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Lumedis Frankfurt

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Fachärzte für Orthopädie


Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Hüftdysplasie beim Erwachsenen ohne Operation behandeln

Lumedis - Ihre konservativen Hüftspezialisten

Eine Hüftdysplasie zu erkennen ist sehr wichtig, da sie als Risikofaktor für die Entstehung der Hüftarthrose gilt.
Nur bei einer optimalen und frühzeitige Behandlung einer Hüftdysplasie können Folgeschäden verhindert werden.
Gerne stellt Ihnen Lumedis diese Informationen zu Verfügung.
Wenn Sie eine persönliche Beratung und Behandlung bei unseren Hüftspezialisten, die eine Hüftdysplasie ohne Operation behandeln, wünschen machen Sie einen Termin bei uns.

Axel Lust hat diesen Artikel für Sie zuletzt aktualisiert.
Axel Lust ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und eine ausgewiesener Hüftspezialist.
Er hat eine fundierte Ausbildung in der operativen und konservativen Hüftchirurgie und sich auf dieser Basis als konservative Hüftspezialist etabliert.
Durch unsere ausgezeichneten Möglichkeiten der funktionellen Diagnostik, also eine Diagnostik durch Bewegungen, bei denen die Schmerzen der Hüfte entstehen, kann er vielen Betroffenen durch zielgerichtete, auf das jeweilige Problem abgestimmte Übungen helfen.

Was ist eine Hüftdysplasie beim Erwachsenen?

Die Hüftdysplasie beschreibt eine angeborene oder erworbene Fehlbildung oder Störung der Verknöcherung des Hüftgelenks.
Das Hüftgelenk besteht aus der Hüftgelenkspfanne, die aus Beckenknochen zusammengesetzt ist, und aus dem Hüftgelenkskopf, welcher zum Oberschenkelknochen gehört.
Bei einer Hüftdysplasie entwickelt sich das Hüftgelenk nicht regelrecht, wodurch die Funktion und Belastbarkeit des Gelenks eingeschränkt werden.
Wird die Hüftfehlbildung beziehungsweise -entwicklung nicht im Säuglingsalter bemerkt, so bemerken Betroffene manchmal erst im Erwachsenenalter frühzeitige Hüftschmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Röntgenbild a.p. einer Hüftdysplasie

  1. gesunder Gelenkspalt
  2. fehlendes Pfannendach (=Hüftdysplasie)

Ursachen

Genaue Ursachen der Hüftdysplasie sind nicht bekannt.
Jedoch gibt es Risikofaktoren, die eine Entstehung dieser Fehlentwicklung begünstigen:

  • Kinder, die aus Steiß- oder Beckenendlage geboren wurden
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Progesteron (weibliches Geschlecht)
  • Fehlhaltung der Hüftgelenke nach der Geburt

An welchen Symptomen erkennen Sie eine Hüftdysplasie?

Die Symptome einer Hüftdysplasie sind in der Regel eher unspezifisch.
Leitsymptom sind belastungsabhängige Schmerzen.
Charakteristisch sind stechende Leisten- und Hüftschmerzen.
Da die Dysplasie bereits bei Neugeborenen vorliegt, entstehen durch das Übersehen dieser Erkrankung chronische Folgeschäden, die als arthrotische Veränderungen des Hüftgelenks auffallen.
Diese lassen längeres Sitzen oder Stehen, aber auch bereits kurze Gehstrecken schmerzhaft werden.
Um als Ursache der Schmerzen eine Hüftdysplasie zu diagnostizieren, ist eine spezifische Anamnese sehr hilfreich.
Hier gilt es zu fragen, ob bei Verwandten diese Erkrankung bekannt ist oder ob Betroffene als Neugeborene sogenannte Spreizhosen tragen mussten, welche die Folgen der Dysplasie vermeiden sollten, aber vielleicht fehlerhaft getragen wurden.
Eine Folge dieser Erkrankung ist die Hüftluxation, bei der der Oberschenkelknochen aus der zu kleinen Hüftgelenkspfanne springt.
Dann kann eine Beinverkürzung auffällig sein, die sich in einem hinkenden oder watschelnden Gangbild äußert. Häufig ist dann das Trendelenburg Zeichen positiv: Das Becken kippt im Einbeinstand zur entlasteten Beinseite ab.

