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Lumedis Frankfurt

PD Dr. Elke Maurer
Dr. Carmen Heinz
Dr. Franziska Zwecker

Dr. Nicolas Gumpert
Fachärzte für Orthopädie


Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Morbus Sudeck

Lumedis - Ihre Sudeck Spezialisten aus Frankfurt

Morbus Sudeck ist eine seltene Multisystemerkrankung, die mit schwerwiegenden orthopädischen Symtpome wie Bewegunsbeinträchtigung v.a. der Feinmotorik sowie Schmerz-  und Sensibiltätsstörungen.
Leider gehen bis zur sicheren Diagnose meist Jahre der Ungewissheit für die Betroffenen ins Land.
Wir von Lumedis haben uns auf die Therapie und Diagnostik von Morbus Sudeck spezialisiert und können Ihnen einen individuell an Sie angepassten Behandlungsplan anbieten. Gerne beraten die Spezialisten von Lumedis persönlich in unserer Sprechstunde. Zu Ihrem Wunschtermin gelangen Sie hier.
 

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild und DPA regelmäßig als Interviewpartner zur Verfügung.
Weiterhin betreibt veröffentlicht er Informationen für laienverständliche Medizin seit vielen Jahren.
Folgen Sie Dr. Gumpert auf Facebook ­­oder Instagram.

Was ist ein Morbus Sudeck?

Unter einem Morbus Sudeck versteht man ein chronisches und meist im Verlauf schlechter werdendes Schmerzsyndrom der Arme oder der Beine, aufgrund unterschiedlicher, meist unbekannter Ursachen mit einer starken Beeinträchtigung des Patienten im Alltag und bei der Bewegung der Arme und der Beine.

Wie entsteht ein Morbus Sudeck?

Ursachen

Die genauen Ursachen von Morbus Sudeck (Komplexes Regionales Schmerzsyndrom (CRPS) sind nicht vollständig verstanden.
Es wird angenommen, dass verschiedene Faktoren zur Entstehung beitragen können.

  • Verletzungen oder Traumata
    Man vermutet heute, dass sich ein Morbus Sudeck vermehrt nach Unfällen ausbilden kann. Patienten, die sich in der Vergangenheit an Armen oder Beinen verletzt haben, klagen manchmal nach Wochen und nach Abheilung der eigentlichen Verletzung über Schmerzen im Bereich des Verletzungsgebietes.
    Auffallend ist es weiterhin, dass sich die Schmerzen gegenteilig zu der heilenden Verletzung sogar noch verstärken.
    Morbus Sudeck kann nach Verletzungen wie
    • Knochenbrüchen
    • Verstauchungen
    • Verbrennungen
      ​​​​​​​auftreten.
      Es wird angenommen, dass das Nervensystem nach der Verletzung fehlerhaft reagiert und Entzündungsprozesse sowie Schmerzsignale verstärkt.
  • Operationen
    Des weiteren hat man beobachtet, dass auch nach Operationen vermehrt ein Auftreten eines Morbus Sudeck möglich ist. Operationen der Arme oder der Beine haben manchmal zur Folge, dass Patienten im Operationsgebiet auch nach Abheilung der Wunden dann über Schmerzen und Brennen klagen, die im Verlauf dann sogar noch wesentlich stärker werden.
    Der Grund, weshalb es nach Operationen vermehrt zu einem Morbus Sudeck kommt, ist bis jetzt nicht vollständig geklärt, es wird aber vermutet, dass es durch kleinste Verletzungen, die durch den operativen Eingriff entstehen, es zu nachhaltigen neurogenen Reizungen und Verletzungen kommt, die dann zu den Beschwerden eines Morbus Sudeck führen.
  • Nervenschädigung
    Schädigungen oder Irritationen der peripheren Nerven können Morbus Sudeck auslösen oder begünstigen. Dies kann beispielsweise durch Nervenkompression, Nervenverletzungen oder Nervenerkrankungen wie Nervenentzündungen (Neuropathien) geschehen.
  • Störungen des sympathischen Nervensystems
    ​​​​​​​Morbus Sudeck wird mit einer Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems in Verbindung gebracht. Das sympathische Nervensystem ist für die Regulation von Blutfluss, Schweißproduktion und anderen autonomen Funktionen verantwortlich. Eine Fehlfunktion dieses Systems kann zu den charakteristischen Symptomen von Morbus Sudeck führen.
  • Entzündungsprozesse
    Entzündungen spielen eine Rolle bei der Entstehung von Morbus Sudeck. Es wird angenommen, dass das Immunsystem fehlgesteuert reagiert und chronische Entzündungsreaktionen auslöst. Diese Entzündungen können die Blutgefäße erweitern, was zu Schwellungen und Durchblutungsstörungen führen kann.
  • Unbekannt
    In den meisten Fällen eines Morbus Sudeck ist die Ursache unbekannt. Die Patienten klagen über typische Beschwerden wie Ziehen oder Brennen im Bereich der Arme oder der Beine, eine entsprechende Pathologie kann aber vom Untersucher nicht gefunden werden.

