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Lumedis Frankfurt

PD Dr. Elke Maurer
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Fachärzte für Orthopädie


Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Vitamin D Mangel

Der Vitamin D Mangel gehört zu einen der häufigsten Mangelerscheinungen der Welt. Wird der Mangel nicht frühzeitig erkannt und nicht in richtiger Dosis therapiert, können als Folge schwere Krankheiten sich etablieren

Unsere langjährigen Experten von Lumedis sind Spezialisten in orthopädischen Systemerkrankungen und Mangelerscheinungen. Mit ausführlichen Beratungen, umfangreicher Diagnostik und individualisierter Therapie helfen wir Ihnen gerne aus. Buchen Sie jetzt Ihren Wunschtermin

PD Dr. Elke Maurer hat diesen Artikel für Sie zuletzt aktualisiert.
Dr. Maurer ist Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie und ist bei Lumedis unsere Spezialistin für die Osteoporose.
Sie hat eine fundierte Ausbildung an der BG Klinik in Tübingen durchlauf und sich auf dieser Basis Ihrer wissenschaftlichen Arbeit als Spezialistin für Osteoporose etabliert.
Inzwischen gibt es viele Möglichkeiten eine drohenden oder manifeste Osteoporose zu behandeln.
Gerne berät Sie unsere Spezialistin in Ihrer Osteoporose-Sprechstunde.

Was ist ein Vitamin D Mangel?

Ein Vitamin D Mangel bedeutet, dass der Körper zu wenig von dem fettlöslichen Vitamin D zur Verfügung hat. Solch ein Mangel tritt auf, wenn der Körper nicht genügend Vitamin D erhält oder nicht in der Lage ist, es ausreichend zu produzieren oder zu verwerten. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für die Knochenmineralisierung, indem es die Aufnahme von Calcium- und Phosphat aus dem Darm unterstützt und den Einbau im Knochen und in den Zähnen beeinflusst. Vitamin D hat außerdem einen großen Einfluss auf die Psyche, da es bei der Regulation der Hirnbotenstoffe Serotonin und Dopamin, welche die Stimmung und die psychische Verfassung mitsteuern. Vitamin D wird unter anderem durch UV-Licht auf der Haut, also Sonneneinstrahlung in der Leber und der Niere synthetisiert. So basiert beispielsweise die sogenannte Winterdepression unter anderem auf einem Vitamin-D-Mangel durch verminderte Sonnenexposition.

Was ist Vitamin D3?

Vitamin D ist ein Überbegriff für eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, den Calciferolen. Man unterscheidet vor allem Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol). Vitamin D3 wird durch UV-B Strahlung (Sonnenstrahlung) auf die Haut synthetisiert.
Es ist außerdem in tierischen Nahrungsmitteln enthalten. Vitamin D2 wird v.a. von Pflanzen unter Sonneneinstrahlung synthetisiert. Die beiden Unterformen haben nur leicht unterschiedliche Molekülstrukturen und können vom menschlichen Körper verwendet werden. Nach der Produktion von D3 wird dies in die Leber transportiert und dort in seine aktive Form umgewandelt.
Ca. 80% des Vitamin D wird unter UVB-Strahlung vom Menschen selbst gebildet und der Rest über die Nahrung aufgenommen.

Ursache für einen Vitamin D Mangel

  • Geringe UV-Strahlung (Sonnenstrahlung) im Winter
  • Mangelernährung
  • Resorptionsstörung (z.B. chronisch- entzündliche Darmerkanrkungen)
  • Bildungsstörung (Leber-/ Niereninsuffizient)

An welchen Symptomen erkennen Sie einen Vitamin D Mangel?

