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Lumedis Frankfurt

PD Dr. Elke Maurer
Amelie Grainger
Dr. Franziska Zwecker
Dr. Jannik Ashauer
Dr. Bela Braag
Axel Lust
Dr. Nicolas Gumpert


Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14/Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

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Eisenmangelanämie

Eine Eisenmangelanämie ist die häufigste Form der Blutarmut und entsteht durch einen Mangel an Eisen, wodurch der Sauerstofftransport im Körper eingeschränkt wird.

Typische Beschwerden wie Müdigkeit, Blässe und Leistungsschwäche entwickeln sich oft schleichend und werden zunächst unterschätzt. Eine frühzeitige Diagnostik und gezielte Behandlung sind entscheidend, um die Ursache zu beheben und Folgeschäden zu vermeiden.

Wir von Lumedis zeigen Ihnen, woran Sie eine Eisenmangelanämie erkennen, welche Ursachen dahinterstecken und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Für eine Individuelle Beratung in Frankfurt am Main buchen Sie hier Ihren Termin.

Amelie Grainger und Dr. Bela Braag hat diesen Artikel für Sie zuletzt aktualisiert.
Dr. Braag und Frau Grainger sind Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie und sind bei Lumedis unsere Spezialisten für die kniffeligen orthopädischen Erkrankungen.
Der in Darmstadt geborene Dr. Braag hat an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und eine fundierte orthopädische Ausbildung durchlaufen.
Der in Heidelberg geborene Amelie Grainger hat ebenfalls an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert.
Gerne beraten Sie unsere Spezialisten in ihrer Spezial-Sprechstunde.

Was ist eine Eisenmangelanämie?

Eine Eisenmangelanämie ist eine Blutarmut, die durch einen Eisenmangel ausgelöst wird. Der verminderte Eisengehalt sorgt dafür, dass weniger Sauerstoff an die roten Blutkörperchen gebunden und in die Zellen des Körpers transportiert werden können, was dann zu Beschwerden führt.

Was können die Ursachen für eine Eisenmangelanämie sein?

  • Verminderte Eisenzufuhr
  • erhöhter Eisenverbrauch
  • Blutungen
  • Genetische Ursache

Verminderte Eisenzufuhr

Eine häufige Ursache für einen Eisenmangel ist die verminderte Zufuhr von Eisen. Wer sich sehr eisenarm ernährt, führt dem Körper auch wenig Eisen zu und es kann zu einem Eisenmangel kommen. Eisen wird ausschließlich über die Nahrung aufgenommen und ist vor allem in Fleisch, aber auch in grünem Gemüse und in Hülsenfrüchten.

Erhöhter Eisenverbrauch

Trotz ausreichender Eisenzufuhr kann es zu einem Eisenmangel kommen, wenn der Körper einen erhöhten Eisenbedarf oder Verbrauch an Eisen hat. Vor allem bei Infekten kann es zu einem Anstieg des Eisenbedarfs kommen. Ist dann nicht ausreichend Eisen in den Speichern oder wird es nur unzureichend zugeführt, kann es zu einem deutlichen Eisenmangel mit entsprechenden Beschwerden kommen. Neben einer infektbedingten Ursache kann auch Stress den Eisenbedarf erhöhen.

Blutungen

Blutungen sorgen sehr häufig für einen Eisenmangel. Vor allem die zyklusbedingte Monatsblutung kann dazu führen, dass viel Eisen verloren geht und dann dem Körper zugeführt werden muss.

Genetische Ursache

Oftmals ist ein Eisenmangel oder auch eine Eisenmangelanämie chronisch, ohne dass eine direkte Ursache erkannt werden kann. In diesen Fällen steht auch eine genetische Ursache im Raum. Auch die Herkunft der Patienten kann eine Ursache sein. So sind Menschen aus dem afrikanischen Raum häufiger von einem Eisenmangel betroffen.

Eisenmangelanämie in der Schwangerschaft

Eisenmangel in der Schwangerschaft kommt ebenfalls immer mal wieder vor. Es wird aus diesem Grund auch immer großer Wert auf die Eisen- und Hämoglobinkontrolle während der Schwangerschaft gelegt. Ein häufiger Grund für eine Eisenmangelanämie in der Schwangerschaft ist zum einen die verminderte Zufuhr, aber auch der deutlich erhöhte Eisenbedarf und Verbrauch, denn in der Schwangerschaft müssen plötzlich zwei Menschen mit Eisen versorgt werden.

An welchen Symptomen erkennen Sie eine Eisenmangelanämie?

Eines der ersten Symptome einer Eisenmangelanämie sind die Blässe und die Müdigkeit. Während die Müdigkeit und die Erschöpfung meistens von den Patienten selbst als erstes Symptom erkannt werden, werden die Patienten auf die Blässe von den Mitmenschen aufmerksam gemacht. Auch die normalerweise gut durchblutete Haut im Bereich der Unterlider des Auges zeigt sich dann meistens eher abgeblasst und nicht mehr so rot.

