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Lumedis Frankfurt

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Fachärzte für Orthopädie

Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Vordere Schulterschmerzen

Das müssen Sie jetzt für die Heilung wissen!

Schmerzen im Bereich der vorderen Schulter sind nach Krafttraining und längeren Schreibtischarbeiten sehr häufig und werden als sehr lästig empfunden.
Es ist wichtig, dass frühzeitig die richtige Ursache gefunden wird, um zielgerichtet die Therapie einleiten zu können.
Wenn Sie eine Beratung durch unsere Schulterspezialisten wünschen, kommen Sie hier zu Ihrem Termin.

Dr. Gerret Hochholz hat diesen Artikel für Sie veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Schulterspezialist.
Durch eine ausführliche Diagnostik behandelt er zielgenau die verschiedenen Erkrankungen der Schulter.
Besonders die Detektion verusachender Faktoren ist entscheident für einen dauerhaften Therapieerfolg.
Gerne können Sie sich in einem Termin vom Ihm beraten lassen.

 

Definition- Was sind vordere Schulterschmerzen? 

Das Schultergelenk ist aufgebaut als sehr komplexes Zusammenspiel aus knöchernen Strukturen, Gelenkkopf und Gelenkpfanne und verschiedener Sehnen und Bändern. Außerdem findet sich in direkter Gelenknachbarschaft ein Schleimbeutel und verschiedene Leitungsbahnen.
Vordere Schulterschmerzen sind von den Patienten meist genau eingrenzbar und von den hinteren Schulterschmerzen abzugrenzen. Sie können bei bestimmten Bewegungen, aber auch in Ruhe auftreten.
Von akut eintretenden bis schleichend entstehenden, zu chronischen Schmerzen, die Vielfalt der in der Schulter gelegenen Strukturen, mit deren ganz unterschiedlichen Erkrankungen, lassen sehr unterschiedliche Schmerzproblematiken entstehen. 

Abbildung eines MRT (T2) der Schulter von vorne

  1. Entzündung der langen Bizepssehne im Sulcus bicipitalis
  2. Flüssigkeit um die lange Bizepssehne
  3. Oberarmknochen (Humerus)
  4. Gelenkpfanne (Fossa glenoidale = Teil des Schulterblatts)
  5. Verankerung der langen Bizepssehne am Pfannendach

Ursachen

Aufgrund der Vielfalt der Strukturen im Schulterbereich, können vordere Schulterschmerzen aus sehr unterschiedlichen Ursachen heraus entstehen. Um die große Beweglichkeit des Schultergelenks zu gewährleisten, ist es auf Kosten der Stabilität sehr frei in seinen Bewegungsgraden aufgebaut. So ist es auf der anderen Seite aber auch anfällig vor allem für verschiedenste traumatische Läsionen. Die Schmerzen können sowohl vom Schultergelenk direkt verursacht werden, als auch von der stabilisierenden Muskulatur, der „Rotatorenmanschette“ ausgehen. Außerdem kann die Bizepssehne trauma- oder entzündungsbedingt schmerzhaft sein. Entzündungen können nicht nur in der Bizepssehne entstehen, häufig ist auch der als Gleitlager dienende Schleimbeutel von einer Entzündung betroffen. Zuletzt können vordere Schulterschmerzen auch von einer Fraktur der assoziierten knöchernen Strukturen, beispielsweise dem Schlüsselbein ausstrahlen. 

Abbildung einer rechten Schulter von vorne:

  1. Schleimbeutel
  2. lange Bizepssehne
  3. Schlüsselbein
  4. Musculus subscapularis (großer Innenrotator)

Schleimbeutelentzündung

Die Schleimbeutelentzündung ist eine häufige Ursache für vordere Schulterschmerzen. Schleimbeutel dienen überall dort, wo sie angelegt sind, als Gleitlager für bestimmte Strukturen, um diese zu schützen und ein optimales Gleiten, vor allem der assoziierten Muskulatur, zu ermöglichen. Im Schultergelenk liegt der Schleimbeutel, auch Bursa subacromialis genannt, zwischen der Sehne des Muskels, welcher das Abstrecken des Armes vom Körper weg ermöglicht und einem Gelenk. Dieses Gelenk wird gebildet zwischen dem sogenannten „Acromion“, welches einen Knochenvorsprung des Schulterblattes darstellt, und dem Schlüsselbein (Clavicula), weswegen es fachsprachlich Acromioclaviculargelenk genannt wird. Wird nun genau diese Muskelbewegung, das Abstrecken oder über den Kopf heben des Armes, zum Beispiel im Berufsalltag oder beim Sport, sehr häufig durchgeführt, kann es so zu einer Überbeanspruchung des Schleimbeutels kommen. Prädestiniert sind hierfür beispielsweise Lehrer, Turner oder Tennis- und Handballspieler. Wird also der Schleimbeutel über lange Zeit überbelastet, kommt es nach und nach zu kleinen Schädigungen an diesem, welche letztendlich in der dann schmerzhaften Schleimbeutelentzündung münden.  

