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Lumedis Frankfurt

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Dr. Nicolas Gumpert

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Hüftarthrose

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.

Definition - Was ist eine Hüftarthrose?

Die Hüftarthrose wird auch als Coxarthrose bezeichnet und beschreibt eine verschleißbedingte Abnutzung im Bereich des Hüftgelenks.
Dabei kommt es zur Schädigung des Gelenkknorpels über einen meist längeren Zeitraum und dadurch zu langsam auftretenden und progredienten Beschwerden.
Hierzu gehören vor allem Schmerzen im Bereich der Hüfte, die morgens stärker ausgeprägt sind und durch die Bewegung besser werden.
Auch eine Belastungsabhängigkeit der Beschwerden ist typisch.
Eine Hüftarthrose tritt gehäuft bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr auf und kann durch verschiedene Risikofaktoren begünstigt werden.

Ursachen

Zu den häufigsten Ursachen einer Hüftarthrose gehören:

  • Abnutzung im Rahmen des Alterungsprozesses
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Nebenwirkungen einiger Medikamente
  • Hüftdysplasie
  • Hüftimpingement
  • Unfälle, bspw. beim Sport
  • Entzündungsprozesse

Beinfehlstellungen

Es gibt verschiedene Fehlstellungen im Bereich der Hüfte und der Beine, die eine Hüftarthrose begünstigen können.
Hierzu gehören beispielsweise Fehlstellungen der Beinachsen, wodurch es zu einer punktuellen Überlastung des Hüftgelenks kommt.
Dementsprechend stellen O- und X-Beine Risikofaktoren für eine Hüftarthrose dar.
Hierbei kommt es zunächst meist zu einer Arthrose des Kniegelenks aufgrund der starken Beanspruchung.
In Folge wird das Gangbild zusätzlich zur Beinfehlstellung weiter schmerzbedingt beeinträchtigt und es kann bei fehlender Behandlung zur Arthrose des Hüftgelenks kommen.

Übergewicht

Einer der wichtigsten Risikofaktoren für eine Hüftarthrose ist das Übergewicht.
Hiervon spricht man im medizinischen Fachbereich ab einem Body-Mass-Index (BMI)von über 25.
Typischerweise tritt die Hüftarthrose bei übergewichtigen Frauen ab dem mittleren Lebensalter auf.
Das erhöhte Gewicht muss von den Gelenken getragen werden, die dadurch vermehrt belastet werden.
Dabei liegt der Gewichtsschwerpunkt bei einem größeren Bauchumfang direkt auf den Knochen der Hüfte und sorgt hier somit zu einer erhöhten Belastung und damit verbundenen Abnutzung, was schließlich zu einer Knorpelabnutzung und Hüftarthrose führt.

Unfälle/Verletzungen

Auch zahlreiche Unfälle können eine Hüftarthrose begünstigen. Entlang der Beine gibt es zahlreiche wichtige Strukturen, die für eine ausreichende Stabilität der unteren Extremitäten sorgen.
Bei Verletzung dieser Bänder kommt es dementsprechend zu einer zunehmenden Instabilität, was wiederum mit einer Fehlbelastung und damit einer möglichen Arthrose-Entstehung einhergehen kann.
Zu den häufigsten Verletzungen hierbei gehören der

  • Riss eines Meniskus
  • Kreuzbandes oder Seitenbandes

im Bereich des Kniegelenks.

Sport

Beim Sport können verschiedene Verletzungen dazu führen, dass eine Hüftarthrose begünstigt wird. Hierzu gehören vor allem Sportunfälle, aber auch ungesunde Ausführungen bestimmter Sportarten mit einer starken Belastung der Hüfte können diese vermehrt abnutzen.
Eine häufige durch den Sport bedingte Verletzung ist die Schädigung der Gelenklippe des Hüftgelenks, die im Bereich des Hüftgelenks für die Stabilität und den Knorpel von Bedeutung ist.
Bei einem Sturz kann es außerdem zur direkten Verletzung des Gelenkknorpels und damit zur Hüftarthrose führen.

Beruf

Im Beruf kann es durch spezifische Belastungen der Hüfte im Verlauf zu einer Abnutzung des Gelenkknorpels und damit zur Arthrose kommen.
Hierbei steht die repetitive, also immer wiederkehrende Bewegung mit einer einhergehenden Überlastung des Hüftgelenks im Vordergrund.
Zu den typischen Berufsgruppen gehören hierbei Handwerker und Berufsgruppen aus dem pflegerischen Bereich, wie beispielsweise Tier- oder Gesundheitspfleger.
Bei dauerhaften Beschwerden muss dann gegebenenfalls die berufliche Belastung angepasst werden.

