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Lumedis Frankfurt

Carmen Heinz
Dr. Gerret Hochholz
Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Nackenschmerzen

Nackenschmerzen sind eine der häufigsten und quälendsten Beschwerden mit denen Patienten unsere orthopädische Praxis aufsuchen.
Da Nackenschmerzen häufig mit einer langen Ausfallzeit im Berufsleben einhergeht ist es wichtig die Ursache der Beschwerden frühzeitig zu finden und zu therapieren.
Wenn Sie eine ausführliche Beratung durch unsere Wirbelsäulenspezialisten wünschen kommen Sie hier zum Termin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Außerdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur und fügt über große Erfahrung im Bereich der Triggerakupunktur.

Seinen Behandlungsschwerpunkt hat er bei der Diagnostik und Therapie der verschiedenen Wirbelsäulenerkrankungen.
Sein Ziel ist es alle Erkrankungen ohne Operation zu lösen.
 

Definition - Was sind Nackenschmerzen?

Bei Nackenschmerzen handelt es sich um schmerzhafte Beschwerden im hinteren Halsbereich, die häufig auch bis in die Schultern ausstrahlen.
Nackenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden im Alltag überhaupt und werden am häufigsten durch

  • muskuläre Verspannungen
  • Dysbalancen und
  • Haltungsprobleme

verursacht. Dabei spielt das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Muskelgruppen der Wirbelsäule, des Nackens und der Schulter eine zentrale Rolle.
Im Alter kommt zusätzlich gehäuft der Verschleiß der Knochen und Gelenke im Bereich der Wirbelsäule hinzu.
Je nach Ursachenverdacht kommen verschiedene diagnostische Mittel zum Einsatz. Die Behandlung richtet sich stets nach der zugrundeliegenden Ursache.

Ursachen

Für Nackenschmerzen kommen viele verschiedene Ursachen in Frage, wie beispielsweise:

Schleudertrauma

Ein Schleudertrauma, auch als HWS-Distorsion bezeichnet, beschreibt die durch einen Unfall bzw. ein Trauma hervorgerufene Verletzung von Weichteilen im Bereich der Halswirbelsäule.
Dabei kommt es häufig zu starken Muskelverspannungenund -krämpfen, sowie Steil- oder andere Fehlhaltungen des Halses.
Auch die Reizung oder sogar der Riss einzelner Bänder im Bereich der Halswirbelsäule kann mit einem Schleudertrauma einhergehen.
Dementsprechend kommt es auch zu Nackenschmerzen, die in Folge eines Schleudertraumas oft über einen längeren Zeitraum bestehen.
Wichtig ist vor allem die Abklärung einer möglicherweise vorliegenden schwerwiegenderen Verletzung im Bereich der HWS, sowie eine angemessene Sicherung und Schonung der Wirbelsäule zur Stabilisierung.

Stress

Stress führt in Kombination mit Fehlhaltungen sehr häufig zu Nackenschmerzen.
Der Grund hierfür ist eine erhöhte Anspannung der Muskeln bei einem erhöhten Stresslevel im Alltag.
Häufig liegt auch hier eine Kombination aus psychischem und physischem Stress.
Eine vermehrte Belastung des Nackens, beispielsweise beim Arbeiten in nach vornegebeugter Position mit geneigtem Kopf führt besonders unter Zeitdruck zu muskulären Verspannungen im gesamten Nackenbereich. Besteht zusätzlich eine Fehlhaltung der Wirbelsäule führt dies häufig zu starken Schmerzen. Dementsprechend ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie die Reduktion des Stresslevels.

