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Lumedis Frankfurt

Dr. Nicolas Gumpert
Facharzt für Orthopädie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, Akupunktur und manuelle Medizin

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MRT - Magnetresonanztomografie

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.

Definition - Was ist ein MRT?

Bei der Magnetresonanztomografie (MRT), auch Kernspintomografie genannt, handelt es sich um ein Diagnoseverfahren der Radiologie. Das MRT ist eine Untersuchungsmethode, mit der in kurzer Zeit ausgezeichnete Schichtaufnahmen jeder Körperregion angefertigt werden können. Im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung und Computertomografie (CT) gibt es bei dem MRT keine schädliche Strahlenbelastung. Stattdessen arbeitet das MRT mit einem starken Magnetfeld und Radiowellen. Das MRT kann abhängig von der Fragestellung mit oder ohne Kontrastmittel durchgeführt werden und ist auch für Kinder und Schwangere im zweiten und dritten Trimenon geeignet. Es gilt es eine risikolose, schonende Untersuchungsmethode. Lediglich bei Metallen im Körper ist Vorsicht geboten.

Indikationen / Gründe für ein MRT

Das MRT ist eine begehrte Untersuchungsmethode und ideal zur Darstellung von Organen, Weichteilgewebe und Gelenken. Im Bereich des Schädels ist das MRT bei sämtlichen intrakraniellen Erkrankungen indiziert (mit Ausnahme von intrakraniellen Blutungen). Dazu gehören Erkrankungen des neuroendokrinen Systems, Sehnenschäden, Erkrankungen von Hirnstamm, Schädelbasis, Nasennebenhöhlen oder dem Ausschluss einer Sinus- oder Hirnvenenthrombose. Auch Tumoren und Fehlbildungen im Schädel können mit dem MRT nachgewiesen werden. Weitere Gründe für ein MRT sind Erkrankungen der Orbita, eine Kiefergelenksdysfunktion, der Verdacht auf eine Zyste, Fehlbildungen oder Tumoren im Hals sowie Erkrankungen der Halsgefäße, unter anderem Dissektionen, Stenosen und Anomalien. Das MRT zeigt zudem Fehlbildungen, Kompressionen, intramedulläre Blutungen sowie Metastasen und Tumoren im Bereich von Wirbelsäule und Spinalkanal. Daneben ist das MRT zur Gelenkdiagnostik indiziert. Es dient der Differenzierung von verschleißbedingten, entzündlichen und tumorösen Veränderungen im Bereich von Knochen, Gelenk und Weichteilgewebe. Weitere wichtige Indikationen sind Erkrankungen, Fehlbildungen und Tumoren im Abdomen (z.B. Leber und Milz), Retroperitoneum (Pankreas, Nieren, Lymphknoten) und im Becken. Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Mamma sind weitere Gründe für die Durchführung eines MRTs. Das Herz und sämtliche große Gefäße wie die Aorta, ihre großen Äste, die Pulmonalarterien und die Becken-Beingefäße können mit dem MRT dargestellt werden. Summa summarum ist das MRT eine Untersuchungsmethode, die zahlreiche Erkrankungen und Anomalien detektiert und daher bei verschiedensten Erkrankungen indiziert.

Ablauf eines MRT´s

Zuallererst werden sämtliche Metallteile abgelegt wie Schmuck, Uhren, Piercings, Gürtel, Hörgeräte und Brillen. Kleidungsstücke, die Metalle enthalten, wie BHs mit Bügeln, müssen ausgezogen werden. Der Patient wird gebeten, sich für die Untersuchung auf eine Liege zu legen. Besteht eine Platzangst, kann ein Beruhigungsmittel oder eine kurze Narkose gespritzt werden. Dies sollte frühzeitig mit dem Arzt besprochen werden. Bevor die Liege in die Röhre gefahren wird, bekommt der Patient Ohrstöpsel oder einen Schallschutzkopfhörer mit Musik, da das Gerät laute Klopfgeräusche verursacht. Der Betroffene bekommt zudem einen Schalter in die Hand, der bei Beschwerden betätigt werden kann. Die Radiologie-Assistenten sitzen im Vorraum und können über eine Gegensprechanlage mit dem Patienten kommunizieren. Sind alle Vorbereitungen getroffen, wird die Liege mit dem Kopf voran in die MRT-Röhre gefahren wird. Wie weit der Patient in die Röhre gefahren wird, hängt von den zu untersuchenden Körperstrukturen ab. Abhängig von der Fragestellung und den zu untersuchenden Strukturen können verschiedene Aufnahmen angefertigt werden. Bei speziellen Fragestellungen kann Kontrastmittel nötig sein, dieses wird dann vorab intravenös gespritzt.

