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Lumedis Frankfurt

Dr. Gerret Hochholz
Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

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MRT - Magnetresonanztomographie

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie ist regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild, DPA regelmäßig als Interviewpartner zu Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.

Definition - Was ist ein MRT?

Bei der Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, handelt es sich um ein Diagnoseverfahren der Radiologie.
Das MRT ist eine Untersuchungsmethode, mit der in relativ kurzer Zeit ausgezeichnete Schichtaufnahmen jeder Körperregion angefertigt werden können.
Im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung und Computertomographie (CT) gibt es bei dem MRT keine schädliche Strahlenbelastung.
Stattdessen arbeitet das MRT mit einem starken Magnetfeld und Radiowellen. Das MRT kann abhängig von der Fragestellung mit oder ohne Kontrastmittel durchgeführt werden und ist auch für Kinder und Schwangere im zweiten und dritten Trimenon geeignet.
Es gilt es eine risikolose, schonende Untersuchungsmethode. Lediglich bei Metallen im Körper ist Vorsicht geboten.

Indikationen / Gründe für ein MRT

Das MRT ist eine begehrte Untersuchungsmethode und ideal zur Darstellung von Organen, Weichteilgewebe und Gelenken.
Im Bereich des Schädels ist das MRT bei sämtlichen intrakraniellen Erkrankungen indiziert (mit Ausnahme von intrakraniellen Blutungen).
Dazu gehören Erkrankungen

  • des neuroendokrinen Systems,
  • Sehnenschäden,
  • Erkrankungen von Hirnstamm,
  • Schädelbasis,
  • Nasennebenhöhlen
    oder
  • dem Ausschluss einer Sinus- oder Hirnvenenthrombose.

Auch Tumoren und Fehlbildungen im Schädel können mit dem MRT nachgewiesen werden.

Weitere Gründe für ein MRT sind

  • Erkrankungen der Augenhöhle (Orbita),
  • eine Kiefergelenksdysfunktion (CMD),
  • der Verdacht auf eine Zyste,
  • Fehlbildungen oder Tumoren im Hals
    sowie
  • Erkrankungen der Halsgefäße,
    • unter anderem Dissektionen (eingerissene Schlagadern),
    • Gefäßengstellen (Stenosen)
      und
    • Anomalien.

Das MRT zeigt zudem Fehlbildungen, Kompressionen, intramedulläre Blutungen sowie Metastasen und Tumoren im Bereich von Wirbelsäule und Spinalkanal.

Am allerhäufigsten wird das MRT zur Gelenkdiagnostik angewendet.

Es dient der Differenzierung von

  • verschleißbedingten,
  • entzündlichen
    und
  • tumorösen Veränderungen
    im Bereich von
    • Knochen,
    • Gelenk
      und
    • Weichteilgewebe.

Weitere wichtige Indikationen sind Erkrankungen, Fehlbildungen und Tumoren im Abdomen=Bauchraum (z.B. Leber und Milz), Retroperitoneum=hinter dem Bauchraum (Pankreas, Nieren, Lymphknoten) und im Becken.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der weiblichen Brust (Mamma) sind weitere Gründe für die Durchführung eines MRTs.
Das Herz und sämtliche große Gefäße wie die Aorta, ihre großen Äste, die Pulmonalarterien und die Becken-Beingefäße können mit dem MRT dargestellt werden.

Summa summarum ist das MRT eine Untersuchungsmethode, die zahlreiche Erkrankungen und Anomalien detektiert und daher bei verschiedensten Erkrankungen indiziert.

Gegen eine MRT Untersuchung spricht der relative Aufwand und die Kosten der Untersuchung.

Ablauf eines MRT´s

Zuallererst werden sämtliche Metallteile abgelegt wie

  • Schmuck,
  • Uhren,
  • Piercings,
  • Gürtel,
  • Hörgeräte
    und
  • Brillen.

Kleidungsstücke, die Metalle enthalten, wie BHs mit Bügeln, müssen ausgezogen werden.
Der Patient wird gebeten, sich für die Untersuchung auf eine Liege zu legen.

