Termin vereinbaren

Einen Termin bei uns?

Lumedis Frankfurt

Dr. Carmen Heinz
Dr. Gerret Hochholz
Dr. Nicolas Gumpert

Fachärzte für Orthopädie

Privatpraxis
für Orthopädie, Sportmedizin, ärztliche Osteopathie, Akupunktur und manuelle Medizin

direkt am Kaiserplatz
Kaiserstraße 14 / Eingang Kirchnerstraße 2
60311 Frankfurt am Main

Zur Online-Terminvereinbarung

Telefon 069 24753120

Arthrose der Wirbelgelenke (Spondylarthrose)

Die Arthrose der Wirbelgelenke gehört zu den verschleißbedingten Erkrankungen und kann weitreichende Folgen für den Patienten haben, da es durch das Fortschreiten der Erkrankung zu sehr starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommen kann.
Je früher die Therapie einsetzt umso besser ist die Prognose des Krankheitsbildes.
Wenn Sie eine ausführliche Beratung durch unsere Wirbelsäulenspezialisten wünschen, kommen Sie hier zu Ihrem Termin.

Dieser Artikel wurde durch Dr. Gerret Hochholz veröffentlicht.
Dr. Gerret Hochholz Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Außerdem ist er Instruktor für Manuelle Therapie und spezialisiert auf Akupunktur und fügt über große Erfahrung im Bereich der Triggerakupunktur.

Seinen Behandlungsschwerpunkt hat er bei der Diagnostik und Therapie der verschiedenen Wirbelsäulenerkrankungen.
Sein Ziel ist es alle Erkrankungen ohne Operation zu lösen.
 

Definition - Was ist eine Spondylarthrose?

Die Spondylarthrose beschreibt ein degeneratives Krankheitsbild der Wirbelsäule, genauer gesagt der Wirbelkörper.
Dabei kommt es aufgrund von jahrelangem Verschleiß zur Abnutzung der Gelenkflächen zwischen den Wirbelkörpern.
Tritt dieser Verschleiß als eigenständiges Krankheitsbild auf, wird es auch „Facettensyndrom“ bezeichnet.
Eine Spondylarthrose kann aber auch ursächlich für andere Krankheitsbilder sein wie beispielsweise der Spinalkanalstenose oder Wurzelkompressionssyndrom.
Eine Spondylarthrose äußert sich mit Schmerzen im betroffenen Bereich der Wirbelsäule, die je nach Lokalisation in Arme oder Beine ausstrahlen können.
Meist sind die Betroffenen über 50 Jahre alt und leiden an Rückenschmerzen, die vor allem bei Belastung auftreten und sich in Ruhe bessern. 

Wo kommt überall eine Spondylarthrose vor?

Am häufigsten tritt eine Spondylarthrose im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Aufgrund von anatomischen Gegebenheiten ist die Wirbelsäule in diesem Bereich besonders anfällig für Verschleißerscheinungen durch Überlastung oder Fehlhaltungen.
Die Beschwerden lokalisieren sich im unteren Rücken und der Schmerz kann bis in die Beine ausstrahlen.
Seltener kann auch eine Spondylarthrose der Halswirbelsäule auftreten, welche Schmerzen im oberen Rücken verursacht und in die Arme oder Schultern ausstrahlt.
Eine Spondylarthrose im Brustwirbelsäulenbereich ist eher selten, da aufgrund der niedrigen Beweglichkeit in diesem Bereich nur selten Abnutzungserscheinungen zu beobachten sind. 

