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Symptome eines LWS-Syndroms

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Außerdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur. Hier verfügt er über große Erfahrungen im Bereich der Triggerakupunktur.

Sein Behandlungsschwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie der verschiedenen Wirbelsäulenerkrankungen.
Sein Ziel ist es, alle Erkrankungen ohne Operation zu heilen.
 

Einleitung

Das LWS-Syndrom, das im Volksmund auch als Rückenschmerzen der Lendenwirbelsäule bezeichnet wird,
beschreibt eine Reihe von Beschwerden, die von der Lendenwirbelsäule ausgehen.

Zentral sind hierbei die Rückenschmerzen, die

  1. meist plötzlich auftreten und
  2. von hoher Intensität sind.

Durch die Schmerzen, die auch oft belastungsabhängig sind, kommt es meist zu einer eingeschränkten Bewegung des unteren Rückens.

Die Ursachen sind vielseitig und können entsprechend auch zu unterschiedlichen Symptomen führen.

Um diese möglichst gering zu halten, sollte zeitnah ein guter Orthopäde aufgesucht werden, damit die Ursache gefunden und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden kann.

Typische Symptome eines LWS-Syndroms

Bei einem LWS-Syndrom kann es typischerweise zu folgenden Symptomen kommen:

  • Rückenschmerzen der Lendenwirbelsäule
  • Bewegungseinschränkungen (z.B. erhöhter Fingerbodenabstand)
  • Fehlhaltung/Skoliose
  • Kribbeln im Gesäß und Bein
  • Taubheit m Gesäß und Bein
  • Verspannung der LWS
  • Schmerzen mit Ausstrahlung
  • Muskelschwäche der Beine
  • Muskellähmung der Beine
  • Bauchschmerzen
  • Hodenschmerzen
  • Beinschmerzen
  • Schmerzen im Gesäß
  • ISG-Blockade
  • Probleme beim Wasserlassen
  • Krampfneigung

Kribbeln im Fuß

Das Auftreten von Missempfindungen bei einem LWS-Syndrom deutet auf eine Schädigung bzw. Kompression eines Nervs hin.

  • Dadurch kommt es zur fehlerhaften Weiterleitung von Signalen der Empfindung.
  • Dies kann sich durch Taubheit äußern, oder auch durch Kribbeln, was von vielen auch als Ameisenlaufen beschrieben wird.
  • Je nachdem, auf welchen Nerv Druck ausgeübt wird, wird das Kribbeln an unterschiedlichen Stellen des Körpers wahrgenommen.
    Im Bereich der Lendenwirbelsäule verlaufen viele Nerven, die für die Sensibilität der Beine zuständig sind.
    Dementsprechend kann es auch zu Kribbeln im Fuß bei einem LWS-Syndrom kommen.

Teilweise kann weder im Röntgenbild noch im MRT der LWS eine Nerven- oder Wurzelkompression nachgewiesen werden.

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Sie suchen eine zweite Meinung für die Behandlung Ihres LWS-Syndroms?
Falls Sie nicht mit dem Therapiefortschritt oder den angebotenen Behandlungsmaßnahmen zufrieden sein sollten, übernehmen die Frankfurter Orthopäden von Lumedis gerne!

Rückenschmerzen

Unter all den möglichen Symptomen eines LWS-Syndroms sind Rückenschmerzen das Häufigste.

  • In der Regel treten sie plötzlich auf und
  • werden als stark und
  • intensiv wahrgenommen.
  • Sie können aber auch über einen längeren Zeitraum bestehen und sind dann meist von eher dumpfem Charakter.
    Der Patient beschreibt die Symptome häufig als Brett im Rücken.

Die Rückenschmerzen können durch verschiedene verletzte Strukturen - wie Muskeln, Knochen, Gelenke oder Nerven - entstehen.

Außerdem können sie

  1. sowohl nur im Bereich der Lendenwirbelsäule,
  2. als auch mit ausstrahlen dem Charakter vorkommen.
    Die Ausstrahlung kann dabei, abhängig von dem betroffenen Nerv, bis ins Bein/Fuß hinunter reichen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Rückenschmerzen.

Beinschmerzen/Ausstrahlung ins Bein

Beinschmerzen sind bei einem LWS-Syndrom immer ein Hinweis auf eine Kompression eines oder mehrere Nerven.

Die Lendenwirbelsäule ist häufig stark belastet und neigt dadurch dazu, dass in diesem Bereich Nerven starkem Druck ausgesetzt sind.
Kommt es zu einer Einklemmung, werden

  1. die entsprechenden Nerven gereizt und geschädigt.
  2. Dies äußert sich durch das Auftreten von Schmerzen, die sich entlang des Nervenverlaufs präsentieren.
  3. Da aus dem Rückenmark der LWS viele Nerven austreten, die in die Beine ziehen, kommt es häufig zu ausstrahlenden Beinschmerzen.
    Dabei kann es vorkommen, dass diese Schmerzen durch bestimmte Bewegungen des unteren Rückens ausgelöst bzw. verschlimmert werden können.

Weitere Informationen finden Sie in den Artikeln Schmerzen in den Beinen und Ziehen im Bein.

Bei welchen Symptomen muss ich zum Orthopäden?

Wann genau ein Arzt aufgesucht werden sollte, ist abhängig von den
Symptomen und deren Charakter.

Zu den wichtigsten Warnsymptomen, die definitiv ärztlich untersucht werden sollten, gehören

  1. spürbare Missempfindungen, wie Kribbeln oder Taubheit, sowie
  2. muskuläre Beschwerden, also Muskelschwächen oder –lähmungen.
  3. Auch bei starken Schmerzen im Rücken sollte ein Orthopäde aufgesucht werden.
  4. Ein weiterer Hinweis auf eine ernstzunehmende Ursache der Beschwerden ist das Auslösen der Symptome durch bestimmte Bewegungen.
  5. Unwillkürlicher Harn- oder Stuhlverlust (Blasen-Mastdarmlähmung) ist eine Notfallsituation und muss sofort im Krankenhaus vorgestellt werden.

