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Lumedis Frankfurt

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Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Schlüsselbeinbruch

So gefährlich ist ein Schlüsselbeinbruch!

Ein Schlüsselbeinbruch kann eine sehr schmerzhafte Verletzung der Schulter sein, die in der Regel konservativ behandelt wird.
Damit es zu einer optimalen Ausheilung der Verletzung kommt, ist eine regelmäßige Betreuung durch einen Orthopäden mit Erfahrung am Schlüsselbeinbruch sehr wichtig.
Wenn Sie eine Beratung durch unsere Schulterspezialisten aus Frankfurt wünschen, kommen Sie hier zu Ihrem Termin.

Dr. Gerret Hochholz hat diesen Artikel für Sie veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Schulterspezialist.
Durch eine ausführliche Diagnostik behandelt er zielgenau die verschiedenen Erkrankungen der Schulter.
Besonders die Detektion verursachender Faktoren ist entscheident für einen dauerhaften Therapieerfolg.
Gerne können Sie sich in einem Termin von Ihm beraten lassen.

 

Definition - Was ist ein Schlüsselbeinbruch?

Bei einem Schlüsselbeinbruch handelt es sich um den Knochenbruch, also die Fraktur, des Schlüsselbeins, welches über Gelenke mit dem Schulterblatt und dem Brustbein verbunden ist.
Meist wird ein Schlüsselbeinbruch durch ein Trauma, also eine akute Verletzung, beispielsweise bei einem Sturz, verursacht.
Aufgrund der guten Sicherung und Verankerung im Bereich der Gelenke erfolgt der Schlüsselbeinbruch meist in der Mitte des Knochens, also dem Knochenschaft.
Zu den typischen Symptomen gehören:

  • Schmerzen
  • eine Schwellung
  • eine eingeschränkte Beweglichkeit der Schulter.

Unkomplizierte Verläufe können durch Schienung und anschließenden Muskelaufbau behandelt werden, bei einer groben Verschiebung kommen operative Verfahren zum Einsatz.

Röntgenbild eines Schlüsselbeinbruchs (a.p.):

  1. äußeres (laterales) Bruchfragment des Schlüsselbeinbruch
  2. Schlüsselbeinbruch mit erheblicher Fehlstellung, wodurch dieser Bruch zu eienr OP-Indikation wird
  3. inneres (mediales) Bruchfragment des Schlüsselbeinbruch

 

Ursachen

Zu den Ursachen und Faktoren, die bei der Auslösung eines Schlüsselbeinbruchs eine Rolle spielen, gehören:

  • Sturz auf das Schultereck
  • Sturz auf den ausgestreckten Arm
  • Schlag auf das Schlüsselbein
  • Verkehrsunfall
  • Sportverletzung
  • Osteoporose
  • Knochentumor

Sie sind unzufrieden mit dem Behandlungsfortschritt Ihres Schlüsselbeinbruchs, möchten eine 2. Meinung oder es sind gar chronifizierte Schmerzen entstanden, dann übernehmen die konservativen Frankfurter Orthopäden und Schulterspezialisten Ihren Fall gerne!
Lumedishat sich auf die konservative Nachbehandlung des Schlüsselbeinbruchs spezialisiert und behandelt viele Falle pro Jahr erfolgreich.
In vielen Fällen können "die richtigen Übungen" effektiv helfen, die Heilungsdauer des Bruchs zu verkürzen und die Heilung zu beschleunigen.
Gerne zeigen Ihnen unsere Schulterspezialisten mit ihrer großen Erfahrung, welche Übungen das in Ihrem Fall sind.