MRT einer Schulter (horizontal) mit massiver Schleimbeutelentzündung

  1. massive Bursitis subacromialis
  2. Oberarmkopf (Humeruskopf)
  3. Schultergelenk
  4. M. infraspinatus

Kalkschulter

Die Ursache der Kalkschulter  ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden Veränderung der Gefäße, die zu einer geringeren Durchblutung führen, aber auch ein aus dem Gleichgewicht geratener Auf- und Abbau des oben beschriebenen Schleimbeutels. In jedem Falle sammeln sich Kalkeinlagerungen in der Schultergürtelmuskulatur, der sogenannten Rotatorenmanschette.
Diese verursachen ein schleichend beginnendes, aber letztlich sehr schmerzhaftes Krankheitsbild. Da sich der Kalk meist in dem Muskel ansammelt, welcher für das Abstrecken des Armes bis über Kopfhöhe zuständig ist, dem sogenannten Muskulus supraspinatus, entstehen die Schmerzen vorrangig genau bei dieser Bewegung. So werden Sportarten wie Tennis oder Handball, aber auch schon das Ausziehen eines Pullovers zu einer schmerzhaften Tortur. Die Ursache hierbei kann also eine Kalkschulter sein, welche von erfahrenen Orthopäden diagnostiziert werden kann. 

Sie sind unzufrieden mit dem Behandlungsfortschritt, möchten eine 2. Meinung oder es ist gar eine Chronifizierung Ihrer Schulterschmerzen entstanden?
Gerne schauen sich die konservativen Frankfurter Schulterspezialisten von Lumedis mit Ihrer ganzen Erfahrung Ihren Fall an und beraten Sie, wie Sie ohne eine OP schmerzfrei werden können.
Lumedis hat sich auf die Behandlung von Schulterschmerzen spezialisiert und behandelt hunderte schmerzender Schultern pro Jahr erfolgreich.
In vielen Fällen können "die richtigen Übungen" effektiv helfen, die Schulterschmerzen zu heilen.
Gerne zeigen Ihnen die Schulterspezialisten mit seiner großen Erfahrung, welche Übungen das in Ihrem Fall sind.

Frozen Shoulder / Schultersteife

Bei einer Frozen shoulder handelt sich um eine entzündliche Umfangsvermehrung der Gelenkschleimhaut die mit starken Schmerzen im vorderen Schulterbereich und mit Bewegungseinschränkungen einher gehen kann. Der Patient ist meist nicht mehr in der Lage den Arm über 45 Grad zu heben.
Der Krankheitsverlauf ist in 3 Stadien geteilt.

  1. Freezing Phase
  2. Plateau Phase
  3. Thawing Phase

Ursächlich für eine Frozen shoulder, sprich eine Schultersteife, ist meist ein vorhergendes Trauma wie eine Prellung der Schulter oder eine Fehl-/ Überbelastung der Schulter.
Nährer Informationen zur Schultersteife finden Sie Frozen shoulder.

Bizepssehnenentzündung

Handelt es sich bei den Vorderen Schulterschmerzen um eine Bizepssehenentzündung, entsteht der Schmerz vor allem durch vorhergegangene Überbelastung.
Der Bizepsmuskel besteht aus zwei Anteilen, die vom Schultergelenk aus entspringen und die sich dann vereinigen zu einem großen Muskelbauch, den jeder bei angewinkeltem, nach innen gedrehtem Unterarm gut am Oberarm tasten kann.
Betreibt man nun beispielsweise Sportarten, bei den eine Dauerbelastung des Bizepsmuskels entsteht, wie zum Beispiel beim Handball oder beim Speerwerfen, aber auch beim Krafttraining, kann dies zu einer Entzündung der Sehne des langen Bizepskopfes führen. Diese Sehne führt direkt in einem knöchernen Kanal über die Schulter. Durch ständig verursachte Mikrotraumen an der Sehne entsteht das letztendliche Bild einer Bizepssehnenentzündung.

