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Lumedis Frankfurt

Dr. Nicolas Gumpert
Facharzt für Orthopädie

Privatpraxis für Orthopädie, Sportmedizin, Akupunktur und manuelle Medizin

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Fersensporn

Lumedis hat sich auf die Behandlung des Fersensporns spezialisiert.
Gerne helfen wir Ihnen mit unseren Informationen weiter. Falls Sie eine Beratung von unseren Fußspezialisten wünschen, können Sie gerne einen Termin bei uns vereinbaren.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz ist ein Instruktor für Chirotherapie .... bla bla bla

Definition - Was ist ein Fersensporn?

Ein Fersensporn (Calcaneussporn) bezeichnet einen dornenartigen knöchernen Fortsatz des Fersenbeins (Calcaneus), der sich aufgrund verschiedener Ursachen ausbilden kann.
Man unterscheidet zwei Ausprägungen des Fersensporns:
Die häufigere ist der sogenannte plantare, also an der Fußsohle befindliche, der in Richtung der Zehen zeigt und auf den Ansatz der Sehnenplatte (Plantarfaszie, Plantaraponeurose) der Fußsohle drückt.
Die seltenere Ausprägung ist der obere, also kraniale Fersensporn. Bei dieser Form befindet sich der knöcherne Fortsatz am Ansatz der Achillessehne, wo es durch eine zu starke Belastung des Fußes zu kleineren Läsionen und folglich zu schmerzhaften Entzündungen der Achillessehne kommen kann.

Ein Fersensporn kann sehr gut behandelt werden. Auch wenn die Behandlung einfach erscheint, haben wir uns bei Lumedis auf die Behandlung des Fersensporns spezialisiert und kümmern uns auch um die "hartnäckigen" Fälle.

Ursachen

Die Ursachen des Fersensporn sind vielfältig. Beim Gehen, aber vor allem beim Laufen lastet ein Vielfaches unseres Körpergewichts auf unseren Füßen.
Wenn über einen längeren Zeitraum eine Überbelastung des Fußes stattfindet, versucht der Körper, dieser entgegenzuwirken und verstärkt die Sehnenansätze des Fußes, indem er Kalk einlagert und ihnen eine knochenähnliche Substanz verschafft.
Deshalb sollte bei der sportlichen Betätigung darauf geachtet werden, dass Aufwärmübungen nicht vernachlässigt werden, um die Sehnen und Bänder des Fußes elastisch zu halten und auf die kommende Beanspruchung vorzubereiten. Sportarten die besonders häufig zu einem Fersensporn führen ist das Joggen.
Weiterhin kann falsches Schuhwerk dazu führen, dass die Druckbelastung auf der Fußsohle ungleichmäßig verteilt wird und die Bildung eines Fersensporns begünstigen. Man sollte bei der Schuhsohle auf eine ausreichende Dämpfung achten. Die Sohle sollte nicht zu dünn sein und die Ferse durch einen leichten Absatz zusätzlich unterstützt werden.
Dabei ist zu bedenken, dass auch langes Stehen, unter anderem im Beruf, eine starke Beanspruchung des Fußes ist.
Im Besonderen auf richtiges Schuhwerk muss bei Fußfehlstellungen wie zum Beispiel Knickfüßen, bei denen der Innenknöchel im Verhältnis zum Außenknöchel deutlich stärker erscheint, Muskelschwäche oder einer verkürzten Wadenmuskulatur und Übergewicht geachtet werden, da jeder Punkt eine zusätzliche Belastung des Bewegungsapparates darstellt.

An welchen Symptomen erkennen Sie einen Fersensporn?

Das Leitsymptom eines Fersensporns stellen dieFersenschmerzen und morgendlicher Anlaufschmerz dar, die durch die Entzündung an dieser Stelle hervorgerufen werden.
Ihr Erscheinungsbild ist vielfältig, sowohl was ihre Form, ihre Intensität und ihre Häufigkeit betrifft. Oft werden die Schmerzen brennend oder stechend beschrieben und können genau lokalisiert werden. Sie treten bei Belastung durch Bewegung auf, können aber auch provoziert werden, indem man auf die Ferse drückt.
Beim  unteren (plantaren) Fersensporn sind die Schmerzen vor allem innenseitig am vorderen Rand der Ferse bemerkbar, wohingegen beim hinterer (dorsalen) Fersensporn der Bereich der Achillessehne, häufig dort, wo die Schuhkappe endet, den Ursprung der Beschwerden darstellt.
Häufig bessern sich die Schmerzen nach kurzer Zeit, sobald man sich hinsetzt, hinlegt oder das Bein ausruht.
Außerdem kann der betroffene Bereich wie bei allen Entzündungsreaktionen des Körpers geschwollen und gerötet sein und sich wärmer als der Rest des Fußes anfühlen.