Zugluft

Auch Zugluft gilt als häufiger und wichtiger Auslöser für Nackenschmerzen.
Hierbei kommt es durch die Kälte zur erhöhten Reizung und Spannungserhöhung der Muskulatur an der Halswirbelsäule.
Da diese beispielsweise beim Tragen einer Jacke häufig ungeschützt gegenüber der Kälte bleibt, ist die Muskulatur in diesem Bereich anfälliger für Verspannungen unter Zugluft.
Dabei reichen häufig bereits wenige Grade Temperaturunterschied aus, um die Spannungen auszulösen.
Auch bei einem deutlichen Luftzug mit normaltemperierter Luft kann es zu Anspannungen der Muskeln kommen.
Die Zugluft gilt zusätzlich bei vielen Betroffenen auch als Auslöser für Spannungskopfschmerzen.

MS

Die MS, also die Multiple Sklerose, kann in vielen Bereichen des Körpers zu Schmerzen führen, so auch im Nackenbereich.
Dabei kommt es zu einer spastischen, also krampfartigen Erhöhung des Muskeltonus bzw. der Muskelanspannung.
Diese kann entweder an einer Seite des Nackens oder an beiden Seiten auftreten, häufiger liegt eine Ausstrahlung der Schmerzen von der einen auf die andere Seite vor.
Diese starke Muskelanspannung tritt bei der MS häufig relativ plötzlich innerhalb von wenigen Stunden auf.
Bei einer vorbekannten Erkrankung kann bei diesen plötzlich auftretenden Symptomen nach Ausschluss eines möglichen Infekts mit Fieber von einem neuen Schub ausgegangen werden.

Rundrücken

Ein Rundrücken, auch als Hyperkyphose bezeichnet, führt zu einer Fehlhaltung der Wirbelsäule.
Es kommt zu einem vermehrten Nachvornebeugen des Körpers, wobei in natürlicher Verlängerung der Kopf und die Halswirbelsäule ebenfalls nach vorne bzw. unten geneigt wäre.
Um dies zu vermeiden, also um trotzdem den Blick geradeaus zu gewährleisten, muss der Kopf aufgerichtet werden, wobei die Halswirbelsäule in einem starken belastenden Winkel geknickt wird.
Damit diese Position aufrechterhalten werden kann, besteht eine dauerhafte erhöhte Anspannung der Rücken- und Nackenmuskulatur.
In der Folge kommt es zu Muskelverspannungen und -verhärtungen, was sich wiederum in Nackenschmerzen äußert.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Rundrücken.

Begleitende Symptome

Bei Nackenschmerzen gibt es viele verschiedene mögliche Begleitsymptome:

  • Muskelverspannungen
  • Myogelosen
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)
  • Kribbeln im Bereich des Nackens oder der Arme
  • Muskelschwäche im Nacken

Kopfschmerzen

Nackenschmerzen treten häufig in Kombination mit Kopfschmerzen auf.
Hierbei spielen verschiedene Komponenten eine Rolle. Die Muskeln im Nackenbereich ziehen teilweise auch an den Kopf, wodurch die Schmerzen bei Verspannungen auch ausstrahlen können.
Dies führt häufig auch zu bewegungsabhängigen Kopfschmerzen, beispielsweise beim Drehen des Kopfes zur Seite.
Aber umgekehrt können Kopfschmerzen in den Nacken ausstrahlen, vor allem bei ausgeprägten Schmerzintensitäten.
Des Weiteren kann es durch muskuläre Verhärtungen im Nackenbereich zur Störung des Blutflusses zum Kopf kommen, was wiederum ebenfalls zu Kopfschmerzen führen kann.