Dauer der Untersuchung

Eine MRT-Untersuchung kann unterschiedlich lang andauern, abhängig von der Fragestellung und der Lokalisation der zu untersuchenden Körperteile. Gegebenenfalls müssen verschiedene unterschiedlich aufwändige Einstellungen gemacht werden. Gelenkuntersuchungen dauert im Durchschnitt nur 15 bis 20 Minuten, während Untersuchungen von Bauchorganen auch mal 30 bis 40 Minuten lang sein können.

Kosten für Privatversicherte

In der Regel übernehmen sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen die Kosten für MRT-Aufnahmen. Bei Privatversicherten müssen diese vorab gezahlt werden. Die Kosten für ein MRT können sich auf eine Summe zwischen 400 und 1000 Euro belaufen, abhängig vom Untersuchungsort, Aufwand und Einsatz von Kontrastmittel. Ein MRT der Lendenwirbelsäule kann zum Beispiel zwischen 245€ und 612€ betragen.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Das MRT gilt grundsätzlich als eine sichere, nebenwirkungsfreie und schmerzfreie Untersuchung. Beschwerden können auftreten, wenn der Betroffene Metalle am oder im Körper trägt oder Kontrastmittel nicht verträgt. Metalle im Körper können zu Verbrennungen führen und die Bildqualität stören. Nebenwirkungen durch Kontrastmittel können Kopfschmerzen, Hitzegefühl, Kribbeln, Taubheit und Störungen der Nierenfunktion sein. Treten Beschwerden während der Untersuchung auf, sollte der Notfallknopf gedrückt werden und die Symptomatik umgehend den Radiologie-Assistenten geschildert werden.

Wann brauche ich Kontrastmittel?

Wenn von bestimmten Körperstrukturen im herkömmlichen MRT relativ ähnliche Grauabstufungen erscheinen, kann ein Kontrastmittel helfen, diese besser gegeneinander abzugrenzen. Ein MRT mit Kontrastmittel kann Muskelveränderungen und Blutgefäße besser differenzieren. Tumoren und Metastasen sind sehr gut durchblutet und reichern verabreichtes Kontrastmittel vermehrt an. Gleichzeitig fallen schlecht durchblutete Strukturen, wie narbiges Gewebe durch eine Minderanreicherung auf. Außerdem kommt Kontrastmittel bei speziellen Fragestellungen zum Einsatz, wie dem Arthro-MRT. Dafür wird das Kontrastmittel unmittelbar in das Gelenk gespritzt, zum Beispiel in das Hüftgelenk, und kleinste krankhafte Veränderungen können dargestellt werden.

Muss ich da mit dem Kopf rein?

Abhängig von der Fragestellung befinden sich unterschiedliche Bereiche des Körpers innerhalb der MRT-Röhre. Grundsätzlich liegt der Patient mit dem Kopf in Richtung Röhre. Bei Untersuchungen von Kopf, Hals- und Brustwirbelsäule, Schulter und Brustkorborganen wie Herz und Lunge liegt der Kopf meistens innerhalb der MRT-Röhre. Bei Untersuchungen der Lendenwirbelsäule oder der Hüfte befindet sich der Kopf typischerweise außerhalb der Röhre.

Was mache ich bei Platzangst?

