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Wachstumsschmerzen bei Kindern

Lumedis - Ihre Knochenspezialisten

Jedes dritte Kind zwischen 3 und 12 klagt über Wachstumsschmerzen. Diese treten vor allem nachts auf und können den Schlaf sehr stören. Ansonsten sind sie aber harmlos. Bestehen die Schmerzen schon länger und kommen Symptome wie Gewichtsverlust oder Nachtschweiß dazu, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die orthopädischen Spezialisten von Lumedis in Frankfurt beraten Sie und Ihr Kind gerne zur Diagnostik und konservativen Behandlung von Wachstumsschmerzen. Hier kommen Sie zu Ihrem Wunschtermin

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild und DPA regelmäßig als Interviewpartner zur Verfügung.
Weiterhin betreibt veröffentlicht er Informationen für laienverständliche Medizin seit vielen Jahren.
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Was sind Wachstumsschmerzen?

Wachstumsschmerzen sind nicht klar definierte Schmerzen, die während des Wachstums von bis zu 30 % der 2- bis 12-Jährigen auftreten. Sie werden meist als dumpf, drückend oder ziehend beschrieben und treten fast immer nachts und am häufigsten in den Beinen auf. Normalerweise sind keine äußeren Veränderungen sichtbar. Wachstumsschmerzen sind grundsätzlich harmlos und in der Regel nach 2 bis 3 Wochen wieder abgeklungen. Die Diagnose ist dennoch eine Ausschlussdiagnose, da andere, ernsthafte Krankheiten auch ausgeschlossen werden müssen. 

In welchem Alter treten Wachstumsschmerzen auf?

Bei fast einem Drittel der Kinder treten die Wachstumsschmerzen ab dem Grundschulalter auf. Jedoch können sie bereits im Alter von 2 Jahren und in die Pubertät, in der Regel jedoch bis zu einem Alter von 12 Jahren auftreten. Früher oder später auftretende Wachstumsschmerzen können auch auftreten, sollten jedoch etwas schneller abgeklärt werden. 

Wer bekommt häufiger Wachstumsschmerzen - Jungen oder Mädchen?

Es gibt keine klaren Hinweise darauf, dass Wachstumsschmerzen bei Jungen oder Mädchen signifikant häufiger auftreten. Wachstumsschmerzen sind eine häufige Erscheinung bei Kindern im Alter von etwa 3 bis 12 Jahren, unabhängig vom Geschlecht.

Wo treten Wachstumsschmerzen auf?

In der Regel treten die Wachstumsschmerzen beidseitig in der Nähe des Kniegelenks oder des Sprunggelenks auf. Normalerweise sind beide Seiten, d. h. beide Beine, entweder abwechselnd oder gleichzeitig betroffen. Sie sind nicht in den Gelenken selbst lokalisiert, sondern vor allem an den Schienbeinen, den Waden, der Vorderseite der Oberschenkel oder in der Kniekehle.

Häufig sind die Schmerzen diffus verteilt und können in benachbarte Regionen ausstrahlen. Wachstumsschmerzen können auch an anderen Körperstellen auftreten, z. B. in den Armen oder in Form von Nackenschmerzen.

Wann treten Wachstumsschmerzen auf?

Wachstumsschmerzen treten praktisch nie am Tag, sondern im Regelfall abends oder in der Nacht auf. Morgens sind die Schmerzen wieder vergangen. Sie treten häufig in 3 bis 4 aufeinanderfolgenden Nächten auf. Es handelt sich um seltene und unregelmäßige Ruheschmerzen, also Schmerzen, welche nur in Ruhe auftreten, und sie können sich durch vorausgegangene körperliche Belastung provozieren lassen. 

Mögliche Ursachen von Wachstumsschmerzen

Der genaue Mechanismus der Schmerzentstehung noch nicht geklärt. Es gibt folgende Erklärungsansätze:

  • Knochen wachsen schneller als Knochenhaut, Sehnen, Bänder und Muskeln sodass diese durch Dysbalancen, Spannung und Zug schmerzen
  • Minderbelastbarkeiten des Skeletts und der Knochen, da die Knochendichte noch geringer ist und so der junge Knochen durch das Wachstum überansprucht wird 
  • erhöhtes Schmerzempfinden nachts, da die Bewegungsreize nachlassen und Schmerzen stärker wahrgenommen werden können
  • Generell erhöhte Schmerzempfindlichkeit bei manchen Kindern
  • Erhöhte Empfindlichkeit durch Stress, Kummer oder andere psychosoziale Faktoren 
  • Niedriger Vitamin D-Wert und folgend instabilere und weichere Knochen

Bis zu welchem Alter sind Wachstumsschmerzen normal?

