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Lumedis Frankfurt

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Psoriasisarthritis

Lumedis - Ihre Gelenkspezialisten aus Frankfurt

Die Psoriasisarthritis ist eine chronische Gelenkentzündung, die im Zusammenhang mit der Schuppenflechte auftritt. Damit die Gelenkfunktion erhalten bleibt ist die frühzeitige Diagnostik und Therapie durch einen Orthopäden von großer Bedeutung.
Lumedis behandelt den orthopädischen Anteil der Psoriasisarthritis auf konservativem Weg ohne OP.
Wenn Sie eine Beratung durch unsere Gelenkspezialisten wünschen, kommen Sie hier zum Termin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild und DPA regelmäßig als Interviewpartner zur Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.
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Definition - Was ist eine Psoriasisarthritis?

Bei der Psoriasisarthritis kommt es zum Auftreten von einer Arthritis, also einer Entzündung von Gelenken, im Rahmen einer Erkrankung mit Psoriasis, der Schuppenflechte.
Am häufigsten entwickelt sich die Gelenkentzündung im Verlauf einer bereits bestehenden Psoriasis, sie kann jedoch auch gleich- oder vorzeitig beginnen.
Typischerweise sind Männer und Frauen zwischen dem 35. Und 55. Lebensjahr betroffen.
Im Verlauf der Erkrankung kommt es immer wieder zu Entzündungsreaktionen mit sogenannten Schüben.
Häufig sind die kleinere Gelenke, beispielsweise die Fingergelenke, betroffen.
Neben den Gelenken und der Haut können hiervon auch die Augen betroffen sein. 

Ursachen

Die Psoriasisarthritis ist eine Autoimmunerkrankung. Es gibt verschiedene Faktoren, die zur Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit beitragen:

  • Vererbung
  • Infektionen, wie Streptokokken
  • Alkohol
  • Stress
  • Kälte
  • Bestimmte Medikamente
  • Weitere Autoimmunerkrankungen, wie Morbus Crohn

Die Spezialisten von Lumedis betreuen gerne Ihren orthopädischen Anteil der Psoriasisarthritis.
Durch gezielte dosierte Übungen halten wir Sie "gelenkig".
Gerne beraten wir Sie!

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Psoriasisarthitis

Bei einer Psoriasisarthritis kommt es zur folgenden Symptomen:

Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können ein Zeichen für eine Psoriasisarthritis sein, sind jedoch nicht typisch. Am häufigsten sind die kleineren Gelenke der Finger betroffen, größere Gelenke entzünden sich hingegen bei der Psoriasisarthritis eher selten.
Das Auftreten von Rückenschmerzen ist in solch einem Falle meist ein Zeichen für eine Entzündung des Kreuzbein-Darmbeingelenks und einer damit einhergehenden Ausstrahlung in den Bereich der Lendenwirbelsäule.
Durch die Entzündungsreaktion des Gelenks zwischen Kreuz- und Darmbein kommt es zu einer Versteifung und verminderten Beweglichkeit, was sich durch die hohe Gewichtsbelastung in diesem Bereich vor allem auf den unteren Rücken auswirkt.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Rückenschmerzen.

Nagelveränderungen

Bei etwa der Hälfte aller Betroffenen kommt es auch zu Veränderungen der Nägel. Hierbei gibt es das Phänomen der sogenannten Tüpfelnägel, welches kleine Einziehungen des Nagels in Trichterform beschreibt. Des Weiteren können sogenannte Ölflecken auftreten, bei denen es sich um gelblich-braune Verfärbungen handelt.
Häufig kommt es auch zum Untergang des Nagelgewebes, wodurch sich sogenannte Krümelnägel zeigen lassen.
Auch die Nagelplatte an sich kann sich verändern und vor allem im Endbereich vom Finger abheben.
Dieses Phänomen wird auch als Nagellösung oder Onycholyse bezeichnet.

Symptome am Auge

Auch am Auge kann es zu Symptomen kommen. Hierbei stehen ebenfalls die Entzündungsreaktionen im Vordergrund, die verschiedene Bereiche der Augen betreffen können.
So kann es beispielsweise zu einer Entzündung der Bindehaut, also einer sogenannten Konjunktivitis kommen, die mit einer starken

  • Rötung
  • Brennen und
  • Lichtempfindlichkeit, sowie vermehrtem
  • Augentränen

einhergeht.
Auch eine Uveitis, also eine Entzündung der Gefäßhaut am Auge, kann auftreten und sich durch das Auftreten dumpfer Schmerzen im Stirn- oder Augenbereich, Lichtscheu und einer Augenrötung zeigen.