Platzangst ist ein weit verbreitetes Krankheitsbild, das in der engen MRT-Röhre Schwierigkeiten bereiten kann. Jedoch gibt es Mittel, um die Platzangst zu dämpfen. Dafür ist es wichtig, den Arzt frühzeitig über die Platzangst zu informieren. Bei leichter Platzangst können angstlösende Medikamente wie Dormicum® eingesetzt werden. Bei ausgeprägter Platzangst kann eine kurze Narkose für die Zeit in der Röhre nötig sein. Für eine Narkose wird ein Narkosemittel in die Vene gespritzt, sodass der Betroffene die Untersuchung über „schläft“. Der Betroffene muss in dem Fall in Begleitung zur Untersuchung erscheinen, da am Tag einer Narkose keinesfalls Auto gefahren werden darf.

Was ziehe ich an, was muss ich ausziehen?

Sämtliche Gegenstände, die Metalle enthalten oder vom MRT geschädigt werden können, müssen vor der Untersuchung ausgezogen werden. Brillen mit Metall, Uhren, Schmuck, Piercings und Haarklammern müssen abgelegt werden. Des Weiteren müssen Dinge wie Schlüssel, Münzen und Geldkarten Hosentaschen entfernt werden. Für das MRT gilt, dass der Betroffene bei der Untersuchung in der Röhre grundsätzlich angezogen bleibt. Man muss sich nicht entkleiden! Lediglich Gürtel und BHs mit Metallbügeln müssen vor der Untersuchung entfernt werden. Es ist wichtig Gegenstände aus Metall zu entfernen, da diese in der MRT-Röhre mit einer Verbrennungsgefahr einhergehen und wie Geschosse beschleunigen können. Zudem kann Metall das Magnetfeld beeinträchtigen, sodass schlechte Bilder entstehen und die Untersuchung hinfällig ist.

Muss ich nüchtern sein?

Man muss nicht für jede MRT-Untersuchung nüchtern sein, jedoch kann es für spezielle Fragestellungen erforderlich sein. Sollte man für eine Untersuchung nüchtern sein müssen, wird der Betroffene rechtzeitig darüber informiert. Beispiele für Untersuchungen, bei denen man vollkommen nüchtern sein muss, sind Untersuchungen der Magen-Darm-Passage und Untersuchungen unter Narkose, was bei Platzangst nötig sein kann. Vollkommen nüchtern bedeutet ab dem Vorabend kein Essen und ab dem Vormittag nur wenig Wasser. Bei anderen Untersuchungen darf man vier Stunden vor der Untersuchung nichts essen und nur etwas Wasser bei Bedarf trinken. Das gilt für Untersuchungen wie dem Oberbauch-MRT, vor allem MRCP (MRT der Gallenwege) und dem MRT des Dünndarms, auch Hydro-MRT oder MRT-Sellink genannt.

Wie schnell bekomme ich das Ergebnis?

Normalerweise erfährt der Patient das Ergebnis unmittelbar im Anschluss an die Untersuchung im Arztgespräch. Das MRT wird gründlich ausgewertet und der ausführliche Bericht wird dem Hausarzt des Patienten in der Regel innerhalb wenigen Tagen zugeschickt.

Darf ich das in der Schwangerschaft machen?

Das MRT ist ein Diagnoseverfahren, das im Kontrast zu Röntgen und CT ohne Strahlenbelastung arbeitet. Stattdessen gibt es ein magnetisches Feld mit elektromagnetischen Wellen, den sogenannten Radiowellen. Physikalisch wird die verwendete Feldstärke als für das ungeborene Kind unschädlich eingestuft. Nichtsdestotrotz gibt es keine Studien über den Einfluss vom MRT auf ungeborene Kinder, insbesondere für das sensible erste Trimenon, sodass Ärzte davon absehen, Schwangere im ersten Trimenon in die MRT-Röhre zu schieben. Dies sollte nur bei unter strenger Indikation geschehen. Des Weiteren ist bis jetzt keine Schädigung durch Kontrastmittel bei der MRT-Untersuchung auf das Kind bekannt. Aber auch geht man auf Nummer sicher und vermeidet Kontrastmittel bei Schwangeren. Wenn wirklich nötig, wird Kontrastmittel bei Schwangeren in sehr geringen Mengen gegeben.

