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Lumedis Frankfurt

Dr. Carmen Heinz
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Fachärzte für Orthopädie

Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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60311 Frankfurt am Main

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L5 Syndrom - So gefährlich kann es werden!

Lumedis - Ihre konservativen Bandscheibenspezialisten

Das L5-Syndrom ist ein häufiges Krankheitsbild im Rahmen eines Bandscheibenvorfalles L4/5 oder L5/S1.
Aufgrund der Gefahr von Lähmungen (Fußheberschwäche) ist eine fachgerechte Betreuung durch einen guten und erfahrenen Orthopäden sehr wichtig.
Die Frankfurter Wirbelsäulenspezialisten von Lumedis haben uns auf die Behandlung des L5-Syndromes ohne OP spezialisiert.
Wenn Sie eine Beratung durch unsere Wirbelsäulenspezialisten wünschen, kommen Sie hier zu Ihrem Termin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Außerdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur. Hier verfügt er über große Erfahrungen im Bereich der Triggerakupunktur.

Sein Behandlungsschwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie der verschiedenen Wirbelsäulenerkrankungen.
Sein Ziel ist es, alle Erkrankungen ohne Operation zu heilen.
 

Was ist ein L5 Syndrom?

Unter einem L5-Syndrom versteht man einen Bandscheibenvorfall, bei dem durch die sich vorwölbende oder durch die vorgefallene Bandscheibe Irritationen oder sogar Schädigungen an der Nervenwurzel des 5. Lendenwirbels auftreten. Man spricht hierbei auch von einem Nervenwurzelkompressionssyndrom. Klinisch zeigt sich ein L5-Syndrom klassischerweise durch Schmerzen am hinteren Oberschenkel der Außenseite des Knies und dem vorderen und seitlichen Bereich des Unterschenkels bis hinunter auf den Fußrücken und zum Großzeh. Daneben können die selben Bereich auch ein Taubheitsgefühl aufweisen und ein Funktionsverlust der Muskulatur insbesondere der Fußheber und Teilbereiche der Hüftmuskulatur auftreten.

Ursachen

Die häufigsten Ursachen eines L5-Syndroms sind: 

  • Bandscheibenvorfall (Prolaps) und Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) als natürlicher oder durch Überlastung bedingter Alterungsprozess des Bindegewebes
  • Gut- oder bösartige Tumore die Druck auf die Nervenwurzel auswirken (z.B. Zysten, Metastasen etc.) 
  • Spinalkanalstenose (Verengung des Spinalkanals), durch z.B. Verschmälerung des Wirbelgelenkspaltes, krankhafte Veränderungen der Wirbelkörper etc.) 
  • Minderdurchblutung der Nerven und des Rückenmarks (z.B. bei Gefäßverengungen) 
  • Traumatisch bei wiederholten Extrembelastungen der Wirbelsäule

Sie sind mit dem Behandlungsfortschritt Ihres L5 Syndroms nicht zufrieden, Sie suchen eine zweite Meinung oder einen anderen Behandlungsansatz ohne Operation?
Gerne übernehmen die konservativen Frankfurter Wirbelsäulenspezialisten von Lumedis Ihr L5-Syndrom.

Bandscheibenvorfall L4/5 oder L5/S1

Ob ein Bandscheibenvorfallauf Höhe des 4./5. Lendenwirbels oder auf Höhe des 5.Lendenwirbels und 1. Sakralwirbels vorliegt, kann anhand unterschiedlicher Symptome meist schon ohne weiterführende Bildgebung vermutet werden. Der Bandscheibenvorfall bei L4/5 führt hauptsächlich zu Schmerzen und Gefühlsstörungen im Bereich der Oberschenkelaußen- und hinterseite, der Kniescheibe und dem äußeren Knie, der Unterschenkelinnen- und außenseite und über dem Schienbein sowie bis hin zum Fußrücken und dem Großzeh. Motorisch kann hier eine Streckung im Kniegelenk durch Anspannung der Oberschenkelmuskulatur erschwert sein, genauso das Anheben des Fußes oder der Großzehe. Ein Hackengang ist dann nur schwer möglich.
Bei einem Bandscheibenvorfall bei L5/S1 treten die Schmerzen und die Gefühlsstörungen eher an der Außen- und Rückseite des Oberschenkels und des Unterschenkels auf, neben dem Fußrückenbereich und der Großzehe mitunter aber auch der äußere Fußknöchel- und Fußbereich hin zur Kleinzehe. Motorisch kann eine Fußsenkung geschwächt sein, das heißt in Gang auf Fußspitzen ist erschwert bis gar nicht möglich, ebenso kann die Beugung im Kniegelenk eingeschränkt sein. 

