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Lumedis Frankfurt

Dr. Carmen Heinz
Dr. Franziska Zwecker
Dr. Gerret Hochholz
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Fachärzte für Orthopädie

Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Rückenschmerzen im oberen Rücken

Im Zeiten unseres stressigen Alltages und vornehmend sitzender Tätigkeit sind Rückenschmerzen im oberen Rücken ein weit verbreitetes Phänomen in der orthopädischen Praxis.
Wir bei Lumedis haben für die Probleme ein individuelles Therapiekonzept entwickelt.
Gerne beraten Sie unsere Spezialisten in einem Termin

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Außerdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur. Hier verfügt er über große Erfahrungen im Bereich der Triggerakupunktur.

Sein Behandlungsschwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie der verschiedenen Wirbelsäulenerkrankungen.
Sein Ziel ist es, alle Erkrankungen ohne Operation zu heilen.
 

Definition - Was sind Rückenschmerzen im oberen Rücken?

Der obere Rücken bezeichnet die Region vom Hinterkopf bis zur oberen Brustwirbelsäule und Schmerzen können dort prinzipiell auf jeder Höhe entstehen.
Meist strahlen die Schmerzen ebenfalls in Kopf, Schultern oder Arme aus, sodass eine eindeutige Zuordnung für den Betroffenen nicht immer leicht fällt.
Rückenschmerzen im oberen Rücken sind zwar seltener als Beschwerden des unteren Rückens, jedoch sind auch hier die Ursachen vielseitig und es bedarf einer orthopädischen Abklärung.
Nicht nur die Art der Schmerzen und die mögliche Ausstrahlung, sondern auch die Dauer und der Verlauf der Schmerzen sind bei der richtigen Diagnosestellung von Bedeutung. 
So können chronische von akuten Schmerzen abgegrenzt werden.

Ursachen

Es gibt viele Beschwerden, die als Ursache für Rückenschmerzen im oberen Rücken in Frage kommen.
So kann sowohl die Hals- oder obere Brustwirbelsäule, als auch Muskeln, Sehnen oder Nerven Ausgangspunkt für die Schmerzen sein.
Weitere mögliche Ursachen für Schmerzen im oberen Rücken können sein: 

Da jedoch auch ernsthafte Erkrankungen wie ein Herzinfarkt oder eine Lungenerkrankung Schmerzen im oberen Rücken verursachen können, sollte vor allem bei akut auftretenden, starken Schmerzen ein Arzt aufgesucht werden.

Sie leiden an chronischen Rückenschmerzen und Ihnen konnte bisher nicht ausreichend geholfen werden?
Gerne schauen sich die Wirbelsäulespezialisten Ihren Fall an!
Lumedis hat sich auf die Behandlung chronischer Rückenschmerzen mit einem abgestimmten Trainingsprogramm mit individuellen Übungen spezialisiert.

Bandscheibenvorfall der HWS

Bei einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule (HWS) verrutscht die Bandscheibe, die sich normalerweise zwischen den einzelnen Wirbelkörpern befindet und kann aufgrund ihrer veränderten Position Beschwerden bereiten.
Sie kann beispielsweise auf die umliegenden Nervenwurzeln drücken und somit ausstrahlende Schmerzen oder ein Kribbeln in Schultern, Armen oder Kopf auslösen.
Ein Bandscheibenvorfall kann entweder als Erscheinung eines jahrelangen Verschleißes der Wirbelgelenke oder nach einem Bagatelltrauma, wie etwa einer ruckartigen Bewegung im Hals- und Nackenbereich auftreten.
Meist sind die unteren Segmente der HWS (C5/6 oder C6/7) von einem solchen Vorfall betroffen, da diese die größte Beweglichkeit aufweisen.

Nicht jeder Bandscheibenvorfall der HWS ist behandlungsbedürftig. Je nach Ausmaß und Ort des Vorfalls wird eine konservative Behandlung angestrebt.
Bandscheibenvorfälle der Brustwirbelsäule sind seltener und können meist sehr gut konservativ behandelt werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Bandscheibenvorfall der HWS.