Schmerzen nach dem Aufstehen

Typischerweise klagen Patienten mit einem Fersensporn im Besonderen über große Schmerzen nach dem morgendlichen Aufstehen, den sogenannten Anlaufschmerz, der sich im Verlauf des Tages vermindert.
Nach einer gewissen Zeit der Belastung sind die Sehnen und Bänder, aber auch die Muskulatur des Fußes „eingelaufen“ und somit aufgewärmt, sodass die Bewegung flüssiger und reibungsloser durchgeführt werden kann als morgens direkt nach dem Aufstehen.

Diagnose

Die Diagnose lässt sich häufig bereits recht sicher nach der Erhebung der Krankengeschichte, der Anamnese, stellen, da vor allem der gut lokalisierbare Schmerz auf einen Fersensporn hindeuten.
Jedoch ist es wichtig, den Arzt auch über die Häufigkeit, die Dauer und die Verschlimmerungen, aber auch verbessernden Umstände der Beschwerden aufzuklären.
Anschließend führen wir bei Lumedis eine gründliche körperliche Untersuchung durch, während der er verschiedene Bewegungen des Fußes herbeiführt und diesen gezielt abtastet.
Klassischerweise wird ein Röntgenbild angefertigt, um den Verdacht ganz sicher zu bestätigen, da ein Fersensporn nicht sicher zu ertasten ist.
Die Diagnostik kann bereits von einem Hausarzt vorbereitet werden.

Röntgenbild

Das Röntgenbild soll die Verdachtsdiagnose „Fersensporn“ bestätigen.
Hierzu wird eine Aufnahme des seitlichen Fersenbeins (Calcaneus) angefertigt und ist meist ausreichend, um eine sichere Diagnose zu stellen.
Jedoch können bereits Schmerzen und Beeinträchtigungen des Bewegungsablaufs auftreten, bevor sich eine im Röntgenbild sichtbare Knochenneubildung nachweisen lässt.
Dieser Zustand wird in der Regel durch eine Plantarfasziitis ausgelöst.

Wann braucht man ein MRT der Ferse?

Die Magnetresonanztomographie (MRT) oder auch Kernspintomographie braucht man vor allem zur Beurteilung der Weichteile des Fußes, also Bändern, Sehnen und der Muskulatur.
Da der Fersensporn jedoch eine knöcherne Neubildung darstellt, wird diese Art der Bildgebung eher selten zur Diagnose verwendet. Jedoch können die Beschwerden in der Krankengeschichte durchaus weniger spezifisch beschrieben werden, sodass andere Erkrankungen nicht ausgeschlossen werden können.
Wenn die Qualität der Plantarfaszie beurteil werden soll, ist ein MRT vom Fuß unerlässlich.
Gerade der Anlaufschmerz zeigt sich typisch auch bei anderen Krankheitsbildern wie Arthrose, Sehnenentzündungen, Knorpelschäden oder Bänderzerrungen.
Allerdings ist eine MRT besonders sensitiv für Entzündungszeichen und somit kann die Ausbreitung der Entzündung besonders gut beurteilt werden.

Behandlung / Therapie

Die Behandlung eines Fersensporns sollte unvermittelt nach Diagnosestellung begonnen werden, da die Beschwerden durch eine Entzündung der Sehnenansätze hervorgerufen werden und eine Entzündung derart chronifizieren kann, dass eine konservative Behandlung, also ohne operativen Eingriff, nicht mehr ausreicht, um eine Ausheilung zu erreichen.
Die erste Form der Behandlung stellt die Entlastung des Fußes dar, um die ständige Reibung des Knochenvorsprungs am Sehnenansatz zu unterbinden. Zusätzlich kann bei anhaltenden Schmerzen auf entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente zurück gegriffen werden, bei deren Auswahl ein Apotheker oder der behandelnde Arzt hilft. Weiterhin stehen den Patienten diverse Behandlungsmöglichkeiten offen, sowohl aus der Orthopädie als auch aus der Naturheilkunde.

