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Schwellung in der Leiste

Wie gefährlich ist das?

Die Ursachen für eine Schwellung im Bereich der Leiste sind vielfältig. Dies führt dazu, dass eine Unterscheidung in ungefährlich und gefährlich erst nach ausführlicher Untersuchung getroffen werden kann. 

Wir von Lumedis gehen individuell auf Ihre Beschwerden ein und sorgen so für eine zeitnahe Diagnosestellung

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild und DPA regelmäßig als Interviewpartner zur Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.
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Wie kommt es zu einer Schwellung in der Leiste?

Zu Schwellungen der Leiste kann es akut, also plötzlich, oder auch schleichend über Wochen bis Monate kommen. Sie kann mit Schmerzen vergesellschaftet sein oder auch komplett schmerzfrei. All dies sind Komponenten, die man auch mit in die Einschätzung einfließen lässt, ob es sich um eine gefährliche oder auch ungefährliche Ursache handelt.

Mögliche Ursachen

  • Entzündlich 
  • Mechanisch 
  • Überlastung
  • Lymphe
  • Lymphknotenschwellung
  • Leistenbruch
  • Hüftarthrose
  • Iliopsoassyndrom
  • Abszess

Entzündliche Ursachen

Im Bereich der Leiste verlaufen neben Blutgefäßen und einigen Nerven auch Lymphgefäße und Lymphknoten. Auch Muskeln und Bänder befinden sich im Bereich der Leiste. Alle Strukturen können sich durch verschiedene Ursachen entzünden und somit anschwellen.

Vor allem belastende Ursachen können zu einer Entzündung der Muskeln, Sehnen oder des Weichteilgewebes führen, was dann eine Anschwellung im Bereich der Leiste bedeuten würde.

Mechanische Ursachen

Mechanisch bedingte Ursachen für eine Leistenschwellung können vor allem Leistenbrüche sein, bei denen es durch eine Bindegewebschwäche zu einem Einreißen des Bindegewebes kommt. Dies würde über einen längeren Zeitraum von Wochen bis Monaten zu Schwellungen im Bereich der Leiste führen.

Überlastung

Überlastungen, vor allem der unteren Extremität, können dazu beitragen, dass Leisten anschwellen. Dies liegt vor allem daran, dass durch ungewohnte Bewegungen (langes Wandern, Treppensteigen) Reizungen entstehen können, die zur Folge haben, dass entzündliche Flüssigkeit in den Bereich der Leiste einfließt und diese anschwellen lässt.

Lymphe

Das Lymphgefäßsystem breitet sich auch im Bereich der Leisten aus. Eine Erkrankung oder ein Aufstau dieses Gefäßsystems würde ebenfalls zu einem Anschwellen der Leisten führen. Am bekanntesten ist das sogenannte Lymphödem, das aus verschiedenen Gründen entstehen kann.

Oftmals nach Operationen mit Lymphknotenentfernung kann es vorkommen, dass die Lymphflüssigkeit nicht mehr, wie gewohnt, im Bereich der Leisten abdrainiert werden kann und es somit zu einem Aufstau der Flüssigkeit mit Schwellung der Leisten kommt.

Lymphknotenschwellung

Lymphknotenschwellungen entstehen meistens durch eine Aktivierung des Immunsystems durch entweder eingedrungene Erreger oder auch Infekte. Bei grippalen Infekten kann es genauso zu Lymphknotenschwellungen kommen, wie auch bei Hautinfektionen oder über die Haut eingedrungene Erreger.

Lymphknoten in der Leiste sind in diesem Fall meist schmerzhaft vergrößert und tastbar und können sich gut vom umliegenden Gewebe abgrenzen lassen. Manchmal kommt es parallel auch zu einer kleinen Schwellung der Lymphknoten in der Achsel beziehungsweise auch das Halses.

Lymphknotenschwellungen, die durch einen eingedrungenen Erreger verursacht werden, sollten nach spätestens einer Woche deutlich zurückgegangen sein. Ist die Schwellung in der Leiste auch nach diesem Zeitpunkt noch vorhanden, sollte unbedingt eine weiterführende Diagnostik durchgeführt werden.

Einzelne, vergrößerte Lymphknoten, die zu einer Schwellung in der Leiste führen, sind immer hoch suspekt und bedürfen eine schnellstmögliche Abklärung, da es sich hierbei um eine bösartige Erkrankung des Lymphgefäßsystems handeln könnte.