Migräne

Die Migräne ist eine Kopfschmerzerkrankung, die mit verschiedensten Symptomen einhergehen kann.
Hierzu gehören neben Übelkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit auch Nackenschmerzen.
Diese können entweder begleitend zu einer Migräneattacke oder bereits vor Beginn der Migränebeschwerden auftreten.
Wichtig ist, dass dabei zwischen Nackenschmerzen in Folge der Migräne und Nackenschmerzen durch muskuläre Verspannungen begleitend zu einer auftretenden Migräne unterschieden wird.
Abhängig von der Ursache bzw. des Zusammenhangs erfolgt auch die Behandlung der begleitenden Nackenschmerzen.
Zu den weiteren Beschwerden bei einer Migräne gehören

  • Schwindel
  • Konzentrationsstörungen und
  • Schwäche

Schwindel

Auch Schwindel tritt gehäuft bei Nackenschmerzen auf. Hierbei liegt die Ursache oft in den muskulären Verspannungen im Bereich der Nackenmuskulatur.
Durch länger bestehende Verhärtungen der Muskeln kann es hierbei zu Irritationen der hirnversorgenden Gefäße, vor allem der Wirbelarterien kommen.
Diese Gefäße sind für die Durchblutung von Strukturen des Gehirns zuständig, die wiederum die Koordination und das Gleichgewicht des Körpers steuern.
Durch die Irritationen kommt es zu kurzzeitigen Reduzierungen der Blut- und Sauerstoffversorgung und entsprechend zu verschiedenen Beschwerden, wie Schwindel.
Dieser tritt häufig als Schwankschwindel auf, kann aber auch drehend oder drückend wahrgenommen werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel HWS-Syndrom Schwindel.

Übelkeit

Übelkeit ist ein Symptom, bei dessen gemeinsamen Auftreten mit Nackenschmerzen verschiedene Auslöser möglich sind.
In einigen Fällen kann es zu so intensiven Schmerzen kommen, dass die Übelkeit aufgrund der starken Beschwerden verursacht wird.
Bei Nackenschmerzen und Übelkeit sollte allerdings auch, vor allem bei plötzlichem Auftreten, an schwerwiegende Ursachen, wie eine Entzündung der Hirnhäute gedacht werden.
Diese äußert sich vor allem in

  • plötzlicher Nackensteife
  • Kopfschmerzen und
  • Fieber, sowie begleitend
  • Nackenschmerzen
  • Übelkeit und
  • Bewusstseinsstörungen

Sollten diese Symptome vorliegen ist eine schnellstmögliche Vorstellung beim Arzt notwendig.

Myogelosen

Am häufigsten treten Nackenschmerzen mit bzw. auch aufgrund von Myogelosen, also verhärteten Muskelverspannungen, auf.
Dabei kommt es zu einer dauerhaften Anspannung eines oder mehrerer Muskeln, die wiederum mit einer knotigen Verhärtung und starken Schmerzen, vor allem bei Druck, einhergehen.
Dadurch kann es außerdem zu Bewegungseinschränkungen und Schonhaltungen aufgrund der eingeschränkten Nutzung der entsprechenden Muskeln kommen, was wiederum die Schmerzen verstärken kann.
Die Myogelosen werden häufig auch durch eine fehlende Kräftigung der Rücken- und Nackenmuskulatur bei einer ausgeprägten Fehlhaltung mit geneigtem Kopf begünstigt.

CMD

Der CMD oder auch craniomandibulären Dysfunktion liegt häufig ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen des Körpers zugrunde.
Beispielsweise kann es aufgrund von Zahnfehlstellungen oder fehlliegenden Weisheitszähnen zu einer erhöhten Anspannung der Kiefermuskulatur kommen, was infolge zu Schmerzen des Kopfes und des Nackens führen kann.
Umgekehrt können Myogelosen im Nackenbereich zu Kieferschmerzen und damit zu einer craniomandibulären Dysfunktion führen.
Daher ist beim Vorliegen dieser Beschwerden eine Klärung der Ursache wichtig, da die Therapie der primären Ursache zur Linderung der sekundären Schmerzen führt und Zahnbeschwerden entsprechend anders zu behandeln sind als Nackenschmerzen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel craniomandibuläre Dysfunktion.

