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Lumedis Frankfurt

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Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Schultereckgelenksprengung

Lumedis - Ihre konservativen Schulterspezialisten aus Frankfurt

Die Schultereckgelenkssprengung ist eine sehr schmerzhafte Verletzung für den Patienten, die ihn längerfristig außer Gefecht setzen kann.
Um Langzeitfolgen zu vermeiden, ist eine Betreuung durch einen erfahrenen Schulterspezialisten sehr wichtig.
Wenn Sie eine ausführliche Beratung bei Lumedis wünschen, kommen Sie hier zu Ihrem Termin.
Lumedis hat sich auf die Behandlung der Schultereckgelenkssprengung ohne OP spezialisiert.

Dr. Gerret Hochholz hat diesen Artikel für Sie veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Schulterspezialist.
Durch eine ausführliche Diagnostik behandelt er zielgenau die verschiedenen Erkrankungen der Schulter.
Besonders die Detektion verursachender Faktoren ist entscheident für einen dauerhaften Therapieerfolg.
Gerne können Sie sich in einem Termin von Ihm beraten lassen.

 

Definition - Was ist eine Schultereckgelenksprengung?

Bei der Schultereckgelenksprengung, auch Schultereckgelenksverletzung genannt, kommt es zur Verletzung der Bänder zwischen Acromion, also dem Schulterdach, und dem Schlüsselbein, der Clavicula.
Die Verletzung entsteht am häufigsten durch einen Sturz auf die Schulter und kann in Klassifikationen nach Tossy und Rockwood eingeteilt werden. Je nach Verletzungsmuster kommt es dabei zum zusätzlichen Reißen der Bänder, Kapseln oder Muskeln im Bereich der Schulter. Die Schultereckgelenksprengung geht, je nach Ausmaß der Schädigungen, mit starken Schmerzen im Schultergelenk sowie einer Schwellung und aus den Beschwerden resultierenden Schonhaltung einher. 

Wenn Sie sich für das Schultereckgelenk interessieren dann klicken Sie gerne hier

Röntgenbild einer Schultereckgekenksprenung
Blau finden Sie die verletzen Bänder eingezeichnet.

  1. Band zwischen Schlüsselbein und Rabenschnabelfortsatz (Ligamentum coracoclaviculare) welches zerrissen ist
  2. Band zwischen dem Schulterdach und dem Rabenschnabelfortsatz (Ligamentum coracoacromiale)
  3. Schultereckgelenk mit gesprengter Kapsel

Ursachen

Bei der Schultereckgelenksprengung spielen folgende Ursachen und Faktoren eine Rolle:

  • Sturz auf die Schulter mit dem Arm am Körper (Adduktion)
  • Selten Sturz auf den ausgestreckten Arm, hier meist mit Schlüsselbeinbruch
  • Verschleißbedingte Veränderungen
  • Einlagerung von Kalk in den Muskeln und Sehnen des Schulterapparates (Kalkschulter)
  • Vorangegangene Verletzungen im Bereich der Schulter
  • Muskuläre Dysbalance

Sie sind unzufrieden mit dem Behandlungsfortschritt, möchten eine 2. Meinung oder es ist gar ein Spätfolgen Ihrer Schultereckgelenkssprengung entstanden?
Gerne schauen sich die konservativen Frankfurter Schulterspezialisten von Lumedis mit Ihrer ganzen Erfahrung Ihren Fall an und beraten Sie, wie Sie ohne eine OP schmerzfrei bei voller Funktion werden können.