Gelkissen

Eine Maßnahme zur Entlastung der Ferse stellt das Gelkissen dar. Wie bereits oben beschrieben ist eine federnde und stoßdämpfende Schuhsohle unabdingbar zur Behandlung, aber auch Prävention eines Fersensporns.
Gelkissen sind frei verkäuflich, können aber auch verschrieben werden und werden auf die Schuhsohle unter die Ferse platziert. Sie müssen also nicht durch einen Arzt verordnet werden und können günstig in Drogeriemärkten erworben werden.
Allerdings ist zu beachten, dass solche Gelkissen lediglich die Schmerzen beim Gehen lindern und nicht die Ursache der Symptome behandeln.

Abstellen von Fußfehlformen / Einlagen

Einlagen hingehen behandeln die Ursache des Fersensporns, sofern diese eine Fußfehlstellung darstellt. Um eine passende Einlage zu erhalten, sollte eine Orthopäde aufgesucht werden, der nach genauer Analyse der Fehlstellung einen Orthopädietechniker mit der Anfertigung der Einlagen beauftragt. Häufig sind Knick- und Senkfüße ursächlich, teilweise auch die Kombination der beiden. Deshalb zielen Einlagen darauf ab, das Fußgewölbe zu unterstützen, um die fehlerhafte Druckverteilung des Fußes zu beheben.
Zusätzlich finden sich meist Polsterungen oder Aussparungen im Bereich der Ferse, um diese ähnlich des Prinzips der Gelkissen zusätzlich zu entasten. Um den größtmöglichen und langfristigen Erfolg zu erzielen, sollten Einlagen dauerhaft, aber auch im Wechsel ohne Einlagen, getragen werden ungeachtet des Schuhwerks. Sie können in verschiedene Schuhe eingesetzt werden und bei Bedarf für spezielle Schuhformen angefertigt werden.
Bei Lumedis können im Rahmen der durchgeführte Laufanalyse und Pedographie exakt ausgemessen werden.

Kinesiotape

Kinesiotapes als Behandlung eines Fersensporns zählt zu den eher neuen Behandlungsmethoden. Hierbei soll der selbstklebende Verband so angelegt werden, dass  die Sehnenplatte (Fascia plantaris) der Fußsohle in ihrer Dehnung eingeschränkt wird, um so zu vermeiden, dass der Sehnenansatz, an welchem sich der Fersensporn befindet, unablässig gereizt wird.
Wichtig ist, dass das Kinesiotape durch einen Fachkundigen oder nach dessen Anleitung aufgetragen wird, um gegenteilige Wirkungen zu vermeiden.
Fachkundige können Orthopäden, aber auch Physiotherapeuten darstellen. Kinesiotape ist im Gegensatz zu klassischem Tape dehnbar und soll dadurch die Muskulatur und Durchblutung anregen, sodass im entzündeten Gewebe der Abfluss schädigender Stoffe gefördert wird; hiermit wird beabsichtigt, eine schnellere Heilung zu erzielen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema: Kinesiotape.

Infiltration mit Cortison

Cortison ist ein körpereigenes Hormon, welches stark entzündungshemmend wirkt und damit eine Schmerzlinderung hervorrufen kann.
Natürlicherweise gelangt das Cortison über die Blutbahn zu seinen Wirkorten, im Gegensatz zu dem synthetischen Cortison bei einer Infiltration.
Die Injektionsstelle kann von Arzt zu Arzt variieren; teilweise wird das Cortison direkt in die gereizte Fascia Plantaris injiziert, manchmal auch seitlich in die Ferse. Die Minderung der Schmerzen sollte nach wenigen Tagen bemerkbar sein und einige Wochen anhalten, wobei manche Patienten mehrere Sitzungen der Infiltrationstherapie benötigen, um einen Rückgang der Schmerzen zu verspüren.
Generell dient die Infiltration mit Cortison als eine kurzfristige Schmerztherapie, da Studien darauf hindeuten, dass langfristige Behandlungen zu einer verminderten Festigkeit der Sehnen und des Knorpels führen. Außerdem verbessert diese Methode nur die Symptomatik, jedoch werden die Ursachen des Fersensporns nicht therapiert und damit ist eine erneute Reizung der Sehnen sehr wahrscheinlich.
Cortison sollten nur sehr Fersensporn erfahrene Ärzte anwenden.

