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Lumedis Frankfurt

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Sven Daum
Facharzt für Anästhesie / Schmerztherapie

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für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Schmerztherapie, Akupunktur und manuelle Medizin

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Wasser/Flüssigkeit im Handgelenk - Wie gefährlich ist es?

Flüssigkeit im Handgelenk kann zu Schwellungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen. Je länger die Flüssigkeit im Gelenk verbleibt, um so stärker wird die Entzündung.
Die Frankfurter Orthopäden von Lumedis haben eine große Erfahrung mit der Behandlung von Flüssigkeiten im Handgelenk.
Wenn Sie eine persönliche Beratung und Behandlung durch unsere Handspezialisten wünschen, vereinbaren Sie gerne einen Termin bei uns.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Außerdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur. Er verfügt über große Erfahrung im Bereich der Triggerakupunktur.
Zudem hat Dr. Hochholz langjährige Erfahrung im Bereich der funktionellen Diagnostik, speziell im Bereich der EMG-Diagnostik.
Zusätzlich zählt das Spezialgebiet Golfen zu seinen Stärken. Hierfür steht er Golfern mit individueller Betreuung in eigener Sprechstunde zur Seite. Dr. Hochholz ist Partner der PGA.
 

Ursachen für die Flüssigkeit

Überlastung

Wer sein Handgelenk sehr stark belastet und auch überlastet, erhöht auch das Risiko, dass sich Anteile des Handgelenks aufgrund der Überlastung entzünden.
Meistens sind es kleine entzündliche Prozesse, die dafür sorgen, dass es zu einem Einstrom von Flüssigkeit ins Handgelenk kommt.
Immer wieder einseitig durchgeführte Bewegungen wären in diesem Zusammenhang zu nennen.
Aber auch ungewohnte und untrainierte Bewegungen können dafür sorgen, dass das Handgelenk die ungewohnten Bewegungen nicht beschwerdefrei leisten kann.

Weitere allgemeine Informationen finden Sie in unserem Artikel Gelenkerguss

Falls Sie mit der Behandlung der Flüssigkeit in Ihrem Handgelenk nicht zufrieden sind und sich eine Zweitmeinung holen möchten, helfen Ihnen gerne die Handspezialisten von Lumedis.

Fehlbelastungen

Wenn alltägliche Bewegungen immer wieder falsch durchgeführt werden, spricht man von einer Fehlbelastung.
Meistens laufen Fehlbelastungen unbewusst ab, d.h. den Patienten fällt gar nicht auf, dass sie falsch belasten.
Manchmal sind auch Fehlstellungen daran schuld, dass alltägliche Bewegungen unphysiologisch ausgeführt werden und es dadurch zu einer ungleichmässigen Belastung des Handgelenks kommt.
Diese Fehlbelastung hat auch neben Schmerzen zur Folge, dass Flüssigkeit in das Handgelenk einströmt und die normale und gewohnte Bewegung behindert.

Degeneration

Meistens sind es chronische Fehlbelastungen, die dazu beitragen, dass Gelenke so ungleichmässig abgenutzt werden, dass sie dann auch Beschwerden auslösen.
Die bekannteste degenerative Veränderung aufgrund von Fehlbelastungen sind Arthrosen. Sie kommen eben durch eine chronische falsche und unphysiologische Bewegung und Belastung zustande.
Die ungleichmässige Abnutzung der Gelenke lässt nicht nur die gewohnten Bewegungen nicht mehr so reibungsarm durchführen, sondern sorgt auch dafür, dass Flüssigkeit ins Handgelenk einströmt.

Entzündung

Entzündungen sind fast immer mit Flüssigkeitseinstrom in das Handgelenk vergesellschaftet.
Sie treten oftmals bei einer akuten Überlastung auf. Holzhacken oder Bogenschießen als Beispiele lösen bei untrainierten nicht selten eine so starke Belastung auch im Handgelenk aus, dass sich dieses entzündet und Flüssigkeit in das Gelenk einströmt.

Handgelenkarthrose

Die Handgelenksarthrose ist eine degenerative Erkrankung des Handgelenks, die meistens durch eine chronische Fehlbelastung zustande kommt.
Wer immer wieder ungewohnte Bewegungen über längere Zeit durchführt, der wird in aller Regel meistens im Alter Beschwerden im Handgelenk durch eine Arthrose bekommen.
Arthrosen sind ungleichmäßige Abnutzungen des Handgelenks, die dazu führen, dass die Bewegung nicht mehr so reibungsarm durchgeführt werden kann.
Folgen sind Schmerzen, Flüssigkeitseinstrom in das Handgelenk und auch Schwellungen des Handgelenks.

