PD Dr. Elke Maurer
Amelie Grainger
Dr. Franziska Zwecker
Dr. Jannik Ashauer
Dr. Bela Braag
Axel Lust
Dr. Nicolas Gumpert
Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin
direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14/Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

PD Dr. Nils Beisemann wird ab dem 01.01.2027 als operativer Kniespezialist das Team von Lumedis Frankfurt erweitern.
Kniespezialist bei Lumedis Frankfurt – wissenschaftliche Präzision, operative Erfahrung und individuelle Behandlung
Nico: "Hallo Nils, wir freuen uns sehr, Dich als Kniespezialisten im Team von Lumedis Frankfurt begrüßen zu dürfen.
Erzähl uns zunächst etwas über Dich und Deine medizinischen Schwerpunkte."
Nils: "Vielen Dank. Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe bei Lumedis Frankfurt.
Mein Name ist Nils Beisemann. Ich wurde in Düsseldorf geboren und bin in Speyer aufgewachsen. Mein Medizinstudium habe ich an den Universitäten Göttingen, Magdeburg und Mainz absolviert.
Den größten Teil meiner fachärztlichen Ausbildung und beruflichen Laufbahn habe ich an der BG Klinik Ludwigshafen verbracht. Dort konnte ich eine sehr breite Erfahrung in der Orthopädie und Unfallchirurgie sammeln und zahlreiche komplexe Verletzungen behandeln.
Im Laufe meiner klinischen Tätigkeit habe ich mich zunehmend auf Erkrankungen und Verletzungen des Kniegelenks spezialisiert.
Heute liegt mein besonderer Schwerpunkt auf der Behandlung von
Neben meiner klinischen Tätigkeit sind mir auch Wissenschaft und Lehre sehr wichtig. Als Privatdozent verbinde ich aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit langjähriger praktischer Erfahrung. Ich freue mich sehr darauf, meine Expertise als Kniespezialist künftig bei Lumedis in Frankfurt einzubringen."
Nico: “Was hat Dich dazu bewogen, Dich innerhalb der Orthopädie und Unfallchirurgie so konsequent auf das Kniegelenk zu fokussieren?”
Nils: "Das Knie ist eines der biomechanisch komplexesten Gelenke des Körpers und zugleich entscheidend für Mobilität, Sportfähigkeit und Lebensqualität. Mich hat früh fasziniert, dass bereits kleine Störungen – etwa ein instabiler Meniskus, ein Meniskusriss, eine Kreuzbandriss oder eine Fehlführung der Kniescheibe – große funktionelle Auswirkungen haben können.
Die Kniechirurgie verbindet präzise Diagnostik, anspruchsvolle Biomechanik und sehr unterschiedliche Therapieoptionen.
Bei manchen Patienten ist eine gezielte konservative Behandlung die beste Lösung. Bei anderen kann eine arthroskopische Rekonstruktion, eine Stabilisierung nach Patellaluxation oder eine knöcherne Umstellung am Knie notwendig sein. Als Kniespezialist reizt mich genau diese differenzierte Entscheidungsfindung.
Meine breite unfallchirurgische Tätigkeit hat meinen Blick zusätzlich geprägt. Komplexe Knieverletzungen lassen sich nicht nach einem starren Schema behandeln.
Sie erfordern Erfahrung mit Bandverletzungen, Meniskusschäden, Knorpelverletzungen, Frakturen und Weichteilschäden.
Dieses Gesamtverständnis möchte ich als Spezialist fürs Knie bei Lumedis Frankfurt nutzen.

Nico: “Du führst den Titel Privatdozent. Welches wissenschaftliche Thema stand im Fokus Deiner Habilitation und wie beeinflusst diese Arbeit Deine tägliche Behandlung von Kniepatienten?”
Nils: "Meine Habilitation beschäftigte sich mit der Bildgebung in der Unfallchirurgie. Sie war ausdrücklich keine Habilitation über Kniechirurgie.
Mir ist diese transparente Einordnung wichtig. Inhaltlich ging es darum, wie moderne Bildgebung Verletzungen präziser erfassen, diagnostische Unsicherheiten reduzieren und therapeutische Entscheidungen verbessern kann.
Gerade für meine heutige Arbeit als Kniespezialist ist dieses wissenschaftliche Fundament sehr relevant. Ein MRT-Befund allein entscheidet noch nicht, ob ein Meniskusriss operiert werden sollte. Ebenso wenig ergibt sich die Behandlung eines Kreuzbandrisses oder Patellaluxation allein aus einem Bild.