Entzündliche Erkrankungen

Auch verschiedene entzündliche Erkrankungen können eine Hüftarthrose begünstigen, da durch die Entzündungsreaktion das Gelenk angegriffen und so der Knorpel geschädigt werden kann.
Eine der wichtigsten entzündlichen Gelenkerkrankungen ist hierbei die rheumatoide Arthritis, bei der neben dem Hüftgelenk häufig auch viele andere Gelenke betroffen sind.
Auch Entzündungen im Rahmen einer Infektion, die am häufigsten durch Bakterien verursacht wird, können eine Hüftarthrose zur Folge haben.

Begleitende Symptome

Es gibt zahlreiche Symptome, die bei einer Hüftarthrose auftreten können. Das zentrale Beschwerdebild sind dabei Schmerzen, die je nach Stadium der Hüftarthrose verschieden ausgeprägt sein können. Hinzu kommt häufig im fortgeschrittenen Verlauf eine Versteifung des Hüftgelenks mit einem verringerten Bewegungsumfang, wodurch beispielsweise das Sitzen in einer Hockposition erschwert wird.
Auch eine Schonhaltung und Beschwerden beim Gehen sind häufig: hierbei wird typischerweise das betroffene schmerzende Hüftgelenk entlastet, wodurch ein hinkendes Gangbild entsteht.

Schmerzen bei Hüftarthrose

Das Hauptsymptom bei einer Hüftarthrose sind Schmerzen. Diese treten meist im Verlauf des Fortschreitens der Erkrankung auf, zunächst nur bei Belastung und später auch in Ruhe.
Typisch ist hierbei der sogenannte Anlaufschmerz, bei dem es morgens nach längerer Ruhe zunächst zu starken Schmerzen kommt, die sich dann durch Bewegung bessern.
Auch das Ausstrahlen der Schmerzen ist häufig ein Zeichen für den Progress, wobei das Ausstrahlen sowohl im Kniegelenk, als auch im Gesäß und unteren Rücken möglich ist.
Hinzu kommen im Verlauf oft auch nächtliche Schmerzen und schmerzhafte Bewegungen des Hüftgelenks.

Wasser im Knie

Beim Auftreten von Wasser im Knie sollte zunächst eine Schädigung des Kniegelenks untersucht werden.
Die Wassereinlagerung ist häufig ein Zeichen für einen Erguss im Kniegelenk, was im Rahmen einer Entzündungsreaktion und bei einer Kniearthrose auftreten kann.
Im Zusammenhang mit dem Verdacht oder einer bereits bestätigten Hüftarthrose kann Wasser im Knie daher ein Zeichen für eine im Verlauf entstandene Arthrose des Kniegelenks sein, wie sie beispielsweise durch eine Schonhaltung oder durch eine verursachende Beinfehlstellung auftritt.

Diagnose

Die Diagnose einer Hüftarthrose kann anhand von vielen verschiedenen diagnostischen Teilelementen gestellt werden. Hierzu gehört zunächst das Orthopäden-Patienten-Gespräch zur Sammlung aller typischen Beschwerden und einem dadurch entstehenden Verdacht auf die Hüftarthrose.
Dieser kann in der klinischen Untersuchung durch verschiedene Bewegungs-Tests erhärtet werden.
Ein wichtiges Element stellt die Bildgebung in Form einer Röntgen-Untersuchung dar, da hier die Schädigung des Gelenkknorpels, sowie der Gelenkknochen durch typische Arthrosezeichen sichtbar gemacht werden kann.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Röntgen.

MRT vom Hüftgelenk

Ein MRT vom Hüftgelenk kann bei bestimmten Fragestellungen oder unklaren Situationen durchgeführt werden. Wichtig ist die Durchführung eines MRTs vom Hüftgelenk vor allem bei einer geplanten konservativen, also nicht-operativen Behandlung.
Weiterhin gehören hierzu vermutete spezifische Schädigungen von Bändern der Hüfte, die bei einer Hüftarthrose begleitend auftreten können. Auch ein Gelenkserguss kann mittels MRT sehr gut dargestellt werden.
Auch bei einem untypischen Bild in der klinischen Untersuchung und dem angefertigten Röntgenbild kann eine MRT-Untersuchung gegebenenfalls mehr Aufschlüsse über die Hüftgelenksschädigung geben.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel MRT-Magnetresonanztomographie.