MRT einers Bandscheibenvorfalls der HWS (seitliche T2 Aufnahme):

  1. Rückenmark (Medulla spinalis)
  2. Dornfortsatz
  3. Wirbelkörper
  4. Bandscheibenvorfall der bis an das Rückenmark heran reicht
  5. Bandscheibe

Facettenarthrose

Eine Facettenarthrose ist eine Abnutzungserscheinung der kleinen Gelenke zwischen den einzelnen Wirbelkörpern und kann sehr häufig zu Rückenschmerzen im oberen Rücken führen.
Häufige Auslöser sind

  • Fehlhaltungen,
  • starke Belastung der Wirbelsäule
    und
  • degenerative Veränderungen der Bandscheiben im Alter

Durch die andauernde Belastung und verminderte Elastizität der Bandscheiben werden die Facettengelenke übermäßig beansprucht und nutzen sich ab.
Schmerzen, die durch eine Facettenarthrose ausgelöst werden beschränken sich meist auf den jeweiligen Abschnitt der Wirbelsäule und strahlen nicht aus.
Der Betroffen klagt besonders über starke Nackenschmerzen.
Meist treten solche Abnutzungen im Lendenwirbelbereich auf, jedoch können sie auch Ursache für Schmerzen im oberen Rücken sein.

Osteochondrose

Die Osteochondrose ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, bei der sowohl die Knochensubstanz der Wirbelkörper, als auch der Knorpel der Bandscheiben betroffen ist. und kann sehr häufig zu Rückenschmerzen im oberen Rücken führen.
Meist wird sie durch zunehmende Alterserscheinungen oder durch andauernde Fehl- und Überbelastung der Wirbelsäule ausgelöst.
Die Gelenkflächen nutzen sich ab und die Bandscheiben verlieren an Höhe.
Dadurch wird die natürliche Pufferfunktion der Bandscheibe zwischen den einzelnen Wirbelkörpern eingeschränkt und es kann zu Kompression der umliegenden Nervenwurzeln und damit verbundenen Schmerzen kommen.
Als Kompensationsmechanismus produziert der Körper zusätzliche knöcherne Substanz zwischen den Wirbeln und die Wirbelsäule verliert zunehmend an Beweglichkeit.
Symptome einer Osteochondrose der HWS können Schmerzen im oberen Rücken sein, aber auch Kribbeln oder Taubheitsgefühle in umliegenden Bereichen wie Arme, Schultern oder Nacken.

Spinalkanalstenose der HWS

Eine Spinalkanalstenose tritt zwar häufiger im Bereich der Lendenwirbelsäule auf, kann aber auch Ursache von Schmerzen im oberen Rücken sein.
Hierbei wird der Kanal in den Wirbelkörpern, in dem das Rückenmark verläuft, zunehmend eingeengt und verursacht dadurch Beschwerden.
Eine solche Einengung wird begünstigt durch normale Abnutzungserscheinungen im Alter, aber auch durch degenerative Erkrankungen wie eine Facettenarthrose oder Osteochondrose.
Abhängig von der Höhe, auf der eine Spinalkanalstenose entsteht, sind die Beschwerden verschieden.
Sie können von Schmerzen der Wirbelsäule bis hin zu Schwäche und Kribbeln der nahen Extremitäten reichen.
Da die Einengung des Rückenmarks in schweren Verläufen auch irreversiblen Schaden verursachen kann, sollte eine ärztliche Behandlung und Verlaufskontrolle erfolgen.
Bei einem analgebedingt engem Spinalkanal kann eine Spinalkanalstenose der HWS auch in jüngeren Jahren auftreten.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter unserem Artikel Spinalkanalstenose der HWS.

