Termin vereinbaren

Einen Termin bei uns?

Lumedis Frankfurt

Dr. Carmen Heinz
Dr. Franziska Zwecker
Dr. Gerret Hochholz
Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14/Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

Zur Online-Terminvereinbarung
Termin für eine Coronaimpfung

Telefon 069 24753120

Rippenschmerzen

Lumedis - Ihre Rippenspezialisten

Rippenschmerzen können viele Ursachen haben. Gerade nicht so offensichtlichen Ursachen sind schwierig zu diagnostizieren.
Nur eine genaue Ursachenkenntnis lässt eine zielgerichtete Behandlung zu.
Lassen Sie sich von den Spezialisten bei Lumedis beraten. Hier finden Sie unsere Terminvereinbarung.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Er ist regelmäßiger Interviewpartner im Hessischen Rundfunk und dem ZDF.

Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie hat sich auf die nichtoperative Behandlung von Rippenschmerzen spezialisiert.
Sein Ansatz ist durch gezielte Trainingsmaßnahmen und Übungen die Beschwerden im Bereich der Rippen so zu behandeln, dass sie Sie nicht mehr "ärgern".
Gerne berät Sie Dr. Gumpert in einer umfangreichen Untersuchung.
Leider kann es aufgrund der vielen Terminanfragen zu Verzögerungerung in der Terminvereinbarung geben.
Wir hoffen auf Verständnis!

Definition – Was sind Rippenschmerzen? 

Bei Rippenschmerzen liegen Schmerzen im Bereich des knöchernen Brustkorbes vor.

  • Der Brustkorb umfasst 12 Rippenpaare, die von der Wirbelsäule ausgehen.
  • Die oberen sieben Rippenpaare setzten direkt am Brustbein an.
  • An den Rippenunterkanten verlaufen jeweils sensible Nerven und Gefäße.

Rippenschmerzen können von den Rippenwirbelgelenken, den zugehörigen Nerven oder von den Rippen selbst ausgehen.

  1. Dabei können die Schmerzen punktuell lokalisiert sein oder
  2. ein größeres Areal des Brustkorbes umfassen und typischerweise entlang der gesamten Rippe verlaufen.
  3. Der Schmerzcharakter ist abhängig von der Ursache stechend, bohrend oder spannend.
  4. Oftmals werden Rippenschmerzen bei tiefer Ein- und Ausatmung, beim Husten und bewegungsabhängig schlimmer.

Viele Patienten haben oft schon das Problem, dass Ihnen nicht klar ist, welcher Arzt die Interkostalneualgie behandelt und erstmal beim "falschen" Facharzt vorstellig werden und so wertvolle Zeit verlieren.

Welcher Arzt behandelt Rippenschmerzen? 

Entstehen Rippenschmerzen aufgrund eines Unfalls, zum Beispiel durch einen Sturz oder eine Verletzung, kann je nach Begleitverletzungen eine Vorstellung in der Notaufnahme notwendig sein.
Im Notfall kann jeder Arzt helfen.
Um einen Rippenbruch auszuschließen, kann im Krankenhaus der Notfallmediziner oder Unfallchirurg helfen.

Ist das nicht der Fall, eignet sich der Hausarzt als Erstkontakt.
Dieser kann den Betroffenen dann gezielt an einen Facharzt, in den meisten Fällen den Orthopäden, überweisen.
Handelt es sich im eine Interkostalneuralgie (Zwischenrippennervenentzünung) kann auch neben dem guten Orthopäden als Arzt der Neurologe helfen.

Zu welchem Arzt Sie bei Rippenschmerzen gehen sollten, ist also situativ.

Welcher Arzt zuerst helfen sollte, hängt also auch von der Dringlichkeit der Behandlung ab!

Insbesondere nach einem schweren Unfall ist der Arzt der die Rippenschmerzen abklärt egal, da hier erstmal das Ziel ist einen Notfall auszuschließen.
Danach kann dann der Facharzt, also insbesondere der Orthopäde übernehmen.

Ursachen

Grundsätzlich gibt es kaum ein Bereich in der Orthopädie, der so viele unterschiedliche mögliche Ursachen hat.
Im Verlauf zeigen wir Ihnen viele Gründe, warum Rippenschmerzen auftreten.
Auch die Geschwindigkeit wie schnell die Rippenschmerzen entstanden sind, spielt für die Ursachenfindung ein Rolle.
Plötzliche Rippenschmerzen deuten eher auf ein traumatische Ursache hin, während bei chronischer Entstehung meist komplexere Erkankungen eine Rolle spielen.

