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Lumedis Frankfurt

PD Dr. Elke Maurer
Amelie Grainger
Dr. Franziska Zwecker
Dr. Jannik Ashauer
Dr. Bela Braag
Axel Lust
Dr. Nicolas Gumpert


Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14/Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

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Telefon 069 24753120

Arthrosamid

Lumedis arbeitet mit Arthrosamid, weil dieses innovative Hydrogel eine langlebige Alternative zum künstlichen Kniegelenk bietet.
Während herkömmliche Injektionen oft nur kurzzeitig wirken, kann Arthrosamid eine Schmerzlinderung über Jahre ermöglichen.
Als Spezialisten für Gelenkerhaltung schätzen wir die hohe Biokompatibilität und die dauerhafte Integration in die Gelenkkapsel.
Für unsere Patienten bedeutet das: langfristige Mobilität und eine effektive Verzögerung operativer Eingriffe – eingebettet in unser ganzheitliches Therapiekonzept für maximale Lebensqualität.

Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und Experte für patientennahe Medizin.
Neben seiner Tätigkeit in der Praxis ist er als Stammgast der TV-Sendung ‚hallo hessen‘ (HR) bekannt.
Seine fachliche Expertise wird seit Jahren durch regelmäßige Auszeichnungen in der Focus-Ärzteliste bestätigt.
Sein besonderes Anliegen ist es, medizinisches Wissen laienverständlich und fundiert zu vermitteln – sowohl in seinen Artikeln auf lumedis.de als auch auf seinen Social-Media-Kanälen bei Facebook und Instagram.

Was ist Arthrosamid?

Arthrosamid ist ein neuartiges, nicht-resorbierbares Hydrogel, das zur minimalinvasiven Behandlung von Kniearthrose eingesetzt wird.
Es besteht zu 97,5 % aus Wasser und zu 2,5 % aus einem vernetzten Polyacrylamid-Gerüst.

Im Gegensatz zu klassischen Injektionen wie Hyaluronsäure wird Arthrosamid vom Körper nicht abgebaut.
Nach der Injektion in den Gelenkraum bettet sich das Gel dauerhaft in die Innenschicht der Gelenkkapsel (Synovialis) ein. Dort verbessert es die Elastizität des Gewebes, wirkt stoßdämpfend und reduziert Entzündungen.
Das primäre Ziel ist eine signifikante, jahrelange Schmerzlinderung und verbesserte Beweglichkeit, wodurch ein künstlicher Gelenkersatz verzögert werden soll.

Was sind die Indikationen für Arthrosamid?

Die Indikationen für eine Behandlung mit Arthrosamid konzentrieren sich primär auf die chronische, symptomatische Kniearthrose (Gonarthrose) und der Folge chronischer Reizzustände im Knie.
Als minimalinvasives Verfahren schließt es die Lücke zwischen kurzfristig wirksamen Injektionen und dem operativen Gelenkersatz.

Spezifischen Indikationskriterien:

  1. Stadium der Arthrose
    Arthrosamid ist für alle Schweregrade der Kniearthrose zugelassen, wird jedoch meist in folgenden Arthrose-Stadien eingesetzt:
    1. Kellgren-Lawrence-Grad II bis IV
      Besonders Patienten mit moderater bis fortgeschrittener Arthrose profitieren von der dämpfenden Wirkung des Hydrogels, z.B. als Folge eines chronischen Meniskusrisses.
    2. Chronische Schmerzpatienten
      Wenn der Schmerz die Lebensqualität im Alltag oder beim Sport massiv einschränkt.
  2. Versagen konservativer Therapien
    Es gilt oft als "Next Step", wenn klassische Behandlungsmethoden nicht (mehr) ausreichen:
    1. Unzureichende Wirkung von NSAR
      Wenn Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac nicht vertragen werden oder keine Wirkung zeigen.
    2. Austherapiert mit Hyaluronsäure/ACP
      Wenn biologische Schmierstoffe oder Eigenbluttherapien keine langfristige Besserung mehr bringen.
    3. Kurze Wirkdauer von Kortison
      Wenn Entzündungen zwar kurzzeitig abklingen, der mechanische Reiz im Knie aber sofort wieder zu Schmerzen führt.
  3. Patientenspezifische Faktoren
    1. Vermeidung einer Operation
      Patienten, die eine Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP) so lange wie möglich hinauszögern möchten.
    2. Jüngere Patienten
      Personen unter 60 Jahren, für die ein künstliches Gelenk aufgrund der begrenzten Haltbarkeit der Prothese noch nicht ideal ist.
    3. Inoperabilität
      Patienten, bei denen aufgrund von Vorerkrankungen oder eines zu hohen Narkoserisikos keine Operation durchgeführt werden kann.