Rückenschmerzen im oberen Rücken nach Schlafen

Rückenschmerzen im oberen Rücken nach dem Schlafen ist häufig Ausdruck einer unausgeglichenen Schlafposition.
Im Schlaf sollte sich der Körper normalerweise erholen, bei einer falschen Liegeposition kann es jedoch nach dem Schlafen zu erheblichen Rückenschmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen im Schulter-Nacken- Bereich kommen.
Auch eine zu harte oder zu weiche Matratze kann diese Schmerzen begünstigen.
Vor allem bei bereits bestehenden Schmerzen im Rücken sollte auf eine ausbalancierte Stellung der Wirbelsäule im Liegen geachtet werden.
Hierbei empfiehlt es sich auf dem Rücken oder der Seite zu schlafen und eine mögliche Schiefstellungen durch ein Kissen oder ähnliches auszugleichen.
Auch an eine Optimierung der Matraze durch anpassung der Matraze an die Schlafgewohnheiten sollte gedacht werden.

Schwäche der Muskulatur

Liegt eine Schwäche der Muskulatur des Oberkörpers vor, kann dies ebenfalls zu Schmerzen im oberen Rücken führen.
Die Folge einer solchen Muskelschwäche ist, dass die obere Wirbelsäule durch die Muskeln nicht mehr ausreichend stabilisiert wird und somit größeren Belastungen und Stößen ausgesetzt ist.
Zusätzlich kommt es meist zur Verkrampfung (Myogelosen im Schulter-Nacken-Bereich) der betroffenen Muskeln.
Die beste Behandlungsmöglichkeit von Rückenschmerzen, die durch eine Schwäche der Muskulatur ausgelöst werden, sind spezielle Muskelübungen.
Dabei werden die verspannten Muskeln gelockert und gleichzeitig gestärkt.
Solche Übungen eignen sich zur Behandlung von bestehenden Schmerzen im oberen Rücken, aber auch prophylaktisch zur Vorbeugung neu auftretender Beschwerden.
Besonders ist hier an die Haltemuskulatur zu denken, da meist nicht ein Mangel an maximaler Leistungsfähigkeit mangelt.

Anatomie der Rückenmuskulatur

  1. oberer Trapezmuskel (M. trapezius pars descendens)
  2. mittlerer Trapezmuskel (M. trapezius pars transversa)
  3. unterer Trapezmuskel (M. trapezius pars ascendens)
  4. kleiner rautenförmiger Muskel (Musculus rhomboideus minor)
  5. größerer rautenförmiger Muskel (Musculus rhomboideus major)
  6. Untergrätenmuskel (M. infraspinatus)
  7. Deltamuskel (m. deltoideus)
  8. Trizeps-Muskel (M. triceps brachii)
  9. vorderer Segemuskel / Boxermuskel (Musculus serratus anterior)
  10. breiter Rückenmuskel (M. latissimus dorsi)

Weitere begleitende Symptome zu Rückenschmerzen im oberen Rücken

Die Symptome von Rückenschmerzen im oberen Rücken sind abhängig von ihrer Ursache und können dementsprechend stark variieren.
Einige Beispiele sind 

  • Schulter-, Nacken- oder Kopfschmerzen
  • Schmerzen auf oder neben der Wirbelsäule
  • Schwäche oder Kribbeln/Taubheitsgefühle/Ameisenlaufen in den Armen oder Fingern
  • Bewegungseinschränkungen 
  • Schmerzen im Brustkorb bis hin zu Schmerzen beim Atmen
  • Brennen zwischen den Schulterblättern

Ausstrahlung in die Arme

Rückenschmerzen im oberen Rücken, die bis in die Arme ausstrahlen, können Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung sein und sollten schnellstmöglich ärztlich abgeklärt werden.
Besonders bei akutem Auftreten dieser Schmerzen mit hoher Intensität könnte auch ein Herzinfarkt eine mögliche Ursache der Beschwerden sein.
Treten die Beschwerden jedoch nur gelegentlich auf oder bessern sich in gewissen Situationen, liegt die Problematik wahrscheinlich eher im Bereich der Wirbelsäule oder den angrenzenden muskulären Strukturen.
Eine mögliche Ursache für die Ausstrahlung in die Arme ist ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule.
Hierbei verrutscht oder platzt die Bandscheibe zwischen den Wirbelkörpern und drückt auf umliegenden Nervenwurzeln.
Der komprimierte Nerv führt anschließend zu Taubheitsgefühlen, Muskelschwäche oder Kribbeln bis in die Fingerspitzen.
Die Beschwerden können jedoch abhängig von Schwere und Ort des Vorfalls stark variieren, sodass eine eindeutige Zuordnung nur anhand der klinischen Beschwerden nicht immer leicht fällt.
Ein Bandscheibenvorfall, der zu einer Nervenquetschung führt, sollte ebenfalls von einem Orthopäde abgeklärt werden, da eine dauerhafte Kompression auch zu einem irreversiblen Schaden des Nervs führen kann. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Bandscheibenvorfall.