Entscheidend ist die Verbindung aus
Die Habilitation hat mich darin geschult, wissenschaftliche Daten kritisch zu prüfen, diagnostische Verfahren richtig einzuordnen und Behandlungsempfehlungen nachvollziehbar zu begründen.
Diese Denkweise begleitet mich bei jeder Indikationsstellung – von der konservativen Therapie bis zur komplexen Knieoperation.
Wissenschaft und meine aktuelle Tätigkeit als Kniespezialist sind deshalb sehr eng miteinander verbunden, auch wenn das ursprüngliche Habilitationsthema breiter unfallchirurgisch ausgerichtet war."
Nico: “Welche besonderen Qualifikationen und Erfahrungen bringst Du für die Behandlung von Kniepatienten bei Lumedis Frankfurt mit?”
Nils: "Die Grundlage bilden meine langjährige Tätigkeit in Orthopädie und Unfallchirurgie, meine Habilitation, meine universitäre Lehrtätigkeit und meine Führungsfunktion als stellvertretender Sektionsleiter für Knie-, Fuß- und Sprunggelenkchirurgie. Hinzu kommt die praktische Erfahrung aus mehr als 1.000 Operationen am Knie.
Für Patienten ist aus meiner Sicht vor allem entscheidend, dass ein Kniespezialist regelmäßig das gesamte Spektrum der Knieverletzungen beurteilt und behandelt.
Meine Erfahrung umfasst Meniskus und Meniskusriss, Kreuzbandchirurgie, Patellaluxationen, Knorpelschäden, Umstellungsosteotomien sowie komplexe unfallchirurgische Verletzungen. Diese breite klinische Erfahrung bringe ich künftig bei Lumedis Frankfurt ein."
Nico: “Das Knie ist ein hochkomplexes biomechanisches System. Vor welchen besonderen Herausforderungen steht man bei arthroskopischen Eingriffen – und wann reicht eine Arthroskopie nicht aus?”
Nils: "Die Arthroskopie ermöglicht einen sehr präzisen Blick in das Kniegelenk über kleine Zugänge.
Sie ist besonders wertvoll bei der Behandlung des Meniskus, bei einem geeigneten Meniskusriss, bei Kreuzbandrekonstruktionen und bei bestimmten Knorpelschäden.
Gleichzeitig verlangt sie ein ausgeprägtes räumliches Verständnis, weil der Operateur auf einem Bildschirm arbeitet und Instrumente in einem engen Gelenkraum millimetergenau führen muss.
Eine moderne Kniechirurgie darf sich jedoch nicht auf arthroskopische Verfahren reduzieren. Bei Achsfehlstellungen, bestimmten Patellaluxationen, ausgeprägten Instabilitäten oder komplexen knöchernen Problemen sind offene rekonstruktive Eingriffe beziehungsweise Umstellungsosteotomien erforderlich.
Ein Kniespezialist sollte daher nicht primär fragen: „Kann ich das arthroskopisch operieren?“, sondern: „Welche Behandlung korrigiert die Ursache des Problems am zuverlässigsten?“
Gerade hier hilft meine Erfahrung aus der Unfallchirurgie und aus der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie.
Das Knie ist Teil einer funktionellen Kette. Beinachse, Rotation, Fußstellung und Sprunggelenksfunktion können die Belastung am Knie wesentlich beeinflussen. Als Kniespezialist berücksichtige ich deshalb nicht nur den lokalen Schaden, sondern die gesamte Mechanik des Beines."

Nico: “Auf wie viele eigenständig durchgeführte Operationen am Knie blickst Du zurück?”
Nils: "Ich habe in meiner bisherigen Laufbahn mehr als 1.000 Operationen am Knie durchgeführt. Diese Zahl umfasst ein breites Spektrum und nicht nur standardisierte arthroskopische Eingriffe. Dazu gehören Operationen am Meniskus, die Versorgung eines Meniskusrisses, Kreuzbandrekonstruktionen, Eingriffe bei Patellaluxationen, Behandlungen von Knorpelschäden, Revisionen sowie knöcherne Korrekturen und Umstellungsosteotomien.
Eine hohe Fallzahl allein ist allerdings nicht das einzige Qualitätsmerkmal. Wichtig ist, aus jedem Eingriff zu lernen, Ergebnisse kritisch zu beurteilen und auch zu erkennen, wann eine Operation nicht sinnvoll ist. Die Kombination aus operativer Routine, wissenschaftlichem Denken und ehrlicher Indikationsstellung ist für mich die Grundlage guter Kniechirurgie.
