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Lumedis Frankfurt

Dr. Carmen Heinz
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Fachärzte für Orthopädie

Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Rippenzerrung

Eine Rippenzerrung ist eine eigentlich harmlose Erkankung, die jedoch sehr schmerzhaft und unangenehm sein kann.
Mit einer optimalen Behandlung kann diese Zeit verkürzt und die Rippenschmerzen bestmöglich eingestellt werden.
Gerne können Sie einen Termin bei den Spezialisten von Lumedis vereinbaren um eine individuell auf Sie angepassten Behandlungsplan zu erhalten.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Außerdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur. Hier verfügt er über große Erfahrungen im Bereich der Triggerakupunktur.

Sein Behandlungsschwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie der verschiedenen Wirbelsäulenerkrankungen.
Sein Ziel ist es, alle Erkrankungen ohne Operation zu heilen.
 

Definition - Was ist eine Rippenzerrung?

Unter einer Rippenzerrung versteht man eine durch verschiedene, meist akute Ursachen entstandene Zerrung der Muskeln, die sich über und zwischen den Rippen ausspannen mit damit verbundenen Schmerzen und zum Teil auch Bewegungsbeeinträchtigungen

 

Abbildung der Zwischenrippenmuskulatur

  1. Schlüsselbein (Clavicula)
  2. Zwischenrippenmuskulatur (Interkostalmuskulatur)
  3. 6. Rippe

Ursachen

Überlastung

Die Überlastung stellt die häufigste Ursache für einen Rippenzerrung dar. Vor allem ungewohnte oder selten durchgeführte Bewegungen beim Untrainierten können dazu führen, dass es plötzlich zu einer akuten Überdehnung der Muskeln im Bereich der Rippen kommt, was dann zu Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen führt.
Schweres Heben oder Tragen wären die typischen Bewegungen, die eine Rippenzerrung auslösen. Aber auch unvorhergesehene Bewegungen aus Affekt oder Reflex, wie z.B. Herumreissen z.B, führen sehr häufig zu einer Rippenzerrung

Fehlbelastung

Chronische Fehlbelastungen führen verhältnismässig selten zu einer Rippenzerrung, da sich der Körper erstaunlicherweise schnell an unbekannte Bewegungen gewöhnt.
Kurze und starke Fehlbelastungen, etwa das falsche Tragen von schwerer Lasten z.B. kann aber ebenfalls schnell zu einer Rippenzerrung führen.

Trauma/Unfälle

Traumen und Unfälle führen ebenfalls sehr häufig zu einer Rippenzerrung. Hier sind vor allem Sportunfälle oder aber auch Autounfälle zu nennen, die Rippenprellungen  oder Rippenzerrungen verursachen können.
Stürze beim Skisport oder beim Fussball sind oftmals mit einer ein-, oder beidseitigen Muskelzerrungen der Rippen vergesellschaftet.
Auch stumpfe Traumen (Unfälle) im Bereich des Brustkorbes haben in der Regel eine Rippenzerrung zur Folge.

Sie leiden an chronischen Muskelzerrungen?
Sie suchen eine 2. Meinung?
Ihnen konnte bisher nicht ausreichende geholfen werden?
Gerne beraten Sie unsere Frankfurter Muskelspezialisten.
Lumedis hat festgestellt, dass besonders das abstellen bestehender Dysbalancen besonders wertvoll in der Therapien und der Prävention von Muskelzerrungen ist.
In vielen Fällen können die "richtigen Übungen" effektiv helfen, die Heilungsdauer zu verkürzen und erneute Zerrungen zu verhindern.

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Rippenzerrung

Das Leitsymptom von Rippenzerrungen sind zunächst einmal Schmerzen zwischen den Rippen, die vor allem bei Bewegung auftreten. Bei der Drehung im Oberkörper z.B. können dadurch die Schmerzen an der betroffenen Seite der Rippen ausgelöst werden. Auch durch aktiven Druck auf den betroffenen Bereich kann in der Regel der Schmerz bei einer Rippenzerrung ausgelöst werden.
Neben den Schmerzen sind in der Regel auch dadurch verursachte Bewegungsbeeinträchtigungen vorhanden.
Bei jedem Atemzug weitet sich der Brustkorb, was dann im Falle einer Rippenzerrung zu vermehrten Schmerzen in den Rippen und bei schweren Schmerzen auch zu Atemeinschränkungen führt oder führen kann.
Die Rippenschmerzen strahlen häufig in den rechten oder linken Rippenbogen aus.
Die Symtome einer Rippenzerrung kommen vorne und hinten am Brustkorb, sowie seitlich vor.