Atembeschwerden

Atembeschwerden kombiniert mit Schmerzen im oberen Rücken, resultieren häufig auf Rippenblockaden der oberen BWS.
Diese verstärken sich typischerweise, sobald Druck auf die entsprechenden Gelenke ausgeübt wird.

Treten neben den Schmerzen im oberen Rücken ebenfalls Atembeschwerden auf, kann dies ein Hinweis auf eine Pleuritis (Rippenfellentzündung) sein.
Hierbei ist das Rippenfell aufgrund von Bakterien oder Viren entzündet und die Ausdehnung der Lunge beim Ein- und Ausatmen bereitet Schmerzen.
Meist treten zusätzlich Fieber oder ein intensives Krankheitsgefühl auf, sodass eine ärztliche Vorstellung dringend anzuraten ist.

Auch eine Lungenembolie kann mit Atembeschwerden und Schmerzen im Schulternacken-Bereich einhergehen und Bedarf eine sofortigen Abklärung.

Brustbeinschmerzen

Brustbeinschmerzen oder Brustenge können sowohl auf Rückenbeschwerden, als auch auf organische Ursachen zurückzuführen sein.
So können zum Beispiel schwerwiegende Erkrankungen wie eine Angina Pectoris oder ein Myokardinfarkt (Herzinfarkt) Ursache solcher Beschwerden sein.
Treten Brustbeinschmerzen oder Brustenge vor allem bei körperlicher Belastung z.B. beim Sport auf, spricht dies eher für eine organische Ursache wie beispielsweise eine Herzerkrankung.

Können jedoch gewisse Bewegungen die Beschwerden auslösen, ist dies ein Hinweis für eine Erkrankung des Bewegungsapparates, z.B. ein Brustwirbelsäulensyndrom oder Titze-Syndrom.

Obere Rückenschmerzen nach dem Joggen

Schmerzen im oberen Rücken nach dem Joggen sind in den meisten Fällen auf eine muskuläre Verspannung durch einen unausgeglichenen Trainingsreiz zurückzuführen.
Häufig entstehen sie nach einer Trainingspause oder nach einer Veränderung im Training selbst.
Die Muskulatur, die im Normalfall die Wirbelsäule stabilisiert, wird dadurch zu stark belastet und verspannt oder verhärtet sich, was Schmerzen im Rücken bereitet.
In den meisten Fällen findet Lumedis Skoliosen im Brustwirbelsäulenbereich, wodurch eine "hängende Schulter" resultiert.
Zur Behandlung dieser Rückenschmerzen reicht es häufig schon aus, die Intensität etwas zurückzuschrauben, um sich an die neuen Trainingsumstände zu gewöhnen.
Treten die Rückenschmerzen jedoch sehr akut und intensiv noch während dem Joggen auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Herzrasen

Herzrasen in Kombination mit Schmerzen im oberen Rücken hat häufig die Ursache im Herzen selbst und strahlt „nur“ in den Rücken aus.
In diesem Fall sollte unverzüglich ein Arzt zur näheren Abklärung aufgesucht werden.

