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Lumedis Frankfurt

Dr. Carmen Heinz
Dr. Gerret Hochholz
Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Kalkschulter

Die akute Kalkschulter ist ein sehr schmerzhaftes Krankheitsbild und sollte zeitnah durch einen guten Orthopäden behandelt werden, da sie für den Patienten eine quälende Situation darstellt.
Bei Lumedis haben wir uns erfolgreich auf die Behandlung der Kalkschulter spezialisiert.
Wenn Sie eine Beratung durch unsere Schulterspezialisten wünschen, kommen Sie hier zu Ihrem Wunschtermin.

Dr. Gerret Hochholz hat diesen Artikel für Sie veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Schulterspezialist.
Durch eine ausführliche Diagnostik behandelt er zielgenau die verschiedenen Erkrankungen der Schulter.
Besonders die Detektion verusachender Faktoren ist entscheident für einen dauerhaften Therapieerfolg.
Gerne können Sie sich in einem Termin vom Ihm beraten lassen.

 

Definition - Was ist eine Kalkschulter?

Bei der Kalkschulter handelt es sich um Ablagerungen von Kalk im Bereich des Schultergelenks in einer Sehne.
Die Erkrankung wird oft auch als Tendinosis calcarea bezeichnet und ist in ca. 80% der Fälle in der Supraspinatussehne lokalisiert. Deutlich seltener sind die Sehnen des Infraspinatus-Muskels oder des Subscapularis-Muskels betroffen.
Das Erkrankungsalter liegt meist zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr. Die Ursache für die Kalkschulter ist bislang nicht geklärt, vermutlich ist sie durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren bedingt, also multifaktoriell.
Je nach Ausmaß der vorliegenden Schädigung kann die Kalkschulter komplett symptomfrei bleiben oder mit einer deutlichen Bewegungseinschränkung und Schmerzen einhergehen. 

Ursachen

Die Ursache der Kalkschulter ist bislang ungeklärt. Folgende Faktoren spielen bei der Entstehung vermutlich eine Rolle:

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Kalkschulter

Die Symptome der Kalkschulter können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und sind dabei von der Schädigung des Gewebes abhängig. Generell kann die Kalkschulter lange ohne Beschwerden verlaufen. Ebenso kann ein schleichender Verlauf mit sich langsam entwickelnden Symptomen vorkommen, aber auch das plötzliche Auftreten starker Schmerzen ist möglich.
Das zentrale Beschwerdebild besteht vor allem aus Schmerzen im Bereich der Schulter. Diese sind zu Beginn häufig gut lokalisierbar im Bereich der verkalkten und überbeanspruchten Muskelsehne, im Verlauf zeigt sich häufig eine diffuse Ausstrahlung im Bereich der gesamten Schulter.
Des Weiteren ist eine Ausstrahlung der Schmerzen entlang des Armes und in den Nackenbereich möglich.
Dies kann bei starken Ausprägungen zu deutlichen Funktions- und Bewegungseinschränkungen der Schulter und des Armes führen. Auch nachts beklagen die Betroffenen gehäuft Schmerzen und damit einhergehende Schlafstörungen beim Liegen auf der erkrankten Schulter. Kompensatorisch wird dann oft die Schlafposition geändert.
In der akuten Phase der Kalkschulter kann es auch zum Auftreten einer Schwellung und Überwärmung der Schulter im Rahmen einer Entzündungsreaktion kommen. Bei längerfristigen Verläufen fehlen diese Beschwerden häufig.

Typisches Alter für eine Kalkschulter

Die Kalkschulter tritt typischerweise bei Menschen zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr auf. Der Grund hierfür ist die häufig vorkommende Korrelation mit einer vermehrten Beanspruchung der Schulter, beispielsweise im Rahmen von sportlichen Aktivitäten oder einer körperliche beanspruchenden Arbeit.
Dementsprechend handelt es sich hierbei nicht um einen klassischen altersbedingten Verschleiß.
Frauen sind etwas häufiger von einer Kalkschulter betroffen als Männer. Allgemein gesprochen handelt es sich um ein häufiges Erkrankungsbild, das bei vielen Menschen lange unentdeckt bleibt, da es ohne Beschwerden verläuft.