Ihr Rippenschmerzen heilt nicht schnell genug, Sie benötigen eine 2. Meinung oder es droht gar eine Chronifizierung (chronische Rippenschmerzen)?
Wir sind auf die Behandlung von Rippenschmerzen spezialisiert.
Gerne schauen sich die Frankfurter Knochenspezialisten von Lumedis Ihren Fall an.
Hier finden Sie unsere Terminvereinbarung.

Rippenbruch 

Ein Rippenbruch (Rippenfraktur) ist eine häufig vorkommende Verletzung des Brustkorbes durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung.

Typischerweise kommt es zu Brüchen mehrerer benachbarter Rippenknochen gleichzeitig, man spricht dann von einer „Rippenserienfraktur“.
Gelegentlich lässt sich durch Druck auf die betroffene(n) Rippe(n) ein Knirschen auslösen.
Ein Rippenbruch ist meist gut als Ursache für Rippenschmerzen zu diagnostizieren, da dem Betroffenen ein verursachender Unfall erinnerlich ist.
Typisch sind die plötzlich und punktuell einsetzenden starke Rippenschmerzen.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Artikel Rippenbruch.

Röntgenbild eines Brustkorbs mit Rippen

  1. Rippenbruch der 3. Rippe
  2. Rippenbruch der 4. Rippe
  3. Rippenbruch der 5. Rippe
  4. Schulterblatt (Scapula)
  5. Rippenbruch der 6. Rippe
  6. Oberarmknochen (Humerus)
  7. Rippenbruch der 7. Rippe

Interkostalneuralgie 

Eine Interkostalneuralgie ist ein Nervenschmerz, medizinisch Neuralgie, der von den Spinalnerven der Brustwirbelsäule ausgeht, das heißt von den sogenannten Interkostalnerven.

Es handelt sich bei der Interkostalneuralgie um ein Symptom, das infolge verschiedener Erkrankungen auftreten kann.
Eine häufige Ursache sind

  • Myogelosen
    Unter Myogelosen versteht man sehr schmerzhafte Knoten innerhalb der Muskulatur.
    Myogelosen bilden sich in der Regel auf Basis einer dauerhaften Überforderung Zwischenrippenmuskulatur oder auch der Atemhilfsmuskulatur.
    und / oder
  • Stress
  • Fehlhaltungen
  • muskuläre Dysbalance

Typisch sind starke, häufig ziehende Schmerzen, im Brustkorb und Rücken im Verlauf der betroffenen Rippe.
Teilweise treten die Schmerzen anfallsartig auf, teilweise sind die starke Rippenschmerzen dauerhaft vorhanden.

Falls Sie vermuten unter eine Interkostalneuralgie zu leiden, lesen Sie unseren Artikel sowie den Artikel Dauer einer Interkostalneuralgie.

Abbildung eines Muskelfaserrisses zwischen den Rippen

  1. Zwischenrippenmuskulatur (Interkostalmuskulatur)
  2. Muskelfaserriss zwischen den Rippen (zwischen der 5. und 6. linken Rippen)
  3. Schwertfortsatz des Brustbeins

Rippenschmerzen in der Schwangerschaft 

Während der Schwangerschaft gibt es verschiedene Gründe für das Auftreten von Rippenschmerzen.

  • Häufig gehen die Schmerzen von der Wirbelsäule und Rückenmuskulatur aus.
    Die Ursache hierfür ist die mit dem Schwangerschaftsverlauf zunehmende Belastung des Rückens.
  • Eine weitere harmlose Ursache für Rippenschmerzen während der Schwangerschaft sind zunehmend beanspruchte Bauchmuskeln, durch die ein Zug auf die entsprechenden Muskelansatzpunkte am Skelett entsteht. Indirekt entstehen Fehlhaltungen und muskuläre Dysbalance.
  • Mit dem Wachstum des Kindes entsteht darüber hinaus ein zunehmender Druck auf die inneren Organe.
    Organe wie die Leber oder Gallenblase können in der fortgeschrittenen Schwangerschaft betroffen sein.

Liegen bei einer Schwangeren ein tiefer Rippenschmerz und Oberbauchschmerzen vor, kann eine gefährliche Schwangerschaftskomplikation, das HELLP-Syndrom dahinter stecken.
Deshalb sollte die Ursache bei entsprechenden Beschwerden in jedem Fall immer durch einen Facharzt für Gynäkologie abgeklärt werden.