An diesen Symptomen erkennen Sie einen Schlüsselbeinbruch

Ein Schlüsselbeinbruch kann anhand von verschiedenen Symptomen erkannt werden. Da dieser Knochenbruch meist im Rahmen eines Unfalls entsteht, kann gegebenenfalls währenddessen ein Brechen der Knochenstruktur zu hören sein.
Das prominenteste Symptom des Schlüsselbeinbruchs ist das Auftreten von Schmerzen am Schlüsselbein im Bereich der Verletzung.
Diese können durch Druck und Bewegungen verschlimmert werden, letzteres führt daher auch zu einer verminderten Beweglichkeit. Diese wird zusätzlich durch die Verschiebung des Knochens und dadurch die fehlende direkte Verbindung zwischen den beiden Schultern begünstigt.
Aufgrund der Schlüsselbeinschmerzen nehmen die Betroffenen häufig eine Schonhaltung ein, indem sie den Arm der betroffenen Seite anwinkeln und eng am Körper führen.
Infolge der Gewalteinwirkung bildet sich meist eine Ansammlung von Flüssigkeit in Form einer Schwellung sowie ein Bluterguss, auch Hämatom genannt. Diese beiden Anzeichen sind alleine jedoch keine sicheren Zeichen für einen Schlüsselbeinbruch.
Ein weiteres hingegen typisches Anzeichen ist die sogenannte Krepitation, also das Knirschen bei Bewegung des Schlüsselbeins.
Bei ausgeprägten Knochenbrüchen kann es außerdem zu einer sichtbaren Stufenbildung am Schlüsselbein und zu einem Absinken der Schulter auf der betroffenen Seite kommen.

Alternative Ursachen für Schmerzen am Schlüsselbein finden Sie unter unserem Artikel Schmerzen am Schlüsselbein.

Abbildung eines Schlüsselbeinbruchs

  1. Schlüsselbeinbruch (rot)
  2. Schulterdach (Acromion)
  3. Schulterblatt (Scapula)
  4. Oberarmknochen (Humerus)

Schulterschmerzen

Ein Schlüsselbeinbruch geht, insbesondere nach einem Sturz oder infolge einer Gewalteinwirkung, mit Schmerzen im betroffenen Bereich einher. Diese können durch Druck und Bewegungen provoziert werden.
Der Bewegungsschmerz wird dabei im Prinzip durch sämtliche Bewegungen der Schulter ausgelöst, da hierbei das Schlüsselbein über seine gelenkige Verbindung zum Schulterblatt stets mitbewegt wird.
Typische bewegungsabhängige Schmerzen treten vor allem beim Abwinkeln oder Überkreuzen der beiden Arme vor dem Körper auf.
Aufgrund der Schmerzen versuchen die Betroffenen den Arm entsprechend möglichst wenig zu bewegen und halten den Arm meist eng am Körper.

Weitere Möglichkeiten für Schmerzen in der Schulter finden Sie in unserem Artikel Schulterschmerzen.

Abbildung einer rechten Schulter von vorne:

  1. Schleimbeutel
  2. lange Bizepssehne
  3. Schlüsselbein
  4. Musculus subscapularis (großer Innenrotator)

Diagnose

Für die Diagnose des Schlüsselbeinbruchs spielen vor allem die körperliche Untersuchung sowie die Bildgebung mittels Röntgen eine wichtige Rolle.
Im einleitenden Gespräch zwischen Orthopäden und Patient können genauere Informationen bezüglich des Verletzungsmechanismus gewonnen werden.
Die körperliche Untersuchung konzentriert sich auf :

  • das Erfassen typischer Frakturzeichen
  • das Prüfen der Motorik und Sensorik auf mögliche Nervenläsionen
  • das Kontrollieren einer intakten Durchblutung

Die Darstellung des Schlüsselbeinbruchs erfolgt durch die Anfertigung eines Röntgenbildes in zwei Ebenen, weitere bildgebende Verfahren sind nur bei speziellen Fragestellungen notwendig.

Abbildung Modell einer Schulter

  1. Schlüsselbein (Clavicula)
  2. M. supraspinatus
  3. M. subscapularis
  4. Humerus (Oberarmknochen)
  5. Lange Bizepssehne
  6. Rabenschnabelfortsatz (Coracoid)

Ultraschall

Der Einsatz einer Ultraschall-Untersuchung ist für die Diagnose eines Schlüsselbeinbruchs nur von untergeordneter Bedeutung, da hier die Knochen nicht gut dargestellt und beurteilt werden können.
Dieses bildgebende Verfahren kommt daher eher zum Einsatz, wenn als Differentialdiagnose zum Knochenbruch eine Weichteilverletzung im Raum steht.
Des Weiteren kann im Ultraschall ein schneller Überblick über das Ausmaß einer begleitenden Schwellung und eines Blutergusses gewonnen werden.
Bei einer begleitenden Bandverletzung kann diese vor allem bei Verlaufskontrollen durch eine Ultraschall-Untersuchung überblickend dargestellt und eingeschätzt werden.