Wie fühlen sich die Schulterschmerzen bei einer Kalkschulter an?

Kommt es zum Auftreten von Schulterschmerzen bei einer Kalkschulter können sich diese unterschiedlich stark präsentieren. Zu Beginn treten die schmerzhaften Beschwerden vor allem bei Beanspruchung der Muskelsehne auf und damit bei der häufigsten Verkalkung in der Supraspinatus-Sehne bei Anheben des Armes zur Seite.
Dies führt vor allem zu Schmerzen bei Arbeiten über Kopf und einer damit einhergehenden Bewegungseinschränkung und gegebenenfalls auch Schonhaltung. Häufig kommt es auch durch den direkten Druck zu Schulterschmerzen, die sich bei den Betroffenen beispielsweise beim Liegen auf der betroffenen Schulter nachts äußern und zu Schlafstörungen führen können.

Diagnose

Die Diagnose der Kalkschulter kann mithilfe des Zusammenspiels verschiedener Methoden gestellt werden. Zunächst kann das Beschwerdebild im Orthopäden-Patienten-Gespräch, der Anamnese, genauer erläutert werden. Die körperliche Untersuchung kann Hinweise auf schmerzhafte Bewegungseinschränkungen geben, beispielsweise dem sogenannten painful arc, also dem schmerzhaften Anheben des Armes zur Seite im Bereich von 60° bis 120° bei Verkalkung der Supraspinatus-Sehne.
Die Darstellung des Kalks erfolgt in erster Linie mithilfe einer Röntgen-Untersuchung. Des Weiteren kann der Kalk mittels Ultraschall dargestellt werden, wobei hier zusätzlich die Abklärung anderer Schädigungen erfolgen kann. Die Durchführung eines MRT spielt für die Diagnose der Kalkschulter kaum eine Rolle.

Ultraschall

In der Untersuchung mittels Ultraschall kann eine Verkalkung im Bereich einer Sehne an der Schulter dargestellt werden. Hierfür spielt vor allem die Erfahrung des untersuchenden Orthopäden mit der Ultraschall-Bildgebung eine Rolle.
Die Kalkablagerung präsentiert sich durch eine sogenannte Schallauslöschung hinter dem Kalk, da der Ultraschall von diesem Material reflektiert wird und somit dahinter keine Schallwellen mehr durchkommen.
Die Untersuchung ist vor allem geschickt, da sie risikoarm und schnell durchgeführt werden kann. Gleichzeitig können noch verschiedene weiteren Strukturen im Bereich der Schulter dargestellt und somit Differentialdiagnosen abgeklärt werden.

Röntgenbild

Die Anfertigung eines Röntgenbildes spielt die wichtigste Rolle für die Darstellung von Kalk im Bereich der Schulter und dient somit als Nachweis und Bestätigung der Diagnose einer Kalkschulter.
Dabei sollte immer bedacht werden, dass das Ausmaß der Kalkablagerung nicht zwingendermaßen mit den Beschwerden direkt korreliert.
Häufig handelt es sich bei der Kalkschulter um eine Zufallsdiagnose, die im Röntgen bei der Abklärung einer anderen Erkrankung gestellt wird.
Überleitend hierzu kann als weiterer Vorteil der Röntgen-Untersuchung die Abklärung von Differentialdiagnosen, wie beispielsweise der Schulterarthrose, genannt werden. Je nach betroffener Sehne zeigt sich die Verkalkung im Röntgenbild an unterschiedlichen Stellen. Zusätzlich kann das Ausmaß genau bestimmt werden.