Ein leichter Vitamin D-Mangel ist meist nicht klar zu erkennen. Es können Müdigkeit, allgemeine Schwäche, Muskelschmerzen oder -schwäche oder auch Stimmungsschwankungen und Depression auftreten. Außerdem kann durch den Mangel das Immunsystem geschwächt sein, sodass häufiger Infektionen auftreten. Bei starkem und länger andauerndem Mangel kann bei Erwachsenen Osteomalazie eine schmerzhafte Knochenerweichung und pathologische Frakturen durch ein eigentlich harmloses Ereignis entstehende Knochenbrüche auftreten. Bei Kindern kann es zu Rachitis kommen, einer mangelnden Knochenmineralisierung im Wachstum, sodass es zu Wachstumsstörungen und Skelettdeformierungen kommen kann.

Gewichtszunahme

Vitamin D regt über verschiedene Rezeptoren im ganzen Körper den Stoffwechsel an. So auch den Muskelstoffwechsel, sodass es bei Vitamin D-Mangel zu einer Muskelschwäche kommen kann. Wird durch die Muskelschwäche die körperliche Aktivität vermindert, verlangsamt sich der Stoffwechsel noch weiter und es kommt zu einer Gewichtszunahme. Hinzu kommen die durch einen Vitamin D-Mangel möglichen Stimmungsverschlechterungen, wodurch ein emotionales Essverhalten ausgelöst werden kann. Über hormonelle Regulations-Ungleichgewichte können auch der Appetit und der Fettstoffwechsel schwanken, sodass die Gewichtszunahme weiter angekurbelt wird.

Haarausfall

In den Haarwurzelzellen befinden sich Rezeptoren für Vitamin D. In einem normalen Wachstumszyklus eines Haars wächst dieses für einige Jahre und wird dann von der Blutversorgung getrennt. Ein neues Haar wächst in der Wurzelposition des alten Haars und stößt dieses langsam ab. Ohne Vitamin D stirbt das „ausgewachsenebestehende Haar langsam ab, jedoch ohne dass sich in der Wurzelposition ein neues Haar bildet.

Wassereinlagerungen

Vitamin D fördert in Zellen die Produktion des Entwässerungshormons ANP. Dies wird bei hohem Blutdruck in den Vorhöfen des Herzens gebildet und fördert in den Nieren daraufhin die Ausscheidung von Natrium und Wasser. So werden im Körper das Flüssigkeitsvolumen und der Blutdruck gesenkt. Ist der Vitamin D-Spiegel niedrig, wird vermindert ANP freigesetzt und weniger Natrium und Wasser ausgeschieden. Die überschüssige Flüssigkeit sammelt sich im Körper an, sodass es zu Wassereinlagerungen kommen kann. Der Mechanismus ist jedoch noch nicht eindeutig erforscht. 

Kopfschmerzen

Zwischen einem Vitamin D-Mangel und Kopfschmerzen konnte noch kein genauer Zusammenhang nachgewiesen werden. Ein niedriger Vitamin D-Spiegel fördert durch den Vitamin D-Mangel ausgelöste eingeschränkte Immunreaktion verschiedene Entzündungsprozesse im Körper. So entstehen schneller chronische Entzündungen, welche wiederum häufig mit Kopfschmerzen und Migräne verbunden sind. Auch verspannen sich die Muskeln schneller durch den verminderten Muskelstoffwechsel durch den Vitamin D-Mangel. Diese Muskelverspannungen, vor allem im Nacken- und Schulterbereich können Kopfschmerzen auslösen.

Muskelschmerzen

Vitamin D unterstützt die Aufnahme von Calcium aus dem Darm. Calcium wird für die Kontraktion in den Muskelzellen benötigt, sodass bei einem Mangel auch als Folge eines Vitamin D-Mangels die Muskelkontraktion und -entspannung gestört sein kann.
Außerdem kann ein Vitamin D-Mangel Entzündungen im Körper fördern, welche die Muskeln reizen und Schmerzen verursachen können. Letztlich sind Muskelbeschwerden oft multifaktoriell bedingt, daher kann ein niedriger Vitamin D-Spiegel nur eine von mehreren potenziellen Ursachen sein.

Welche Krankheiten können ein Vitamin-D-Mangel auslösen?

