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Lumedis Frankfurt

Dr. Carmen Heinz
Dr. Gerret Hochholz
Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Osteoporose

Eine Osteoporose ist ein sehr gefährliches Krankheitsbild, da es gerade in den Frühformen keine Beschwerden verursacht.
Daher ist eine frühzeitige Diagnosestellung und nachfolgende optimale Behandlung wichtig, um lebensbedrohliche Komplikationen wie z.B. einen Schenkelhalsbruch zu verhindern.
Gerne beraten Sie die Osteoporosespezialisten von Lumedis in einem Termin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.
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Definition - Was ist eine Osteoporose?

Als Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, wird eine Erkrankung bezeichnet, bei der es durch Umbau- und Stoffwechselprozesse zur Reduktion der Knochenmasse kommt. Die dadurch verstärkte Instabilität des Knochens führt zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Frakturen, also Knochenbrüchen.

Frauen sind aufgrund der fehlenden Wirkung von Östrogen im Alter häufiger betroffen. Wichtig ist eine frühzeitige Erkennung der Erkrankung.

Therapeutisch steht die Einnahme von Medikamenten zur Hemmung des Knochenabbaus im Vordergrund.

Prophylaktisch können die Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels und Trainingsübungen zur Stabilisierung des Muskelapparates dienen.

Ursachen/Risikofaktoren

Zu den Ursachen und Risikofaktoren einer Osteoporose zählen:

  • Entstehung nach der Menopause durch fehlende Östrogenwirkung
  • Verschleiß im Rahmen des Alterns
  • Längere Einnahme von Cortison
  • Überfunktion der Nebenschilddrüsen
  • Verminderte Bewegung bzw. Immobilität
  • Essstörungen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Nikotinkonsum

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Osteoporose

Eine Osteoporose wird häufig erst erkannt, sobald die Folgen der verminderten Knochensubstanz, dieKnochenbrüche, vorliegen.

In frühen Stadien einer Osteoporose können gegebenenfalls Knochenschmerzen auftreten, die häufig jedoch sehr unspezifisch sind. Hierzu gehören beispielsweise Rückenschmerzen, die oft diffus entlang des Rückens lokalisiert sind. Bei diesen Beschwerden kommt es im Verlauf häufig zu einer sogenannten Kyphosierung, bei der die Wirbelsäule sich zunehmend krümmt und ein Rundrücken entsteht.

Das dominierende Hauptsymptom für Osteoporose ist der Knochenbruch. Dabei können unterschiedliche Knochen, je nach Belastung und Alter, betroffen sein. Typisch ist beispielsweise bei einer älteren Frau der Bruch des Oberschenkelhalses (Schenkelhalsbruch), da hier aufgrund der Schwerkraft eine sehr große Gewichtsbelastung besteht. Weiterhin können bei ausgeprägteren Formen beispielsweise auch vermehrt Rippen brechen (Rippenbruch), wenn stark gehustet wird. Daher treten Rippenbrüche häufig im Rahmen einer Lungenentzündung oder einer chronischen Lungenerkrankung bei Osteoporose auf.

Durch die vermehrte Instabilität der Knochen und die vermehrten Knochenbrüche kommt es häufig, vor allem im Bereich des Rückens, zu Verspannungen der Muskulatur, die versucht, die Instabilität auszugleichen.

Schmerzen/Knochenschmerzen

Schmerzen können bei Osteoporose viele verschiedene Ursachen haben. Hierzu gehören beispielsweise zu Beginn der Erkrankung unspezifische Rückenschmerzen, die durch den Verlust der Knochenmasse entstehen. Durch eine im Verlauf auftretende, zunehmende Versteifung des Rückens, Schonhaltungen und Instabilitäten der Muskulatur können die Schmerzen sich verstärken.

Des Weiteren treten Schmerzen bei Osteoporose häufig im Zusammenhang mit Knochenbrüchen auf. Daher sollte eine schnelle, adäquate Schmerzbehandlung erfolgen. 

Weitere Ursachen für Knochenschmerzen finden Sie in unserem Artikel Knochenschmerzen.

