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Lumedis Frankfurt

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Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Schleudertrauma

Das Schleudertrauma ist oftmals die Folge von Unfällen, kann aber auch durch äußere Gewalteinwirkung entstehen. Da die Patienten meist über verschiedene Probleme wie Schmerzen, Schwindel, Kopfschmerz und Bewegungseinschränkungen klagen, sollte ein Spezialist hinzugezogen werden. 

Wir von Lumedis stehen Ihnen in Frankfurt mit unserer Expertise zur Seite und können individuell auf Ihre Beschwerden eingehen. Vereinbaren Sie hier Ihren Termin. 

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Außerdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur. Hier verfügt er über große Erfahrungen im Bereich der Triggerakupunktur.

Sein Behandlungsschwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie der verschiedenen Wirbelsäulenerkrankungen.
Sein Ziel ist es, alle Erkrankungen ohne Operation zu heilen.
 

Was ist ein Schleudertrauma?

Unter einem Schleudertrauma versteht man meistens eine durch einen harten Aufprall und hohe Kräfte verursachte Verletzung der Halswirbelsäule und des Kopfes.

Hierbei wird die Wirbelsäule ruckartig und schnell zunächst nach vorne und dann nach hinten gerissen. Dabei entstehen kleinste Mikroverletzungen im Bereich der Muskeln links und rechts der Wirbelsäule oder auch im Bereich der Wirbel und der Bandscheiben selbst.

Abbildung der Halswirbelsäule

  • rechts: seitliche Halswirbelsäule (grün)
  • mitte: Halswirbelsäule von hinten (grün)
  • links: Halswirbelsäule von vorne (grün)

Ursachen

Es gibt grob gesagt zwei Ursachen für die Entstehung eines Schleudertraumas. Eine der Ursachen ist ein Unfall, der oftmals im Zusammenhang mit Autounfällen zu nennen ist. Zudem kann auch körperliche Gewalt für ein Schleudertrauma sorgen. 

Unfall

Unfälle sind wohl die häufigsten Ursachen, weshalb es durch einen entsprechenden Krafteinfluss auf die Halswirbelsäule und des Kopfes zu einem Schleudertrauma kommt.

Körperliche Gewalt

Leider immer wieder kommt es auch nach körperlicher Gewalt und Auseinandersetzungen neben anderen Verletzungen zu Schleudertraumata im Bereich der Halswirbelsäule und des Kopfes, die ebenfalls der massiven Krafteinwirkung bei der körperlichen Auseinandersetzung geschuldet sind.

Sturz

Stürze können, je nachdem, wie sie stattfinden, auch zu einem Schleudertrauma führen. Vor allem Stürze aus großen Höhen können neben anderen Verletzungen auch zu so starken Erschütterungen führen, dass es zu einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule und des Kopfes kommt.

Autounfall

Die wohl häufigste Ursache für ein Schleudertrauma ist mit Abstand der Unfall und hier der Auto- bzw. Auffahrunfall. Ein auf ein stehendes Auto von hinten auffahrendes Auto verursacht beim Fahrer des stehenden Autos durch starke Kräfte und durch einen ruckartigen Aufprall ein schnelles nach vorn und wieder nach hinten reißen der Halswirbelsäule und des Kopfes, weshalb dadurch die Wirbelkörper und Bandscheiben eine so starke Kraft erfahren, dass kleinste Mikroverletzungen entstehen, die die Beschwerden auslösen.

Nach schweren Autounfällen oder einer anderen Art von Trauma steht Ihnen Lumedis jederzeit zur Seite, um schnellstmöglich eine adäquate Therapie zu starten und potenzielle Schmerzen sofort zu linden. 

An diesen Symptomen erkennen Sie ein Schleudertrauma

Hauptsymptome des Schleudertraumas sind vor allem Schmerzen im Bereich des Nackens und des Kopfes. Die Schmerzen werden vor allem bei Bewegung ausgelöst und können auch in die umliegenden Gewebe fortgeleitet werden. Manchmal können die durch ein Schleudertrauma ausgelösten Schmerzen auch so stark sein, dass sie bereits in Ruhe auftreten.