Besteht eine Platzangst, kann ein Beruhigungsmittel oder eine kurze Narkose gespritzt werden. Alternativ kann auch ein offenes MRT gefahren werden. Diese haben allerdings nicht die gleiche Bildqualität wie ein geschlossenes MRT. Dies sollte frühzeitig mit dem Arzt besprochen werden.

Bevor die Liege in die Röhre gefahren wird, bekommt der Patient Ohrstöpsel oder einen Schallschutzkopfhörer mit Musik, da das MRT-Gerät laute Klopfgeräusche verursacht.
Der Betroffene bekommt zudem einen Schalter in die Hand, der bei Beschwerden betätigt werden kann.
Die Radiologie-Assistenten sitzen im Vorraum und können über eine Gegensprechanlage mit dem Patienten kommunizieren.
Sind alle Vorbereitungen getroffen, wird die Liege mit dem Kopf voran in die MRT-Röhre gefahren wird. Wie weit der Patient in die Röhre gefahren wird, hängt von den zu untersuchenden Körperstrukturen ab. Abhängig von der Fragestellung und den zu untersuchenden Strukturen können verschiedene Aufnahmen angefertigt werden.
Bei speziellen Fragestellungen kann Kontrastmittel nötig sein, dieses wird dann vorab intravenös gespritzt. Bei Gelenken ist es von der Bildgebung her das Kontrastmittel besser, direkt in das Gelenk zu spritzen. Leider können dieses Radiologen technisch häufig nicht durchführen.

Dauer der Untersuchung

Eine MRT-Untersuchung kann unterschiedlich lang andauern, abhängig von der Fragestellung und der Lokalisation der zu untersuchenden Körperteile.
Gegebenenfalls müssen verschiedene unterschiedlich aufwändige Einstellungen gemacht werden.
Isolierte Gelenkuntersuchungen dauert im Durchschnitt nur 15 bis 20 Minuten, während Untersuchungen von Bauchorganen auch mal 30 bis 40 Minuten lang sein können.

Kosten für Privatversicherte

In der Regel übernehmen sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassendie Kosten für MRT-Aufnahmen.
Bei Privatversicherten geht die Rechnung an den Privatversicherten, der die Kosten seiner Versicherung durchreicht.
Die Kosten für ein MRT können sich auf eine Summe zwischen 400 und 1000 Euro belaufen, abhängig vom

  • Untersuchungsort,
  • Aufwand
    und
  • Einsatz von Kontrastmittel.

Ein MRT der Lendenwirbelsäule kann zum Beispiel zwischen 245€ und 612€ betragen.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Das MRT gilt grundsätzlich als eine sichere, nebenwirkungsfreie und schmerzfreie Untersuchung.
Beschwerden können auftreten, wenn der Betroffene Metalle am oder im Körper trägt oder Kontrastmittel nicht verträgt.
Metalle im Körper können zu Verbrennungen führen und die Bildqualität stören. Auch die Farbe von Tattoowierungen kann Metallanteile beinhalten.
Nebenwirkungen durch Kontrastmittel können

  • Kopfschmerzen,
  • Hitzegefühl,
  • Kribbeln,
  • Taubheit
    und
  • Störungen der Nierenfunktion sein.

Treten Beschwerden während der Untersuchung auf, sollte der Notfallknopf gedrückt werden und die Symptomatik umgehend den Radiologie-Assistenten geschildert werden.

Wann brauche ich Kontrastmittel?

Wenn von bestimmten Körperstrukturen im herkömmlichen MRT relativ ähnliche Grauabstufungen erscheinen, kann ein Kontrastmittel helfen, diese besser gegeneinander abzugrenzen.
Ein MRT mit Kontrastmittel kann Muskelveränderungen und Blutgefäße besser differenzieren.
Tumoren und Metastasen sind meist sehr gut durchblutet und reichern verabreichtes Kontrastmittel vermehrt an.
Gleichzeitig fallen schlecht durchblutete Strukturen, wie narbiges Gewebe durch eine Minderanreicherung auf.
Außerdem kommt Kontrastmittel bei speziellen Fragestellungen zum Einsatz, wie dem Arthro-MRT. Dafür wird das Kontrastmittel unmittelbar in das Gelenk gespritzt, zum Beispiel in das Hüftgelenk, und kleinste krankhafte Veränderungen können dargestellt werden.