Knochenbruch

Der Knochenbruch ist häufig das erste auffällige Symptom bei einer Osteoporose. Er wird durch den Verlust der Knochenmasse begünstigt und entsteht dann durch leichtere Verletzungen, wie zum Beispiel leichte Stürze oder starkes Husten, die beim Gesunden keinen Knochenbruch hervorrufen würden. 

Bei älteren Frauen finden sich Knochenbrüche typischerweise am Oberschenkelhals (Schenkelhalsbruch) durch die Kombination aus einer erhöhten Gewichtsbelastung und dem Knochenschwund. Des Weiteren ist durch die vermehrte Belastung häufig auch die Wirbelsäule betroffen. Eine weitere typische Lokalisation bei Stürzen sind der Unterarm (Handgelenksbruch) oder der Ellenbogen (Ellenbogenfraktur).

Allgemeine Informationen erhalten Sie unter unserem Thema Knochenbruch.

MRT der LWS 
Einstellung T2 seitlich

  1. Wirbelbruch L1 (alt)
    ausgeheilter Wirbelbruch:
    Man erkennt noch gut die Deckplattenimpression und die Defektheilung des Wirbelkörpers (kraterartiger Defekt).
    Der Wirbelbruch ist alt, da kein Ödem (bone bruise) mehr im Wirbelkörper mehr zu erkennen ist.
  2. gesunder Wirbelkörper L2
    der gesunde Wirbelkörper hat noch eine quaderartige Form, die Deckplatte ist nicht eingebogen (Fischwirbel).
  3. gesunde Bandscheiben der Lendenwirbelsäule L3/4

 

Tannenbaumphänomen

Durch die Umbauprozesse im Knochen entstehen verschiedene charakteristische Befunde und Zeichen. Hierzu gehört in Bezug auf die Wirbelkörper eine Abnahme der Körpergröße, da die Knochensubstanz reduziert wird.

Ein klinisches Zeichen hierfür ist das sogenannte Tannenbaumphänomen, welches bei der entkleideten Person am Rücken sichtbar wird. Durch die Reduzierung der Körpergröße kommt es zu typischen Hautfalten entlang des Rückens. Diese verlaufen von mittig innen nach schräg unten außen. Somit kann in Anbetracht des gesamten Rückens das Bild eines Tannenbaums entstehen.
Ein Tannenbaumphänomen ist ein Zeichen einer hochgradigen Osteoporose und bedarf in der Regel eine sofortige Diagnostik durch eine DXA-Knochendichtemessung.

Welcher Arzt behandelt Osteoporose?

Die Osteoporose sollte in erster Linie durch einen Orthopäden behandelt werden. Hierbei stehen sowohl die Behandlung der Reduzierung der Knochenmasse, als auch die Stabilisierung des Halteapparats und die Therapie der Folgen der Osteoporose im Vordergrund. Dazu empfehlen wir Ihnen die Behandlung mit unserer Spezialistin für Osteopathie Carmen Heinz.

Die Verdachtsdiagnose der Osteoporose wird oftmals auch beim Hausarzt gestellt und kann, ohne das Auftreten von Komplikationen wie Knochenbrüchen, auch hausärztlich durch die Normalisierung des Vitamin-D-Spiegels behandelt werden. Zur Prävention möglicher Verletzungen wird jedoch auch dann eine orthopädische Abklärung empfohlen.

Diagnose

Die Diagnose einer Osteoporose erfolgt durch das Zusammenspiel verschiedener Methoden. Zunächst können im Orthopäden-Patienten-Gespräch und der körperlichen Untersuchung ursächliche und symptomatische Faktoren erörtert und die Beweglichkeit überprüft werden.

Die Blutabnahme kann weiterhin Hinweise auf die Ursachen sowie das Ausmaß der Osteoporose erbringen. Ein wichtiges Verfahren für die Diagnose ist die sogenannte Knochendichtemessung (DXA). Weiterhin kann ein Röntgenbild Aufschluss über das Fortschreiten der Osteoporose erbringen. Weitere bildgebende Verfahren sind nur bei spezifischen Fragestellungen notwendig.