Weitere interessante Informationen finden Sie im Artikel Bandscheibenvorfall der LWS.

MRT der LWS (T2)

  1. subkutanes Fettgewebe (gelb)
  2. Rückenmarkskanal (Canalis spinalis = hellgelb)
  3. Bandscheibenvorfall L4/5 (Massenvorfall = rot)
  4. Bandscheibenvorfall L5/S1 (rot)
  5. Wirbelkörper L3
  6. 3. Bandscheibe der LWS
  7. Wirbelkörper L4
  8. 4.Bandscheibe der LWS
  9. Wirbelskörper L5
  10. 5. Bandscheibe der LWS

Neuroforamenstenose L5

Unter einer Neuroforamenstenose L5 versteht man im Allgemeinen die Einengung des Nervenkanals für die Nervenwurzeln des 5. Lendenwirbels. Durch diese Einengung kommt es klassischerweise zu einer Reizung bzw. Irritation des entsprechenden Nervs was weiter unten genannte Symptome eines L5-Syndroms auslösen kann. Verursacht wird die Einengung des Nervenkanals in den meisten Fällen durch eine Vorwölbung oder ein Vorfall der dortigen Bandscheibe (Bandscheibenvorfall). Aber auch bei einem fortgeschrittenen Verschleiß der Wirbelkörper oder der kleineren Wirbelgelenke, kann es zu einer knöchernen Einengung des Nervenkanals kommen. Ebenso können in selteneren Fällen auch zystische Aussackungen der Wirbelgelenke oder Verdickte Bänder und Kapseln der Wirbelgelenke zu einer Neuroforamenstenose führen. 

An diesen Symptomen erkennen Sie ein L5 Syndrom

Die häufigsten Symptome eines L5-Syndromes sind:

  • (einschießende) Schmerzen im Dermatom L5: im Bereich des hinteren Oberschenkels, der Knieaußenseite, dem vorderen und seitlichen Bereich des Unterschenkels, der Fußrücken und der Großzehbereich
  • Sensibilitätsstörungen im Dermatom L5 (siehe oben)
  • Funktionseinschränkungen oder Funktionsausfall von der Muskulatur, die durch die Nervenwurzel L5 versorgt wird: das Anheben des Fußes oder der Großzehe ist nur eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich (Fußheberschwäche), das Abspreizen des Oberschenkels als Bewegung im Hüftgelenk ist eingeschränkt

Schmerzen im Dermatom L5

Ein Dermatom ist ein bestimmter Hautbereich, der sensiblen Nervenfasern einer bestimmten Spinalnervenwurzel versorgt wird.
Kommt es zu einer entsprechenden Reizung oder Irritation der Nervenwurzel, werden in genau diesem Hautareal schmerzhafte Missempfindungen und Taubheitsgefühle wahrgenommen (Bereich der AUsstrahlung).
Bei dem L5-Syndrom erstreckt sich das Dermatom über Bereiche des Oberschenkels, des Knies, des Unterschenkels und des Fußrückens.
Charakteristisch sind dabei Schmerzen und Gefühlsstörungen im Ausstrahlung in den Bereich des hinteren, des seitlichen Knies, des vorderen und seitlichen Unterschenkels und dem Fußrücken bis hin in den Großzeh.
Die Dermatome benachbarter Nervenwurzeln überschneiden sich zum Teil, jede Nervenwurzel hat jedoch ein sogenanntes Autonomgebiet, welches sie nur ganz allein versorgen. Anhand der Beschwerden in den Dermatomen können im Allgemeinen in der körperlichen Untersuchung Rückschlüsse auf das geschädigte Rückenmarkssegment gezogen werden. 