Muss ich da mit dem Kopf rein?

Abhängig von der Fragestellung befinden sich unterschiedliche Bereiche des Körpers innerhalb der MRT-Röhre.
Bei Untersuchungen von

  • Kopf,
  • Hals- und Brustwirbelsäule,
  • Schulter
    und
  • Brustkorborganen wie Herz und Lunge

liegt der Kopf meistens innerhalb der MRT-Röhre.

Bei Untersuchungen der Lendenwirbelsäule oder der Hüfte befindet sich der Kopf typischerweise außerhalb der Röhre.

Was mache ich bei Platzangst?

Platzangst ist ein weit verbreitetes Krankheitsbild, das in der engen MRT-Röhre Schwierigkeiten bereiten kann.
Jedoch gibt es Mittel, um die Platzangst zu dämpfen. Dafür ist es wichtig, den Arzt frühzeitig über die Platzangst zu informieren.
Bei leichter Platzangst können angstlösende Medikamente wie z.B. Dormicum® eingesetzt werden.
Bei ausgeprägter Platzangst kann eine kurze Narkose für die Zeit in der Röhre nötig sein. Für eine Narkose wird ein Narkosemittel in die Vene gespritzt, sodass der Betroffene die Untersuchung über „schläft“.
Der Betroffene muss in dem Fall in Begleitung zur Untersuchung erscheinen, da am Tag einer Narkose keinesfalls Auto gefahren werden darf.

Als Alternative stehen auch offene MRT´s zu Verfügung. Leider haben offene MRT´s häufig eine deutlich schlechtere Bildqualität.

Was ziehe ich an, was muss ich ausziehen?

Sämtliche Gegenstände, die Metalle enthalten oder vom MRT geschädigt werden können, müssen vor der Untersuchung ausgezogen werden.
Brillen mit Metall, Uhren, Schmuck, Piercings und Haarklammern müssen abgelegt werden. Des Weiteren müssen Dinge wie Schlüssel, Münzen und Geldkarten aus den Hosentaschen entfernt werden.

Für das MRT gilt, dass der Betroffene bei der Untersuchung in der Röhre grundsätzlich angezogen bleibt. Man muss sich nicht entkleiden!

Lediglich Gürtel und BHs mit Metallbügeln müssen vor der Untersuchung entfernt werden.
Es ist wichtig Gegenstände aus Metall zu entfernen, da diese in der MRT-Röhre mit einer Verbrennungsgefahr einhergehen und wie Geschosse beschleunigen können.
Zudem kann Metall das Magnetfeld beeinträchtigen, sodass schlechte Bilder entstehen und die Untersuchung hinfällig ist.

Muss ich nüchtern sein?

Man muss nicht für jede MRT-Untersuchung nüchtern sein, jedoch kann es für spezielle Fragestellungen erforderlich sein.
Sollte man für eine Untersuchung nüchtern sein müssen, wird der Betroffene rechtzeitig darüber informiert.
Beispiele für Untersuchungen, bei denen man vollkommen nüchtern sein muss, sind Untersuchungen der Magen-Darm-Passage und Untersuchungen unter Narkose, was bei Platzangst nötig sein kann. Vollkommen nüchtern bedeutet ab dem Vorabend kein Essen und ab dem Vormittag nur wenig Wasser.
Bei anderen Untersuchungen darf man vier Stunden vor der Untersuchung nichts essen und nur etwas Wasser bei Bedarf trinken. Das gilt für Untersuchungen wie dem Oberbauch-MRT, vor allem MRCP (MRT der Gallenwege) und dem MRT des Dünndarms, auch Hydro-MRT oder MRT-Sellink genannt.

Wie schnell bekomme ich das Ergebnis?

Normalerweise erfährt der Patient das Ergebnis unmittelbar im Anschluss an die Untersuchung im Arztgespräch.
Das MRT wird gründlich ausgewertet und der ausführliche Bericht wird dem überweisenden Arzt des Patienten in der Regel innerhalb wenigen Tagen zugeschickt.
Bei einer privaten Versicherung bekommt der Versichterte häufig auch selbst das Ergebnis zugeschickt.