Wachstumsschmerzen sollten bis zur Pubertät oder in Ausnahmefällen bis zum Ende der Pubertät verschwunden sein. Das Wachstum ist immer individuell, und einige Kinder sind früher, andere später als die anderen ausgewachsen.

Schmerzen können aber auch noch nach dem Wachstum aufgrund von Ungleichgewichten oder Verkürzungen von Muskeln, Sehnen oder Bändern auftreten. Etwa ab dem 15. Lebensjahr sollten Skelettschmerzen jedoch ärztlich abgeklärt werden.

Welche Symptome können zusätzlich auftreten?

Neben den Schmerzen treten häufig Verspannungen der umgebenden Muskulatur auf. Sie sind meist als Verhärtung der Muskulatur an der betroffenen Stelle tastbar und können leicht bis stark schmerzhaft sein. Auch Fehlhaltungen zur Entlastung oder Schonung können auftreten. Diese führen wiederum zu Verspannungen, Verkürzungen und im schlimmsten Fall zu einer ungleichmäßigen Belastung des Knochens mit Verschleißerscheinungen.

Häufig sind Wachstumsschmerzen nach vorangegangener körperlicher Aktivität stärker, da die Belastung auf das wachsende und häufig gedehnte Gewebe größer ist.

Warum kann es zu Nackenschmerzen im Rahmen des Wachstums kommen?

Nackenschmerzen im Rahmen des Wachstums bei Kindern können mehrere Ursachen haben, die häufig auf die physiologischen Veränderungen während des Wachstums zurückzuführen sind:

  • Veränderungen der Körperhaltung
    Während des Wachstums verändert sich die Körperhaltung der Kinder, da sich das Skelett und die Muskulatur entwickeln. Diese Veränderungen können zu einer vorübergehenden Ungleichgewicht in der Muskulatur führen, insbesondere im Nackenbereich, was zu Verspannungen und Schmerzen führen kann.
  • Wachstumsschübe
    Während Wachstumsschüben wachsen bestimmte Körperteile schneller als andere, was zu Spannungen und Druck auf die Muskeln und Bänder im Nackenbereich führen kann. Dies kann vorübergehende Schmerzen verursachen, die typischerweise nachlassen, wenn das Wachstum verlangsamt oder abgeschlossen ist.
  • Erhöhte Aktivität und Sport
    Mit zunehmendem Alter nehmen oft auch die sportlichen Aktivitäten der Kinder zu. Neue oder intensivere sportliche Betätigungen können zu Überlastung der Nackenmuskulatur führen, insbesondere wenn die Kinder ihre Technik noch nicht vollständig beherrschen oder nicht ausreichend aufwärmen.
  • Schlafgewohnheiten
    Die Schlafposition kann ebenfalls eine Rolle spielen. Ein unzureichendes Kissen oder eine ungünstige Schlafposition kann zu Nackenverspannungen führen, insbesondere wenn die Kinder während des Wachstums empfindlicher auf solche Belastungen reagieren.
  • Psychosoziale Faktoren
    Stress, Angst oder emotionale Belastungen können ebenfalls zu Muskelverspannungen und Nackenschmerzen beitragen, insbesondere bei Kindern, die sich in einer Phase des schnellen körperlichen und emotionalen Wachstums befinden.

Es ist wichtig zu beachten, dass Nackenschmerzen im Rahmen des Wachstums normalerweise vorübergehend sind und in der Regel mit einfacher Selbstversorgung, wie Ruhe, Wärme- oder Kältetherapie und gegebenenfalls physikalischer Therapie, behandelt werden können.
Bei anhaltenden oder schweren Nackenschmerzen sollten jedoch immer ein Kinderarzt oder ein Kinderorthopäde aufgesucht werden, um sicherzustellen, dass keine ernsteren Ursachen wie beispielsweise eine Hinhautentzündung vorliegen und um gegebenenfalls eine angemessene Behandlung einzuleiten.

Welche Symptome deuten auf einen Knochentumor hin?