Rippenschmerzen durch Husten 

Eine häufige Ursache für Rippenschmerzen ist eine vorangegangene Lungenentzündung und gegebenenfalls begleitende Rippenfellentzündung (Pleuritis).

Intensives Husten über mehrere Tage führt zu einer Überbeanspruchung der Atemmuskulatur (sogenannte muskuläre Rippenschmerzen)
Dadurch entstehen Schmerzen, die vor allem bei tiefer Ein- und Ausatmung schlimmer werden.
Eine (begleitende) Rippenfellentzündung kann ebenfalls starke, atemabhängige Rippenschmerzen hervorrufen, die bei tiefer Einatmung und beim Husten stärker werden.
Bei einer bestehender Osteoporose kann einer dauerhaftes es zu Mikrofrakturen der Rippe führen.

Aber auch ein eingeklemmter Nerv an der Rippe kann zu Rippenschmerzen beim Husten führen.

Rippenschmerzen beim Atmen 

Das Auftreten von Rippenschmerzen beim tiefen Ein- und Ausatmen ist ein typisches Symptom verschiedener Erkrankungen.

Häufige Ursachen sind

  • eine Rippenprellung
    oder
  • eine Rippenfraktur beziehungsweise eine Rippenserienfraktur nach einem Sturz oder Stoß.

Typisch sind atmungsabhängige Schmerzen zudem bei

  • muskulären Verspannungen oder
  • Verletzungen und bei einem eingeklemmten Nerv,
  • Interkostalneuralgie.
  • Bei Erkrankungen wie einer Rippenfellentzündung oder eine Störung im Rippenwirbelgelenk (Rippenblockade) oder einer Wirbelblockade können die Schmerzen bei tiefer Atmung schlimmer werden.

Seltener stecken rheumatische Erkrankungen oder das Tietze-Syndrom hinter Rippenschmerzen beim Atmen.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

Abbildung eines Tietzesyndroms (besonders ist das Brustbein-Rippengelenk der 2. und 3. Rippe betroffen oder der Schwertfortsatz des Brustbeins)

  1. Schlüsselbein (Clavicula)
  2. 2. Brustbein-Rippengelenk (Tietze-Syndrom)
  3. 3. 2. Brustbein-Rippengelenk (Tietze-Syndrom)
  4. Schwertfortsatz (Tietze-Syndrom)

Bronchitis / Erkältung  

Eine Erkältungskrankheit kann die Lunge betreffen und eine Bronchitis hervorrufen.

Eine Bronchitis wiederum begünstigt die Entstehung einer Pleuritis, also einer Entzündung des Rippenfells.

  • Dabei kommt es zunächst zur Pleuritis sicca, bei der das sensible äußere Blatt des Brustfells für die Schmerzen verantwortlich ist.
  • Die Pleuritis sicca geht oftmals in eine Pleuritis exsudativa über, bei der es zu einer Wasseransammlung kommt, dem sogenannten Pleuraerguss.
    Die Schmerzen nehmen dabei ab, da die Blätter durch die Wasseransammlung nicht mehr aneinander reiben.

Insbesondere die Pleuritis sicca führt zu starken atemabhängigen Schmerzen im Brustkorb. Meist sind die Schmerzen im Bereich des Rückens und der Seiten schlimmer als im Bereich des vorderen Brustkorbs. 

Ursachen nach Lokalisation

Die genaue Lokalisation der Schmerzen hilft dem Orthopäden die exakte Ursache zu finden.
Im Anschluß einen Überblick über die verschiedenen Ursachen nach der Lokalisation (rechts oder links).

Rippenschmerzen rechts 

Häufige Ursachen für das Auftreten von Rippenschmerzen rechts (und/oder links) sind knöcherne Verletzungen, wie

Weitere für den rechten Brustkorb (Rippenschmerzen rechts) spezifische Ursachen von Rippenschmerzen sind Erkrankungen der 

  • Leber
  • Gallenblase und Gallenwege
  • des Dickdarms oder
  • des rechten Nierenbeckens

Lesen Sie auch unsere Artikel Rippenschmerzen rechts.