Ursachen

Die Spondylarthrose zählt zu den erworbenen Krankheitsbildern, da sie aufgrund von Alterserscheinungen und Überlastung entsteht. Die häufigsten Ursachen sind:

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Spondylarthrose

Die Symptome einer Spondylarthrose variieren mit dem betroffenen Bereich der Wirbelsäule. Ist vor allem die Lendenwirbelsäule betroffen, treten Schmerzen im unteren Rücken auf, die sich bei Belastung verstärken und bei Ruhe besser werden.
Der Schmerz kann bis in die Beide ausstrahlen.
Zusätzlich kann bei fortgeschrittenen Spondylarthrosen ein Kribbeln oder sogar Schwäche in den Beinen ausgelöst werden, was dringend von einem Orthopäden abgeklärt werden sollte, da dies ein Hinweis auf eine Nervenkompression in der Wirbelsäule ist.
Tritt eine Spondylarthrose in der Halswirbelsäule auf, treten diese Beschwerden im oberen Rücken auf und das Ausstrahlen des Schmerzes erfolgt vornehmlich in Schultern oder Arme.
Generell sollte bei sich verschlechternden oder neu aufgetretenen Rückenschmerzen immer eine Abklärung durch einen Orthopäden erfolgen, damit bei einer degenerativen Wirbelsäulenerkrankung Schäden an den Nervenwurzeln vermieden werden können. 

So fühlen sich Rückenschmerzen durch eine Spondylarthrose an

Die Schmerzen bei einer Spondylarthrose lassen sich häufig durch Druck auf die Wirbelsäule auslösen.
Bei der Untersuchung klopft der Orthopäde die verschiedenen Bereiche der Wirbelsäule ab und die Schmerzen treten dann im betroffenen Areal der Wirbelsäule auf.
Häufig wird neben dem belastungsabhängigen Schmerz auch ein Kribbeln in Armen oder Beinen beschrieben.
Typisch für eine Spondylarthrose ist, dass sich die Schmerzen bei Ruhe deutlich verbessern und vor allem bei einseitiger Belastung wie langes Stehen oder Sitzen schlechter werden.

Diagnose

Ein wichtiger Bestandteil für die Diagnose einer Spondylarthrose ist das ausführliche Anamnesegespräch mit dem Patienten.
Häufig lässt sich schon anhand des Schmerzprofils der Verdacht auf eine Spondylarthrose erhärten.
Anschließend werden bestimmte körperliche Untersuchungen durchgeführt, um den betroffenen Bereich lokalisieren zu können. Bleiben nach diesen Untersuchungen noch Zweifel an der Diagnose wird eine detaillierte Bildgebung angeschlossen, welche eine genaue Beurteilung der Wirbelgelenke zulässt. Dazu eignet sich am besten ein MRT oder CT. 

Röntgenbild

Das Röntgenbild eignet sich besonders gut zur Darstellung der Wirbelkörper. Bei einer Spondylarthrose kommt es jedoch erst in fortgeschrittenen Stadien zu Veränderungen der Wirbelkörperform im Röntgenbild.
Mittels Röntgen kann allerdings ein Gleitwirbel ausgeschlossen werden, der dann im Verlauf zu einer Arthrose der Wirbelgelenke führen kann.
In früheren Stadien ist es demnach nicht so gut geeignet, um kleinste Veränderungen der Wirbelsäule zu detektieren.
Besser ist in diesem Fall ein MRT oder CT, welches bereits kleinste Veränderungen darstellt und zusätzlich eine Beurteilung der Bandscheiben oder möglichen Entzündungsvorgängen zulässt.

Wann braucht man ein MRT?

Ist nach dem Anamnesegespräch und den klinischen Untersuchungen die Diagnose noch nicht eindeutig gestellt, kann ein MRT genauste Informationen zum Zustand der Wirbelsäule liefern.
Hierbei werden auch in sehr frühen Stadien degenerative Veränderungen der Wirbelkörper oder der Bandscheiben entdeckt, was wichtig für die Prognose und die Therapie ist.
Zusätzlich können mögliche Entzündungsvorgänge der Wirbelgelenke beurteilt werden, was mit einem Röntgenbild nicht möglich ist. Generell wird häufig ein MRT durchgeführt, um die genaue Lokalisation der Spondylarthrose festzuhalten. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel MRT-Magnetresonaztomographie.

Behandlung / Therapie

Ziel der Behandlung einer Spondylarthrose ist es, die degenerativen Prozesse der Wirbelsäule zu verlangsamen, die Beweglichkeit zu erhalten und Schmerzen einzudämmen.
Erstes Therapieziel ist es eine Operation zu verhindern und somit die Facettenarthrose konservativ zu behandeln.
Bei Lumedis kommt die Kombination folgender Therapiemassnahmen erfolgreich zum Einsatz:

Durch die individuelle Kombination der Verfahren sind die Therapieergebnisse deutlich zu verbessern.

