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Um Ihren Laufstil beim Joggen so effektiv und risikoarm wie möglich zu gestalten, gilt es einige grundlegende Empfehlungen zu beachten.
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Dieser Artikel wurde durch Mario Habersack zuletzt aktualisiert.
Mario Habersack ist diplomierter Sportwissenschaftler und Leiter der Abteilung"Bewegungsanalysen" bei Lumedis.
Er hat mehr als 10.000 Laufanalysen seit 2009 durchgeführt.
Bundesweit finden Sie kaum einen Spezialisten, der in diesem Bereich eine höhere Expertise aufweist.
Mehr zu seiner Person finden Sie unter Mario Habersack.

„Schrittlänge“ beschreibt die Distanz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kontakten eines Fußes mit dem Boden. Die optimale Schrittlänge beim Joggen ist nicht für jeden Läufer pauschal gleich, sondern hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Körperbau, Tempo und Trainingszustand. Man hört zwar häufig von dem Irrglauben, ein möglichst großer Schritt sei effizienter. Tatsächlich führt aber ein zu langer Schritt eher zu einem starken Abbremsen beim Aufsetzen des Fußes. Die optimale Schrittlänge entsteht eher automatisch, wenn der Körper maximal ökonomisch läuft, das heißt, dass Lauftechnik, Schrittfrequenz und Körperspannung stimmig sind. Der Fuß setzt dabei ungefähr unter dem Körperschwerpunkt auf (nicht deutlich davor). So bleibt der Bewegungsfluss erhalten. Die Stoßkräfte werden außerdem besser verteilt und der Laufstil wirkt ruhig und gleichmäßig. Entscheidend ist also weniger die absolute Länge, sondern ob sie kraftsparend und beschwerdefrei gelaufen werden kann.
Eine passende Schrittlänge erkennt man meist am Laufgefühl und an objektiven Beobachtungen. Fühlt sich der Lauf rhythmisch und leicht an, ohne starkes „Abbremsen“ bei jedem Schritt, spricht das für eine stimmige Länge. Zum Beispiel: Wenn der Fuß deutlich vor dem Körper aufsetzt und ein hörbares, hartes Auftreten entsteht, ist der Schritt häufig zu lang. Auch ein Ziehen an der Vorderseite der Unterschenkel oder Schmerzen im Knie nach kurzen Distanzen können Hinweise sein. Wirkt der Lauf hingegen eher trippelnd oder hopsend (extrem kurze Schritte sowie hohe Anstrengung trotz moderatem Tempo), könnte die Schrittlänge zu kurz sein. Ein weiteres Zeichen ist die Armarbeit: Muss man die Arme stark nach hinten reißen, um Antrieb zu erzeugen, kompensiert der Körper oft eine ineffiziente Schrittlänge.

Die „Schrittlänge“ bezeichnet die Distanz zwischen zwei Bodenkontakten des Fußes. Die „Schrittfrequenz“ beschreibt hingegen, wie viele Schritte pro Minute gelaufen werden. Beide Faktoren ergeben gemeinsam die Laufgeschwindigkeit: Das Tempo entsteht aus Schrittlänge multipliziert mit Schrittfrequenz. Wird nur die Schrittlänge vergrößert, sinkt häufig automatisch die Frequenz, was zu einem längeren Bodenkontakt und stärkerem Abstoßen führen kann. Erhöht man dagegen die Schrittfrequenz ein wenig, verkürzt sich der einzelne Schritt meist etwas, wodurch der Fuß näher unter dem Körperschwerpunkt aufsetzt. Viele Läufer profitieren davon, die Frequenz leicht zu steigern, statt nur den Schritt aktiv zu verlängern. So verbessert sich häufig die Laufökonomie, während Belastungen auf Gelenke wie Knie und Schienbein reduziert werden.