Neben der Müdigkeit geben die Patienten auch einen Leistungsknick an bzw. schildern, dass sie nicht mehr so belastbar sind. So müssen sie nicht selten auch auf der Treppe oder manchmal auch auf gerader Strecke stehen bleiben und pausieren.

Der Körper kann lange Zeit eine Eisenmangelanämie kompensieren, sodass die Patienten die Beschwerden nicht bemerken. Bei fortgeschrittener und starker Eisenmangelanämie kommen auch noch Luftnot und Herzrasen, Schwindel, Appetitverlust und auch Gewichtsabnahme hinzu. Der Allgemeinzustand der Patienten nimmt irgendwann dann rapide ab.

Kann eine Eisenmangelanämie eine Depression auslösen?

Eine Eisenmangelanämie führt zu einer deutlichen Antriebshemmung und auch damit verbunden zu Stimmungsschwankungen.

Die Gefahr besteht demnach, dass eine Eisenmangelanämie von den Beschwerden mit einer Depression verwechselt und manchmal sogar auch falsch behandelt wird. Bei den typisch für eine Depression geschilderten Symptomen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Stimmungstiefs muss als Erstes ein Blutbild angefertigt werden, welches einen Eisenmangel und eine Eisenmangelanämie ausschließt. Erst wenn man in dieser Blutuntersuchung keinen Eisenmangel erkennen kann, könnte auch eine Depression hinter den Beschwerden stecken.

Wird der Eisenmangel ausgeglichen, kommt es in der Regel innerhalb von Tagen zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden, was ebenfalls gegen eine depressive Ursache spricht.

Wie kann man eine Eisenmangelanämie diagnostizieren?

Neben einer ausführlichen Krankenbefragung wird der Behandler den Patienten anschauen und bei einer starken Eisenmangelanämie schon erste Hinweise im Bereich der Haut und Augenlider sehen können. Denn führend ist eine Blässe.

Auch eine Müdigkeit und Erschöpfung, die angegeben werden, sprechen für eine erste Verdachtsdiagnose einer Eisenmangelanämie. Beweisen lassen sich ein Eisenmangel und eine Eisenmangelanämie immer durch eine Blutuntersuchung, die zwingend durchgeführt werden muss.

Welche Blutwerte sollte man bei einer Eisenmangelanämie bestimmen?

Bei der Blutuntersuchung sollten in erster Linie das Eisen und das Ferritin bestimmt werden.

Zweites ist das sogenannte Speichereisen. Dieser Wert gibt Aufschluss darüber, wie viel Eisen vom Körper mobilisiert werden kann. Die reine Eisenbestimmung gibt an, wie viel Eisen der Körper akut zur Verfügung hat.

Transferrin und die Sättigung sollten ebenfalls bestimmt werden. Hierbei handelt es sich um die Transporter, an denen das Eisen im Körper transportiert wird. Wichtig ist auch, den Hämoglobinwert zu bestimmen, der letztendlich Hinweise auf eine Blutarmut angibt.

Mit diesen Werten kann man feststellen, ob eine Anämie vorliegt, ob es eine Eisenmangelanämie ist, wie die Eisenspeicher gefüllt sind und auch wie der Eisentransport funktioniert.

Was macht Lumedis in der Behandlung einer chronischen Eisenmangelanämie?

Diagnostik: Zunächst führt lumedis eine umfangreiche Diagnostik durch, um einen Eisenmangel festzustellen. Hier steht vor allem die Blutabnahme mit Kontrolle der wichtigen Marker wie Eisen, Ferritin und Transferrin im Mittelpunkt.

Eisensubstitution oral: Bei leichten Eisenmängeln kann zunächst ein Behandlungsversuch mit Eisen in Tablettenform unternommen werden. Hier würde man je nach Ausprägung des Eisenmangels eine Dosierung von 1 Tablette 2-mal täglich für 1–2 Wochen gefolgt von der Einnahme einer Tablette für eine weitere Woche beginnen. Es folgt dann die erneute Kontrolle der Eisenparameter im Blut.

Eisensubstitution i. v.: Bei stärkeren Eisenmängeln oder aber wenn die zuvor durchgeführte Eisenzufuhr mittels Tablette nicht geholfen hat, würde Lumedis dann die Eiseninfusion erfolgen. Hierbei wird eine spezielle eisenhaltige Flüssigkeit über eine Infusion in die Vene des Patienten geleitet. Diese erfolgt langsam, um das Risiko einer allergischen Reaktion zu senken. Auch kann man in den folgenden Tagen oder Wochen die Infusion wiederholen, um einen besseren Behandlungserfolg zu erreichen.