Handgelenksbruch/Bruch des Kahnbeins

Vor allem bei Stürzen wird man sich reflektorisch versuchen mit der Hand abzufangen, was dann recht häufig zu Brüchen des Unterarms und auch der Handwurzelknochen, u.a des Kahnbeins, führt.
Neben starken Schmerzen kommt es bei Frakturen fast immer auch zu einem plötzlichen Flüssigkeitseinstrom, der ebenfalls entzündlicher Natur ist und der die Schmerzen, die durch den Bruch entstehen, auch noch verstärkt.
Des Weiteren führt der Flüssigkeitseinstrom auch oft zu einem Anschwellen des Handgelenks.

Rheuma

Rheuma ist eine Autoimmunerkankung, bei der das Immunsystem körpereigene Zellen nicht erkennt und dagegen vorgeht.
Dies geschieht durch ausgelöste Entzündungen in den Gelenken, in diesem Fall des Handgelenks mit damit verbundenem Flüssigkeitseinstrom.

Lesen Sie auch unseren Artikel: Entzündung im Handgelenk

Schematische Abbildung einer linken Hand:

Orange: Endglied
Blau: Mittelglied
Grün: Grundglied
Gelb: 1.-5. Strahl
Lila: Handwurzel

  1. große Vieleckbein (Os trapezium)
  2. kleine Vieleckbein (Os trapezoidum)
  3. Kopfbein (Os capitatum)
  4. Hakenbein (Os hamatum)
  5. Erbsenbein (Os pisiforme)
  6. Dreieckbein (Os triquetum)
  7. Monddbein (Os lunatum)
  8. Kahnbein (Os scaphoideum/naviculare)

Begleitende Symptome

Neben dem Einstrom von Flüssigkeit ins Handgelenk kommt es auch meistens zu einem begleitenden und hier oft bewegungsabhängigen Schmerz.
Manchmal kann es auch vorkommen, dass der Schmerz auch in Ruhe auftritt.
Die Schwellung des Handgelenks auf der einen Seite, aber auch die Schmerzen selbst sorgen dafür, dass es auch zu einer ausgeprägten Bewegungsbeeinträchtigung des Handgelenks kommt.
Die Patienten vermeiden daraufhin meistens Bewegungen, die  die Schmerzen verstärken können. Sie gehen in eine Schonhaltung, was dann auch wieder zu Fehlbelastungen und auch zu Schmerzen führen kann.

Handgelenksschmerzen

Flüssigkeit, die in das Handgelenk einströmt, sorgt dafür, dass der ohnehin schon sehr begrenzte Platz im Handgelenk noch weniger wird.
Darauf hin erfahren die im Bereich des Handgelenks vorhandene Nerven und Muskeln eine Kompression, was dann zu Schmerzen im Handgelenk führt.
Meistens und auch wenn nur wenig Flüssigkeit im Handgelenk ist, werden die Schmerzen dann nur bei Bewegungen ausgelöst und verstärkt.
Vor allem bei Beuge-, oder Streckbewegungen in der Hand kommt es zu Schmerzen, die als ziehend beschrieben werden.
Wenn eine grössere Menge Flüssigkeit im Handgelenksspalt vorhanden ist, kann es aber auch vorkommen, dass sogar in Ruhe Schmerzen im Handgelenk ausgelöst werden. Die Schmerzen werden im Handgelenk auch dadurch ausgelöst, weil es durch die Schwellung zu einer Spannung der Haut im Bereich des Handgelenks kommt, was wiederum Schmerzen, vor allem bei Bewegung auslöst.

Diagnose

Die Diagnose von Flüssigkeit im Handgelenk wird oftmals schon durch eine körperliche Untersuchung gestellt.
Hier wird meistens schon das geschwollene Handgelenk auffällig. Weiterhin tastet sich das Handgelenk sehr geschwollen und auch bei der Bewegung gibt der Patient nicht nur Schmerzen an, sondern man stellt auch eine deutliche Bewegungsbeeinträchtigung fest.
Des Weiteren stehen noch einige bildgebende Verfahren, wie das Ultraschall, Röntgen oder auch MRT zur Verfügung, die für die Diagnostik zum Einsatz kommen können.

Ultraschall

Das Ultraschall zeigt vor allem weichere Strukturen dicht unter der Haut, aber auch Gelenke und Flüssigkeit. Im Falle von Flüssigkeit im Handgelenk würde sich der Gelenkspalt verengt darstellen und ein deutlich dunkler Saum als Zeichen von Flüssigkeit darstellen lassen. Des Weiteren kann man auch unter Umständen im Ultraschall sehen, ob Sehnen oder Muskel verletzt sind.

