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MRT der Schulter

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.
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Definition – Was ist ein MRT der Schulter?

Bei einem MRT, also einer Magnetresonanztomographie, der Schulter handelt es sich um eine diagnostische Bildgebung des Schultergelenks.
Dabei werden ohne Strahlenbelastung Schnittbilder des Schultergelenks in verschiedenen Ebenen angefertigt, die nach Verrechnung durch das MRT-Gerät auch dreidimensional zusammengesetzt und beurteilt werden können.
Die MRT-Untersuchung der Schulter dient der Darstellung der verschiedenen Strukturen rund um das Schultergelenk, insbesondere der Weichteile, also beispielsweise der Bänder oder des Gelenksknorpels.
Des Weiteren können auch die Knochen im Bereich der Schulter:

  • der Oberarmkopf (Femurkopf)
  • das Schulterblatt (Scapula)
  • das Schlüsselbein (Clavicula)

beurteilt werden.

MRT einer Schultereckgelenkarthrose (türkiser Pfeil)

Indikationen/Gründe für ein MRT der Schulter

Für die Durchführung eines MRT der Schulter gibt es verschiedene Indikationen:

Ablauf eines MRT der Schulter

Vor dem Beginn der MRT-Untersuchung der Schulter findet ein Gespräch mit dem Arzt/Radiologen statt.
Dabei wird zum einen über die bevorstehende MRT-Untersuchung aufgeklärt und zum anderen werden einige wichtige Punkte besprochen.
Hierzu gehört insbesondere die Frage nach Gegenständen oder Implantat aus Metall im Körper.
Beim MRT der Schulter muss in einigen Fällen Kontrastmittel gespritzt werden. Dementsprechend erfolgt auch hierfür zuvor eine Abklärung bezüglich möglicher Allergien.

Vor der MRT-Untersuchung der Schulter selbst müssen ebenfalls alle metallischen Gegenstände am Körper abgelegt werden, da es sonst aufgrund der magnetischen Anziehungskraft des MRT-Geräts während der Untersuchung zu Verletzungen kommen kann.
Für die MRT-Untersuchung der Schulter wird der Patient gebeten sich auf dem Rücken auf die Liege zu legen.
Zur standardmäßigen MRT-Untersuchung erhält der Patient auch Kopfhörer und einen Notfall-Knopf.
Im Anschluss verlässt die radiologisch-technische Assistenz (RTA) den Raum und die Untersuchung der Schulter kann starten.
Die Dauer eines MRT der Schulter beträgt ca. 20 Minuten.
Damit die Untersuchung optimale Bildergebnisse erzielt wird der Patient immer wieder aufgefordert für eine kurze Zeit den Atem anzuhalten.
Ansonsten wird der Patient angehalten so ruhig wie möglich liegen zu bleiben, damit möglichst wenig Verwackelungen in die MRT-Bilder einfließen.

Dauer der Untersuchung

Die Dauer der Untersuchung eines MRT der Schulter beträgt in der Regel etwa 20 Minuten.
Diese Dauer kann sich jedoch individuell unterscheiden.
Zunächst ist die Lagerung des Patienten und insbesondere der zu untersuchenden Schulter sehr wichtig, um optimale Bildergebnisse zu erzielen.
Hierfür stehen im Vorfeld viele verschiedene Kissen und Unterlagen zur Verfügung, deren Anwendung eine entsprechende Verlängerung der Dauer mit sich bringen können.
Des Weiteren kann es bei Anwendung eines Kontrastmittels ebenfalls zu einer Veränderung der Dauer des MRT der Schulter kommen.
Mit den Vor- und Nachbereitungen sollte für die gesamte Untersuchung mit einer Dauer von ca. 60 - 90 Minuten gerechnet werden.

Kosten für Privatversicherte

Die Kosten eines MRT der Schulter sind von verschiedenen Faktoren abhängig und unterscheiden sich je nach durchführender Praxis.
Das MRT ist generell eine sehr teure diagnostische Bildgebung, weshalb der Grund für die Durchführung auch stets gut gewählt werden sollte.
Im Durchschnitt betragen die Kosten für eine MRT-Untersuchung der Schulter ca. 350 € bis 600€, wobei dies auch bei Durchführung einer Kontrastmittel-Untersuchung teurer werden kann.
Liegt eine medizinische Indikation, also ein sinnvoller Grund für die Durchführung des MRT der Schulter vor, werden den Kosten hierfür von allen privaten Krankenversicherungen gedeckt.
Bei Unklarheiten empfiehlt sich dennoch vorab eine Klärung der Kostenfrage.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Bei einer korrekten Durchführung und Beachtung aller wichtigen Faktoren ist ein MRT der Schulter ein sehr sicheres und risikoarmes diagnostisches Verfahren.
Dementsprechend gibt es an sich kaum Nebenwirkungen, die dabei zu befürchten sind.
Wichtig ist die vorherige Klärung aller metallischer Gegenstände, die sich im oder am Körper der zu untersuchenden Person befinden.
Hierzu gehören insbesondere

  • Herzschrittmacher,
  • Stents,
  • Metallplatten im Rahmen einer Knochenbruchversorgung,
  • aber auch Tätowierungen.
    Letztere können, je nach Durchführung, Bleisplitter enthalten.

All diese metallischen Gegenstände können während einer MRT-Untersuchung erhitzen und zu schlimmen Verbrennungen sowie Verletzungen führen.
Das Personal, das für die Durchführung des MRT der Schulter zuständig ist, ist aber geschult und sorgt daher stets für eine vorherige Abklärung.

Wann brauche ich Kontrastmittel?