Rippenschmerzen links 

Ursachen für Schmerzen im Bereich des linken Brustkorbes (Rippenschmerzen links) sind überwiegend durch knöcherne Verletzungen oder muskulär bedingt.
Häufige Ursachen sind auch linksseitig

  • Rippenfrakturen
  • Rippenprellungen,
  • Verspannungen und
  • eine Rippenfellverletzung als Folge einer Lungenentzündung.

Des Weiteren kommen speziell für Rippenschmerzen links weitere organische Ursachen infrage.
Die Rippenschmerzen können ein Hinweis auf eine Erkrankung des

  • Magens,
  • Speiseröhre
    oder
  • der Bauchspeicheldrüse sein.
  • Außerdem können die Schmerzen ein Symptom eines Herzinfarktes sein.
    Insbesondere bei Frauen können die Symptome eines akuten Herzinfarkts atypisch verlaufen und durch gegebenenfalls bis in den Rippenbogen aufsteigende Oberbauchbeschwerden mit Rippenschmerzen links dominieren.

Lesen Sie auch unsere Artikel Rippenschmerzen links​​.

Weitere begleitende Symptome zu Rippenschmerzen 

Rippenschmerzen sind Schmerzen im Bereich des knöchernen Brustkorbes.

Sie können bewegungs- und atmungsabhängig vorkommen und

  • eine oder
  • wenige Rippen bis hin
  • zum gesamten Brustkorb betreffen.

Der Schmerzcharakter kann stechend, bohrend oder spannend sein.

Mögliche Begleitsymptome

  1. bei einer traumatischen Rippenverletzung sind
    • ein blauer Fleck und
    • eine deutliche Druckschmerzhaftigkeit über den betroffenen Rippen.
  2. Rippenschmerzen nach einem Infekt gehen
    • zuvor mit typischen Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen und einer Leistungsschwäche einher.
    • Außerdem können Fieber und
    • Atemnot vorkommen.
  3. Taubheit / Kribbeln entlang der Rippe
  4. Erkrankungen der inneren Organe können mit zahlreichen verschiedenen Begleitsymptomen wie
    • Übelkeit,
    • Erbrechen,
    • Appetitlosigkeit und
    • einer Gelbfärbung der Haut einhergehen.

Diagnose

Entstehen Rippenschmerzen durch einen Unfall, erfolgt die Diagnosestellung typischerweise in der Notaufnahme. Andernfalls ist der Hausarzt der Erstkontakt.

Der behandelnde Arzt führt zunächst ein Gespräch über

  • einen möglichen Unfall,
  • eine vorangegangene Erkältung und
  • begleitende Beschwerden.

Im Rahmen einer körperlichen Untersuchung

  • tastet der Arzt den Brustkorb ab und
  • untersucht die Rippen auf Druckschmerz und
  • ein mögliches Knirschen bei Kompression.
  • Eventuell zeigen sich Zeichen wie eine Schwellung, Rötung oder ein Bluterguss.

Je nach Verdachtsdiagnose für die Ursachen der Schmerzen können weitere Untersuchungen indiziert sein.
Häufig werden Röntgen-Aufnahmen des Brustkorbes angefertigt.
Diese dienen insbesondere dem Ausschluss von Rippenfrakturen.

Lesen Sie auch mehr zum Thema Rippenbruch.

Ultraschall 

Eine Ultraschalluntersuchung ist ein mögliches diagnostisches Verfahren um begleitende Verletzungen an inneren Organen festzustellen.
Eine Facharzt für Innere Medizin (Internist) kann die Leber, Gallenblase oder Magen mit einer Ultraschalluntersuchung als Ursache der Beschwerden ein- oder ausschließen.
Der Orthopäde kann man dem Ultraschallgerät Ursachen für die Rippenschmerzen im Bereich der Muskulatur diagnostizieren.

Lesen Sie auch mehr zum diagnostischen Verfahren Ultraschall / Sonographie.

Röntgenbild 

Röntgenaufnahmen gehören zur Standarddiagnostik bei Rippenschmerzen, vor allem nach einem Unfall oder einer Verletzung.

  • Mit gezielten Aufnahmen des Brustkorbes können Frakturen (Rippenbruch) nachgewiesen werden.
  • Gleichzeitig kann ein möglicher begleitender Pneumothorax (Kollaps des Lungenflügels) dargestellt werden.

Die Aufnahmen werden schnell angefertigt, gehen jedoch mit einer Strahlenbelastung einher.

Lesen Sie auch mehr zu den Themen:

Wann braucht man ein MRT der Rippen? 