Diagnose

Die Diagnose der zugrundeliegenden Ursache bei Nackenschmerzen erfolgt zunächst im Wesentlichen mithilfe des Orthopäden-Patienten-Gesprächs, also der Anamnese, und der körperlichen Untersuchung. Hierbei können schnell muskuläre Verspannungen und Myogelosen entdeckt und deren Ausmaß bestimmt werden.
Wichtige Punkte bei der Untersuchung sind außerdem die Beurteilung der Beweglichkeit, sowie der Zusammenhang bestimmter Bewegungen mit Schmerzen. Auch eine Untersuchung der Wirbelsäule und eine neurologische Untersuchung beim Verdacht auf eine Nervenschädigung als Ursache sollte Teil der Diagnostik sein.
Je nach zu vermutender Ursache können des Weiteren bildgebende Verfahren, wie

zum Einsatz kommen.

Ultraschall

Der Einsatz eines Ultraschallgeräts bei Nackenschmerzen erfolgt nicht als standardmäßig eingesetztes Verfahren.
Bei muskulären Verhärtungen kann das Ultraschall beispielsweise wenig zusätzliche Auskünfte über die vorliegenden Gewebereizungen geben.
Ein wichtiger Grund für den Einsatz des Ultraschalls ist allerdings die Untersuchung der hirnversorgenden Gefäße. Bei Nackenschmerzen in Kombination mit Schwindel kann beispielsweise die Reizung einer oder seltener auch beider Arteriae vertebralis, also der Wirbelarterien, vorliegen.
Die Gegebenheiten der Gefäße, sowie mögliche Verstopfungen oder die Flussgeschwindigkeit können entsprechend im Ultraschall bzw. einer Dopplersonographie-Untersuchung beurteilt werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Ultraschall.

Röntgenbild

Die Anfertigung eines Röntgenbilds bei Nackenschmerzen erfolgt vor allem bei dem Verdacht auf eine knöcherne Ursache der Beschwerden, also beim Verdacht auf eine Schädigung der Wirbelsäule im Halsbereich. Im Röntgen können beispielsweise Verschleißerscheinungen der Zwischenwirbelgelenke, sowie eine Abflachung der Bandscheiben durch eine verringerte Aussparung zwischen den Wirbelkörpern dargestellt werden. Auch ein verengter Nervenkanal kann im Röntgen beurteilt werden.
Daher wird ein Röntgenbild vor allem bei chronischen Beschwerden angefertigt, beim Verdacht auf akute knöcherne Ursachen wird eher eine Computertomographie (CT) oder MRTdurchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Röntgen.

Wann braucht man ein MRT?

Die Durchführung einer MRT, also einer Magnetresonanztomographie, erfolgt vor allem beim Verdacht auf eine Schädigung von Weichteilen.
Im MRT kann beispielsweise das Rückenmark und die heraustretenden Nerven gut dargestellt und beurteilt werden.
Daher wird das MRT als wichtigstes bildgebendes Verfahren beim Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall durchgeführt.
Des Weiteren können entzündliche Prozesse gut dargestellt werden, beispielsweise bei einer Entzündung im Bereich der Nackenmuskeln oder Sehnen.
Auch die Zwischenwirbelgelenke können bei einer Entzündung gut im MRT dargestellt werden. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel MRT-Magnetresonanztomographie.

MRT einers Bandscheibenvorfalls der HWS (seitliche T2 Aufnahme):

  1. Rückenmark (Medulla spinalis)
  2. Dornfortsatz
  3. Wirbelkörper
  4. Bandscheibenvorfall der bis an das Rückenmark heran reicht
  5. Bandscheibe

Behandlung/Therapie

Die Behandlung von Nackenschmerzen sollte immer in Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Ursache erfolgen.
Bei einer vorliegenden MS-Erkrankung sollte beispielsweise bei einem akuten Schub eine Therapie mit Cortison durchgeführt werden, bei einem Schleudertrauma eine sichere Stabilisierung der Halswirbelsäule mit einem Halskragen aus Kunststoff.
Bei funktionell/muskulären Ursachen kommen bei Lumedis eine Reihe von konservativen Therapiemethoden zum Einsatz:

 

Kinesiotaping

Die Verwendung von Kinesiotapes ist eine sinnvolle Maßnahme, um vor allem bei längerfristig bestehenden Nackenschmerzen für eine Linderung der Beschwerden zu sorgen.
Dabei wird durch den Zug bei Bewegungen die Durchblutung, sowie der Lymphfluss im Bereich des Nackens gefördert.
Eine häufig angewendete Methode des Taping ist das Anbringen von zwei kurzen Tapes parallel zur Halswirbelsäule. Dabei sollte das Kinn auf dem Brustbein liegen und der Beginn der Tapes einige Zentimeter unter dem Haaransatz liegen.
Danach werden vom oberen Ansatzpunkt der Tapes ausgehend zwei weitere mittellange Tapes entlang der Schulterlinien angebracht, wobei der Kopf in die jeweils andere Richtung beim Anbringen geneigt werden sollte.
Bei Lumedis werden die Kinesiotapes durch regelmäßig geschultes Fachpersonal angelegt.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kinesiotape.

Welche Schmerzmittel sind die besten?

Als Schmerzmittel bei Nackenschmerzen eignen sich vor allem Medikamente aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika, kurz NSAR.
Hierzu gehört als bekannter Vertreter Ibuprofen oder in Form eines Schmerzgels die Voltaren-Salbe.
Paracetamol oder Aspirin eignen sich hingegen eher weniger bei Nackenschmerzen.
Bei starken Beschwerden kann auch die Anwendung von Novaminsulfon, besser bekannt als Novalgin, indiziert sein.
Des Weiteren können vor allem bei chronischen Beschwerden lokale Spritzungen von Kortison oder Betäubungsmitteln erforderlich sein, um die Schmerzen ausreichend zu stillen.

Triggerpunkt-Akupunktur

Die Triggerpunkt-Akupunktur stellt ein wichtiges Verfahren da, das vor allem bei langfristig bestehenden Beschwerden und Schmerzen im Bereich des Nackens zum Einsatz kommt.
Es wird bevorzugt bei

  • Myogelosen
  • craniomandibulärer Dysfunktion
  • Nervenreizungen
  • Schwindel mit Nackenschmerzen

eingesetzt, da durch die Akupunktur die Durchblutung der Muskeln gefördert wird, wodurch eine Entspannung erzielt werden soll.
Dabei werden gezielte Triggerpunkte, die als entscheidende Lokalisationen bei der Schmerzausstrahlung und des Maximums der muskulären Verspannungen gelten, mit den Akupunktur-Nadeln behandelt, wobei eine Behandlung ca. 20 Minuten dauert.
Meist kommt es bereits nach wenigen Sitzungen zu einer Beschwerdebesserung.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Triggerpunktakupunktur.

Dauer

Die Dauer von Nackenschmerzen ist sehr unterschiedlich und vor allem von der zugrundeliegenden Ursache und der durchgeführten Behandlung abhängig.
Bei muskulären Verspannungen und damit der häufigsten Ursache halten die Beschwerden solange an, bis die Verhärtungen der Muskulatur effizient gelockert werden können.
Wichtig dabei ist, dass auf eine langfristige Muskelentspannung mithilfe regelmäßiger Kräftigungs- und Entspannungsübungen, sowie einer gesunden Körperhaltung geachtet wird, da die Nackenschmerzen sonst immer wieder auftreten.
Beim Vorliegen eines Bandscheibenvorfalls beispielsweise beträgt die Dauer der Beschwerden bei Behandlung der Ursache häufig zwischen 4 und 12 Wochen.