Abbildung des Schlüsselbeins

  1. 1. Rippe
  2. Schlüsselbein (rot)
  3. Schulterdach (Acromion)
  4. Rabenschabelfortsatz (Coracoid)

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Schultereckgelenksprengung

Eine Schultereckgelenksprengung kann an verschiedenen Symptomen erkannt werden. Im Vordergrund stehen dabei vor allem schmerzhafte Beschwerden im Bereich des Schultergelenks, die je nach Verletzungsmuster und -ausmaß unterschiedlich stark sein können.
Typischerweise werden sie durch jegliche Belastung der Schulter, beispielsweise beim Anheben des Arms über die Seite, verstärkt. Die akute Verletzung im Bereich der Schulter geht häufig mit einer Schwellung, und Überwärmung im Gelenk einher. Diese kommen durch den Verletzungsvorgang und die dadurch entstehende Weichteilschädigung mit Schwellung und vermehrter Durchblutung zustande.
Durch die beschriebenen Beschwerden nehmen die Betroffenen häufig eine Schonhaltung ein, in der die Schulter möglichst wenig belastet und die Schmerzen entsprechend gelindert werden können.
Diese birgt jedoch das Risiko weiterer Gewebeschädigungen.

Klaviertastenphänomen

Das Klaviertastenphänomen beschreibt eine sichtbare Abhebung des Schlüsselbeins im Bereich der Schulter und das Wiederhochspringen des Knochens bei Druck nach unten. Es geht mit lokalen Schmerzen einher, die durch Druck reproduziert bzw. verstärkt werden können.
Auslösend hierfür ist das Abreißen der Bänder, die normalerweise das Schlüsselbein in der richtigen Position halten. Diese verbinden das Schlüsselbein zum einen mit dem Acromion, also dem Schulterdach, und zum anderen mit dem Coracoid, also dem Rabenschnabelfortsatz des Schulterblatts.
Ein Riss führt entsprechend zur Dislokation des Schlüsselbeins nach oben. Dies kommt bei den Typen Tossy III bzw. Rockwood III und V vor.

Röntgenbild mmit Schultereckgelenksprengung und Schlüsselbeinhochstand
(die beiden blauen Linien sollten parallel laufen)

  1. Schulterdach (Acromion)
  2. Schultereckgelenk mit gesprengter Kapsel (der Gelenkabstand ist zu breit)
  3. Schüsselbein (Clavicula)

Schulterschmerzen nach einer Schultereckgelenksprengung

Nach einer Schultereckgelenksprengung ist das Vorliegen von Schulterschmerzen das prominenteste Symptom der Verletzung. Diese treten, je nach Ausmaß der Verletzungen, vor allem unter Belastung oder in fortgeschrittenen Stadien auch in Ruhe auf.
Zu den typischen auslösenden Belastungen gehören das

  • Anheben des Arms zur Seite
  • Anheben des Arms über den Kopf, sowie das
  • Anheben des Arms gegen Widerstand

Die Schmerzen sind häufig sehr stark und stechend und zwingen die Betroffenen zur Einnahme einer Schonhaltung. Dabei wird der Arm im Ellenbogengelenk angewinkelt und vor den Körper gehalten. So können die Schmerzen minimal gehalten und die Schulter geschont werden.

Diagnose

Die Diagnose einer Schultereckgelenksprengung beruht auf verschiedenen diagnostischen Maßnahmen. Zunächst sollte im  Orthopäden-Patienten-Gespräch, also der Anamnese, der Unfallhergang bzw. auslösende Mechanismus für die Schmerzen erörtert werden.
In der körperlichen Untersuchung kann beispielsweise auf ein Klaviertastenphänomen und das Reproduzieren von Schmerzen bei Anheben des Arms getestet werden.
Die Ausdehnung des Hämatoms und die Verletzung von Weichteilen können im Ultraschall beurteilt werden. Die Anfertigung eines Röntgenbildes ist wichtig zum Ausschluss knöcherner Verletzungen. Bei unklaren Fällen kann zusätzlich ein MRT sinnvoll sein.

Einteilung nach Tossy

Die Einteilung der Schultereckgelenksprengung kann zum Teil anhand der Klassifikation nach Tossy erfolgen. Diese umfasst drei Typen und beschreibt vor allem das Vorliegen von Schädigungen der Bänder, die das Schlüsselbein in Position halten. Diese befinden sich zwischen dem Schlüsselbein (der Clavicula) und zum einen dem Acromion (dem Schulterdach) und zum anderen dem Coracoid (Rabenschnabelfortsatz des Schulterblatts).