Fußheberschwäche / Großzehenheberschwäche

Ein typisches Symptom im Rahmen eines L5-Syndroms ist die sogenannte Fußheber- und Großzehenheberschwäche. Bei der Reizung bzw. Kompression der Nervenwurzel des 5. Lendenwirbels kann es zu Funktionsbeeinträchtigungen in der Fuß-/Grozehenhebermuskulatur kommen.
Das bedeutet, dass sowohl der Fuß, als auch der Großzeh mit nur reduzierter Kraft oder sogar gar nicht mehr angehoben werden kann. Dieses macht sich bereits im bloßen Gangbild des Patienten bemerkbar: dadurch, dass der Vorfuß nicht ausreichend angehoben werden kann, muss klassischerweise das Bein/Knie weiter angehoben werden, damit ein „Hängenbleiben“ mit dem Fuß am Boden vermieden wird. Das Gangbild wird typischerweise als Steppergang bezeichnet. Auch das Gehen auf den Hacken ist oftmals nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Nähere Informationen zum Steppergang finden Sie in unseren Artikeln: Peroneusparese und Fußheberschwäche.

Diagnose

An erster Stelle steht in der Diagnostik eines L5-Syndroms die ausführliche Anamneseerhebung sowie eine gründliche körperliche und neurologische Untersuchung. Klassische Symptome im passenden Dermatombereich und motorische Auffälligkeiten wie eine Fuß-/Großzehenheberschwäche geben erste Hinweise. Auch eine Reflextestung kann weitere Hinweise geben.
An bildgebender Diagnostik kann neben einer konventionellen Röntgenaufnahme der Wirbelsäule vor allem auch eine Magnetresonanztomografie des Rückenmarks die Diagnose erhärten und Hinweise auf die Ursache geben. Soll das Ausmaß der nervalen Schädigung genauer beurteilt werden, ist eine Elektromyografie möglich, mit der die nervale Versorgung gezielt der betroffenen Muskeln gemessen werden kann. 

Röntgenbild

Bei einem L5-Syndrom ist ein einfaches Röntgenbild als alleinige Diagnostik in der Regel nicht ausreichend, da hier nur die knöchernen Strukturen der Wirbelsäule beurteilt werden können.
Ein Bandscheibenvorfall L4/5 oder L5/S1 als häufigste Ursache des L5-Syndroms kann hierbei nicht gesehen werden, auch nicht die Nervenwurzel selbst. Nichtsdestotrotz ist eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule zum Ausschluss anderer Ursachen hilfreich, etwa einer Wirbelkörperfraktur oder eine Wirbelkörperverschiebung. Zur besseren Beurteilung der Ursache ist das Mittel der Wahl die Durchführung einer Magnetresonanztomografie.   

Wann braucht man ein MRT?

Da in dem herkömmlichen Röntgen der Wirbelsäule nur die knöchernen Strukturen beurteilbar sind, gilt die Magnetresonanztomografie als Mittel der Wahl zur Beurteilung sämtlicher Strukturen eines Wirbelsäulensegmentes und damit sowohl der knöchernen als auch der weichteilgeweblichen Anteile. Anders als im Röntgen ist hiermit also zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall oder eine Bandscheibenvorwölbung erkennbar. Aber auch andere Ursachen für das L5-Syndrom wie zum Beispiel Entzündungen, oder Tumore lassen sich hiermit abbilden.
Die Magnetresonanztomografie ist dabei die einzige Methode in der Bildgebung, die ohne Strahlung und in sehr hoher Qualität das gesamte Rückenmark sowie die umliegenden knöchernen Strukturen, Bänder und Kapseln detailliert darstellen kann. 

Weitere interessante Informationen finden Sie im Artikel MRT der LWS.

Behandlung / Therapie

Die Behandlung des L5-Syndroms ist gänzlich abhängig von der Ursache. Löst ein Tumor die Nervenwurzelkompression aus, sollte der Tumor operativ entfernt werden. Liegt eine Wirbelkörperfraktur vor, sollte auch die operativ behandelt werden. Liegt ein Bandscheibenvorfall oder eine Bandscheibenvorwölbung als häufigste Ursache vor, ist jedoch nicht immer gleich eine operative Therapie notwendig, in der Regel wird zunächst ein konservatives Vorgehen versucht, es sei denn es liegen von Beginn an höhergradige Lähmungen in der versorgten Muskulatur vor.