Treten die Schmerzen auch tagsüber und bei Bewegung auf, nehmen sie mit der Zeit zu oder sprechen sie nicht auf die üblichen Schmerzmittel an, muss ein Knochentumor ausgeschlossen werden.

Auch Symptome wie lokale Schwellungen, Gewichtsverlust, Fieber, Müdigkeit, Übelkeit, Nachtschweiß, tagsüber und lange Zeit anhaltende Schmerzen, Morgensteifigkeit oder Hautveränderungen sind Symptome, die den Verdacht auf einen Tumor erhärten. Natürlich müssen die verschiedenen knochenbezogenen Symptome nicht zwangsläufig auf einen Tumor hindeuten. Es können auch andere Erkrankungen wie Rheuma oder Borreliose dahinterstecken. Knochentumore kommen bei Kindern vor allem in gutartiger Form vor. Bösartige Tumoren sind im Kindesalter eher selten und Knochenmetastasen treten bei Kindern noch seltener auf.

Wie erkennt man Wachstumsschmerzen?

Es gibt keinen spezifischen diagnostischen Test für Wachstumsschmerzen. Sie werden in der Regel durch Erfahrung und nach Ausschluss anderer Erkrankungen diagnostiziert. Die endgültige Diagnose wird in der Regel erst nach Ausschluss anderer, schwerwiegenderer Erkrankungen gestellt.

Die Anamnese, die körperliche Untersuchung, gegebenenfalls Röntgenaufnahmen, eine Kernspintomographie oder Blutuntersuchungen können bei der Diagnosestellung helfen. Spezifische diagnostische Tests gibt es nicht. Typisch für die Diagnose Wachstumsschmerz sind Schmerzen in beiden Beinen, die nicht die Gelenke betreffen und abends/nachts wiederkehren. Diese sollten maximal zwei bis drei Wochen anhalten und dann wieder für ein paar Monate ausbleiben. 

Welche Blutuntersuchung sollte man bei Wachstumsschmerzen bei Kindern durchführen?

Bei Wachstumsschmerzen bei Kindern sind in der Regel keine spezifischen Blutuntersuchungen erforderlich, da diese Schmerzen in der Regel auf normale Wachstumsprozesse zurückzuführen sind und keine zugrunde liegende Krankheit anzeigen. Die Blutuntersuchung dient eher dem Ausschluss anderer Erkrankungen, die zu Knochenschmerzen führen können.

Dennoch können gelegentlich Blutuntersuchungen durchgeführt werden, um andere potenzielle Ursachen auszuschließen oder um zusätzliche Informationen zu erhalten, insbesondere wenn die Schmerzen ungewöhnlich stark sind, sich verschlimmern oder von anderen Symptomen begleitet werden.

  • Vollständiges Blutbild (Blutbild)
    Dies kann Anzeichen einer Entzündung (erhöhte weiße Blutkörperchen) oder anderer abnormaler Blutwerte zeigen, die auf eine zugrunde liegende Infektion oder Entzündung hinweisen könnten.
    Auch eine Blutkrebserkrankung (Leukämie) kann bei jungen Patienten durch Befall des Knochenmarks oder Metastasen für Knochenschmerzen verantwortlich sein. Auch eine Leukämie kann durch eine Blutuntersuchung diagnostiziert werden.
  • Entzündungsmarker
    Dazu gehören Tests wie C-reaktives Protein (CRP), das auf eine erhöhte Entzündungsaktivität im Körper hinweisen kann.
  • Calcium- und Vitamin-D-Spiegel
    Ein Mangel an diesen Nährstoffen kann das Knochenwachstum beeinträchtigen und möglicherweise zu Schmerzen beitragen.
    So kann z.B. der Vitamin-D-Spiegel im Blut bestimmt werden, da ein Mangel zu einer verminderten Knochenstabilität und damit zu Knochenschmerzen führen kann.
  • Rheumafaktoren
    Diese Tests können in Betracht gezogen werden, wenn zusätzlich zu den Wachstumsschmerzen andere Symptome auftreten, die auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen könnten.
  • Borreliose
    Auch eine aktive Borreliose kann durch die Blutuntersuchung ausgeschlossen werden.

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Tests normalerweise nicht routinemäßig bei Wachstumsschmerzen durchgeführt werden. 

Das typsiche Bild einer Borreliose. Man kann die typische Wanderröte nach einigen Tagen gut erkennen.