Röntgenbild rechte Schulter a.p.:

  1. Schlüsselbein (Clavicula)
  2. Rabenschnabelfortsatz (Processus coracoidus)
  3. Oberarmknochen (Humerus)
  4. Kalkherd (Tendinosis calcarea)
  5. Schulterdach (Aromion)

Wann braucht man ein MRT?

Ein MRT muss für die Diagnose einer Kalkschulter nicht durchgeführt werden. Hierbei können keine klaren Aussagen über das Vorliegen von Verkalkungen im Bereich der Schulter getroffen werden. Der Grund hierfür ist, dass die MRT-Untersuchung in erster Linie der Darstellung von Weichteilen dient.
Kalk kann hierbei nicht sicher abgegrenzt werden und somit beispielsweise mit einer Verletzung einer Sehne im Bereich der Schulter verwechselt werden.
Die Durchführung eines MRT ist daher bei der Kalkschulter nicht zielführend. Es sollte eher in Erwägung gezogen werden, wenn der Verdacht auf andere Erkrankungen, wie beispielsweise ein Impingement-Syndrom, besteht und abgeklärt werden soll.

Behandlung/Therapie

Da die Kalkschulter eine hohe Selbstheilungstendenz hat, das der Körper versucht den Kalk wieder abszubauen, ist das Krankheitsbild eine Domäne der konservativen Therapie.
Bei Lumedis stimmen wir unser Therapiekonzept individuell auf den Patienten ab.
Eine Kombination der folgenden Verfahren zeigt bei der Kalkschulter die besten Ergebnisse:

Stoßwellentherapie

Bei einer Kalkschulter ist eine fokussierte Stoßwellentherapie die effizienteste Methode den Kalk zu behandeln.
Durch eine Stoßwellentherapie werden Resorbtionsprozesse angeregt und eine Heilung verbessert.

Da die Stoßwellentherapie eine so wichtige Therapiemaßnahme bei einer symptomatischen Kalkschulter darstellt, haben wir diesem Thema einen eigenständigen Artikel gewidmet.
Sehr umfangreiche Informationen zu dieser Therapiemethode haben wir unter dem Artikel Stoßwellentherapie bei einer Kalkschulter zusammengefasst.

Die Durchführung der fokussierten Stosswellentherapie mit anschließender Bewegungsanalyse mit individuellen Trainingsplan zum Ausgleich muskulärer Dysbalancen, ist die wichtigste Maßnahme zur Behandlung der Kalkschulter.
Bei Lumedis konnten wir schon zahlreichen Patienten mit dieser Maßnahme helfen.

Cortisonspritze

Die Cortisonspritze stellt ein häufig angewendetes therapeutisches Mittel zur Akutbehandlung der Beschwerden einer Kalkschulter dar. Der Einsatz erfolgt stets über einen kurzen und definierten Zeitraum, da die Verwendung von Cortison mit einigen Risiken einhergeht und daher immer mit Bedacht erfolgen sollte.
Cortison ist ein Medikament, das effektiv Entzündungsprozesse hemmt und somit die dabei entstehenden Schmerzen lindert. Es wird mithilfe einer dünnen Spritze direkt in den Bereich der gereizten und verkalkten Sehne eingebracht und kann somit direkt und lokal seine Wirkung entfalten.
Als wichtigste Nebenwirkung ist die Schädigung von Bindegewebe, wie Bändern oder Knorpel, zu nennen, weswegen ein dauerhafter Einsatz nicht sinnvoll ist.