Darf ich ein MRT in der Schwangerschaft machen?

Das MRT ist ein Diagnoseverfahren, das im Kontrast zu Röntgen und CT ohne Strahlenbelastung arbeitet.
Stattdessen gibt es ein magnetisches Feld mit elektromagnetischen Wellen, den sogenannten Radiowellen.
Physikalisch wird die verwendete Feldstärke als für das ungeborene Kind unschädlich eingestuft.
Nichtsdestotrotz gibt es keine Studien über den Einfluss vom MRT auf ungeborene Kinder, insbesondere für das sensible erste Trimenon, sodass Ärzte davon absehen, Schwangere im ersten Trimenon in die MRT-Röhre zu schieben.
Dies sollte nur bei unter strenger Indikation geschehen. Des Weiteren ist bis jetzt keine Schädigung durch Kontrastmittel bei der MRT-Untersuchung auf das Kind bekannt.
Aber auch geht man auf Nummer sicher und vermeidet Kontrastmittel bei Schwangeren.

In der Zusammenfassung gilt ein MRT im 2. und 3. Trimenon für die werdende Mutter und Ihr Kind als unbedenklich.
Im 1. Trimenon werden MRT´s unter sehr strengen Auflagen gefahren, auch wenn es bisher keinen Nachweis einer Schädigung für das ungeborene Kind gibt.

MRT nach Lokalisation:

MRT der LWS

Ein MRT der Lendenwirbelsäule ist indiziert, wenn der Betroffene unter akuten oder chronischen Rückenschmerzen im unteren Rücken leidet.
Häufige Ursachen hierfür, wie ein Bandscheibenvorfall der LWS oder eine Vorwölbung der Bandscheibe können mit dem MRT gut dargestellt werden.
Tatsächlich erkennt man die Rückenmarkssegmente im MRT besser als im CT.
Auch Tumoren und Entzündungen der LWS, z.B. durch eine Facettengelenksarthrose oder einen Verschleiß der Bandscheiben (Osteochondrose) können mit diesem Verfahren diagnostiziert werden.
Weitere Indikationen für ein MRT der LWS sind

  • Bandscheibenvorfall der LWS
  • Verschleiß der LWS
  • Stenosen (Engstellen = Spinalkanalstenose der LWS) des Wirbelkanals der LWS,
  • eine Beurteilung eines Operationserfolgs der LWS,
  • eine Verlaufskontrolle bei Multipler Sklerose in der LWS
    und
  • das Ausmaß bei Wirbelbrüchen der LWS und unteren BWS.

Zur Durchführung eines MRTs der LWS wird der Betroffene mit dem Kopf voran in die Röhre geschoben.
Meist wird der Patient dabei so weit vorgeschoben, dass der Kopf wieder außerhalb der Röhre liegt, abhängig vom MRT-Gerät.
Die Untersuchung dauert etwa 20 bis 40 Minuten. In Einzelfällen und abhängig von der Fragestellung und der Ausdehnung der Veränderungen kann die Untersuchung länger dauern.

Deutlich umfangreichere Informationen erhalten Sie unter unserem Thema MRT der LWS.

MRT vom ISG

Eine MRT Untersuchung der ISG´s wird meist parallel zu einer MRT-Untersuchung der LWS gefahren.
Ein MRT des Iliosakralgelenks ist indiziert, wenn

  • dort chronische Schmerzen, z.B. durch eine ISG Arthrose, bestehen
  • ein V.a. Entzündung des ISG Gelenks (Sacroiliitis)
  • der Verdacht auf eine komplizierte Gelenkverletzung
    oder
  • ein unklarer Röntgenbefund

besteht. Weitere Indikationen sind mögliche Weichteilschäden der umliegenden Bänder, Sehnen und Muskeln.
Das MRT ist der Goldstandard zur Darstellung von krankhaft verändertem Weichteilgewebe und eignet sich hervorragend zur Gelenkdiagnostik.
Der Patient wird mit dem Kopf voran in die MRT-Röhre geschoben, sodass der Kopf - je nach MRT Gerät - im Freien ist.
Die Untersuchung für eine MRT des Iliosakralgelenks dauert etwa 15 bis 20 Minuten.
Wenn auch die gesamt LWS gefahren wird,verlängert sich die Untersuchungszeit auf bis zu 40 Minuten.

