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Lumedis Frankfurt

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Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Osteonekrose

Lumedis - Ihre Spezialisten für Osteonekrose

Die Osteonekrose ist eine seltene Erkrankung, bei der es zum Untergang des Knochengewebes kommt. Die Ursachen hierfür sind multifaktoriell und abhängig vom jeweils betroffenen Knochen. Diese Erkankung kann weitreichende Folgen auch für die sich angrenzenden Gelenke haben und sollte daher sehr ernst genommen werden. Wichtig ist, sollten Sie den Verdacht einer Osteonekrose haben, dies von einem Spezialisten abklären zu lassen.

Wir von Lumedis haben uns auf die Pathophysiologie der Ostenekrose spezialisiert und können Ihnen nicht nur eine ausführliche Diagnostik, sondern auch eine individuell auf Sie und Ihr Problem angepasste Therapie mit Hilfe unseres reichen Behandlungsspektrum zu ermöglichen.
Gerne beraten unsere frankfurter Spezialisten Sie in Ihrer Sprechstunde. Zur Terminvereinbarung gelangen Sie hier.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild und DPA regelmäßig als Interviewpartner zur Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.
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Definition - Was ist eine Osteonekrose?

Unter Osteonekrose versteht man das Absterben und Untergehen von Knochengewebe aufgrund von fehlender Nährstoffversorgung via Blutzirkulation.
Wird der Knochen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und anderen wichtigen Nährstoffen versorgt, wird der Knochen in diesem Bereich geschwächt und kann letztendlich brüchig werden.
Vor allem Osteonekrosen in der Nähe eines Gelenkes sind eine ernstzunehmende Erkrankung, da sie langfristig zur Zerstörung des Gelenkes führen können.
Prinzipiell können alle Gelenke und Knochen betroffen sein, besonders häufig findet man Knochennekrosen jedoch im Bereich des Hüftkopfes oder den Enden (Epiphysen) der großen Röhrenknochen wie dem Oberarm- (Humerus) oder Oberschenkelknochen (Femur). Die Ursachen einer Knochennekrose können sehr unterschiedlich sein.
Grob kann man eine infektionsbedingte (septische) von einer aseptischen Knochennekrose differenzieren.

Ursache

Es gibt verschieden Ursachen, die zu einer Osteonekrose fürhen können. Die drei Hauptgruppen sind folgende:

  • eptische Osteonekrose
    • Osteomyelitis (bakterielle Infektion der Knochenrinde und des Knochenmarks) kann zu septischer Osteonekrose führen
  • Aseptische Osteonekrose
    • Hormonelle (endokrine) Störungen
    • Stoffwechselstörungen
    • Traumata
    • Gefäßerkrankungen (Angiopathien) und Gefäßverschlüsse
    • Gerinnungsstörungen (Koagulopathien)
    • Cortisonmedikation
    • Alkoholismus
  • Spontane (idiopathische) Osteonekrose unbekannter Ursache

Die Spezialisten von Lumedis haben große Erfahung in der Behandlung der Osteonekrose.
Gerne schauen sich die konservativen Orthopäden von Lumedis aus Frankfurt Ihren Fall an und beraten Sie welche Behandlungsmethode in Ihrem Fall die "Beste" ist.
Nur wenn die Ursache, der Folgeschaden und die Prognose der Osteonekrose vollständig berücksichtigt wird, kann eine optimale Therapie eingeleitet werden.
Ziel der Spezialisten von Lumedis ist die konservative Wiederherstellung ohne eine Operation.

Cortison

Die Osteonekrose kann unter Umständen als ernstzunehmende Komplikation einer Cortisontherapie entstehen. Im Rahmen dieser können alle zellulären Knochenelemente zugrunde gehen.
In den meisten Fällen entwickelt sich die Knochennekrose in diesem Zusammenhang innerhalb der ersten 12 Wochen nach Cortisongabe. Der endgültige Entstehungsprozess der Knochennekrose durch eine Langzeit-Cortison-Therapie ist bisher noch nicht abschließend geklärt.
Cortisoninduzierte Osteonekrosen treten oft multifokal, d.h. an mehreren Stellen im Körper, auf.