Die konservative Behandlung erfolgt bei Lumedis nach einem individuell auf den Patienten abgestimmten Therapiekonzept. Die gängigsten Verfahren die in bestimmten Kombinationen zum Einsatz kommen sind:

Kortisonspritze

Cortison als Medikament kann in der Akutbehandlung eines L5-Syndroms zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden.
Da eine Behandlung mit Cortison jedoch auch Risiken und Nebenwirkungen haben kann, solle im Vorfeld ein Einsatz dieses Medikaments mit einem unserer erfahrenen Orthopäden ausführlich besprochen werden.
Die Kortisonspritze wirkt in erster Linie entzündungshemmend, da es die Entzündungsprozesse im Gewebe blockiert.
Hierdurch kommt es zum einen zur Schmerzreduktion, zum anderen aber auch zum Abschwellen der entzündeten Strukturen, sodass der Druck auf die Nervenwurzel reduziert werden kann. Cortison kann dabei sowohl als Tablette gegeben werden, häufig jedoch aber auch als Kortisonspritze direkt an Ort und Stelle.

Wann braucht man eine OP?

Ein L5-Syndrom wird meist dann operiert, wenn das Ausmaß der Symptome ausgeprägt ist und zuvor angewandte konservative Behandlungsversuche frustran waren. D.h. bei Beschwerdepersistenz nach diversen konservativen Maßnahmen und bei neurologischen Symptomen wie zum Beispiel Taubheitsgefühl in den betroffenen Dermatomen oder Lähmungen der betroffenen Muskeln sowie bei stärksten Schmerzen, wird eine operative Maßnahme in Erwägung gezogen. Hierbei können u.a. mikrochirurgische Eingriffe (z.B. die Teilentfernung des Wirbelbogens zur Dekompression der Nervenwurzel) in minimal-invasiver Technik (Schlüssellochtechnik) oder offen chirurgisch angewendet werden.

Schmerztherapie

Zur bestmöglichen Behandlung chronischer Schmerzen bei einem L5-Syndrom bietet die Schmerztherapie die optimale Ergänzung des konservativen Therapieplans und nutzt macht sich folgende Behandlungsmöglichkeiten zu nutze:

  • Triggerpunktbehandlung
  • medizinischer Trainingstherapie
  • Blutegeltherapie
  • medizinische Trainingstherapie
  • Ultraschall-Elastographie
  • entzündungsbedingten Schmerzen:NSAR (Voltaren, Ibuprofen, etc…) und Coxibe (Arcoxia, etc..), bei längerer Einnahmedauer oft Metamizol (Novalgin).
  • starke Schmerzen: Opiode
  • Nervenschmerzen: Antidepressiva und Antiepileptika
  • Canabinoide (CBD-Öl)

Unsere Experten von Luemdis versuchen stehts den chronischen Schmerz mit einer Therepie frei von Medikamenten zu durchbrechen. Wenn dies nicht möglich ist, finden wir für Sie eine Therapie mit dem optimalen Verhältnis aus maximaler Schmerzreduktion und minimale eingestzter Medikamentendosis.
Da im Zentrum der Therapie immer die Schmerzvergangenheit des Patienten steht, gehen unsere Spezialisten auf jeden Patienten ganz individuell ein, um so die Ursache der Schmerzen zu bestimmen und eine, an Ihre Schmerzen angepasste, Therapie zu erstellen. Hierfür startet die Behandlung stehts mit einem ausführlichen Anamnesegespräch wie einer problemorientierten körperlichen Untersuchung.

Gerne setzt sich unser Frankfurter Schmerzspezialist Sven Daum in seiner Sprechstunde mit Ihrer Schmervergangenheit auseinander und erarbeitet gemeinsam mit Ihnen einen eigens auf Sie zugeschnittenen Behandlungsplan.

Gerne steht Ihnen unser Frankfurter Schmerzspezialist Sven Daum in seiner Sprechstunde beratend zur Seite.

Akupunktur

Die Akupunktur kann als weitere konservative Therapieoption bei einem L5-Syndrom versucht werden, vor allem dann, wenn ein Bandscheibenvorfall die Ursache für die Kompression der Nervenwurzel ist. Die Akupunktur hat ihren Ursprung in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM): hier wird ein Bandscheibenvorfall als Ursache dafür gesehen, dass es zu einer Blockade der Energieleitbahnen im Bereich der Wirbelsäule kommt. Dieses wiederum kann zu Beschwerden in Kopf, Rücken, Armen und Beinen führen. Durch das Setzen der Akupunkturnadeln in bestimmte Akupunkturpunkte sollen aus Sicht der TCM die Blockaden im Energiefluss gelöst werden, indem Gefäß-Nerven-Bündel gereizt werden. Schmerzen können dadurch gelindert werden.