Anatomie vom Becken

  1. Lendenwirbelsäule (LWS) mit 4. Bandscheibe (L4)
  2. ISG (Iliosacralgelenk)
  3. Kreuzbein (Os sacrum)
  4. Hüftgelenk
  5. Sitzbein (Os ischii)
  6. großer Rollhügel (Trochanter major)

Diagnose

Die Diagnose der Hüftdysplasie wird üblicherweise mit Hilfe einer Anamnese und einer Röntgenaufnahme gestellt.
Die Anamnese bezieht sich hierbei besonders auf das Gangbild sowie Neugeborenenfehlbildungen, die mit einer Hüftdysplasie vergesellschaftet sein können.
Im Besonderen handelt es sich hierbei um Missbildungen der Wirbelsäule, Füße und Beine, aber auch neurologische Auffälligkeiten im Sinne einer Spina bifida.
Wenn zusätzlich eine Röntgenaufnahme angefertigt wird, lässt sich die Diagnose in der Regel bereits dann stellen.

Ultraschall beim Säugling

Bei Säuglingen dient ein Ultraschall  als bildgebende Untersuchung, um eine Hüftdysplasie zu diagnostizieren, da diese Methoden strahlungsfrei sind.
Die Sonographie ist um den 10. Lebenstag beim Neugeborenenscreening in der Vorsorgeuntersuchung U2 vorgeschrieben.
Dadurch kann eine Hüftdysplasie frühzeitig erkannt und damit auch behandelt werden, sodass Folgeschäden im Erwachsenenalter vermieden werden können. Mit Hilfe des Ultraschallbildes kann bei Vorliegen der Erkrankung selbige in verschiedene Schweregrade (nach Graf) unterteilt werden.

Schematische Abbildung eines Beckens

  1. Lendenwirbelsäule (LWS = rot)
  2. Beckenschaufel/Darmbein (Os ilium) 
  3. Kreuzbein (Os sacrum = gelb)
  4. Hüftgelenk
  5. Steißbein (Os coccygis = gelb)
  6. Oberschenkelknochen (Femur)

Röntgenbild

Das Röntgenbild kann sehr genau den Oberschenkelknochen und angrenzende Anteile des Beckens darstellen. Mithilfe dessen kann überprüft werden, ob nicht nur eine Fehlbildung der Hüftgelenkspfanne vorliegt, sondern zusätzlich auch am Knochen beziehungsweise an den Knorpelflächen bereits arthrotische Veränderungen vorliegen.
Eine Veränderung der Knochen- und Knorpelflächen spricht für eine chronische Abnutzung der Gelenkflächen aufgrund einer andauernden Fehlbelastung durch die missgebildete Gelenkpfanne.
Üblicherweise wird in zwei Ebenen geröntgt, nämlich von vorne nach hinten und von der Seite, sodass eine dreidimensionale Beurteilung des Hüftgelenks möglich ist.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel: Röntgen

Wann braucht man ein MRT der Hüfte?

Mit einer MRT der Hüfte (Magnetresonanztomographie) lässt sich die genaueste Darstellung des Gelenkinneren sowie dessen umgebenden Weichteile erreichen.
Zusätzlich können mit ihrer Hilfe auch Gelenkergüsse dargestellt werden, die bei einer akuten Verschlimmerung einer Arthrose üblicherweise auftreten. Mit dem MRT kann eine Hüftdysplasie bereits im Frühstadium diagnostiziert werden.

Wie kann man eine Hüftdysplasie auch ohne Operation behandeln?

Bei Erwachsenen mit Hüftdysplasie gibt es möglicherweise Behandlungsmöglichkeiten, die eine Operation vermeiden können.
Alle Maßnahmen müssen auf den individuellen Fall angepasst werden.
Gerne beraten Sie die Spezialisten von Lumedis, wie das in Ihrem Fall aussehen kann.
Allgemeine Maßnahmen eine Hüftdysplasie auch ohne Operation zu behandeln können sein:

  • Trainingstherapie
    Ein Sportwissenschaftler kann Ihnen Übungen und Techniken zur Stärkung der Hüft- und Beinmuskulatur sowie zur Verbesserung der Hüftstabilität empfehlen.
    Dies kann helfen, die Symptome zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern und können eigenständig zu Hause täglich durchgeführt werden.
    Eine Trainingstherapie stellt den wertvollsten Anteil in der Behandlung einer Hüftdysplasie dar.
  • Gewichtsmanagement
    Eine gesunde Gewichtskontrolle ist wichtig, um die Belastung der Hüftgelenke zu verringern. Durch eine Gewichtsreduktion kann der Druck auf die Hüftgelenke reduziert und Symptome gelindert werden.
  • Schmerzmanagement und Entzündungshemmung
    Schmerzmittel oder entzündungshemmende Medikamente können bei Bedarf zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen eingesetzt werden. 
    Hier spielt die Behandlung mit Hyaluronsäure und Eigenblut eine große Rolle.
  • Verwendung von Hilfsmitteln
    In einigen Fällen kann die Verwendung von Gehhilfen wie Krücken oder Gehstöcken helfen, das Gewicht auf die Hüfte zu reduzieren und die Mobilität zu verbessern.
  • Orthopädische Hilfsmittel
    Ein orthopädischer Spezialist kann Ihnen spezielle orthopädische Schuheinlagen oder Hüftorthesen empfehlen, die dazu beitragen können, die Hüfte zu stabilisieren und die Symptome zu lindern.