Stadien der Hüftarthrose

Die Hüftarthrose kann nach verschiedenen Einteilungen in Stadien untergliedert werden, wobei je nach Einteilung verschiedene Aspekte im Vordergrund stehen. Die Einteilungen dienen der Einschätzung des Ausmaßes und werden häufig als Ausgangspunkt für die Therapieentscheidungen hinzugezogen.

Eine wichtige Einteilung ist die der allgemeinen Knorpelschäden nach der sogenannten ICRS-Klassifikation.
Hierbei gibt es die Stadien 0 bis 4, wobei Stadium 0 mit keinerlei sichtbaren Schädigungen und Stadium 4 mit einer kompletten Schädigung des Knorpels einhergehen.

Des Weiteren ist eine Einteilung der Hüftarthrose in verschiedene Stadien nach den radiologischen Kriterien der sogenannten Klassifikation nach Kellgren und Lawrence möglich.
Hierbei stehen in den Stadien 1 bis 4 die typischen röntgenologisch sichtbaren Arthrosezeichen im Vordergrund, wobei Stadium 4 die ausgeprägteste Hüftarthrose darstellt.

Die klinische Einteilung der Hüftarthrose in Stadien kann ebenfalls nach verschiedenen Skalen erfolgen, wobei der Harris Hip Score am gebräuchlichsten ist.
Dabei werden bis zu 100 Punkte vergeben, ab 80 ist mit einer guten Prognose zu rechnen.
Im Vordergrund stehen hier die

  • Schmerzen,
  • Gehen
  • Fehlhaltungen und
  • Alltagsaktivitäten

Behandlung/Therapie ohne OP

Es gibt viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten einer Hüftarthrose, die ohne OP zu einer guten Prognose führen können. Wenn kein eindeutig operationsbedürftiger Befund vorliegt sollten diese auch immer zunächst ausgeschöpft werden, bevor sich für einen operativen Eingriff entschieden wird.
Wichtig ist die Aufklärung der Betroffenen und die Informierung über geeignete Sportarten, sowie Vermeidung von Risikofaktoren.
Daher sollte gegebenenfalls eine Ernährungsumstellung stattfinden.
Bei Lumedis hat sich eine Kombination folgender Verfahren bewährt.

Die Kombination dieser Verfahren verbessert die Prognose der Hüftarthrose deutlich.

Ist ein Knorpelaufbau möglich?

Knorpel ist ein wichtiges Strukturgewebe im Hüftgelenk. Das große Problem hierbei ist eine fehlende Nachbildung des Knorpels bei Schädigung mit einhergehenden Arthrose des Hüftgelenks. Daher wird derzeit aktiv daran gearbeitet, ein wirksames Medikament zum Knorpelaufbau zu entwickeln.
Hyaluronsäure stellt hierbei kein Präparat dar, dass aktiv ausreichend Knorpel produzieren kann. Es kann jedoch eine weitere Schädigung verhindern und somit den Knorpelverschleiß verzögern.
​​​​​​​Ein spezifisches Präparat, dass den Knorpelaufbau ausreichend anregt, konnte bisher jedoch noch nicht entwickelt werden.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure stellt ein wichtiges Präparat in der Behandlung von Gelenkarthrosen, vor allem der Hüftarthrose, dar.
Natürlicherweise wird Hyaluronsäure durch die Zellen des Knorpels und die Schleimhaut des Gelenks gebildet. Sie sorgt als eine Art Gelenkschmiere für ein gleitfähiges und reibungsloses artikulieren im Gelenk.
Daher kann das Spritzen von Hyaluronsäure bei einer Hüftarthrose die Beschwerden durch eine bessere Funktion des Hüftgelenks verbessern.
Hyaluronsäure wird ab einer leichtgradigen röntgenologisch sichtbaren Arthrose des Hüftgelenks als Behandlungsoption empfohlen. Bei vielen Betroffenen könnten dadurch die Beschwerden über einen Zeitraum von mehreren Monaten bis Jahren deutlich verbessert werden. Die Therapie muss in der Regel jedes dreiviertel Jahrbis Jahr wiederholt werden.
Das Spritzen erfolgt dabei je nach Injektionsart meist im Liegen.
Die Hautstelle wird zunächst ausführlich zur Infektionsreduzierung desinfiziert, anschließend erfolgt die Punktion. Bei einer tiefen Spritzung wird häufig ein Ultraschall zur Bildgebung zur Hilfe genommen. Gegebenenfalls kann auch eine örtliche Betäubung des Hüftgelenks durchgeführt werden. Bei vorliegenden Blutungsneigungen, der Einnahmen von Blutverdünnern oder einer akuten Hautentzündung sollte die Behandlung mit Hyaluronsäure erst nach entsprechender Anpassung erfolgen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Hyaluronsäure.