Jedoch können auch Beschwerden der Wirbelsäule ähnliche Symptome auslösen.
Beispielsweise kann auch ein Bandscheibenvorfall der Brustwirbelsäule zu Innervierungs- und Durchblutungsstörungen der Brust führen und vegetative Beschwerden wie Herzrasen oder Brustenge auslösen.
Dies kann durch die Kompression der Nervenwurzeln oder des Rückenmarks aufgrund des Bandscheibenvorfalls erklärt werden.
Da Herzrasen jedoch bei den meisten Patienten ein Gefühl von Panik auslöst, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine Herzbeteiligung auszuschließen.

Auch psychische Ursachen müssen bei Herzrasen und Schmerzen im oberen Rücken in Erwägung gezogen werden.

Diagnose

Da es viele verschiedene Ursachen für Schmerzen im oberen Rücken gibt, gehört zur richtigen Diagnose immer eine ausführliche orthopädische Untersuchung.
Hierbei sind vor allem die Schmerzanamnese und die körperliche Untersuchung wichtig.
Sie liefern erste konkrete Informationen zur Ursache der Rückenschmerzen. Häufig reicht dies allein jedoch nicht aus und die Konsultation eines Spezialisten wie einen Orthopäden oder Neurologen wird angeraten.
Dort kann auch mithilfe einer geeigneten Bildgebung (Röntgen, MRT) eine genaue Diagnose gestellt werden.

Röntgenbild

Die Anfertigung eines Röntgenbildes bei Schmerzen im oberen Rücken ist sinnvoll, wenn der Verdacht auf eine knöcherne Fraktur oder eine Gelenkverformung der Wirbelsäule besteht.
Im Röntgenbild lassen sich die Wirbelkörper selbst und die Gelenkflächen besonders gut beurteilen und es kann somit bei der Diagnose von zum Beispiel einer

  • Facettenarthrose der HWS 
  • Osteochondrose der HWS
  • Osteoporose
    oder
  • Knochenbrüchen (Wirbelkörperfrakturen in der HWS)

hilfreich sein.

Bei Schmerzen im oberen Rücken ist die Anfertigung eines Röntgenbildes zum Ausschluß knöcherner Veränderungen unerlässlich.

Weitere Information finden Sie im Artikel Röntgen.
 

Wann braucht man ein MRT der HWS?

Eine Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) eignet sich vor allem zur Beurteilung von weichen Körperstrukturen wie beispielsweise

  • Organen,
  • Bändern,
  • Nerven oder
  • Knorpelstrukturen 

Bei Rückenschmerzen im oberen Rücken wird ein MRT der HWS häufig bei dem Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule (HWS) durchgeführt.
Dabei lassen sich vor allem die Bandscheiben selbst, aber auch das Rückenmark und die Spinalnerven sehr präzise beurteilen.
Somit ist es häufig fester Bestandteil in der Diagnostik von Wirbelsäulen- und Bandscheibenerkrankungen.
Zusätzlich bietet es den Vorteil, dass es den Patienten keiner schädlichen Strahlung aussetzt. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel MRT der HWS.

Behandlung / Therapie

Die Behandlung und Therapie von Schmerzen im oberen Rücken richtet sich stets nach der zugrundeliegenden Ursache.
Handelt es sich um spezifische Rückenschmerzen, die beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall oder eine Spinalkanalstenose ausgelöst werden, empfiehlt es sich die Ursache der Schmerzen von einem Orthopäde behandeln zu lassen.
Nur selten wird dabei jedoch eine Operation notwendig.
Sind die Rückenschmerzen allerdings unspezifisch, also nicht auf eine konkrete Ursache zurückzuführen, muss meist der Patient selbst aktiv werden.
Wichtig ist dabei das Umfeld und den Arbeitsalltag rückenfreundlich zu gestalten und belastende Faktoren zu beheben.
Dazu können die

  • richtige Sitzposition am Arbeitsplatz,
  • richtiges Bücken und Heben oder
  • muskelstärkende Übungen

für die betroffene Rückenregion beitragen.

Es gibt eine Reihe an konservativen Massnahmen die bei Lumedis zur Behandlung von Schmerzen des oberen Rückens eingesetzt werden:

 

Akupunktur

Rückenschmerzen sind mit einer der häufigsten Anwendungsgebiete für die Akupunktur. 