Arthrose

Arthrose“ ist die Schädigung eines Gelenkknorpels. Dieser kann sich von selbst nicht wieder regenerieren und führt dann über mit der Zeit zur Veränderung des Gelenkknochens.
Häufiger Auslöser der Arthrose ist eine andauernde, zu starke Belastung eines Gelenkes. Diese führt dann zu Abnutzung bzw. Verschleiß der schützenden Knorpelschicht an den Gelenkflächen der Knochen.
Die Arthrose gehört zu den degenerativen Erkrankungen, die durch die Abnutzungserscheinungen gehäuft im höheren Alter auftreten.
Ein Morbus Ahlbäck ist eine typische Erkrankung wodurch durch die Kniearthrose eine Osteonekrose im Knochen entsteht.
Weitere Informationen zu diese Erkanung finden Sie unter Morbus Ahlbäck.

Chemotherapie

Ein großes Problem der Chemotherapie ist, dass nicht nur die kranken Tumorzellen, sondern auch gesunde Körperzellen angegriffen werden. Das kann leider auch die Knochenzellen betreffen, was dann zu Untergang von Knochengewebe, sprich Osteonekrose, führen kann.
Betroffene Regionen sind oftmals folgenden Bereiche:

  • die Hüfte
  • der Oberarm
  • das Sprunggelenk
  • die Handwurzelknochen

Wo tritt eine Osteonekrose besonders häufig auf?

Prinzipiell kann die Osteonekrose jeden Knochen in unserem Körper betreffen, doch es gibt einige Stellen, an denen sie bevorzugt auftritt.

Hüftkopfnekrose

Wird der Hüftkopf unzureichend durchblutet, wird das Knochengewebe in diesem Bereich zerstört. Die Gelenkoberfläche kann durch Instabilität des verbliebenen Knochens im Erkrankungsverlauf sogar einbrechen.
Anfangs verläuft eine Hüftkopfnekrose meist symptomlos.
Erst wenn der abgestorbene Hüftkopf einbricht machen sich starke Schmerzen in der Hüft- und Leistenregion bemerkbar. Diese treten zuerst belastungsabhängig auf, können mit der Zeit allerdings an Intensität zunehmen und schließlich auch in Ruhe und nachts auftreten.
Eine Beweglichkeitseinschränkung im Hüftgelenk besteht hingegen zumeist nicht oder nur in geringen Ausmaß.
Durch das verzögerte Auftreten von ersten Symptomen gestaltet sich eine frühzeitige Diagnose und die entsprechende Therapieeinleitung bei Hüftkopfnekrose schwierig. Somit kommt es häufig erst zu verspäteter Diagnosestellung.

Nähere Informationen hierzu finden Sie in folgendem Artikel:  Hüftkopfnekrose. Sollten Sie den Verdacht haben an der beschriebenen Erkrankung zu leiden, ist es ratsam direkt einen Experten zu kontaktieren. Zur Terminvereinbarung gelangen Sie hier.

MRT-Bild einer Hüftkopfnekrose

  1. massive Hüftkopfnekrose (ARCO Stadium 3)
  2. gesunde Hüftpfanne
  3. gesunder Hüftkopf

Knie / Morbus Ahlbäck

Beim Morbus Ahlbäck handelt es sich um eine spontane, aseptische Knochennekrose in der inneren Oberschenkelrolle (medialer Femurkondylus). Die Oberschenkelrollen sind die Teile des Oberschenkelknochens, die zusammen mit dem Schienbein (Tibia) das Kniegelenk bilden.
Im gesunden Zustand sind die Gelenkflächen vollständig überknorpelt, um schmerzhafte Reibungen zu verhindern. Wird die mediale Femurkondyle im Rahmen einer Knochennekrose nicht mehr richtig durchblutet, stirbt sie ab.
Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium kann die Gewebszerstörung auch auf den Gelenkknorpel übergreifen und zu Arthrose führen.
Meist betrifft der Morbus Ahlbäck weibliche Patientinnen.
Zu ersten Krankheitssymptomen zählen ein plötzlich beginnender Schmerz an der Innenseite des Kniegelenks, die ohne vorherige Verletzung oder Trauma auftreten. Die Schmerzen können auch nachts wahrgenommen werden. Teilweise wird auch von einer Intensitätszunahme der Schmerzen durch Belastung berichtet.