Schnellere Wirksamkeit ezielen wir bei Lumedis durch den Einsatz der Triggerakupunktur. Hier werden muskuläre Verspannungen durch das Setzen der Akupunkturnadeln aufgelöst. In der Regel kommt es schon nach wenigen Sitzungen zu einer Beschwerdebesserung,

PRT - periradikuläre Therapie

PRT ist dieperiradikuläre Therapie, die wir zur Akutbehandlung des L5-Syndroms anbieten. Hierbei wird lokal direkt in den Bereich Nervenwurzel des 5. Lendenwirbels eine medikamentöse Mischung aus einem lokalen Betäubungsmittel/Schmerzmittel und einem Cortison gespritzt. Das Ganze erfolgt CT- oder MRT-gesteuert, d.h. unter Sicht, während ein Computertomogramm oder ein Magnetresonanztomogramm durchgeführt wird.
Das lokale Betäubungsmittel wirkt dabei schmerzhemmend, das Cortison entzündungshemmend und desensibilisierend.
Die gereizten und geschädigten Strukturen entspannen und beruhigen sich, die Durchblutung im Bereich der Nervenwurzel steigt, die Schwellung an der Nervenwurzel reduziert sich und der Heilungsprozess wird angeregt.
In der Regel wird die PRT in mehreren Sitzungen durchgeführt, die Wirkung der Kortisonspritze kann dabei jeweils mehrere Tage anhalten.

Dauer

Die Dauer eines L5-Syndroms ist nicht gut pauschal abzuschätzen, da sie von mehreren verschiedenen Ursachen abhängig ist: zum einen von der Ursache, die das L5-Syndrom ausgelöst hat, zum anderen von der Ausprägung bzw. von der Schwere des Syndroms. Zudem hängt die Dauer der Erkrankung immer auch von einem frühzeitigen Therapiebeginn ab sowie davon, ob die therapeutischen Anweisungen konsequent befolgt werden. Bei leichten Formen des L5-Syndroms dauern die Beschwerden in der Regel wenige Wochen an. Oftmals liegen jedoch komplexere Ursachen zu Grunde, sodass die Nervenschädigung ausgeprägter ist und die Beschwerden über Monate oder sogar Jahre anhalten können. Zudem gibt es auch chronische Verlaufsformen, sodass dauerhaft Beschwerden vorliegen können. 

Dauer der Krankschreibung

Wie die Dauer der Erkrankung im Allgemeinen, hängt auch die Dauer der Krankschreibung hauptsächlich von der Schwere bzw. dem Ausprägungsgrad des L5-Syndroms ab. Zudem sicherlich auch von der Art der beruflichen Tätigkeit, die der betroffene Patient ausübt. Bei leichteren Verläufen reichen beläuft sich die Krankschreibung häufig auf wenige Wochen, bei schweren oder chronischen Verläufen kann sich die Krankschreibung über Monate oder Jahre ziehen, in einigen Fällen kann sogar eine Berufsunfähigkeit drohen oder eine berufliche Umschulung notwendig sein. 

Rehabilitation und Prävention

1. Muskuläre Dysblancen-Check

Der muskuläre Dysbalancen-Check ist eine Analyse der verschiedenen Muskelgruppen des Körpers und deren Zusammenspiel. Gerade bei einem L5-Syndrom bzw. bei einem Wirbelkompressionssyndrom kann dieses sowohl zur Therapie aber vor allem auch zur Vorbeugung sehr hilfreich sein. Bei einem Wirbelsäulenkompressionssyndrom werden in erster Linie die Muskelgruppen untersucht, die für die aufrechte Körperhaltung und den Stand zuständig sind. Im Rahmen des Checks können mögliche Schwächen in bestimmten Muskeln oder Muskelgruppen festgestellt werden, aber auch „überkräftige“ oder verkürzte Muskeln. Ein Ungleichgewicht in den eigentlich zusammenspielenden Muskeln wird aufgedeckt.  Diese können zu Fehlhaltungen und damit zu Fehbelastungen in der Wirbelsäule führen. Dieses wiederum kann letztlich einen Bandscheibenvorfall oder eine Wirbelsäulendegeneration verursachen.  Aus einen ausführlichen muskulären Dysbalancen-Check können wir einen individuellen Trainingsplan erstellen, der zusammen mit unserem physiotherapeutischen Team eingeübt werden kann.