Eine optimale Schrittlänge verteilt die physikalischen Kräfte beim Joggen gleichmäßig auf Gelenke und Muskulatur. Setzt der Fuß nahe am Körperschwerpunkt auf, sind Bremskräfte im Knie- und Hüftgelenk kleiner. Dadurch werden insbesondere Knorpel, Menisken und Sehnen geschont. Gleichzeitig kann die Muskulatur adäquat arbeiten: Waden- und Oberschenkelmuskulatur speichern beim Aufsetzen Energie und geben sie beim Abdruck sozusagen wieder ab. Das verbessert die Laufökonomie und reduziert rasche Ermüdung. Auch die Schienbeinmuskulatur profitiert davon, da sie weniger gegen starke Stoßkräfte arbeiten muss. Die richtige Schrittlänge unterstützt zudem eine stabile Beinachse. Das Risiko von Überlastungen wie Patellaspitzensyndrom, Achillessehnenreizungen oder Schienbeinschmerzen kann hierdurch sinken.
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Eine Veränderung der Schrittlänge sollte man nicht über ein bewusstes „größer“ oder „kleiner“ anvisieren, sondern eher über indirekte Anpassungen. Viele Läufer versuchen intuitiv, einfach weiter nach vorne zu greifen. Genau das führt jedoch häufig zu einem sogenannten „Überstriden“ mit erhöhter Belastung. Sinnvoller ist es, zunächst die Schrittfrequenz leicht zu erhöhen. Bereits fünf bis sieben Prozent mehr Schritte pro Minute können dazu führen, dass der Fuß näher unter dem Körper aufsetzt und der einzelne Schritt sich automatisch verkürzt.
Hilfreich ist hierfür ein Metronom oder eine Laufuhr mit Frequenzanzeige. Läufer, die bisher bei etwa 160 Schritten pro Minute liegen, könnten testweise in Richtung 168 bis 172 gehen. Dabei sollte man einen lockeren, federnden Laufstil an den Tag legen; die Schultern bleiben entspannt, die Arme schwingen rhythmisch nach hinten, nicht nach oben. Auch Technikübungen unterstützen die Anpassung. Hierfür kann man kurze Steigerungsläufe, sogenanntes Anfersen oder koordinative Lauf-ABC-Übungen machen. Sie verbessern das Gefühl für den Kontakt zum Boden und das Abdrücken hiervon. Zusätzlich spielt die Hüftstreckung eine oft unterschätzte Rolle. Ist sie eingeschränkt, verkürzt sich nämlich der Schritt häufig auf unphysiologische Art und Weise oder wird durch ein Vorziehen des Unterschenkels kompensiert. Hier helfen Mobilisationsübungen für Hüftbeuger und Sprunggelenk.
Weiterhin sollte man Kräftigungsübungen einbeziehen: Eine stabile Rumpfmuskulatur verhindert, dass der Oberkörper nach hinten fällt, was oft auch zu langen Schritten verleitet. Ebenso wichtig ist die Stärkung von Gesäß- und Wadenmuskulatur, da sie das Abdrücken kontrollieren. Veränderungen an all diesen Maßnahmen sollten schrittweise sowie unter Anleitung erfolgen und zunächst in kurzen Einheiten getestet werden. Treten Schmerzen auf, muss man weitere Anpassungen vornehmen.
Eine Laufanalyse macht sichtbar, was während des Laufens unbewusst abläuft. Mithilfe von Videoaufnahmen oder Sensoren lässt sich erkennen, wo der Fuß genau aufsetzt und wie lang der Bodenkontakt ist. Auch die Beinachse, Beckenstabilität und Schrittfrequenz werden mithilfe von Sensoren objektiv erfasst. Dadurch wird deutlich, ob eine zu große Schrittlänge mit einem ausgeprägten Überstriden einhergeht oder ob eher sehr kurze, ineffiziente Schritte dominieren. Zusätzlich können Asymmetrien zwischen rechter und linker Seite auffallen. Auf Basis dieser Daten lassen sich konkrete Empfehlungen ableiten, etwa ob der Läufer eher eine moderate Frequenzsteigerung oder Technikübungen machen sollte. So wird das subjektive Laufgefühl sinnvoll ergänzt.
