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Lumedis Frankfurt

Dr. Carmen Heinz
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Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Muskelverletzung

Lumedis - Ihre Muskelspezialisten

Muskelverletzungen sind gerade bei Sportlern eine sehr häufige Sache, die ihn zu längeren Pausen zwingen. Damit aus kleinen Verletzungen keine größreren Muskelschäden werden ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie sehr wichtig.
Wir von Lumedis haben uns auf die Behandlung von Muskelverletzungen ohne OP spezialisiert und durch unsere Präventionsmöglichkeiten mittels Kraftmessung und EMG können die Ausfallzeiten im Sport deutlich reduziert werden.
Wenn Sie eine Beratung durch unsere erfahrenen Sportmediziner wünschen, kommen Sie hier zu Ihrem Wunschtermin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Nicolas Gumpert veröffentlicht.
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und regelmäßig als Gast im Hessischen Rundfunk eingeladen.
Daneben steht er vielen Printmedien wie Welt, Sportbild und DPA regelmäßig als Interviewpartner zur Verfügung.
Weiterhin betreibt er mit Dr-Gumpert.de ein Informationsportal für laienverständliche Medizin mit mehr als 100 Millionen Seitenabrufen pro Jahr.
Folgen Sie Dr. Gumpert auf Facebook ­­oder Instagram.

Definition – Was ist eine Muskelverletzung?

Von einer Muskelverletzung sind oft Sportler betroffen. Entstehen kann eine Muskelverletzung durch Überbelastung einer zu schwach trainierten Muskulatur.
Auch wenn die Muskulatur vor dem Sport nicht ausreichend aufgewärmt ist, macht sie das anfälliger für Verletzungen.
Der Muskelkater ist die leichteste Form einer Muskelverletzung, hierbei kommt es durch übermäßige, dauerhafte Belastung zu kleinen Rissen in der Muskulatur.
Schwere und langwierige Muskelverletzungen sind die

Diese Verletzungen entstehen indirekt durch eine Überlastung und Überdehnung der Muskulatur. Es kann aber auch zu einer direkten Muskelverletzung durch Gewalteinwirkung von außen mit Rissen und Quetschungen der Muskulatur kommen. Dazu gehört zum Beispiel die Muskelprellung.

Abbildung der Anatomie einer Muskelfaser

  1. Muskelbündel
  2. Muskelfaser

Das ist eine Muskelzerrung

Bei einer Muskelzerrung handelt es sich um eine Überdehnung von einzelnen Muskelfasern, bei der es aber nicht zu einem nachweisbaren Schaden des Muskelgewebes kommt.
Es gibt also keinen sichtbaren Riss der Muskulatur und der schmerzende Bereich sieht von außen unverändert aus.
Die Ursache für eine Muskelzerrung ist oft eine Überdehnung des Muskels durch eine plötzliche Überbelastung beim Sport. Bei einer Muskelzerrung kommt es langsam zu zunehmenden Schmerzen bei der Anspannung der verletzten Muskulatur, aber auch plötzlich einschießende Schmerzen sind möglich. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Muskelzerrung.

Sie leiden an wiederkehrenden Muskelverletzungen?
Bisherige Maßnahmen könnten nicht helfen?
Sie suchen eine 2. Meinung?

Gerne schauen sich die konservativen Frankfurter Muskelspezialisten von Lumedis Ihren Fall an.
In vielen Fällen können wir mit gezielten Übungen und Dehnungsmaßnahmen helfen.
Die besten Übungen für Ihren Fall finden wir über hochmoderne wissenschaftliche Messmethoden.