An welchen Symptomen erkennen Sie einen Morbus Sudeck?

Im betroffenem Areal treten meist folgende Hauptsymptome eines Morbus Sudeck auf:

  • Anhaltender, unverhältnismäßiger Schmerz
  • Der Schmerz ist oft intensiv, andauernd und steht nicht im Verhältnis zur Schwere der ursprünglichen Verletzung.
    Der Schmerz kann als brennend, stechend, pulsierend oder pochend empfunden werden.
  • Veränderungen der Haut
    Die Haut in der betroffenen Region kann verschiedene Veränderungen aufweisen, wie beispielsweise eine
    • gesteigerte Hautempfindlichkeit,
    • Hautrötungen
    • Hauttemperaturveränderungen
      (entweder erhöht oder verringert) oder
    • Schwellungen.
  • Veränderungen der Haut- und Nagelwachstum
    Es können Veränderungen im Haut- und Nagelwachstum auftreten, wie übermäßiges Haarwachstum oder verstärktes Nagelwachstum.
  • Muskel- und Gelenkbeschwerden
    • Muskelsteifheit,
    • Muskelschwäche,
    • Muskelzuckungen
      oder
    • Gelenksteifigkeit können auftreten.
      Das betroffene Gelenk kann auch geschwollen sein.
  • Bewegungseinschränkungen
    Aufgrund von Schmerzen, Steifheit und Schwellungen kann die Beweglichkeit des betroffenen Gelenks oder der betroffenen Extremität eingeschränkt sein.
  • Autonome Dysfunktion
    Eine gestörte Funktion des autonomen Nervensystems kann zu Symptomen wie übermäßigem Schwitzen, trockener Haut, veränderter Hautfarbe und Hauttextur oder veränderter Haar- und Nagelwachstum führen.

Im weiteren Verlauf, kann es auch zu Sensibilitätsstörungen kommen, es kann aber auch zu einer deutlichen Abbau der Muskeln (Atrophie) kommen. Schwäche und Kraftminderung sind die Folge. 

Schwellung

Vor allem im ersten Stadium der Morbus Sudeckschen Krankheit, kommt es zu einer Schwellung dicht unter der Haut im betroffenen Bereich. Der Grund liegt vermutlich daran, dass durch entzündliche Prozesse Flüssigkeit in das umliegende Gewebe ausgespült wird.
Die Schwellung stellt sich als eine teigige Umfangsvermehrung der betroffenen Extremität da. Wegdrückbar sind die Schwellungen meistens nicht, im Verlauf, d.h. in Stadium zwei nehmen sie meistens an Umfang ab.

Schmerzen

Schmerzen sind eines der Leitsymptome bei einem Morbus Sudeck. Sie treten oftmals in Kombination auf mit:

  • Rötung
  • Überwärmung
  • Schwellung

Die Schmerzen werden als sehr unangenehm ziehend oder brennend beschrieben.
Des weiteren sind die Schmerzen zwar auf die betroffene Extremität begrenzt, eine punktuelle Lokalisierung kann aber vom Patienten meistens nicht vorgenommen werden. Vielmehr gibt er an, dass sich die Schmerzen im Fuß ausbreiten, und die eigentliche Entstehungsquelle nicht lokalisiert werden kann.