Kinesiotape

Das Kinesiotape kann bei deiner Spondylarthrose dabei helfen, verspannte Rückenmuskeln zu entlasten und eine gesunde Haltung zu fördern.
Durch das fachgerechte Aufkleben überträgt es Belastungen und Stöße von überlasteten Strukturen auf gesunde Bereiche und hilft dadurch Schmerzen zu verringern.
Dazu ist es wichtig, die genaue Lokalisation der Beschwerden zu kennen, um das Kinesiotape an der richtigen Stelle am Rücken aufbringen zu können.
Dennoch sollte die alleinige Anwendung des Kinesiotapes nicht empfohlen werden.
Die größten Erfolge werden in Kombination mit Physiotherapie erzielt, welche ebenfalls auf die Stärkung der Rückenmuskulatur und Förderung einer gesunden Haltung abzielt.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kinesiotape.

Osteopathie

Die Osteopathie stellt bei einer Spondylarthrose eine weitere konservative Behandlungsmethode dar.
Sie zählt zu den manuellen Therapien und zielt darauf ab, Bewegungseinschränkungen zu lösen und die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu verbessern.
Sie kann zusätzlich zu einer Physiotherapie durchgeführt werden und kann bei einer Spondylarthrose eine deutliche Schmerzlinderung herbeiführen.
Dazu wird der Patient zuerst ausgiebig von einem Osteopathen untersucht und anschließend werden Verspannungen oder Bewegungseinschränkungen durch manuelle Verfahren gelöst.
Vor allem in Kombination mit stärkenden Rückenübungen in einer Physiotherapie kann die Osteopathie eine große Symptomverbesserung herbeiführen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Ärztliche Osteopathie.

Akupunktur

Die Akupunktur ist ein alternativmedizinisches Verfahren, welches bei der Spondylarthrose eingesetzt werden kann.
Sie dient der gezielten Lösung von Verspannungen im Rücken, die aufgrund der Schmerzen bei der Spondylarthrose entstehen. Dafür werden kleine Nadeln direkt auf die schmerzenden Rückenmuskeln gesetzt, was eine Entspannung herbeiführt. Dabei werden gewissen Akupunktur-Meridiane aktiviert, welche den körpereigenen Heilungsprozess unterstützen und zu Linderung der Beschwerden führt.
Eine Sonderform der Akupunktur ist die sogenannte Triggerpunkt-Akupunktur, welche ebenfalls bei einer Spondylarthrose eingesetzt werden kann. 
Bei Lumedis wird in erster Linie die Triggerpunktakupunktur eingesetzt, da es hier gerade in Kombination mit anderen Verfahren schon nach wenigen Sitzungen zu einer Besserung der Beschwerden kommt.

Dauer

Da es sich bei einer Spondylarthrose um einen degenerativen Prozess, der sich im Alter tendenziell eher verschlechtert handelt, kann die Dauer der Erkrankung nicht terminiert werden.
Grundsätzlich besteht sie also ein Leben lang.
Jedoch können die Schmerzen maßgeblich beeinflusst werden, sodass eine Einschränkung der Lebensqualität verhindert werden kann.
Dazu ist es wichtig langfristig eine gesunde Haltung zu fördern und eine stabile und gesunde Rückenmuskulatur aufzubauen.
Der Verlauf einer Spondylarthrose hängt maßgeblich von diesen Faktoren ab.
Eine frühzeitige Therapie kann die Dauer der akuten Schmerzphase verkürzen und dem degenerativen Prozess rechtzeitig entgegenwirken. 