Das ist ein Muskelfaserriss

Bei einem Muskelfaserriss handelt es sich um eine Zerreißung und damit eine Konturunterbrechung von einzelnen oder mehreren Muskelfasern, die zu einem Muskel gehören.
Ein Muskelfaserriss entsteht akut bei stärkerer Belastung, meist durch eine plötzliche Anspannung eines Muskels im gedehnten Zustand.
Da es im Gegensatz zur Muskelzerrung tatsächlich zu einem Schaden des Muskelgewebes kommt, kann je nach Schwere der Verletzung und Anzahl der gerissenen Fasern eine sicht- und tastbare Delle sowie ein Bluterguss (Hämatom) entstehen. Bei einem Muskelfaserriss kommt es zu einem schlagartigen Schmerz und einer nachfolgenden Bewegungseinschränkung des verletzten Muskels. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Muskelfaserriss.

MRT des Unterschenkels

  1. Schienbein (Tibia)
  2. Muskelfaserriss in der Wadenmuskulatur
  3. Wadenbein (Femur)

Das ist ein Muskelriss

Einem Muskelriss liegt der gleiche Verletzungsmechanismus wie einem Muskelfaserriss zugrunde, also auch eine plötzliche Anspannung und akute Überlastung der Muskulatur.
Bei einem Muskelriss handelt es sich jedoch um eine schwerere Verletzung als bei einem Muskelfaserriss.
Denn es kommt nicht nur zur Zerreißung von einzelnen Muskelfasern, sondern sämtlicher Muskelfasern, die zu einem Muskel gehören und der dazugehörigen Muskelfaszie.
Dadurch wird der Muskel nicht nur anteilig, sondern in seiner gesamten Struktur zerstört.
Durch den kompletten Abriss des Muskels ziehen sich die getrennten Anteile zusammen und verdicken sich, der Muskel kann nicht mehr angespannt werden und verliert schlagartig seine Funktion.

Weitere Informationen erhalten Sie unter unserem Artikel Muskelriss.

Abbildung eines Muskelfaserrisses in der Adduktorengruppe

  1. M. iliopsoas (Hüftbeuger = Lenden-Darmbeinmuskel)
  2. M. pectineus (Kammmuskel)
  3. Muskelfaserriss im M. adduktor longus (langer Adduktor)
  4. M. adductor magnus (großer Adduktor)
  5. M. gracilis
  6. M. adduktor brevis (kurzer Adduktor)

Das ist ein Pferdekuss

Ein Pferdekuss entsteht durch eine gewaltsame Muskelquetschung / Muskelprellung, wodurch es zu einer massiven Einblutung in den Muskel kommen kann.
Ein Pferdekuss kommt besonders häufig bei Ballsportarten wie Fußball oder Handball vor, wo es zu direkten Kontaktverletzungen kommt.
Der Pferdekuss ist am häufigsten im vorderen oder seitlichen Oberschenkel oder der Wade lokalisiert.
Ein Pferdekuss stellt eine schwere Muskelverletzung dar und bedarf einer optimalen Behandlung, um Folgeschäden zu verhinderen.

Mehr zum Thema Muskelprellung finden Sie in unserem Artikel Pferdekuss.

Ursachen

Die häufigsten Ursachen einer Muskelverletzung sind:

  • Überdehnung der Muskulatur beim Sport
    • Wenn die Muskulatur nicht ausreichend aufgewärmt wurde
    • Unzureichender Trainingszustand und schwache Muskulatur
    • Belastung von übermüdeter Muskulatur
    • Plötzliche starke Belastung bestimmter Muskelgruppen
    • Abrupte Bewegungen, schnelles Beschleunigen und Stoppbewegungen (z.B. Fußball, Tennis, Squash)
       
  • Verletzung durch direkte Gewalteinwirkung führt zur Muskelprellung
    • Tritte oder Schläge auf die Muskulatur
    • Sturz

Wo kommen Muskelverletzungen besonders häufig vor?