Stadien

  1. Im Anfangsstadium können die Betroffenen eine klassische Entzündungsreaktion bemerken, die aus einer Rötung, Schwellung, eine und Schmerz im  Trauma-, oder Operationsgebiet besteht. 
  2. Im Folgestadium kommt es aber dann zu einer Abblassung der Haut, die Haut wird eher kühler, es treten aber vermehrt Funktionsbeeinträchtigungen bei der Bewegung aber auch Sensibilitätsstörungen sowie auch Schmerzen weiterhin auf. Gelenke versteifen sich und Muskeln können atrophieren. Beides sorgt dafür, dass die Bewegung nicht wie gewohnt in den Gelenken mehr durchgeführt werden kann.
  3. Im letzten Stadium ist auffallend, dass die Schmerzen deutlich zurückgegangen sind oder ganz verschwunden sind, die Haut stellt  sich sehr dünn dar, eine deutliche Muskelatrophie ist zu spüren. In dieser dritten Phase klagen die Betroffenen meistens vermehrten schwitzenund Haarwachstum im betroffenen Areal sowie über folgende neurologische Symptome:
    • Missempfindungen
    • Taubheitsgefühle
    • Kribbeln
    • Druckempfindlichkeit
    • deutlich eingeschränkt Feinmotorikund Sensibilität

Diagnose

Die Diagnose eines Morbus Sudeck wird oftmals klinisch gestellt. Entscheidend ist hierbei die Krankenbefragung. Der Behandler wir den Patienten fragen, seit wann die Beschwerden bestehen und ob ein Trauma oder eine Operation vorangegangen ist. Bejaht dies der Patient, und stellt sich sein  Arm oder Bein gerötet, geschwollen und schmerzhaft dar, ist ein Morbus Sudeck wahrscheinlich.
Neben der körperlichen Untersuchung, wird auch eine Bildgebung in Form eines Ultraschalls oder Röntgens durchgeführt. Ziel ist es den Zustand des Knochens zu beurteilen, der durch eine Entmineralisierung des Knochens im fortgeschrittenen Stadium eines Morbus Sudeck auffallen würde.

Ultraschall

Ultraschalluntersuchungen können vor allem Dingen folgende dicht uner der Haut liegende Strukturen sehr gut darstellen:

  • Muskeln
  • Sehnen
  • Nerven

Im Falle eines Morbus Sudeck kann als Diagnostikum auch ein Ultraschall durchgeführt werden, was zeigen soll, in welchem Zustand die Sehnen und die Muskeln des Beins oder der Arme sind. Auch kann man Schwellungen im Bereich der Arme oder Beine durch ein Ultraschall nachweisen. 

Röntgenbild

Im Röntgenbild werden  Knochen und verkalkte Sehnen dargestellt, manchmal können auch Flüssigkeiten gesehen werden.
Bei der Diagnostik eines Morbus Sudeck kommt ein Röntgenbild immer dann zum Einsatz, wenn man eine Knochenbeteiligung vermutet, beziehungsweise wenn man die Dichte des Knochens und den Mineralgehalt feststellen will. So deutet eine Entkalkung des Knochens auf ein Morbus Sudeck im fortgeschrittenen Stadium hin. 

Wer kann uns ein Bild schicken, welches wir an dieser Stelle veröffentlichen dürfen?

Wir freuen uns, wenn Sie uns mit Bildmaterial unterstützen würden, was wir anonym auf Lumedis veröffentlichen dürfen.
Bitte räumen Sie uns in der Mail ein Nutzungsrecht ein, das Sie jederzeit wieder zurückziehen können.
Von Röntgenbildern / MRT´s / CT´s - wenn möglich die Originalbilder in großer Auflösung (bitte keine Bildschirmfotografien) schicken.

Damit helfen Sie anderen Ihre Erkrankung besser zu verstehen und einzuschätzen.

Bild bitte an info@lumedis.de.

Danke und viele Grüße
Ihr
Nicolas Gumpert

Wann braucht man ein MRT bei dem Verdacht des Vorliegens eines Morbus Sudecks?

Eine MRT Untersuchung kann immer dann durchgeführt werden, wenn man den Verdacht hat, dass Muskeln oder Sehnen verletzt sind, oder wenn man die Ursache der Beschwerden, trotz vorangegangene Diagnostik nicht ermitteln kann. Auch nach Unfällen, mit folgenden Schmerzen am Arm oder am Bein, sollte in jedem Fall ein MRT durchgeführt werden, wenn das Röntgenbild und Ultraschall unauffällig verblieb.
Die MRT Untersuchungen sind strahlungsfrei und dauern circa 15-20 Minuten. 

Wie wird ein Sudeck behandelt?