Röntgenbild

Die Anfertigung eines Röntgenbildes ist für die Diagnosestellung eines Schlüsselbeinbruchs essentiell.
Hier können die knöchernen Strukturen genau beurteilt und das Ausmaß der Verletzung eingeschätzt und klassifiziert werden.
Die Röntgen-Untersuchung erfolgt stets in zwei Ebenen, damit nichts übersehen werden kann.
Um mögliche Begleitverletzungen auszuschließen oder abzugrenzen sollte die Röntgenaufnahme auch immer das Schultereckgelenk, also die Gelenkverbindung zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt, miteinschließen.
Nach einem Sturz kann auch gegebenenfalls eine Aufnahme des gesamten Brustkorbs zum Ausschluss von Verletzungen sinnvoll sein.

Wer kann uns ein Bild schicken, dass wir an dieser Stelle veröffentlichen dürfen?

Wir freuen uns, wenn Sie uns mit einem Bild unterstützen würden.
Wir suchen passendes Bildmaterial, um anderen Betroffenen damit besser helfen zu können.
Bitte schicken Sie uns ein Bild auf dem keine persönlichen Dinge oder Umgebungen, die auf Ihre Person schließen lassen, zu erkennen sind.
Bitte räumen Sie uns in der Mail ein zeitliches Nutzungsrecht ein, dass Sie jederzeit wieder zurückziehen können.
Bild bitte an info@lumedis.de.

Danke und viele Grüße
Ihr
Nicolas Gumpert

Wann braucht man ein MRT?

Die Durchführung eines MRT ist für die Diagnose des Schlüsselbeinbruchs in aller Regel nicht notwendig.
Diese Untersuchung dient vor allem der Darstellung genaueren Beurteilung von Verletzungen der Weichteilstrukturen, beispielsweise Bänder oder Muskelsehnen.
Da es sich beim Schlüsselbeinbruch um eine knöcherne Verletzung handelt ist das kostspielige und zeitaufwendige MRT somit meist unnötig.
Mögliche Gründe für den Einsatz einer MRT-Untersuchung sind aber beispielsweise die Abgrenzung der Verletzung von besagten Weichteilschäden oder beim Verdacht auf einen gleichzeitig vorliegenden Schaden.
Bei Brüchen des Schlüsselbeins in der Nähe des Schultereckgelenks kann das MRT sinnvoll sein, um das dort verlaufende Nervengeflecht, den sogenannten Plexus brachialis, genauer zu beurteilen.

Anatomie der Schulter/Oberarm/Brustkorb

Allgemein: 

  • rot = Arterien
  • blau = Venen
  • grün = Lymphgefäße/Lymphknoten
  1. Deltamuskle (M. deltoideus)
  2. Zentralvene des Arms (Vena cephalica)
  3. Bizepsmuskel (M. biceps brachii)

Behandlung/Konservative Therapie

Die Behandlung des Schlüsselbeinbruchs richtet sich nach:

  • der Art des Knochenbruchs
  • der Verschiebung der beiden Knochenanteile zueinander
  • den bestehenden Beschwerden.

Die meisten Schlüsselbeinbrüche können konservativ, also mittels nicht-operativer Maßnahmen, behandelt werden.
Hierbei spielt die Ruhigstellung eine entscheidende Rolle. Sie dient der Entlastung des Schlüsselbeins und der Schmerzlinderung. Während der Phase der Ruhigstellung können die Knochenanteile wieder zusammenwachsen.
Die häufigsten eingesetzten Methoden zur Ruhigstellung sind:

  • der Einsatz eines Rucksackverbandes
  • eine Armschlinge
  • ein Gilchrist-Verband.