Muskelverletzung der Wade

Die Wade ist ein Bereich in dem besonders häufig Muskelverletzungen auftreten. Die Wadenmuskulatur hat eine wichtige Funktion beim Gehen und Laufen, sie muss beim Abrollen des Fußes bei jedem Schritt das gesamte Körpergewicht stützen. Daher ist sie bei vielen Sportarten sehr stark belastet und anfällig für Verletzungen.
Ein besonders hohes Risiko für Verletzungen der Wadenmuskulatur besteht bei Sportarten in denen oft beschleunigt und dann abrupt abgebremst wird.
Das ist zum Beispiel beim Fußball und Tennis ein typischer Bewegungsablauf. Auch bei ungeübten Wanderern kann das Bergauflaufen durch die für die Wadenmuskulatur bisher unbekannte, starke Belastung zu Verletzungen führen.
Aber auch beim einfachen Joggen kann es schon zu Wadenverletzungen kommen, wenn man sich nicht ausreichend aufwärmt und bei einem unzureichenden Trainingszustand seine Muskulatur überfordert. 

Oberschenkel/Adduktoren

Die Oberschenkelmuskulatur und die Adduktoren übernehmen eine wichtige Funktion beim Laufen und unterschiedlichen Bewegungen der Beine.
Eine Verletzung dieser Muskulatur tritt vor allem auf bei Sportarten, in denen viel gelaufen wird und es zu abrupten Bewegungsänderungen kommt.
Besonders häufig ist eine Verletzung der Oberschenkelmuskulatur durch plötzliche Belastung an nicht aufgewärmter Muskulatur.
Die Adduktoren liegen an der Innenseite der Oberschenkel und übernehmen eine wichtige Funktion bei Ausfallschritten.
Verletzungen in diesem Bereich treten daher beispielsweise häufig bei Fußballern auf, aber auch beim Ausrutschen kann es durch die Überdehnung zur Adduktorenverletzung kommen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Adduktorenzerrung.

Muskulatur des hinteren Oberschenkels

1. Musculus biceps femoris
2. + 3. Musculus semitendinosis
4. Musculus semimembranosus

Muskelverletzung am Brustmuskel

Eine Verletzung der Brustmuskulatur entsteht meist durch eine Überlastung und Überdehnung der Muskeln des vorderen Oberkörpers. Insbesondere Kraftsportler sind von Verletzungen der Brustmuskulatur betroffen.
Wenn im Fitnessstudio sehr schwere Gewichte gestemmt werden und die Brustmuskulatur einer unnatürlich starken Belastung ausgesetzt ist, kann es zu Verletzungen dieser Muskeln kommen.
Besonders gefährlich ist eine hohe Belastung, wenn die Brustmuskulatur nicht ausreichend aufgewärmt wurde. Auch ein ungeübtes und unkontrolliertes Ausführen der Kraftübungen kann zu Verletzungen führen. Schmerzen im Bereich der Brust können auch schwerwiegendere Ursachen als eine Muskelverletzung haben.
Beispielsweise kann ein Herzinfarkt ebenfalls Brustschmerzen auslösen, sodass Schmerzen in der Brust auf jeden Fall abgeklärt werden sollten.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Muskelfaseriss der Brust.

Schulter

Die Schultermuskulatur ist für sehr viele Armbewegungen wichtig und wird im Alltag daher viel belastet. Bei übermäßiger Belastung und Überdehnung der Schultermuskulatur kann es zu Verletzungen kommen.
Die starke Belastung der Schultermuskulatur bei Rückschlagsportarten wie Tennis oder Squash, aber auch beim Handball und Wurfsportarten können zu Verletzungen wie Muskelfaserrissen führen.
Weiterhin kommt es häufig zu Sehnenrissen der Schultermuskulatur, eine klassische Verletzung der Schultermuskulatur ist die Rotatorenmanschettenruptur.
Im Alter können degenerative Veränderungen im Bereich des Schultergelenks ebenfalls zu Verletzungen der Schultermuskulatur und deren Sehnen führen.