Schmerzen an den Rippen

Schmerzen sind eines der Leitsymptome bei Rippenzerrungen. Sie werden vor allem durch Reizungen der Nerven, die zwischen den Rippen und auf den Rippen laufen, ausgelöst.
Zunächst sind sie bei der Brustkorbbewegung besonders stark zu spüren. Sie können aber auch in Ruhe vorhanden sein. Meistens kann man die Schmerzen auf den betroffenen Rippen auch durch einen lokalen Druck mit der Hand auslösen.
Die Schmerzen werden als dumpf beschrieben, können aber auch als ziehender und brennender Schmerzen imponieren.
Sie sind in der Regel in dem Bereich der Rippen lokalisiert, der durch eine Überlastung besonders stark betroffen war. Die Schmerzen können aber auch in umliegende Areale ausstrahlen und auch z.B. im Rücken spürbar sein.  Manchmal sind sie auch so stark, dass sie bis in die Arme ausstrahlen.

Alternative Ursachen finden Sie in unserem Artikel Schmerzen an den Rippen.

Schmerzen beim Atmen

Da sich beim Atmen der Brustkorn stark weitet, sind die durch eine Zerrung beeinträchtigten Rippen vor allem auch bei der Einatmung besonders schmerzhaft, während der Schmerz beim Ausatmen dann nachlässt.
Die Schmerzen beim Einatmen können so stark sein, dass die Betroffenen in eine Schonatmung gehen. Bei einer Schonatmung handelt es sich um eine zu flache Atmung oder auch unregelmäßige Atmung, bei der die Lunge nicht ausreichend, wie gewohnt, belüftet wird. Bei langen, durchgeführten Schonatmungen kommt es zu einer Minderbelüftung der Lunge, was dann zu einer erhöhten Infektanfälligkeit im Bereich der Lunge führen kann.

Diagnose

Die Diagnose einer Rippenzerrung ist meistens eine klinische Diagnose, die sich aus der Krankenbefragung und der körperlichen Untersuchung zusammensetzt.
Bei der Befragung wird meistens der Schwerpunkt auf den Beginn der Beschwerden gelegt. So wird der Betroffene gefragt, seit wann die Beschwerden vorhanden sind und ob sich zuvor ein Trauma oder Unfall ereignet hat. Wichtig ist vor allem differentialdiagnostisch einen vorangegangen Unfall herauszubekommen, da in diesem Fall auch eine Fraktur der Rippen ausgeschlossen werden muss.
Nach der Krankenbefragung werden die Rippen, auf denen Schmerzen angegeben werden, betrachtet und betastet und die Schmerzentwicklung beurteilt.
Weiterhin stehen noch einige bildgebende Verfahren zur Verfügung, mit denen man einen differentialdiagnostischen Ausschluss durchführen kann.

Ultraschall

Im Ultraschall werden vor allem folgende Strukturen dargestellt:

  • Organe
  • Ödeme
  • Sehnen
  • Muskeln

Bei der Diagnose einer Rippenzerrung kann zwar ein Ultraschall durchgeführt werden, die Interpretation ist aber sehr schwierig. Unterbrechungen der Muskellinien im Ultraschall könnte man allenfalls als einen starken Muskelfaserriss werten. Eine Rippenzerrung allerdings könnte man eher nicht sehen.

Wann braucht man ein Röntgenbild?

Das Röntgenbild stellt in erster Linie Knochen dar.
Im Falle von Rippenschmerzen sollte immer ein Röntgen durchgeführt werden, um eine Rippenfraktur auszuschliessen.
Zwar würde man eine Fraktur von einer oder mehreren Rippen zunächst bei einem schweren Unfall vermuten, es kommt allerdings auch immer bei kleineren Verletzungen oder auch dem plötzlichen Anheben von schweren Lasten zu einem akuten Brechen von Rippen.
Das Röntgenbild stellt somit eine differentialdiognostische Maßnahme (um alternative Ursachen auszuschließen) dar.

Röntgenbild eines Brustkorbs mit Rippen

  1. Rippenbruch der 3. Rippe
  2. Rippenbruch der 4. Rippe
  3. Rippenbruch der 5. Rippe
  4. Schulterblatt (Scapula)
  5. Rippenbruch der 6. Rippe
  6. Oberarmknochen (Humerus)
  7. Rippenbruch der 7. Rippe

Wann braucht man ein MRT?

Ein MRT kommt immer dann zum Einsatz, wenn man sich nicht ganz sicher ist, ob es sich bei den angegebenen Beschwerden tatsächlich um eine Rippenzerrung oder aber um komplexe Muskelfaserrisse zwischen den Rippen oder gar um Rippenverletzungen handelt.
Mittels MRT kann man sehr gut folgende Strukturen abbilden:

  • Nerven
  • Sehnen
  • Muskeln
  • Blutgefässe
  • Knorpel
  • Knochen

Im Falle von Rippenschmerzen würde das MRT nicht als erste diagnostische Wahl in Betracht gezogen werden, sondern erst bei speziellen Fragestellungen. So würde man bei unauffälligem Röntgenbild und ausbleibender Besserung ein MRT in jedem Fall durchführen.

Wie unterscheidet sich eine Rippenzerrung von einem Muskelfaserriss zwischen den Rippen?