Als Kniespezialist bei Lumedis Frankfurt möchte ich diese Erfahrung nutzen, um auch komplexe Befunde differenziert zu beurteilen. Ein Patient mit Meniskusriss benötigt eine andere Strategie als ein Patient mit chronischer Kreuzbandinstabilität, wiederholter Patellaluxation oder einer einseitigen Überlastung aufgrund einer Achsfehlstellung."
PD Dr. Nils Beisemann: "Wann immer eine konservative Behandlung am Knie möglich ist, sollte diese auch ohne OP durchgeführt werden!"
Nico: “Welche Eingriffe am Knie gehören zu Deinen besonderen Schwerpunkten?”
Nils: "Mein Schwerpunkt umfasst die arthroskopische und rekonstruktive Kniechirurgie. Dazu zählen die gelenkerhaltende Behandlung des Meniskus, Meniskusnähte und – wenn ein Erhalt nicht möglich oder nicht sinnvoll ist – eine möglichst sparsame Teilentfernung geschädigten Meniskusgewebes. Bei jedem Meniskusriss prüfe ich zunächst, ob der Meniskus erhalten und stabil rekonstruiert (Meniskusnaht) werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung von Kreuzbandverletzungen.
Als Kreuzbandspezialist beurteile ich nicht nur den Bandrs selbst, sondern auch
Erst aus dieser Gesamtschau ergibt sich, ob eine konservative Behandlung oder eine Kreuzbandoperation sinnvoll ist.
Darüber hinaus behandle ich Patellainstabilitäten und wiederkehrende Patellaluxationen.
Je nach Ursache können gezieltes Training, Weichteilrekonstruktionen oder knöcherne Korrekturen notwendig sein. Auch Umstellungsosteotomien bei Achsfehlstellungen gehören zu meinem Spektrum. Diese Eingriffe sind häufig ein wichtiger Bestandteil der gelenkerhaltenden Kniechirurgie, weil sie die Belastung im Knie gezielt verändern und geschädigte Bereiche entlasten können.
Ergänzt wird dieses Spektrum durch meine operative Erfahrung an Fuß und Sprunggelenk sowie meine breite orthopädische Tätigkeit. Gerade bei kombinierten Verletzungen, Frakturen oder komplexen Fehlstellungen ist diese Erfahrung von besonderem Wert."
Nico: “Kannst Du ein Beispiel für einen besonders anspruchsvollen Fall nennen, bei dem eine differenzierte kniechirurgische Strategie entscheidend war?”
Nils: "Besonders anspruchsvoll sind Mehrfachverletzungen, bei denen nicht nur eine Struktur betroffen ist. Ein typisches Beispiel ist eine schwere Sport- oder Unfallverletzung mit Kreuzbandinstabilität, Meniskusriss, Knorpelschaden und zusätzlichen knöchernen oder seitlichen Bandverletzungen. In solchen Situationen wäre es zu kurz gedacht, ausschließlich das Kreuzband zu ersetzen oder nur den Meniskus zu behandeln.
Zunächst muss geklärt werden, welche Verletzung akut behandelt werden muss, welche Struktur rekonstruiert werden kann und ob die Beinachse oder eine zusätzliche Instabilität das Ergebnis gefährden würde. Manchmal ist ein einzeitiges Vorgehen sinnvoll, in anderen Fällen ein klar geplanter stufenweiser Behandlungsweg. Auch die Rehabilitation muss bereits vor der Operation mitgedacht werden.
Meine Erfahrung als Unfallchirurg hilft mir, solche Verletzungsmuster in ihrer Gesamtheit zu bewerten.
Das Ziel ist nicht lediglich ein technisch gelungenes Operationsbild, sondern ein stabiles, belastbares Knie mit möglichst gut erhaltener Gelenkfunktion. Genau diese komplexe Entscheidungsfindung gehört für mich zur Arbeit eines Kniespezialisten."
Nico: “Wie hat sich die operative Kniechirurgie im Laufe Deiner Tätigkeit verändert und welche modernen Verfahren nutzt Du heute?”
Nils: "Die Bildqualität arthroskopischer Kameras, die Präzision der Instrumente und die Möglichkeiten der rekonstruktiven Chirurgie haben sich deutlich verbessert. Heute können viele Schäden am Meniskus differenzierter beurteilt und häufiger gelenkerhaltend behandelt werden. Auch in der Kreuzbandchirurgie stehen individuellere Rekonstruktionsstrategien und verbesserte Fixationstechniken zur Verfügung.