Die Wahl ist dabei von der Lokalisation und Art des Schlüsselbeinbruchs abhängig. Die Dauer der Ruhigstellung beträgt in aller Regel etwa einen Monat. Daran schließt sich dann ein muskuläres Wiederaufbau-Training unter Anleitung an.
Zur Linderung der Beschwerden können kühlende Maßnahmen, wie beispielsweise ein Eisbeutel oder Coolpacks eingesetzt werden.
Des Weiteren können vorübergehend Schmerzmittel, beispielsweise Ibuprofen, oder schmerzlindernde Salben, wie Voltaren, zur Anwendung kommen.
Bei Versagen der konservativen Behandlung oder bei stark verschobenen Schlüsselbeinbrüchen kommen operative Verfahren zum Einsatz.

Rucksackverband

Der Rucksackverband ist eine mögliche Variante zur Ruhigstellung des Schlüsselbeins nach einem Knochenbruch.
Er wird in der Regel für drei bis vier Wochen eingesetzt und verläuft als elastisches Band gekreuzt über den oberen Rücken und vorne über die beiden Schlüsselbeine.
Dadurch kann gewährleistet werden, dass das gebrochene Schlüsselbein in Position gehalten wird und sich die Knochenstücke aneinander annähern können.
Daher eignet sich der Rucksackverband insbesondere bei Knochenbrüchen in der Mitte des Schlüsselbeins.
Aspekte, die hierbei kritisiert und beachtet werden sollten, sind.

  • die Wirkungslosigkeit des Verbandes im Liegen
  • mögliche Schäden an der Haut
  • das erhöhte Risiko für die Entstehung eines Blutgerinnsels im Arm.

Tape

Die Anwendung von Tapes spielt vor allem beim Wiederaufbau der Muskeln im Anschluss an die Ruhigstellung bei einem Schlüsselbeinbruch eine Rolle.
In dieser Phase ist der gesamte Schulterapparat noch instabiler und bedarf besonderer Acht.
Daher können Kinesiotapes eingesetzt werden, um die muskuläre Führung bei der Durchführung von Trainingsübungen der Schulter zu unterstützen.
Das Anbringen erfolgt dabei unter leichtem Zug, wodurch die Durchblutung der Muskeln zusätzlich angeregt wird.
Dies dient einem schnellen und effektiven Aufbau der Muskulatur sowie einer Entlastung des Schlüsselbeins.

Wann braucht man eine OP?

Eine OP wird nicht bei jedem Schlüsselbeinbruch gebraucht und kann dank gut ausgebauter konservativer, nicht-operativer, Maßnahmen heute oft vermieden werden. Absolute Gründe für den Einsatz einer Operation sind jedoch.

  • offene Knochenbrüche mit sichtbaren Knochenstücken
  • eine starke Verschiebung zwischen den Knochenanteilen
  • gefährliche Begleitverletzungen, beispielsweise von Gefäßen, Nerven oder auch der Lunge
  • begleitenden Knochenbrüchen
  • bekannten Knochenheilungsstörungen.

OP mit einer Platte

Bei einer notwendigen Operation im Rahmen eines Schlüsselbeinbruchs können verschiedene Techniken eingesetzt werden.
Zu den häufigsten gehört das Einbringen eines oder mehrerer Schrauben und einer Platte.
Es gibt hier wiederum verschiedene Platten wie 1/3 Rohrplatte oder Hakenplatte, die verwendet werden können.
Dabei ist der notwendige Hautschnitt zum Einbringen entgegen der Erwartungen meist nicht so groß und das kosmetische Ergebnis in der Regel sehr gut.
Meist wird eine Platte mit der Länge von 6 bis 10 Zentimetern eingebracht und mit Hilfe von kleinen Schrauben an den beiden Knochenstücken befestigt.
Der Einsatz einer Platte bei einem Schlüsselbeinbruch wird vor allem bei komplizierten Brüchen der Knochenmitte oder Knochenbrüchen im Bereich der Schulter genutzt.

