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Lumedis Frankfurt

PD Dr. Elke Maurer
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Dr. Bela Braag
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Dr. Nicolas Gumpert


Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Rippenschmerzen beim Husten

Lumedis - Ihre Wirbelsäulenspezialisten aus Frankfurt

Rippenschmerzen beim Huste sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
Lassen Sie sich von den Spezialisten bei Lumedis beraten. Hier finden Sie unsere Terminvereinbarung.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht und zuletzt durch Dr. Bela Braag überarbeitet.

Dr. Bela Braag und Dr. Nicolas Gumpert haben sich auf die nicht-operative Behandlung von Rippenschmerzen spezialisiert.
Ihre Ansätze sind gezielte Analysen und abgestimmte Trainingsmaßnahmen und Übungen die Beschwerden im Bereich der Rippen so zu behandeln, dass sie Sie nicht mehr "ärgern".
Gerne beraten Sie unsere Wirbelsäulenspezialisten.

Was sind Rippenschmerzen beim Husten?

Rippenschmerzen beim Husten sind stechende, ziehende oder einschießende Schmerzen im Bereich der Rippen, die vor allem während oder unmittelbar nach einem Hustenanfall auftreten. Der Schmerz entsteht durch die starke mechanische Belastung des Brustkorbs, der Zwischenrippenmuskulatur und der angrenzenden kleinen Gelenkverbindungen. Beim Husten steigt der Druck im Brustraum in kurzer Zeit stark an, wodurch bereits gereizte Strukturen (z.B. bei Lungenentzündung) zusätzlich beansprucht werden. Viele Patienten berichten, dass die Schmerzen recht genau an einer Rippe lokalisiert sind, sich aber auch bandförmig um den Brustkorb ziehen können. Von außen fällt außerdem eine unwillkürliches Schonatmung oder das Unterdrücken von Hustenreizen auf. Je nach Ursache können die Beschwerden kurzfristig auftreten oder über Tage bis Wochen anhalten.

Was können die Ursachen für Rippenschmerzen beim Husten sein?

  • Rippenprellung oder angebrochene Rippe
  • Rippenbruch durch wiederholtes starkes Husten (oder Osteoporose)
  • Rippenblockade im Bereich der BWS
  • Interkostalneuralgie
  • Rippenfellentzündung
  • Lungenentzündung

Rippenbruch durch Husten

Ein Rippenbruch durch Husten entsteht meist nicht durch einen einzelnen Hustenstoß, sondern durch anhaltenden,starkenHusten über mehrere Tage oder Wochen. Besonders bei Osteoporose, älteren Patienten oder bereits verletzten Knochen kann die Rippe einer solchen wiederholten Belastung manchmal nicht standhalten. Als Symptome zeigen sich Schmerzen, plötzlich einsetzen und beim weiteren Husten, Niesen oder tiefem Atmen immer stärker werden. Viele Patienten berichten außerdem über einen exakt lokalisierbarenSchmerzpunkt, der bei Druck von außen sehr empfindlich reagiert. In der Folge nehmen sie instinktiv eine Schonhaltung ein und atmen flacher. Weiterhin kann es zu dem Gefühl leichter Atemnot kommen, da der Brustkorb nicht mehr frei bewegt wird.

Verspannung der Zwischenrippenmuskulatur, Rippenfellentzündung

Verspannungen der Zwischenrippenmuskulatur entstehen häufig durch anhaltenden Husten, Fehlhaltungen oder einseitige, z.B. berufliche Belastungen des Brustkorbs. Die dadurch ermüdete Muskulatur verhärtet sich und reagiert schmerzhaft auf jede zusätzliche Bewegung, insbesondere beim Husten. Der Schmerz wird oft als drückend oder brennend wahrgenommen und kann sich über mehrere Rippen erstrecken. Eine Rippenfellentzündung hingegen verursacht meist stechende,atemabhängige Schmerzen, die sich aber ebenfalls beim Husten deutlich verstärken. Viele Patienten nehmen außerdem eine deutliche Verschlechterung bei tiefer Einatmung wahr. Im Unterschied zur muskulären Ursache gehen diese sogenannten pleuralen Schmerzen häufiger mit allgemeinen Krankheitssymptomen wie Fieber oder Abgeschlagenheit einher. Die Abgrenzung dieser Ursachen voneinander ist wichtig, da die Behandlung unterschiedlich ausfällt.