Ultraschallbild der langen Bizepssehne mit Entzündung.
Man kann die lange Bizepssehne gut als runde graue Struktur (1.). Die schwarze halbmodformige Struktur (2.) ist entzündliche Flüssigkeit um die Sehne.
Unter 3. erkennen Sie den Deltamuskel (M. deltoideus) und 4. zeigt die Bizepsssehnenrinne (Sulcus bicipitalis).

Bizepssehnenruptur

Unter einer Bizepssehenruptur der langen Bizepssehne versteht man einen Riss einer Sehne des Musculus biceps brachii.
Ist ein akutes Krankheitsbild, das mit Schmerzen in der vorderen und seitlichen Schulter einhergeht.
Zu dem kann es zu einem sogenannten Popeye-Sign“ kommen. Das bedeutet, dass der Muskelbauch des Bizeps sich beim Anspannen des Muskels etwas Richtung Ellbogengelenk verlagert und imposant hervortritt.

Mehr zu diesem Thema finden Sie in folgendem Artikel: Bizepssehnenruptur

Krafttraining

Schulterschmerzen nach einem ausgeprägten Krafttraining können vielfältige Ursachen haben. So kann es sich bei einem akut eingetretenen Schmerz um ein Anreißen oder Reißen einer Muskelsehne handeln. Am häufigsten tritt jedoch das sogenannte Impingement-Syndrom zusammen mit dem Symptom des „painful-arc“ auf.
Das Schultergelenk ist sozusagen auf Maß geschneidert, auf engstem Raum liegen sehr viele Strukturen, die die hohe Funktionalität und Bewegungsfreiheit des Gelenks ermöglichen.
Auf diesem engen Raum, kann es zu einer Einengung des Raums unterhalb der knöchernen Strukturen kommen, vor allem durch starkes Muskelwachstum. Wird in diesem engen Raum Gewebe eingeklemmt, kommt es zu ausgeprägter Schmerzsymptomatik. Häufig kommt es zur Einklemmung des Muskulus Supraspinatus, welcher für ein Abstrecken des Armes vom Körper weg verantwortlich ist. 

Abbildung einer Ruptur der Supraspinatussehne

  1. Acromion (Schulterdach)
  2. komplette Ruptur der Spraspinatussehne
  3. Deltamuskel (M. deltoideus)
  4. Schultergelenk (Glenohumeralgelenk oder Articulatio glenohumeralis)
  5. Supraspinatusmuskel (M. supraspinatus)
  6. Schlüsselbein (Clavicula)
  7. Schultereckgelenk (AC-Gelenk oder Acromioclavicular-Gelenk)

Wirbelsäulenverletzung 

Sekundär können auch Wirbelsäulenverletzungen zu Vorderen Schulterschmerzen führen. So kann beispielsweise durch ein Schleudertrauma eine Halswirbelsäulen-Distorsion hervorgerufen werden, eine Überbeanspruchung der stabilisierenden Bänder. Hierbei strahlen häufig Schmerzen in die Schulter aus. Aber auch ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule oder ähnliche Entitäten, die die Nervenwurzel abdrücken, können zu Schmerzsymptomatik führen.
Die Nerven, die für die Versorgung der Schultermuskulatur und ihre Empfindung verantwortlich sind, treten direkt zwischen den einzelnen Halswirbelkörpern aus, wodurch sie prädestiniert für Einklemmungen und Schmerz sind. 

Typische begleitende Symptome 

Begleitende Symptome sind häufig Kopfschmerzen. Diese entstehen häufig durch kompensatorische Schutzhaltung der Schultermuskulatur. Die nicht betroffene antagonistische Muskulatur wird überbeansprucht, um dem Schmerz entgegenzuwirken, wodurch in dieser, meist in der Rücken- und Nackenmuskulatur, häufig Verspannungen entstehen. Diese führen zu Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Auch können Beschwerden besonders in der Nacht auftreten und Bewegungseinschränkungen können den Alltag beschwerlich machen. Treten solche oder ähnliche begleitende Symptome auf, ist es immer ratsam einen erfahrenen Arzt zu konsultieren, um jede Fehldiagnose zu vermeiden.