Psoriasisarthitis ohne Hautbeteiligung

Eine Psoriasisarthitis zeigt sich am häufigsten durch das Auftreten von Beschwerden einzelner oder mehrerer Gelenke im Verlauf einer Erkrankung mit Schuppenflechte.
Es kommt also meist zu Gelenkbeschwerden nach dem Auftreten von Veränderungen an der Haut.
Seltener kann es aber auch zur Ausbildung von Symptomen an den Gelenken kommen, bevor sich auch eine Hautbeteiligung zeigt.
Für die Diagnose einer Psoriasisarthitis ist jedoch das Auftreten beider Lokalisationen für Beschwerden notwendig.
Besonders Acht sollte gegeben werden, wenn Gelenkbeschwerden (Knieschmerzen) auftreten und in der engen Verwandtschaft eine Schuppenflechte vorbekannt ist, da dies ein Anzeichen für das Entstehen einer Psoriasisarthitis sein könnte.

An diesen Gelenken kommt eine Psoriasisarthitis besonders häufig vor

Bei der Psoriasisarthitis wird zwischen zwei Typen unterschieden: dem peripheren Typ und dem zentralen Typ.
Der häufigere periphere Typ zeichnet sich durch die Entzündung von kleinen Gelenken auf, typischerweise sind vor allem die Mittel- und Endgelenke der Finger oder Zehen betroffen. Dabei kommt es zu einer Schwellung mit Schmerzen sowie einer im Verlauf auftretenden Bewegungseinschränkung durch die dauerhafte Schädigung der Gelenke. Oft ist ein gesamter Finger in seinem Verlauf betroffen, was auch als „Wurstfinger“ bezeichnet wird.
Der seltener vorkommende zentrale Typ umschreibt Gelenkentzündungen größerer Gelenke, wie das Knie- oder Kreuzbein-Darmbeingelenk.

Welcher Arzt behandelt eine Psoriasisarthitis?

Eine Psoriasisarthritis kann von verschiedenen Ärzten behandelt werden, wobei sich diese Entscheidung auch nach der Reihenfolge des Auftretens der Symptome und deren Ausprägung richtet.
Da die Psoriasisarthritis ein rheumatologisches Krankheitsbild ist kann stets eine Betreuung durch einen Facharzt für Rheumatologie erfolgen.
Stehen die Hauterscheinungen im Vordergrund ist eine Behandlung durch einen Dermatologen, also einen Facharzt für Hauterkrankungen, sinnvoll.
Die Gelenkentzündungen können durch einen Orthopäden behandelt werden.
Im Optimalfall empfiehlt sich eine Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen für eine gute und umfassende Therapie. 

Diagnose

Die Diagnose der Psoriasisarthitis wird mithilfe von verschiedenen Methoden gestellt. Im Arzt-Patienten-Gespräch und der körperlichen Untersuchung können die Beschwerden genauer erfasst werden. Eine Blutuntersuchung ist wichtig, um das Ausmaß der Entzündungsreaktion im Körper einzuschätzen und die Psoriasisarthitis zu einer rheumatoiden Arthritis abzugrenzen. Einen eigenen Test, der nur für die Psoriasisarthitis gilt, gibt es nicht.
Bildgebende Verfahren, wie das Röntgen oder das MRT, sind wichtig, um das Ausmaß der Erkrankung abschätzen zu können und diese in Stadien zur Verlaufsbeobachtung und Kontrolle einzuteilen.

Blutuntersuchung

In der Blutuntersuchung können verschiedene Erkenntnisse über die Psoriasisarthritis gewonnen werden. Zunächst einmal sollten die sogenannten Rheumafaktoren bestimmt werden.
Dabei handelt es sich um bestimmte Antikörper, also Stoffe der Immunabwehr, die bei der Psoriasisarthritis im Gegensatz zur rheumatoiden Arthritis nicht vorliegen.
Des Weiteren können die allgemeinen Zeichen einer Entzündung, also die Blutsenkungsgeschwindigkeit und das CRP (C-reaktives Protein) bestimmt werden, um das Ausmaß der Entzündung im Körper einzuschätzen.
Kommt es zu einer Beteiligung des Kreuz-Darmbeingelenks kann auch ein weiterer Marker, das sogenannte HLA-B27 bestimmt werden, welches dann häufig vorliegt.