Wann braucht man ein Röntgenbild?

Das Röntgenbild stellt die knöchernen Strukturen sehr gut dar. Differenzialdiagnostisch können so Traumata mit Knochenverletzungen, tumoröse Veränderungen wie Löcher, Formveränderungen, Wucherungen der Knochenstruktur oder infektbedingte Gelenkschmerzen wie die Coxitis fugax (Hüftschmerzen) erkannt werden. So wird das Röntgenbild bei auffälligen Symptomen zum Ausschluss anderer Ursachen und struktureller Veränderungen der Erkrankung eingesetzt. Eine Röntgenaufnahme ist jedoch immer mit einer Strahlenbelastung verbunden, die bei jungen Menschen mit Vorsicht zu handhaben ist.

Wann braucht man ein MRT?

Die Kernspintomographie (MRT) ist in der Regel keine Routineuntersuchung zur Diagnose von Wachstumsschmerzen. Sie kann in Betracht gezogen werden, da die Strahlenbelastung eines CT- oder Röntgenbildes für ein Kind häufig als zu hoch eingeschätzt wird. Sie stellt die Weichteile besonders gut dar, so dass Gelenkveränderungen wie Bänder, Knorpel oder Verstauchungen gut dargestellt werden können. Bei dringendem Verdacht auf einen Tumor kann sie zur genauen Tumordifferenzierung eingesetzt werden.

MRT der Kniescheibe (T2) - das Kniegelenk wird horizontal geschnitten (oben ist die Kniescheibe, unten geht es zur Kniekehle)

  1. Knorpelschaden hinter der Kniescheibe mit zwei tiefen Rissen
  2. Kniescheibe (Patella)
  3. Wasser im Knie (Gelenkerguß)
  4. Oberschenkelknochen (Femur)

Was kann man gegen Wachstumsschmerzen tun?

Es ist wichtig, die Eltern ausführlich über die Ursachen von Wachstumsschmerzen zu informieren und zu beraten. So hilft den Kindern oft schon persönliche Zuwendung wie Trösten oder gutes Zureden. Auch lokale Massagen und leichte Dehnübungen können helfen, Schmerzen durch gedehnte Bänder und gelockerte Muskeln zu lindern. Auch Wärme oder Kälte in Form von Wärmflaschen, Salben oder Kühlpads können helfen.

Ansonsten können in Absprache mit dem (Kinder-)Arzt altersentsprechende Schmerzmittel wie z.B. Paracetamol gegeben werden.

Welche Vitamine/Medikamente können helfen?

Vitamin D ist für den Auf- und Abbau der Knochen sehr wichtig. Fehlt es, verlieren die Knochen an Stabilität und können sich im Wachstum verformen oder instabil werden. Es hilft also, Schmerzen zu lindern, indem es für gesunde Knochen sorgt.

Auch Magnesium oder andere Vitamine wie Vitamin C und Spurenelemente wie Kalzium können sich positiv auf den Körper auswirken.

Lokale kühlende oder gegebenenfalls schmerzstillendeSalben können ebenfalls helfen. In schwereren Fällen können auch schmerz- und entzündungshemmende Medikamente wie z.B. Paracetamol verabreicht werden.

Retterspitz Kinderwickel bei Wachstumsschmerzen

Retterspitz Kinderwickel können bei Wachstumsschmerzen eine lindernde Wirkung haben. 

Anwendung von Retterspitz
Retterspitz Äußerlich ist ein fertiges, mildes Arzneimittel zur äußerlichen Anwendung, das oft bei Muskelschmerzen, Verspannungen und Gelenkbeschwerden verwendet wird. Es ist besonders bekannt für seine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung.

  • Vorbereitung des Wickels
    Verdünnen Sie Retterspitz Äußerlich gemäß den Anweisungen auf der Verpackung mit warmem Wasser. Tränken Sie ein Baumwolltuch oder eine Mullbinde in der Lösung und wringen Sie es leicht aus, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen.
  • Anwendung auf dem betroffenen Bereich
    Legen Sie den Wickel sanft um den Nackenbereich Ihres Kindes. Achten Sie darauf, dass der Wickel nicht zu fest sitzt, um die Durchblutung nicht zu beeinträchtigen, und dass Ihr Kind sich dabei wohl fühlt.
  • Einwirkzeit
    Lassen Sie den Wickel für etwa 15-20 Minuten einwirken. Dies ermöglicht es der Lösung, in die Haut einzudringen und ihre Wirkung zu entfalten.
  • Wiederholung
    Bei Bedarf können Sie den Wickel mehrmals täglich wiederholen, insbesondere wenn Ihr Kind unter starken Schmerzen oder Verspannungen leidet.