Quarkwickel

Ein Quarkwickel im Bereich des Hüftgelenks gilt bei einer Hüftarthrose mit entsprechenden Beschwerden als altbewährtes Hausmittel.
Dieser sorgt durch eine entsprechende Kühlung für eine Reduzierung der akuten Entzündungs- und Schädigungsprozesse im Hüftgelenk.
Der Quark eignet sich hierbei besonders gut als langweilender Träger der Kälte. Hierfür wird ein Päckchen gekühlter Speisequark benötigt, das in ein Baumwolltuch ausgebreitet und ausgestrichen werden sollte. Anschließend wird das Tuch aufgewickelt und um das Hüftgelenk gelegt.

Kinesiotaping

Das Kinesiotaping bewirkt ebenfalls bei Beschwerden im Rahmen einer Hüftarthrose eine entsprechende Linderung. Dabei steht die Durchblutung der das Hüftgelenk umgebenden Muskulatur im Vordergrund, die durch die in der Regel eine Woche verweilenden Kinesiotapes angeregt wird. Dies führt zur einer besseren Stabilisierung des Gelenks bei Kräftigung der entsprechenden Muskeln.
Eine beliebte Variante des Kinesiotaping bei Hüftarthrose ist das Anbringen zwei langer Tapes quer über das Gesäß mit Kreuzung am vorderen Hüftknochen.
Bei Lumedis werden die Kinesiotapes durch regelmäßig geschultes Fachpersonal angelegt.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kinesiotape.

 

Bandage

Eine weitere Möglichkeit zur konservativen, nicht-operativen Behandlung der Hüftarthrose ist das Tragen einer Bandage für das Hüftgelenk. Hierbei gibt es verschiedene Varianten, die meisten führen als eine Art kurzes Hosenbein auf der betroffenen Seite eine Art Gürtel auf der gegenüberliegenden Seite für einen optimalen Halt. Die Bandage bewirkt eine Stabilisierung des Hüftgelenks, vor allem bei alltäglichen Bewegungen.
Das Gelenk wird hierbei gezielter geführt, womit sich die Bandage vor allem bei einer Hüftarthrose mit Bewegungsschmerzen gut eignet.

Cortisonspritze

Die Cortisonspritze stellt vor allem bei fortgeschritteneren Stadien der Hüftarthrose und beim Ausschöpfen anderer lindernder Präparate, wie verschiedenen Schmerzmitteln, eine Behandlungsoption dar.
Dabei wird das Cortison unter streng sterilen Bedingungen direkt in das Hüftgelenk gespritzt. Die Spritzung erfolgt meist in liegender Position, eine lokale Betäubung kann gegebenenfalls vorher durchgeführt werden. Das Cortison sorgt durch seine antientzündliche Wirkung für eine Linderung der Schmerzen, wobei die Spritzung meist häufiger erfolgen muss.

Akupunktur

Eine Hüftarthrose kann bei starken und längerfristig bestehenden Schmerzen durch Akupunktur behandelt werden. Dabei werden verschiedene Lokalisationen rund um das Hüftgelenk und die für das Gelenk wichtigen Muskeln gewählt und mit kleinen Akupunkturnadeln behandelt. Diese sogenannten Triggerpunkte sorgen für die Anregung der Durchblutung in der entsprechenden Muskulatur. Außerdem kann die Wahrnehmung und Verarbeitung der Schmerzen im Bereich des Hüftgelenks moduliert und dadurch die Beschwerden häufig gelindert werden.
Eine Sonderform der Akupunktur die bei Lumedis zum Einsatz kommt ist die Triggerakupunktur,

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Triggerpunkttherapie.
 