Auch wenn die Ursache eines Morbus Sudeck nicht bekannt ist, gibt es ein multimodales Therapiekonzept, was aus unterschiedlichen Richtungen die Beschwerden lindern soll. Die Behandlung setzt sich aus folgenden Schwerpunkten zusammen:

  • eine Ruhigstellung
  • Kühlung
  • entzündungshemmende Medikation
  • psychologische Begleitung im Rahmen eines chronischen Schmerzsyndroms.

Zum Einsatz bei akuten Schmerzen kommen entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac, aber auch Cortison kann bei der Behandlung von akuten Beschwerden zum Einsatz kommen.
Des weiteren sollte ein durch ein Morbus Sudeck beginnender Knochenabbau verhindert werden. Aus diesem Grund bekommen die Patienten mit einem fortgeschrittenenMorbus Sudeck immer eine Kalzium Behandlung sowie auch eine Vitamin D Behandlung.
Physiotherapeutische Übungen können des weiteren helfen den Schmerz zu lindern. Ziel der Therapie ist es die Muskeln des betroffenen Bereiches aufzutrainieren, um so den Knochen und das Weichteilgewebe zu entlasten.
Bei Schwellungen, die im Rahmen eines Morbus Sudeck auftreten, kann es notwendig werden, eine so genannte Lymphdrainage anzuwenden. Bei der Lymphdrainage wird der Behandler mit einer Drucktechnik versuchen die Lymphe in die Peripherie zu verschieben. Manchmal kann ist notwendig werden, dass nach der Lymphdrainage ein Kompressionsverband um die betroffene Extremität gelegt wird.
Neben einer Physiotherapie, kann auch eine Ergotherapie zum Einsatz kommen, die erreichen soll, dass vor allem feinmotorische Bewegungen wieder möglich sind.
Auch elektrostimulierende Maßnahmen, kommen bei einem fortgeschrittenen Morbus Sudeck zum Einsatz. Hier soll erreicht werden, dass die herabgesetzte Sensibilität wieder erhöht wird.
Die therapiebegleitende Psychotherapie, soll dafür sorgen, dass die Patienten, die unter einem lang anhaltenden Morbus Sudeck leiden, entsprechende Kompensationsmechanismen bei der Schmerzwahrnehmung erlernen. 

Wann braucht man Cortison?

Cortison ist ein entzündungshemmendes und immunsystemhemmendes Medikament, das man als Injektion oder Tablette applizieren kann.
Bei einem Morbus Sudeck würde es immer dann zum Einsatz kommen, wenn eine folgende Symptomtrias auftreten:

  • akute Schwellung
  • starken Entzündungszeichen
  • heftigen Schmerzen den Patienten quälen

In diesem Fall kann man eine Cortisonspritze in den betroffenen Bereich injizieren, die Cortisonbehandlung bei einem Morbus Sudeck stellt allerdings nur die Notfallbehandlung dar.
Im Falle von immer wiederkehrenden Schüben von Schwellungen und entzündlichen Veränderungen, kann überlegt werden, ob man Cortison als Tablette in absteigender Dosierung (Cortison-Stoßtherapie) für einige Tage gibt.

Wann werden Bisphosponate eingesetzt?

Bisphospohonate sorgen dafür, dass Kalzium, das dem Körper zugeführt wird, besser in den Knochen eingebaut wird. Bei schweren Osteoporosen oder auch im Falle einer starken Entmineralisierung des Knochens bei Morbus Sudeck, kann es notwendig werden, dass man zusätzlich zu Kalzium und Vitamin D ein Bisphosphonat verabreicht.
Hier  ist es notwendig, dieses in aufrechter Sitzposition einzunehmen, da es sonst zu gefährlichen Verätzungen beim Rücklauf im Liegen kommen kann.
Bisphosphonate werden einmal in der Woche eingenommen. 

Verbesserung der Mikrozirkulation

Die genauen Ursachen des Morbus Sudeck / CRPS sind noch nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass eine gestörte Mikrozirkulation eine Rolle spielen kann.
Die Mikrozirkulation bezieht sich auf die Durchblutung in den kleinsten Blutgefäßen, den Kapillaren. Eine gestörte Mikrozirkulation kann dazu führen, dass Gewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird und gleichzeitig Abfallprodukte und Entzündungsmediatoren nicht ordnungsgemäß abtransportiert werden.

Die gestörte Mikrozirkulation beim CRPS kann durch verschiedene Mechanismen verursacht werden, darunter Entzündungsreaktionen, vaskuläre Dysfunktion und eine gestörte Regulation der Blutgefäßweite.
Diese Faktoren können zu einer Vasokonstriktion (Verengung der Blutgefäße) oder Vasodilatation (Erweiterung der Blutgefäße) führen, was wiederum den Blutfluss und die Sauerstoffversorgung beeinträchtigt.