Zusammenhang zum Computer Arbeitsplatz

Nackenschmerzen treten häufig im Rahmen einer Fehlhaltung und muskulären Dysbalancen mit Schwächen einzelner oder mehrerer Muskeln auf. Dabei kommt die Fehlhaltung bei vielen Betroffenen durch das Arbeiten am Computer zustande.
Der Grund hierfür ist eine nachvorne gebeugte Haltung des gesamten Oberkörpers.
Häufig ist der Schreibtisch und damit auch der Computerbildschirm zu niedrig für den dafür vorgesehenen Stuhl, weswegen der Blick dauerhaft mit nach vorne gebeugtem Hals erfolgt.
Dies führt zu Verspannungen der Muskulatur des Nackens, da diese Haltung nicht der natürlichen Kopfhaltung entspricht, für die die Halswirbelsäule und der muskuläre Apparat ausgerichtet ist.
Daher wird das Arbeiten an einem höhenverstellbaren Schreibtisch empfohlen.

Rehabilitation und Prävention:

Muskuläre Dysbalancen-Check

Der muskuläre Dysbalancen-Check stellt ein wichtiges Instrument in der Rehabilitation und Prävention von Nackenschmerzen dar.
Hierbei werden die verschiedenen Muskelgruppen im Bereich des Nackens und der Halswirbelsäule, aber auch im gesamten Rest des Rückens untersucht, um die verschiedenen Kraftstufen der Muskeln zu bestimmten.
Muskuläre Dysbalancen, also das Überwiegen einer Muskelgruppe gegenüber einer anderen, führen zu einem Ungleichgewicht im Zusammenspiel der Muskelgruppen und so häufig zu Engstellen im Bereich von Nervenverläufen oder Reizungen von überlasteten Muskeln, Sehnen und Bändern.
Daher ist die Kraftmessung im Bereich der Halswirbelsäule ein wichtiger Bestandteil des muskulären Dysbalancen-Checks bei Nackenschmerzen.
Besteht beispielsweise eine Muskelschwäche der geraden hinteren Nackenmuskeln, wird der Hals aufgrund der seitlichen Nackenmuskulatur verstärkt nach hinten gezogen, wodurch eine ungesunde übermäßige Knickung der Halswirbelsäule herbeigeführt wird. Dies kann dann mit vermehrten Muskelschmerzen im Bereich des Nackens einhergehen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kraftmessung.

EMG

Das EMG ist eine weitere sinnvolle Methode zur Erfassung von muskulären Ursachen und Beschwerden bei Nackenschmerzen.
Durch die genaue und objektivierte Darstellung der Muskelaktivität können spezifische Informationen über den Zustand der verschiedenen Muskelgruppen im Bereich des Nackens gewonnen werden.
Hierdurch können beispielsweise Myogelosen mit verhärteten Muskelverspannungen ebenso wie muskuläre Schwächen mit einer verringerten Kontraktions-, also Anspannungsfähigkeit, entdeckt werden.
Dadurch können Rückschlüsse auf muskuläre Dysbalancen gezogen werden, die im Nackenbereich häufig eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Schmerzen spielen.
Typisch ist beispielsweise ein Ungleichgewicht zwischen den oberflächlichen Nackenmuskeln und den tiefen Muskeln des Rückens.
Dadurch kommt eine vermehrte Instabilität zustande, die zu einer Überlastung der Muskeln führen kann.
Auch muskulärer Hartspann mit erhöhter Aktivität im EMG kann häufig im Bereich der oberflächlichen Muskulatur des Nackens, beispielsweise im Trapeziusmuskel festgestellt werden.
Aus den im EMG gewonnen Erkenntnissen lassen sich entsprechende Konsequenzen für die optimale Behandlung der Nackenschmerzen ableiten.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel EMG-Elektromyographie.

