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Dr. Bela Braag
Axel Lust
Dr. Nicolas Gumpert
Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin
direkt am Kaiserplatz
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60311 Frankfurt am Main

Stärker werdende Schmerzen im Brustkorb können auf eine angebrochene Rippe hinweisen und sollten deshalb immer ernstgenommen werden. Eine gute orthopädische Betreuung ist dabei wichtig. Die Spezialisten von Lumedis begleiten Sie gerne in Ihrem Genesungsprozess. Vereinbaren Sie hier einen Termin!
Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht und zuletzt durch Dr. Bela Braag überarbeitet.
Dr. Bela Braag und Dr. Nicolas Gumpert haben sich auf die nicht-operative Behandlung von Rippenschmerzen spezialisiert.
Ihre Ansätze sind gezielte Analysen und abgestimmte Trainingsmaßnahmen und Übungen die Beschwerden im Bereich der Rippen so zu behandeln, dass sie Sie nicht mehr "ärgern".
Gerne beraten Sie unsere Wirbelsäulenspezialisten.
Eine angebrochene Rippe (in der medizinischen Sprache auch „Rippenfissur“) ist ein unvollständiger Bruch einer Rippe im Brustkorb. Dabei entsteht ein feiner Riss im Knochen, ohne dass die Rippe komplett durchbricht oder sich verschiebt (disloziert). Die Verletzung entsteht häufig durch eine direkte Gewalteinwirkung (Trauma), kann aber auch durch stärkste Muskelbewegungen oder wiederholte Belastung bei Osteoporose ausgelöst werden. Obwohl eine Rippenfissur weniger dramatisch klingt als ein kompletter Rippenbruch, verursacht sie oft ähnliche Schmerzen, vor allem beim Atmen, Husten, Lachen oder beim Drehen des Oberkörpers. Die Prognose ist in der Regel gut, die Heilung kann aber mehrere Wochen dauern.

Eine Rippe kann auch durch starken oder langanhaltenden Husten (teilweise) brechen. Besonders gefährdet sind Menschen mit Infekten oder chronischen Lungenerkrankungen (da diese vermehrt husten) oder geschwächter Knochensubstanz, etwa durch Osteoporose oder Steroideinnahme.
Das Husten ist ein sehr kraftvoller Prozess, bei dem die Atemmuskulatur ruckartig an den Rippen zieht. Dadurch entstehen erhebliche Scherkräfte. Wiederholt sich dies über Tage oder Wochen, kann der Knochen an einer Schwachstelle sozusagen einreißen bzw. brechen. Die Betroffenen bemerken dies durch plötzlich einschießende Schmerzen am Brustkorb, die sich bei jedem Hustenstoß verstärken.
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Wir sind auf die Heilung komplizierter Frakturen spezialisiert.
Gerne schauen sich die Frankfurter Rippenspezialisten von Lumedis Ihren Fall an.
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Eine angebrochene Rippe verursacht meist stechende Schmerzen, die am Brustkorb genau lokalisierbar sind und sich bei Bewegungen verstärken. Besonders typisch ist ein scharfer Schmerz beim tiefen Einatmen, Husten, Niesen oder Lachen, weil sich der Brustkorb dabei bewegt und mit ihm der angebrochene Knochen. Viele Betroffene nehmen deshalb automatisch eine Schonhaltung ein und atmen flacher, was langfristig zu Verspannungen der Rückenmuskulatur führen kann sowie zu Infektionen der Lunge, da diese nicht mehr ausreichend entfaltet und belüftet wird. Ein Druckschmerz über der Rippe ist ein weiteres Symptom. Häufig findet man auch eine lokale Schwellung über dem Bruch, eine Verhärtung oder einen kleinen Bluterguss. Auch das Liegen auf der betroffenen Seite wird oft als unangenehm empfunden, da es schmerzt und sich der Brustkorb mitunter instabil anfühlt. Bei sehr starken Schmerzen sollte immer abgeklärt werden, ob zusätzlich das Brustfell (Pleura) gereizt ist oder ob seltenere Begleitverletzungen wie ein kleiner Pneumothorax (das ist eingetretene Luft zwischen Lunge und Brustwand) vorliegen. Insgesamt gilt: Je klarer der Schmerz einer bestimmten Stelle zugeordnet werden kann, desto wahrscheinlicher ist eine Rippenfissur.