MRT der HWS

Die Indikationen für ein MRT entsprechen den Indikationen für ein MRT der LWS, nur anatomisch weiter oben gelegen.
Das MRT ist die Methode der Wahl zur Darstellung von Krankheitsbildern und Verletzungen im Bereich des zervikalen Rückenmarks oder der oberen Nervenwurzeln.

  • Ein Bandscheibenvorfall der HWS,
  • eine spinale Stenose der HWS (Spinalkanalstenose),
  • eine Arthrose der Facettengelenke,
  • eine Osteochondrose,
  • eine Multiple Sklerose,
  • entzündliche Erkrankungen
    und
  • Tumorerkrankungen

sind Indikationen für ein MRT der HWS.

Hinzu kommen Gefäßmissbildungen und Verletzungen wie Wirbelbrüche.
Für ein MRT der HWS wird der Betroffene kopfwärts in die MRT-Röhre geschoben. Bei der Untersuchung bleibt der Kopf typischerweise innerhalb der geschlossenen Röhre.
Abhängig vom Gerät kann der Kopf mehr oder weniger weit von der Röhrenöffnung entfernt sein.
Für die Aufnahmen kann es nötig sein, den Kopf und die Schultern an der Halswirbelsäule zu fixieren. Dadurch kann eine gute Bildqualität sichergestellt werden.
Die Aufnahmen dauern 15 - 30 Minuten.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter unserem Artikel MRT der HWS.

MRT vom Knie

Ein MRT des Knies ermöglicht die Beurteilung von

  • Menisken,
  • Bändern
    • Innenband
    • Außenband
    • vorderes Kreuzband
    • hinteres Kreuzband
  • Knochen,
    • Oberschenkelknochen (Femur)
    • Schienbeinknochen (Tibia)
    • Kniescheibe (Patella)
  • Sehnen,
  • Muskulatur
    und
  • Knorpel.

Damit können Knorpelschäden, Abnutzungserscheinungen wie Arthrose, Bänderrisse und Meniskusrisse diagnostiziert werden.
Bei dem MRT des Knies wird der Patient mit den Füßen voran bis zur Hüfte in die Röhre geschoben. Das bedeutet, dass Kopf und Oberkörper außerhalb der Röhre bleiben.
Es gibt zudem neue MRT-Geräte, die eine Aufnahme im Sitzen ermöglichen, sogenannte Upright MRT´s.
Die Untersuchung dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter unserem Artikel Knie-MRT.

MRT der Schulter

Ein Schulter-MRT dient der Darstellung von Sehnen, Bändern, Knochen, Muskulatur des Schultergelenks.
Sowohl Tumoren als auch Frakturen und Gelenkveränderungen wie eine Infektion können nachgewiesen werden.
Häufige Erkrankungen der Schulter wie

  • eine Schleimbeutelentzündung
    oder
  • Verletzungen der Sehnen der Rotatorenmanschette
  • oder
  • Verletzung der langen Bizepssehne
    oder
  • Schulterkalk

können mit dem MRT diagnostiziert werden.
Der Betroffene wird mit dem Kopf voran in die MRT-Röhre geschoben und bleibt während der Untersuchung mit dem Kopf in der Röhre.
Die Schulter wird meistens fixiert, damit die Bildqualität erhalten bleibt.
Die Untersuchung dauert zwanzig bis dreißig Minuten.

MRT vom Fuß

Ein MRT des Fußes ist indiziert, wenn ein Knochenbruch im Röntgen oder in der Computertomographie nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden konnte oder Weichteilverletzungen bei einer komplizierten Fraktur ausgeschlossen werden müssen.
Das MRT spielt eine wichtige Rolle in der Diagnostik von Weichteilschäden wie Bandverletzungen.
Das MRT ist die Methode der Wahl, um einen Bänderriss darzustellen.
Des Weiteren dient es der Darstellung von chronischen Muskel- oder Gelenkentzündungen.