Zur Wiederherstellung bei einem Morbus Sudeck führt Lumedis eine Mikrozirkulationstherapie durch.

Hausmittel bei einem Morbus Sudeck

Es gibt einige Hausmittel, die man bei einem Morbus Sudeck in unterschiedlichen Stadien anwenden kann.

  • kühlende Maßnahmen
    Zu nennen wären vor allem Dingen kühlende Maßnahmen, zum Beispiel mit Quarkwickel, das Bein kann auch bandagiert und sollte immer mal wieder hochgelagert werden.
    Ein weiteres Hausmittel bei der Behandlung stellen Wechselduschen dar, die man regelmäßig anwenden sollte. Bei den Wechselduschen sollte man die Beine und die Arme schwenkend abbrausen und die Temperatur von kalt zu warm und wieder zu kalt wechseln. 
  • Entspannungstechniken
    Stress und Angst können die Symptome von Morbus Sudeck verschlimmern. Entspannungstechniken wie tiefe Bauchatmung, Meditation oder progressive Muskelentspannung können dazu beitragen, Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu verbessern.
  • Unterstützende Maßnahmen
    Eine gute allgemeine Gesundheitspflege, einschließlich ausreichender Ruhezeiten, einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger körperlicher Aktivität, kann zur allgemeinen Gesundheit und Linderung der Symptome beitragen.

Welche Vitamine bei Sudeck Syndrom?

Es gibt keine spezifischen Vitamine, die zur Behandlung des komplexen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS), auch bekannt als Morbus Sudeck, verwendet werden.

Dennoch spielen Vitamine und Nährstoffe eine wichtige Rolle für die allgemeine Gesundheit und den Stoffwechsel des Körpers. Ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung, die ausreichende Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen enthält, ist wichtig, um das allgemeine Wohlbefinden und die Heilung des Körpers zu unterstützen.

Einige Vitamine und Nährstoffe können indirekt zur Gesundheit des Nervensystems beitragen und möglicherweise bei der Schmerzlinderung helfen.
Mögliche Vitamine die eine positiven Einfluß - bei fehlender Kontraindikation - haben können, können sein:

  • Vitamin B-Komplex
    B-Vitamine wie
    • Vitamin B1 (Thiamin)
    • Vitamin B6 (Pyridoxin)
      und
    • Vitamin B12 (Cobalamin) spielen eine Rolle im Nervensystem und können dazu beitragen, die Nervenfunktion zu unterstützen.
      Eine ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln wie Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen und tierischen Produkten kann zur Aufnahme von B-Vitaminen beitragen.
  • Vitamin D
    Vitamin D hat eine Vielzahl von Funktionen im Körper und kann möglicherweise Entzündungen und Schmerzen lindern. Es wird empfohlen, ausreichende Mengen an Vitamin D durch Sonnenlichtexposition und die Einnahme von Lebensmitteln wie fettem Fisch, Eiern und angereicherten Lebensmitteln zu erhalten. Bei einem nachgewiesenen Vitamin-D-Mangel kann eine Nahrungsergänzung erwogen werden.

Krankschreibung

Die Länge der Krankschreibung richtet sich zum einen danach, wie stark ein Morbus Sudeck ausgeprägt ist, desweiteren aber auch, welcher berufliche Tätigkeit nachgegangen wird.
So sind schwache Verläufe des Morbus Sudeck mit leichten beruflichen Tätigkeiten oft auch mit einer kurzen Krankschreibung von wenigen Tagen verbunden.
Schwere körperliche Arbeit jedoch mit starken und schweren Verläufen von Markus Sudeck, können sehr lange Krankheitszeiten mit sich führen. 

Dauer einer Krankschreibung

Orientierend kann man sagen, dass ein Betroffener mit einem Morbus Sudeck mit Extremitätenbeteiligung:

  • der im Büro arbeiten für 7-14 Tagen krank geschrieben wird.
    Hier muss genau die Belastung für der Arme und Beine bei der Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt werden.
    Aber auch der Weg zur Arbeit muss berücksichtigt werden. Muss der Betroffene auf dem Weg zur Arbeit autofahren?
  • mit mäßiger körperlicher Arbeit für 14 - 28 Tagen krank geschrieben wird. 
    und 
  • körperlich schwer arbeitende Menschen 4 Wochen bis mehrer Monate krank geschrieben wird.