Wann sollte Arthrosamid nicht angewendet werden?

Obwohl Arthrosamid eine hervorragende Biokompatibilität aufweist, gibt es klare medizinische Ausschlusskriterien (Kontraindikationen), um die Patientensicherheit und den Behandlungserfolg zu gewährleisten.
Man unterscheidet hierbei zwischen absoluten und relativen Kontraindikationen.

Absolute Kontraindikationen

In diesen Fällen darf eine Injektion mit Arthrosamid unter keinen Umständen durchgeführt werden:

  • Aktive Infektionen
    Weder systemische Infekte (Fieber, Grippe) noch lokale Infektionen im oder am Kniegelenk (septische Arthritis).
  • Hauterkrankungen
    Entzündungen, Ekzeme, Schuppenflechte oder offene Wunden direkt im Bereich der geplanten Einstichstelle.
  • Allergien
    Bekannte Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile (Polyacrylamid-Hydrogel).
  • Prothesen
    Das Vorhandensein eines künstlichen Gelenks (Knie-TEP) im selben Knie schließt die Behandlung aus.
  • Schwangerschaft und Stillzeit
    Da keine ausreichenden klinischen Daten für diese Patientengruppen vorliegen, wird von einer Anwendung in dieser Zeit abgeraten.

Relative Kontraindikationen (Vorsichtsmaßnahmen)

Hier muss der behandelnde Arzt im Einzelfall entscheiden, ob der Nutzen das Risiko überwiegt:

  • Vorangegangene Operationen
    Liegt ein chirurgischer Eingriff am betroffenen Knie weniger als 6 Monate zurück, sollte die Injektion verschoben werden.
  • Hämophilie/Blutgerinnungsstörungen
    Patienten, die starke Blutverdünner einnehmen oder an Gerinnungsstörungen leiden, haben ein erhöhtes Risiko für Einblutungen (Hämarthros).
  • Immunsuppression
    Bei Patienten unter Chemotherapie oder starker immunsuppressiver Medikation (z. B. nach Organtransplantationen) ist das Infektionsrisiko erhöht.

Wie genau funktioniert das Arthrosamid-Gel im Knie?

Der entscheidende Effekt von Arthrosamid ist, wenn das Gel mit der Gelenkinnenhaut (Synovialis) interagiert.
Arthrosamid lagert sich in das Gewebe der Gelenkkapsel ein und integriert sich dort fest.
Ein wichtiger Mechanismus ist die Reduktion der Schmerzempfindlichkeit. Durch die Einlagerung in die Gelenkkapsel werden die dort befindlichen Nervenenden weniger stark gereizt.
Da die chronische Entzündung der Gelenkinnenhaut bei Arthrose eine Hauptursache für Schmerzen ist, bietet die Stabilisierung dieses Gewebes durch das Gel eine effektive Linderung.
Da Arthrosamid nicht resorbiert (aufgenommen) wird, berichten Patienten oft über eine Wirkung, die anhält, was die Lebensqualität deutlich steigert und einen künstlichen Gelenkersatz hinauszögern kann.

Bei Lumedis betrachten wir die Injektion von Arthrosamid immer als Teil eines umfassenden Behandlungskonzeptes.
Da eine stabilisierende Muskulatur für den langfristigen Erfolg bei Kniearthrose unerlässlich ist, kombinieren wir das Verfahren mit einer gezielten Trainingstherapie.
Unsere Sportwissenschaftler unter der Leitung von Mario Habersack entwickeln hierfür individuelle Bewegungsprogramme, die genau auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten sind.