MRT nach Lokalisation:

MRT der LWS

Ein MRT der Lendenwirbelsäule ist indiziert, wenn der Betroffene unter chronischen Rückenschmerzen im unteren Rücken leidet. Häufige Ursachen hierfür, wie ein Bandscheibenvorfall oder eine Vorwölbung der Bandscheibe können mit dem MRT gut dargestellt werden. Tatsächlich erkennt man die Rückenmarkssegmente im MRT sogar besser als im CT. Auch Tumoren und Entzündungen der LWS können mit diesem Verfahren diagnostiziert werden. Weitere Indikationen für ein MRT der LWS sind eine Beurteilung eines Operationserfolgs der LWS, eine Verlaufskontrolle bei Multipler Sklerose und das Ausmaß bei Wirbelbrüchen. Zur Durchführung eines MRTs der LWS wird der Betroffene mit dem Kopf voran in die Röhre geschoben. Meist wird der Patient dabei so weit vorgeschoben, dass der Kopf wieder außerhalb der Röhre liegt, abhängig vom MRT-Gerät. Die Untersuchung dauert etwa 15 bis 20 Minuten. In Einzelfällen und abhängig von der Fragestellung und der Ausdehnung der Veränderungen kann die Untersuchung länger dauern.

MRT der HWS

Die Indikationen für ein MRT entsprechen den Indikationen für ein MRT der LWS, nur anatomisch weiter oben gelegen. Das MRT ist die Methode der Wahl zur Darstellung von Krankheitsbildern und Verletzungen im Bereich des zervikalen Rückenmarks oder der oberen Nervenwurzeln. Ein Bandscheibenvorfall, eine Multiple Sklerose, entzündliche Erkrankungen und Tumorerkrankungen sind Indikationen für ein MRT der HWS. Hinzu kommen Gefäßmissbildungen und Verletzungen wie Wirbelbrüche. Für ein MRT der HWS wird der Betroffene kopfwärts in die MRT-Röhre geschoben. Bei der Untersuchung bleibt der Kopf typischerweise innerhalb der geschlossenen Röhre. Abhängig vom Gerät kann der Kopf mehr oder weniger weit von der Röhrenöffnung entfernt sein. Für die Aufnahmen kann es nötig sein, den Kopf und die Schultern an der Halswirbelsäule zu fixieren. Dadurch kann eine gute Bildqualität sichergestellt werden. Die Aufnahmen dauern nur wenige Minuten.

MRT vom Knie

Ein MRT des Knies ermöglicht die Beurteilung von Menisken, Bändern, Knochen, Sehnen, Muskulatur und Knorpel. Damit können Knorpelschäden, Abnutzungserscheinungen wie Arthrose, Bänder- und Meniskusrisse diagnostiziert werden. Bei dem MRT des Knies wird der Patient mit den Füßen voran bis zur Hüfte in die Röhre geschoben. Das bedeutet, dass Kopf und Oberkörper außerhalb der Röhre bleiben. Es gibt zudem neue MRT-Geräte, die eine Aufnahme im Sitzen ermöglichen. Die Untersuchung dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

MRT der Schulter

Ein Schulter-MRT dient der Darstellung von Sehnen, Bändern, Knochen, Muskulatur des Schultergelenks. Sowohl Tumoren als auch Frakturen und Gelenkveränderungen wie eine Infektion können nachgewiesen werden. Häufige Erkrankungen der Schulter wie eine Schleimbeutelentzündung oder Verletzungen der Sehnen der Rotatorenmanschette oder der langen Bizepssehne können mit dem MRT diagnostiziert werden. Der Betroffene wird mit dem Kopf voran in die MRT-Röhre geschoben und bleibt während der Untersuchung mit dem Kopf in der Röhre. Die Schulter wird meistens fixiert, damit die Bildqualität erhalten bleibt. Die Untersuchung dauert zwanzig bis dreißig Minuten.