Der Betroffene wird fußwärts in die Röhre geschoben, sodass Kopf und Oberkörper außerhalb der Röhre bleiben.
Das erleichtert die Untersuchung bei Patienten mit Platzangst.
Gegebenenfalls kann das MRT im Sitzen erfolgen (nur bei upright-MRT´s).
Die Untersuchung kann 20 bis 45 Minuten dauern, abhängig von der Fragestellung.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter unserem Thema MRT vom Fuß.

MRT vom Handgelenk

Bei einem V.a. eine Fraktur im Handgelenk wird zunächst geröntgt.
Ergibt sich hier das Bild eines komplizierten Bruches mit möglichen Weichteilschäden oder lässt sich kein Befund trotz starker Beschwerden (V.a. auf einen okkulten Bruch, z.B. vom Kahnbein) nachweisen, kommt das MRT zum Einsatz.
Es dient der genauen Darstellung von Handgelenk mit Bandapparat und Sehnen.
Das MRT eignet sich außerdem zur Darstellung

  • Schädigung des Discus triangularis / TFCC Schädigung
  • unklaren Arthrosen (z.B. am Daumensattelgelenk)
  • einer rheumatoiden Arthritis
    und
  • anderweitigen entzündlichen Veränderungen
  • Sehnenscheidenentzündungen
    oder
  • Tumoren
    und
  • Ganglien.

Um Gewebe zu unterscheiden, das krankhaft gesteigert durchblutet ist und um Blutungen zu zeigen, wird Kontrastmittel verwendet.
Der Betroffene wird mit ausgestrecktem, fixiertem Arm kopfwärts in die MRT-Röhre geschoben. In einigen Geräten bleiben Kopf und Oberkörper dabei außerhalb der Röhre.

MRT der Hüfte

Bei Hüftschmerzen mit Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk kann ein MRT helfen, Erkrankungen wie

  • eine Hüftarthrose
  • ein Hüftimpingement
  • eine Hüftdysplasie
  • eine Hüftkopfnekrose
    oder
  • rheumatische Hüfterkrankung früh zu erkennen.

Solche Erkrankungen haben keine Heilungsmöglichkeit, jedoch kann der Krankheitsverlauf bei frühzeitiger Therapie maßgeblich verzögert werden.
Weitere Indikationen sind Frakturen, z.B. Schenkelhalsbrüche, die im Röntgen nicht eindeutig ausgeschlossen werden können oder komplizierte Brüche, die möglicherweise mit Weichteilschäden einhergehen.
Kleinste Verletzungen der Gelenkkapsel, wie ein Labrumabriss (Einriss der Gelenklippe), können sehr gut dargestellt werden.
Entzündungen von Muskulatur, Bändern oder einem Schleimbeutel (Bursitis trochanterica) können im MRT ebenfalls gut diagnostiziert werden.
Seltene Erkrankungen der Hüfte sind Tumoren. Für die Untersuchung der Hüfte wird der Patient mit dem Kopf voran in die MRT-Röhre geschoben.

Das MRT der Hüfte dauert meist 20 bis 30 Minuten.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter unserem Thema MRT der Hüfte.

MRT vom Ellenbogen

Ein MRT des Ellenbogens ist grundsätzlich indiziert, wenn Verdacht auf einen Weichteilschaden besteht.
Bei Lumedis ist die typische Indikation für ein MRT vom Ellenbogen 

  • der Tennisarm
    und
  • der Golferellenbogen
    deutlich seltener wird das MRT für
  • eine Ellenbogenarthrose
    oder
  • freien Gelenkkörpern 

eingesetzt.

Verletzungen von

  • Muskulatur,
  • Sehnen,
  • Bändern
    und
  • Schleimbeuteln

können mit dem MRT beurteilt werden.
Im Normalfall wird zuerst ein Röntgenbild gemacht und dann bei Verdacht auf Weichteilverletzung ein MRT.
Das MRT vom Ellenbogen benötigt seltener Kontrastmittel, da tumoröse Veränderung hier selten anzutreffen sind.
Für die Untersuchung wird der Betroffene mit dem nach oben ausgestrecktem Arm gelagert und kopfwärts in die MRT-Röhre gefahren (die sogenannte Batman-Position).

Die Untersuchung dauert ungefähr 20 bis 40 Minuten.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter unserem Thema MRT vom Ellenbogen.