Röntgenbild

Die Anfertigung eines Röntgenbildes ist bei einer Psoriasisarthritis wichtig zur Einschätzung des aktuell vorliegenden Krankheitsstadiums und damit auch zur Beurteilung des Verlaufs.
Hier können sich verschiedene Zeichen des Auf- und Abbaus an den Gelenken zeigen. Häufig liegen Schädigungen der Knochen vor, die im Röntgen gut zu sehen sind.
Auch Versteifungen der Gelenke mit einer Verschmälerung des Gelenkspaltes sind typisch. Des Weiteren kommt es aber auch zum Neuaufbau von Knochengewebe, der mit Verkalkungen einhergehen kann.
Ein typisches Zeichen ist das Pencil-In-Cup-Phänomen, eine bestimmte Darstellung der Finger durch die Umstrukturierung des Knochens.

Wer kann uns ein Bild schicken, dass wir an dieser Stelle veröffentlichen dürfen?

Wir freuen uns, wenn Sie uns mit einem Bild unterstützen würden.
Wir suchen passendes Bildmaterial, um anderen Betroffenen damit besser helfen zu können.
Bitte schicken Sie uns ein Bild auf dem keine persönlichen Dinge oder Umgebungen, die auf Ihre Person schließen lassen, zu erkennen sind.
Bitte räumen Sie uns in der Mail ein zeitliches Nutzungsrecht ein, dass Sie jederzeit wieder zurückziehen können.
Bild bitte an info@lumedis.de.

Danke und viele Grüße
Ihr
Nicolas Gumpert

Wann braucht man ein MRT?

Ein MRT ist nicht zwingend für die Diagnose einer Psoriasisarthritis notwendig, kann jedoch in vielen Situationen hilfreich sein.
Hier können bei Vorliegen der Erkrankung vor allem entzündlich bedingte Schwellungen der Weichteile um die Gelenke herum beobachtet werden.
Damit eignet sich das MRT beispielsweise auch gut zur Beurteilung von ausgeprägten Varianten der Sehnenentzündung im Bereich der Gelenke. Des Weiteren kann das MRT hilfreich sein, um bei Verdacht auf das Vorliegen einer Psoriasisarthritis andere Erkrankungen auszuschließen.

Behandlung/Therapie

Die Behandlung der Psoriasisarthritis kann allgemein in eine medikamentöse und eine nicht-medikamentöse Therapie eingeteilt werden.
Bei der Behandlung mit Medikamenten steht die Kontrolle der Entzündungsreaktion im Körper und die Linderung von Schmerzen im Vordergrund.
Hierbei kommen vor allem immunsuppressive Medikamente zum Einsatz.
Die nicht-medikamentöse Therapie stellt die Beweglichkeit in den Vordergrund und fördert den Umgang mit der Erkrankung bei Alltagstätigkeiten.
Daher werden Sportarten, wie Schwimmen oder Fahrradfahren empfohlen.
Das regelmäßige Durchführen von gezielten Übungen zur Kräftigung der Muskulatur ist ebenfalls sehr wichtig.

Medikamentöse Behandlung

Bei dem Vorliegen einer Psoriasisarthritis ist eine Behandlung mit Medikamenten zur Linderung der Schmerzen und Kontrolle der Entzündung sehr wichtig, um das Fortschreiten der Gelenkschädigung zu unterdrücken. Hierfür kommen verschiedene Medikamente in Frage, die das Immunsystem unterdrücken und so die Entzündungsreaktion des Körpers reduzieren.
Dazu gehören beispielsweise Methotrexat oder Ciclosporin A.
Bis zum Eintritt der vollen Wirkung werden hier meist mehrere Wochen bis Monate notwendig.
Auch sogenannte Biologika, die gezielt einzelne zelluläre Prozesse des Immunsystems unterdrücken, können zum Einsatz kommen. Hierzu gehört beispielsweise Adalimumab.