So kann man die Schmerzen lindern

Die Schmerzen, die bei einer Kalkschulter entstehen, können mithilfe von verschiedenen Maßnahme gelindert werden.
Zunächst ist der Einsatz von Schmerzmedikamenten eine sinnvolle Methode zur schnellen Schmerzreduktion. Am häufigsten werden Medikamente aus der Gruppe der Nicht-Steroidalen Antirheumatika eingesetzt, wie beispielsweise Ibuprofen. Sie besitzen neben der Schmerzlinderung auch eine entzündungshemmende Wirkung und führen dadurch auch zu einer Reduktion der Reizung des Sehnengewebes. Auch Schmerzsalben können zur Anwendung kommen. Die häufigste zum Einsatz kommende Schmerzsalbe ist Voltaren, welche das Schmerzmedikament Diclofenac enthält und vor allem bei Beschwerden des Bindegewebes wirkt.
Bei persistierenden, also weiterhin bestehenden, schmerzhaften Beschwerden können weitere therapeutische Verfahren, wie die lokale Infiltration von Betäubungsmitteln, angewendet werden.
Hierbei wird mithilfe einer kleinen feinen Spritze ein leichtes Betäubungsmittel in das Schultergelenk gespritzt, das zur lokalen Reduktion der Schmerzen führt. Alternativ kann über einen kurzen Zeitraum auch Cortison eingesetzt werden.
Weiteren schmerzlindernde Verfahren, die vor allem bei langfristigen Beschwerden zum Einsatz kommen, sind die Akupunktur und die Anwendung von Hausmitteln und homöopathischen Präparaten.
Auch Kälte- oder Wärmetherapien können zur Linderung von Schmerzen beitragen.
Des Weiteren führen die Osteopathie und das Kinesiotaping häufig zu einer Reduktion der schmerzhaften Beschwerden.

Hausmittel gegen die Kalkschulter

Gegen die Kalkschulter können auch verschiedene Hausmittel eingesetzt werden und zur Linderung der Beschwerden beitragen. Das wichtigste zu nennende Hausmittel ist der Apfelessig, der kalklösende Eigenschaften besitzt.
Die Anwendung kann in Form einer regelmäßigen Einnahme von Apfelessig erfolgen, empfohlen werden zwei Esslöffel jeden Morgen.
Alternativ kann der Apfelessig auch von außen auf die Haut in einem Mischverhältnis mit Wasser von 2:1 aufgetragen und einmassiert werden.
Da anschließende Abwaschen der Schulter ist zur Reinigung der Haut sinnvoll.
Ein weiteres bewährtes Hausmittel ist die regelmäßige Einnahme von Magnesiumtabletten zur Stärkung der Muskulatur.

Faszienrolle

Die Faszienrolle besitzt beim Wiederaufbau der Muskelstabilität im Bereich der betroffenen Schulter eine wichtige Bedeutung und sollte kontrolliert und regelmäßig eingesetzt werden. Es gibt verschiedene Übungen, die der Lockerung und Kräftigung der Faszien dienen und somit eine allgemein unterstützende Funktion auf das Zusammenspiel von Muskeln und Bindegewebe an der Schulter besitzen.
Eine häufig zum Einsatz kommende Übung mit der Faszienrolle findet im Liegen statt. Die Beine werden angewinkelt und die Füße aufgestellt, das Gesäß wird in der Höhe gedrückt.
Die Faszienrolle liegt dabei unterhalb des Körpers auf Höhe der Schultern. Die Arme können angewinkelt oder über den Kopf ausgestreckt werden. Nun erfolgen kleine und langsame Bewegungen mit der Faszienrolle nach oben und unten.

Wärme oder Kälte: was hilft besser bei einer Kalkschulter?

Ob Wärme oder Kälte bei einer Kalkschulter besser hilft kann nicht allgemein gesagt werden, da die entsprechende Anwendung von den Schmerzen und ihrem Zeitpunkt abhängt.
Bei akuten Schmerzen ist der Einsatz von Kälteelementen, wie einem Eispack oder Eisbeuteln, sinnvoll. Diese führen zu einer verminderten Weiterleitung der Schmerzen sowie einer Reduktion der Stoffwechselaktivität des Bindegewebes.
Längerfristig bestehende Schmerzen sollten hingegen vor allem mit wärmenden Elementen behandelt werden.
Zum Einsatz kommen häufig Wärmflaschen oder Wärmekissen. Die Wärme wirkt unterstützend auf die Durchblutung der Muskulatur und fördert so den Wiederaufbau und die Kräftigung sowie damit einhergehend die Stabilität der Schulter.