Bei einer Rippenzerrung gleiten die Muskeln nach anfänglicher, starker Überdehnung wieder in ihre Ausgangsposition zurück.
Bei einem Muskelfaserriss ist die Dehnung so stark, dass ein Zurückgleiten in die ursprüngliche Position nicht möglich ist und Fasern zerreissen. Beides kann starke Schmerzen verursachen. Der Muskelfaserriss zwischen den Rippen unter Umständen auch eine Schwellung hinterlassen.
In der Bildgebung würde man kleiner Muskelfaserrisse eher nicht sehen.

Falls Sie eher einen Muskelfaserriss zwischen den Rippen als Ursache der Rippenschmerzen vermuten, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel Muskelfaserriss zwischen den Rippen zu lesen.

Wie unterscheidet sich eine Rippenzerrung von einer Rippenblockade?

Bei einer Rippenzerrung kommt es zu einer plötzlichen Dehnung von Muskeln zwischen den Rippen, die aber dann nach kurzer Zeit wieder in die Ausgangsposition zurückgleiten. Was bleibt ist ein meist bewegungsabhängiger Schmerz.
Bei der Rippenblockade kommt es meistens durch falsche Haltungen oder Bewegungen zu einem kurzzeitigen auseinanderziehen der Rippengelenke, die dann aber nicht mehr in die korrekte Ausgangsposition zurückgleiten, sondern verkantet bleiben. Dies verursacht in der Regel Schmerzen und auch Bewegungseinschränkungen.

Behandlung/ Therapie

Bei einer Rippenzerrung sollten zunächst mit schonenden aber auch kühlenden Massnahmen begonnen werden.
So sollte das Heben und Tragen schwerer Lasten zunächst pausiert und auch mit Sport gestoppt werden.
Weiterhin sollten kühlende Eispacks auf den betroffenen Bereich der Rippen gelegt werden. Manche Betroffenen befürworten auch eher einen wärmende Behandlung, die dann durch die Auflage einer Wärmflasche durchgeführt werden sollte.
Eine Rippenzerrung kann so schmerzhaft sein, dass man auf entzündungshemmende Gele oder sogar auch Tabletten nicht verzichten kann. Zu nennen wären hier Gele oder Tabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen oder Diclofenac. Es gibt eine dringende Empfehlung der konsequenten Schmerzbehandlung, die eine Fehlatmung mit möglichen, folgenden Komplikationen verhindern würden.

Kinesiotape

Kinesiotapes sind selbstklebende Bänder, die über bestimmte Muskeln geklebt werden können, um diese zu entlasten.
Im Falle von einer Rippenzerrung sollte man eine oder mehrere Kinesiotapes auf den Brustkorb auf Höhe der schmerzenden Rippen kleben und dort einige Tage belassen.
Der durch das Kinesiotape erzeugte Zug sorgt dafür, dass die darunterliegenden Muskeln deutlich entspannt werden können.
Bereits nach wenigen Tagen kann der Betroffene schon eine Besserung der Beschwerden merken.

Wärme oder Kälte?

Ob Wärme oder Kälte besser tut ist tatsächlich eine meist individuelle Entscheidung, da es einige Patienten gibt, die entweder das eine oder auch das andere bevorzugen.
Viele Patienten geben an, dass es zu einer deutlichen Besserung nach der Auflage einer Wärmflasche kommt.
Direkt nach Beginn der Beschwerden allerdings bevorzugen viele Patienten zunächst die kühlenden Massnahmen, z.B, mittels Eispack. Beide Behandlungen sollten ca. 10 Minuten mehrmals täglich maximal für eine Woche angewendet und dann der Behandlungserfolg bewertet werden.

Dauer

Die Dauer, wie lange die Heilung einer Rippenzerrung dauert, variiert ganz nach dem Ausmass der betroffenen Muskeln.
Kleinere, gezerrte Muskeln im Bereich der Rippen können schon nach 1-3 Tagen komplett zur Abheilung kommen.
Größere Areale werden aber vermutlich mehrere Wochen dauern, bis man sie nicht mehr spürt.
Auch ist es wichtig, die schonenden Massnahmen konsequent durchzuführen. Wer Sport oder körperliche Belastung weiter ungehindert durchführt, wird auch mit einer verlängerten Behandlungsdauer rechnen müssen.

Rehabilitation/ Prävention

Dehnungsübungen

Es gibt einige Dehnübungen, die während und nach einer Rippenzerrung zum Einsatz kommen können, um die Beschwerden möglichst zeitnah zu mildern.

  1. gerade hinstellen, mit den Fingern streckend versuchen die Decke zu erreichen bis man einen leichten Zug im Brustkorb spürt und diese Position sollte man ca. 20 Sekunden halten, bevor man in eine entspannte Ausgangsposition wieder zurückkehrt.
  2. Aus der gleichen Position (gestreckte Position) kann sich auch langsam nach links und rechts gebeugt werden (Rumpfbeuge) Auch diese Position sollte man ca. 10-20 Sekunden halten, bevor man in die Ausgangsposition zurückgeht.

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