Eine Magnetresonanztomographie, MRT, ist ein diagnostisches Verfahren, das vielseitig eingesetzt wird.
Es ist der Goldstandard zur Darstellung von Weichteil- und Nervengewebe.

Bei Rippenschmerzen kann ein MRT indiziert sein, wenn

  • der Verdacht auf eine Verletzung von Nerven besteht,
  • unklaren Rippenschmerzen,
  • V.a. einen Tumor oder eine Metastase
    oder
  • vorangegangene bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT und Ultraschall keinen eindeutigen Befund geliefert haben.

Weitere Informationen zum Thema lesen Sie unter MRT der BWS.

Behandlung / Therapie 

Rippenschmerzen werden abhängig von der Ursache symptomatisch oder kausal behandelt.

  • Prellungen, Muskelverletzungen und Rippenbrüche werden oftmals rein symptomatisch mit Schmerzmedikamenten therapiert.
  • Bei muskulären Verspannungen und Erkrankungen wie einer Interkostalneuralgie können Maßnahmen wie Osteopathie, Kinesiotape oder Akupunktur Linderung verschaffen.
  • Bei komplexen Rippenbrüchen kann ein operativer Eingriff nötig sein.
  • Liegen Verletzungen von Organen als Ursache für die Schmerzen vor, ist eine Behandlung der Grunderkrankung notwendig.

Lesen Sie auch mehr zu folgenden Leistungen:

Osteopathie

Die Osteopathie setzt auf einen ganzheitlichen Ansatz, um die Selbstheilungsprozesse des Körpers durch sanfte Methoden und manuelle Techniken zu unterstützen. Diese Art der Naturheilkunde empfiehlt sich vor allem bei Fehlstellungen/Dysbalancen, Bandscheibenvorfällen und Muskelverspannungen.
Da im Zentrum der Therapie immer die aktuelle körperliche und seelische Verfassung des Patienten steht, gehen unsere ärztliche Osteopathen auf jeden Patienten ganz individuell ein, um so die meist unwissende Ursache zu bestimmen und chronische Schmerzen durch eine individuelle Therapie zu lindern.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter Ärztliche Osteopathie.

Bei Lumedis behandelt osteopathisch die beiden Osteopathinnen und Fachärztinnen für Orthopädie Dr. Franziska Zwecker und Dr. Carmen Heinz.

Kinesiotape 

Kinesiotape ist ein selbstklebender elastischer Verband, der mit gezielter Technik auf dem Körper angelegt wird.

Je nachdem, wie der Verband geklebt wird, werden unterschiedliche Wirkungen auf die Muskulatur erreicht.

  • Muskelareale können damit ruhiggestellt werden, um Schmerzen durch Überbelastung zu reduzieren.
  • Gleichzeitig kann man den Verband auch so anbringen, dass das Muskelgewebe bei Bewegungen durch das Kinesiotape massiert und die Durchblutung angeregt wird.

Bei Rippenschmerzen wird Kinesiotape angewendet, wenn eine Interkostalneuralgie oder Muskelverspannungen vorliegen.

Lesen Sie auch mehr zu:

Akupunktur 

Akupunktur ist ein Behandlungsverfahren der traditionellen chinesischen Medizin, das vielseitig eingesetzt wird und unter anderem der Linderung chronischer Schmerzen dient.

Chronische Schmerzsyndrome, zum Beispiel im Rahmen einer Interkostalneuralgie, können mit Akupunktur gelindert werden.

  • Dafür positioniert der Akupunkteur Akupunkturnadeln auf definierten Akupunkturpunkten auf dem Körper.
  • Damit soll der Fluss der Lebensenergie, das Qi, beeinflusst werden.
  • Die Nadeln verbleiben für etwa zwanzig Minuten in Position.

Lesen Sie auch mehr in den Artikeln:

Dauer

Die Dauer von Rippenschmerzen hängt maßgeblich von der Ursache der Beschwerden ab.

  • Rippenbrüche sind eine häufige Ursache und können vier bis sechs Wochen lang Schmerzen bereiten.
  • Muskulär bedingte Rippenschmerzen klingen innerhalb von Tagen bis ein oder zwei Wochen ab.
  • Liegt den Schmerzen eine organische Ursache zugrunde, ist eine gezielte Therapie für die Dauer entscheidend.

Weitere Informationen zum Rippenbruch lesen Sie hier.