Neben den Schmerzen kann es auch zu Schwindel und zu Übelkeit kommen, die aus der manchmal das Schleudetrauma begleitenden Gehirnerschütterung resultieren. Die Patienten klagen manchmal über einen Dreh- oder auch Schwankschwindel, den sie meistens bei der Kopfbewegungen haben, der aber auch in Ruhe, z.B. beim Liegen, ausgelöst werden kann. Bei ganz schweren Schleudertraumata kann es auch zum Erbrechen kommen.

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind eines der Hauptsymptome bei einem Schleudertrauma. Der Grund ist die ruckartige, schnelle Bewegung des Kopfes nach vorne und nach hinten. Hierduch entstehen Reizungen der Nerven, die dann zu länger anhaltenden Kopfschmerzen führen können.

Die Kopfschmerzen werden meistens im Bereich des Hinterkopfes angegeben. Die Schmerzen können aber auch über den gesamten Kopf bis in die Schläfen und Stirnregion ziehen. Sie werden meistens als ziehend oder brennend angegeben. Bei Bewegungen des Kopfes können die Schmerzen meistens sogar noch verstärkt werden.

Nackensteifigkeit

Eine Steife des Nackens kann durch ein Schleudertrauma dadurch ausgelöst werden, weil die Muskeln, die links und rechts der Halswirbelsäule vorhanden sind, durch die ruckartige Bewegung verhärten. Dies nimmt der Patient dann durch eine entsprechende Bewegungseinschränkung in der Halswirbelsäule wahr, die man auch als Nackensteifigkeit bezeichnen kann.

Verspannung in der HWS

Ebenfalls durch die ruckartige und plötzliche Bewegung, die die Halswirbelsäule bei einem Schleudertrauma erfährt, kommt es zu Verhärtungen der Muskeln, die sich seitlich an der Halswirbelsäule erstrecken. Dies sorgt für eine sogenannte reflektorische Verspannung, die nicht nur für Schmerzen sorgt, sondern auch die Muskeln deutlich verspannt.

Schema einer Halswirbelsäule (HWS)

grün: Halswirbelsäule (HWS)
blau: Brustwirbelsäule (BWS)

  1. Axis (C2)
  2. Verterbra prominens (C7)

Schmerzen in der HWS

Durch die muskuläre Verhärtung im Bereich der Halswirbelsäule, die durch die ruckartige Bewegung bei einem Schleudertrauma ausgelöst wird, werden auch Nerven gereizt, die sich im Bereich der Halswirbelsäule ausspannen. Diese Reizung verursacht dann Schmerzen in der HWS. Diese werden als ziehend und sich vor allem bei Bewegung ausbreitend beschrieben. In Ruhe können die Schmerzen mitunter meistens verbessert werden.

Schwindelgefühl

Ein Schleudertrauma kann auch mitunter zu lang anhaltendem Schwindel führen. Meistens Schwankschwindel bei Bewegung aber auch manchmal Drehschwindel werden von die Patienten beschrieben.

Der Schwindel kann in der Regel durch einen Lagewechsel ausgelöst oder verstärkt werden. Grund ist hier vermutlich die Reizung von Nerven im Bereich des Nackens und des Kopfes, die durch die großen Kräfte des Schleudertraumas ausgelöst werden.

Psychische Folgen

Patienten, denen eine Schleudertrauma widerfährt, stehen oftmals durch den stattgefundene Unfall unter Schock und verbinden die Schmerzen mit dem verursachenden Ereignis. Des Weiteren sind die Patienten verständlicherweise auch sehr besorgt, dass durch den Unfall mehr im Bereich des Nackens und des Kopfes verletzt ist.

Die Länge der Zeit, bis die Schmerzen besser werden, verunsichert die Patienten dann noch zusätzlich. Nach einem Schleudertrauma kann es mitunter notwendig werden, über längere Zeit eine beachtliche Menge an Schmerzmittel zu sich zu nehmen, um die Schmerzen halbwegs im Griff zu halten.

Auch der mitunter Tage bis Wochen anhaltende Schwindel ängstigt die Patienten und schränkt sie deutlich im Alltag ein.

Wann muss ich zum Arzt?