Viele verschiedene Krankheiten können ursächlich für einen Vitamin D-Mangel sein. Bei einer Malabsorptionserkrankung ist beispielsweise die Aufnahme von Nährstoffen im Darm beeinträchtigt. Meist sind Entzündungen im Darm wie beispielsweise Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit), Morbus Crohn oder andere Darmerkrankungen. 

Bei Leber- und Nierenerkrankungen kann die Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form sowie die Speicherung und Freisetzung des Vitamins in den Körper beeinträchtigt sein.

Fettleibigkeit kann auch ursächlich für einen Vitamin D-Mangel sein. Das Vitamin D wird aufgrund seiner Fettlöslichkeit im Fettgewebe gespeichert und es ist weniger im Blut verfügbar. 

Mangelernährung oder mangelnde Sonnenexposition gehören zu den häufigsten Ursachen für den Vitamin D-Mangel. 

Auch das Alter kann einen Vitamin D-Mangel begünstigen. Die Haut verliert im Laufe des Lebens ihre Hautsynthesefähigkeit. Hinzukommt eine verschlechterte Aufnahmefähigkeit aus der Nahrung, eine verminderte Nierenfunktion und eine Vermehrung des Fettgewebes.

Diagnose

Ein Vitamin D-Mangel kann üblicherweise durch Blutuntersuchungen diagnostiziert werden. Hier wird der Wert des Vitamin D-Vorläufers bestimmt. Liegt der Wert unter 20ng/ml (Nanogramm pro Mililiter), deutet dies auf einen Mangel hin. Einen Vitamin D-Mangel anhand der Symptome zu bestimmen ist häufig schwierig, da die Symptome meist unspezifisch sind und individuell variieren können. Einige Anzeichen können Muskelschwäche, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Knochenschmerzen oder erhöhte Anfälligkeit für Infektionen sein. Verbringt der Patient jedoch genügend Zeit im Freien und hat eine große Sonnenexposition, dann ist ein Vitamin D Mangel unwahrscheinlich.

Blutbild

In einer Laborkontrolle können die Vorstufe 25-Hydroxycholecalciferol (= 25-Hydroxy-Vitamin-D) von aktivem Vitamin D3 und auch aktives Vitamin D3 (1,25-Dihydroxycholecalciferol bzw. 1,25-Dihydroxy-Vitamin-D) bestimmt werden. Bei Verdacht auf einen Mangel wird v.a. die Vorstufe bestimmt. Ist auch die aktive Form vermindert, deutet dies auf eine starke Unterversorgung hin. Erhöhte Werte können auf eine Überdosierung von Vitaminsubstitutionspräparaten hinweisen. Indirekte Marker sind Kalzium, Phosphat und das Parathormon. Letzteres wird hoch, wenn zu wenig Kalzium und Phosphat vorhanden sind, da es Kalzium aus den Knochen hilft freizusetzen.

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Was kann man gegen einen Vitamin D Mangel tun?

Am einfachsten und sehr effektiv ist mehr Zeit in der Sonne zu verbringen, sodass mehr Sonnenstrahlung auf die Haut trifft. Auch können vermehrt Vitamin D-reiche Lebensmittel wie fetter Fisch (Lachs), Lebertran, Eigelb oder auch angereicherte Lebensmittel (Milchprodukte oder auch Getreide) gegessen werden. Es existieren auch viele Nahrungsergänzungsmittel und Öle, welche den Spiegel schnell erhöhten können. Diese sollten jedoch auf ärztliche Empfehlung hin eingenommen werden und auf keinen Fall überdosiert werden. Vitamin D-Spiegel sollten bei einem Mangel regelmäßig überprüft werden.