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Die Schmerzen einer angebrochenen Rippe werden meist als stechend oder messerscharf beschrieben. Typisch ist, dass der Schmerz punktgenau lokalisiert werden kann und sich bei Bewegung verstärkt – v. a. beim tiefen Einatmen, Husten, Niesen, Lachen oder Drehen des Oberkörpers. Viele Betroffene verspüren zusätzlich einen dumpfen Dauerschmerz, der in Ruhe bestehen bleibt und nachts das Liegen auf der betroffenen Seite erschwert. Außerdem reagiert die Stelle sehr empfindlich auf Druck von außen. Manche berichten auch über ein kurzes „Knacken“ im Moment der Verletzung. Vor allem stehen jedoch atemabhängige Beschwerden im Vordergrund, die durch die Bewegung des Brustkorbs immer wieder aufflammen können.
Eine angebrochene Rippe – die Rippenfissur – ist ein unvollständiger Bruch, bei dem der Knochen nur zum Teil angeknackst ist. Die Stabilität der Rippe bleibt dabei größtenteils erhalten, und es kommt zu keiner wirklichen Verschiebung der Knochenteile (Dislozierung). Die Schmerzen können allerdings ähnlich stark sein wie bei einer vollständigen Rippenfraktur, da die sehr schmerzempfindliche Knochenhaut in beiden Fällen gereizt wird und Schmerzsignale ans Gehirn sendet. Der wichtigste Unterschied liegt aber im Verletzungsausmaß (teilweise oder komplett gebrochen) und dem Risiko für Komplikationen:
Bei einer „echten“ Rippenfraktur ist der Knochen vollständig durchgebrochen. Je nach Ursache (z. B. Unfall) kann eine oder können mehrere Rippen gleichzeitig gebrochen sein. Vor allem wenn die Bruchenden verschoben sind und ein spitzer Knochenteil das umliegende Gewebe durchdringen kann, steigt das Risiko für Begleitverletzungen. Dazu gehören Blutergüsse in der Lunge, Verletzungen des Brustfells oder sogar ein Pneumothorax. Solche Komplikationen treten bei einer Rippenfissur deutlich seltener auf.
In der Behandlung unterscheiden sich beide Verletzungen letztlich nur wenig. Im Vordergrund stehen Schmerztherapie, Schonung und Atemübungen. Eine Rippenfissur heilt aber schneller, weil die Knochenstruktur nicht komplett unterbrochen ist. Während eine Rippenfissur in der Regel innerhalb von drei bis fünf Wochen ausheilt, kann eine Rippenfraktur sechs Wochen oder länger Beschwerden verursachen, vor allem wenn mehrere Rippen betroffen sind.
Die Diagnose einer angebrochenen Rippe basiert vor allem auf der körperlichen Untersuchung und Bildgebung. Typisch sind relativ punktgenaue Schmerzen, die sich beim Atmen, Husten oder Drücken an ebenjener Stelle verstärken. In der Untersuchung tastet der Arzt den knöchernen Brustkorb ab (hier ist eventuell ein Knirschen (Krepitation) spürbar) und achtet auf Schwellungen oder Blutergüsse. Ein Röntgenbild zeigt manchmal nur vollständige Brüche und kann kleinste Rippenfissuren übersehen (in so einem Fall ist die Durchführung eines MRT angezeigt). Die gefährlichen Begleitverletzungen Pneumothorax und Hämatothorax lassen sich mit einem Röntgen jedoch schnell ausschließen, weshalb es daher das Mittel der Wahl bei Verdacht auf eine Rippenfraktur bleibt.