Wann braucht man eine Stoßwellentherapie?

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) kommt als Behandlung in Frage, wenn durch andere Therapiemaßnahmen nur eine unzureichende Verbesserung der Schmerzsymptomatik eingetreten ist oder die Heilungsdauer verkürzt werden soll.
Bei dieser Behandlungsform werden Stoßwellen auf den Fersensporn gelenkt, welche diesen verkleinern und somit die Ursache der Schmerzen reduzieren.
Zusätzlich sollen Stoßwellen Selbstheilungsprozesse im Körper aktivieren beziehungsweise fördern.
Trotz der Verkleinerung des Fersensporn müssen nach einer Stoßwellentherapie Fehlbelastungen korrigiert werden, da es ansonsten zu einer erneuten Bildung des Fersensporn, bzw. einer erneuten Entzündung der Plantarfaszie kommen kann.

Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Artikel extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT).

Eine Stoßwellentherapie ist eine sehr effektive Methode einen hartnäckigen Fersensporn zu behandeln.
Der Erfolg hängt vom Stoßwellengerät und Erfahrung der Anwender ab.

Ablauf einer Stoßwellentherapie

Die Stoßwellentherapie beinhaltet oftmals mehrere Sitzungen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Hierbei wird ein Schallkopf, ähnlich dem Ultraschallkopf bei der Untersuchung einer Schwangeren, mit Gel versehen und auf die Ferse gedrückt. In der Regel wird zuvor keine örtliche Betäubung der Ferse vorgenommen.
Wenn der Schallkopf die Ferse berührt, werden mehrere tausend Druckwellenimpulse in Richtung Fersensporn gesendet in einem Zeitfenster von fünf bis zehn Minuten. Sie durchdringen das Weichteilgewebe bis zum Knochen und entfalten dort erst ihre Energie; der Fersensporn wird also mechanisch zerkleinert. Damit das Fersenbein nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, ist es nötig, die Stoßwellen zu bündeln, weshalb eine fokussierte Stoßwellentherapie angewendet wird.
Die  großflächigere, rädiäre Stoßwellentherapie findet ihren Einsatz eher bei der Behandlung von Muskelschmerzen.
Üblich bei dieser Therapie sind drei bis fünf Sitzungen im Abstand von einer Wochen,sodass dem Körper genügend Zeit verschafft wird, das zertrümmerte Gewebe zu resorbieren.

Schmerzen bei einer Stoßwellentherapie

Die Stoßwellenapplikation an sich verursacht leichte Schmerzen.
Jedoch können Schmerzen bei der Behandlung auftreten, sofern eine Entzündung des umliegenden Gewebes im Vordergrund steht. Auch wenn üblicherweise keine Betäubung der Ferse vorgesehen ist, kann in solchen Fällen eine Lokalanästhesie durchgeführt werden.
Diese erfolgt mit einer dünnen Nadel, über die in den Fersenbereich Lokalanästhetika wie Mecain injiziert werden. Diese Injektionen sind normalerweise nicht schmerzhaft und können eine Stoßwellentherapie schmerzfrei ablaufen lassen. Da es währenddessen zu einer mechanischen Belastung des Fersensporns kommt, können nach einer Behandlung Schmerzen, Schwellungen, Erwärmungen oder Rötungen auftreten. Diese können durch Kühlung reduziert werden und verschwinden innerhalb weniger Tage. Insgesamt gilt die Stoßwellentherapie als nebenwirkungsarm und gut verträglich.

Hekla lava

Hekla Lava stellt ein homöopatisches Heilmittel dar. Gewonnen wird die Lava aus dem Eruptionsmaterial des isländischen Vulkans Hekla, welche sich durch einen hohen Fluoridgehalt auszeichnet.
Es wurde im 19. Jahrhundert auffällig, dass in der Nähe des Vulkans Weidetiere knöcherne Deformitäten aufwiesen, welche jedoch gutartig waren und von sehr brüchiger Konsistenz.
Nach dieser Erkenntnis wurde ein Arzneimittel hergestellt, welches heutzutage in Form von Streukügelchen (Globuli) oder Tabletten erhältlich ist.
Nebenwirkungen sind keine bekannt, jedoch wird eine Monotherapie lediglich bestehend aus Hekla Lava nicht empfohlen.
Die Behandlung sieht eine vier- bis sechsmonatige Kur mit Hekla Lava in dem Verdünnungsgrad C4 mit täglich 2 Globuli vor.