Besonders effektiv ist die Triggerpunktakupunktur. Hierbei werden Triggerpunkte behandelt, die Auslöser für ein bestimmtes Schmerzmuster sind. Die Behandlung führt hier zu einer Erhöhung der Durchblutung und somit einer Lockerung und Entspannung der Muskulatur, vor allem im Bereich unmittelbar um die Wirbelsäule.

Osteopathie

Bei Rückenschmerzen, egal in welchem Bereich, ist die Behandlung durch Osteopathie ideal.
Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Methode, bei der der ganze Mensch behandelt wird. Im Vordergrund steht hierbei die körperliche und seelische Verfassung des Patienten. Der Osteopath wendet sanfte Methoden und manuelle Techniken an, um so die Selbstheilungsprozesse des Körpers zu unterstützen.

Gerade bei Rückenschmerzen, bei denen die Ursache unklar ist, empfiehlt sich eine Behandlung durch unsere osteopathischen SpezialistenDurch eine ausführliche Anamnese kann sie die meist schon weit zurück liegende Ursache bestimmen, um so den Patienten eine sanfte und ganz individuelle Behandlung zu ermöglichen. Chronische Rückenschmerzen werden durch Lockerung der Verspannungen, Faszientraining und Stärkung der an der Wirbelsäule liegenden Muskeln gelindert.

Weitere Informationen zur Osteopathie finden sie hier:

Bei Lumedis behandelt osteopathisch die beiden Osteopathinnen und Fachärztinnen für Orthopädie Dr. Franziska Zwecker und Dr. Carmen Heinz.

Kinesiotape

Das Kinesiotape ist ein besonders dehnbares, selbstklebendes Pflaster, was bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates als unterstützende Behandlungsmethode zum Einsatz kommt.
Es kann prinzipiell auf allen Muskelgruppen und Körperregionen aufgetragen werden und so kann es auch bei Schmerzen im oberen Rücken eingesetzt werden, wo es im Vergleich zu anderen Regionen besonders effektiv ist.
Das Tape wird durch einen erfahrenen Orthopäden oder medizinischen Fachkraft auf die betroffene Region aufgeklebt und kann dort bis zu sieben Tage verbleiben.
Durch spezielle Klebewinkel und -techniken wird die betroffenen Körperregion entlastet, indem Bewegungen und Stöße zunehmend auf umliegende gesunde Strukturen übertragen werden.
Bei Lumedis wird das Kinesiotape durch speziell geschultes Fachpersonal angelegt.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kinesiotape.

Dauer

Über die konkrete Dauer von Schmerzen im oberen Rücken lässt sich pauschal keine einheitliche Antwort geben. Je nach Ursache der Beschwerden können diese Tage, Wochen oder auch Monate andauern.
In den meisten Fällen sind die Schmerzen jedoch unspezifisch und auf Verspannungen oder Fehlhaltungen zurückzuführen.
Hierbei lässt sich relativ schnell durch geeignete Übungen und Trainingsmethoden eine Linderung der Schmerzen erreichen.
Für eine andauernde Schmerzfreiheit ist dabei jedoch die rückenfreundliche Umgestaltung des Alltags entscheidend. 

Krankschreibung

Bei wiederkehrenden Schmerzen im oberen Rücken ist eine Krankschreibung durchaus legitim.
Vor allem bei Tätigkeiten am Arbeitsplatz, die die Schmerzen verstärken, wie schweres Heben oder langes Sitzen, empfiehlt es sich eine Krankschreibung ausstellen zu lassen.
Dies sollte jedoch keinesfalls absolute Bettruhe bedeuten.
Gerade bei Rückenschmerzen im oberen Rücken, die durch Verspannungen hervorgerufen werden, ist adäquate Bewegung zur Lockerung und Stärkung der Muskulatur besonders wichtig.
Wie lange eine Krankschreibung ausgestellt wird, sollte der Patient zusammen mit dem Orthopäden je nach Schwere der Schmerzen und Situation am Arbeitsplatz entscheiden.
Bei einer harmlosen Verspannung liegt die Krankschreibung bei wenigen Tagen, während man bei einem Bandscheibenvorfall in der HWS mehrere Wochen krankgeschrieben wird.