Tossy 1

Tossy I: Hier liegt eine Zerrung bzw. Überdehnung der beiden Bänder vor

MRT eines Schultereckgelenks von vorne:

  1. ACG Sprengung (Tossy I)
  2. Schlüsselbein (Clavicula)
  3. Oberarmkopf (Huneruskopf)
  4. Supraspinatussehne

Tossy 2

Tossy II: Diese Form beschreibt den Riss des Bandes zwischen Acromion und Clavicula und eine Überdehnung des anderen

Tossy 3

Tossy III: Bei dieser Form sind beide Bänder gerissen und es kommt zum Klaviertastenphänomen.

Einteilung nach Rockwood

Die Einteilung nach Rockwood stellt eine Erweiterung der Einteilung nach Tossy dar, wobei die Stadien Rockwood I, II und III denen nach Tossy I, II und III entsprechen.
Bei Rockwood IV kommt es zusätzlich zum Riss beider Bänder am Schlüsselbein zu einer Verlagerung des Schlüsselbeinknochens nach hinten, wodurch das Klaviertastenphänomen bei dieser Verletzung nicht möglich ist.
Rockwood V hingegen stellt eine Erweiterung von Tossy III mit einem zusätzlichen Abreißen des Deltoideus- und Trapezius-Muskels vom seitlichen Rand des Schlüsselbeins dar. Bei Rockwood VI kommen zusätzlich zu Typ V noch eine Verlagerung des Schlüsselbeins unter den Rabenschnabelfortsatz oder das Schulterdach und einer dadurch entstehenden Einklemmung hinzu.

Ultraschall

Die Untersuchung mittels Ultraschall bei Verdacht auf eine Sprengung des Schultereckgelenks ist eine sinnvolle und risikoarme diagnostische Methode.
Dabei können die Bänder im Bereich des Schultergelenks dargestellt werden, bei Verletzungen finden sich hier entsprechend Einblutungen, die als dunklere Bereiche im Ultraschall dargestellt werden können.
Auch eine Vergrößerung des Gelenkspalts durch die Weichteilverletzungen kann in dieser Bildgebung meist gut dargestellt werden.
Einen zusätzlichen Vorteil besitzt das Ultraschall durch die Beurteilung von Verletzungen im Bereich der umliegenden Muskeln, insbesondere der Rotatorenmanschette.

Röntgenbild

Die Anfertigung eines Röntgenbildes ist beim Verdacht auf eine Sprengung des Schultereckgelenks in der Regel notwendig, da hier das Ausmaß der Verletzung und knöcherne Begleitverletzungen beurteilt werden können.
Dafür kommen verschiedene spezielle Aufnahmen in Frage. Die einfachste Variante ist das Röntgen der Schulter von vorne und von der Seite.
Zusätzlich kann aber auch eine sogenannte Zielaufnahme des Schultereckgelenks angefertigt werden, bei der die Strukturen und das Ausmaß der Verletzung sowie die Größe des Gelenkspalts genauer beurteilt werden können.
Des Weiteren kann eine Belastungsaufnahme die Verlagerung des Schlüsselbeins besser darstellen. Hierfür werden der zu untersuchenden Person Gewichte à 10kg in beide Hände gelegt, wodurch der Stand des Schlüsselbeins im Seitenvergleich genauer überprüft werden kann.

Wann braucht man ein MRT vom Schultereckgelenk?

Ein MRT wird zur Bestätigung einer Schultereckgelenksprengung nicht benötigt und gilt daher als fakultative Zusatzdiagnostik, die bei bestimmten Fragestellungen durchgeführt werden kann.
Hierzu gehört beispielsweise der Ausschluss von Begleitverletzungen.
So kommt das MRT vor allem zum Einsatz, wenn anhand der bereits durchgeführten Diagnostik die Diagnose der Schultereckgelenksprengung nicht eindeutig gestellt werden kann.
Des Weiteren kann im MRT eine genauere Abgrenzung zwischen akuten Verletzungen und verschleißbedingten Veränderungen erfolgen.