Osteochondrosis dissecans des Knies

Haben Sie schon einmal etwas von einer „Gelenkmaus“ gelesen oder gehört und sich gefragt was das sein soll? Dieses Phänomen kann im Rahmen einer Osteochondrosis dissecans auftreten. Bei dieser Krankheit handelt es sich um einen Knochendefekt, der sich unmittelbar unter der Gelenkfläche eines Knochens bildet.
Im Krankheitsverlauf kann sich der abgestorbene Knochenteil gemeinsam mit dem darüberliegenden Knorpel von der Gelenkfläche ablösen. Und genau bei diesem losen Knochenfragment handelt es sich um eine Gelenkmaus (Dissektat). Patienten verspüren in diesem Krankheitsstadium starke Schmerzen im Kniegelenk. Unter Umständen kann das Knochendissektat im Kniegelenk sogar Arthrose verursachen.

Merh Informationen zur Osteochondrosis dissecans des Knies.

MRT vom Kniegelenk (T2 von vorne)

  1. Außenmeniskus
  2. Bone bruise der lateralen Femurokondyle (äußerer Oberschenkelknochen)
  3. Osteochondrosis dissecans (OD)
  4. inneren Oberschenkelrolle (mediale Femurkondyle)
  5. Innenmeniskus
  6. Schienbein (Tibia)

Osteochondrosis dissecans Talus / Sprungbein

Auch bei der Osteochondrosis dissecans im Sprunggelenk stirbt das Knochengewebe unter dem Gelenkknorpel ab. Im Endstadium ist es hier ebenfalls möglich, dass sich ein Knochendissektat ablöst und das Sprunggelenk funktional blockiert. Das ist zum einen sehr schmerzhaft und kann zum anderen zu Sprunggelenksarthrose führen.
Doch glücklicherweise ist die Osteochondrosis dissecans im Sprunggelenk eine seltene Krankheit. 75% aller Osteochondrosis dissecans-Fälle betreffen das Kniegelenk und nur bei 5% der Patienten treten die Beschwerden im Bereich des Sprunggelenks auf.

Röntgenbild eines Sprunggelenks mit einer Osteochondrosis dissecans (OD).
Der türkise Pfeil deutet auf die Osteochondrosis dissecans der medialen Talusrolle.
Hierbei handelt es sich um eine OD des Stadium IV.

  1. Wadenbein (Außenknöchel)
  2. Osteochondrosis dissecans (OD)
  3. Sprungbein (Talus)
  4. Sprunggelenk
  5. Schienbein (Tibia)

Osteonekrose im Kahnbein des Fußes (Morbus Köhler 1)

Beim Morbus Köhler I handelt es sich um eine Knochennekrose in einem Knochen des Fußskelettes (Os naviculare pedis).
Diese seltene Erkrankung betrifft vor allem Jungen im Alter zwischen 3 und 8 Jahren, jedoch wird die Erstdiagnose meist erst im mittleren Lebensalter gestellt, wenn bereits eine Fußwurzel-Arthrose vorliegt und sich die Erkrankung dann durchSchmerzen im Bereich des Fußgewölbes bemerkbar macht.

Morbus Köhler 2

Beim Morbus Köhler 2, auch Morbus Freiberg genannt, handelt es sich um eine aseptische Knochennekrose der Mittelfußköpfchen.
Meist ist das zweite Mittelfußköpfchen betroffen, es können aber auch die Mittelfußköpfchen III-V betroffen sein.
Am häufigsten erkranken Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf bis 18 Jahren an dieser Krankheit, Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter unserem Artikel Morbus Köhler 2.

Morbus Renander

Auch am Sesambein des Fußes kann eine Osteonekrose ablaufen.
Diese Osteonekrose wird als Morbus Renander bezeichnet.
Alles zur der Knochennekrose des Sesambeins erfahren Sie unter unserem Artikel Morbus Renander.