Was sollte man bei Hüftdysplasie nicht machen?

Welche Sportarten sind günstig?

Manche Sportarten können den Verlauf einer Hüftdysplasie positiv beeinflussen, indem sie den Muskelapparat um das Hüftgelenk stärken und Luxationen vorbeugen.
Dabei ist darauf zu achten, dass Sportarten ausgeübt werden, die wenige Stoßbelastungen oder schnelle Richtungswechsel beinhalten.

  • Laufen/Joggen
    Sportarten mit hohem Aufprall, wie Laufen oder Joggen, können eine starke Belastung für die Hüftgelenke darstellen. Das ständige Stoßen und die repetitive Bewegung können die Hüftknochen und das umgebende Gewebe überlasten.
    Wenn Sie dennoch gerne laufen, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder einem Physiotherapeuten besprechen, ob es für Sie möglich ist, mit einer speziellen Lauftechnik oder nach individuellen Empfehlungen zu trainieren.
    Gerne zeigen Ihnen die Spezialisten von Lumedis im Rahmen einer Laufanalyse, wie das in Ihrem Fall möglich ist.
  • Kontaktsportarten
    Kontaktsportarten wie Fußball, Rugby oder Basketball beinhalten körperliche Auseinandersetzungen und abrupte Richtungswechsel, die ein erhöhtes Risiko für Verletzungen der Hüftgelenke darstellen. Diese Sportarten können zu einer übermäßigen Belastung und Instabilität der Hüfte führen und sollten daher vermieden werden.
  • Hochintensive Fitnesskurse
    Fitnesskurse, die intensive Sprünge, Hüpfbewegungen oder schnelle Richtungswechsel erfordern, können die Hüftgelenke stark belasten und Symptome verstärken. Solche Aktivitäten sollten vermieden werden, es sei denn, sie werden speziell an Ihre individuellen Bedürfnisse und Einschränkungen angepasst.
  • Extremer Bewegungsumfang
    Sportarten oder Übungen, die eine extreme Beweglichkeit der Hüftgelenke erfordern, wie beispielsweise bestimmte Formen des Balletts oder Sports wie Eiskunstlauf, können zu übermäßigem Druck oder Instabilität führen und sollten möglicherweise vermieden oder modifiziert werden.

Welche Sportarten sind bei einer Hüftdysplasie empfehlenswert?

Empfehlenswerte Sportarten bei einer Hüftdysplasie können sein:

  • Fahrradfahren/Radfahren
    Radfahren ist eine gelenkschonende Sportart, die die Hüftgelenke nicht stark belastet. Es kann die Muskelkraft und Ausdauer in den Beinen verbessern, während die Hüftbewegungen relativ begrenzt sind. Es ist jedoch wichtig, eine gute Fahrradposition und ergonomisches Zubehör zu verwenden, um eine optimale Unterstützung und Komfort für die Hüfte zu gewährleisten.
  • Nordic-Walking
    Nordic Walking ist eine Sportart, bei der mit speziellen Walking-Stöcken intensiveres Gehen praktiziert wird. Diese Aktivität ist gelenkschonend und kann die Muskulatur der Beine und des Oberkörpers stärken. Durch den Einsatz der Stöcke wird die Belastung auf die Hüften und Gelenke reduziert.
  • Skilanglauf
  • Inlineskating
  • Schwimmen
    Schwimmen ist eine gelenkschonende Sportart, die die Hüftgelenke entlastet. Es ermöglicht eine gute Beweglichkeit und Kraftentwicklung, ohne dabei die Hüfte zu stark zu belasten. Brustschwimmen oder Rückenschwimmen können besonders vorteilhaft sein, da diese Stile die Hüften weniger beanspruchen als beispielsweise das Kraulschwimmen.
  • Yoga
    Yoga kann helfen, die Flexibilität, Kraft und Balance zu verbessern, ohne die Hüftgelenke übermäßig zu belasten. Es ist wichtig, bestimmte yogaübungen, die eine extreme Hüftbeugung oder Rotation erfordern, zu vermeiden. Konsultieren Sie einen erfahrenen Yoga-Lehrer, der Ihnen helfen kann, geeignete Übungen für Ihre Hüftdysplasie auszuwählen
  • Wassergymnastik
    Wassergymnastik oder Aqua-Fitness ist eine weitere gelenkschonende Aktivität, bei der Bewegungen im Wasser ausgeführt werden. Das Wasser bietet Auftrieb und verringert den Druck auf die Hüftgelenke. Wassergymnastik kann zur Stärkung der Muskulatur, zur Verbesserung der Beweglichkeit und zur Linderung von Schmerzen beitragen.