MRT einer Schultereckgelenkarthrose (türkiser Pfeil)

Behandlung/Therapie

Die Behandlung einer Schultereckgelenksprengung umfasst verschiedene mögliche therapeutische Methoden, der Einsatz richtet sich nach dem vorliegenden Verletzungsmuster und den Beschwerden. Insbesondere bei einer Überdehnung und oder nur dem Riss eines Bandes am Schlüsselbein kann eine konservative Behandlung angestrebt werden.
Hierbei steht die Ruhigstellung der Schulter mittels Verband für ca. eine Woche im Vordergrund.
Eingesetzt werden häufig sogenannte Rucksack- oder Gilchrist-Verbände. Die Schmerzen können durch Schmerzmittel, wie Ibuprofen gelindert werden. Im Anschluss an die Ruhigstellung erfolgt mithilfe von Trainingsübungen ein Aufbau der Muskeln und Bänder. 

Tape

Mithilfe von Tape-Verbänden kann insbesondere bei einer konservativen, aber auch nach einer operativen Behandlung eine Reduktion der Schmerzen erfolgen.
Die Tapes werden dabei in Abhängigkeit vom Schädigungsmuster und der Lokalisation der Schmerzen im Bereich des Schultergelenks angebracht und wirken stabilisierend.
So können Bewegungen beim Wiederaufbau der Kraft nach einer Ruhigstellung besser geführt und eine schnellere Sicherheit zurück erlangt werden.
Hinzu kommt der fördernde Effekt auf die Durchblutung der Muskulatur, Sehnen und Bänder durch das Anbringen der Tapes unter leichtem Zug.

Wann braucht man eine OP?

Eine OP wird bei einer Schultereckgelenksprengung vor allem bei den fortgeschrittenen Typen nach der Rockwood-Einteilung notwendig.
Dabei ist die Entscheidung zur Durchführung einer operativen Behandlung stets individuell zu treffen und von weiteren Faktoren, wie dem

  • Alter
  • Begleitverletzungen oder auch bei
  • leichteren Schädigungen mit Beschwerdepersistenz

abhängig.
In der Regel erfolgt eine Operation bei den Typen Rockwood IV, V und VI, da hier das Ausmaß der Verletzung so groß ist, dass es konservativ nicht zu kontrollieren ist.
Hinzu kommt die Notwendigkeit der Reposition des Schlüsselbein. Rockwood III kann prinzipiell konservativ behandelt werden, wird aber häufig vor allem bei Jüngeren oder Sportlern auch operativ therapiert.

OP

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die OP bei einer Schultereckgelenksprengung. Allgemein kann zwischen offenen und arthroskopisch, also gelenkspiegelnden, Verfahren unterschieden werden, wobei heutzutage Letztere deutlich häufiger angewendet werden. Die OP wird meist in der sogenannten Beach-Chair-Lagerung durchgeführt, bei der die zu operierende Person wie in einem Liegestuhl mit abgewinkeltem und extra gelagertem Arm sitzt.
Je nach Verletzungsmuster kommen verschiedene Techniken zum Einsatz. Um die Stabilität zwischen dem Rabenschnabelfortsatz und dem Schlüsselbein zu gewährleisten, kann eine Bandnaht mit sogenannter Augmentation unter Einbringung von Fremdmaterial erfolgen. Dabei kann beispielsweise eine Kordel genutzt werden, um den Rabenschnabelfortsatz zu umschlingen und am Schlüsselbein zu fixieren. In der Regel besteht sie aus resorbierbarem Material.
Die Stabilisierung zwischen Schulterdach und Schlüsselbein kann durch das Einbringen einer Platte und Schrauben im Sinne einer Plattenosteosynthese erfolgen. Alternativ können kleine Drähte, sogenannte Kirschner- oder K-Drähte, eingesetzt werden.
Nach der Operation erfolgt eine Ruhigstellung mittels Verband für ca. eine halbe Woche und der sich daran anschließende langsame Wiederaufbau der Strukturen im Bereich des Schultergelenks.