Rücken

Die Rückenmuskulatur ist bei vielen Menschen durch häufiges Sitzen am Schreibtisch und Fehlhaltungen sowie durch Bewegungsmangel allgemein und unzureichendes Training des Rückens schwach ausgebildet. Dadurch ist die Rückenmuskulatur anfällig für Verletzungen und es kann schon im Alltag durch Heben von schweren Gegenständen zu Rissen dieser Muskulatur kommen.
Auch durch Überlastung der Rückenmuskulatur beim Krafttraining können Verletzungen in diesem Bereich entstehen. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Muskelfaserriss im Rücken.

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Muskelverletzung

Eine Muskelverletzung kann man je nach Ursache und Schwere der Verletzung an verschiedenen Symptomen erkennen. Eine Gemeinsamkeit aller Muskelverletzungen ist ein Schmerz, der unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.
Bei einem einfachen Muskelkater treten die Schmerzen erst einige Zeit nach der Belastung der Muskulatur auf, bei einer Zerrung, einem Muskelfaserriss oder Muskelriss kommt es direkt zu starken Schmerzen. Außerdem entsteht bei den meisten Muskelverletzungen auch eine Bewegungseinschränkung der Muskulatur, der betroffene Bereich kann nicht mehr oder nur unter starken Schmerzen bewegt werden. Bei einem Muskelriss kommt es zusätzlich zu einer sichtbaren Delle in der Muskulatur im Bereich des Risses und zu einem Bluterguss (Hämatom).

Hämatom

Je nach Schwere der Muskelverletzung kann ein Hämatom entstehen. Ein Hämatom (Bluterguss) entsteht bei einer Muskelverletzung durch eine Einblutung in das Muskelgewebe.
Die Muskulatur ist sehr gut durchblutet und daher von vielen Blutgefäßen durchsetzt.
Bei einem Riss von Muskelfasern oder sogar ganzen Muskelbündeln können diese Blutgefäße ebenfalls reißen, sodass Blut in das Gewebe austritt.
Je nachdem wie oberflächlich das Hämatom liegt, ist es von außen durch die Haut schimmernd als Bluterguss zu erkennen. Bei einer Muskelzerrung kommt es jedoch normalerweise nicht zu einem Bluterguss.

So fühlen sich die Schmerzen nach einer Muskelverletzung an

Je nach der Schwere der Muskelverletzung kann es zu einer unterschiedlich starken Ausprägung von Schmerzen kommen.
Bei einem Muskelkater entstehen nicht direkt, sondern oft erst am nächsten Tag Muskelschmerzen.
Bei einer Muskelzerrung kommt es jedoch direkt zu starken, krampfartigen Schmerzen und die Muskulatur kann nicht mehr bewegt werden.
Auch bei schwereren Verletzungen wie einem Muskelfaserriss oder einem Muskelriss kommt es unmittelbar nach der Verletzung zu sehr starken, stechenden Schmerzen.
Die Schmerzen werden durch Druck von außen und Dehnung oder Anspannung der betroffenen Muskulatur verstärkt. 

Welcher Arzt behandelt eine Muskelverletzung?

Welcher Arzt für die Behandlung einer Muskelverletzung zuständig ist, hängt von der Schwere der Verletzung ab. Bei leichten Schmerzen und dem Verdacht auf eine Muskelzerrung kann der Hausarzt in vielen Fällen schon weiterhelfen. Bei schwereren Verletzungen ist es sinnvoll einen Orthopäden aufzusuchen.
Ein Orthopäde hat oft mehr Möglichkeiten für eine bildgebende Diagnostik und fachspezifisches Wissen zu Erkrankungen und Verletzungen der Muskulatur und des Bewegungsapparates.
Die Behandlung durch einen orthopädischen Chirurgen wird nötig, wenn ein großer Muskelfaserriss oder ein Muskelriss operiert werden muss.