Besonders wichtig ist uns dabei die objektive Kontrolle des Therapieerfolgs. Hier kommt die EMG Trainingstherapie zum Einsatz, die von Gregor Greß geleitet wird.
Durch die elektromyografische Messung der Muskelaktivität können wir genau feststellen, ob die gelenkschützende Muskulatur korrekt arbeitet oder ob muskuläre Dysbalancen vorliegen, die das Kniegelenk trotz der Gel-Injektion weiter belasten würden.
Die Kombination aus der biologischen Wirkung des Gels und der funktionellen Verbesserung durch die Trainingstherapie führt zu den besten Ergebnissen.

Wie lange hält die Wirkung an?

Arthrosamid, als nicht-resorbierbares Hydrogel konzipiert, verbleibt dauerhaft im Kniegelenk und wird nicht abgebaut wird.
Aktuelle klinische Langzeitstudien belegen, dass die Schmerzlinderung und die verbesserte Beweglichkeit bei der Mehrheit der Patienten über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren stabil anhält.
Es gibt sogar deutliche Hinweise darauf, dass die positiven Effekte noch deutlich länger, potenziell über fünf Jahre oder mehr, bestehen bleiben können.
Hier bleiben allerdings erst noch die Studienergebnisse abzuwarten.
Weiterhin muss darauf hingewiesen werden, das Arthrosamid als innovatives Produkt, keine Langzeitdaten vorliegen.

Der Grund für diese außergewöhnliche Langlebigkeit liegt in der Gewebeintegration. Das Gel wird nach der Injektion in die Gelenkinnenhaut (Synovialis) eingelagert und bildet dort eine dauerhafte Schicht, die die Kapsel elastischer macht und die Schmerzrezeptoren abschirmt.
Da das Material chemisch stabil ist, tritt kein nennenswerter Wirkungsverlust durch biologische Abbauprozesse ein. Für viele Patienten bedeutet dies, dass eine einzige Behandlung ausreicht, um über Jahre hinweg eine signifikante Steigerung der Lebensqualität zu erfahren und den Zeitpunkt für eine Knieprothese (Knie-TEP) weit nach hinten zu verschieben.

Wie hoch sind die Materialkosten für eine einzelne Spritze?

Die Materialkosten für eine einzelne Injektion mit Arthrosamid belaufen sich in Deutschland derzeit auf 1856,40 Euro für die benötigte Menge von 6 ml des Hydrogels.
Zu diesen reinen Sachkosten kommen die ärztlichen Leistungen für die Injektion sowie die notwendige Vor- und Nachbehandlung hinzu, die nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet werden.
Somit sind von Gesamtkosten von mehr als 2000 € zu rechnen.

Übernimmt die gesetzliche oder private Krankenkasse die Kosten?

Private Krankenversicherungen und Beihilfe

Die Kostenübernahme bei privaten Krankenversicherungen (PKV) sowie die Beihilfestellen die Kosten für die Arthrosamid-Injektion ist uneinheitlich.
Während die PKVen die Kosten mehrheitlich übernehmen, lehnen die Beihilfen die Kosten eher ab.

Da das Gel als Medizinprodukt zur Behandlung einer fortgeschrittenen Kniearthrose (Gonarthrose) medizinisch begründet werden kann, wird die Therapie meist im Rahmen des individuellen Tarifs erstattet.
Hierzu stellen wir bei Lumedis einen Kostenvoranschlag und argumentatives Schreiben unseren Patienten zu Verfügung, was die Wahrscheinlichkeit der Kostenübernahme deutlich erhöht.
Wir erstellen Ihnen hierfür bei Lumedis einen detaillierten Kostenvoranschlag nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Es ist jedoch immer ratsam, diesen Kostenvoranschlag vorab bei Ihrer Versicherung einzureichen, um eine schriftliche Zusage für die Materialkosten und das ärztliche Honorar zu erhalten.

Gesetzliche Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) übernehmen die Kosten für die Arthrosamid-Therapie aktuell leider nicht.
Das Verfahren ist nicht in den regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen aufgenommen worden und wird daher als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) eingestuft.
Gesetzlich versicherte Patienten müssen die Kosten für das Material und die Behandlung somit als Selbstzahler tragen.
Da die Wirkung jedoch über mehrere Jahre anhält, entscheiden sich einige Patienten dennoch für diese Investition, um eine Operation oder ein künstliches Gelenk zu vermeiden.

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