Rehabilitation und Prävention

Muskuläre Dysbalancen-Check 

Muskuläre Dysbalancen beschreiben ein Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Muskelgruppen.

Eine muskuläre Balance ist entscheidend, um den Körper zu stabilisieren.
Im Bereich des Brustkorbes dient die Muskulatur im Bereich von Rippen und Brustwirbelsäule der Aufrichtung des Rumpfes.

  • Eine Einengung der Spinalnerven nah an der Brustwirbelsäule kann unter anderem durch Muskelverhärtungen entstehen und
  • starke Schmerzen entlang der Rippen hervorrufen.
  • Außerdem werden langfristig Fehlhaltungen begünstigt.

Ein Muskuläre Dysbalancen-Check dient der frühzeitigen Detektion eines muskulären Ungleichgewichts und kann helfen, Beschwerden wie chronische Schmerzsyndrome vorzubeugen.
Werden die Rippenschmerzen durch eine muskuläre Dysbalancen ausgelöst, wird ein Muskuläre Dysbalancen-Check die Lösung für die Rippenschmerzen ein.

Lesen Sie auch mehr zu muskulären Dysbalance.

EMG 

Eine Elektromyographie, EMG, ist eine Untersuchungsmethode aus der Neurologie.

Mit einem Oberflächen-EMG werden Elektroden auf die Haut geklebt und die elektrische Aktivität der zu untersuchenden Muskulatur abgeleitet.

  • Mit einem Nadel-EMG wird eine Nadel direkt in den Muskel gestochen.
  • Nachdem man die elektrische Muskelaktivität abgeleitet hat, kann der Arzt die Werte vergleichen und bewerten.
  • So kann man zum Beispiel zwischen einer Schädigung von peripheren Nerven und Erkrankungen der Muskulatur selbst unterscheiden.

Eine EMG kann zur Prävention von Erkrankungen wie einer Interkostalneuralgie genutzt werden und langfristig Rippenschmerzen vorbeugen.

Weitere Informationen erhalten Sie zu den Themen:

Wirbelsäulenvermessung 

Die Wirbelsäulenvermessung ist ein weiteres diagnostisches Verfahren, das präventiv genutzt werden kann, um Folgeerkrankungen aufgrund von Fehlstellungen und/oder muskuläre Dysbalancen vorzubeugen.

  • Bei der Untersuchung findet mit einer Videorasterstereographie eine Vermessung von Rücken und Wirbelsäule statt.
  • Dafür wird ein Linienraster auf den Rücken des Patienten projiziert und von einer Kamera aufgezeichnet.
  • Ein Computer analysiert die Bilder und errechnet dreidimensionale Bilder von Rücken und Becken.

Einige Wirbelsäulenerkrankungen, Fehlstellungen und muskuläre Dysbalancen können erkannt und schließlich frühzeitig behandelt werden.

Lesen Sie auch folgende Artikel:

Trainingsmaßnahmen / Übungen

Rippenschmerzen können durch Fehlhaltungen und Muskelverspannungen entstehen.

Um Muskelverhärtungen vorzubeugen, eignen sich gezielte Kräftigungsübungen für die

  • Rücken-,
  • Bauch-
    und
  • Brustmuskulatur.

Dadurch wird der Rumpf stabilisiert und muskuläre Dysbalancen werden vorgebeugt.

Mit Dehnübungen können

  1. vorhandene Verspannungen gelöst
    und
  2. Beschwerden gelindert werden.

Erfahrungsgemäß können gezielte Trainingsmaßnahmen / Übungen Rippenschmerzen vollständig beheben.
Dabei ist es allerdings entscheidend, dass die Trainigsmaßnahmen auf den individuellen Fall spezifisch abgestimmt werden.

Abbildung eines Brustkorbs von hinten:

grün: Halswirbelsäule
blau: Brustwirbnelsäule
rot: Lendenwirbelsäule

  1. Rippen-Wirbel-Gelenk der Brustwirbelsäule
  2. Schulterblatt

Leider können wir an dieser Stelle keine pauschalen Übungen für Ihren Rippenschmerzen nennen.
Alle Übungen müssen auf den individuellen Patienten, die Symptome, den Heilungszustand und die Ausprägung der Rippenschmerzen angepasst werden.
Gerne stellen Ihnen die Rippenspezialisten aus Frankfurt die "besten Übungen" für Ihren Fall zusammen.

Unsere Wirbelsäulenspezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Wirbelsäulensprechstunde!