Heilungsdauer

Die Heilungsdauer einer Schultereckgelenksprengung hängt stark vom Ausmaß der Schädigung, den Beschwerden und der angewendeten Behandlung ab. In aller Regel handelt es sich um eine Verletzung mit einer guten Prognose. Entscheidend für die Heilung ist das konsequente Durchführen der Therapie und Kräftigungsübung zum Wiederaufbau der Stabilität im Schultergelenk.
Bei einer Überdehnung der Bänder oder dem Riss eines einzelnen Bandes beträgt die Heilungsdauer meist nur wenige Wochen.
Im Rahmen einer operativen Behandlung beträgt die Heilungsdauer häufig mehrere Monate, im Durchschnitt sind es meist 3 Monate

Krankschreibung

Wie lange ist man mit einer Schultereckgelenksprengung arbeitsunfähig?

Die Dauer der Krankschreibung nach einer Schultereckgelenksprengung hängt vom Ausmaß der Verletzung, der angewendeten Behandlung und den Beschwerden sowie dem auszuführenden Beruf ab.
Eine berufliche Tätigkeit im Rahmen von Büroarbeiten kann beispielsweise früher wieder begonnen werden als eine körperlich anstrengende Arbeit mit Belastung der Schulter und/oder dem Arbeiten über Kopf.
Daher kann die Dauer der Krankschreibung zwischen verschiedenen Schultereckgelenksprengungen stark variieren. In der Regel beträgt sie mindestens zwei bis vier Wochen, eine Verlängerung auf mehrere Monate ist bei ausgeprägten Verletzungen nicht selten.

Dauer der Krankschreibung

Orientierend kann man sagen, dass ein Betroffener mit eine Schultereckgelenkspregung

  • der im Büro arbeiten für 0 -14 Tagen krank geschrieben wird.
    Hier muss genau die Belastung für die Schulter bei der Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt werden.
    Aber auch der Weg zur Arbeit muss berücksichtigt werden. Muss der Betroffene auf dem Weg zur Arbeit autofahren?
    Muss der Betroffene im Büro schwerer heben?
  • mit mäßiger körperlicher Arbeit für 14 - 28 Tagen krank geschrieben wird. 
    und 
  • körperlich schwer arbeitende Menschen 4 Wochen bis mehrer Monate krank geschrieben wird. 
    Die Schulter muss vollständig ausgeheilt sein, bis wieder schwere körperliche Arbeit aufgenommen werden darf.

Prognose – Was können die Spätfolgen sein?

In der Regel handelt es sich bei der Schultereckgelenksprengung um eine gut verheilende Verletzung.
Die Prognose und Spätfolgen ist vor allem abhängig vom Ausmaß der Verletzung und möglichen Begleitverletzungen sowie vorbestehenden Schädigungen oder Erkrankungen.
Als mögliche Spätfolgen kann es in seltenen Fällen zu einem sogenannten Repositionsverlust kommen, bei dem das Schlüsselbein trotz operativer Rückverlagerung zum Teil wieder in die Position im Rahmen des Unfallmechanismus zurückkehrt.
Durch die direkte Krafteinwirkung kann es außerdem zur Verletzung von Nerven oder Gefäßen im Bereich des Schultergelenks kommen.
Eine Schultereckgelenksarthrose ist als Spätfolge nach Jahren wahrscheinlich.

Rehabilitation und Prävention

Muskuläre Dysbalancen-Check

Der muskuläre Dysbalancen-Check ist ein wichtiges Element im Rahmen der Rehabilitation und Prävention bei einer Schultereckgelenksprengung. Dabei werden die verschiedenen Muskelgruppen rundum das Schultergelenk genau untersucht.
Ihr Zusammenspiel und ein gutes Gleichgewicht zwischen den einzelnen Muskeln ist für eine stabile Schulter und Bewegungssicherung sehr wichtig – Dysbalancen erhöhen entsprechend das Risiko für Verletzungen. Daher dient der muskuläre Dysbalancen-Check der frühen Erkennung von muskulären Schwächen und einem dadurch entstehenden Ungleichgewicht, das mithilfe von gezielten und individuell ausgerichteten Übungen reduziert werden kann.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kraftmessung.