ACP

ACP steht für Autologes Conditioniertes Plasma und stellt eine simple und häufig symptomlindernde Eigenbluttherapie bei einer Hüftarthrose dar.
Hierbei wird Blut aus einer Vene am Arm entnommen und speziell aufbereitet. Zahlreiche verschiedene Partikel und Blutbestandteile, die für die Regeneration von Gewebe und Wachstum zuständig sind, werden so konzentriert und können dann in das Hüftgelenk gespritzt werden.
Dies führt zu einer Reduzierung der schädigenden Prozesse im Rahmen der Arthrose und sorgt somit häufig für eine vorübergehende Schmerzlinderung.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel ACP-autologes konditioniertes Plasma.

Rehabilitation und Prävention:

Laufbandanalyse

Die Laufbandanalyse stellt ein wichtiges Instrument der Rehabilitation und Prävention bei einer Hüftarthrose dar. Dieses Verfahren kann mit zahlreichen Indikationen (Gründen) und Einsatzzeitpunkten bei einer Hüftarthrose hilfreich sein.
Hierzu gehört sowohl die frühzeitige Ganganalyse zur Behebung möglicher Risikofaktoren für eine Hüftarthrose, sowie die Kontrolle der konservativen Behandlung einer bestehenden Hüftarthrose und deren Fortschreiten.
Bei der Laufbandanalyse wird mit Kameras in allen vier Ebenen, sowie einer Druckmessplatte gearbeitet.
Dadurch können genaue Analysen der Hüftbewegung während des Laufens sowie der Kraftverteilung entlang der Beinachse durchgeführt werden. Auf folgende Punkte wird bei der Laufbandanalyse wird besonders Wert bei einer Hüftarthrose gelegt:

  • Streckung und Beugung der Hüfte
  • Absinken der Hüftgelenks zu einer Seite
  • Beinachsen und Stand der Füße in der Achse des jeweiligen Hüftgelenks
  • Verhalten des Körperschwerpunktes
  • Überprüfung der Stabilität des Hüftgelenks beim Gehen

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Laufbandanalyse.

Muskuläre Dysbalancen-Check

Bei einem muskulären Dysbalancen-Check können Muskel-bedingte Instabilitäten des Hüftgelenks entdeckt werden.
Häufig liegen vereinzelte oder mehrere muskuläre Schwächen im Bereich der Hüfte bei unzureichender sportlicher Betätigung und Kräftigung der Hüftmuskulatur vor, die als Risikofaktor eine Hüftarthrose oder deren Fortschreiten begünstigen können.
Daher kann der muskuläre Dysbalancen-Check durch die genaue Analyse der komplexen Zusammenarbeit der verschiedenen Muskelgruppen hier Klarheit verschaffen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kraftmessung.

EMG

Beim EMG, also der Elektromyographie, können einzelne gezielte Aktivitätszustände von Muskeln im Bereich der Hüfte überprüft werden.
Bei dieser Messung werden die elektrischen Aktivitäten der Muskeln als Ströme dargestellt, wodurch mögliche ausgeprägte Muskelschwächen oder Erkrankungen entdeckt werden können.
Mit diesen Informationen kann wiederum ein individueller Plan mit gezielten Übungen zum Aufbau der geschädigten oder geschwächten Muskulatur erarbeitet werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel EMG-Elektromyographie.

Gezielte Übungen

Es gibt zahlreiche gezielte Übungen, um die Hüftmuskulatur bei einer Hüftarthrose zu stärken und zu dehnen, das Hüftgelenk zu mobilisieren und dadurch die Beschwerden zu reduzieren.
Zur Mobilisation des Hüftgelenks kann eine einfache Übung im Sitzen im Alltag jederzeit durchgeführt werden.
Dabei erfolgt im aufrechten Sitzen das Vorschieben eines Oberschenkels, während der andere Oberschenkel nach hinten geschoben wird.
Diese Bewegungen werden langsam und ausführlich in beide Richtungen wiederholt, wodurch eine Drehung und Mobilisierung im Hüftgelenk entsteht.
Zur Kräftigung derHüft- und Oberschenkelmuskulatur können Ausfallschritte durchgeführt werden.
Hierbei wird ein Bein in einem großen Schritt vor das andere gestellt.
Die Hände sind in die Hüfte gestützt und der Oberkörper ist aufrecht. Nun wird das vordere Bein gebeugt und das hintere kommt dabei mit dem Knie in Richtung Boden. Diese Position wird für ein paar Sekunden beibehalten, dann erfolgt das langsame Aufrichten. Diese Übung wird fünfzehnmal auf beiden Seiten wiederholt.
Die Dehnung der Hüfte kann durch eine Übung auf dem Boden erfolgen. Dabei wird ein Bein nach vorne gebeugt aufgestellt, das andere Bein hat ab dem Knie mit dem Schienbein und Fuß Bodenkontakt. Nun wird mit aufrechtem Oberkörper das Körpergewicht auf das vordere Bein verlagert, wodurch eine Dehnung der hüftbeugenden Muskulatur erfolgt.