Ein Arzt sollte nach einem Schleudertrauma immer dann aufgesucht werden, wenn die Beschwerden auch nach Wochen nicht besser werden, wenn es zusätzlich zu den Schmerzen auch zu neurologischen Beeinträchtigungen, wie Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Armen oder Beinen kommt und wenn das Schleudertrauma durch ein schweres Trauma oder Unfall zustande gekommen ist. Nach Hochrasanztraumata oder auch Stürzen aus großen Höhen sollten aus diesem Grund immer ein Arzt aufgesucht werden.

Diagnose

Die Diagnose eines Schleudertraumas wird durch die Krankenbefragung mit genauer Befragung, was zu dem Schleudertrauma geführt hat und ob neurologische Einschränkungen vorhanden sind, durch die körperliche Untersuchung sowie auch durch die Bildgebung gestellt.

Bei der körperlichen Untersuchung wird der Patient gebeten, den Kopf auf die Brust zu legen und dann zur Seite zu drehen, um die Beweglichkeit der HWS nach dem Unfall zu testen. Weiterhin wird der Untersucher Druck auf die entsprechenden Wirbel ausüben um zu beurteilen, ob diese beweglich oder stabil sind.

Eine Bildgebung sollte immer dann durchgeführt werden, wenn es nach einer gewissen Zeit unter einer entsprechenden Therapie noch zu keiner Besserung der Beschwerden oder sogar zu einer Verschlechterung gekommen ist. In diesem Fall sollte auch eine Wirbelkörperfraktur, die auch durch ein schweres Schleudertrauma ausgelöst werden kann, ausgeschlossen werden.

Einteilung

Das Schleudertrauma wird in 5 Gruppen eingeteilt. Gruppe 0 beinhaltet alle Patienten, die keine Beschwerden angeben. Bei Grad 1 werden Nackenschmerzen oder Nackensteifigkeit angegeben. Grad 2 beinhaltet Nackenbeschwerden und Muskelverspannung. Grad 3 beinhaltet neben den Muskelschmerzen auch parallel vorhandene neurologische Beschwerden. Bei Grad 4 schlussendlich findet man Frakturen der Wirbelkörper und auch sogenannte Dislokationen von Wirbelkörper oder auch Bandscheiben.

Ultraschall

Ultraschalluntersuchung stellen dicht unter der Haut liegende Strukturen wie Muskeln, Sehnen, Knochen sowie auch Flüssigkeiten und Hämatome dar. Im Falle eines schweren Schleudertraumas mit angegebenen Schmerzen kann man durch ein Ultraschall auch die Nervenaustrittstellen entlang der Halswirbelsäule untersuchen und nachschauen, ob es in diesem Bereich zu einer Verengung gekommen ist. Eine Verengung oder Kompression würde zusätzlich neben den Schmerzen auch zu neurologischen Beschwerden führen können.

Röntgenbild

Röntgenbilder werden immer dann notwendig und durchgeführt, wenn man den Verdacht hat, dass Knochen im Bereich der Halswirbelsäule verletzt oder frakturiert sind oder aber auch, wenn nach eine entsprechenden Behandlungszeit keine Besserung der Beschwerden eingetreten ist.

Auch wenn es sich um einen schweren Unfall handelt, sollte man zur Sicherheit immer auch eine Röntgenaufnahme der Halswirbelsäule durchführen lassen. Die Röntgenaufnahme der Halswirbelsäule wird immer in 2 Ebenen aufgenommen und dargestellt, um eine bessere Beurteilung der Wirbelsäule zu bekommen.

Wann braucht man ein MRT der HWS?

MRT Aufnahmen geben einen sehr guten und detaillierten Einblick in die meisten Gewebe des Körpers. Besteht der Verdacht auf einen, durch ein Schleudertrauma verursachte Bandscheibenverschiebung, sollte immer ein MRT der Halswirbelsäule durchgeführt werden.

Wenn nach einem Schleudertrauma neurologische Ausfälle auftreten, sollte ein MRT zu Rate gezogen werden, das beurteilen soll, ob entsprechende Verletzungen oder Reizungen der aus der HWS heraustretenden Nerven stattgefunden hat. Bei sogenannten Polytraumata, also komplexen Verletzungen nach schweren Unfällen mit Beteiligung der Halswirbelsäule, sollte ebenfalls zur Sicherheit eine MRT Aufnahme durchgeführt werden.