Prognose

Die Prognose der Hüftdysplasie hängt stark vom Alter bei der Diagnose ab.
Wird sie bereits frühzeitig nach der Geburt erkannt, so können mehr als 90% der Kinder geheilt werden.
Wurde sie jedoch übersehen, so sorgt die Missbildung der Gelenkpfanne für eine frühzeitige Abnutzung des Gelenks und eine Gehbehinderung im Erwachsenenalter.
Meist kann eine Operation dann nicht vermieden werden, da sich eine Arthrose entwickelt hat. Nach der Operation kann jedoch mit Hilfe der Physiotherapie das Hüftgelenk stabilisiert und die Bewegungseinschränkung minimiert werden.

Prävention

Laufanalyse

Da eine Hüftdysplasie langfristig mit Schmerzen bei Bewegung einhergeht, nehmen Patienten automatisch eine Schonhaltung an, welche die Schmerzen mindert. Da eine Schonhaltung auf Dauer eine Fehlhaltung und somit eine Fehlbelastung darstellt, können Abnutzungserscheinungen im Hüftgelenk der gesunden Hüfte auftreten.

Typischerweise äußert sich die Schonhaltung durch einen hinkenden Gang, bei dem das Bein der betroffenen Seite eine verkürzte Schrittlänge aufweist. Zusätzlich kippt die Hüfte während des Schrittes stark zur entlasteten Seite ab, sodass der Eindruck eines Watschelgangs entsteht.

Die Laufbandanalyse kann Gelenkfehlstellungen vom Fuß- Knie- und Hüftgelenk detektieren, die eine fehlerhafte Bewegung oder ein pathologisches Gangbild verursachen. Hierzu wird der Bewegungsablauf mit mehreren Videokameras aufgezeichnet und anschließend mit hilfe spezieller Programme analysiert.

Anschließend können bei pathologischen Befunden Übungen sowie passendes Schuhwerk und, falls notwendig, Einlagen empfohlen werden, die präventiv gegenüber Langzeitfolgen wirken, indem sie etwaige Fehlbelastungen durch Fehlstellungen ausgleichen und einen optimierten Bewegungsablauf erlernen lassen.

Erfahren Sie mehr dazu in dem Artikel Laufbandanalyse.

Osteopathie

Osteopathie ist nicht nur bei aktuellen Beschwerden sondern auch in der Prävention von Hüftproblemen im Alter zu empfehlen.
Eine regelmäßige Behandlung mit unserer orthopädischen und osteopathischen Spezialisten mobilisiert das Hüftgelenk so, dass sogar eine OP überflüssig werden kann, wenn mit der Behandlung früh genug begonnen wird. Hierbei orientieren sich Osteopathen an dem ganzheitlichen Ansatz, bei der der ganze Mensch behandelt wird, um mögliche und meist unwissende Ursachen durch eine ausführliche Anamnese zu untersuchen.
Bei der Behandlung steht immer die körperliche und seelische Verfassung des Patienten im Vordergrund. Der Osteopath wendet außerdem sanfte Methoden und manuelle Techniken an, um so die Selbstheilungsprozesse des Körpers zu unterstützen.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter Ärztliche Osteopathie.

Bei Lumedis behandelt osteopathisch die beiden ärztliche Osteopathinnen und Fachärztinnen für Orthopädie Dr. Franziska Zwecker und Dr. Carmen Heinz.

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Übungen bei einer Hüftdysplasie beim Erwachsenen

Mit Hilfe verschiedener Trainingsübungen können die das Hüftgelenk umschließenden Muskeln gestärkt und eine mögliche Operation hinausgezögert werden. Eine kräftige Muskulatur kann sich zudem positiv auf die Schmerzen bei Bewegung auswirken.