Diagnose

Zur Diagnosestellung einer Muskelverletzung erfragt der Orthopäde zunächst den Verletzungshergang. Durch den Verletzungsmechanismus kann zwischen Prellung und Muskelzerrung oder Muskelfaserriss unterschieden werden.
Danach kann durch Betrachten und Abtasten der Muskulatur die Schwere der Verletzung abgeschätzt werden.
Wird dabei eine Delle in der Muskulatur und ein Bluterguss entdeckt, spricht das eher für einen Riss von Muskelfasern und gegen eine Zerrung.
Unterstützend kann auch bildgebende Diagnostik wie ein Ultraschall oder MRT eingesetzt werden, um die Schwere der Verletzung genauer zu bestimmen.

Ultraschall

Beim Ultraschall handelt es sich um eine weit verbreitete und kostengünstige Methode der bildgebenden Diagnostik. Besteht der Verdacht auf eine Muskelverletzung, kann der Verdacht mit einer Ultraschalluntersuchung oft schon schnell bestätigt werden.
Je nach Ausmaß der Verletzung zeigt sich im Ultraschallbild eine Unterbrechung der Muskelstruktur und möglicherweise ein Bluterguss. Ein Vorteil dieser Untersuchungsmethode ist, dass sie dynamisch ist.
Ein Muskel kann also während einer bestimmten Bewegung dargestellt werden und strukturelle Veränderungen so leichter erkannt werden.
Das Ergebnis einer Ultraschalluntersuchung ist aber auch immer abhängig von der Erfahrung des Untersuchers und besonders kleine Verletzungen sind nicht immer zu erkennen.
Auch in der Therapie findet der Ultraschall Verwendung, da große Blutergüsse unter sonografischer Kontrolle punktiert werden können.

Wann braucht man ein MRT?

Ein MRT (Magnetresonanztomographie) ist ein sehr sensitives und hochauflösendes diagnostisches Verfahren zur Darstellung von Veränderungen im Weichteilgewebe.
Wenn die körperliche Untersuchung und der Ultraschall kein eindeutiges Ergebnis liefern, kann das MRT die Verletzung oft trotzdem sehr genau darstellen.
Selbst kleine Verletzungen des Muskelgewebes können mit dem MRT erkannt werden.
Eine Muskelverletzung ist oft auch begleitet von einer Reaktion des umliegenden Gewebes, es entstehen Ödeme oder Blutergüsse, die ebenfalls im MRT dargestellt werden können. 

Behandlung/Therapie

Die Behandlung einer Muskelverletzung ist stark von der Schwere der Verletzung abhängig. Bei einem Muskelkater ist keine Therapie durch einen Orthopäden notwendig, oft reicht es sich ein paar Tage zu schonen und die Schmerzen verschwinden von selbst.
Eine Muskelzerrung kann konservativ behandelt werden. In der akuten Verletzungssituation gilt das PECH-Schema:
Pausieren der Bewegung
Eis
Compression und
Hochlagern
Danach ist zunächst eine ausreichende Schonung der verletzten Muskulatur wichtig. Denn eine Muskelzerrung kann sich bei weiterer Belastung zu einem Muskelfaserriss oder Muskelriss entwickeln.
Beim Nachlassen der Schmerzen kann die Muskulatur dann wieder leicht bewegt und vorsichtig gedehnt werden.
Bei einem Muskelfaserriss ist mehr Geduld gefragt. Die Muskulatur muss über eine längere Zeit geschont werden, da die gerissenen Muskelfasern nur langsam wieder zusammenwachsen.
Bei großen Muskelfaserrissen kann sogar eine Operation notwendig werden, bei der die verletzten Fasern miteinander vernäht werden.
Ist bei einer Muskelverletzung ein großer Bluterguss entstanden, muss dieser oft punktiert werden.
Bei Muskelverletzungen können unterstützend Tapes angewendet werden, da diese die Muskulatur stabilisieren und der Heilungsprozess beschleunigt wird. 
Bei Lumedis kommen bei Muskelverletzungen folgende Verfahren im Kombination zum Einsatz:

PECH

Die PECH-Regel ist eine Gedankenstütze zur Akutbehandlung bei Sportverletzungen. Die Abkürzung PECH steht für vier sinnvolle Sofortmaßnahmen bei akuten Muskelverletzungen: Pause, Eis, Compression und Hochlagern.
Die sportliche Aktivität sollte bei einer Muskelverletzung sofort pausiert und der betroffene Muskel geschont und ruhiggestellt werden.
Der verletzte Muskel sollte so früh wie möglich gekühlt und beispielsweise durch einen Druckverband komprimiert werden.
Begleitend zu diesen Maßnahmen führt auch ein Hochlagern der betroffenen Extremität dazu, dass der Muskel nicht so stark anschwillt und die Entstehung eines Blutergusses kann verringert werden.
Eine konsequente Einhaltung der PECH-Regeln so früh wie möglich führt zu einer Minimierung des Schadens bei einer akuten Muskelverletzung und zu einer kürzeren Heildauer im Verlauf. 

Osteopathie

Die Behandlung durch Osteopathie eignet vor allem bei chronischen Schmerzen durch Muskelverhärtungen, Fehlstellungen oder Risse/Zerrungen.

In der Behandlung durch unsere osteopathischen Spezialisten werden die Ursache durch eine ausführliche Anamnese bestimmt und somit eine speziell auf den Patienten abgestimme Therapie entwickelt. Sie arbeitet dabei einzig mit den Händen, da sanfte Methoden und manuelle Techniken bei der Osteopathie im Vordergrund liegen. Durch die ganzheitliche Methode sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers durch Lösung der Verspannungen und Blockaden unterstützt werden. Im Zentrum steht hierbei die körperliche und seelische Verfassung des Patienten. Daher ist dieser Therapieansatz sehr risikoarm und eignet sich vor allem für chronische Muskel- und Gelenkschmerzen.

Weitere Informationen finden Sie in dem folgendem Artikel Ärztliche Osteopathie.

Bei Lumedis behandelt osteopathisch die Osteopathin, Orthopädin und Sportmedizinierin Dr. Carmen Heinz.

Kinesiotape

Kinesiotapes sind sinnvoll zur Behandlung und zur Unterstützung des Heilprozesses von Muskelverletzungen. Sie sind elastisch und werden auf der Haut über der Muskelverletzung angebracht.
Sie wirken stabilisierend und stützend auf die verletzte Muskulatur. Durch die Elastizität sind neben der Stabilisierung trotzdem noch Bewegungen der getapten Extremität möglich.
Durch die Stabilisierung und eine Anregung der Muskeldurchblutung unterstützen Kinesiotapes die Selbstheilungskraft der Muskulatur. Des Weiteren können Kinesiotapes Schmerzen reduzieren. 

Dauer

Die Dauer einer Muskelverletzung hängt sehr stark von der Schwere der Verletzung und von individuellen Faktoren des Patienten ab. Ein Muskelkater ist oft schon nach einem Tag verschwunden, eine Zerrung braucht oft ein paar Tage mehr bis zu einer Woche zum Heilen.
Maßgeblich entscheidend für die Heildauer ist auch eine konsequente Schonung. Wird diese Schonung nicht eingehalten, dann kann es immer wieder zu erneuten Verletzungen kommen und die Heilungsdauer verzögert sich.
Bei einem Muskelfaserriss kann die vollständige Heilung schon mehrere Wochen oder sogar Monate dauern.
Bei großen Muskelfaserrissen und bei Muskelrissen muss die Heilung oft durch eine Operation unterstützt werden.
Die gerissenen Muskelfasern werden dabei miteinander vernäht und können so schneller wieder zusammenwachsen. 

Wann darf ich wieder Sport machen?