Bei einem MRT der Schulter wird häufig Kontrastmittel benötigt, um die dort verlaufenden Strukturen genauer darzustellen.
Es sollte allerdings im Vorfeld mit dem Radiologen/Orthopäden genau abgeklärt werden, ob für das MRT der Schulter wirklich Kontrastmittel nötig ist.
Allgemein wird hierbei zwischen zwei verschiedenen Arten der Verabreichung unterschieden: das Kontrastmittel kann über die Vene gegeben oder direkt in den Gelenkspalt eingespritzt werden.
Letztere Methode ist zwar mit einem höheren Risiko für Infektionen behaftet, bietet allerdings deutlich mehr oder bessere Möglichkeiten zur Beurteilung des Schultergelenks.
Zu den wichtigsten Gründen für den Einsatz dieser Art der Kontrastmittel-Verabreichung gehören der Verdacht auf eine Verletzung der Rotatorenmanschette oder der langen Bizepssehne sowie eine Schleimbeutelentzündung.

Gerade bei den neuen 3 Tesla MRT-Geräten kann auf den Einsatz von Kontrastmittel verzichtet werden.

Muss ich da mit dem Kopf rein?

Beim MRT der Schulter wird der Patient auf dem Rücken liegend untersucht.
Dabei wird der Körper bis unterhalb der Schulter in die MRT-Röhre geschoben, somit ist auch der Kopf während der MRT-Untersuchung mit in dem Gerät.
Zum Schutz vor den Geräuschen, die während der Untersuchung auftreten, bekommt der Patient Kopfhörer.
Auch die Lagerung erfolgt so, dass der Patient mit dem Kopf bequem auf einem Kissen liegt und sich entspannen kann.
Es ist besonders wichtig während der gesamten Untersuchung ruhig zu liegen bzw. gegebenenfalls den Anweisungen des Personals zu folgen.
All diese Umstände sorgen bei Vielen für Ängste oder Unbehagen gegenüber der MRT-Untersuchung. Da es sich jedoch um eine strahlenfreie Untersuchung handelt und das Personal entsprechend geschult ist können diese Bedenken meist schnell zerstreut werden.

Was ziehe ich an, was muss ich ausziehen?

Die Wahl der Kleidung ist vor allem bezüglich des Metallgehalts beim MRT der Schulter von Bedeutung. Kleidungsstücke mit metallischen Anteilen, also beispielsweise Reißverschlüssen oder Knöpfen, dürfen daher nicht getragen werden.
Ein Unterhemd oder T-Shirt hingegen kann in der Regel anbehalten werden. Alternativ wird oft auch ein Nachthemd angeboten, das während der Untersuchung getragen werden kann.
Wichtig ist auch, dass Frauen vor der MRT-Untersuchung der Schulter den BH ausziehen, da sich im BH-Bügel häufig auch metallische Anteile befinden.
Aus hygienischen Gründen werden meist auch die Schuhe ausgezogen. Des Weiteren müssen Piercings im Vorfeld entfernt werden.

Muss ich nüchtern sein?

Bei einem MRT der Schulter muss die zu untersuchende Person nicht immer nüchtern sein. Diese Frage spielt nur bei dem Einsatz von Kontrastmittel eine Rolle.
Wenn der Einsatz von Kontrastmittel im Vorfeld nicht bereits festgelegt wird sollte zur Sicherheit auf eine Nüchternheit geachtet werden. Hierfür gilt der Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit ab etwa vier Stunden vor der MRT-Untersuchung.
Der Grund für diese Maßnahme ist die Möglichkeit, dass es im Rahmen vom Kontrastmitteleinsatz selten zuÜbelkeit und Erbrechen aufgrund einer Unverträglichkeitkommen kann. In solchen Fällen kann dieses Gefühl durch eine Nüchternheit entsprechend gelindert werden.

Wie schnell bekomme ich das Ergebnis?

Die Bilder eines MRT der Schulter können direkt nach Durchführung der Untersuchung ausgewertet und beurteilt werden.
Daher ist es bei einer ambulanten Durchführung der MRT-Untersuchung in einer Praxis auch meist üblich, dass nach einer kurzen Wartezeit ein Gespräch mit dem Radiologen über die Bilder geführt wird. Bei einem Aufenthalt im Krankenhaus oder bei einer Durchführung des Schulter-MRT in einem MVZ, also einem medizinischen Versorgungszentrum, läuft es häufig etwas anders.
In diesen Einrichtungen wird das Ergebnis der Bilder in der Regel dem behandelnden Orthopäden direkt mitgeteilt, damit dieser den Befund dann mit dem Patienten besprechen und in seine Behandlung integrieren kann.

Was sind die alternativen Untersuchungsmethoden?

Da es sich beim MRT um ein bildgebendes Verfahren handelt kommen als alternative Untersuchungsmethoden andere Bildgebungen in Frage.
Zur Beurteilung der Weichteile gehört hierbei vor allem die Ultraschall-Untersuchung, die ebenfalls strahlenfrei, aber deutlich weniger aufwendig und günstiger durchgeführt werden kann.
Der Nachteil der Ultraschall-Untersuchung ist allerdings, dass nicht immer alle Strukturen des Schultergelenks eindeutig beurteilt werden können und die Abhängigkeit der Aussagekraft vom Ultraschall-Gerät und dem Untersucher.
Eine weitere mögliche alternative Untersuchungsmethode zur Untersuchung der Schulter ist die Durchführung eines Röntgen-Aufnahme mit Anfertigung von Röntgenbildern.
Diese dient vor allem der Beurteilung der knöchernen Strukturen der Schulter, also beispielsweise beim Verdacht auf einen Bruch des Oberarmkopfes oder einer Kalkschulter.

Ein erfahrener Ultraschaller kann mit einer Ultraschalluntersuchung der Schulter in vielen Bereichen die gleiche Diagnosequalität wie das MRT erzeugen.