Blutwerte

Eine Blutabnahme und das Auswerten bestimmter Blutwerte ist bei einer Osteoporose sowohl zur Diagnosesicherung als auch zur Abgrenzung gegenüber anderen Knochenerkrankungen wichtig. Hierbei werden das Blutbild und die Entzündungsparameter bestimmt.
Des Weiteren dienen verschiedene Elektrolyte wie zum Beispiel Calcium, Phosphat und Vitamin D  der Bestimmung des Ausmaßes der Osteoporose. 

Auch die sogenannte Alkalische Phosphatase (AP), ein Parameter für verschiedene Knochenerkrankungen, kann bestimmt werden. Auch eine Bestimmung des Schilddrüsenwertes TSH zur Abgrenzung einer vorliegenden Funktionsstörung des Organs kann zielführend sein.

Knochendichtemessung (DXA)

Die Knochendichtemessung, auch DXA (Dual X-Ray-Absorptiometry) genannt, stellt ein spezifisches Messverfahren zur Erfassung der Dichte des Knochens dar. Hierbei wird die Knochenflächendichte in g pro cm³ bestimmt.

Dazu werden häufige Lokalisationen der verringerten Knochendichte wie zum Beispiel die Lendenwirbelsäule, der Oberschenkelschaft und der Oberschenkelhals mittels spezieller Röntgenstrahlung gemessen. Daraus wird der sogenannte T-Score errechnet, der ein Maß für die Knochendichte darstellt. Bei einem Unterschied von -2,5 Standardabweichungen liegt per Definition eine Osteoporose vor.

Lumedis bietet selbstverständlich das moderne Verfahren zur Knochendichtebestimmung an.
Weitere Informationen erhalten Sie zu diesem Thema unter Knochendichtemessung (DXA).

Röntgenbild

Die Anfertigung eines Röntgenbildes dient sowohl der Einschätzung des Ausmaßes, als auch der Verlaufsbeurteilung und der Diagnose von Knochenbrüchen infolge der Osteoporose. Eine verminderte Knochendichte geht auch mit einer vermehrten Durchlässigkeit der Röntgenstrahlen einher, was ab ca. 30% Substanzverlust deutlich zu sehen ist.

Die äußere Knochenhülle ist häufig verschmälert und die typische Knochenstruktur mit sogenannten Bälkchen verringert. Letzteres wird vor allem im Bereich der Wirbelkörper sichtbar. Hier zeigen sich weiteren Strukturveränderungen der Boden- und Deckplatten der einzelnen Wirbelkörper sowie eine vertikal verlaufende Streifung.

Wann braucht man ein MRT?

Ein MRT wird für die Diagnosestellung einer Osteoporose nicht benötigt, kann jedoch zur Abklärung bestimmter Fragestellungen sinnvoll sein.

Insbesondere bei Frakturen kann die Durchführung einer MRT-Untersuchung zur Untersuchung des Ausmaßes und möglicher Begleitverletzungen eine Rolle spielen. Dabei stehen im Bereich der Wirbelsäule vor allem die Bandscheiben, das Rückenmark und die daraus hervortretenden Spinalnerven im Vordergrund. Auch bei für die Osteoporose untypische Beschwerden im Rücken kann ein MRT einen akuten Bandscheibenvorfall ausschließen.
Auch kurz bevorstehende Frakturen oder Haarrisse im Knochen durch eine Osteoporose lassen sich durch eine MRT Untersuchung frühzeitig darstellen.

Behandlung/Therapie

Die Behandlung einer Osteoporose umfasst verschiedene Maßnahmen und richtet sich nach den Beschwerden und dem Ausmaß der Erkrankung.

Zunächst einmal ist eine moderate körperliche Aktivität inklusive der Stärkung der Muskulatur zur Stabilisierung des knöchernen Apparates sehr wichtig.
Hierzu erarbeitet Lumedis mit dem Betroffenen ein individuelles Trainingsprogramm, was zu Hause eigenständig gezielt durchgeführt werden kann.