Leistenbruch

Leistenbrüche werden oftmals mechanisch ausgelöst und kommen durch eine Bindegewebeschwäche im Bereich der Leiste zustande. Beim Leistenbruch kommt es innerhalb von Wochen bis Monaten zu einer spürbaren und sichtbaren Schwellung im Bereich der Leiste. Diese kann manchmal schmerzhaft, aber auch komplett schmerzfrei sein. In manchen Fällen kann eine rein konservative Behandlung durchgeführt werden, in vielen Fällen muss ein Leistenbruch jedoch operativ behandelt werden.

Hüftarthrose

Arthrosen in der Hüfte sind Abnutzungserscheinungen, die nach einer chronischen Fehlbelastung über Jahre anhält, auftreten können. Sie verursachen vor allem beiBewegung deutliche Schmerzen, können aber auch zu einer Schwellung im Bereich der Leiste führen.

In den meisten Fällen kommt es aber ausschließlich zu einer einseitigen Leistenschwellung der betroffenen Seite. Leistenschwellungen bei einer Hüftarthrose gehen immer mit Leistenschmerzen oder Hüftschmerzen einher.

Röntgenbild eine Hüftarthrose

  1. aufgebrauchter Gelenkspalt im Hüftgelenk
  2. Schenkelhals (Collum femoris)
  3. großer Rollhügel (Trochanter major)
  4. kleiner Rollhügel (Trochanter minor)
  5. Hüftkopf (Caput femoris)

Iliopsoassyndrom

Beim Iliopsoassyndrom ist das Becken durch eine massive Verspannung des Musculus Iliopsoas in sich verdreht und dadurch in der alltäglichen Bewegung eingeschränkt, aber auch deutlich schmerzhaft.

Des Weiteren kann man mitunter auch Schwellungen der Leisten sehen und spüren, die ebenfalls aus dieser unphysiologischen Beckendrehung resultieren. Gründe für ein Iliopsoassyndrom sind vor allem mangelnde Bewegung, Fehlbelastung und zu langes Sitzen.

Abszess

Abszesse sind eitergefüllte Hohlräume, die in der Regel dadurch zustande kommen, dass Bakterien über die Haut in den Körper gelangen. Das Immunsystem wird dadurch aktiviert und kapselt die Bakterien unter Eiterbildung ab. Es kommt zu einer Eiterbeule, die im weiteren Verlauf unter Größenzunahme zu einem Abszess führt.

Abszesse sind nicht ungefährlich, da sie nicht nur schmerzhaft sind, sondern auch bei ausbleibender Behandlung einen sogenannten Fistelgang zu umliegenden Arealen bilden können.

Abszesse, die sich in der Leiste ausbilden, verursachen meistens eine deutliche und tastbare Schwellung. Der Abszess ist glatt begrenzt und als feste und druckschmerzhafte Raumforderung direkt im Bereich der Leiste zu tasten.

Mögliche begleitende Symptome

Neben der Schwellung in der Leiste kann es durch die unterschiedlichen Ursachen auch zu einer deutlichen Schmerzentwicklung, vor allem bei Bewegung in der Hüfte, kommen. Manchmal können die Schmerzen auch so stark sein, dass sie bereits in Ruhe ausgelöst werden können.

Schmerzen und Schwellung führen dazu, dass die Bewegung in der Hüfte unsymmetrisch wird. Daraus resultiert eine Fehlbelastung, die wiederum zu Schmerzen und Muskelverhärtungen führen kann. Des weiteren wird daraus auch eine Bewegungsbeeinträchtigungen resultieren.

Schmerzen in der Leiste

Bei Leistenschwellungen kommt es sehr häufig auch zu Schmerzen in der Leiste. Dies kommt unabhängig von der Ursache vor allem daher, weil in der Leiste sehr wenig Platz vorhanden ist. Schon kleinere Schwellungen können Nerven, die in diesem Bereich laufen, reizen oder komprimieren und somit Schmerzen verursachen.

Die Schmerzen in der Leiste werden meistens als ziehend beschrieben. Sie sind oft bei Bewegung auslösbar, können aber auch in Ruhe auftreten. In aller Regel werden die Schmerzen lokal in der Leiste angegeben, sie können sich aber auch in umliegende Bereiche ausbreiten.