Behandlung / Therapie

Die Behandlung eines Schleudertraumas gestaltet sich in den meisten Fällen rein konservativ. So sollte zunächst die HWS geschont und Überlastungen sowie auch Sport vermieden werden.

Die meisten Patienten mit einem Schleudertrauma sind auf kurz oder mittelfristig einzunehmenden Schmerzmittel angewiesen, die die Schmerzen lindern und auch eine dadurch entstehende Fehlhaltung vermeiden sollten.

Des Weiteren gibt es auch Gele und Salbe, die ebenfalls entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken und in den ersten Tagen und auch Wochen nach einem Unfall erfolgreich bei einem Schleudertrauma zum Einsatz kommen können.

Wärme

Wärme lockert verspannte und verhärtete Muskeln und sollte bei einem Schleudertrauma ebenfalls regelmäßig zur Anwendung kommen. Viele Patienten geben eine deutliche Besserung der Beschwerden an, wenn sie auf die Halswirbelsäule eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen legen. Die Behandlung sollte 2-3 mal am Tag für etwa eine Woche erfolgen. Bis dahin sollten die Schmerzen schon deutlich besser geworden sein.

Medikamente

Bei der Behandlung eines Schleudertraumas kommen zum einen Schmerzmittel zum Einsatz, es können aber auch Medikamente eingesetzt werden, die die starke Muskelverspannung auflösen.

Bei den Schmerzmitteln sollten Präparate gewählt werden, die neben einer Schmerzbehandlung auch eine entsprechende Entzündungshemmung verursachen. Zu nennen wären Medikamente wie Ibuprofen, das man als Tablette in einer Dosierung von 400-600 mg 1-3 mal am Tag einnehmen sollte oder auch Diclofenac, das man in einer Dosis von 25-75 mg 1-3 mal am Tag einnehmen kann. Die Behandlungszeit sollte eine Woche nicht überschreiten, da man danach, wenn es noch zu keiner Besserung gekommen ist, eine weiterführende Diagnostik durchführen sollte.

Als muskelentspannendes Medikament kann man z.B. Orthoton einnehmen. Dieses zentral wirkende Medikament sorgt dafür, dass die Muskelspannung, die nach einem Schleudertrauma deutlich erhöht ist, abnimmt und so zu einer Schmerzlinderung führt.

Halskrause / Cervicalstütze

Halkrausen werden heute nur noch selten und wenn dann nur für einen sehr kurzen Zeitraum bei einem Schleudertrauma verschrieben. Der Grund liegt darin, dass Halskrausen zwar zu einer schnellen Linderung der Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule führen, aber bei längerer Tragezeit auch schnell die Muskeln der Halswirbelsäule atrophieren und schlußendlich den Kopf nicht mehr halten können, wenn man die Halskrause wieder entfernt.

Man sollte also nur bei sehr starken Schmerzen oder auch durch ein Schleudertrauma verursachte Instabilitäten eine Halskrause oder Cervicalstütze für wenige Tage tragen. Bei Verletzungen der Wirbelkörper durch einen Unfall jedoch kann die Cervicalstütze länger getragen werden.

Dauer

Die Heilungsdauer eines Schleudertraumas variiert sehr und ist davon abhängig, wie stark das Schleudertrauma ist, also wie stark die auf die Wirbelsäule wirkenden Kräfte waren, ob und wenn ja welche Strukturen im Bereich der Halswirbelsäule verletzt wurden, ob eine entsprechende Behandlung nach dem Schleudertrauma durchgeführt wurde sowie ob die Schonung entsprechend konsequent umgesetzt wurde.

Bei leichten Schleudertraumata kann es schon nach 1-2 Wochen zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden kommen. Bei schweren Schleudertraumata kann es aber auch zu mehreren Wochen der Schmerzen und der Einschränkung kommen.