Gleichzeitig hat sich das Verständnis der Biomechanik weiterentwickelt. Bei Patellaluxationen wird heute wesentlich genauer untersucht, welche anatomischen Faktoren zur Instabilität beitragen. Bei Achsfehlstellungen lassen sich Umstellungsosteotomien präziser planen. Moderne Kniechirurgie bedeutet deshalb nicht nur bessere Technik, sondern vor allem eine genauere Ursachenanalyse.
Auch die postoperative Steuerung hat an Bedeutung gewonnen.
müssen aufeinander abgestimmt sein. Bei Lumedis Frankfurt ist diese enge Verbindung von Diagnostik, konservativer Therapie und strukturierter Nachbehandlung ein zentraler Vorteil für Kniepatienten.
Nico: “Zu welchen Fragestellungen hast Du wissenschaftlich gearbeitet und wie lässt sich diese Forschung mit Deiner heutigen Tätigkeit als Kniespezialist verbinden?”
Nils: "Der Schwerpunkt meiner wissenschaftlichen Arbeit und meiner Habilitation liegt in der Bildgebung in der Orthopädie.
Meine Publikationen sind nicht ausschließlich kniechirurgisch ausgerichtet. Gerade diese Transparenz ist mir wichtig: Meine akademische Qualifikation beruht nicht auf einer nachträglich konstruierten Knie-Spezialisierung, sondern auf fundierter orthopädisch-unfallchirurgischer Forschung.
Die wissenschaftlichen Methoden sind jedoch unmittelbar auf die Kniechirurgie übertragbar. Als Kniespezialist muss ich Bildgebung korrekt interpretieren, ihre Grenzen kennen und sie mit dem klinischen Befund verbinden. Das gilt für einen Meniskusriss ebenso wie für eine Kreuzbandverletzung, Patellaluxation, Knorpelschädigung oder Achsfehlstellung.
Wissenschaftliche Kompetenz zeigt sich für mich nicht nur im Thema einer einzelnen Publikation. Sie zeigt sich darin, Fragen systematisch zu stellen, Daten kritisch zu bewerten und Therapieentscheidungen transparent zu begründen. Diese Haltung prägt meine tägliche Arbeit als Spezialist fürs Knie und soll auch die Patientenversorgung bei Lumedis Frankfurt bestimmen.
Nico: “Welche Kernbotschaften und chirurgischen Prinzipien möchtest Du der nächsten Generation von Orthopäden und Unfallchirurgen vermitteln?”
Nils: "Die wichtigste Botschaft lautet: Eine gute Operation beginnt mit einer guten Indikation. Bevor ein Meniskus operiert, ein Kreuzband rekonstruiert oder nach einer Patellaluxation stabilisiert wird, müssen Anamnese, klinische Untersuchung, Bildgebung und die Erwartungen des Patienten zusammenpassen.
Ich versuche außerdem zu vermitteln, dass ein technisch möglicher Eingriff nicht automatisch medizinisch notwendig ist. Ein guter Kniespezialist muss sowohl operieren können als auch begründet von einer Operation abraten können. Gerade beim Meniskusriss gibt es sehr unterschiedliche Befundkonstellationen. Nicht jeder Riss verursacht die Beschwerden, und nicht jeder Patient profitiert von einer Arthroskopie.
Ein weiteres Prinzip ist der Gelenkerhalt. Meniskus, Knorpel, Bandstabilität und Beinachse müssen als zusammenhängendes System betrachtet werden.
Umstellungsosteotomien oder rekonstruktive Eingriffe können deshalb manchmal sinnvoller sein als eine isolierte Behandlung des sichtbaren Einzelschadens.
Schließlich gehören auch Komplikationsbewusstsein, saubere Nachsorge und ein respektvoller Umgang mit Patienten zur chirurgischen Ausbildung."
Nico: “In welchen Fachgesellschaften und Netzwerken engagierst Du Dich, um fachlich auf dem neuesten Stand zu bleiben?”
Nils: "Ich bin Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, der DGOU. Meine formale Mitgliedschaft konzentriert sich damit auf eine große wissenschaftliche Fachgesellschaft, die das breite Spektrum der Unfallchirurgie vertritt.
Für meine fachliche Weiterentwicklung als Kniespezialist nutze ich die kontinuierliche Auseinandersetzung mit
eine Tätigkeit in der Lehre zwingt mich außerdem dazu, medizinische Entscheidungen verständlich zu erklären und wissenschaftlich zu begründen.