Schwellungen ohne Schmerzen

Leistenschwellungen, die ohne Schmerzen einhergehen, gibt es auch. Hier wäre vor allem die schmerzlose Lymphknotenschwellung zu nennen, sowie auch der leichte Lymphabflussstau, der keine Schmerzen verursacht.

Diagnose

Bei der Diagnosestellung kommt der körperlichen Untersuchung eine tragende Rolle zu. So wird der Behandler den Patienten zunächst körperlich untersuchen und liegend sowie auch stehend nachprüfen wie stark die Schwellung in der Leiste ist und ob Schmerzen bei Bewegung oder in Ruhe ausgelöst werden können. Des weiteren werden in der Regel weiterführende Untersuchungen anhand einer Bildgebung durchgeführt.

Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung stellt eine tragende Säule in der Diagnostik von Leistenschwellungen dar. Durch ein Ultraschall kann man weiche Strukturen, wie Lymphknoten, Bänder und Muskeln, aber auch Flüssigkeiten erkennen. Dies macht man sich bei der Diagnostik der Leistenschwellung zu Nutze.

Röntgenbild

Röntgenbilder zeigen vor allem Knochen und feste Strukturen. Bei einer Leistenschwellung kann ein Röntgenbild Aufschluss darüber geben, ob der Beckenknochen oder der Oberschenkelknochen verletzt sind. Auch eine Beurteilung des Hüftgelenks, im Sinne einer Arthrose, kann durch ein Röntgenbild zuverlässig stattfinden.

Wann braucht man ein MRT der Leiste?

Ein MRT stellt die genaueste Untersuchungsmethode da. Sie wird immer dann angewandt, wenn die Ursache der Schwellung der Leiste nicht bekannt ist, wenn auch nach einigen Tagen bis Wochen die Schwellung nicht zurückgegangen ist, oder wenn die Schwellung und die Schmerzen sowie auch die Bewegungsbeeinträchtigungen immer weiter zunehmen.

Was machen die Spezialisten von Lumedis für die Diagnosestellung?

Lumedis wird bei einer Schwellung der Leiste zunächst eine ausführliche Krankenbefragung durchführen. Danach wird der spezialisierte Arzt eine Untersuchung des Bereiches durchführen und dann mit einem Ultraschall versuchen herauszufinden, woher die Schwellung der Leiste kommt.

Anschließend kann ein MRT oder auch ein Röntgen zum Einsatz kommen. Wenn entzündliche oder auch degenerative Ursachen ausgeschlossen wurden und das Lymphgefäßsystem ebenfalls nicht erkrankt ist, kann eine Ganganlyse durchgeführt werden. Diese gibt Aufschluss darüber, ob eine chronische Fehlbelastung diese Beschwerden verursacht.

Behandlung/Therapie

Die Behandlung bei einer Leistenschwellung richtet sich ganz nach der auslösenden Ursache. Meistens wird eine Infektion als Ursache herausgefunden und diese dann behandelt, ein Abszess gespalten, oder bei einer Überlastung eine Schonung verordnet.

Dauer/Prognose

Auch die Dauer der Behandlung und die Prognose richtet sich ganz nach der auslösenden Ursache. So sollten Lymphknotenschwellungen durch einen Infekt innerhalb von einer Woche wieder verschwunden sein, bei degenerativen Ursachen oder Fehlbelastungen kann die Schwellung, je nach Behandlung, etwas länger anhalten.

Bei einem Lymphstau nach Operation kann eine regelmäßig durchgeführte Lymphdrainage eine Besserung der Schwellung der Leisten innerhalb von Monaten bringen.

Bei einer herausgefundenen Fehlbelastung im Bereich der Hüfte sollte zeitnah mit einer ausgleichenden Behandlung ,in Form von orthopädischen Schuheinlagen, begonnen werden. Auch hier ist mit einer Besserung der Schwellung im Wochen-, und Monatsbereich zu rechnen.

Langwierig kann auch ein Iliopsoas-Syndrom sein, bei dem eine entlastende Physiotherapie helfen sollte. Je nach Erfolg und Konsequenz der Behandlung, ist mit einer Besserung der Beschwerden innerhalb von Wochen zu rechnen.

Bösartige Erkrankungen des Lymphgefäßsystems, müssen systemisch behandelt werden. In diesem Falle ist die Abschwellung der Leiste im Rahmen von Wochen bis Monaten zu erwarten.

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