Nächtliche Schulterschmerzen/ nach dem Schlafen 

Schulterschmerzen nach dem Schlafen oder in der Nacht, welche sich eher dumpf und drückend äußern, sprechen zusätzlich für das bereits beschriebene Impingement-Syndrom
Dieser schleichend entstehende häufig auch nächtliche Schulterschmerz, entsteht durch den beim Liegen noch höheren Druck auf die Einklemmung des betroffenen Gewebes.

Bewegungseinschränkung 

Treten Bewegungseinschränkungen zusätzlich zu den Schulterschmerzen auf handelt es sich häufig um das schon erwähnte „Impingement-Syndrom“.
Beim Impingement-Syndrom ist das Abstrecken des Armes, auch über den Kopf hinweg nicht mehr möglich, beziehungsweise sehr schmerzhaft. Diesen Schmerz beim Abspreizen zwischen 60-120° nennt man „painful-arc“. Diese Bewegungseinschränkung entsteht, wie oben bereits angedeutet, durch die Einklemmung des Muskels, der für die Abstreckung des Armes zuständig ist, unter der knöchernen Schulter. Auch ein Riss einer Muskelsehne der Schultergürtelmuskulatur kann Bewegungseinschränkungen hervorrufen.

Nackenschmerzen/ Verspannungen der HWS

Vordere Schulterschmerzen können aber auch nur sekundär die Schulter betreffen. Das heißt, die vordere Schulter schmerzt, die Ursache liegt aber an anderer Stelle. Treten assoziiert mit den Schulterschmerzen auch Schmerzen im Bereich des Nackens auf, kann es sich auch um Verspannungen oder Blockaden im Bereich der Halswirbelsäule und der umliegenden Muskulatur handeln.
Nackenschmerzen können vielfältige Symptome auslösen. So sind auch Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schwindel assoziiert.
Um die genaue Ursache von vorderen Schulterschmerzen also diagnostizieren zu können, ist die Erfahrung eines orthopädischen Facharztes von Nöten.

Nähere Infromationen finden Sie in folgendem Artikel: Verspannungen am Schlüsselbein

Diagnose

Eine möglichst schnelle Diagnosestellung bei vorderen Schulterschmerzen ist essentiell, um eine möglichst kurzweilige und schnelle Therapie einleiten zu können. Ein gut ausgebildeter Orthopäde kann bereits durch genaues Erfragen der Problematik mit Zeitpunkt des Auftretens und Beschreiben der Schmerzcharakteristik der Diagnose um einige Schritte näher kommen. Zur genauen Diagnosestellung stehen gut ausgestatteten Orthopäden zudem auch zahlreiche funktionelle und bildgebende Möglichkeiten zur Verfügung. Mit gut geschultem Auge kann ein erfahrener Orthopäde durch Ultraschall oder ein Röntgen-bzw. MRT-Bild schnell zu einer sicheren Diagnose gelangen. 

Ultraschall

Der Ultraschall ist eine kostengünstige und vor allem völlig komplikations- und nebenwirkungsfreie Möglichkeit, schnell eine Diagnose zu stellen. Beim Ultraschall wird sich die Tatsache zu Nutze gemacht, dass unterschiedliche Gewebe Schallwellen auf unterschiedliche Art brechen oder auch reflektieren. So entsteht, durch modernste Technik übersetzt, ein extrem genaues Bild. Mit dieser apparativen Diagnostik können vor allem Weichteilgewebe und Gelenke sehr gut beurteilt werden. Dabei ist auch von Vorteil, dass es sich bei Ultraschalldiagnostik nicht um eine Standbilddiagnostik handelt. Das heißt ein Muskel kann auch in Bewegung und in Ruhe, und ein Gelenk in den unterschiedlichsten Positionen beurteilt werden. Der Ultraschall ist eine sehr sinnvolle Technik, um sich einerseits einen Überblick zu schaffen und gegebenenfalls zu wissen welche weitere Diagnostik eingeleitet werden muss, aber auch um bestimmt Defekte sofort diagnostizieren zu können.