Wann kann man die Platte entfernen?

Nach dem Einsatz einer Platte im Rahmen eines operativen Verfahrens sollte diese mindestens für drei Monate verbleiben, um ein optimales Wiederannähern der beiden Knochenstücke des Schlüsselbeins zu gewährleisten.
Das Entfernen der Platte ist in den meisten Fällen allerdings nicht notwendig, da hierdurch keine Nachteile für den Patienten entstehen. Eine Ausnahme bietet die sogenannte Hakenplatte, die als spezielle Form der operativ eingesetzten Platte nach drei Monaten meist wieder entfernt wird.
Andere Gründe zur Entfernung einer Platte sind.

  • kosmetische Bedenken
  • allergische Reaktionen
  • Infektion der Platte.

Was kann man tun, wenn der Schlüsselbeinbruch nicht heilt?

Der Schlüsselbeinbruch ist eine häufige und in der Regel sehr unkomplizierte Verletzung. Die Heilungschancen und die Prognose sind sehr gut und es kommt nur selten zum Auftreten von Komplikationen, wie einem Ausbleiben der Knochenheilung. Liegt diese bzw. ein Verdacht auf eine ausbleibende Heilung vor sollte zunächst ein Orthopäde aufgesucht werden, um dies mittels Röntgen-Untersuchung abzuklären.Hier kann der Verlauf der Regeneration des Knochengewebes genau beurteilt werden.
Eine verzögerte Heilung des Schlüsselbeinbruchs tritt gehäuft bei einer inkonsequent durchgeführten Ruhigstellung auf.
In seltenen Fällen muss bei ausbleibender Heilung im Rahmen einer konservativen Behandlung auf eine operative Therapie umgestellt werden.

Alle Möglichkeiten einen Bruch zur Heilung zu bekommen, finden Sie unter unserem Artikel "Knochenbruch heilt nicht - Was ist zu tun?".

Dauer/Heilungsdauer

Die Heilungsdauer nach einem Schlüsselbeinbruch ist in erster Linie abhängig von :

  • der Art der Fraktur
  • dem Ausmaß des Knochenbruchs
  • der eingesetzten Therapie abhängig

Bei einer konservativen, nicht-operativen Behandlung beträgt die Dauer der Ruhigstellung meist drei bis vier Wochen, im Anschluss erfolgt der schrittweise Wiederaufbau der Muskulatur.
Nach insgesamt sechs Wochen wird meist eine bildgebende Kontrolle durchgeführt.
Das Ziel ist hierbei eine weitgehende Schmerzfreiheit im Sinne einer Verheilung des Knochenbruchs.
Bei operativen Verfahren ist die Dauer bis zur Heilung des Schlüsselbeinbruchs meist etwas kürzer, wobei dies in Abhängigkeit vom eingesetzten Verfahren variieren kann.
In wie weit die Heilung vorangeschnitt ist lässt sich anhand der Kallusbildung im Röntgenbild nachvollziehen.

Wie kann man die Heilung beschleunigen?

Die Heilung eines Schlüsselbeinbruchs lässt sich nicht wirklich beschleunigen, da es sich hierbei um einen natürlichen Prozess des Körpers handelt, bei dem es nur langsam zur Wiederannäherung und Verheilung des Knochengewebes kommt.
Der wichtigste Aspekt für die Heilung des Schlüsselbeinbruchs ist eine konsequent eingehaltene Ruhigstellung des Schlüsselbeins während der dafür vorgesehenen Phase sowie das Tragen des entsprechenden Verbandes oder der Schiene. Die Heilung kann optimal unterstützt werden, wenn der Behandlungsplan mit dem Orthopäden genau besprochen und durchgeführt wird.
Frühzeitige Überlastungen sollten daher ebenfalls vermieden werden.

Sie erfahren alles zu diesem Thema in unserem Artikel "Wie kann man die Heilung eines Knochenbruchs beschleunigen?".