Schwere Schleudertraumata verursachen unter Umständen somit einen Behandlungszeitraum von bis zu 4 Wochen. In dieser Zeit sollte aber auch nochmal eine entsprechende Diagnostik erfolgen, die ganz sicher Verletzungen der Wirbelkörper und der Bandscheiben sowie auch Nervenverletzungen ausschließen sollen.

Krankschreibung

Die Krankschreibung ist unterschiedlich lange. Die Länge ist abhängig davon, wie schwer das Schleudertrauma ist und welcher Art von Tätigkeit nachgegangen wird.

So verursachen leichte Schleudertraumata bei einer sitzenden Tätigkeit eher eine kürzere Krankmeldezeit, während schwere Schleudertraumen bei stark körperlichen Tätigkeiten eher eine längere Krankmeldezeit vonnöten machen. So variieren die AU-Zeiten bei einem Schleudertrauma von einigen Tagen bis hin zu 4 Wochen und länger.

Rehabilitation

Muskuläre Entspannung (Detonisierung) - Übungen nach einem Schleudertrauma

Nach einem Schleudertrauma kann man einige Übungen durchführen, die zu einer schnelleren Heilung und Milderung der Beschwerden führen können.

Eine Übung wäre, sich gerade auf einen Stuhl zu setzen, den Nacken steif zu machen und dann mit der flachen Hand auf die Stirn drücken. Dabei sollte die Hand einen entsprechenden Druck auslösen, dem der Kopf aber nicht nachgeben sollte. Diese angespannte Position sollte einige Sekunden gehalten und der Kopf dann wieder entspannt werden.

Im zweiten Durchgang sollte die Hand dann erst an die linke Wange gedrückt werden, dann an die rechte Wange. Auch hier sollte die Hand einen Druck auslösen, den der Kopf aber entsprechend lange entgegenhalten sollte.

Eine weitere Übung wäre, sich auf den Rücken auf den Boden zu legen, ein kleines Kissen sollte unter den Kopf gelegt werden. Daraufhin sollte man das Kinn auf die Brust bewegen und die Position, wenn man eine Spannung in der Nackenregion spürt, einige Sekunden halten.

Spätfolgen

Nach schweren Schleudertraumata kann es zu degenerative Veränderungen der Wirbelkörper kommen, die als Arthrose im weiteren Verlauf des Lebens Beschwerden verursachen.

Auch Bandscheibenvorfälle, die aus einem starken Schleudertrauma resultieren können, können im weiteren Verlauf zu immer wiederkehrenden Schmerzen führen. Ebenfalls können auch schwere Schleudertraumata zu einer lang anhaltenden Instabilität im Bereich des Nackens führen, die vor allem dann deutlich werden, wenn man den Kopf und den Nacken dreht oder belastet.

Um entsprechende Langzeitfolgen eines Schleudertraumas zu reduzieren, sollte zeitnah mit einer Physiotherapie begonnen werden.

Abbildung eines Bandscheibenvorfalls

  1. mediolateraler (seitlicher) Bandscheibenvorfall mit Druck auf die Nervenwurzel, welche zur Nervenwurzelkompression führt
  2. Rückenmark
  3. Nervenwurzel
  4. Gelatinie in der Bandscheibe (Nucleus pulposus)
  5. Faserring der Bandscheibe (Nucleus fibrosus)

Schmerzensgeld

Da Schleudertraumata vor allem nach Autounfällen auftreten, ist die Frage des Verunfallten oftmals ob und wenn ja wie viel Schmerzensgeld er bekommt. Zunächst muss die Unfallschuld geklärt und dann über einen rechtlichen Weg eine entsprechende Schmerzensgeldhöhe festgelegt werden. Die Höhe des Schmerzensgeld variiert und ist auch davon abhängig, wie lange die Genesung war, wie groß die Verletzungen des Betroffenen sind und ob er zusätzlich noch weitere, auch finanzielle Nachteile dadurch hatte.

Das Schleudertrauma hat ähnliche Symptome wie andere Erkrankungen der Halswirbelsäule, die ebenfalls Folgeschäden verursachen können. Der Unterschied ist zwar das meistens vorausgehende Trauma, trotzdem sollte ein Spezialist zu Rate gezogen werden. 

Unsere Wirbelsäulenspezialisten

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