Diese Salben können helfen

Gegen die Beschwerden eines Fersensporns können auch Salben eingesetzt werden.
Hierzu gehört zum Beispiel die Murmeltiersalbe, welche aus Murmeltierfett besteht. Dieses enthält verschiedene Steroidhormone wie Cortison, das schmerzlindernd und entzündungshemmend wirkt.
Auch Pferdesalbe kommt in der Behandlung zum Einsatz.
Sie wird unter anderem aus der Rosskastanie gewonnen, enthält aber zusätzlich ätherische Öle, Arnika, Rosmarin, Kampfer, Menthol und Salicylate. Allerdings ist zu beachten, dass die Zusammensetzung der Pferdesalben uneinheitlich ist und somit bei verschiedenen Herstellern variiert. Ihr wird eine schmerzlindernde, durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Eigenschaft zugesprochen.
Beide Präparate können entweder in Apotheken oder Drogeriemärkten erworben werden.

Dauer der Erkrankung

Die Dauer der Erkrankung variiert stark je nach Behandlung und deren Erfolg. Eine vorläufige Schmerzlinderung kann durch Ibuprofen oder Diclofenac innerhalb weniger Tage eintreten, jedoch bedarf die Behandlung der Ursache eines Fersensporns bedeutend länger.
Im Allgemeinen sollte eine Ausheilung innerhalb von sechs Wochen bis sechs Monaten stattfinden, wobei beachtet werden muss, dass Präventivmaßnahmen im Anschluss an die Genesung erfolgen sollten.

Prävention

Warum sollte man nach einer ausgeheilten Fersensporn eine Laufbandanalyse machen?

Auch wenn ein Fersensporn ausgeheilt ist, ist häufig die Behandlung nicht abgeschlossen.
Es empfiehlt sich, anschließend eine Laufbandanalyse als Präventivmaßnahme durchführen zu lassen, da als Ursache dem Fersensporn meist ein falscher Laufstil und somit eine Fehlbelastung des Fußes zu Grunde liegt. Langfristig soll also einer erneuten Erkrankung vorgebeugt werden, da rezidivierende Entzündungen der Sehne zu einer Chronifizierung der Schmerzen führen können, welche sehr viel schlechter auf konservative Therapien anspricht als die Ersterkrankung.

Ablauf einer Laufbandanalyse

Die Laufbandanalyse besteht aus einer Analyse des Stand-, Geh- und Laufverhaltens über eine Druckplatte und Videoaufzeichnung. Zunächst erfolgt eine Analyse ohne Schuhwerk und im Anschluss eine Analyse mit nach Auswertung ausgewähltem Schuhwerk.
Die Standanalyse zeigt die Gewichtsverteilung auf der Fußsohle. Hierbei können Fußfehlstellungen wie Platt- oder Hohlfüße ermittelt und auf eventuelle Fehlstellungen der Wirbelsäule rückgeschlossen werden.
Bei der Ganganalyse wird eine Fußdruckmessung durchgeführt, sodass ein individuelles Gangbild erstellt werden kann, welches Rückschlüsse zu anatomischen Abweichungen der Knie- und Hüftgelenke zulässt. Hierbei werden Rhythmus und die Veränderung des Körperschwerpunkts berücksichtigt und das Abrollverhalten analysiert.

Ergebnisse der Laufbandanalyse

Die Ergebnisse der Laufbandanalyse ermöglichen eine Aussage über den individuellen Bewegungsablauf. Dieser beinhaltet die Schrittlänge, die Schrittzeit, die Schwungphase, die Stoßdämpfungsphase und die Standphase, sodass auch vergleichend Rückschlüsse auf die Rechts- Linksbelastung des Ganges gezogen werden können.
Nachdem die Messdaten ausgewertet wurden, werden bei Bedarf Gangbild optimierende Einlagen angefertigt, die künftig im Alltag oder auch beim Sport getragen werden sollten.
Zusätzlich können für sportlich aktive Menschen unter Berücksichtigung der Trainingsart, -dauer und -häufigkeit passende Sportschuhe empfohlen werden, welche in einer weiteren Laufbandanalyse getragen und somit auf Tauglichkeit geprüft werden.