Osteopathie

Die Osteopathie kommt vor allem bei länger bestehenden Beschwerden zum Einsatz. Bei einer Kalkschulter werden vor allem manuelle Techniken angewendet, die zur Lösung und Lockerung der Faszien, also der Hüllen, im Bereich der Schulter beitragen sollen.
Hinzu kommt eine durchblutungsfördernde Wirkung durch die manuellen Behandlungsmaßnahmen. Dabei werden massierende und mobilisierende Bewegungen im Bereich der Schulter durchgeführt.
Die Osteopathie verfolgt außerdem dem Ansatz von zusammenhängenden Auslösern und schließt daher die Behandlung weiterer bindegewebiger Strukturen, wie der Faszien im Bereich der Halswirbelsäule und des Nackens, mit ein.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Ärztliche Osteopathie.

Wann braucht man eine OP?

Eine OP wird bei einer Kalkschulter eher selten gebraucht und spielt in der Behandlung allgemein eher eine untergeordnete Rolle. In der Regel sind die Beschwerden der Kalkschulter durch konservative Maßnahmen gut zu kontrollieren, häufig präsentiert sich die Kalkeinlagerung im Bereich der Schulter ja sogar symptomfrei.
Daher werden operative Verfahren vor allem bei einer Beschwerdepersistenz, also dem Verbleib der Schmerzen, über einen längeren Zeitraum trotz Durchführung verschiedener nicht-operativer Maßnahmen durchgeführt.
Neben dem Versagen der konservativen Methoden kann auch das Vorliegen einer ausgeprägten Kalkablagerung mit einhergehenden deutlichen Funktionseinschränkungen als Grund für eine OP bei einer Kalkschulter gelten. Zum Einsatz kommt als operatives Verfahren vor allem die Gelenkspiegelung, also die Arthroskopie.

Spielt Ernährung bei einer Kalkschulter eine Rolle?

Entgegen der Annahme, dass der Gehalt von Calcium im Körper direkt mit der Entstehung von Kalkablagerungen zusammenhängt, konnte durch eine verminderte Aufnahme von Calcium kein Vorteil bei einer Kalkschulter nachgewiesen werden.
Ob die Ernährung daher wirklich eine Rolle bei einer Kalkschulter spielt ist nicht geklärt. Allgemein ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung für den gesamten Körper stets von Bedeutung und kann sich auch auf die Stabilität und Funktionalität des Bindegewebes auswirken.
Ein eindeutiger und direkter Zusammenhang konnte allerdings durch Studien nicht nachgewiesen werden.
Trotzdem ist eine mediterrane Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie der Verzicht auf große Mengen an Alkohol und Zigaretten zu empfehlen.

Dauer/Prognose

Die Prognose der Kalkschulter ist in den meisten Fällen recht gut zu bewerten, da die Beschwerden mittels konsequenter Durchführung konservativer, nicht-operativer, Maßnahmen häufig gut zu kontrollieren sind. Selten muss ein operatives Verfahren eingesetzt werden, wodurch die Rate an Komplikationen bei der Kalkschulter gering gehalten werden kann.
Die Dauer der Kalkschulter beträgt, in Abhängigkeit von den zugrundeliegenden Beschwerden, häufig mehrere Wochen bis Monate nach Beginn der Behandlung.
Bedacht werden sollte allerdings, dass die Kalkschulter häufig symptomlos verläuft und erst spät zu Beschwerden führt, was mit einer entsprechenden Verzögerung des Therapiebeginns einhergeht.