Trainiert werden sollten die am Bewegungsablauf beteiligten Muskelgruppen zu gleichen Teilen. Dazu zählen:

  • die Abduktoren, die das Bein zur Seite nach außen bewegen
  • die Flexoren, die eine Hüftbeugung erzeugen
  • die Extensoren, die das Bein nach hinten ziehen
  1. Eine Übung für die Abduktoren stellt die Grätsche dar. Der Patient liegt dafür flach auf dem Rücken, die Arme liegen neben dem Körper. Nun wird ein Bein weiterhin den Boden berührend soweit zur Seite abgespreizt, wie es möglich ist, und wieder zurückgeführt. Diese Bewegung sollte auf beiden Seiten mindestens 10 Mal wiederholt werden.
  2. Zur Kräftigung der Flexoren kann ebenfalls eine Übung in Rückenlage durchgeführt werden. Hierzu werden die Beine bei jeweils einem 90° Winkel in Hüft- und Kniegelenk angehoben und in dieser Position gehalten, während mit beiden Händen versucht wird, die Beine zurück in Richtung Boden zu drücken. Diese Position sollte jeweils 5 Mal für 10 Sekunden gehalten werden.
    Um die Flexoren anschließend zu dehnen, wird ein Bein flach auf dem Boden abgelegt und das andere so nah wie möglich zum Brustkorb herangezogen. Die Wiederholungen entsprechen der Kräftigungsübung.
  3. Die Extensoren, zu denen auch die Glutealmuskulatur zählt, werden mit dem sogenannten Beckenheben trainiert. Dafür wird ebenfalls die Rückenlage eingenommen, jedoch werden hier die Beine angewinkelt und die Fußsohlen auf den Boden gestellt, die Arme liegen neben dem Körper. Nun wird das Becken angehoben, bis Schulter und Knie durch eine Gerade verbunden sind. Die Bewegung ist langsam und kontrolliert auszuführen und 10 Mal zu wiederholen, bevor nach einer Erholungspause ein zweiter Satz erfolgen sollte.

Übung: Dehnung der seitlichen Hüfte

Leider können wir an dieser Stelle keine pauschalen Übungen gegen eine Hüftdysplasie empfehlen, da die individuellen Einflußfaktoren und Schweregrad der Hüftdysplsie unbekannt sind.
Gerne stellen die Frankfurter Hüft- und Dysplasiespezialisten Ihre individuellen Übungen in einem Trainingsplan zusammen.

Was sind die Spätfolgen einer Hüftdysplasie?

Eine unbehandelte oder nicht rechtzeitig behandelte Hüftdysplasie kann zu langfristigen oder Spätfolgen führen.
Mögliche Spätfolgen können sein:

  • Hüftarthrose
    Eine Hüftdysplasie kann zu einer unregelmäßigen Belastung der Hüftgelenke führen, was langfristig zu einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Hüftarthrose führen kann. 
  • Instabilität und Luxation
    Bei schwerer Hüftdysplasie kann es zu einer Instabilität des Hüftgelenks kommen, was das Risiko einer Hüftluxation (Herausrutschen des Gelenkkopfes aus der Gelenkpfanne) erhöhen kann. Wiederholte Luxationen können zu strukturellen Schäden führen und die Hüftfunktion beeinträchtigen.
  • Gangstörungen
    Eine Hüftdysplasie kann zu Veränderungen im Gangbild führen, wie zum Beispiel einem Trendelenburg-Gang, bei dem die Hüfte absinkt und das Becken beim Gehen seitlich zur betroffenen Seite neigt. Dies kann zu Funktionsbeeinträchtigungen und einer erhöhten Belastung anderer Gelenke führen.
  • Muskelungleichgewichte
    Eine Hüftdysplasie kann zu Ungleichgewichten in der Muskelkraft und -funktion um die Hüfte herum führen. Bestimmte Muskeln können geschwächt sein, während andere verkürzt und straff werden. Dies kann zu einer gestörten Bewegungskontrolle und weiteren Komplikationen führen.
  • Beeinträchtigte Lebensqualität
    Die Symptome einer Hüftdysplasie wie Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und funktionelle Beeinträchtigungen können die Lebensqualität beeinträchtigen und den Alltag sowie Aktivitäten des täglichen Lebens einschränken.

Wer kann uns ein Bild schicken, welches wir an dieser Stelle veröffentlichen dürfen?

Wir freuen uns, wenn Sie uns mit Bildmaterial unterstützen würden, was wir anonym auf Lumedis veröffentlichen dürfen.
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Von Röntgenbildern / MRT´s / CT´s - wenn möglich die Originalbilder in großer Auflösung (bitte keine Bildschirmfotografien) schicken.

Damit helfen Sie anderen Ihre Erkrankung besser zu verstehen und einzuschätzen.

Bild bitte an info@lumedis.de.

Danke und viele Grüße
Ihr
Nicolas Gumpert

Unserer Hüftspezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Hüftssprechstunde!