Wirbelsäulenvermessung

Die Wirbelsäulenvermessung dient der Darstellung möglicher Fehlhaltungen als Ursachen für Nackenschmerzen.
Hierbei kann mithilfe einer dreidimensionalen Rekonstruktion der Wirbelsäule nicht-invasiv eine Messung der Symmetrie und der Stellung der einzelnen Wirbelkörper zueinander erfolgen.
Daraus können zahlreiche Rückschlüsse auf mögliche Fehlhaltungen der Wirbelsäule und wiederum daraus resultierenden Nackenschmerzen gewonnen werden.
Die Ursache muss hierbei nicht unbedingt unmittelbar im Nackenbereich liegen, auch ein Beckenschiefstand kann über eine fehlerhafte muskuläre Belastung zu Verspannungen und Fehlbelastungen von Muskeln im Nackenbereich und somit zu Nackenschmerzen führen.
Natürlich interessieren auch Symmetrieunterschiede entlang der Wirbelsäule, sowie das mögliche Vorliegen einer Skoliose.
Auch die Haltung der gesamten Wirbelsäule mit einem Rundrücken oder einem Hohlkreuz, also einer übermäßigen Krümmung in die eine oder andere Richtung, spielt eine wichtige Rolle bei der möglichen Verursachung von Nackenschmerzen.
Daher bietet die Wirbelsäulenvermessung ein sehr effizientes und dafür nicht-schmerzhaftes oder -belastendendes Verfahren zur Klärung möglicher Fehlhaltungen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Wirbelsäulenvermessung.

Trainingsübungen

Gegen das Vorliegen von Nackenschmerzen gibt es zahlreiche Trainingsübungen, die je nach Art der Beschwerden unterschiedlich effektiv helfen können.

Eine Übung zur Dehnung wird im hüftbreiten Stand in einer Zimmerecke durchgeführt.
Der Blick ist in die Ecke des Zimmers gerichtet und der Stand erfolgt so, dass beide Arme beim seitlichen Ausstrecken die jeweilige Wand berühren können.
Die Arme werden komplett durchgestreckt seitlich in die Höhe genommen, sodass die Handflächen die jeweilige Wand berühren können. Wichtig ist hierbei, dass die Handfläche komplett an der Wand aufliegt. Dann wird ein Bein etwas nach vorne gesetzt und der Körperschwerpunkt in Richtung des vorderen Beines verlagert, sodass eine Dehnung im Brustkorb erfolgt. Gegebenenfalls kann auch eine Dehnung in den Schultern spürbar sein. Diese Position sollte für ca. ein bis zwei Minuten gehalten werden.

Bei einer weiteren Übung erfolgt im Sitzen der Zug am Nacken nach vorne. Dafür ist zunächst ein aufrechtes Sitzen mit hüftbreit aufgestellten Füßen sehr wichtig. Dann werden die Hände an den Hinterkopf gelegt, sodass die Ellenbogen im spitzen Winkel zu den Seiten abstehen. Nun wird der Kopf langsam nach vornegebeugt, damit das Kinn in Richtung Brustbein gezogen wird. Auch diese Position sollte für ein bis zwei Minuten gehalten werden. Hierbei kann nach einer Weile auch der Druck des Zugs auf den Kopf etwas gesteigert werden. Wichtig ist dabei vor allem eine durchgehend aufrechte Haltung des Rückens, um hier eventuelle Fehlbelastungen zu vermeiden.

Zur Lockerung und Dehnung der Nackenmuskulatur kann weiterhin in sitzender Position mit aufrechtem Rücken der Kopf abwechselnd nach links und rechts gedreht werden. Entscheidend ist hierbei ebenfalls eine aufrechte Position des gesamten Rückens. Der Kopf sollte jeweils in langsamem Tempo gedreht und die jeweilige Endposition für mindestens eine halbe Minute eingehalten werden. Anschließend kann diese Übung durch das langsame Kreisen des Kopfes von der einen Seite über die Beugung nach vorne zur anderen Seite erweitert werden. Auch hier ist ein langsames Drehen entscheidend. Auch das Drehen über die Neigung des Kopfes nach hinten sollte hierbei unterlassen werden. 

Unsere Wirbelsäulenspezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Wirbelsäulensprechstunde!