Krankschreibung/Dauer/ Prognose

Wie lange jemand aufgrund einer Spondylarthrose krankgeschrieben werden sollte, lässt sich pauschal nicht beantworten.
Dies hängt sowohl vom Ausprägungsgrad der Erkrankung als auch von der individuellen Belastungssituation am Arbeitsplatz ab. Wichtig ist, dass durch eine ausreichend lange Krankschreibung eine Regeneration der Rückenmuskeln und eine Reduktion der Schmerzen erreicht wird.
Vorher sollte von einem beruflichen Wiedereinstieg abgesehen werden.
Die Prognose einer Spondylarthrose ist ebenfalls variabel, aber grundsätzlich lässt sich sagen: Je früher eine Therapie eingeleitet wird, desto geringer fallen die Verschleißerscheinungen aus und desto besser gestaltet sich die Prognose.

Rehabilitation und Prävention:

Muskuläre Dysblancen-Check

Der muskuläre Dysbalancen-Check empfiehlt sich bei einer Spondylarthrose, da hierbei überlastete und verspannte Rückenmuskeln genau identifiziert und anschließend behandelt werden können.
Bei dieser Untersuchung wird die Maximalkraft der Rücken- und Bauchmuskeln untersucht, um Unterschiede zwischen den verschiedenen Muskelgruppen aufzudecken.
Ein solches Ungleichgewicht (Dysbalance) führt zu einer Fehlhaltung des Rückens, was die Spondylarthrose verschlechtern kann.
Um eine Spondylarthrose fachgerecht zu therapieren ist es nämlich entscheidend Fehlhaltungen der Wirbelsäule zu korrigieren und eine gesunde und starke Rückenmuskulatur aufzubauen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Kraftmessung.

EMG

Das EMG ist ein nicht-invasives Verfahren zur Beurteilung der Rückenmuskulatur bei einer Spondylarthrose.
Es kann über oberflächliche Elektroden den Zustand der Rückenmuskeln anzeigen und auf eventuelle Muskelschäden hinweisen.
Ein großer Vorteil des EMGs ist, dass es ebenfalls eine Analyse der Muskelfunktion in Bewegung zulässt, was dann als Biofeedback bezeichnet wird.
Daraus lassen sich wichtige Informationen zur Haltung des Patienten gewinnen, welche die Therapie maßgeblich beeinflusst.
Das EMG gehört zur Standarddiagnostik und kann zusätzlich zum muskuläre Dysbalancen-Check eingesetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel EMG-Elektromyographie.

Wirbelsäulenvermessung

Die Wirbelsäulenvermessung hat einen hohen Stellenwert in der Diagnostik, aber auch in der Beurteilung von Therapieerfolgen bei einer Spondylarthrose.
Mittels Lichtprojektionen und Videoaufzeichnungen wird die Wirbelsäule anhand ihrer Länge und Symmetrie untersucht und beurteilt. Dadurch werden Fehlhaltungen, die eine Spondylarthrose verschlechtern können, aufgedeckt und gezielt therapiert.
Beispielsweise können Fehlhaltungen wie eine Skoliose oder Hyperlordose (Hohlkreuz) ursächlich für eine Spondylarthrose sein. Zusätzlich kann die Wirbelsäulenvermessung nach einer gewissen Therapiezeit wiederholt werden, um den Erfolg der Maßnahmen auf die Haltung zu beurteilen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Wirbelsäulenvermessung.

Trainingsübungen

Die richtigen Trainingsübungen können eine Spondylarthrose deutlich verbessern.
Wichtig ist jedoch, dass auf die individuellen Beschwerden des Patienten bei der Wahl der Übungen eingegangen wird.
Generell eignen sich Übungen, die die Wirbelgelenke und Bandscheiben wenig belasten aber dennoch zu einer Stärkung der Rückenmuskulatur führen.
Eine Auswahl bestimmter Übungen sollte immer in Absprache mit den behandelnden Orthopäden oder Physiotherapeuten erfolgen. Des Weiteren sollte die Ausführung von rückenbelastenden Sportarten, wie

  • Ballsportarten oder
  • Gewichtheben

vermieden werden.
Sportarten, die wiederum bei einer Spondylarthrose geeignet sind, sind beispielsweise

  • Schwimmen oder
  • Radfahren

Unsere Wirbelsäulenspezialisten

Wir beraten Sie gerne in unserer Wirbelsäulensprechstunde!