Ja, häufig lässt sich eine angebrochene Rippe im Ultraschall darstellen, allerdings nicht immer. Der Vorteil des Ultraschalls ist, dass er in meist jeder Praxis verfügbar, strahlenfrei und schmerzlos ist. Günstig ist auch, dass die Rippenoberfläche direkt sichtbar ist. Außerdem kann man kleine Stufenbildungen, Unterbrechungen der Knochenkontur oder Flüssigkeitsansammlungen gut erkennen. Prellungen des umgebenden Weichteilgewebes werden ebenso sichtbar. Da Rippenfissuren jedoch sehr feine Risse haben können oder manchmal für den Ultraschallkopf ungünstig liegen, sind sie ab und zu auch nicht gut darstellbar. Trotzdem ist der Ultraschall ein hilfreiches Diagnostikinstrument, das oft mehr vom umliegenden Gewebe zeigt als ein Röntgenbild, v. a. bei frischen Verletzungen.
Ein Röntgenbild sollte immer dann angefertigt werden, wenn der Verdacht auf eine Rippenfissur oder eine vollständige Fraktur vorliegt. Es ist generell bei Unfällen mit einer größeren Gewalteinwirkung sinnvoll sowie bei starken Schmerzen nach einem Trauma. Weitere Indikationen sind Atemnot, zunehmende Brustkorbschmerzen, sichtbare Fehlstellungen oder ein ausgeprägter Bluterguss. Darüber hinaus ist es sinnvoll, wenn der Verdacht auf Begleitverletzungen besteht, wie ein Pneumothorax (freie Luft im Brustraum) oder eine Lungenkontusion (d. h. Quetschung).

Röntgenbild einer Rippenserienfraktur rechts
Die wichtigste Maßnahme bei einer angebrochenen Rippe ist eine ausreichende Schmerzbehandlung, damit das Atmen tief genug möglich ist und keine Lungenentzündung entsteht. Die Schmerzmittel der Wahl sind Substanzen wie Ibuprofen oder Diclofenac (2. Wahl: Novalgin). Dazu sind Maßnahmen wie Schonung und eine ruhige, flache Lagerung des Oberkörpers hilfreich. Außerdem sollte man ruckartige Bewegungen vermeiden. Wärme- oder Kälteanwendungen kann man ebenfalls einsetzen, je nachdem, was als angenehmer empfunden wird. Dazu sollte man noch Atemübungen machen, die die Belüftung der Lunge gewährleisten und Schonatmung verhindern. Weiterhin kann ein stützender Verband oder eine Bandage kurzfristig Erleichterung bringen, sollte jedoch nicht dauerhaft getragen werden, da die Atmung sonst eventuell zu flach wird.
Eine Rippenbandage kann den Brustkorb leicht stabilisieren und damit Schmerzen im Alltag, z.B. bei Bewegung oder durch Husten verringern. Ihre Stabilität funktioniert durch sanften Druck, der die Beweglichkeit der verletzten Rippe reduziert, ohne die Atmung komplett einzuschränken. Besonders in den ersten Tagen nach der Verletzung empfinden viele Patienten diese Unterstützung als sehr angenehm. Trotzdem sollte die Bandage nicht dauerhaft, sondern nur zeitlich begrenzt genutzt werden. Wird sie zu lange getragen, besteht die Gefahr einer zu flachen Atmung, was das Risiko für eine Lungenentzündung erhöht. Optimal ist eine kurzzeitige Anwendung in bestimmten Situationen, wenn Belastungen wie Gehen, Husten oder Heben abgefedert werden sollen
Ja, ein medizinisches Tape wie Kinesio-Tape kann bei einer Rippenfissur oder sogar einer Rippenfraktur unterstützend helfen. Es stabilisiert zwar nicht den Knochen, kann aber die umgebende Muskulatur entlasten und Schmerzen reduzieren. Durch einen klebenden Zug wird die Haut (und indirekt auch die Faszien) leicht angehoben, was die Durchblutung verbessert und Muskelverspannungen rund um die verletzte Rippe lindern kann. Viele Betroffene berichten, dass das Atmen dadurch etwas leichter fällt. Tape ersetzt jedoch keine medizinische Behandlung und hilft nur unterstützend, also zusätzlich. Bei starken Schmerzen oder wenn der Verdacht auf Komplikationen vorliegt, ist es nicht geeignet, und es sollte unbedingt ein Arzt für die weitere Therapie aufgesucht werden.