MRT vom Fuß

Ein MRT des Fußes ist indiziert, wenn ein Knochenbruch im Röntgen oder in der Computertomographie nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden konnte oder Weichteilverletzungen bei einer komplizierten Fraktur ausgeschlossen werden müssen. Das MRT spielt eine wichtige Rolle in der Diagnostik von Weichteilschäden wie Bandverletzungen. Das MRT ist die Methode der Wahl, um einen Bänderriss darzustellen. Des Weiteren dient es der Darstellung von chronischen Muskel- oder Gelenkentzündungen. Der Betroffene wird fußwärts in die Röhre geschoben, sodass Kopf und Oberkörper außerhalb der Röhre bleiben. Das erleichtert die Untersuchung bei Patienten mit Platzangst. Gegebenenfalls kann das MRT im Sitzen erfolgen. Die Untersuchung kann 20 bis 45 Minuten dauern, abhängig von der Fragestellung.

MRT vom Handgelenk

Bei einfachen Frakturen wird das Handgelenk zunächst geröntgt. Ergibt sich hier das Bild eines komplizierten Bruches mit möglichen Weichteilschäden oder lässt sich kein Befund trotz starker Beschwerden nachweisen, kommt das MRT zum Einsatz. Es dient der genauen Darstellung von Handgelenk mit Bandapparat und Sehnen. Das MRT eignet sich außerdem zur Darstellung einer rheumatoiden Arthritis und anderweitigen entzündlichen Veränderungen oder Tumoren und Ganglien. Um Gewebe zu unterscheiden, das krankhaft gesteigert durchblutet ist und um Blutungen zu zeigen, wird Kontrastmittel verwendet. Der Betroffene wird mit ausgestrecktem, fixiertem Arm kopfwärts in die MRT-Röhre geschoben. In einigen Geräten bleiben Kopf und Oberkörper dabei außerhalb der Röhre. In modernen Geräten kann eine sitzende Lagerung mit ausgestreckter Hand möglich sein.

MRT der Hüfte

Bei Hüftschmerzen mit Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk kann ein MRT helfen, Erkrankungen wie eine Hüftarthrose oder rheumatische Hüfterkrankung früh zu erkennen. Solche Erkrankungen haben keine Heilungsmöglichkeit, jedoch kann der Krankheitsverlauf bei frühzeitiger Therapie maßgeblich verzögert werden. Weitere Indikationen sind Frakturen, die im Röntgen nicht eindeutig ausgeschlossen werden können oder komplizierte Brüche, die möglicherweise mit Weichteilschäden einhergehen. Kleinste Verletzungen der Gelenkkapsel, wie ein Labrumabriss, können sehr gut dargestellt werden. Entzündungen von Muskulatur, Bändern oder einem Schleimbeutel können im MRT ebenfalls gut diagnostiziert werden. Weitere Erkrankungen sind Hüftkopfnekrosen und Tumoren. Für die Untersuchung der Hüfte wird der Patient mit dem Kopf voran in die MRT-Röhre geschoben.

Das MRT der Hüfte dauert meist 15 bis 20 Minuten.

MRT vom Ellenbogen

Ein MRT des Ellenbogens ist grundsätzlich indiziert, wenn Verdacht auf einen Weichteilschaden besteht. Verletzungen von Muskulatur, Sehnen, Bändern und Schleimbeuteln können mit dem MRT beurteilt werden. Im Normalfall wird zuerst ein Röntgenbild gemacht und dann bei Verdacht auf Weichteilverletzung ein MRT. Das MRT vom Ellenbogen benötigt seltener Kontrastmittel, da tumoröse Veränderung hier selten anzutreffen sind. Für die Untersuchung wird der Betroffene mit dem nach oben ausgestrecktem Arm gelagert und kopfwärts in die MRT-Röhre gefahren. Die Untersuchung dauert ungefähr 20 bis 40 Minuten.

MRT vom ISG

Ein MRT des Iliosakralgelenks ist indiziert, wenn der Verdacht auf eine komplizierte Gelenkverletzung oder ein unklarer Röntgenbefund besteht. Weitere Indikationen sind mögliche Weichteilschäden der umliegenden Bänder, Sehnen und Muskeln. Das MRT ist der Goldstandard zur Darstellung von krankhaft verändertem Weichteilgewebe und eignet sich hervorragend zur Gelenkdiagnostik. Der Patient wird mit dem Kopf voran in die MRT-Röhre geschoben, sodass der Kopf im Freien ist. Die Untersuchung dauert etwa 15 bis 20 Minuten.