Röntgenbild

Das Röntgenbild zählt zu dem klassischen und im Falle von Schmerzen im Handgelenk meistens zur Rate gezogene Diagnostikum.
Im Röntgenbild kann man vor allem Knochen und dessen Verletzung und eben auch Flüssigkeit in Gelenken feststellen. Das Röntgenbild kommt bei Schmerzen im Handgelenk, vor allem wenn es zu keiner Besserung oder zu einer stetigen Verschlechterung kommt, fast immer zum Einsatz.

Wann braucht man ein MRT?

Ein MRT stellt neben Knochen auch Muskeln und Sehnen, Blutgefässe und Nerven dar. Flüssigkeit kann man durch ein MRT ebenfalls sehr gut nachweisen. Hat man den Verdacht auf Flüssigkeit im Handgelenk und will man die genaue Ursache herausfinden, sollte man im weiteren Verlauf der Diagnostik immer auch ein MRT durchführen.
Vor allem Muskel-, und Sehnenverletzungen oder auch Handgelenksentzündungen können durch eine MRT Untersuchung festgestellt werden.

Behandlung / Therapie

Die Behandlung von Flüssigkeit im Handgelenk hängt ganz von der auslösenden Ursache ab. Frakturen müssen entweder durch Ruhigstellung oder aber durch operative Massnahmen behandelt werden. Überlastungen und Fehlbelastungen, die zu einem Einstrom von Flüssigkeit ins Handgelenk geführt haben, sollten immer durch eine Schonung und auch Ruhigstellung behandelt werden. Auch eine entzündungshemmende Behandlung, durch z.B. Diclofenac Gel kann ebenfalls helfen die Schwellung im Handgelenk schnell abklingen zu lassen. Kühlung sollte in jedem Fall durchgeführt werden. Hierfür stehen z.B. Eispacks zur Verfügung, die man für 10 Minuten 1-3 mal täglich auf das Handgelenk legen sollte. Wenn die Schwellung zu starken Schmerzen und auch Bewegungsbeeinträchtigungen führt, sollte man überlegen, ob man nicht auch eine entzündungshemmende Behandlung in Form einer Tabletten (Ibuprofen oder Diclofenac) für einige Tage durchführt.

Quarkwickel

Quarkwickel kommen vor allem bei Entzündungen von Muskeln oder Gelenke erfolgreich zum Einsatz. Zum einen sorgt die Kälte des Quarks für eine Abschwellung, man geht aber auch davon aus, dass der Quark Entzündungen deutlich reduziert. Zur Quarkbehandlung sollte man aus diesem Grund Quark auf ein Tuch legen und dieses Tuch dann um das betroffene Handgelenk wickeln. Es kann auf dieser Stelle ca. 10-20 Minuten liegen bleiben, und man sollte die Quarkwickel 2 mal täglich anwenden.

Sollte man es kühlen oder wärmen?

Da die Ursache für Flüssigkeit im Handgelenk meistens entzündlicher Natur ist, sollte man einen Behandlungsversuch eher mit kühlenden Massnahmen unternehmen.
Hierzu kann man ein Eispack in ein Handtuch gewickelt für ca. 10 Minuten auf das Handgelenk legen und diese Anwendung noch ein bis zweimal am Tag wiederholen. Wärmende Therapien sollte man nur dann durchführen, wenn es unter einer Kühlung zu keiner Besserung oder sogar einer Verschlechterung gekommen ist, oder aber wenn durch die Kälte Schmerzen ausgelöst werden.

Heilungsdauer

Die Zeit, bis die Flüssigkeit aus dem Handgelenk verschwunden ist, variiert stark und kommt ganz darauf an, was die Ursache dafür ist.
Bei verursachenden Frakturen muss man mit einer ca. 6 wöchigen Ruhigstellung rechnen, bis der Bruch des Handgelenks geheilt ist; eine Reduktion der Flüssigkeit im Handgelenk wird aber höchstwahrscheinlich etwas früher stattfinden. Bei entzündlichen Veränderungen durch Überlastung ist mit einer Symptombesserung unter Ruhigstellung nach ca. einer Woche zu rechnen. Manchmal kann es aber auch mehrere Wochen dauern, bis die Flüssigkeit komplett aus dem Gelenkspalt verschwunden ist und die Hand wieder in gewohnter Weise eingesetzt werden kann.

Was können die Folgen von Wasser im Handgelenk sein?

Folgen, die aus Flüssigkeit im Handgelenk resultieren können, hängen u.a. davon ab, wie viel Flüssigkeit im Handgelenk vorhanden ist und auch wie lange diese Situation unbehandelt bleibt. Flüssigkeit, die lange im Handgelenk verbleibt, kann nicht nur dazu führen, dass es zu einer viel deutlicheren und stärkeren Entzündung (Gelenksinfektion) kommt, sondern auch, dass sich durch die lange, eingeschränkte Beweglichkeit Muskeln des Handgelenks verkürzen und nicht mehr ohne Training in gewohnter Weise eingesetzt werden können.

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