Bauchschmerzen/Unterleibsschmerzen

Bei einem LWS-Syndrom kann es zum Auftreten von Schmerzen im Bauch oder Unterleib kommen.

Hierfür gibt es verschiedene mögliche Gründe.

  • Häufig kommt es bei starken Rückenschmerzen auch zur Ausstrahlung der Schmerzen, die bis in den Bauch reichen können.
  • Weiterhin können diese Beschwerden durch eine Schonhaltung des unteren Rückens entstehen, bei der es zur Reizung von Nerven kommt, die in den Bauch und den Unterleib ziehen.

Bei starken Schmerzen im Bauch oder Unterleib sollte allerdings immer auch daran gedacht sein, dass eine eventuelle Ursache in diesem Bereich (Gastroenterologie/Gynokologie/Urologie etc) abgeklärt werden sollte.

 

Schmerzen im Gesäß

Schmerzen im Gesäß können ebenfalls bei einem LWS-Syndrom auftreten.

Im Bereich der Lendenwirbelsäule laufen viele verschiedene Nerven, die auch für die Versorgung von Muskeln im Gesäßbereich zuständig sind.

  • Durch die Reizung und Schädigung der Strukturen können starke Schmerzen auftreten.
  • Des Weiteren kann eine Schonhaltung aufgrund der Rückenschmerzen des LWS-Syndroms zu Gesäßschmerzen führen.
    Diese sind für die Betroffenen häufig sehr einschränkend, da dadurch auch jede sitzende Position zu Schmerzen führen kann.

Alternativ ist hier auch an ein Piriformissyndrom als Ursache der Beschwerden zu denken.

ISG-Blockade

Eine ISG-Blockade, also eine Verkantung des Kreuz-Darmbeingelenks zwischen der Wirbelsäule und der Darmbeinschaufel, kann bei ausgeprägten Formen eines LWS-Syndroms auftreten.

  • Durch die Schädigung von Muskeln und Nerven im unteren Rücken
  • kommt es häufig zu einer Fehlbelastung der Wirbelsäule, die auch zu einer Fehlbelastung des Kreuz-Darmbeingelenks führt.
  • Dadurch kann es zur ISG-Blockade kommen, die meist mit starken Schmerzen
    • im Iliosakralgelenk,
    • dem Gesäß
      ​​​​​​​
      und
    • den Beinen einhergeht.
  • Außerdem kommt es durch eine ISG-Blockade zu einer starken Bewegungseinschränkung, die zeitnah behandelt werden sollte.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Artikel ISG-Blockade.

Wie unterscheidet man die Symptome eines LWS-Syndroms von einem Bandscheibenvorfall der LWS?

Die Symptome eines LWS-Syndroms von einem Bandscheibenvorfall der LWS zu unterscheiden ist häufig sehr schwierig, da das LWS-Syndrom verschiedenste Ursachen und Beschwerden umfasst.

Generell gilt, dass die meisten Symptome des LWS-Syndroms auch bei einem Bandscheibenvorfall der LWS auftreten können.

Am ehesten kann anhand der Intensität der Beschwerden eine Unterscheidung erfolgen, wobei diese auch je nach Empfinden der Schmerzen nur relativ gültig ist.

Die beste Methode zur Unterscheidung bzw. Abklärung der Ursache für die Beschwerden ist daher stets eine bildgebende Diagnostik (besonders das MRT der LWS), um sicher zu gehen.

Was sieht man im EMG?

Im EMG, der Elektromyographie, wird die Aktivität der Muskeln im Bereich der Lendenwirbelsäule gemessen.
Dadurch können

  • Muskelschwächen/Ansteuerungsdefizite
    und
  • Entspannungsstörungen

nachgewiesen werden. Dies erfolgt in Ruhe und in dynamischen Bewegungen

  1. Bei akuten Beschwerden nimmt der Rückenstrecker eine Schutzfunktion ein und zeigt eine erhöhte Aktivität, besonders in Ruhe.
  2. Dies führt zu Verspannungen und Verkrampfungen.
  3. Bei Messungen, wo der Rückenstrecker entspannen soll, zeigt es bei einem LWS-Syndrom Auffälligkeiten.
  4. Spontane Entladungen könne hierbei aufgezeichnet werden. 

Bestehen die Beschwerden nur auf einer Seite, kann auch dies aufgezeichnet werden.

Mittels dem EMG ist es sogar möglich live zu sehen, wie die Spannung aus dem Rückenstrecker durch bestimmte Haltungen gesenkt wird.
Und genau dies gilt es dann zu trainieren.

Mehr zum EMG erfahren Sie in dem gesonderten Artikel EMG - Elektromyographie.

Das EMG ist eine besonders wertvolle Diagnostik und Therapieunterstützung bei einem chronischen LWS Syndrom.

Die Spezialisten von Lumedis haben eine umfangreiche Erfahrung mit einem chronifizierten LWS-Syndrom.
In vielen Fällen sind gezielte Übungen, die auf das individuelle LWS-Syndrom angepasst wurden, die erfolgreichste Behandlungsmethode.
Alle Übungen müssen auf den individuellen Fall angepasst, also

  • die Ursache des Wirbelsäulensyndroms (Wirbelgleiten, Facettenarthrose, Spinalkanalstenose etc.)
  • Ausmaß der Schmerzen
  • Traininingszustand des Betroffenen
  • und vielen weiteren Faktoren

Gerne beraten Sie unsere konservativen Wirbelsäulenspezialisten.

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