Rehabilitation und Prävention

Wie finde ich die richtigen Übungen für mich?

Sowohl für die Rehabilitation, als auch für die Prävention von Rückenschmerzen im oberen Rücken eignen sich gewisse Sportübungen besonders gut. Der Rücken wird dadurch gestärkt und gleichzeitig entlastet.

Die richtige Übung richtet sich einerseits nach der Ursache der Schmerzen und andererseits nach der körperlichen Grundfitness.

Übungen können mit dem eigenen Körpergewicht oder mit zusätzlichen Gewichten durchgeführt werden.

Welche Übungen für Sie richtig und geeignet sind, können wir anhand von ihren Gegenbenheiten festmachen.

  • wir bei Lumedis bewerten dazu präzise Ihre Wirbelsäulenstatik anhand einer Wirbelsäulenvermessung
  • bestimmen muskuläre Schwächen/Dysbalancen mittels einer Kraftmessung
  • berücksichtigen natürlich die Erkrankung, Mobilität und körperliche Voraussetzung

Muskuläre Dysblancen-Check

Da Rückenschmerzen im oberen Rücken in den meisten Fällen durch Fehlhaltungen und Verspannungen der Schulter- und Nackenmuskulatur ausgelöst werden, ist ein Muskuläre Dysbalance-Check sinnvoll.

Eine muskulären Dysbalance ist ein ungleiches Kraftverhältnis von 2 Muskeln, welche ein Gelenk stabilisieren und bewegen. Zum Beispiel ist dies in der Brustwirbelsäule der obere Rückenstrecker und die Brustmuskulatur. Ist einer der beiden Muskeln zu dominant, zieht er die Wirbelsäule in seine Richtung. Schmerzen etc. sind die Folge, bishin zu einseitigem Verschleiß der Wirbelkörper mit Folgeerkrankungen.

Muskuläre Dysbalancen können einerseits durch die Verspannung oder Verkürzung von Muskeln, aber andererseits auch durch Schwäche und Verlängerung der Muskeln ausgelöst werden. Im oberen Rücken werden Muskuläre Dysbalancen häufig durch eine einseitige Körperhaltung bei fehlender Ausgleichsbelastung durch Sport ausgelöst.

Bei dem Muskuläre Dysbalance-Check werden anhand von statischen Maximalkräften die Kraft vom Spieler und Gegenspieler festgestellt und in ein medizinisches Verhältnis gesetzt.
Ist einer der Muskeln zu schwach oder stark, lassen sich auf dieser Grundlage gezielte Übungen und eine individuelle Therapie für Sie ableiten.

In Zusammenarbeit mit unserem Rückenspezialisten bekommen Sie dann ihren persönlichen Trainingsplan.

Detaillierte Informationen zu dieser Messung erhalten Sie in dem Artikel Kraftmessung.

EMG

Eine Elektromyographie (EMG) ist eine vollkommen schmerzfreie Methode zur Darstellung der Muskelfunktion und deren Nervenversorgung. Durch oberflächliche Hautelektroden wird die elektrische Spannung des Muskels (Muskeltonus) dargestellt und anhand eines computergestützten Programms beurteilt.

Ein großer Vorteil ist bei dieser Methode, dass die Muskelanalyse nicht nur in Ruhe, sondern auch in Bewegung möglich ist. Somit können vor allem bei haltungsbedingten Verspannungen gezielt die betroffenen Muskelgruppen identifiziert und anschließend behandelt werden. 

Sinnvoll ist ein EMG vor allem bei muskulären oder nervalen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie beispielsweise Rückenschmerzen im oberen Rücken.
Auch zur Verlaufskontrolle und Beurteilung des Therapieerfolgs kann ein EMG durchgeführt werden.