Wann man nach einer Muskelverletzung wieder Sport machen darf, hängt von der Schwere der Verletzung ab. Wichtig ist zunächst eine Schonung der betroffenen Muskulatur, um die Verletzung nicht zu verschlimmern.
Generell sollte man sich schonen solange Schmerzen bestehen, weil diese ein Zeichen dafür sind, dass der Muskel noch nicht wieder verheilt ist. Bei einer Muskelzerrung kann man oft nach einigen Tagen bis zu einer Woche wieder mit dem Sport beginnen.
Bei Muskelfaserrissen kann es auch mehrere Wochen oder sogar Monate dauern, bis die Muskulatur wieder voll belastet werden kann. 

Rehabilitation und Prävention

Muskuläre Dysbalancen-Check

Ein Muskuläre Dysbalancen-Check ist sowohl zur Rehabilitation als auch zur Prävention von Muskelverletzungen sinnvoll. Muskuläre Dysbalancen sind Ungleichgewichte zwischen verschiedenen Muskeln oder Muskelgruppen, meist zwischen Gegenspielern, also Agonisten und Antagonisten.
Sie entstehen durch

  • falsches Training
  • Verletzungen
  • Über- oder Unterbelastung von Muskeln

Muskuläre Dysbalancen führen häufig zu Verspannungen und Muskelschmerzen, sie machen die Muskulatur aber auch anfälliger für Verletzungen.
Eine Untersuchung auf muskuläre Dysbalancen ist wichtig, um diese Ungleichgewichte zu entdecken, gezielt zu behandeln und dadurch Muskelverletzungen zu vermeiden. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kraftmessung.

EMG

Das EMG, also die Elektromyographie, ist eine Untersuchungsmethode zur Beurteilung der Muskelfunktion und sinnvoll zur Abklärung von Muskelverletzungen.
Mithilfe von Elektroden auf der Haut kann die elektrische Aktivität der darunter liegenden Muskelgruppen analysiert und so die Funktion der Muskulatur untersucht werden.
Bei muskulären Beschwerden kann ein EMG wertvolle Informationen über die Ursache der Beschwerden liefern.
So kann mithilfe eines EMGs unterschieden werden, ob es sich um eine Verletzung oder Erkrankung der Muskulatur oder der Nerven handelt. Auch das Ausmaß der Verletzung kann mit dem EMG genau bestimmt werden. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel EMG-Elektromyographie.

Übungen

Um Muskelverletzungen vorzubeugen ist ein ausreichendes Aufwärmen vor sportlicher Aktivität wichtig. Die Muskulatur sollte regelmäßig und gleichmäßig trainiert werden, um Ungleichgewichte zu vermeiden.
Eine gut trainierte Muskulatur ist weniger anfällig für Verletzungen. Beim Sport sollte man die eigene Muskulatur nicht über die Belastungsgrenze hinaus belasten und speziell beim Krafttraining auf ein kontrolliertes Durchführen der Übungen achten.
Nach einer Muskelverletzung sollte der betroffene Muskel zunächst genügend geschont werden. Danach kann mit Krankengymnastik begonnen werden.
Sobald eine Übung Muskelschmerzen verursacht, sollte sie jedoch abgebrochen werden. Bei Muskelverletzungen sind zu Beginn leichte Dehnungsübungen sinnvoll, die sportliche Belastung sollte nur langsam gesteigert und immer an die Schmerzen angepasst werden.

Leider können wir an dieser Stelle keine konkreten Übungen empfehlen, da jeder Fall individuelle Ursachen und Ausprägungen der Muskelverletzung hat.
Gerne stellen Ihnen unsere konservativen Muskelspezialisten die besten Übungen für Ihren Fall zusammen, die steht Dehnung, Kraftigung und fasziale Lösung beinhalten.
In vielen Fallen verkürzen wir so die Rehabilitation entscheidend.
 

Unsere orthopädischen Spezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Sprechstunde!