Prävention und Rehabilitation

Übungen bei einem Morbus Sudeck

Es gibt auch einige Übungen, die man in den verschiedenen Stadien eines Morbus Sudeck durchführen kann. Da sowohl die Sensibilität als auch die Feinmotorik deutlich eingeschränkt sein können, sollten Greifübungen sowie Dehnübungen den Vorrang haben. Auch muskelkräftigende Übungen sollten aufgrund des Muskelabbaus durchgeführt werden.

  • Muskelkräftigende Übungen
    Im Bereich der oberen Extremität, sollten Beugebewegungen im Oberarm oder dem Ellenbogen mithilfe eines Terrabandes durchgeführt werden. An der unteren Extremität sollten Muskelaufbauende Übungen des Oberschenkels und des Unterschenkels stattfinden.
  • Dehnübungen
    Gut dehnende Übungen der unteren Extremität wären z.B. Ausfallschrittübungen nach vorn, oder auch Übungen, bei den man sich gerade hinstellt, die Beine durchdrückt und dann versucht mit den Fingern den Boden zu erreichen.
  • Greifübungen
    Übungen zur Schulung der Feinmotorik und der Sensibilität kann man mit einem Linsenbad durchführen. Handelübliche Linsen sollten in eine Schüssel gegeben und für einige Zeit in den Kühlschrank gestellt werden. Danach sollte man mit der Hand greifende Bewegungen für einige Minuten in den kühlen Linsen durchführen. 
  • Spiegeltherapie
    Bei der Spiegeltherapie wird ein Spiegel verwendet, um eine visuelle Täuschung zu erzeugen, die dem Gehirn hilft, die Wahrnehmung des betroffenen Körperteils zu ändern. Durch das Beobachten der Spiegelreflexion des gesunden Körperteils können Sie versuchen, Bewegungen nachzuahmen und somit die betroffene Extremität aktiv zu stimulieren.
  • Sensibilisierungsübungen
    Bei Morbus Sudeck kann es zu einer gestörten Wahrnehmung und erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Berührungen kommen. Sensibilisierungsübungen können helfen, die Toleranz gegenüber Berührungen zu verbessern. Dies kann durch sanfte Berührungen, Reiben oder das Verwenden von verschiedenen Texturen erreicht werden.
  • Funktionstraining
    Fokussieren Sie sich auf alltägliche Aktivitäten und Aufgaben, die Bewegungen des betroffenen Bereichs erfordern. Üben Sie diese Aktivitäten schrittweise und mit angepasster Intensität, um die Funktion des betroffenen Bereichs zu verbessern.

Die Spezialisten von Lumedis zeigen Ihnen gerne auf Ihren Fall angepasste Übungen!

Ist ein M. Sudeck heilbar?

Ein Morbus Sudeck, auch bekannt als Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) ist eine komplexe Erkrankung. 
Grundsätzlich ist eine Heilung möglich, leider kann diese nicht immer erreicht werden.

Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können dazu beitragen, dass sich Morbus Sudeck besser kontrollieren lässt und die Wahrscheinlichkeit einer Besserung der Symptome steigt. Ein ganzheitlicher Ansatz, der auf die individuellen Bedürfnisse und den Schweregrad der Erkrankung abgestimmt ist, ist wichtig.

Je früher die Diagnose gestellt wird und je besser die Behandlung ist, desto wahrscheinlicher ist eine Ausheilung möglich.

Gerne beraten Sie die Morbus Sudeck Spezialisten von Lumedis zu diesem Thema.

Wer kann uns ein Bild schicken, welches wir an dieser Stelle veröffentlichen dürfen?

Wir freuen uns, wenn Sie uns mit Bildmaterial unterstützen würden, was wir anonym auf Lumedis veröffentlichen dürfen.
Bitte räumen Sie uns in der Mail ein Nutzungsrecht ein, das Sie jederzeit wieder zurückziehen können.
Von Röntgenbildern / MRT´s / CT´s - wenn möglich die Originalbilder in großer Auflösung (bitte keine Bildschirmfotografien) schicken.

Damit helfen Sie anderen Ihre Erkrankung besser zu verstehen und einzuschätzen.

Bild bitte an info@lumedis.de.

Danke und viele Grüße
Ihr
Nicolas Gumpert

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