Dauer der Krankschreibung

Eine allgemeine Aussage über die Dauer der Krankschreibung bei einer Kalkschulter kann nicht getroffen werden, da diese vor allem von den Beschwerden sowie der ausgeübten beruflichen Tätigkeit abhängt.
Bei der Durchführung konservativer Behandlungsmethoden ist häufig eine Krankschreibung über wenige Tage im Rahmen der akuten Schmerzen ausreichend.
Dies gilt allerdings nicht, wenn der Beruf Tätigkeiten mit Belastung der Schulter, vor allem im Rahmen von Bewegungen der verkalkten Sehne, einhergeht.
In solchen Fällen muss eine entsprechende Verlängerung der Krankschreibung erfolgen.
In seltenen Fällen der notwendigen Operation beträgt die Krankschreibung bei einer Kalkschulter in der Regel ca. 3 Wochen.

Rehabilitation und Prävention:

Muskuläre Dysbalancen-Check

Der muskuläre Dysbalancen-Check ist ein wichtiges Mittel für die Rehabilitation und Prävention bei einer Kalkschulter. Die Überlastung der Sehne und die damit begünstigende Verkalkung der Sehnenstruktur hängt entscheidend von der muskulären Stabilität in der Schulter ab.
Ein bestehendes Ungleichgewicht kann daher als begünstigender Faktor für die Entstehung der Kalkschulter gewertet werden und sollte bei Entdeckung frühzeitig behandelt werden.
Mithilfe von genauen analysierenden Verfahren können beim muskulären Dysbalancen-Check muskuläre Schwächen (Muskuläre Dysbalance) entdeckt und durch einen anschließend individuell erstellen Trainingsplan effektiv behandelt werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kraftmessung.

EMG

Auch das EMG, also die Elektromyographie, ist in der Rehabilitation und Prävention der Kalkschulter wichtig und dient ebenfalls der Entdeckung muskulärer Defizite. Dabei wird die Aktivität und damit auch die Funktionsfähigkeit der Muskeln mittels elektrischen Strömen dargestellt.
So können muskuläre Schwächen oder Erkrankungen gezielt und schnell entdeckt werden. Diese Erkenntnisse dienen als Basis für einen entsprechenden Trainingsplan, mit dessen Hilfe dem muskulären Ungleichgewicht entgegen gewirkt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel EMG-Elektromyographie,

Diese Übungen helfen gegen eine Kalkschulter

Gegen eine Kalkschulter können zahlreiche Übungen helfen und zum Einsatz kommen. Die regelmäßige Durchführung der Trainingsübungen ist sehr wichtig für den muskulären Aufbau und eine dadurch verbesserte Stabilität der Schulter. Die Übungen sollten immer auf beiden Seiten durchgeführt werden, um eine gleichseitige muskuläre Stärkung zu erzielen.
Die Beweglichkeit der Schulter kann durch verschiedene Übungen verbessert werden. Eine Übung erfolgt in aufrechtem Stand, die Knie sind leicht gebeugt. Durch Anspannung der Bauchmuskulatur kann ein Hohlkreuzvermieden werden. Nun wird in einer Schulter der Arm ausgestreckt und langsam kontrolliert in einer Kreisbewegung von hinten nach vorne gebracht. Zur Unterstützung kann die andere Hand auf die Schulter gelegt werden, wodurch die Bewegung besser geführt werden kann.
Zur Stärkung der Schultermuskulatur eignet sich eine Übung, die als Schulterdrücken bezeichnet wird. Diese erfolgt in einer ähnlichen Haltung wie bei den Liegestützen, allerding sind die Arme in der Ausgangsposition gestreckt in Verlängerung der Wirbelsäule.
Daraus ergibt sich eine deutlich steilere Position mit einer Beugung in der Hüfte von über 90°. Der Kopf ist ebenfalls in Verlängerung der Wirbelsäule. Nun werden die Ellenbogen langsam gebeugt, der Kopf wandert dabei in Richtung Boden.
Mit zunehmendem Trainingserfolg kann der Kopf immer näher in Richtung des Bodens gebracht werden. Nach einem kurzen Verweilen in dieser gebeugten Haltung werden die Arme wieder langsam und kontrolliert durchgestreckt. Diese Übung sollte mindestens zehnmal wiederholt werden.

Unsere Schulterspezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Schultersprechstunde!