Aus meiner Sicht entsteht fachliche Autorität nicht allein durch eine möglichst lange Liste von Mitgliedschaften.
Entscheidend ist, ob ein Spezialist fürs Knie seine Erfahrung, seine Ergebnisse und die aktuelle Evidenz zu einer verantwortungsvollen Behandlung verbindet.
Diesen Anspruch bringe ich zu Lumedis Frankfurt mit.

Nico: “Wie stellst Du sicher, dass aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeitnah in Deine Behandlungspfade einfließen?”
Nils: "Ich verfolge aktuelle Leitlinien und internationale Fachliteratur und prüfe neue Verfahren hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualität und ihrer tatsächlichen Relevanz für den Patienten. Nicht jede neue Operationstechnik ist automatisch besser, nur weil sie neu ist.
Entscheidend sind belastbare Ergebnisse, nachvollziehbare Vorteile und eine realistische Nutzen-Risiko-Abwägung.
Bei einem Meniskusriss bedeutet evidenzbasierte Medizin beispielsweise, Alter, Rissform, Gewebequalität, Begleitverletzungen und Beschwerden zu berücksichtigen. In der Rolle als Kreuzbandspezialist geht es darum, nicht nur technische Varianten zu vergleichen, sondern die individuelle Instabilität, das Aktivitätsniveau und mögliche Begleitschäden einzubeziehen. Bei Patellaluxationen oder Umstellungen am Knie ist eine exakte Ursachenanalyse ebenso wichtig.
Wissenschaftliche Evidenz und klinische Erfahrung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die beste Behandlung entsteht aus der Verbindung aktueller Erkenntnisse mit der konkreten Situation des einzelnen Menschen. Diese Haltung soll auch die Behandlung bei Lumedis Frankfurt prägen."
Nico: “Bei Lumedis steht häufig zunächst die konservative Behandlung im Vordergrund. Wann ist aus Deiner Sicht der Punkt erreicht, an dem eine Operation am Knie sinnvoller ist?”
Nils: "Eine Operation sollte nie Selbstzweck sein. Viele Kniebeschwerden lassen sich durch eine präzise Diagnose, Belastungsanpassung, muskuläres Training und weitere konservative Maßnahmen erfolgreich behandeln. Als Kniespezialist sehe ich meine Aufgabe nicht darin, möglichst schnell zu operieren, sondern den sinnvollsten Behandlungsweg zu bestimmen.
Eine Operation wird dann relevant, wenn eine klar behandelbare strukturelle Ursache vorliegt, die Beschwerden und Funktionseinschränkungen plausibel erklärt, und wenn konservative Maßnahmen keine ausreichende Verbesserung erzielen.
Bei bestimmten akuten Verletzungen kann auch eine frühzeitige Operation sinnvoll sein – beispielsweise wenn ein reparabler Meniskusriss das Gelenk blockiert, eine erhebliche Instabilität besteht oder Folgeschäden zu erwarten sind.
Auch bei Patellaluxationen, symptomatischen Achsfehlstellungen oder einer relevanten Kreuzbandinstabilität muss individuell geprüft werden, ob eine rekonstruktive Operation oder Umstellung am Knie langfristig die sicherere Lösung darstellt.
Bei Lumedis Frankfurt möchte ich die konservative Expertise des Teams mit meiner operativen Erfahrung verbinden, damit Patienten weder zu früh noch zu spät operiert werden."
Nico: “Viele Patienten haben großen Respekt vor einer Knieoperation. Wie gestaltest Du das Aufklärungsgespräch?”
Nils: "Zunächst möchte ich verstehen, wovor der Patient konkret Sorge hat. Manche fürchten Schmerzen, andere eine lange Arbeitsunfähigkeit, eine erneute Verletzung oder das Ausbleiben des gewünschten Ergebnisses. Erst wenn diese Fragen offen angesprochen werden, kann eine wirklich hilfreiche Aufklärung stattfinden.
Ich erkläre den Befund in verständlicher Sprache und zeige, welche Rolle Meniskus, Kreuzband, Kniescheibe, Knorpel und Beinachse spielen.
Danach bespreche ich die konservativen und operativen Möglichkeiten, den erwartbaren Verlauf, mögliche Risiken und die notwendige Nachbehandlung.
Als Spezialist fürs Knie ist es mir wichtig, realistische Ziele zu formulieren und keine Erfolgsgarantie zu versprechen.