Abbildung eines Thorax mit Rippenbruch (Rippenserienfraktur)
In den ersten achtundvierzig Stunden nach der Verletzung hilft Kühlen meist am besten: Durch Vasokonstriktion (Zusammenziehen der Blutgefäße) dämpft es die Entzündungsreaktion, reduziert Schwellungen und lindert den akuten Schmerz. Danach empfinden viele eher Wärmeanwendungen als angenehmer, weil diese die Muskulatur rund um die Rippe entspannen und verspannte Zwischenrippenmuskeln lösen. Beide Maßnahmen sollten begrenzt eingesetzt werden: Kälte maximal fünfzehn bis zwanzig Minuten mit Pausen, Wärme vor allem nur so heiß, wie sie angenehm bleibt. Entscheidend für die „perfekte Dosis“ ist das individuelle Belieben: Was den Schmerz reduziert und die Atmung erleichtert, ist die richtige Methode. Angenommen, die Beschwerden verstärken sich durch die Anwendungen, sollte man beides pausieren.
Gezielte und auf den Einzelfall abgestimmte Übungen sind angebracht, sobald der akute Schmerz nachgelassen hat. Dies ist meist nach einigen Tagen der Fall. Sie helfen, die Beweglichkeit des Brustkorbs zu erhalten, die Zwischenrippenmuskulatur weitestgehend zu entlasten und Schonhaltungen zu vermeiden. Besonders Atemübungen, leichtes Durchbewegen der BWS und sanftes Dehnen der Brust- und Rückenmuskulatur können die Heilung beschleunigen. Wichtig ist eine individuelle Anpassung: Zu frühe oder zu intensive Übungen können die Beschwerden nämlich verstärken. Die passenden Bewegungsabläufe sollten unter physiotherapeutischer Anleitung ausgewählt werden. Bei dieser Auswahl ist am wichtigsten, dass sie den Heilungsverlauf beschleunigen, ohne die angebrochene Rippe zusätzlich zu belasten.
Eine angebrochene Rippe benötigt meist zwischen drei und sechs Wochen, um gänzlich zu heilen. Die genaue Dauer hängt vom Alter, der täglichen körperlichen Belastung, anderen vorliegenden Begleitverletzungen und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab. Körperliche Tätigkeiten, die eine starke Rumpfrotation oder Druck auf den Brustkorb auslösen, sollten so lange vermieden werden, bis der Schmerz weitestgehend abgeklungen ist. Auch nach der gröbsten Abheilung kann der Bereich um die Rippe herum noch einige Wochen druckempfindlich bleiben, sodass eine sorgfältige Schmerztherapie und regelmäßige Atemübungen weiterhin durchgeführt werden sollten.
Die Dauer der Krankschreibung hängt stark von der beruflichen Tätigkeit ab und wird vom Arzt festgelegt. Bei körperlich gering belastenden Berufen reichen oft ein bis zwei Wochen, bis die alltägliche Arbeit wieder möglich ist. Wer dagegen schwer hebt, viel dreht oder kräftig zupacken muss, benötigt häufig zwei bis vier Wochen, manchmal länger. Für den Wiedereinstieg in den Job ist entscheidend, dass tiefes Atmen und normales Bewegen ohne starke Schmerzen möglich sind. Bei anhaltenden Beschwerden oder einer besonders ungünstigen Lokalisation der Fissur kann die Arbeitsunfähigkeit auch über vier Wochen hinausgehen.
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