Wann braucht man bei einer Eisenmangelanämie eine Infusion mit Eisen?

Vor allem, wenn es sich um schwerere Eisenmängel handelt oder aber wenn nach einer mehrwöchigen Eisenbehandlung mittels Tablette nicht der gewünschte Erfolg eingestellt hat, sollte man einen Behandlungsversuch mit einer Eiseninfusion versuchen. Diese wird dann über die Vene dem Patienten ganz langsam verabreicht. Im Verlauf der Kontrolle im Labor sollte dann schon bald eine deutliche Besserung der Werte darstellbar sein.

Ist dies nicht der Fall, sollte die Gabe des Eisens nochmal erfolgen.

Welche Lebensmittel helfen bei einer Eisenmangelanämie (Ernährung)?

Wichtig ist auch, die Ernährung dahingehend zu überprüfen, wie eisenhaltig diese ist. Vor allem, wenn man sich vegan ernährt, sollte man sich auch eine andere Eisenquelle in der Ernährung suchen.

Hier wären zunächst die grünen Gemüse, also die meisten Kohlsorten, zu nennen, die sehr eisenhaltig sind. Auch Spinat oder aber viele der Hülsenfrüchte haben einiges an Eisen. Man sollte darauf achten, die eisenhaltigen Lebensmittel in den täglichen Speiseplan mit einzuarbeiten, um die regelmäßige Zufuhr von Eisen zu sichern und zu gewährleisten.

Warum kommt eine Eisenmangelanämie häufig mit einem Hashimoto vor?

Man hat festgestellt, dass Patienten mit einer Hashimoto-Schilddrüsenerkrankung auch gehäuft eine Eisenmangelanämie aufzeigen.

Man geht heute davon aus, dass der Grund darin liegt, weil es bei einer Hashimoto-Thyreoiditis zu einer chronischen Entzündung im Bereich der Schilddrüse kommt. Entzündliche Prozesse erhöhen den Eisenbedarf bzw. verbrauchen einen hohen Eisenanteil.

Warum dieser Eisenmangel nicht bei jedem Patienten mit einer Hashimoto-Thyreoiditis vorhanden ist und ob der Grund in einer ausgewogeneren eisenhaltigen Ernährung steckt, ist bis heute noch nicht ganz geklärt. Wichtig wäre aber in diesem Zusammenhang, dass man bei Patienten, die eine Hashimoto-Erkrankung haben, auch die Eisenwerte kontrollieren sollte.

Im Umkehrschluss sollte man auch bei Patienten mit einem auffällig niedrigen Eisen mal die Schilddrüsenwerte untersuchen, um herauszufinden, ob ggf. auch eine Hashimoto-Thyreoiditis dahinterstecken könnte.

Was können die Folgen einer Eisenmangelanämie sein?

Patienten, die eine Eisenmangelanämie haben, leiden unter einer chronischen Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Man sollte so schnell wie möglich den Eisenmangel ausgleichen, um die Beschwerden schnell zu reduzieren.

Macht man das nicht, kann es zu einem chronischen Zustand einer Eisenmangelanämie kommen. Besonders gefährlich sind nicht behandelte Eisenmangelanämien bei Kindern, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden. Auch bei ungeborenen Kindern kann eine Eisenmangelanämie, die nicht behandelt wird, zu nachhaltigen und schweren Folgen bei der Entwicklung führen. Auch geistige Schädigungen können beim Embryo nicht ausgeschlossen werden, wenn die Eisenmangelanämie bei der Mutter nicht ausgeglichen wird.

Bei älteren Menschen geht man heute auch davon aus, dass ein chronischer Eisenmangel und eine Eisenmangelanämie zu einer Verkürzung der Lebenszeit und zur Ausbildung einer kognitiven Einschränkung führen können Neben Folsäure und Vitamin D gehört die Eisensubstitution bei älteren Menschen zu den häufigsten Behandlungen, um die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Bei Menschen in den mittleren Jahren kann ein Eisenmangel und eine Eisenmangelanämie bei zeitiger Behandlung ohne Folgen vorübergehen. Wichtig ist aber eine zeitnahe Behandlung.
Bei Schwangeren kann eine chronische Eisenmangelanämie, die nicht erkannt und behandelt wird auch zum Abbruch der Schwangerschaft führen. Auch Kinderwunsch kann vor einer Schwangerschaft bei einer chronischen Eisenmangelanämie der Mutter unerfüllt bleiben, wenn keine zeitnahe Behandlung und Substitution erfolgt.

Bei immer wiederkehrenden Eisenmängeln sollten in jedem Fall auch die Lebens- bzw. Ernährungsgewohnheiten betrachtet werden.

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Ihr
Nicolas Gumpert

Unsere orthopädischen Spezialisten

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