tests diagnostiziert werden. Hierbei liegt der Betroffene in Bauchlage. Bei einer Kompression der Wade durch den Untersucher, bleibt die zugehörige Fußbewegung aus. Der Sehnenriss verhindert ein Abknicken des Fußes in Richtung Sohle.
In seltenen Fällen kann auch eine Ultraschalluntersuchung indiziert sein. Meist eignet sie sich aber eher zur Diagnosebestätigung als deren Findung. Gelenkergüsse und Weichteilhämartome (also Flüssigkeitsherde unter der Haut) können so dargestellt werden.

Behandlung / Therapie

Leichte Fußverletzungen können konservativ, also ohne operative Maßnahmen, behandelt werden. Dabei ist eine Ruhigstellung des Fußes erforderlich.
Liegt jedoch eine Läsion im Bandapparat des Fußes vor, sollte die ursprüngliche Situation operativ wiederhergestellt werden.
Bei einer Schleimbeutelentzündung sollte der Fuß zunächst entlastet werden, entzündungshemmende Schmerzmittel können helfen, die Schwellung zu reduzieren. Auch Einlagen können die lokale Belastung reduzieren, und vor allem bei Fußfehlstellungen eine Besserung erzielen. Bei bleibender Symptomatik können Schleimbeutel punktiert oder operativ komplett entfernt werden.
Auch bei Brüchen kann oft eine operative Intervention nötig sein, sofern der Knochen lageverschoben ist. Ist dies nicht der Fall, und die ursprüngliche Form und Lage des Knochen ist unverändert, genügt eine 6-wöchige Entlastung mit einer stabilen Fixierung des Fußes ohne Operation.
Fußfehlstellungen werden unterschiedlich behandelt. Zunächst versucht man mit konservativen Methoden, wie Einlagen, Physiotherapie und entsprechendes Schuhwerk die Symptomtik zu lindern. Bei bleibenden Schmerzen und schweren Deformitäten kann die Fußform auch operativ angepasst werden. So können beispielsweise ein Hallux valgus oder rigidus behandelt werden.
Bei chronischen Prozessen wie Arthrose gestaltet sich die Therarpie am schwierigsten. Hier wird je nach Ausprägung und Voranschreiten der Krankheit unterschieden. Zunächst sollte eine konservative Behandlung erfolgen. Dabei wird der Aufbau des muskulären Halteapparates mittels Krankengymnastik angestrebt werden. Auch minimalinvasive Verfahren, wie eine Gelenkspülung sind möglich (Arthroskopie). Weitere Möglichkeiten bei späteren Stadien sind eine Knorpelverpflanzung, sowie ein künstlicher Gelenkersatz durch eine Prothese.

Wie lange dauern Fußschmerzen in der Regel an?

Die Dauer bis zur Schmerzlosigkeit hängt ganz von der Schwere der Verletzung ab.
Eine schnelle Abhilfe kann mit Schmerzmitteln erreicht werden. Gerade bei Schleimbeutelentzündungen können diese die Schwellung mindern und die Entzündung hemmen. Jedoch sollte man vorsichtig mit der Einnahme von Entzündungshemmern sein. Oft wird die Symptomatik gelindert ohne die Ursache zu bekämpfen. Bei einer Reizunterdrückung wird der Fuß oft weiterhin belastet und die Dauer bis zur Genesung auf lange Sicht verzögert.
Der Aufbau des muskulären Halteapparates mittels Physiotherapie nimmt mehrere Wochen in Anspruch.
Knochenbrüche erfordern eine minimale Entlastung von 6 Wochen.
Bei Sehnenrissen kann es oft einige Monate dauern bis der Fuß wieder voll belastet werden kann.
Wichtig ist vor allem die konsequente Schonung und Ruhigstellung des Fußes.

Konservative Therapien hängen in ihrer Dauer von der Mitarbeit des Betroffenen und Schwere der Erkrankung ab.

Laufbandanalyse

Eine Laufbandanalyse kann sowohl beim Kauf eines neuen Schuhs als auch zur Ursachenfindung bei Schmerzsymptomatik sehr sinnvoll sein.
Mittels einer Videokamera kann der Laufstil, und damit der Abrollvorgang und der Schwerpunkt der Belastung, genau analysiert werden. Oft genügen hierbei schon Aufnahmen von wenigen Minuten, die dann analytisch in Zeitlupe angeschaut werden. Meist erfolgt zusätzlich eine Bildgebung der Fußsohle, die durch kalorische Messung, die Druckpunkte und Belastungszentren genau darstellt.
Liegt die Ursache der Schmerzen beispielsweise an einem Plattfuß, der zum Einknicken des Fußes zur Innenseite führt, kann ein entsprechender Schuh oft schon ausreichen, um die Schmerzen zu beheben.
Auch der Laufstil kann von Laufexperten genau beurteilt  und eventuelle Fehler durch gezieltes Training behoben werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Laufbandanalyse