2. EMG

EMG oder auch Elektromyografie bezeichnet die Messung einzelner Muskeln hinsichtlich ihrer Aktivität bzw. Kraft. Im Rahmen der Ursachenfindung eines L5-Syndroms bzw. Wirbelsäulenkompressionssyndroms kann die Messung der Muskelgruppen für die aufrechte Haltung und den Stand Aufschluss darüber geben, ob Dysbalancen vorliegen oder nicht. Eine mögliche Schwäche oder Übertonisierung einzelner Haltemuskeln kann aufgedeckt und dann mit spezifischen Trainingsübungen angegangen werden. Liegt ein L5-Syndrom vor, kann die EMG zudem auch dafür dienen zu messen, wie ausgeprägt die Nervenschädigung ist: eine Muskelschwächung oder sogar eine Muskellähmung der betroffenen Kennmuskeln kann genau detektiert werden. Die Durchführung einer EMG ist wenig zeitaufwendig und komplett schmerzfrei. 

3. Wirbelsäulenvermessung

Auch die Wirbelsäulenvermessung, die wir bei Lumedis anbieten, kann ein wichtiger Bestandteil zur Detektion der Ursache des Wirbelsäulenkompressionssyndroms bzw. des L5-Syndroms sein. Verschiedene Messung werden an der Wirbelsäule vorgenommen, wodurch vor allem Druckverhältnisse, die an bestimmten Bereichen der Wirbelsäle herrschen, analysiert werden. Auch hierdurch können ähnlich wie beim muskulären Dysbalancen-Check Fehlhaltungen des Rückens aufgedeckt werden, die dann gezielt im physiotherapeutischen Training angegangen werden können.

4. Übungen

Am Ende unserer umfangreichen Diagnostik hinsichtlich der Ursachen für das L5-Syndrom steht eine enge Betreuung durch unsere hochqualifiziertes Orthopäden und Sportwissenschaftler.
Sowohl zur konservativen Behandlung eines akuten L5-Syndroms als auch zur Vorbeugung erneuter Beschwerden wird ein individuell angepasster Trainingsplan mit individuellen Übungen erstellt, der zahlreiche Maßnahmen und Übungen erhält, die zunächst unter Anleitung, im Verlauf dann auch zu großen Teilen in Eigenregie durchgeführt werden.
Bei einem Wurzelkompressionssyndrom sind es allem voran Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur, darüber hinaus aber auch der Rumpf-, Bauch-, Bein- und Schultergürtelmuskulatur. 

Gerne erstellen wir bei Lumedis ihren persönlichen Trainingsplan und demonstrieren Ihnen die Übungen für eine fehlerfreie Ausführung!

  1. Übungen düfen erst nach Freigabe eines Wirbelsäulenspezialisten begonnen werden, da andernfalls schwerwiegende Schäden am Nerven zu befürchten sind.
  2. Alle Übungen bei einem L5 Syndrom oder einer Fußsenkerschwäche müssen auf den individuellen Einzelfall abgestimmt sein.
    Leider schadet ein pauschales Youtube-Video bei dieser Erkrankung mehr, als das es hilft.

Was ist der Unterschied zu einem S1 Syndrom?

Der Unterschied zwischen einem L5- und einem S1-Syndrom liegt – wie der Name schon sagt – in der jeweils anderen Reizung der Nervenwurzel. Anders als bei dem L5-Syndrom wo die Nervenwurzel des 5. Lendenwirbels irritiert wird, wird bei einem S1-Syndrom die Nervenwurzel des 1. Sakralwirbels gereizt. Auch hierbei ist die häufigste Ursache ein Bandscheibenvorfall oder eine Bandscheibenvorwölbung.
Da eine andere Nervenwurzel (Nervenwurzel S1) gereizt wird, unterscheidet sich auch das Areal, in dem Schmerzen, Gefühlsstörungen und/oder motorische Beeinträchtigungen auftreten können.
Die Schmerzen und Gefühlsstörungen treten eher im unteren Rücken, im Gesäß und im hinteren Ober- und Unterschenkelbereich auf, ebenso oftmals auch im seitlichen Fußbereich bis hin zur Kleinzehe. Zum Kraftverlust bis hin zur Lähmung kann es bei einem S1-Syndrom in der hinteren Oberschenkelmuskulatur, der Wadenmuskulatur und der Fußsenkermuskeln kommen.

Ausführliche Informationen dazu erhalten Sie in unserem Artikel S1 Syndrom.

Unsere Wirbelsäulenspezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Wirbelsäulensprechstunde!