Weiter Informationen erhalten Sie unter unserem Thema:Laufbandanalyse

Faszientherapie

Die Faszientherapie ist als Behandlungs- und Präventionsmethode für viele Beeinträchtigungen des muskuloskelettalen Apparates verbreitet. In Bezug auf den Fersensporn soll die Achillessehne beziehungsweise die Plantarfaszie durch tägliche Übungen ihre natürliche Geschmeidigkeit zurückerlangen. Hierzu benötigt man speziell geformte Trainingsutensilien aus styroporähnlichem Material, welche in unterschiedlichen Formaten und Härtegraden existieren. Je nach Übung kann jedoch auch zum Beispiel schon ein Tennisball Abhilfe schaffen.
Eine klassische Übung in der Faszientherapie stellt das Vor- und Zurückrollen der Fußsohle auf einer kleinen länglichen Rolle mit leichtem Druck durch das Körpergewicht dar. Hiermit sollen Fußstrukturen gefordert werden, welche durch Alltagsschuhwerk und Bewegungsarmut nicht genügend beansprucht werden.
Speziell für die Achillessehne kann man auf den Händen aufgestützt und das Hauptgewicht des Körpers auf einem Fuß mit angewinkeltem Bein lastend die Achillessehne des zweiten, ausgestreckten Beines ebenfalls über einer Faszienrolle vor- und zurückbewegen und im Verlauf der Übung zusätzlich auch über die Wadenmuskulatur abrollen.
Letztere ist bei vielen Menschen verkürzt und kann für ein unphysiologisches Abrollen des Fußes sorgen.
Zu Beginn kann die Therapie als recht schmerzhaft empfunden werden, wobei sich bereits nach wenigen Übungseinheiten ein Fortschritt feststellen lässt.

Dehnübungen

Obwohl viele Menschen auf sportliche Aktivität wie zum Beispiel Joggen Wert legen, wird nur selten auch das Dehnen vor oder nach dem Sport regelmäßig durchgeführt.
Bei Fersenschmerzen oder einem diagnostizierten Fersensporn können spezielle Dehnübungen die Symptomatik erheblich verbessern und dauerhaft lindern.
Zum Einen ist es wichtig, die Wade zu dehnen, die unter anderem durch häufiges Tragen von Schuhen mit Absatz erheblich verkürzen kann.
Weiterhin sollte die Fußsohle gedehnt werden, was mit Hilfe eines Handtuchs oder bei genügender Dehnbarkeit mit den Händen als Unterstützung umgesetzt werden kann. Auch das Zehen-Fersen-Gewölbe zu stärken empfiehlt sich, ebenso die Zehenmotorik und Mobilität zu fördern. Zu entsprechenden Übungen kann ein Physiotherapeut oder Sportmediziner Anleitung geben.

Wichtig ist allerdings dass in der Phase der akuten Entzündung nicht gedehnt wird.

Igelball

Ein Igelball ist ein luftgefüllter Gummiball mit oberflächlichen kegelförmig zulaufenden Noppen. Klassischerweise wird er zur Selbstmassage am Rücken oder Fuß verwendet. Bei einem Fersensporn wird die Fußsohle im Sitzen über den Ball gerollt und leichter Druck auf die Fußunterseite ausgeübt. Durch seine Oberflächenbeschaffenheit wird die Durchblutung gefördert und die kleinen Fußmuskeln gekräftigt.
Diese wiederum können durch Training die Plantarfaszie unterstützen und auch generell die Sehnen und Bänder des Fußes entlasten.
Der Igelball wird in unterschiedlichen Größen hergestellt und kann somit in der geeigneten Größe erworben werden.

Was ist der Unterschied zu einer Plantarfasziitits?

Die Plantarfasziitis charakterisiert eine oft chronische Entzündung der Plantarfaszie, also der Sehnenplatte der Fußsohle. Ursächlich kann eine Überlastung derselben sein oder eine andauernde Fehlbelastung. Teilweise ist durch eine Diagnostik ein Fersensporn im Röntgenbild erkennbar, jedoch muss das für eine entsprechende Diagnose nicht der Fall sein.
Der Fersensporn an sich beschreibt lediglich eine Knochenneubildung oder einen Kalksporn im Bereich des Sehnenansatzes. Er kann durchaus einen Zufallsbefund im Röntgenbild darstellen, ohne eine klinische Symptomatik hervorzurufen. Er wird jedoch häufig als Folge einer Überanstrengung des Fußgewölbes ausgebildet und ist Verursacher dieser Entzündung.

Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Artikel: Plantarfasziitis