Röntgenbild

Liegt eine traumatische Vorgeschichte zu den Schmerzen im vorderen Schultergelenk vor, ist es häufig sinnvoll ein Röntgenbild anzufertigen, um besonders Knochen und Gelenkstrukturen adäquat beurteilen zu können. Wir bei Lumedis verfügen über die modernste Röntgentechnik, dem digitalen Röntgen. Hierbei werden die Bilder nicht mehr auf Röntgenplatten abgebildet, sondern digital am Computer. Durch diesen Fortschritt können Bilder digital nachbearbeitet werden, um eine bessere Auflösung oder andere Gewichtungen der Grautöne zu erzielen. Dies macht mehrmaliges, sehr strahlenbelastendes Aufnehmen von mehreren Bildern meist vollständig unnötig. Auch kleinere Defekte können so viel genauer sichtbar gemacht werden, wodurch sichergestellt wird, keine möglichen Schmerzursachen zu übersehen.

Wann braucht man ein MRT?

Ein MRT wird bei bestimmten Weichteilverletzungen sinnvoll. Beim MRT erzeugt ein Magnetfeld völlig strahlungsfrei eine unterschiedlich starke Polarisierung je nach Gewebe. Diese Unterschiede werden in mehrere Bilder übersetzt und es kann ein maximal genaues Bild der Schulter entstehen. Zum Beispiel bei einem Impingement-Syndrom kann es nötig werden, um genau beurteilen zu können welches Gewebe genau wie stark eingeklemmt wird. Aber auch kleinste Knorpeldefekte werden im MRT viel deutlicher sichtbar, als dass es mit Ultraschall oder Röntgen möglich wäre. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel MRT der Schulter.

Welcher Arzt behandelt Schulterschmerzen?

Schulterschmerzen werden am besten von einem erfahrenen Team bestens ausgebildeter und geschulter Ärzte behandelt. Orthopäden mit langjähriger Expertise erkennen die kleinsten Anzeichen für eine mögliche Erkrankung, wodurch vor Verschlimmerung geschützt und schnell eine Therapie eingeleitet werden kann. Auch können durch das Setzen auf Erfahrung, Fehldiagnosen und langwierige Fehlbehandlungen im Vorhinein vermieden werden. 
Wir bei Lumedis sind ein perfekt eingespieltes Team mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten, wodurch die bestmögliche Betreuung in jedem Unterfachbereich gewährleistet wird. Durch die breit gefächerte Aufstellung unserer Fachärzte und die Vielzahl an diagnostischen und therapeutischen Verfahren, die wir in einem Haus zu Verfügung stehen haben, können wir eine schnelle und ausführliche Diagnostik und Therapie gewährleisten. 

Behandlung / Therapie

Die Behandlung beziehungsweise Therapie vorderer Schulterschmerzen wird individuell auf die zugrunde liegende Ursache es Problems abgestimmt.
So können wir bei Lumedis Entitäten wie

durch manuelle Therapie und ein fachgerechtes Kleben von Kinesiotapes in den Griff bekommen.
Zusätzlich kann ein Muskuläre-Dysbalancen-Check helfen, Fehlbelastungen, welche zu den Krankheitsbildern geführt haben, zukünftig durch einen optimierten Trainingsplan zu vermeiden.
Die Kalkschulter und viele unterschiedliche Verspannungen werden bei Lumedis fachgerecht mit einer individuell abgestimmten Stoßwellentherapie behandelt.
Sollte es sich bei Ihrem Schmerz um ein schweres Krankheitsbild, wie ein Knochenbruch oder eine Sehnenruptur handeln, leiten wir Sie gerne an uns bekannte, sehr erfahrene Kollegen der Orthopädischen Chirurgie weiter, unterstützen sie aber gerne auch vollständig in der darauffolgenden Rehabilitation, beispielsweise durch einen Muskuläre-Dysbalancen-Check.

Stoßwellentherapie

Bei chronischen Entzündungen des Bewegungsapparates, beispielsweise bei einer Sehnenentzündung kann die Stoßwellentherapie zu einer Heilung führen.
So sind Bizepssehnenentzündungen oder Schleimbeutelentzündungen Schmerzverursacher, welche durch die Stoßwellentherapie behandelt werden können.
Aber auch Entitäten wie die Kalkschulter werden mit der Stoßwellentherapie behandelt, durch die Heilungsprozesse im Gewebe angeregt werden.
Mechanisch-akustische Impulse werden als Stoßwellen auf das Gewebe gerichtet und können sowohl fokussiert als auch radiär streuend eingesetzt werden.
Fokussierte Streuung wird bei eher lokal beschränkten Problematiken wie einer Kalkschulter oder fokalen Sehnenentzündungen eingesetzt, wohingegen allgemeine Muskelverspannungen eher eine radiäre Therapie nötig machen. Die Durchblutung wird durch die radiäre gesteigert, was entscheidend zum Heilungsprozess beitragen kann. Wichtig ist, dass sowohl das fokussierte als auch das radiäre Verfahren mit der neusten Technik und durch erfahrene Orthopäden durchgeführt wird. 