Krankschreibung

Die Dauer der Krankschreibung nach einem Schlüsselbeinbruch ist abhängig von:

  • der angewendeten Behandlung
  • der ausgeübten beruflichen Tätigkeit

Die allgemeine Heilungsdauer des Schlüsselbeinbruchs beträgt meist ca. sechs bis acht Wochen.
Dementsprechend sollte die Krankschreibung ebenfalls für mindestens sechs Wochen erfolgen.
Dies gilt in erster Linie für körperlich weniger anstrengende Berufe, beispielsweise Bürotätigkeiten.
Bei einer Arbeit mit starker Beanspruchung des Schultergürtels, beispielsweise bei Handwerkern oder Bauarbeitern, sollte die Krankschreibung für mindestens drei Monate erfolgen.

Dauer der Krankschreibung nach Beruf

Orientierend kann man sagen, dass Betroffene mit einem Schlüsselbeinbruch

  • die im Büro arbeiten für 14 Tagen krank geschrieben werden
    hier muss genau die Belastung für die Schulter/Arm/Ellenbogen bei der Arbeitsunfähigkeit/Dauer der Krankschreibung berücksichtigt werden 
    auch der Weg zur Arbeit muss berücksichtigt werden und muss teilweise bis auf 6 Wochen verlängert werden.
  • mit mäßiger körperlicher Arbeit für mindestens 6 Wochen krank geschrieben werden 
    und 
  • körperlich schwer arbeitende Menschen 6 Wochen bis 3 Monate krank geschrieben werden. 
    Der Schlüsselbeinbruch muss vollständig ausgeheilt sein, bis wieder schwere körperliche Arbeit aufgenommen werden darf.

Alle angegebenen Zeiträume gelten für eine konservative Heilung eines Schlüsselbeinbruchs.
Nach einer OP kann die Heilungszeit kürzer sein, in der Regel muss das Metall wieder entfernt werden, was eine erneute Krankschreibung zur Folge hat.

Ab wann darf ich wieder Autofahren?

Um Autofahren zu können muss eine Beweglichkeit und Belastbarkeit beider Arme gewährleistet werden, damit das Lenkrad ohne Probleme gegriffen werden kann.
Bei einem Schlüsselbeinbruch ist dies nicht möglich, da es dadurch oft zu starken Schmerzen kommt. Auch in der Phase der Ruhigstellung nach einem Schlüsselbeinbruch ist das Autofahren nicht erlaubt, da durch die entsprechende Schienung mittels Verband oder Schlinge ebenfalls nur eine eingeschränkte Beweglichkeit herrscht.
Daher gilt normalerweise die Regel, dass das Autofahren unter Bedacht im Rahmen des Muskelwiederaufbaus nach der Schienung wieder möglich ist. Hierbei handelt es sich jedoch auch stets um eine individuelle Entscheidung, die gemeinsam mit dem behandelnden Orthopäden getroffen werden sollte.

Es gibt laut Gesetzgeber keine strikte Regelung, ab wann ein Betroffener wieder Autofahren darf.
Der Verkehrsteilnehmer entscheidet selbst vor Fahrantritt über die Fahrtüchtigkeit.
Eine sehr häufig gestellte Frage ist, ob man mit einem Rucksackverband und Schlüsselbeinbruch Autofahren darf.
Auch hier gibt es keine gesetzliche Regelung.
Es muss individuell entschieden werden, ob der Betroffene sich in der Lage ist jeder Verkehrssituation zu beherrschen.
Hier spielt auch eine Rolle, wie stabil die Fraktur ist.
Bei einer konservativen Heilung sollte orientierend 6 Wochen keine Auto gefahren werden.
Bei einer stabilen operativen Versorgung (OP mit Platte) kann man nach Wundheilung (2 - 4 Wochen) wieder am Verkehr teilnehmen.