EMG

Bei der Untersuchung mittels EMG, also Elektromyographie, werden die Muskeln rundum das Schultergelenk zur Rehabilitation und Prävention einer Schultereckgelenksprengung genau untersucht.
Die Aktivität bzw. Funktionalität der Muskeln kann durch die Darstellung in Form von elektrischen Strömen genauer analysiert werden. Dabei werden die Muskeln in verschiedenen Phasen der An- und Entspannung untersucht, wodurch das Vorliegen muskulärer Erkrankungen und bzw. oder Schwächen erkannt und genau beurteilt werden kann.
Im Anschluss an das EMG kann mit der Hilfe der daraus gewonnenen Erkenntnisse ein gezielter Trainingsplan zur Kräftigung der Muskeln entworfen werden.

Übungen

Das regelmäßige Durchführen von Trainingsübungen nach einer stattgefundenen Schultereckgelenksprengung ist zum Wiederaufbau der muskulären Sicherung und Bewegungsstabilität in der Schulter unabdingbar. Dabei sollte vor allem auf die Regelmäßigkeit sowie eine gelenkfreundliche Ausführung geachtet werden. Der Trainingsplan und die Steigerung der Intensität der Übungen werden in Absprache mit dem behandelnden Orthopäden abgesprochen.
Zur Förderung der Beweglichkeit des Schultergelenks ist die Dehnung der Bänder und Strukturen im Bereich der Schulter sehr wichtig.
Hierfür eignet sich beispielsweise eine Übung im Stehen vor einer Wand. Der Arm wird ausgestreckt nach oben an die Wand gelegt und die Hand wandert anschließend etwas weiter nach oben, sodass ein Zug im Bereich der Schulter und entlang des Arms zu spüren ist. Eine Variation dieser Dehnungsübung ist das leichte Aufdrehen der Schulter, indem der Körper zur Gegenseite des zu dehnenden Armes gedreht wird.

Die Kräftigung der verschiedenen Muskelgruppen im Bereich der Schulter ist komplex und kann durch zahlreiche unterschiedliche Übungen erfolgen. Eine Übung zur Kräftigung des gesamten Muskelapparates der Schulter mit Fokus auf der Rotatorenmanschette ist das Schulterdrücken.
Dafür wird eine Position auf einer Trainingsmatte eingenommen, in der die Hände ausgestreckt und die Hüfte ca. 90-120° gebeugt ist. Der Kopf liegt dabei in der Verlängerung der Wirbelsäule.
Nun werden die Arme im Ellenbogengelenk langsam gebeugt, der Kopf bewegt sich dabei in Richtung Boden. Je nach Intensität der Ausführung kann der Kopf so nah wie möglich Richtung Boden gebracht werden. Das Gewicht und die Kraft liegen dabei vor allem im Bereich der Schultern. Danach werden die Arme langsam wieder durchgestreckt.

Welche Übungen die besten sind, kann man leider nicht pauschal sagen, sondern muss diese individuell zusammenstellen.
Die Spezialisten bei Lumedis haben über Jahre die Verbesserung der Schulterzentrierung durch gezielten Muskeltraining der Rotatorenmanschette zur Linderung der Symptome bei einer Schultereckgelenkspregung ausgemacht. 
Durch die richtigen Übungen wird die Stellung des Schultergelenks verändert und die Schmerzen im Schultereckgelenk werden reduziert.
Beim Zusammenstellen der Übungen ist die Ursache und das Ausmaß der Schultereckgelenkspregung zu berücksichtigen.

Gerne helfen wir bei Lumedis Ihnen die besten Übungen für Sie zu finden und stellen Ihnen einen passenden Trainingsplan zusammen.

Unsere Schulterspezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Schultersprechstunde!