Eine ständig falsche Schrittlänge erhöht die Belastung bestimmter Körperstrukturen. Bei zu langen Schritten kommt es häufig zu einem starken Auftreten mit erhöhten Bremskräften. Kniegelenk, Hüfte und Schienbein werden dadurch mehr als normal beansprucht. Daraus resultieren typische Beschwerden wie vordere Knieschmerzen, aber auch Achillessehnenreizungen oder eben Schienbeinschmerzen. Auch die Lendenwirbelsäule kann reagieren, indem sie in ein vermehrtes Hohlkreuz fällt. Zu kurze Schritte wirken zwar zunächst schonender, führen jedoch oft zu erhöhter muskulärer Ermüdung, da mehr Schritte pro Strecke nötig sind. Die Waden- und Fußmuskulatur kann ebenfalls schneller überlastet sein. Durch all diese Faktoren verschlechtert sich häufig die gesamte Ökonomie des Laufens. Das Tempo wirkt anstrengender, obwohl von außen betrachtet keine hohe Geschwindigkeit erreicht wird. So steigt langfristig das Risiko für chronische Überlastungsprobleme.
Ein muskulärer Dysbalancen-Check zielt darauf ab, Ungleichgewichte zwischen Kraft, Beweglichkeit und Ansteuerung einzelner Muskelgruppen zu erkennen. Häufig zeigen sich nämlich überraschende Unterschiede zwischen rechter und linker Seite oder zwischen stabilisierender und ausgleichender Muskulatur. Gerade beim Joggen wirken sich z. B. abgeschwächte Gesäßmuskeln, eine schwache Hüfte oder zu starke Waden direkt auf Schrittlänge und Laufökonomie aus. Hierbei wird geprüft, ob Becken und Rumpf während der Standphase stabil bleiben und ob das Bein kontrolliert geführt wird. Detektierte Abweichungen lassen dann Rückschlüsse auf kompensatorische Bewegungsmuster zu. Auf Basis dieser wichtigen Erkenntnisse können wir so Übungen für unsere Patienten auswählen, die nicht nur pauschal kräftigen, sondern die Defizite individuell ausgleichen.
Die Elektromyographie ermöglicht eine differenzierte Analyse der Muskelaktivität während des Laufens. Über Oberflächen-Elektroden wird gemessen, wann und wie intensiv einzelne Muskeln aktiviert werden. Dadurch lässt sich erkennen, ob Muskeln zu spät, zu früh oder zu intensiv arbeiten. Gerade bei Fragen zur Schrittlänge liefert das EMG wertvolle Hinweise, etwa wenn die Gesäßmuskulatur verzögert aktiviert wird oder man bei den Waden Überlastungen erkennen kann. Außerdem können Seitenunterschiede objektiv dargestellt werden. Des Weiteren hilft die Messung dabei, ineffiziente Kompensationen sichtbar zu machen, die mit bloßem Auge kaum auffallen. Die Ergebnisse fließen anschließend in die Trainingsplanung ein, um die Muskelarbeit zu verbessern und die Laufbewegung ökonomischer zu gestalten.
Im Rahmen einer Bewegungsanalyse wird das Laufmuster systematisch erfasst und ausgewertet. Neben der Schrittlänge werden Schrittfrequenz, Beckenbewegung und Oberkörperhaltung betrachtet. Auch die Art und Weise, wie der Fuß aufkommt und abhebt, sind relevant. Hierbei zeigen sich häufig Zusammenhänge zwischen Fehler in der Lauftechnik und den bestehenden Beschwerden. Anhand von Videoaufnahmen lassen sich Bewegungsabläufe in Slow Motion darstellen und verständlich erklären. Darauf aufbauend erfolgt eine Lauftechnikoptimierung, die sich am individuellen Körperbau und Trainingszustand orientiert. Statt pauschaler Vorgaben stehen kleine, gut umsetzbare Anpassungen im Vordergrund; etwa eine veränderte Armführung oder eine andere Schrittfrequenz. Das Ziel bleibt bei alledem eine natürliche, ökonomische Laufbewegung, bei der Belastungen gleichmäßiger verteilt werden und Überlastungsrisiken sinken.
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