Damit kombiniert sollte eine ausreichende Einnahme von Vitamin D und Calcium erfolgen. Hierzu eignen sich bestimmte Nahrungsmittel sowie gegebenenfalls die Einnahme von Präparaten.
Ein Reduktion von Alkohol und Nikotin ist ebenfalls zur Stärkung der Knochensubstanz wichtig.

Weiterhin wirken sich Wärme-Behandlungen, Kinesiotaping und Akupunkturen positiv auf die Erkrankung aus. Besonders bei älteren Menschen sollte auf einen sicheren Stand und Gang geachtet werden und unterstützende Maßnahmen, wie Gehstützen oder ein Rollator, genutzt werden.

Die zusätzliche Behandlung der Osteoporose mit Medikamenten ist bei einem bestimmten Ergebnis der Knochendichtemessung sowie bei einigen Risikofaktoren oder bereits erfolgten Knochenbrüchen sinnvoll. Hierfür eignen sich verschiedene Medikamente, wie beispielsweise die Bisphosphonate.
Dieses dienen der Hemmung des Knochenabbaus und somit der Reduzierung des Risikos für das Auftreten erneuter Knochenbrüche.

Welches das beste Medikament gegen eine Osteoporose ist, diskutieren die Knochenspezialisten von Lumedis in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten über allen bestehenden Vor- und Nchteilen.

Medikamente

Eine medikamentöse Behandlung der Osteoporose ist sinnvoll, sobald in der vorangegangenen Knochendichtemessung ein bestimmter Wert gemessen wurde, Knochenbrüche als Folge der Osteoporose oder verschiedene Risikofaktoren vorliegen.

Hierfür eignen sich, besonders bei Frauen in der Menopause, die sogenannten Bisphosphonate, wie beispielsweise Alendronat (Alendronsäure). Hierbei steht die Hemmung der Zellen für den Knochenabbau, der Osteoklasten, im Vordergrund. Auch analog wirkende Präparate desParathormons, wie beispielsweise Teriparatid, können eingesetzt werden, da sie die Bildung von Vitamin D und die Erhöhung des Calcium-Spiegels unterstützen.

Bestimmte Medikamente, die an den Rezeptoren von Östrogen wirken, können den Wirkmechanismus des Hormons imitieren und den Knochenabbau hemmen.
Diese werden nur bei Frauen eingesetzt und gehen als Nebenwirkung mit einem erhöhten Risiko für Thrombosen und Embolien einher.

Des Weiteren gibt es bestimmte Medikamente, auf die vor allem in längerfristiger Einnahme bei einer Osteoporose verzichtet werden sollte.
Hierzu gehören vor allem

  • Cortison-Präparate
  • Magenschutztabletten (Protonenpumpeninhibitoren wie Omeprazol oder Pantoprazol)
    und
  • einige Antidepressiva.

Vitamin D

Vitamin D ist ein körpereigenes, fettlösliches Vitamin, welches durch die Leber und Niere gebildet und durch Sonnenlicht in der Haut aktiviert wird. Die Hauptaufgabe des Vitamins ist die Aufrechterhaltung des Gehalts an Calcium und Phosphat. Diese beiden Elektrolyte spielen eine entscheidende Rolle im Stoffwechsel des Knochenauf- und -umbaus. Daher fördert Vitamin D beispielsweise die Aufnahme von Calcium im Darm und der Niere.

Ein Mangel an Vitamin D führt entsprechend zu einer Veränderung des Knochenstoffwechsels. Daher ist bei einer Osteoporose die Einnahme von ausreichend Vitamin D, beispielsweise als Cholecalciferol, sehr wichtig. Auf genügend Sonneneinstrahlung zur körpereigenen Produktion sollte ebenfalls geachtet werden.

Unter einer Vitamin D Substitution sollten hochnormale Werte angestrebt werden.
Allerdings kann man Vitamin D auch überdosieren, wodurch schwerwiegende Nebenwirkungen ausgelöst werden können.

Ernährung

Da verschiedene Elektrolyte bei der Osteoporose eine wichtige Rolle spielen, besitzt auch die Ernährung eine besondere Bedeutung. Der Calciumspiegel wird dabei mit einer empfohlenen Zufuhr von 1,5g pro Tag aufrechterhalten. Calciumreiche Nahrungsmittel sind vor allem Milchprodukte, Brokkoli, Lauch, einige Fischarten und Mineralwasser.