Bei Rückenschmerzen im oberen Rücken werden genau die Muskeln in dieser Region gemessen. Verglichen wird immer die linke mit der rechten Rückenmuskulatur.
Zudem wird über eine Veränderung der Statik geschaut, ob der Muskeltonus/Muskelaktivität gesteigert oder dementsprechend gesenkt werden kann (Biofeedback). 

Die entsprechenden notwendigen Muskelstimulationen müssen dann im weiteren Verlauf trainiert werden. So können Verspannungen etc. langfristig behoben werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel EMG-Elektromyographie.

Wirbelsäulenvermessung

Da die Ursache für Schmerzen im oberen Rücken häufig im Bereich der Wirbelsäule und den umliegenden Muskeln zu finden ist, ist eine Wirbelsäulenvermessung empfehlenswert.

Dabei handelt es sich um ein modernes Verfahren, bei dem durch Lichtprojektionen und Videoaufzeichnungen (Videorasterstereographie) ein detailliertes Bild der Wirbelsäule erstellt wird. Somit lassen sich ihre Form, Länge und Symmetrie sehr präzise beurteilen.

Vor allem bei Rückenschmerzen, die durch Fehlhaltungen ausgelöst werden, liefert die Wirbelsäulenvermessung genaue Informationen zur aktuellen Problematik und lässt daraus spezifische Therapieziele ableiten.
Bewertet wird besonders in diesem Fall die Krümmung der Brustwirbelsäule (Kyphose) und die Rotation.
Auch das Ausmaß einer Skoliose kann ohne Röntgenstrahlung diagnostiziert werden.

Der Vorteil bei dieser Messung ist, dass die Auswirkung einer Veränderung direkt gemessen und beurteilt werden kann. So kann die Statik bei einem aktiven aufgerichteten Stand gemessen werden. Sind die Daten dann geradezu perfekt, weiß man welche Muskelgruppen dazu trainiert werden müssen.
Diese Übungen demonstriert Ihnen gerne unser Rückenspezialist.

Detaillierte Informationen dazu finden Sie im Artikel: Wirbelsäulenvermessung

Zusammenstellung der besten Trainingsübungen für mich

Die Zusammenstellung der besten Trainingsübungen für Sie, ergeben sich aus:

  • der Statik ihrer Wirbelsäule
  • den gemessenen muskulären Dysbalancen
  • den Muskeln, welche eine zu hohe Muskelaktivität senken
  • und ihren persönlichen Gegebenheiten (körperliche Merkmale, Training im Studio/Zuhause ...)

Nicht jede Rückenübung kommt bei Schmerzen im oberen Rücken für Sie in Betracht und bei falscher Ausführung können sich die Beschwerden sogar verschlimmern.
Die genaue Auswahl sollte demnach immer unter Berücksichtigung der Erkrankung und des individuellen Trainingszustandes erfolgen.

In den meisten Fällen eignet sich jedoch eine Kombination von muskelstärkenden Übungen und Dehnungen.
Verspannte Muskeln werden dadurch gelockert und die Wirbelsäule wird durch gesunde Rückenmuskulatur stabilisiert und Schmerzen somit vorgebeugt.

Welche Übungen "die Besten" sind, kann man leider nicht pauschal sagen. Die Übungen werden individuell angepasst für jeden Patienten erstellt.

Die Wirbelsäulenspezialisten von Lumedis haben über Jahre viel Erfahrung mit gezielten Übungen gegen die vorhandenen muskulären Dysbalancen gesammelt.
Durch die richtigen Übungen muss ein Gegenzug gegen die Dysbalance erzeugt werden, um die Winkel der Wirbelsäule zu verbessern.
Beim Zusammenstellen der Übungen ist die Ursache und das Ausmaß der Rückenschmerzen zu berücksichtigen.
Der Erfolg kann mit einer Wirbelsäulenvermessung bestätigt werden.

Gerne helfen wir bei Lumedis Ihnen, die besten Übungen für Sie zu finden und stellen Ihnen einen passenden Trainingsplan zusammen.

Wir helfen Ihnen gerne dabei. Bei Interesse einfach einen Termin vereinbaren.

Unsere Wirbelsäulenspezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Wirbelsäulensprechstunde!