Abbildung der Knochen des Fußes

  • rot = Endglied
  • orange = Mittelglied
  • gelb = Grundglied
  • grün = Strahl (Metatarsus)
     
  • 1-3 = Vorfuß
  • 4,5,9 = Mittelfuß / Fußwurzel
  • 6,7,8 = Rückfuß
  1. Endglied
  2. Grundglied
  3. Strahl
  4. Keilbeine (Os cuneiforme I - III)
  5. Kahnbein (Os naviculare)
  6. Sprungbein (Talus)
  7. Fersenbein (Calcaneus)
  8. Fersenbein (Calcaneus) ;-)
  9. Wurfelbein (Os cuboideum)

Osteonekrose im Kiefer

Tritt die Osteonekrose im Kopfbereich auf, betrifft dies meistens den Ober- oder Unterkieferknochen. In diesem Falle entsteht die Knochennekrose häufig durch eine Bestrahlungstherapie im Kopfbereich und wird aufgrund dessen als „Osteoradionekrose“ bezeichnet.
Allerdings kann sich eine Osteonekrose im Kieferknochen auch medikamenteninduziert entwickeln. Hier sind die Hauptverantwortlichen eine Langzeitbehandlung mit Kortikosteroiden (z.B. Cortisontherapie) und die Einnahme von Biphosphonaten (beispielsweise zur Osteoporosetherapie oder zur Behandlung von Knochenmetastasen infolge einer Tumorerkrankung).

Osteonekrose im Kahnbein der Handwurzel (Morbus Preiser)

Ist das Kahnbein (Os scaphoideum) der Handwurzelknochen von einer Osteonekrose betroffen, handelt es sich um den sogenanntenMorbus Preiser.
Krankheitsfolgen sind hierbei vor allem Handgelenkschmerzen mit entsprechender Beeinträchtigung der Beweglichkeit im Handgelenk.
Die Unterversorgung des Kahnbeins mit Blut und Nährstoffen ist in diesem Falle meist auf traumatische Ereignisse wie beispielsweise Knochenbrüche zurückzuführen. Aber natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, die auf andere Ursachen zurückzuführen sind.

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Osteonekrose

Es ist nicht unüblich, dass eine Osteonekrose in den frühen Stadien meist symptomlos bleibt. Schreitet die Krankheit jedoch voran und wird der Knochen weiterhin mangelhaft versorgt, leiden Betroffene oft unter starken Gelenkschmerzen. Diese treten anfangs oft nur belastungs- und bewegungsabhängig auf, persistieren später aber auch in Ruhe.
Bei der Symptomentwicklung handelt es sich um einen Prozess, im Laufe dessen sich die Schmerzen in ihrem Charakter und in ihrer Intensität verändern können.
Im Endstadium der Knochennekrose kann der betroffene Knochenbereich brechen und die Bewegung im jeweiligen Gelenk durch das lose Knochenfragment eingeschränkt werden.
Der Entwicklungszeitraum vom Auftreten erster Symptome und der Bewegungseinschränkung des Gelenks schwankt von Patient zu Patient. Die Spannweite reicht von einigen Monaten bis hin zu mehreren Jahren.
Leider wird deshalb eine Osteonekrose erst in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium erkannt. Hier ist jedoch das umliegende Gelenk meist bereits mit in Mitleidenschaft gezogen worden und wird durch eine Arthose symptomatisch. Deshalb ist es umso wichtiger bei dem Verdacht einer Osteonekrose einen Arzt aufzusuchen um diese Erkrankung auszuschließen oder schnellstmöglich adäquat zu behandeln, um so mögliche Komplikationen zu verhindern.
Wir von Lumedis haben uns auf die Therapie von Osteonekrosen spezialisiert und könen aus einem vollen Topf an Diagnostik und Therapie schöpfen, um Sie bestmöglich zu behandeln.

So fühlen sich Schmerzen bei einer Osteonekrose an

Oft treten Schmerzen durch eine Osteonekrose nicht direkt zu Krankheitsbeginn auf. Erst mit fortschreitender Knochennekrose, dadurch verursachten Knochenbrüchen und/oder Gelenkschäden entstehen Schmerzen. Vor allem in gewichttragenden Knochen wie der Hüfte können Brüche auftreten.
Häufig nimmt der Schmerz mit einiger Zeit langsam an Intensität zu. Manchmal kann der Schmerz aber auch plötzlich auftreten. Das tritt auf, wenn sich der Druck auf den geschädigten Knochenbereich erhöht.
Außerdem verstärken sich die Schmerzen bei Bewegung des nekrotischen Knochens. Dementsprechend nehmen die Schmerzsymptome in Ruhe aber auch für gewöhnlich ab.