Kinesiotape

Das Kinesiotape ist bei vielen Orthopädischen Erkrankungen ein sehr nützliches Werkzeug bei der Therapie von Muskelverspannungen und zur Unterstützung der Muskelarbeit.
Kinesiotapes sind elastische, selbstklebende Stoffstreifen, perfekt auf die individuellen Bedürfnisse jedes Patienten angepasst und zugeschnitten. Durch das professionelle Kleben der Tapes kann Muskelarbeit beispielsweise beim Sport optimal unterstützt und Überbelastung bestimmter Muskelgruppen vorgebeugt werden.
Die Streifen können so geklebt werden, dass bestimmte Muskulatur entlastet wird, was auch bei entzündlichen Erkrankungen, die durch Überbelastung entstanden sind, zum optimalen Heilungsverlauf verhelfen kann. Um die passende Tapeart zu finden und die richtige Anwendungstechnik gewährleisten zu können, ist es nötig langjährige Erfahrung auf diesem Fachgebiet zu haben.
Die Orthopäden bei Lumedis behandeln mit langer Expertise die verschiedensten Erkrankungen des Bewegungsapparates unterstützend mit dem Kinesiotape.

Kühlen oder Wärmen

Instinktiv möchte man bei frisch aufgetretenen vorderen Schulterschmerzen mit Temperatur eine Verbesserung erreichen. Doch was ist nun die richtige Strategie, Kühlen oder Wärmen? Ohne ärztliche Diagnostik kann man nicht bestimmen, woher der Schulterschmerz nun kommt. Also sollte man darauf verzichten, die Schulter zu erwärmen. Sollte es sich bei der Ursache der vorderen Schulterschmerzen um eine Entzündung jeglicher Entität handeln, würde zusätzliche Wärme die Entzündungsreaktion nur noch verschlimmern. So sollte man eher kontrolliert Kühlen. Das heißt Kühlakkus nicht direkt auf die nackte Hat auflegen, sondern sich entweder noch dick bekleiden oder die Kühlakkus mit Stoff umwickeln. 

Wann braucht man eine OP?

Eine OP wird bei vorderen Schulterschmerzen nur selten nötig. Meist handelt es sich bei den Schmerzen um eine durch Überlastung auftretende Entzündung oder Verspannung der Schultergelenkskomponenten. Sollte es sich bei Ihrer Schmerzursache jedoch um einen Abriss einer Muskelsehne, etwa der Bizepssehne oder einer Sehne der Rotatorenmanschettenmuskulatur handeln, wird häufig die operative Therapie gewählt.
Auch bei Knochenbrüchen, wie etwa der Fraktur des Oberarmknochens oder des Schlüsselbeins, braucht man häufig eine OP, um zur vollständigen und komplikationsärmsten Heilung zu verhelfen.

Heilungsdauer

Die Heilungsdauer ist stark von der Ursache der vorderen Schulterschmerzen abhängig. Sind traumabedingte Abrisse oder Brüche der Auslöser für die Schmerzen, ist ein längerer Heilungsverlauf zu erwarten. Handelt es sich allerdings um Verspannungen oder leichte muskuläre Entzündungen, ist bei optimaler Diagnostik und Therapie ein deutlich schnellere Heilungsverlauf zu erwarten.
In jedem Falle ist eine optimale Diagnostik und Therapie von entscheidender Bedeutung.
Bei Lumedis können wir durch örtlich gebündelte Expertise unserer Fachärzte und unserem breiten Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten eine schnelle Diagnostik und direkt darauf folgende Therapie gewährleisten. Hiermit kann die Heilungsdauer auf ein nötiges Minimum verkürzt werden.