Sonnenlicht

Ein Großteil unseres Lebens findet heute in Innenräumen statt. So kommen wir im Alltag zusätzlich durch Kleidung abgeschirmt, nur wenig mit Sonnenlicht und damit mit der für die Vitamin D-Synthese wichtigen UVB-Strahlung in Kontakt. Damit die Umwandlung von Vitamin D in den Hautzellen stattfinden kann, müssen diese direkt mit UVB-Strahlung in Kontakt kommen. In deutschen Breitengraden wird daher empfohlen, Gesicht, Hände und Unterarme täglich ca. 10 Minuten ungeschützt der Sonne auszusetzen. Im Winter werden für eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung sogar ca. 20 Minuten empfohlen. In höheren Lagen hingegen ist die UVB-Strahlung intensiver und es kann auch weniger Zeit in der Sonne ausreichen. Wichtig ist jedoch, immer auf den Sonnenschutz zu achten, denn ungeschützter direkter Sonnenkontakt erhöht das Hautkrebsrisiko.

In welchen Lebensmitteln ist Vitamin D enthalten?

Vitamin D kann vom Körper selbst gebildet oder über die Nahrung aufgenommen werden. Dabei sind tierische Produkte die Lieferanten von Vitamin D3. Am reichhaltigsten sind fettreiche Fische wie Lachs, Hering oder Aal, aber auch Lebensmittel wie Lebertran, Eigelb und auch Milchprodukte. Aber auch die Zufuhr über tierische Lebensmittel reicht nicht aus, um einen bestehenden Mangel auszugleichen. Vielmehr kann die Grundversorgung mit Vitamin D im Alltag aufrechterhalten werden. Vitamin D kann auch über pflanzliche Öle aufgenommen werden. Dabei handelt es sich um Vitamin D2, das in Pflanzen durch Sonneneinstrahlung synthetisiert wird. Diese können aus Pflanzen extrahiert und in höheren Konzentrationen als Öle oder Tabletten verabreicht werden, sodass sie bei einem Mangel gut als Vitaminersatz dienen können.

Wann brauche ich eine Vitamin D Substitution und wie viel?

Vitamin D kann in der „dunklen Jahreszeit“ in kleinen Dosen dauerhaft eingenommen werden, um einem Mangel vorzubeugen und dem Körper etwas Gutes zu tun. Die Menge variiert je nach Substrat und sollte den Bedarf von ca. 20 Mikrogramm/Tag decken.
Der Bedarf variiert individuell nach Körpergewicht etwas und ist auch je nach Alter unterschiedlich. So benötigt ein Säugling nur ca. 10 Mikrogramm/Tag. Bei einem akuten Mangel wird Vitamin D zunächst eine Woche bis einen Monat lang hochdosiert substituiert, um den Vitaminspiegel wieder auf das gewünschte Niveau anzuheben
Danach wird eine niedrigere Erhaltungsdosis empfohlen. Vitamin D sollte nicht auf Dauer überdosiert werden, da dies zu schweren Nebenwirkungen führen kann. Vitamin D kann am besten in flüssiger Form in Form von Öltropfen aufgenommen werden. Häufig wird es zusammen mit Vitamin K2 verabreicht, da die beiden Vitamine im Körper eng zusammenarbeiten und Vitamin K ebenfalls ein sehr wichtiges Vitamin für verschiedene Prozesse im Körper ist.

Wie lange dauert es, bis ein Vitamin D Mangel behoben ist?

Die Behebung eines Vitamin-D-Mangels hängt neben dem Schweregrad des Mangels d.h. dem Vitamin-D-Spiegel im Blut auch vom Körpergewicht ab. Bei regelmäßiger Einnahme von Vitamin-D-Präparaten wird ein Mangel innerhalb weniger Wochen bis zu mehreren Monaten behoben. Die Dauer hängt stark von der Bereitschaft des Patienten ab, aktiv an den therapeutischen Maßnahmen mitzuarbeiten. Für eine dauerhaft ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist auch eine Anpassung des Lebensstils erforderlich. So muss neben der Einnahme des Vitamins auch auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Aufenthalt in der Sonne geachtet werden.

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Ihr
Nicolas Gumpert

Unsere orthopädischen Spezialisten

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