Vertrauen entsteht aus Transparenz. Ein Patient sollte nach dem Gespräch nicht nur wissen, was operiert werden könnte, sondern auch warum – und welche Alternativen bestehen.
Bei Lumedis Frankfurt soll jede Entscheidung gemeinsam und auf Augenhöhe getroffen werden."
Nico: “Eine Knieoperation ist nur so gut wie ihre Nachsorge. Wie wichtig ist Dir die Zusammenarbeit mit Physiotherapie und Sportwissenschaft?”
Nils: "Die Nachbehandlung ist ein wesentlicher Teil des Behandlungserfolgs. Selbst eine technisch sehr gute Operation kann ihr Ziel verfehlen, wenn Belastungsaufbau, Beweglichkeit, Muskelaktivierung und Koordination nicht passend gesteuert werden. Umgekehrt kann eine gut strukturierte Rehabilitation die Funktion entscheidend verbessern.
Die Nachsorge muss sich am Eingriff orientieren. Nach einer Meniskusnaht gelten andere Belastungs- und Bewegungsregeln als nach einer Teilentfernung des Meniskus. Eine Kreuzbandrekonstruktion erfordert andere Schwerpunkte als eine Operation nach Patellaluxation oder eine Umstellungsosteotomie. Der Rehabilitationsplan sollte deshalb individuell und nicht schematisch sein.
Bei Lumedis Frankfurt ist mir eine enge Verzahnung mit Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern besonders wichtig. Als Kreuzbandspezialist denke ich die Rückkehr zu Sport und Alltag bereits vor der Operation mit. Entscheidend sind nicht nur feste Zeitangaben, sondern objektive Kriterien wie Beweglichkeit, Kraft, Stabilität, Koordination und Vertrauen in das Knie."
Nico: "Wann ist eine Knieoperation für Dich persönlich ein voller Erfolg?"
Nils: "Eine Knieoperation ist für mich erfolgreich, wenn der Patient sein individuelles Ziel erreicht und das Ergebnis nachhaltig ist. Für den einen bedeutet das, wieder schmerzfrei Treppen zu steigen. Für den anderen ist es die Rückkehr in einen körperlich anspruchsvollen Beruf oder in den Sport.
Natürlich gehören ein stabiler klinischer Befund, eine gute Beweglichkeit, eine möglichst geringe Schmerzbelastung und der Erhalt der Gelenkfunktion dazu. Bei einem Meniskusriss kann Erfolg bedeuten, den Meniskus zu erhalten. Nach einer Kreuzbandoperation geht es um verlässliche Stabilität und sichere Belastbarkeit. Nach Patellaluxationen soll die Kniescheibe stabil geführt sein, ohne dass Beweglichkeit und Funktion verloren gehen. Nach einer Umstellung am Knie steht die nachhaltige Entlastung des geschädigten Gelenkabschnitts im Vordergrund.
Der entscheidende Maßstab bleibt jedoch der Mensch und nicht allein das postoperative Bild. Als Kniespezialist bei Lumedis Frankfurt möchte ich Patienten so behandeln, dass sie ihre Mobilität, Sicherheit und Lebensqualität möglichst langfristig zurückgewinnen."

Nico: “Was dürfen Patienten von Dir als Kniespezialisten bei Lumedis Frankfurt erwarten?”
Nils: "Sie dürfen eine gründliche Diagnostik, eine ehrliche Beratung und eine individuell begründete Therapieentscheidung erwarten. Ich bringe die Erfahrung aus mehr als 1.000 Knieoperationen, meine wissenschaftliche Qualifikation und meine breite Tätigkeit als orthopädischer Chirurg sowie in der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie mit.
Als Spezialist fürs Knie behandle ich nicht nur einzelne MRT-Befunde. Ich betrachte Meniskus, Kreuzbänder, Kniescheibe, Knorpel, Beinachse und die gesamte Funktion des Beines gemeinsam. Das gilt für den akuten Meniskusriss ebenso wie für chronische Instabilitäten, wiederholte Patellaluxationen oder Beschwerden, bei denen eine Umstellung am Knie diskutiert wird.
Mein Ziel bei Lumedis Frankfurt ist eine Behandlung, die medizinisch fundiert, verständlich und langfristig sinnvoll ist."
PD Dr. Nils Beisemann: “Wenn eine konservative Therapie die beste Lösung ist, sollte sie konsequent genutzt werden. Wenn eine Operation notwendig ist, sollte sie präzise geplant, sicher durchgeführt und eng nachbetreut werden.”
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Ich bin Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie.
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