Rippenblockade

Eine Rippenblockade entsteht durch eine eingeschränkte Beweglichkeit einer oder mehrerer Rippen an der Brustwirbelsäule. Auslöser können Husten, ruckartige Bewegungen oder muskuläre Dysbalancen sein. Die blockierte Rippe bewegt sich beim Atmen nicht mehr wie gewohnt mit, was beim Husten zu stechenden oder einschießenden Schmerzen führt. Viele Patienten berichten über einen einseitigen Schmerz, der sich bei bestimmten Bewegungen oder beim Drehen des Oberkörpers verstärkt. Typisch ist auch ein Druck- oder Spannungsgefühl im seitlichen Brustkorb. Außenstehenden fällt dies durch eine sichtbare Schonhaltung und eingeschränkte Atemtiefe auf. Ohne Behandlung kann eine solche Blockade zu anhaltender Muskelverspannung und schlimmstenfalls zu einer Chronifizierung der Schmerzen führen.

Interkostalneuralgie

Bei einer Interkostalneuralgie ist ein Nerv der Zwischenrippen komprimiert und/oder gereizt. Der Schmerz verläuft meist gürtelförmig entlang einer Rippe nach vorne und wird beim Husten, Niesen oder tiefem Atmen bemerkbar. Viele Patienten beschreiben den Schmerz als stechend, wie elektrisch oder brennend. Häufig reicht bereits eine leichte Berührung der Haut aus, um die Beschwerden auszulösen (Hyperalgesie). Die Ursachen für eine Interkostalneuralgie können muskuläre Verspannungen, Wirbelsäulenveränderungen oder entzündliche Prozesse (beispielsweise Pleuritis) sein. Im Alltag kann einen die Interkostalneuralgie stark einschränken, da jede Atembewegung als schmerzhaft empfunden wird. Bleibt die Nervenreizung bestehen oder unbehandelt, kann sich der Schmerz verselbstständigen und auch in Ruhephasen auftreten.

Welche Symptome können Rippenschmerzen beim Husten begleiten und auf welche Ursache deutet das hin?

Rippenschmerzen beim Husten treten meistens nicht alleine auf, sondern werden häufig von weiteren Beschwerden begleitet. Diesen ebenfalls Beachtung zu schenken ist wichtig, da sie Hinweise auf die zugrunde liegende Ursache geben können. Stechende, punktuelle Schmerzen, die man mit Druck von außen provozieren kann, sprechen beispielsweise für eine Rippenprellung, eine angebrochene Rippe (Rippenfissur) oder einen Rippenbruch. Stechende und brennende Schmerzen, die wie ein Band entlang einer Rippe verlaufen und sich bei Husten, Niesen oder tiefer Atmen verstärken, deuten eher auf eine Interkostalneuralgie hin. Treten zusätzlich harte Muskelstränge oder ein Spannungsgefühl im seitlichen Brustkorb auf, kann eine Überlastung oder Verspannung der Zwischenrippenmuskulatur vorliegen. Ist man außerdem weniger beweglich und variieren die Schmerzen je nach Körperposition beim Liegen muss an eine Rippenblockade gedacht werden. Grundsätzlich können die Symptome bestimmter Krankheiten sich aber auch überschneiden: begleitende Atembeschwerden, eine flache Schonatmung oder ein Druckgefühl im Brustkorb können z. B. sowohl muskuläre Ursachen als auch eine Rippenfellentzündung (Pleuritis) anzeigen. Fieber, Abgeschlagenheit oder Husten mit Krankheitsgefühl hingegen sind recht eindeutig und sprechen eigentlich immer für einen entzündlichen Prozess. Nimmt der Schmerz bei Belastung rasch zu oder bleibt auch in Ruhe stark bestehen, sollte immer an strukturelle Verletzungen oder entzündliche Ursachen gedacht werden. Letztlich gilt es die Kombination aller Symptome zu betrachten und entlang einer Verdachtsdiagnose die zugehörigen Diagnostiken einzuleiten.

Wie wird die Ursache diagnostiziert?

Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, bei der durch einen Arzt verschiedene Faktoren erfragt und dokumentiert werden, darunter Verlauf, Intensität und Auslöser der Rippenschmerzen. Vor allem ist es von Interesse, ob die Schmerzen ausschließlich beim Husten auftreten oder auch beim Atmen oder Bewegen bestehen. In der körperlichen Untersuchung werden anschließend die Beweglichkeit der Rippen und Brustwirbelsäule überprüft, sowie ob Druckschmerz vorliegt. Auch die Atemmechanik muss untersucht werden. Weiterhin helfen orthopädische Funktionstests, muskuläre Ursachen von Nervenkrankheiten zu unterscheiden. Ergänzend können bewährte Tests wie ein EMG und ein muskulärer Dysbalancen Check Hinweise auf die Ursache liefern. Je nach Befund und Verdachtsdiagnose werden bildgebende Verfahren eingesetzt, um knöcherne oder entzündliche Veränderungen sicher zu beurteilen. Allen voran ist hier das Röntgenbild zu nennen, dicht gefolgt von Ultraschall und MRT (Magnetresonanztomographie).

Wann sollte ein Röntgenbild angefertigt werden?

Ein Röntgenbild ist indiziert, wenn der Verdacht auf eine Rippenfissur oder -fraktur oder andere knöcherne Veränderungen besteht. Typische Hinweise sind ein klar lokalisierbarer Schmerzpunkt, starke Druckschmerzen oder eine deutliche Verschlimmerung der Beschwerden bei Husten und Atmung. V.a. nach einem Trauma oder bei anhaltenden Schmerzen trotz konservativer Maßnahmen kann ein Röntgenbild hilfreich sein. Es dient v.a. dem Ausschluss schwerer Verletzungen, u.a. Pneumothorax bei einem Rippenbruch.

Rippenserienfraktur rechts der 4., 5. und 6. Rippe

Wann braucht man ein MRT der Rippe?

Ein MRT der Rippe wird eingesetzt, wenn trotz unauffälligem Röntgen anhaltende oder zunehmende Beschwerden bestehen. Es eignet sich v.a. zur Darstellung von Weichteilstrukturen, Ödemen und entzündlichen Veränderungen. In Bezug auf Rippenschmerzen kann ein MRT Bild bei einer Interkostalneuralgie, Rippenfellentzündung oder muskuläre Verletzungen deutlich genauere Informationen liefern als ein Röntgen. Auch bei chronischen Schmerzen ohne klare Ursache kann das Verfahren helfen, versteckte Verletzungen sichtbar zu machen.

Was machen wir bei Lumedis einzigartig, um chronische Rippenschmerzen durch Husten zu verbessern?

Bei Lumedis steht eine konsequente ursachenorientierte Behandlung im Vordergrund. Chronische Rippenschmerzen durch Husten werden im Zusammenspiel von Muskulatur, Wirbelsäule, Atmen und Nervenansteuerung analysiert. Neben der gezielten klinischen Untersuchung kommen spezielle Diagnostikverfahren zum Einsatz, um muskuläre Dysbalancen und Fehlbelastungen aufzudecken. Auf dieser Basis wird ein individueller Therapieplan erstellt, der manuelle Techniken, aktive Trainingstherapie und Atemübungen kombiniert. Dadurch kann man Ursache der Schmerzen beheben, sowie die Belastbarkeit des Brustkorbs verbessern, und ein Chronifizieren der Beschwerden vermeiden.

Muskulärer Dysbalancen-Check

Der muskuläre Dysbalancen-Check untersucht die Zusammenarbeit aller am Husten beteiligten Muskelgruppen (von Brustkorb, Rumpf und Schultern). Dabei wird geprüft, ob manche Muskeln überlastet sind, während andere ihre stabilisierende Funktion vielleicht nicht erfüllen können. Oft zeigen sich Verkürzungen der Zwischenrippenmuskeln, eine hohe Grundspannung der Bauchmuskeln oder eine minder aktive, tiefer Rumpfstabilisatoren. Diese Ungleichgewichte führen dazu, dass die beim Husten entstehenden Kräfte nicht gleichmäßig verteilt werden und einzelne Brustkorbbereiche übermäßig belastet sind. Der Dysbalancen-Check bildet die Grundlage für eine gezielte Übungstherapie, die nicht nur Schmerzen lindert, sondern die Ursachen nachhaltig korrigiert.