Diagnose

Eine ausführliche und allumfassende Diagnostik beginnt auch im Falle der Osteonekrose mit einer ausführlichen Patientenanamnese und anschließender klinischer Untersuchung des betroffenen Körperteils.
Dazu werden üblicherweise diverse Funktionstests im direkten Vergleich zur Gegenseite durchgeführt.
Anschließend folgt die bildgebende Diagnostik. Am besten sind die Knochenveränderung des zerstörten Knochens mittels Röntgenuntersuchung nachzuweisen. Jedoch kann es auch im Rahmen dieser Untersuchungsmethode vorkommen, dass das Röntgenbild im Frühstadium der Osteonekrose normal erscheint. In diesem Falle sind andere bildgebende Verfahren zielführender. 

Ultraschall

Auch der Ultraschall (Sonografie) kann zur Diagnostik der Osteonekrose eingesetzt werden.
Dabei handelt es sich um eine radiologische Bildgebung, bei der mithilfe von Ultraschallwellen besonders gut innere Organe und andere Weichteilstrukturen dargestellt werden können. Das Verfahren wird aufgrund der Unschädlichkeit von Ultraschallwellen häufig als ergänzende Diagnostik (insbesondere bei Schwangeren und Kindern) eingesetzt.
Zur alleinigen Diagnosesicherung ist dieses Verfahren jedoch weniger geeignet, da mit der Sonografie nur zweidimensionale Aufnahmen der Strukturen angefertigt werden können und außerdem oft Bildartefakte auftreten können, die den Untersuchungsbefund unter Umständen verfälschen könnten.

Röntgenbild

Das Anfertigen eines Röntgenbildes stellt in der bildgebenden Diagnostik der Osteonekrose immer das primäre Verfahren dar, da sich mit dem Röntgen knöcherne Strukturen besonders gut darstellen lassen. Die Aufnahmen sollten in 2 Ebenen angefertigt werden, um die Knochen dreidimensional beurteilen zu können.
Je nach Erkrankungsstadium lassen sich mit diesem diagnostischen Verfahren Fragmentationen und diversekrankhafte Umbauprozesse des Gewebesnachweisen.
Außerdem ermöglicht das Röntgenbild eine Einschätzung, ob bereits Nachbarstrukturen mitgeschädigt wurden und ob angrenzende Gelenkflächen schon eingebrochen sind.

Wann braucht man ein MRT?

Die Durchführung der Magnetresonanztomografie ist dann angezeigt, wenn das initial angefertigte Röntgenbild unauffällig aussieht, jedoch der klinische Verdacht auf eine Osteonekrose weiterhin besteht.
Das MRT erlaubt nämlich eine sehr frühe Diagnosesicherung. Weiterhin sind durch den MRT-Befund das Ausmaß der Schädigung und der Zustand angrenzender Knorpelstrukturen beurteilbar. 

Behandlung / Therapie

Primäres Therapieziel ist die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten/innen durch eine Schmerzlinderung, sodass die Beeinträchtigung des Alltags möglichst gering ausfällt.
Des Weiteren soll langfristig die Mobilität im betroffenen Gelenk möglichst gut erhalten werden, damit eine möglichst große Stabilität und Belastungsfähigkeit des erkrankten Gelenks erreicht werden.
Prinzipiell kann die Therapie konservativ (medikamentös und/oder Physiotherapie) oder operativ durchgeführt werden.
Welche Therapiemaßnahmen am effektivsten sind, muss individuell geprüft werden, da dies von Fall zu Fall von verschiedenen Faktoren anhängt:

  • Patientenalter
  • Erkrankungsstadium
  • dem betroffenen Knochen
  • dem Schädigungsausmaß

Der konservative Therapieansatz umfasst folgende Säulen, die alle unterschiedliche Therapieziele anstreben:

  • medikamentöse -> Schmerzlinderung
  • physiologische -> Beweglichkeit sichern
  • elektrotherapeutische Elemente -> Knochenwachsstumstimulation

Wann braucht man eine OP?