Retterspitz ist im Allgemeinen gut verträglich und wird häufig zur Unterstützung der Selbstversorgung bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt.
Dennoch ist es wichtig, die Anwendung gemäß den Anweisungen und in Absprache mit einem Kinderarzt oder einem Apotheker durchzuführen, insbesondere wenn Ihr Kind empfindliche Haut hat oder andere gesundheitliche Bedingungen vorliegen.

Wärmebehandlung

Wärme erweitert die Gefäße und fördert so die Durchblutung der Haut. Durch die erweiterten Gefäße fließt das Blut langsamer, so dass alle Zellen in der Umgebung besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Schadstoffe schneller abtransportiert werden. Auch Muskelverspannungen lösen sich, wodurch gerade diese wachstumsbedingten Schmerzen gelindert werden. So kann eine vorsichtige Wärmebehandlung die Schmerzen lindern. Zu beachten ist jedoch, dass gerade Kleinkinder sich bei niedrigen Temperaturen schneller verbrennen können, so dass mit Wärme immer vorsichtig umgegangen werden muss.

Massage/Dehnung

Dehnübungen helfen vor allem bei regelmäßiger Anwendunggegen Verkürzungen und Verspannungen und somit gegen viele Wachstumsbeschwerden. Dehnübungen können auch vorbeugend gegen Wachstumsschmerzen helfen.

Massagen fördern zudem die Durchblutung und unterstützen so die Regeneration des Gewebes. Die angeregte Durchblutung beschleunigt zudem das Wachstum von Muskeln und Bändern. Öle, wie z.B. Johanniskrautöl, machen die Massage angenehmer und fördern durch die enthaltenen Inhaltsstoffe zusätzlich die Schmerzreduktion.

Übung: Dehnung Quadriceps

Wann muss ich mit meinem Kind mit Wachstumsschmerzen zum Arzt?

In der Regel sind Wachstumsschmerzen harmlos. Es ist jedoch wichtig, andere Schmerzen mit ernsthafter Ursache nicht fälschlicherweise als harmlose Wachstumsschmerzen abzutun.

Wenn die Schmerzen ungewöhnlich lange andauern, die Gelenke betreffen, immer wieder auftreten, den ganzen Tag über andauern oder sehr stark sind, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann weitere Untersuchungen einleiten, um andere Ursachen für die Schmerzen auszuschließen. Es kann auch vorkommen, dass Wachstumsschmerzen sehr heftig sind, so dass eine Schmerzmedikation mit dem Arzt besprochen oder andere therapeutische Ratschläge eingeholt werden können.

Welcher Arzt ist der richtige?

Bei Wachstumsschmerzen, die zusätzlich Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung zeigen, sollte unbedingt sofort ein Arzt aufgesucht werden. Der Kinderarzt ist in der Regel darauf spezialisiert, die Symptome von Wachstumsschmerzen bei Kindern zu erkennen.

Für den Bewegungsapparat, das Skelett, sind jedoch Orthopäden oder Unfallchirurgen am besten geeignet. Sie sind auch darauf spezialisiert, Schmerzsymptome der Knochen zu unterscheiden und rheumatische Erkrankungen, Knochentumore, Knocheninfektionen oder -verletzungen zu erkennen.

Dauer/Prognose

Die genaue Dauer von Wachstumsschmerzen ist schwer vorherzusagen. Sie kann individuell sehr variieren und im Extremfall bis zum Erreichen des Erwachsenenalters andauern. In der Regel hören Wachstumsschmerzen jedoch früher auf und verschwinden im Jugendalter.

Sie treten zudem phasenweise auf und sind nach einigen Wochen wieder verschwunden. Langfristig ist die Prognose in den allermeisten Fällen gut, da sie bei einem normalen, relativ aktiven Lebensstil der Kinder keine langfristigen Probleme des Bewegungsapparates verursachen. Regelmäßige Dehnung und Bewegung helfen, die Wachstumsschmerzen schneller abklingen zu lassen.

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