Auch der Vitamin-D-Spiegel sollte ausreichend hoch sein und kann ebenfalls durch verschiedene Milch- und Fischprodukte aufrechterhalten werden. Gemieden werden sollten hingegen Phosphat-haltige Nahrungsmittel. Hierzu gehören vor allem verschiedene Fleisch- und Wurstsorten und Schmelzkäse.
Auch der Konsum von Alkohol und Koffein sollte reduziert werden.

Dauer/Prognose

Die Angabe einer Dauer der Osteoporose ist allgemein nicht möglich, da nach Reduzierung der Knochenmasse die ursprüngliche Dichte nicht wiederhergestellt werden kann und die Krankheit daher nicht heilbar ist. Durch eine adäquate Therapie kann allerdings das Fortschreiten der Erkrankung inklusive dem Auftreten von Knochenbrüchen verhindert werden.

Viele Betroffenen können bei entsprechender Behandlung ohne Probleme mit der Erkrankung leben. Dementsprechend besitzt die Erkrankung bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung auch eine gute Prognose. Beachtet werden sollten jedoch immer, insbesondere bei Älteren, mögliche Ursachen für ein erhöhtes Sturzrisiko.

Für eine optimale Prognose ist die frühzeitige Diagnostik entscheidend. 

Ist eine Osteoporose vererbbar?

Die Erkrankung Osteoporose ist nicht direkt vererbbar, allerdings gibt es verschiedene Risikofaktoren, die ein gehäuftes Auftreten der Erkrankung begünstigen. Hierzu gehört beispielsweise ein Mangel der sogenannten alkalischen Phosphatase. Dabei handelt es sich um ein Protein, welches eine wichtige Rolle im Stoffwechsel von Calcium und Phosphat einnimmt und damit auch für den Stoffwechsel der gesamten Knochensubstanz von Bedeutung ist.

Vermutlich sind auch weitere ursächliche Faktoren genetisch bedingt und somit vererbbar. Das komplexe Zusammenspiel zwischen den genetisch bedingten Risikofaktoren und äußeren Einwirkungen ist jedoch bis heute nicht gänzlich verstanden.

Rehabilitation und Prävention

Wirbelsäulenvermessung

Die Wirbelsäulenvermessung stellt ein effektives Mittel zur Prävention und Rehabilitation einer Osteoporose dar. Dabei werden mithilfe hochspezifischer Kameras und Messinstrumente genaue Parameter der Wirbelsäule erhoben. So kann beispielsweise eine ungesunde Verkrümmung der Wirbelsäule, wie sie in Form eines Rundrückens bei einer Osteoporose (osteoporotischer Groschensucher) zu Beginn der Erkrankung vorkommen kann, entdeckt werden.

Des Weiteren können mithilfe der Wirbelsäulenvermessung genaue Aufschlüsse über das Vorliegen möglicher Schonhaltungen, beispielsweise aufgrund von Knochenbrüchen, erlangt werden.

Trainingsübungen

Das regelmäßige Durchführen von Trainingsübungen spielt eine essentielle Rolle bei der Osteoporose, da die zunehmende Instabilität der Knochen durch ein vermehrtes Stärken der Muskulatur abgefangen werden kann.

Bei Beschwerden durch die Osteoporose im Bereich des Rücken sollte entsprechend eine Stärkung der Rückenmuskulatur erfolgen.
Hierfür eignet sich beispielsweise die sogenannte Superman-Übung. Diese wird in Bauchlage durchgeführt, wobei die Arme und Beine ausgestreckt werden. Dann werden diese entweder abwechselnd oder in Kombination immer wieder vom Boden abgehoben und kurz gehalten. Dies fördert die muskuläre Kräftigung der Rückenmuskulatur.

Ob allerdings die Superman-Übung in Ihrem Fall die richtige ist, muss immer im Vorfeld ein Orthopäde abgeklärt haben.

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