Eine OP ist indiziert, wenn die Osteonekrose durch konservative Maßnahmen nicht mehr kontrollierbar ist. D.h. bei schwerwiegenden Krankheitsverläufen ist eine Therapie ohne operative Intervention meist nicht mehr möglich. Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang ist jedoch, dass bei kleinen Knochennekrosen die Heilung schon durch eine minimale Anbohrung des Knochens erreicht werden kann. Die sogenannte Pridie Bohrung läuft wie folgt ab:

  1. geschädigte Knorpel abgetragen
  2. darunter liegenden Knochen freilegen
  3. Knochen anbohren
  4. Stimulation der körpereigene Knorpelneubildung

Befindet sich der Knochenschaden hingegen bereits in einem fortgeschritteneren Stadium, muss in manchen Fällen eine Knochentransplantation durchgeführt werden. Diese kann mit oder ohne Gelenkknorpel erfolgen.
In einigen Fällen ist auch diese Therapiemaßnahme nicht mehr durchführbar. Dann ist der komplette Gelenkersatz durch ein künstliches Gelenk indiziert.

 

mediale Schlittenprothese von vorne (Oxford-Schlittenprothese)

  1. Kniescheibe (Patella)
  2. Oberschenkelschild des Oberschenkelknochens (mediale Femurkondyle)
  3. Oberschenkelknochen (Femur)
  4. Unterschenkelkomponente der Schlittenprothese
  5. Schienbein (Tibia)
  6. Wadenbein (Fibula/Fibulaköpfchen)

Heilungsdauer

Wie lange eine Osteonekrose andauert, lässt sich allgemein nicht vorhersagen.
Die Dauer hängt vom Zusammenspiel verschiedener Faktoren ab.

  •  Lokalisation des betroffenen Knochens 
  • Krankheitsstadium, in dem die Osteonekrose diagnostiziert wird
  • Krankheitsdauer
  • Therapiemaßnahmen 
  • individuellen Patientenfaktoren, wie z.B.  dem Patientenalter und Vorerkrankungen

Die Zeitspanne kann durch dieses komplexe Zusammenwirken von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten reichen.

Prognose - Ist eine Osteonekrose heilbar?

Die Prognose einer Osteonekrose-Erkrankung kann sehr unterschiedlich ausfallen. Unter anderem hängt sie von der Größe und der Lokalisation der Schädigung ab.
Allgemein fällt die Prognose umso besser aus, je kleiner das nekrotisierende Gebiet ist und wenn sich dieses an einer gut erreichbaren Stelle im Körper befindet. Schlechter therapierbar sind großflächige Nekrosen. Wenn diese dann auch noch in der Nähe eines Gelenkes liegen, wird die Behandlung zusätzlich verkompliziert.
Jedoch sollte auch erwähnt werden, dass bei allen Erscheinungsformen der Osteonekrose eine Spontanausheilung möglich ist. Demnach ist eine Osteonekrose prinzipiell heilbar. Ob dieser Optimalfall jedoch erreicht werden kann, hängt vom individuellen Krankheitsverlauf ab.
Darüber hinaus ist die Ursache der Knochennekrose relevant für die Prognosestellung.
Allgemein ist die Therapie und Heilung einer septischen Osteonekrose schlechter, als die der aseptischen Osteonekroseformen. Das liegt daran, dass eine septische Osteonekrose häufig mit Entzündungen und einer Blutvergiftung einhergeht, was den Krankheitsverlauf verkompliziert.
In seltenen Fällen kann die Knochennekrose auch zu einem Gelenkerguss führen, welcher weitere Risiken birgt.
Die Aussicht auf ein vollständig beschwerdefreies Leben ist somit nach kompletter Genesung wieder gegeben, wenn früh genug und adäquat therapiert wird.
Die Prognosestellung erfolgt bei der Osteonekrose durch den zuständigen Facharzt für Orthopädie

Rehabilitation und Prävention

Muskuläre Dysbalancen-Check

Bei einer muskulären Dysbalance liegt ein Ungleichgewicht zwischen zwei Muskeln oder Muskelgruppen vor, die gegensinnige Bewegungen erzeugen. Die Muskeln bezeichnet man entsprechend ihrer Funktion als Spieler und Gegenspieler (Agonist und Antagonist). Der ungleiche Trainingszustand der Muskeln kann durch Muskelschädigung oder einfach ungleiche Beanspruchung entstehen. Der „muskuläre Dysbalancen-Check“ ist eine simple und effektive Methode, um muskuläre Dysbalancen aufzudecken.
Die Methode beruht darauf das Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen zu untersuchen und folgende Pathologien der Muskulatur zu diagnostizieren:

  • Muskelschwächen
  • Überbeanspruchungen
  • Verspannungen

Die Testmethode dient erstens der Prävention, um Schädigungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Zweitens wird er aber auch in der Rehabilitationsphase einer Erkrankung eingesetzt, um so Therapiefortschritte quantifizieren zu können.
Da Muskeln nicht einzeln arbeiten, sondern es sich bei Bewegungen immer um ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Muskeln handelt, werden teilweise auch andere Muskelgruppen mituntersucht, die nicht primär im Fokus der Beschwerden liegen. Das ermöglicht dem Untersucher sich ein möglichst allumfassendes Bild des Muskelapparates im und um den geschädigten Bereich herum zu machen.

EMG

Mit der Elektromyographie (EMG) detektiert man anhand der elektrischen Ströme in der Muskulatur die unterschiedlichen Funktionszustände der Muskeln. Anhand der Messergebnisse der elektrischen Aktivität lässt sich dann die Muskel- und Nervenfunktion beurteilen. Dies ermöglicht die Differenzierung, ob eine Erkrankungsursache neurologisch (im Nerven) oder muskulär (im Muskel) lokalisiert ist.
Hierfür wird eine dünne Nadelelektrode in den zu untersuchenden Muskel eingeführt, über die dann die elektrische Aktivität der umliegenden Muskelfasern abgeleitet werden kann.
Anhand des EMG-Ergebnisses können darüber hinaus prognostische Aussagen über den Heilungsverlauf eines durch Osteonekrose geschädigten Muskels getroffen werden. Somit dient sie auch der Beurteilung über die Effektivität einer Therapiemaßnahme.

Wirbelsäulenvermessung

Die Wirbelsäulenvermessung stellt eine wichtige diagnostische Maßnahme dar, um eventuelle Körperfehlstellungen zu erkennen. Hierbei werden die Wirbelsäulenverhältnisse genauestens untersucht. Bei der Messung wird die Wirbelsäule dreidimensional rekonstruiert, um ihre Länge und Symmetrie analysieren zu können.
Durch die damit erhobenen Ergebnisse können anschließend Rückschlüsse auf ungesunde, krankheitsfördernde Haltungen getroffen werden.
Große Vorteile der Messung sind, dass sie innerhalb weniger Sekunden durchgeführt werden kann und dabei komplett ohne schädliche Strahlung auskommt.

Übungen

Die Übungen, mit denen man den Heilungsprozess einer Osteonekrose unterstützen kann, lassen sich nur schwer verallgemeinern, da sie natürlich stark von dem durch Osteonekrose betroffenen Knochen abhängen.
Wichtig ist jedoch eine Entlastung des betroffenen Bereiches. Trotzdem sollte das Gelenk nicht komplett ruhig gestellt werden, sondern in regelmäßigen Einheiten vorsichtig und ohne großen Druck durchbewegt werden, um damit die körpereigene Bildung von schützenden Gelenkknorpel und Gelenkschmiere anzuregen. 
Möglicherweise führen die Schmerzen der Knochennekrose zu Verspannungen, die in eine Fehlhaltung des Körpers resultieren. Um dies vorzubeugen bieten sich ergänzend verschiedene Entspannungstechniken wie :

  • Yoga
  • Meditationen
  • progressive Muskelentspannung nach Jacobson an.

Welche Übungen in Ihrem Fall die "richtigen" sind, kann man leider an dieser Stelle nicht pauschal beantworten.
Einfach gesprochen versucht man durch die "richtigen" Übungen, die Stelle im Gelenk, wo die Osteonekrose abläuft zu entlasten.
Welche Areale im Gelenk mehr belastet werden können, muss jeweils individuell entschieden werden. 
Daher muss ein hohes Augenmerk bei der Zusammenstellung der Übungen gelegt werden.

Leider können wir an dieser Stelle keine pauschalen Trainingsübungen empfehlen, da jeder Fall individuell betrachtet werden muss.
Bei Lumedis erarbeiten unsere Spezialisten ein exakt passendes Trainingsprogramm.

Gerne stellen wir Ihnen ein passendes Trainingsprogramm zusammen.

Unsere orthopädischen Spezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Sprechstunde!