Dauer

Bei der Psoriasisarthitis handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die den gesamten Körper betrifft. Eine Heilung der Erkrankung ist aktuell leider noch nicht möglich und der Verlauf erstreckt sich über das gesamte Leben.
Wichtig zur Kontrolle der Beschwerden ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie. Unter adäquater Behandlung kann ca. ein Drittel aller Betroffenen so leben, als wäre die Erkrankung geheilt, auch wenn die Entzündung weiterhin im Körper vorhanden ist.
Leider gibt es jedoch auch schwer-kontrollierbare Verlaufsformen mit vielen Schüben und ausgeprägten Symptomen.

Rehabilitation und Prävention

Muskuläre Dysbalancen-Check

Um die Rehabilitation bei der Erkrankung Psoriasisarthritis zu unterstützen kann ein muskulärer Dysbalancen-Check sinnvoll sein.
Beim Vorliegen der Erkrankung kommt es zu einer langfristigen Schädigung und Zerstörung von Gelenken.
Eine gute muskuläre Gelenksicherung kann daher einen entscheidenden Beitrag für eine bessere Beweglichkeit leisten.
Ungleichgewichte zwischen den verschiedenen Muskelgruppen des Körpers können dies allerdings erschweren.
Daher eignet sich der muskuläre Dysbalancen-Check, um mithilfe einer genauen Analyse der einzelnen Muskelgruppen Schwächen zu entdecken.
Im Anschluss können diese Schwächen gezielt durch einen Trainingsplan verbessert werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kraftmessung.

EMG

Das EMG, also die Elektromyographie, bietet eine weitere Möglichkeit, um muskuläre Schwächen oder Erkrankungen gezielt zu untersuchen und entdecken.
Eine ausgewogene und gleichmäßig gestärkte Muskulatur spielt bei einer Psoriasisarthritis zur Sicherung und Stabilität der Gelenkfunktionen eine wichtige Rolle.
Beim EMG können die Aktivitäten und damit die Funktionsfähigkeit der Muskeln einzeln mithilfe von elektrischen Strömen in Ruhe und in Anspannung dargestellt werden.
Dadurch lassen sich Fehlfunktionen oder unzureichende Kraftzustände entdecken.
Im Anschluss an das EMG können die dabei festgestellten muskulären Schwächen mithilfe eines individuell ausgearbeiteten Trainingsplan gezielt ausgeglichen werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel EMG-Elektromyographie.

Übungen bei einer Psoriasisarthritis

Das konsequente und regelmäßige Durchführen von Übungen beim Vorliegen einer Psoriasisarthritis liefert als nicht-medikamentöse Maßnahme bei der Behandlung einen entscheidenden Beitrag für die Funktionsfähigkeit der Gelenke.
Es gibt zahlreiche verschiedene Übungen, die sich, je nach Lokalisation der Gelenkentzündung, eignen, um die Beweglichkeit der Gelenke zu stärken und die muskuläre Sicherung zu stärken.
Zur Verbesserung der Beweglichkeit der Handgelenke können diese in einem rechten Winkel im Ellenbogengelenk eng am Körper gehalten werden.
Die Daumen zeigen dabei nach oben. Dann werden die Handgelenke im Wechsel in maximaler Ausführung in Richtung der Unterarminnenseite und danach zur Unterarmaußenseite gezogen. Als Erweiterung können die Fäuste abwechselnd maximal geschlossen und geöffnet werden. Diese Übung sollte mit zehn Sätzen insgesamt dreimal wiederholt durchgeführt werden.

Übungen bei einer Psoriasisarthritis sind die wohl wertvollsten Therapiemaßnahmen, um die Gelenkfunktion möglichst lange uneingeschränkt zu erhalten.
Allerdings müssen alle Übungen auf die individuelle Erkrankung, die betroffenen Gelenke und das Stadium der Übungen der Psoriasisarthritis abgestimmt werden.
Die Spezialisten bei Lumedis haben über Jahre festgestellt, das Patienten mit einer Psoriasisarthritis viel besser auf Übungen mit leichtem Gewicht und höherer Wiederholungsanzahl reagieren, als auf zwanghaften Muskelaufbau
In jedem Fall muss die Ausprägung und individuellen Symptome des Psoriasisarthritis berücksichtigt werden.

Gerne helfen wir bei Lumedis Ihnen die besten Übungen für Sie zu finden und stellen Ihnen einen passenden Trainingsplan zusammen.

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