EMG

Das EMG dient über die Messung elektrischer Signale der objektiven Beurteilung der Aktivität bestimmter Muskeln. Hierunter zählen bei schmerzhaftem Husten die Zwischenrippenmuskulatur, die Bauchmuskulatur und angrenzende Rumpfmuskeln. Häufig zeigt sich als Schutzreaktion auf Schmerz eine zu starke Aktivierung einzelner Muskelgruppen. Gleichzeitig können abgeschwächte Muskelanteile identifiziert werden, die ihre stabilisierende Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen. Diese Dysbalance führt dazu, dass beim Husten hohe Zugkräfte ungleichmäßig auf die Rippen wirken. Ein EMG erlaubt eine differenzierte Analyse dieser Muster und hilft, zwischen muskulären Ursachen oder Nervenerkrankungen zu unterscheiden. Die Ergebnisse bilden später eine wichtige Grundlage für die gezielte Auswahl von Übungen.

Wirbelsäulenvermessung

Die Wirbelsäulenvermessung analysiert die Statik (Ausrichtung) und Beweglichkeit der BWS sowie ihre Wechselwirkung mit den Rippen. Bei Rippenschmerzen (beim Husten) finden sich häufig Rotationsfehler, Bewegungseinschränkungen in bestimmten Bereichen oder eine ungesunde Haltung. Diese Veränderungen führen dazu, dass sich die Rippen beim Husten nicht gleichmäßig bewegen können. Die Wirbelsäulenvermessung macht solche Abweichungen sichtbar und zeigt, ob die Beschwerden eher von einer funktionellen Rippenblockade oder von einer übergeordneten Ursache ausgehen, wie Skoliose o.ä.. Auf diese Weise lassen sich therapeutische Ziele festlegen, etwa ob Mobilisieren, Stabilisieren oder Entlastung im Vordergrund stehen sollte.

Gezielte auf den Einzelfall abgestimmte Übungen

Die Übungstherapie orientiert sich an den Ergebnissen aus EMG, Wirbelsäulenvermessung und klinischer Untersuchung. Das Ziel ist es, überaktive Muskeln zu entspannen und abgeschwächte Muskelgruppen gezielt zu kräftigen. Häufig stehen Übungen zur Verbesserung der Rumpfstabilität und der seitlichen Thoraxbeweglichkeit im Fokus. Aber auch die kontrollierte Atemunterstützung sollte geübt werden. Die Übungen wirken wie langsam aufgebaute Belastungen. So lernt der Brustkorb, die erforderlichen Bewegungen beim Husten wieder gleichmäßig abzufangen. Gleichzeitig wird die Koordination zwischen Bauch-, Rücken- und Zwischenrippenmuskulatur verbessert. Die sollten so durchgeführt werden, dass sie fast schmerzfrei sind und in kleinen Schritten gesteigert werden können. So kann man eine nachhaltige Stabilisierung ohne erneute Beschwerden erreichen.

Atemübungen

Atemübungen spielen bei Rippenschmerzen beim Husten eine zentrale Rolle, da sie die Spannung im Brustkorb regulieren und eine gleichmäßige Rippenbewegung fördern. Häufig zeigt sich nämlich eine flache Schonatmung, bei der bestimmte Lungenteile kaum noch belüftet werden. Durch gezieltes Anvisieren der seitlichen und hinteren Rippenbögen wird die Beweglichkeit dieser verbessert. Gleichzeitig sinkt die Muskelanspannung der Zwischenrippenmuskulatur. Beim Ausatmen sollte man sich auf ein ruhiges Verlängern der Atemphase konzentrieren. Man kann beispielsweise auf die Zahl 4 einatmen und dann auf 6, 8 oder 10 Zählschläge langsam und kontrolliert ausatmen.

Tape

Tape kann bei Rippenschmerzen beim Husten unterstützend eingesetzt werden, um die betroffenen Strukturen zu entlasten. Durch eine geschulte Anlage entlang der Rippen oder der dazugehörigen Muskeln wird die Durchblutung unterstützt und die Wahrnehmung bei der Bewegung geschärft. Außerdem wird durch den leichten Zug eine gewisse Schmerzlinderung beschrieben. Tapen ersetzt keine aktive Therapie, kann aber die Belastbarkeit im Alltag verbessern.

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Ihr
Nicolas Gumpert

Unsere Rippenspezialisten

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