Folgeschäden nach einer Schlüsselbeinfraktur

Bei dem Schlüsselbeinbruch handelt es sich in der Regel um eine sehr gut verheilende Verletzung, die nur selten mit Komplikationen oder Folgeschäden einhergeht. Dennoch ist es wichtig über diese Bescheid zu wissen, damit sie frühzeitig entdeckt und behandelt werden können.
Im Rahmen des Regenerationsprozesses kann es gelegentlich zu Verzögerungen oder einer Störung der Knochenheilung kommen. Ein weiterer Aspekt hierbei ist die Ausbildung einer sogenannten Pseudarthrose, wobei die Knochenstücke des Schlüsselbeins nicht wieder zusammenwachsen, sondern eine Art falsches Gelenk ausbilden. Um dies zu vermeiden erfolgen regelmäßige Verlaufskontrollen mit der Anfertigung eines Röntgenbildes.
Bei unzureichender Schienung kann es auch zu einem erneuten Verschieben der Knochenstücke zueinander kommen.
Bei einer unzureichenden Knochenheilung schließt sich entsprechend eine gewisse Instabilität und eingeschränkte Beweglichkeit in der Schulter an.
Bei der Durchführung eines operativen Therapieverfahrens gelten zusätzlich die allgemeinen Folgeschäden, die bei jeder Operation auftreten können:

  • die Entstehung eines Blutgerinnsels
  • die Verletzung von umliegenden Nerven oder Gefäßen. Letzteres kann ebenfalls durch den Schlüsselbeinbruch selbst entstehen
  • Infektion des eingebrachten Fremdmaterial
  • Lockerung der eingebrachten Platte

Schlafposition

Wie schläft man am besten?

Das Schlafen bietet oft Schwierigkeiten nach einem Schlüsselbeinbruch und kann für die Betroffenen insbesondere zu Beginn sehr unangenehm sein. Zum einen sollte das Schlüsselbein so gut wie möglich entlastet werden und zum anderen sollte ein Verkrampfen der Muskeln mit einhergehender Verschlimmerung der Schmerzen vermieden werden. Daher ist die richtige Schlafposition sehr wichtig.
Für die meisten Betroffenen ist das Schlafen auf dem Rücken am besten, da das Liegen auf der betroffenen Seite stark schmerzhaft ist und das Liegen auf der anderen Seite dazu führt, dass die Schulter der betroffenen Seite häufig nach vorne kippt.
Die Rückenposition kann durch eine leichte Erhöhung des Oberkörpers zusätzlich unterstützt und das betroffene Schlüsselbein durch das Ablegen des Arms auf einem Kissen entlastet werden. Am wichtigsten ist allerdings, dass in der genutzten Schlafposition keine Schulterschmerzen bestehen, was sich individuell stark unterscheiden kann.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit auch während der Nacht eine Schlinge oder einen Verband zur Ruhigstellung zu tragen. Hierfür wird eine individuelle Beratung des behandelnden Orthopäden empfohlen, da dies zu Hautschäden oder dem Abklemmen von Gefäßen oder Nerven führen kann und daher nur unter Bedacht erfolgen sollte.

Rehabilitation

Die Rehabilitation ist für eine Schlüsselbeinfraktur genauso wichtig, wie die akute Versorgung des Bruchs.
Um so früher und zielgerichteter Übungen eingeleitet werden, um so geringer werden die Folgeschäden ausfallen und um so früher ist eine Leistungsfähigkeit, z.B. für den Sport gegeben.

Übungen nach einem Schlüsselbeinbruch

Im Anschluss an die Ruhigstellung nach einem Schlüsselbeinbruch ist der Wiederaufbau der Muskulatur mittels Trainingsübungen für den Verlauf und die Heilung sehr wichtig. Hierzu eignet sich beispielsweise eine Übung zur Kräftigung der Muskeln und gleichzeitigen Unterstützung der Beweglichkeit. Dafür wird ein Gewicht oder auch eine Wasserflasche benötigt:

  1.  Die Übung erfolgt im Stand mit leicht gebeugten Knien und nach vorne gebeugtem geradem Rücken in einem Winkel von ca. 45°.
  2. Das Gewicht wird in die Hand der betroffenen Seite gelegt, die andere Hand ruht auf dem Oberschenkel zur Stabilisation.
  3. Nun wird der Arm gestreckt nach vorne und hinten gependelt.
  4. Dies sollte zur gleichmäßigen Stärkung auf beiden Seiten durchgeführt werden.

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