Abbildung einer Schulter von hinten:

1. Musculus supraspinatus
2. Musculus infraspinatus
3. Musculus deltoideus

Rehabilitation und Prävention

Muskuläre-Dysbalancen-Check

Ein Muskuläre-Dysbalancen-check kann bei sehr vielen muskulär bedingten Schmerzproblematiken sowohl zur Heilung als auch zur Prävention erneuter Erkrankungen beitragen. Anhand der Analyse der einzelnen Zugkräfte der verschiedenen zusammenspielenden Muskeln können Muskuläre Dysbalancen festgestellt werden. Es wird komplett kontrolliert, immer nur eine Kraft- und somit Muskelgruppe in vorgegebene Richtungen, kontrahiert. Durch die völlig unterschiedlichen Voraussetzungen eines jeden Patienten, welche durch verschiedene Berufe und verschiedene Freizeitgestaltungen entstehen, sollten bei vorderen Schulterschmerzen durch einen Muskulären-Dysbalancen-Check einige der häufigsten Muskelerkrankungen wie Verspannungen oder ein „Impingement-Syndrom“ ausgeschlossen oder festgestellt werden. Besonders sinnvoll ist die Untersuchung auch präventiv bei für Schultererkrankungen prädestinierten Berufen, insbesondere Schreibtischtätigkeiten. 

EMG

Mithilfe eines Elektromyogramms können wir bei Lumedis völlig schmerzfrei das Zusammenspiel zwischen Muskulatur und Nervensystem testen. Verspannte und abgeschwächte Muskelbereiche können sowohl in Ruhe als auch bei maximaler Kontraktion beurteilt werden. Die nicht invasive Technik mittels Elektrodenableitung wird bei uns komplett nebenwirkungs- und schmerzfrei durchgeführt.  Von dieser spezifischen Messung profitieren vor allem Patienten mit Muskelverhärtungen- und Verspannungen oder auch Kraftverlust und Lähmungssymptomatik. Um einen genauen Trainingsplan zu erstellen, kann mit dem EMG sehr genau die Problematik lokalisiert und dadurch Schlüsse auf die bestmögliche Therapieplanung gezogen werden. 

Diese Übungen können helfen 

Gegebenenfalls lassen sich bestimmte kurzweilige Schulterschmerzen schon durch gezielte Muskelübungen verbessern oder sogar gänzlich behandeln. Leichte Übungen bei kurzweiligen Verspannungen lassen sich bereits am Schreibtisch durchführen, bei ausgeprägten Schmerzen sollten sie aber auf den Rat eines Mediziners zurückgreifen. Um einen perfekt auf Ihre Schmerzsymptomatik abgestimmten Trainingsplan zu erhalten, ist die Erfahrung eines Facharztes nötig, um zu vermeiden, Schmerzen zu verschlimmern oder den jeweiligen Antagonisten zu überlasten. 

Hilfreiche Übungen können hier häufig schon am Arbeitsplatz durchgeführt werden.
Zur Dehnung der Muskulatur setzen Sie sich aufrecht hin und drücken Sie die Hand der schmerzenden Seite in Richtung Boden. Der Kopf wird zur gegenüberliegenden Seite geneigt. Um die Dehnung zu verstärken, können sie ggf. auch zusätzlich mit der anderen Hand leichten Druck auf Ihre Schläfe ausüben, sodass der Kopf noch weiter geneigt und die Dehnung verstärkt wird. Diese Übung ist besonders hilfreich, sollten die Schulterschmerzen durch ausstrahlende Muskulaturprobleme des Nackens entstehen.

Sollten Sie unter dem bereits beschriebenen Impingement-Syndrom leiden, ist es sinnvoll die verkürzte und verkrampfte Muskulatur zu lockern. Hier kann man den Handrücken der schmerzhaften Seite auf den unteren Rücken legen und die Hand dann an den Rücken drücken.  Hierbei sollte die Schulter nicht verkrampfen, sondern das Schulterblatt in Richtung der Hand nach unten gezogen werden. Durch diese leichten, kurzweiligen Übungen kann häufig schon eine Verbesserung erzielt werden. 

Welche Übungen die besten sind, kann man leider nicht pauschal sagen, sondern muss diese individuell zusammenstellen.
Die Spezialisten bei Lumedis haben über Jahre die Stellung des Schultergelenks und muskuläre Dysbalancen als hauptsächlich verursachenden Faktoren für Schulterschmerzen ausgemacht.
Durch die richtigen Übungen wird die Stellung des Schultergelenks verändert und die Schulterschmerzen behoben.
Beim Zusammenstellen der Übungen ist die Ursache und das Ausmaß der Schulterschmerzen zu berücksichtigen.

Gerne helfen wir bei Lumedis Ihnen die besten Übungen für Sie zu finden und stellen Ihnen einen passenden Trainingsplan zusammen.

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