Wann braucht man eine OP?

Wann genau eine OP bei einer Hüftarthrose gebraucht wird kann nicht allgemein festgelegt werden.
Die Entscheidung für eine Operation hängt dabei immer vom Erfolg der konservativen, nicht-operativen Behandlung, den individuellen Beschwerden und dem Ausmaß der Hüftarthrose ab.
Häufig kommen operative Verfahren jedoch erst bei fortgeschritteneren Stadien der Hüftarthrose zum Einsatz, wenn also im Röntgenbild deutliche Knorpelschädigungen sichtbar sind, die betroffene Person im Alltag stark durch die Hüftarthrose eingeschränkt ist und die konservativen Maßnahmen keine ausreichende Besserung herbeiführen.

Arthroskopie der Hüfte

Die Arthroskopie der Hüfte ist auch als Gelenkspiegelung des Hüftgelenks bekannt und stellt als minimal-invasives Verfahren eine gute und erfolgsversprechende Methode bei einer Hüftarthrose dar.
Sie wird meist durchgeführt, wenn mit kleinen Instrumenten eine Besserung erzielt werden kann, beispielsweise bei der Lösung kleiner Gelenkteile innerhalb des Hüftgelenks bei einer Hüftarthrose.
Die Spiegelung wird mit einer Kamera und einem Arbeitsinstrument durchgeführt und bedarf daher in der Regel zwei kleiner Schnitte am Hüftgelenk.

Hüftprothese

Eine Hüftprothese beinhaltet den teilweisen oder vollständigen Ersatz des Hüftgelenks durch einen offenen operativen Eingriff.
Als wichtigste Gründe für diese Art der Therapieentscheidung sind eine fortgeschrittene Hüftarthrose mit fehlender Linderung bei konservativer Behandlung, sowie zusätzliche Nekrosen der Hüfte oder Brüche des Oberschenkels zu nennen.
Das Einsetzen einer Hüftprothese ist ein umfangreiches und kompliziertes Verfahren, bei dem die eingesetzte Prothese im Durchschnitt zehn bis fünfzehn Jahre hält.

Diese Sportarten sind bei Hüftarthrose gut

Es gibt einige bestimmte Sportarten, die sich bei einer Hüftarthrose besonders gut eignen, da sie schonend für das Hüftgelenk sind.
Hierzu gehören vor allem Fahrradfahren und Sport im Wasser, wie Schwimmen oder Wassergymnastik.
Bei diesen Sportarten erfolgt bei regelmäßiger Durchführung für eine halbe Stunde ausreichend Bewegung bei gleichzeitiger Entlastung des Hüftgelenks.
Die Muskulatur der Hüfte kann hierbei ebenfalls gekräftigt werden. Eine entsprechende Dehnung sollte vor dem Sport zur optimalen Stärkung durchgeführt werden.

Diese Sportarten sind bei Hüftarthrose ungünstig

Bei einer Hüftarthrose gibt es auch ein paar Sportarten, auf die zugunsten des Hüftgelenks und dessen Schonung verzichtet werden sollte.
Hierzu gehören vor allem Sportarten, bei denen abrupte Bewegungsänderungen mit einem ruckartigen Abstoppen der Laufbewegung, durchgeführt werden müssen.
Daher sind viele Ballsportarten, wie

  • Tennis
  • Fußball
  • Handball oder
  • Basketball

bei einer Hüftarthrose eher ungeeignet.
Auch exzessives Joggen oder Skifahren sollte vermieden und wenn dann nur in einem schonenden Maße durchgeführt werden.

Prognose

Die Prognose einer Hüftarthrose ist immer abhängig von deren Ausmaß, den einhergehenden Beschwerden und der entsprechenden Behandlung.
Leider handelt es sich bei einer Arthrose im allgemeinen um eine fortschreitende schädigende Gelenkerkrankung, die nicht kausal behandelt, also deren Grund nicht beseitigt, werden kann.
Durch entsprechend früh einsetzende Therapiemaßnahmen kann das Fortschreiten der Arthrose jedoch für einen langen Zeitraum gestoppt oder verlangsamt werden.

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